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Broadcom treibt KI-Infrastruktur – Nvidia & Kraken bewegen Märkte

KURZ & KNAPP

Broadcom rückt in der aktuellen Handelslage ins Zentrum der KI-Erzählung, ein Portfoliomanager stellt den Chip- und Softwarekonzern als bevorzugten AI-Titel heraus. Parallel diskutieren Marktstrategen an der Wall Street, ob die Santa-Claus-Rally 2025 weiterläuft oder der „Grinch-Moment“ droht. Im Umfeld der AI-Welle werden mögliche Börsengänge 2026 sowie neue Infrastruktur-Player beleuchtet. Die Einschätzungen bleiben meinungsstark, ersetzen jedoch keine Anlageberatung.

Neben Broadcom und Nvidia stehen die großen Indizes wie S&P 500, Nasdaq 100 und DAX 40 mit moderaten Gewinnen im Mittelpunkt. Am Kryptomarkt konsolidieren Bitcoin und nach vorangegangenen Anstiegen. Edelmetalle, ausgewählte Einzelwerte wie SOC und IMRX sowie Einschätzungen von CFRA und anderen Experten runden das Stimmungsbild ab.

Für 2026 rücken geldpolitische Weichenstellungen der Federal Reserve, Cybersecurity-Risiken und regulatorische Fragen stärker in den Vordergrund. Die Pläne von Kraken zu Prediction Markets unterstreichen den Innovationsdruck im Kryptosektor. Europäische und asiatische Märkte wie DAX, Nikkei 225, Hang Seng und China A50 zeigen derweil ein gemischtes, aber überwiegend stabiles Bild.

RÜCKBLICK Handelstag

Die Wall Street ging am Dienstag mit leichten Gewinnen aus dem Handel: Der S&P 500 legte um 0,18% auf 6.897 Punkte zu, der technologielastige Nasdaq 100 kam um 0,03% auf 25.507 Punkte voran. Der breite US-Markt setzt damit seine Jahresendrally in moderatem Tempo fort, getragen von robusten Unternehmensgewinnen und der anhaltenden KI‑Euphorie. Wachstumswerte blieben gefragt, während Gewinnmitnahmen in einzelnen Highflyern den Gesamtmarkt etwas bremsten.

In Europa schloss der DAX 40 mit einem Plus von 0,23% bei 24.384 Punkten und setzte seine Rekordjagd in einem ruhigen Feiertagshandel fort. Der Aufschwung wurde von soliden Konjunkturdaten und der Hoffnung auf sinkende Zinsen im kommenden Jahr flankiert. In Asien zeigten sich die Märkte gemischt: Während der China A50 um 0,69% auf 15.412 Punkte zulegte und der japanische Nikkei 225 um 0,50% auf 50.539 Punkte stieg, gab der Hang Seng um 0,53% auf 25.732 Punkte nach.

Am Kryptomarkt setzten sich Gewinnmitnahmen fort: Bitcoin fiel um 1,00% auf 87.386,02 Dollar, Ethereum gab um 2,20% auf 2.921,66 Dollar nach. Im Fokus der Anleger steht zum Jahresende die Frage, ob die viel zitierte Santa‑Claus‑Rally an den Aktienmärkten anhält oder ob ein verspäteter „Grinch“ in Form von Gewinnmitnahmen und Unsicherheit über die Geldpolitik 2026 auftaucht.

WAS HEUTE WICHTIG WAR

Broadcom (AVGO) – Warum setzen Portfolio-Manager auf diese AI-Aktie?

Broadcom (AVGO) rückt für institutionelle Investoren immer stärker in den Mittelpunkt der KI‑Story und gilt einem Portfoliomanager zufolge aktuell als Top‑Pick im AI‑Sektor. Im Gespräch mit CNBC („Why Broadcom is this portfolio manager’s top AI pick, companies that could go public in 2026“, ID xqfkpGNcjJU) hob er die Kombination aus Infrastruktur-Know-how, Halbleiterkompetenz und Software-Umsätzen hervor. Besonders die Rolle von Broadcom bei Rechenzentrums‑Netzwerken und spezialisierten Chips für Cloud‑Anbieter mache den Konzern zu einem direkten Profiteur des Booms rund um generative KI. Während viele Anleger bei den üblichen KI‑Lieblingen bereits hohe Bewertungen sehen, argumentiert der Portfoliomanager, dass Broadcom noch attraktives Aufwärtspotenzial biete.

Der Experte betont, dass die Nachfrage nach Bandbreite und Low‑Latency‑Lösungen im Zuge der KI‑Durchdringung explosionsartig steigt und Broadcom mit seinen maßgeschneiderten Lösungen an der kritischen Infrastruktur‑Schicht sitzt. Neben der Hardware-Sparte verweist er auf wiederkehrende Software-Erlöse, die das Geschäftsmodell stabilisieren und die Volatilität typischer Halbleitertitel abfedern könnten. Im Interview werden zudem Unternehmen skizziert, die 2026 an die Börse gehen könnten und thematisch in das AI‑Ökosystem passen, etwa spezialisierte Cloud‑Dienstleister oder Cybersecurity‑Firmen. Diese künftigen IPO‑Kandidaten könnten laut dem Portfoliomanager von denselben strukturellen Trends profitieren, die schon heute Broadcom tragen.

Für Anleger bedeutet der Fokus auf Broadcom, dass der Blick über reine GPU‑Playes hinausgehen sollte und Netzwerk- sowie Infrastruktur-Anbieter in der KI‑Wertschöpfungskette stärker beachtet werden müssen. Der Portfoliomanager sieht insbesondere den Zeitraum bis 2026 als entscheidend, weil dann viele der aktuellen Cloud‑Investitionen ihre Wirkung auf Umsatz und Margen voll entfalten dürften. Gleichzeitig warnt er davor, alle Hoffnungen nur auf potenzielle High‑Growth‑IPOs zu setzen, und plädiert für einen Kernbestand aus etablierten Profiteuren wie Broadcom, flankiert von selektiven Wetten auf künftige Börsenkandidaten. Im Umfeld der Debatte, wie nachhaltig die KI‑Rally ist, liefert die Einschätzung, Broadcom als Top‑AI‑Pick zu sehen, einen klaren Hinweis darauf, dass Investoren zunehmend auf skalierbare, cash‑starke Plattformen statt auf spekulative Einzeltitel setzen.

US-Börsen – Kommt der Grinch oder hält die Santa-Claus-Rally 2025 durch?

An der Wall Street dreht sich kurz vor Jahresende vieles um die Frage, ob 2025 mit weiteren positiven Überraschungen endet oder ob ein „Grinch‑Moment“ die Rally stoppt. In der CNBC‑Sendung mit der ID pA7SjyUo_3M („Biggest market surprises in 2025, Santa Claus rally hopes, why markets could continue to rally“) diskutieren Marktstrategen, welche unerwarteten Treiber in diesem Jahr die Kurse nach oben getrieben haben und ob diese Kräfte auch in den letzten Handelstagen wirken. Parallel dazu wird in dem Clip mit der ID RgkcC7HmRwU („Will the Grinch Show Up or Does the Rally Continue?“) thematisiert, ob Gewinnmitnahmen, politische Unsicherheit oder Zinsängste die Stimmung kippen könnten. Die Experten verweisen darauf, dass viele Investoren nach den starken Kursgewinnen eher defensive Positionen aufbauen und gleichzeitig hoffen, die klassische Santa‑Claus‑Rally nicht zu verpassen.

Als zentrale Stellschrauben für den Jahresausklang nennen die Strategen die Erwartung an die Geldpolitik 2026, die weitere Entwicklung der Unternehmensgewinne und die Marktpositionierung institutioneller Investoren. Bleiben die Konjunkturdaten stabil und signalisieren die Notenbanken Planungssicherheit, sehen sie Chancen, dass die Rally – wenn auch in abgeschwächter Form – anhalten kann. Sollte dagegen ein externer Schock oder eine überraschend restriktive Tonlage der Notenbanken auftreten, könnte der „Grinch“ in Form einer schärferen Korrektur auftauchen. Für Anleger bedeutet das Spannungsfeld zwischen Rally‑Hoffnung und Korrekturangst, dass Risikomanagement und selektive Titelauswahl zum Jahresende wichtiger werden als der Versuch, den letzten Prozentpunkt der Aufwärtsbewegung mitzunehmen.

Broadcom (AVGO) – Welche AI-IPOs könnten 2026 folgen?

In dem CNBC‑Beitrag mit der ID xqfkpGNcjJU („Why Broadcom is this portfolio manager’s top AI pick, companies that could go public in 2026“) skizziert ein Portfoliomanager nicht nur seine Präferenz für Broadcom (AVGO), sondern auch mögliche Börsenkandidaten im Umfeld der KI‑Infrastruktur für 2026. Er argumentiert, dass die starke Position von Broadcom im aktuellen KI‑Zyklus ein Muster dafür liefert, welche Kompetenzen auch potenzielle IPO‑Firmen mitbringen müssen: tiefes Know‑how in Rechenzentren, Cloud‑Netzwerken und spezialisierten Software‑Stacks. Firmen, die solche Bausteine liefern, könnten demnach an die Börse streben, sobald das Marktumfeld stabil genug ist und Investoren erneut bereit sind, Wachstumstitel früh zu finanzieren. Im Fokus stehen dabei nicht nur Halbleiter, sondern auch Plattformen, die Sicherheit, Datenmanagement und Skalierung von KI‑Anwendungen ermöglichen.

Der Manager sieht 2026 als ein mögliches „Fenster“, in dem sich der Markt nach der aktuellen Bewertungsbereinigung für neue Wachstumsstories öffnet. Die Erfahrungen mit etablierten Playern wie Broadcom sollen Investoren als Blaupause dienen, um Geschäftsmodelle und Margenprofile der neuen Kandidaten einzuschätzen. Für Marktteilnehmer könnte dies bedeuten, dass der nächste AI‑Schub vermehrt aus bislang privaten Unternehmen kommt, die sich gezielt an die Börse wagen, wenn die Visibilität ihrer Umsätze steigt. Gleichzeitig bleibt der Hinweis, dass nicht jeder potenzielle AI‑IPO den Weg von etablierten Schwergewichten wie Broadcom wiederholen kann und eine sorgfältige Auswahl entscheidend sein wird.

Federal Reserve und Cybersecurity – Welche Risiken prägen 2026?

Mit Blick auf 2026 richtet sich der Markt auf zwei zentrale Themen aus der CNBC‑Sendung mit der ID sx7Sxmo7nbQ („2026 Federal Reserve outlook, the biggest cybersecurity risks to watch for“): den künftigen Kurs der US‑Notenbank Federal Reserve und wachsende Cyberrisiken. Analysten diskutieren, wie der Zins- und Bilanzpfad der Federal Reserve das Marktklima in den kommenden Jahren beeinflussen könnte, insbesondere für Wachstums‑ und Technologiewerte. Parallel dazu warnen Sicherheitsexperten vor neuen Angriffsvektoren, die insbesondere kritische Infrastrukturen und Finanzsysteme betreffen könnten. Die Kombination aus geldpolitischer Unsicherheit und steigender Verwundbarkeit durch Cyberangriffe wird als potenzielle Quelle erhöhter Volatilität gesehen.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie nicht nur ihre Finanzierungsstrukturen und Zinsrisiken im Lichte der 2026er Fed‑Perspektive überprüfen müssen, sondern auch verstärkt in Cyber‑Abwehr und Resilienz investieren sollten. Anleger wiederum werden aufgefordert, sowohl Zins‑sensitiven Bereichen als auch Cybersecurity‑Aktien erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Je nachdem, wie klar die Kommunikation der Federal Reserve ausfällt und wie gut Wirtschaft und Unternehmen auf Cybergefahren vorbereitet sind, könnte 2026 entweder ein Jahr relativer Stabilität oder von wiederkehrenden Schocks werden. Die Sendung macht deutlich, dass beide Themenfelder eng miteinander verknüpft sind, da Cyberangriffe im Extremfall auch geldpolitische Reaktionen erzwingen könnten.

Kraken – Was bedeuten Prediction Markets für den Kryptohandel 2026?

In der CNBC‑Sendung „Crypto exchange Kraken plans to offer prediction markets in 2026: CNBC Crypto World“ mit der ID 43K-XydxqU4 wird erläutert, wie die Krypto‑Börse Kraken ihren Produktkatalog erweitern will. Demnach plant Kraken, ab 2026 sogenannte Prediction Markets anzubieten, auf denen Nutzer Wetten auf künftige Ereignisse wie Wahlausgänge, Wirtschaftsindikatoren oder Sportresultate platzieren können. Diese Märkte sollen auf Blockchain‑Basis funktionieren und damit Transparenz und Manipulationssicherheit erhöhen. Für den Kryptomarkt wäre dies ein weiterer Schritt, klassische Finanzinstrumente und neue DeFi‑Anwendungen zu verschmelzen.

Marktbeobachter sehen in dem Vorstoß von Kraken eine Möglichkeit, zusätzliche Liquidität und Nutzergruppen in den Kryptobereich zu ziehen, warnen aber zugleich vor regulatorischen Grauzonen. Je nachdem, wie Aufsichtsbehörden auf derartige Produkte reagieren, könnten sich neue Regeln für Derivate, Glücksspiel und Wertpapieraufsicht ergeben. Für Anleger und Trader würde ein erfolgreiches Prediction‑Market‑Angebot neue Instrumente zur Absicherung und Spekulation eröffnen. Gleichzeitig unterstreicht der Schritt, dass Krypto‑Börsen 2026 verstärkt nach Innovationen suchen, um sich im Wettbewerb um Volumen und Kunden zu differenzieren.

KURZNEWS

  • SP500 – S&P 500 Index: Der breit gefasste S&P 500 schloss mit einem Anstieg von +0,18% bei 6.897 Punkten und setzte damit seine Aufwärtsbewegung fort. Getragen wurde der Index vor allem von Technologiewerten und Wachstumsaktien.
  • NDX – Nasdaq 100: Der Nasdaq 100 legte um +0,03% auf 25.507 Punkte nur minimal zu und zeigte eine Verschnaufpause nach den starken Vortagen. Anleger rotieren leicht aus hochbewerteten Tech-Titeln in defensivere Sektoren.
  • DAX – DAX 40: Der deutsche Leitindex DAX 40 gewann +0,23% auf 24.384 Punkte und bleibt damit in Schlagdistanz zu seinen jüngsten Höchstständen. Unterstützt wird der Markt von der Aussicht auf sinkende Zinsen 2026.
  • CNA50 – China A50 Index: Der China A50 stieg um +0,69% auf 15.412 Punkte und profitierte von Hoffnungen auf weitere Stützungsmaßnahmen aus Peking. Vor allem Finanz- und Konsumwerte trugen den Aufschwung.
  • HSI – Hang Seng Index: Der Hang Seng gab um -0,53% auf 25.732 Punkte nach und setzte damit seine volatile Seitwärtsphase fort. Belastet wurde der Markt von Unsicherheit über den Immobiliensektor und zurückhaltenden Privatanlegern.
  • N225 – Nikkei 225: Der japanische Nikkei 225 legte um +0,50% auf 50.539 Punkte zu und näherte sich damit weiter seinen Rekordständen. Der schwächere Yen und solide Exportdaten stützen die Stimmung in Tokio.
  • BTCUSD – Bitcoin: Bitcoin fiel um -1,00% auf 87.386,02 Dollar und setzte damit seine jüngste Konsolidierung fort. Nach dem starken Anstieg der vergangenen Wochen sichern viele Anleger kurzfristige Gewinne.
  • ETHUSD – Ethereum: Ethereum gab um -2,20% auf 2.921,66 Dollar nach und unterperformte damit Bitcoin. Marktteilnehmer beobachten genau, wie sich die Liquidität in Altcoins zum Jahresende entwickelt.
  • NVDA – Nvidia: Die Aktie von Nvidia (NVDA, $188,36, -0,32%) schloss moderat im Minus, bleibt aber ein zentraler Treiber der KI‑Rally an der Nasdaq. Anleger achten verstärkt auf Bewertungen, nachdem der Kurs 2025 bereits stark gestiegen ist.
  • STOV – CFRA / US-Aktienmarkt: In dem Clip mit der ID qgsPEIbRpJ8 erläutert Sam Stovall von CFRA, dass die Fundamentaldaten die jüngste Kursrally an den US‑Börsen untermauern. Steigende Gewinne und robuste Margen rechtfertigten laut ihm höhere Indexniveaus.
  • SLVR – Metals / Silver: Laut Victoria Greene von G Squared (ID NVyl-7QtDEk) sorgt eine „Perfect Storm“-Konstellation für eine Flucht in Qualitätsmetalle wie Silber. Sie verweist auf geopolitische Risiken und Inflationssorgen als Treiber für Edelmetall‑Engagements.
  • USPOL – Trump-Politik & Märkte: In dem Beitrag mit der ID vNychNaOp-A wird diskutiert, wie die Politik von Donald Trump die Märkte im Jahr 2026 beeinflussen könnte. Zudem stellen Experten ihre drei Top‑Favoriten im Bereich Consumer‑Internet vor, die von regulatorischen Änderungen profitieren könnten.
  • SOC – SOC: Im Video mit der ID MMFx1OObzPM wird hervorgehoben, dass SOC am Beginn einer größeren Kursbewegung stehen könnte. Anleger interessiert dabei vor allem, wie sich Wachstumsperspektiven und Nachrichtenfluss auf die weitere Kursdynamik auswirken.
  • IMRX – IMRX: Ebenfalls im Clip MMFx1OObzPM wird betont, dass IMRX „erst am Anfang“ eines möglichen Aufwärtstrends steht. Marktteilnehmer beobachten hier genau klinische Meilensteine und Finanzierungsfähigkeit.
  • MET – Metals-Sektor allgemein: Der Hinweis auf eine mögliche Flucht in Qualitätsmetalle im Beitrag mit der ID NVyl-7QtDEk sorgt sektorweit für Aufmerksamkeit. Investoren prüfen, ob neben Silber auch andere Edelmetalle als Absicherung gegen Unsicherheiten im Jahr 2026 dienen können.
  • USMK – US-Gesamtmarkt: Die Aussagen von CFRA-Stratege Sam Stovall (ID qgsPEIbRpJ8), wonach Fundamentaldaten die Kursgewinne stützen, geben dem breiten US‑Markt zusätzlichen Rückenwind. Das unterstreicht die These, dass die aktuelle Rally nicht nur von Liquidität, sondern auch von Gewinnwachstum getragen ist.

KALENDER Firmen & Unternehmen

EARNINGS

    MAKRO

      IM BLICKPUNKT

      • CFRA zu US-Gesamtmarkt: Im Beitrag mit der ID qgsPEIbRpJ8 betont CFRA-Stratege Sam Stovall, dass die Fundamentaldaten die jüngste Kursrally an den Aktienmärkten rechtfertigen. Seine Einschätzung wirkt wie eine implizite Bestätigung bestehender Kursziele für die großen US‑Indizes.
      • Portfolio-Manager zu Broadcom (AVGO): In der Analyse mit der ID xqfkpGNcjJU stellt ein Portfoliomanager Broadcom (AVGO) als seinen bevorzugten AI‑Titel heraus. Die positive Einschätzung fungiert faktisch wie ein inoffizielles „Overweight“-Votum für die Aktie im KI‑Segment.

      DAX vor Alltime-High und Oracle: KI-Zweifel belasten Datencenter – Broadcom & Nvidia

      KURZ & KNAPP

      Oracle und Broadcom stehen wegen schwächerer KI- und Datencenter-Signale unter Beobachtung. Analysten kritisieren Einmaleffekte in der Gewinnrechnung und warnen vor überdehnten Capex-Plänen. Zugleich bleiben Zweifel an der Tragfähigkeit der hochgehebelten KI-Infrastruktur. Die Federal Reserve sorgt mit erneuten Zinssenkungen und zusätzlichen T-Bill-Käufen für reichlich Liquidität und Fragen nach Systemrisiken.

      An den US-Börsen erzeugt die Rotation von Tech hin zu Industrie-, Finanz- und Value-Titeln spürbare Verschiebungen. Edelmetalle wie Gold und vor allem Silber sowie Industrierohstoffe wie Kupfer markieren markante Marken, während Öl und Gas technisch uneinheitlich wirken. Kryptowährungen wie Bitcoin bleiben trotz Rücksetzern in einem übergeordneten Aufwärtstrend.

      In Europa klettert der DAX auf neue Rekordbereiche, getragen von Zyklikern wie Siemens, Daimler Truck und Bilfinger. Auch Konsum- und Sportartikelwerte wie Adidas, Puma und Nike melden sich zurück. Strategen heben zudem die Bedeutung von Emerging Markets, der globalen Rohstoffstory und der anhaltenden Debatte um Staatsverschuldung und Refinanzierungsbedarf der USA hervor.

      AUSBLICK US-Märkte

      • Diverse Analysten zu KI- und Cloud-Sektor (u.a. ORCL, AVGO, KI-Infra): Nach den enttäuschenden Ergebnissen von Oracle und Broadcom warnen mehrere Häuser vor einem möglichen „Platzen der KI-Datencenter-Blase“ und sehen die Qualität der Gewinne – etwa bei Broadcoms EPS, das ohne Einmaleffekte eher bei 0,46 US-Dollar statt 1,95 US-Dollar liegen soll – kritisch. Investoren werden zu mehr Selektivität und Fokus auf solide Cashflows statt aggressiv fremdfinanzierter Capex-Storys aufgerufen.
      • Makro- und Bankenstrategen zur Fed und US-Finanzsystem: Kommentatoren interpretieren die neuen T-Bill-Käufe der Fed in Höhe von rund 40 Milliarden US-Dollar pro Monat und die Aufhebung der 500-Milliarden-Grenze für die Standing Repo Facility als Zeichen latenter Spannungen im Bankensystem. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass rund 80% der US-Gesamtschulden bis 2026 refinanziert werden müssen, was die Rolle der Fed als Käufer und Stabilisator von Staatsanleihen weiter aufwertet.
      • Rohstoff-Analysten zu Silber: Marktbeobachter stellen fest, dass Silber gemessen an verschiedenen Indikatoren – inklusive des Silber-zu-S&P-500-Verhältnisses – so überkauft ist wie seit 45 Jahren nicht mehr. Trotz eines weiterhin positiven strukturellen Ausblicks sehen sie kurzfristig erhöhtes Rückschlagsrisiko und empfehlen vorsichtiges Positionsmanagement.
      • Strategen zu Emerging Markets (JP Morgan): JP Morgan stuft Emerging Markets als dauerhaftes Kernthema bis mindestens 2026 ein, mit erwarteten Wachstumsraten von etwa 2,0% für die USA, 1,5% für die EU, 4–5% für China und 3,3% für EM ex-China. Die Bank betont, dass massive KI-Investitionen, US-Steuersenkungen und eine nur temporär starke Dynamik in China (vor allem im ersten Halbjahr 2026) die relative Attraktivität ausgewählter Schwellenländer erhöhen.
      • Strategen zu Rohstoffen allgemein: Einige Häuser sehen Rohstoffe in einem strukturellen Aufwärtstrend, da sie zentrale Inputfaktoren der technologischen Transformation sind und die Preisseite im Energiesektor nach unten begrenzt erscheint. Besonders im Fokus stehen neben Öl auch Metalle wie Kupfer, dessen jüngster Rekordlauf als Indikator für stärkere Nachfrage nach Ende des Fed-Zinserhöhungszyklus gewertet wird.

      DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

      DAX auf Rekordkurs: Jahresendrallye, Branchenrotation und zyklische Gewinner

      Der DAX 40 hat in den vergangenen Tagen einen massiven Kursschub erlebt und dabei den Abwärtstrend vom Allzeithoch klar nach oben durchbrochen. Der Index kletterte auf rund 24.300 Punkte und ließ die psychologisch wichtige Marke von 24.000 deutlich hinter sich, beflügelt von der US-Zinssenkung und einer freundlichen Stimmung an den asiatischen Tech-Märkten. Aktuell notiert der DAX um 24.4 und visiert kurzfristig die Marke von 24.500 Punkten an; im weiteren Verlauf bis Jahresende sehen Trader gutes Potenzial für ein Anlaufen des Allzeithochs bei 24.771 Punkten. Ein Wochenschluss über 24.400 wird als starkes technisches Signal gewertet, das die Chancen auf eine Verlängerung der Rallye nach Norden deutlich erhöht.

      Besonders interessant ist die Branchenrotation, die sich parallel zur Bewegung in den USA zeigt. Während der techlastige Nasdaq teilweise im Minus tendiert, gewinnen zyklische und dividendenstarke Titel im DAX an Bedeutung. Die jüngste Leitzinssenkung der Fed sowie steigende Anleiherenditen – etwa 4,15–4,17% in den USA – begünstigen klassische Zykliker und Industriedienstleister wie Bilfinger, die durch das Überwinden charttechnischer Widerstände neue Kaufsignale geliefert haben. Auch große Industrie-Bluechips wie Siemens werden als Profiteure eines erwarteten Konjunkturaufschwungs gesehen und könnten nach Ansicht von Analysten bis Jahresende wieder Kurse um 250 Euro erreichen. Hinzu kommen Nutzfahrzeughersteller wie Daimler Truck mit Kurszielen von 42 bis im Best Case 45 Euro, die die zyklische Erholung bereits im Kursverlauf widerspiegeln.

      Aus saisonaler Sicht kommt dem DAX zugute, dass der Index historisch besonders starke Monate im Januar, April, Juli und Dezember aufweist, was die Hoffnung auf eine Jahresend-Rallye trotz anhaltender Skepsis am Markt nährt. Statistisch sind neue Allzeithochs im Dezember gut untermauert, sofern das technische Bild intakt bleibt und Schlüsselunterstützungen – insbesondere 24.200 und 24.150 – nicht signifikant unterschritten werden. Der sehr niedrige VDAX um 15,09 deutet zudem auf eine Rallye ohne große Pausen hin, könnte aber bei unerwarteten Schocks schnell anspringen. Für Trader bleibt der DAX damit ein klar bullischer Markt, in dem Rücksetzer eher als Einstiegschancen gesehen werden. Strukturell profitieren neben Industriewerten auch ausgewählte Konsum- und Luftfahrtaktien, etwa Lufthansa, die von ungebrochener Reiselust und einem möglichen Ausbruch über den Widerstand bei 8,30–8,35 Euro träumt, was ein technisches Ziel bis 9,20–9,50 Euro eröffnen würde.

      Rotation nach der Fed: Von Tech zur Old Economy – Dow stark, Nasdaq wackelt

      Die dritte Zinssenkung der Federal Reserve in Folge hat die große Sektor-Rotation an der Wall Street weiter befeuert. Während die großen US-Indizes neue oder nahe Allzeithochs markierten, stieg der Dow Jones am Donnerstag um mehr als 600 Punkte, getrieben von Industriewerten, Materialien und Finanztiteln. Gleichzeitig gerieten Technologie– und Kommunikationsdienstleister unter Druck, was sich insbesondere in schwächeren Nasdaq-Futures widerspiegelt, die vor der heutigen US-Eröffnung mit bis zu -0,56% im Minus liegen. Die Rotation weg von hoch bewerteten Tech-Namen wird von manchen Marktteilnehmern als Trend gesehen, der sich bis 2026 fortsetzen könnte, vor dem Hintergrund höherer Zinsen, steigender Kapitalbindung und einer Neubewertung der KI-Euphorie.

      Fundamental wird diese Entwicklung durch ein Umfeld getragen, in dem monetäre und fiskalische Stimuli weiterhin aktiv sind, aber die Renditen am langen Ende – etwa die 10-jährige US-Treasury mit 4,17% – eine attraktive Alternative zu riskanten Growth-Stories bieten. Gleichzeitig verweisen Strategen auf einen möglichen „Superzyklus“ bei Investitionsausgaben, M&A-Aktivitäten und Infrastruktur, der vor allem klassischen Zyklikern und Finanzwerten zugutekommen soll. Die S&P 500 liegt auf Jahressicht nahe einem Plus von +20% – zum dritten Mal in Folge –, wobei die Marktbreite zuletzt zunahm und nicht mehr ausschließlich von Mega-Cap-Tech getrieben wird. Historische Daten zeigen zudem, dass Zinssenkungszyklen bei robustem Wachstum häufig Rückenwind für Aktien liefern, auch wenn das Bewertungsniveau bereits anspruchsvoll ist.

      Für Trader bedeutet die aktuelle Konstellation, dass reine Tech- und KI-Beta-Strategien erstmals seit Monaten ernsthafte Konkurrenz durch Value- und Zykliker-Allokationen bekommen. Das Argument, ein überkaufter Markt müsse zwangsläufig sofort korrigieren, wird von einigen Häusern explizit zurückgewiesen: Überkaufte Zustände könnten laut ihnen eher eine Bedingung darstellen, die über längere Zeit anhalten kann, anstatt ein direktes Verkaufssignal. Kurzfristig könnte die Underperformance des Nasdaq anhalten, solange Enttäuschungen bei Einzelwerten wie Oracle und Broadcom nachwirken und Anleger Gewinne in Highflyern realisieren. Mittel- bis langfristig rückt damit die Frage in den Vordergrund, ob Investoren ihre Portfolios stärker diversifizieren und Cashflows aus Gewinnersektoren wie Industrie, Energie und Finanzwerte nutzen, um Rücksetzer in qualitativ hochwertigen Wachstums- und KI-Werten selektiv einzukaufen.

      Fed schneidet Zinsen, pumpt Liquidität – Rallye auf Rekordständen, aber Systemfragen nehmen zu

      Die US-Notenbank hat ihre dritte Zinssenkung in Folge vollzogen und zugleich die Wachstumsprognose leicht nach oben sowie die Inflationserwartung moderat nach unten angepasst, was die Risikofreude an den Märkten weiter angeheizt hat. Gleichzeitig startete die Fed am 12. Dezember mit monatlichen Käufen von etwa 40 Milliarden US-Dollar in kurzlaufenden Staatsanleihen (T-Bills), um das Finanzsystem zu stützen und Banken zusätzliche Liquidität zu verschaffen. Parallel wurde die Obergrenze von 500 Milliarden US-Dollar für die Standing Repo Facility aufgehoben – ein Notfenster, an das sich Institute wenden, wenn sie anderweitig keine Refinanzierung mehr bekommen. Die unmittelbare Reaktion an den Geldmärkten war ein deutlicher Rückgang der SOFR-Rate auf etwa 3,9%, den niedrigsten Stand seit drei Jahren, was auf eine Entspannung im kurzfristigen Funding deutet.

      Hinter der offensichtlichen Börsen-Euphorie sehen einige Marktbeobachter aber auch Alarmzeichen. Zum einen ist die Margin Debt, also die Verschuldung auf Wertpapierdepots, auf einem absoluten Rekordhoch, was auf eine außergewöhnlich hohe Hebelung im System hindeutet. Zum anderen weist die Fed-Liquiditätsoffensive darauf hin, dass die Notenbank angesichts der Tatsache, dass rund 80% der US-Gesamtschulden bis 2026 refinanziert werden müssen, einen reibungslosen Ablauf am Markt für Staatsanleihen sicherstellen will. Kritische Stimmen sprechen bereits von zwei parallelen Spielfeldern: einer verdeckten Bankenrettung und einer Unterstützung der Regierung bei der massiven Neuemission von Schuldtiteln. Hinzu kommen interne Differenzen im FOMC, wo etwa Austin Goolsbee für eine Zinspause plädierte, während andere Mitglieder aus Sorge um den Arbeitsmarkt weitere Lockerungsschritte rechtfertigten.

      Trotz dieser Spannungsfelder bleiben Aktien auf oder nahe Allzeithochs, was die Frage aufwirft, wie nachhaltig der aktuelle Bullenmarkt ist, wenn er durch geldpolitische Stützungsmaßnahmen und hohe Hebelung angetrieben wird. Sollte das Vertrauen in die Tragfähigkeit der US-Staatsfinanzen oder in die Funktionsfähigkeit der Geldmärkte erodieren, könnten die derzeitigen Liquiditätsspritzen als Frühindikator für tieferliegende Systemrisiken interpretiert werden. Für Anleger erhöht sich damit die Bedeutung eines konsequenten Risikomanagements: Neben einer sektoral breiter aufgestellten Aktienallokation rücken Liquiditätsqualität, Laufzeitenstruktur bei Anleihen und das Exposure zu hoch verschuldeten Vehikeln stärker in den Fokus. Kurzfristig überwiegt zwar der Rückenwind durch die Fed und die Aussicht auf weitere, wenn auch moderatere Zinssenkungen im kommenden Jahr, doch mittel- bis langfristig steigt die Abhängigkeit der Märkte von einer fortgesetzten Bereitschaft der Notenbank, als Sicherheitsnetz für Banken- und Staatsschulden zu fungieren.

      KI-Infrastruktur unter Druck: Oracle-Enttäuschung, Broadcom-Schock und Zweifel an der Datacenter-Rallye

      Die hochgejubelte KI-Datencenter-Story bekommt erste tiefe Risse: Nach den als „Desaster“ bezeichneten Zahlen von Oracle hat nun auch Broadcom Anleger deutlich enttäuscht. Broadcom meldete zwar auf den ersten Blick einen GAAP-Profit von 8,5 Milliarden US-Dollar, doch darin steckte eine einmalige Steuergutschrift von 3 Milliarden US-Dollar, wodurch der „reale“ Gewinn pro Aktie nur bei etwa 0,46 US-Dollar liegen soll statt der kommunizierten 1,95 US-Dollar. Besonders kritisch bewertet wurde der vage Ausblick für das AI-Chip-Geschäft: CEO Hock Tan sprach von einem Auftragsbestand von 73 Milliarden US-Dollar an AI-Produkten über die nächsten sechs Quartale, ohne jedoch einen klaren Jahresumsatz für das Segment zu nennen. Zudem sollen die Umsätze mit neuen XPU-Lösungen erst zwischen 2027 und 2029 in nennenswerter Höhe anlaufen, nicht schon 2026, wie von vielen Investoren erhofft.

      Bei Oracle sorgten bereits zuvor hohe Investitionspläne in KI-Infrastruktur bei gleichzeitig enttäuschenden Prognosen für eine deutliche Ausweitung der Credit Default Swaps und wachsende Zweifel an der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells. Mehrere Analysten warnen inzwischen, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur zunehmend über Fremdkapital finanziert wird und die Margen unter Druck geraten: KI bringe zwar enormen Volumen-Zuwachs, „fresse“ aber den Profit. Datenzentren entwickelten sich von Cashflow-Maschinen zu hochgehebelten Finanzvehikeln, was Parallelen zu früheren Phasen exzessiver Finanzinnovation aufwerfe. Dazu kommt die Kritik an „zirkulären Deals“ im AI-Ökosystem – etwa bei Nvidia und OpenAI –, bei denen Beteiligungen und Gegengeschäfte die Transparenz der tatsächlichen Nachfrage und Profitabilität verwässern könnten; selbst Microsofts AI-Chef beobachtet diese Strukturen sehr genau.

      Auf Makro-Ebene verschärfen Energie- und Infrastrukturengpässe die Zweifel an einer friktionslosen Skalierung der KI-Revolution: Während China derzeit an 30 Atomreaktoren baut, wurden in den USA in jüngerer Zeit keine neuen Projekte dieser Größenordnung gestartet, und immer mehr Energievorhaben für Rechenzentren werden wegen steigender Strompreise storniert. Das wirft die Frage auf, ob die ambitionierten KI-Capex-Pläne überhaupt physisch und wirtschaftlich umsetzbar sind, ohne die Profitabilität massiv zu beeinträchtigen. Für Investoren bedeutet das keinen Abgesang auf KI als Langfrist-Thema – viele Häuser sehen den strukturellen Trend über 10–15 Jahre weiter intakt –, aber eine klare Mahnung zur Selektivität. Anstatt blind auf die nächsten Posterchilds zu setzen, rückt eine breitere Sicht auf das Ökosystem in den Vordergrund, inklusive asiatischer Zulieferer in Süd Korea, Japan und ASEAN, die in Assembly & Testing tätig sind. Kurzfristig könnte aber das Narrativ eines „Platzens der KI-Datacenter-Blase“ die Bewertungsfantasie vieler Highflyer begrenzen und Volatilität deutlich erhöhen.

      Rohstoffe im Fokus: Rekord-Gold, Silber-Extrem, Öl- und Kupferpreissignale

      Am Rohstoffmarkt häufen sich Signale eines neuen Aufschwungs, angeführt von Gold, das jüngst ein neues Allzeithoch markiert hat. In einem vierstündigen Chartbild hat der Goldpreis den entscheidenden Widerstand der sogenannten „Welle 1“ nach oben durchbrochen, was technisch als klares Kaufsignal gilt. Analysten, die bereits long positioniert sind, haben ihre Stopps über den Einstiegskurs nachgezogen, um Gewinne zu sichern, und sehen damit den Trend eindeutig bestätigt. Parallel dazu ist Silber in einen historischen Extrembereich gelaufen: Nach Einschätzung eines Marktbeobachters ist Silber so überkauft wie seit 45 Jahren nicht mehr, wenn man etwa das Verhältnis Silber zu S&P 500 betrachtet.

      Auch bei Industrierohstoffen zeigt sich eine deutliche Dynamik. Kupfer hat ein frisches Rekordhoch markiert, mit Notierungen von rund 11.940 US-Dollar je Tonne und damit nahe der Marke von 12.000 US-Dollar. Der Preisanstieg um +0,6% allein am Berichtstag krönt eine dreiwöchige Rallye, die durch eine Kombination aus knappem Angebot und der Erwartung höherer Nachfrage nach der Fed-Zinssenkung getrieben wird. Vorziehende Lieferungen in die USA vor möglichen neuen Trump-Tarifen auf Kupfer verknappen das Angebot im Rest der Welt zusätzlich. Beim Öl wiederum hat sich der Preis von seinem niedrigsten Schlusskurs seit fast zwei Monaten erholt, gestützt durch eine vom IEA erstmals seit Monaten nach oben angepasste Einschätzung des Marktausgleichs.

      Die Diskrepanz zwischen physischem Markt und „Papiermarkt“ bleibt dabei ein zentrales Thema: Laut Analystin Sara Bakshuri reagieren Algorithmen hochsensibel auf Nachrichten und Schlagzeilen, wodurch die Preisbildung manchmal stärker von Sentiment als von realen Flussdaten bestimmt wird. Dennoch habe OPEC durch marktbasierte Entscheidungen und eine realitätsnahe Datapolitik wesentlich zur vergleichsweise geringen Volatilität bei Öl im Jahr 2025 beigetragen – trotz geopolitischer Spannungen in der Ukraine, verschärfter US-Sanktionen gegen Venezuela und globaler Wachstumssorgen. Für Investoren sehen einige Häuser Rohstoffe insgesamt in einem strukturellen Aufwärtstrend, da sie zentrale Inputfaktoren für die technologische Transformation – von Elektromobilität bis hin zu Rechenzentren – darstellen. Gleichzeitig warnen Techniker bei Silber vor der Gefahr einer Korrektur aus einem extrem überkauften Zustand und erwarten im Edelmetallkomplex zwischenzeitliche Rücksetzer, bevor der übergeordnete Bullenmarkt weiterläuft. Im Energiesegment bleibt WTI charttechnisch „auf der Kippe“, weshalb viele Trader nur auf klare Signale agieren, während Natural Gas nach einem heftigen Absturz erst die Ausbildung einer Welle-B-Gegenbewegung abwarten, bevor neue Short- oder Long-Setups attraktiv erscheinen.

      KURZNEWS

      • BTC – Bitcoin: Die größte Kryptowährung notiert nach einem Rückgang von -0,67% bei rund 92.235 US-Dollar und hält sich weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend. Analysten erwarten bei einem Bruch des Wochenhochs im Bereich 94.000–95.000 US-Dollar weiteres Potenzial, während die Zone um 90.000 US-Dollar als wichtige Unterstützung gilt, gestützt durch ETF-Zuflüsse und institutionelle Nachfrage.
      • MUV2 – Münchener Rück: Die Aktie des Rückversicherers liegt in einem Cap-Zertifikat (VK 3 8 L 9) rund +35% im Plus und notiert aktuell bei etwa 562,20 Euro, also oberhalb des Cap-Niveaus von 550 Euro mit einer Maximalrendite von +28% im Zertifikat. Trotz Einstufungen US-amerikanischer Analysten als „Hold“ oder „Reduce“ und einer Überbewertung über dem ermittelten fairen Wert überzeugt das Unternehmen mit einem Gewinnsprung von 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf über 6 Milliarden Euro in nur vier Jahren.
      • BFL – Bilfinger: Die Aktie des Industriedienstleisters gilt als Profiteur des erwarteten Konjunkturaufschwungs in Deutschland, den die Deutsche Bank mit einem Wachstum von rund +1,5% veranschlagt. Bilfinger hat jüngst den Widerstand aus dem Oktober überwunden und damit ein technisches Kaufsignal generiert, was weiteren Spielraum nach oben eröffnet.
      • SHL – Siemens Healthineers / SIE – Siemens (Fokus Siemens): Siemens als klassischer Zykliker könnte nach Einschätzung von Marktbeobachtern bis zum Jahresende wieder Kurse um 250 Euro erreichen. Die Aktie profitiert von der zyklischen Erholung und der Renaissance industrieller Investitionen, die durch niedrigere Zinsen und verstärkte Infrastrukturprogramme unterstützt werden.
      • DTG – Daimler Truck: Der Nutzfahrzeughersteller gefällt Analysten charttechnisch sehr gut, mit einem Kursziel von rund 42 Euro, was etwa +10% Potenzial bedeutet. Im Best-Case-Szenario werden in den kommenden Wochen Kurse bis 45 Euro (rund +18–20%) für möglich gehalten, da sich die Konjunkturerholung im Kursverlauf widerspiegelt.
      • LHA – Lufthansa: Die Airline profitiert weiterhin von einer ungebrochenen Reiselust und könnte bei einem Ausbruch über den Widerstand bei 8,30–8,35 Euro technisch Luft bis in den Bereich von 9,20–9,50 Euro haben. Trader sehen hier ein Aufwärtspotenzial von etwa +12–13% in den kommenden Wochen und erwägen kleine Trading-Positionen.
      • DOUG – Douglas: Der Parfümerie- und Beautykonzern nähert sich einem massiven charttechnischen Widerstand und steht daher auf vielen Watchlists. Ein nachhaltiger Sprung über die Marke von 13 Euro würde ein Kaufsignal mit Kurszielen zwischen 14 und 14,50 Euro liefern, wobei das kommende Weihnachtsgeschäft als zusätzlicher Kurstreiber gesehen wird.
      • BMW – BMW: Die Aktie des Münchener Autobauers ist zuletzt wieder gefragt, gestützt durch eine neue Modellpalette und eine Neubewertung des Verbrenner-Themas in der EU. Ein signifikanter Kursanstieg über 91 Euro wurde zunächst von einer Konsolidierung gefolgt, dennoch wird BMW aktuell sogar als „Hotstock“ im Aktionär-Magazin geführt.
      • ADS – Adidas: Nach einem schwachen Jahr zählt die Aktie zu den Verlierern, hat aber in der Zone zwischen 155 und 160 Euro eine solide Unterstützungsbasis ausgebildet. Aktuell greift Adidas die Marke von 165–166 Euro an; bei einem positiven Wochenschluss werden Erholungen in Richtung 175–188 Euro erwartet, unterstützt von starken Zahlen des US-Konkurrenten Lululemon, insbesondere aus China.
      • PUM – Puma: Puma profitiert von einem optimistischen Branchenausblick und der Erwartung, dass sich auch andere Sportartikelhersteller stabilisieren. Ein laufendes Zertifikat (MM5 NGN) auf die Aktie liegt bereits rund +5,5% im Plus, während Kursziele im Bereich von 22,80–23,00 Euro sowie potenzielle Übernahmefantasie die Story abrunden.
      • SU – Schneider Electric: Der französische Elektrotechnik- und Infrastrukturspezialist wird von Analysten als Wert mit sehr großem Kurspotenzial gesehen. In einem gehebelten Produkt (MM5 NGN, Hebel knapp 4) liegt die Position rund +13,5% im Plus, während Häuser wie Bernstein Research das Kursziel auf 275 Euro angehoben haben (aktueller Kurs etwa 240 Euro), gestützt auf eine starke Position im lukrativen Rechenzentrumsmarkt.
      • NKE – Nike: Die Aktie des Sportartikelriesen zeigt nach mehreren schwachen Jahren seit der Pandemie Anzeichen eines Turnarounds und legte zuletzt um knapp +3% zu. Analysten sehen ein Kurspotenzial von rund +22% bis etwa 83 US-Dollar, mit besonders bullischen Szenarien, die Kurse bis 120 US-Dollar ins Spiel bringen, während die kommenden Quartalszahlen am 18. Dezember als Weichensteller für 2026 gelten.
      • LLY – Eli Lilly: Die Aktie des Pharmakonzerns verzeichnete nach der Vorstellung eines neuen, noch wirksameren Abnehm-Medikaments einen Rückgang von etwa -10%. Dennoch bleibt der übergeordnete Trend klar aufwärtsgerichtet: Seit August hat die Aktie insgesamt um +40–50% zugelegt, was die hohe Erwartungshaltung des Marktes an das Adipositas-Geschäft widerspiegelt.
      • COST – Costco: Der Discounter übertraf in seinen jüngsten Zahlen die Erwartungen, insbesondere bei den Same-Store-Sales. Das Wachstum basiert allerdings weniger auf Konsumfreude als auf einem durch Inflation und Preisdruck erzwungenen Sparverhalten der Kunden, die gezielt nach günstigen Angeboten suchen und größere, effizientere Einkäufe tätigen – ein Muster, das auch Walmart und Dollar Tree zeigen.
      • LULU – Lululemon: Nach CEO-Abgang und Berichten über interne Machtkämpfe legte die Aktie kurzfristig deutlich zu und schnitt besser ab als befürchtet. Strukturell erkennen Analysten allerdings typische Spätzyklusphänomene: interne Konflikte um Strategie und Markenidentität könnten darauf hindeuten, dass das Wachstum in eine reifere Phase eintritt.
      • TLRY – Tilray (Cannabis-Sektor): Cannabis-Aktien wie Tilray steigen im vorbörslichen US-Handel stark, Tilray liegt nach Medienberichten um etwa +28% im Plus. Auslöser sind Signale, dass US-Präsident Trump Marihuana von der höchsten Risikostufe auf eine niedrigere umstufen will, was Vertrieb, Besteuerung und Zugang zu Bankdienstleistungen für den Sektor erleichtern könnte.
      • ASML – ASML: Der CEO des europäischen Chipmaschinenbauers bezeichnet das aktuelle KI-Investitionsumfeld als „Arms Race“, sieht aber keine Blase im Sektor. Zugleich warnt er, dass Europa beim globalen Halbleitergeschäft mit nur 1–2% Marktanteil klar zurückliegt und fordert deutlich bessere Rahmenbedingungen, um das Ökosystem wieder stärker auf den Kontinent zu holen.
      • SPACE – SpaceX (privat): Elon Musk hat Berichte bestätigt, dass SpaceX im Jahr 2026 an die Börse gehen will, und reagierte damit auf einen Kommentar, wonach nun der richtige Zeitpunkt für ein IPO sei. Über die Bewertung kursieren Spekulationen von bis zu 1,5 Billionen US-Dollar, wobei Musk selbst Schätzungen von 800 Milliarden US-Dollar zurückwies; sein Anteil von über 40% könnte damit höher bewertet sein als seine Beteiligung an Tesla.

      KALENDER Firmen & Unternehmen

      EARNINGS

      UnternehmenTickerEventZeitpunktErwartungVorheriger Wert

      MAKRO

      Land/RegionIndikatorZeitpunktErwartungVorheriger WertWichtigkeit

      IM BLICKPUNKT

      • Diverse Analysten zu KI- und Cloud-Sektor (u.a. ORCL, AVGO, KI-Infra): Nach den enttäuschenden Ergebnissen von Oracle und Broadcom warnen mehrere Häuser vor einem möglichen „Platzen der KI-Datencenter-Blase“ und sehen die Qualität der Gewinne – etwa bei Broadcoms EPS, das ohne Einmaleffekte eher bei 0,46 US-Dollar statt 1,95 US-Dollar liegen soll – kritisch. Investoren werden zu mehr Selektivität und Fokus auf solide Cashflows statt aggressiv fremdfinanzierter Capex-Storys aufgerufen.
      • Makro- und Bankenstrategen zur Fed und US-Finanzsystem: Kommentatoren interpretieren die neuen T-Bill-Käufe der Fed in Höhe von rund 40 Milliarden US-Dollar pro Monat und die Aufhebung der 500-Milliarden-Grenze für die Standing Repo Facility als Zeichen latenter Spannungen im Bankensystem. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass rund 80% der US-Gesamtschulden bis 2026 refinanziert werden müssen, was die Rolle der Fed als Käufer und Stabilisator von Staatsanleihen weiter aufwertet.
      • Rohstoff-Analysten zu Silber: Marktbeobachter stellen fest, dass Silber gemessen an verschiedenen Indikatoren – inklusive des Silber-zu-S&P-500-Verhältnisses – so überkauft ist wie seit 45 Jahren nicht mehr. Trotz eines weiterhin positiven strukturellen Ausblicks sehen sie kurzfristig erhöhtes Rückschlagsrisiko und empfehlen vorsichtiges Positionsmanagement.
      • Strategen zu Emerging Markets (JP Morgan): JP Morgan stuft Emerging Markets als dauerhaftes Kernthema bis mindestens 2026 ein, mit erwarteten Wachstumsraten von etwa 2,0% für die USA, 1,5% für die EU, 4–5% für China und 3,3% für EM ex-China. Die Bank betont, dass massive KI-Investitionen, US-Steuersenkungen und eine nur temporär starke Dynamik in China (vor allem im ersten Halbjahr 2026) die relative Attraktivität ausgewählter Schwellenländer erhöhen.
      • Strategen zu Rohstoffen allgemein: Einige Häuser sehen Rohstoffe in einem strukturellen Aufwärtstrend, da sie zentrale Inputfaktoren der technologischen Transformation sind und die Preisseite im Energiesektor nach unten begrenzt erscheint. Besonders im Fokus stehen neben Öl auch Metalle wie Kupfer, dessen jüngster Rekordlauf als Indikator für stärkere Nachfrage nach Ende des Fed-Zinserhöhungszyklus gewertet wird.


      Broadcom: KI-Boom treibt Umsatzsprung – Alphabet & Nvidia

      KURZ & KNAPP

      Broadcom übertrifft mit starken Quartalszahlen und einem kräftigen Ausblick die Erwartungen, der KI-Umsatz soll sich verdoppeln. Dennoch gibt die Aktie nach, da die Bewertung nach einem langen Höhenflug als anspruchsvoll gilt. Parallel dazu weitet sich die Rallye an der Wall Street aus, Small Caps und der gleichgewichtete S&P 500 markieren Rekordstände. Die Rotation weg von Mega-Caps wie Alphabet, Nvidia und Tesla hin zu breiter aufgestellten Segmenten prägt das Bild.

      Die jüngste Fed-Zinssenkung und Erwartungen an fiskalische Impulse beflügeln die Marktbreite und stützen zyklische Sektoren. Diskutiert wird das Spannungsfeld zwischen sinkenden Kurzfristzinsen und möglichem Druck am langen Ende der Anleiherenditen durch hohe Defizite. Branchenstories reichen von der unter Druck stehenden, aber sich neu sortierenden Luftfahrt bis zu strukturellen Trends in Mobilität, Energieeffizienz und Wärmepumpen.

      In Asien orientieren sich Nikkei 225, Hang Seng und China A50 an der positiven US-Vorlage und profitieren von Konjunkturhoffnungen. Makroseitig bleibt die Zinskurve ein zentrales Thema, während ein stärkerer US-Dollar und die Entwicklung bei Gold und Silber genau beobachtet werden. Europäische Klimaanpassung, steigender Kühlbedarf und der Ausbau effizienter Gebäudetechnik gewinnen ebenfalls an Bedeutung.

      RÜCKSPIEGEL

      US NACHBOERSE

      An der Wall Street setzte sich der Rekordlauf fort: Dow Jones und S&P 500 markierten neue Allzeithochs, während der NASDAQ 100 leicht im Minus schloss, belastet von schwächeren Mega-Caps. Die Marktbreite war sehr stark, da neben dem klassisch gewichteten auch der S&P 500 gleichgewichtet neue Rekordstände erreichte. Besonders auffällig war der Russell 2000, der um +1,3% zulegte und ein frisches Rekordhoch markierte; auch Mid Caps (S&P 400) und Micro Caps erreichten neue Höchststände. Investoren spielen zunehmend ein Reflations- und Breiten-Szenario, gestützt durch Erwartungen an fiskalische Impulse und mögliche finanzielle Deregulierung im kommenden Jahr.

      Im Fokus der Nachbörse stand AVGO – Broadcom, nachdem das Unternehmen seine Zahlen für das vierte Quartal vorlegte: Umsatz von 18,02 Mrd. US‑Dollar übertraf den Konsens von 17,47 Mrd. US‑Dollar, das EPS von 1,95 US‑Dollar lag klar über den erwarteten 1,86 US‑Dollar. Noch wichtiger war der Ausblick: Für das erste Geschäftsquartal 2026 stellt Broadcom rund 19,1 Mrd. US‑Dollar Umsatz in Aussicht, etwa +28% Wachstum zum Vorjahr und deutlich über den Markterwartungen; der KI-Umsatz soll sich im laufenden Quartal auf 8,2 Mrd. US‑Dollar im Jahresvergleich verdoppeln. Trotz der starken Zahlen und der Ankündigung einer Dividendenerhöhung auf 0,65 US‑Dollar je Aktie reagierte der Markt volatil: Die Aktie drehte nach anfänglichen Gewinnen in der Nachbörse ins Minus und fiel um rund -4,5% auf 388,20 US‑Dollar. Unter den Blue Chips überzeugten im regulären Handel vor allem Visa mit +6%, Disney sowie American Express mit jeweils rund +2%, während Alphabet mehr als -2% verlor und Broadcom, Nvidia und Tesla jeweils über -1% nachgaben.

      ASIATISCHE BOERSEN

      In Asien setzten die Märkte am Morgen überwiegend auf die positive Wall-Street-Vorlage auf. Der japanische Nikkei 225 steigt um +0,07% auf 50.920 Punkte und bleibt damit in der Nähe seiner jüngsten Rekordniveaus. In Hongkong legt der Hang Seng um +1,00% auf 25.991 Punkte zu, gestützt von einer wieder auflebenden Risikoappetit-Stimmung und der Hoffnung auf eine anhaltende Erholung in China. Der chinesische China A50 gewinnt +0,28% auf 15.277 Punkte, nachdem Konjunkturhoffnungen und die Diskussion über weitere fiskalische Unterstützung im Vordergrund stehen.

      Einzeltitel-seitig stehen in Asien vor allem zyklische und technologiegetriebene Namen im Fokus, die vom globalen KI- und Digitalisierungsboom profitieren sollen, konkrete Kursbewegungen wurden jedoch nicht genannt. Zudem spielt im Hintergrund die strukturelle Schwäche der Luftfrachtmärkte sowie der anhaltende Pilotenmangel bei nordamerikanischen Airlines in die Bewertung asiatischer Fluggesellschaften und Logistiker hinein. Die Anleger in der Region beobachten darüber hinaus genau die jüngsten Signale der US-Notenbank, nachdem die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte gesenkt und zugleich ein insgesamt optimistisches Bild für das US-Wachstum gezeichnet hat. Die Kombination aus lockererem Geld, möglichen globalen Stimuluspaketen und robusten US-Aktienmärkten wirkt derzeit unterstützend auf die Risikobereitschaft in Asien.

      DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

      AVGO – Broadcom: KI-Boom treibt Rekorde, Aktie dreht nach starken Zahlen ins Minus

      Broadcom hat mit seinen Zahlen für das vierte Geschäftsquartal die hohen Erwartungen des Marktes übertroffen und unterstreicht seine Rolle als einer der zentralen Profiteure des KI-Booms. Der Umsatz stieg auf 18,02 Mrd. US‑Dollar und lag damit klar über der Marktschätzung von 17,47 Mrd. US‑Dollar; das bereinigte EPS von 1,95 US‑Dollar übertraf die Prognose von 1,86 US‑Dollar deutlich. Für das erste Geschäftsquartal 2026 stellt das Unternehmen einen Umsatz von rund 19,1 Mrd. US‑Dollar in Aussicht, was einem Wachstum von etwa +28% im Jahresvergleich entspricht und ebenfalls über den Konsenserwartungen liegt. CEO Hock Tan hob hervor, dass sich der Umsatz mit KI-Halbleitern im laufenden Quartal auf 8,2 Mrd. US‑Dollar im Jahresvergleich verdoppeln soll – ein Beleg für die stark anziehende Nachfrage nach maßgeschneiderten KI-Chips und Netzwerk-Halbleitern. Der Nettogewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beeindruckende +97% auf 8,51 Mrd. US‑Dollar beziehungsweise 1,74 US‑Dollar je Aktie, was die hohe operative Hebelwirkung im KI-Geschäft zeigt.

      Treiber dieser Dynamik sind insbesondere die kundenspezifischen KI-Chips, bei denen Broadcom als größter Mitentwickler gilt und eng mit Großkunden wie Alphabet zusammenarbeitet. Googles TPUs (Tensor Processing Units), die mittlerweile in ihrer siebten Generation vorliegen, werden seit rund einem Jahrzehnt gemeinsam mit Broadcom entwickelt und gelten als ernstzunehmende Konkurrenz zu den Grafikprozessoren von Nvidia. In einer Telefonkonferenz erläuterte Tan, dass Broadcom inzwischen fünf Großkunden für seine Custom-KI-Chips gewonnen hat, darunter auch Anthropic, das über Googles TPUs einen Auftrag im Volumen von 10 Mrd. US‑Dollar erteilt hat. Insgesamt verfügt Broadcom über einen Auftragsbestand von 73 Mrd. US‑Dollar für maßgeschneiderte Chips und andere KI-Rechenzentrumsprodukte, die innerhalb der nächsten 18 Monate ausgeliefert werden sollen. Zusätzlich liefert der Bereich Infrastruktur-Software starke Beiträge: Der Umsatz wuchs hier um +26% auf 6,94 Mrd. US‑Dollar, wozu insbesondere die VMware-Angebote beitrugen.

      Trotz dieser beeindruckenden Fundamentaldaten reagierte der Markt in der Nachbörse verhalten bis negativ: Nach anfänglichen Gewinnen drehte die Aktie und fiel an der Nasdaq um rund -4,5% auf 388,20 US‑Dollar. Angesichts eines Kursanstiegs von +75% seit Jahresbeginn – nach bereits +100% im Jahr 2024 – wird zunehmend über eine anspruchsvolle Bewertung diskutiert. Analysten wie Angelo Zeno von CFRA loben zwar die hohe Visibilität und die starke Wachstumstrajektorie, verweisen jedoch darauf, dass die Bewertung im Vergleich zu einigen anderen Chip- und Computerwerten nicht mehr attraktiv sei. Für Anleger bleibt Broadcom eine zentrale, wenn auch hoch bewertete, Wette auf den Trend zu kundenspezifischem Silizium und KI-Netzwerken, mit dem Potenzial, den adressierbaren Markt in den nächsten fünf bis sechs Jahren um ein Mehrfaches auszubauen. Kurzfristig dürfte die Aktie jedoch anfällig für Gewinnmitnahmen bleiben, insbesondere nach dem außergewöhnlichen Lauf der letzten beiden Jahre und dem nun sehr hohen Erwartungsniveau.

      US-Aktienbreite explodiert: Small und Mid Caps holen auf, S&P 500 gleichgewichtet auf Rekord

      An der Wall Street hat sich die Rallye zuletzt deutlich verbreitert, weg von den dominierenden Mega-Caps hin zu einem breiteren Marktaufschwung. Der S&P 500 markierte ein weiteres Allzeithoch, und auch die gleichgewichtete Variante des Index erreichte neue Rekordstände, was auf eine starke Beteiligung der Breite des Marktes hinweist. Besonders auffällig war der Russell 2000, der Small Caps abbildet und um +1,3% auf ein neues Rekordhoch sprang. Auch der S&P 400, der die Mid Caps umfasst, verzeichnete das erste Rekordhoch seit rund einem Jahr, während Micro-Cap-Indizes ebenfalls neue Hochs markierten. Gleichzeitig blieb der NASDAQ 100 leicht im Minus, da einige der Mega-Caps – mit Ausnahme von Microsoft und Meta – schwächelten.

      Diese Entwicklung signalisiert einen potenziellen Regimewechsel am US-Aktienmarkt, der lange Zeit stark von wenigen großen Technologiewerten getragen wurde. Die sogenannte Dow-Theorie liefert zusätzliche Bestätigung: Sowohl die Dow Industrials als auch die Dow Transports bewegen sich aufwärts und bestätigen sich gegenseitig, nachdem die Transports ihre Jahreshochs überschritten und dynamisch nach oben ausgebrochen sind. Rückblickend zeigte sich Ende 2024 ein Doppel-Top im Dow, das damals mangels Bestätigung durch die Transports in eine Abwärtsbewegung mündete; jetzt ist das Bild umgekehrt und deutet auf einen robusteren Aufschwung hin. Sektorenseitig übertreffen neben klassischen Zyklikern vor allem Bereiche wie Immobilien und zyklischer Konsum den S&P 500, was auf steigende Risikobereitschaft und Vertrauen in die Konjunktur hindeutet. Gleichzeitig waren einige prominente KI- und Tech-Werte wie Alphabet, Nvidia und Tesla im Minus, was Raum für eine Rotation in vernachlässigte Marktsegmente schuf.

      Unterstützt wird diese Breiten-Rallye durch die Erwartung fiskalischer Stimuli zu Beginn des kommenden Jahres sowie potenzieller Lockerungen regulatorischer Vorgaben, insbesondere im Finanzsektor. Marktbeobachter verweisen zudem auf die jüngste Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte und das weitgehend optimistische Wording von Fed-Chef Jerome Powell, das die Hoffnung auf ein Soft Landing stärkt. Sollte sich der Trend einer breiteren Marktteilnahme bestätigen, könnten gerade Small und Mid Caps überproportional profitieren, nachdem sie in den vergangenen Jahren gegenüber den Mega-Caps deutlich zurückgeblieben waren. Trader achten nun besonders auf die Nachhaltigkeit des Ausbruchs in den Indizes Russell 2000 und S&P 400 sowie auf die weitere Entwicklung der Dow Transports als zyklischer Frühindikator. Für Stockpicker eröffnen sich in diesem Umfeld neue Chancen abseits der bekannten KI-Schwergewichte, während die Volatilität in den zuvor gehypten Namen leicht anzieht.

      Zinsen, Fed und der lange Rand des Marktes: Was die neue Zinslandschaft für Aktien und Anleihen bedeutet

      Die US-Notenbank hat auf ihrer jüngsten FOMC-Sitzung die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt und zugleich ein insgesamt optimistisches Bild für das künftige Wirtschaftswachstum gezeichnet. Während die Fed den sehr kurzfristigen Geldmarktsatz – also die Overnight-Raten – direkt steuert, bleiben längerfristige Zinsen etwa für Hypotheken oder Autokredite primär von Marktkräften bestimmt. Im vergangenen September war zu beobachten, dass trotz der Erwartung sinkender Leitzinsen die langfristigen Renditen deutlich anzogen und eine regelrechte Panik an den Anleihemärkten auslösten. Hintergrund ist das steigende Haushaltsdefizit der USA, das eine wachsende Emissionsaktivität des Finanzministeriums nach sich zieht: Mehr Angebot an Staatsanleihen drückt die Anleihekurse und treibt die Renditen nach oben. Für Anleger ergibt sich daraus ein Spannungsfeld zwischen geldpolitischer Lockerung und fiskalisch getriebenem Zinsdruck am langen Ende.

      Marktbeobachter warnen, dass die jüngste Entspannung an den Rentenmärkten nicht automatisch dauerhaft ist, da die Angebotsdynamik bei Staatsanleihen anhalten dürfte. Gleichzeitig hat der US-Dollar zuletzt wieder an Stärke gewonnen, was von einigen Kommentatoren als Signal potenziell höherer Zinsen interpretiert wird und traditionell Gegenwind für Gold bedeutet. Interessanterweise hatten Edelmetalle wie Gold und Silber in früheren Phasen starker fiskalischer Stimuli und geopolitischer Neuorientierungen – etwa während der historischen Nixon-China-Phase – phasenweise kräftig zugelegt. Heute könnte ein ähnlicher Mix aus fiskalischen Programmen, geopolitischen Verschiebungen und einer sich verändernden Zinskurve erneut zu asymmetrischen Bewegungen führen. Gleichzeitig wird darüber diskutiert, wie sich der von vielen beschriebene K-förmige Verlauf der Wirtschaft – mit Gewinnern auf der einen und Verlierern auf der anderen Seite – auf die Zinsstruktur und Anlageklassen auswirkt.

      Für Investoren bedeutet die aktuelle Gemengelage, dass reine Wetten auf sinkende Zinsen riskant sind, da das Angebotsrisiko bei Anleihen hoch bleibt. Die Fed mag die Kurzfristzinsen nach unten führen, doch steigende Emissionsvolumina könnten die Renditen am langen Ende erneut nach oben treiben und so Bewertungsniveaus bei Wachstums- und Dividendenaktien beeinflussen. Gleichzeitig deuten die jüngsten Signale aus Washington – darunter fiskalische Stimuli und potenzielle Deregulierungen – darauf hin, dass zyklische Sektoren, Small Caps und Finanzwerte von einer sich stabilisierenden oder beschleunigenden Konjunktur profitieren könnten. Anleger sollten daher verstärkt auf die Zinskurve, den Dollar sowie die Spreads zwischen kurz- und langfristigen Renditen achten und ihre Allokationen flexibel anpassen. In einem Umfeld erhöhter Unsicherheit über den künftigen Pfad der Zinsen könnten eine breitere Diversifikation und selektive Positionierung in Qualitätsanleihen, Value-Aktien und Rohstoffen sinnvoller sein als einseitige Makro-Wetten.

      Luftfahrt unter Druck und doch im Umbau: Frachtnachfrage, Pilotenmangel und neue Trainingsakademien

      Die globale Luftfahrtbranche befindet sich in einer komplexen Übergangsphase, geprägt von einem deutlichen Wandel in der Nachfrage nach Fracht- und Passagierkapazitäten sowie einem strukturellen Pilotenmangel. Zwischen 2016 und 2021 hat sich der Anteil der Fracht am Gesamtumsatz der Fluggesellschaften fast vervierfacht – von 11,4% auf 40,3%; 2021 legten die weltweiten Luftfrachtvolumina um +18,7% gegenüber dem Vorjahr zu. E‑Commerce-Giganten wie Amazon haben in dieser Zeit ihre Lieferketten stark auf Luftfracht optimiert, was den Markt zusätzlich antrieb. Gleichzeitig hat sich die Dynamik seitdem abgekühlt: Der Russland‑Ukraine‑Krieg, die Rückkehr zahlreicher Passagierflüge – deren Belly-Cargo-Kapazitäten das Angebot erhöhen – und Rezessionssorgen haben die Nachfrage nach Luftfracht zuletzt gebremst. Der Logistikkonzern FedEx, der 2021 Rekordgewinne erzielte, reagierte mit der Schließung von 90 Büros und dem Parken von Flugzeugen, um Kosten an ein schwächeres globales Versandvolumen anzupassen.

      Hersteller wie Boeing und Airbus planen derweil langfristig und haben Frachtversionen ihrer neuesten Großraumflugzeuge angekündigt. Boeing erwartet einen Anstieg der globalen Frachterflotte um +80% bis 2041 und verbuchte 2021 ein Rekordjahr für Frachterverkäufe, inklusive neuer Aufträge für den 777-Frachter von fast zehn zusätzlichen Kunden. Während ein neuer 777-Frachter laut Listenpreis bei rund 350 Mio. US‑Dollar vor Rabatten liegt, kostet die Umrüstung einer vorhandenen 777 auf Frachterkonfiguration etwa 50 Mio. US‑Dollar und kann die Lebensdauer des Flugzeugs deutlich verlängern. Auch Passagierairlines mischen mit: American Airlines flog während der Pandemie ihren ersten reinen Frachtflug seit 1984 und kam auf über 10.500 reine Frachtflüge, was 2021 mehr als 1,3 Mrd. US‑Dollar Frachtumsatz einbrachte. Alaska Airlines plant, zwei weitere Flugzeuge in reine Frachter umzubauen und positioniert sich damit stärker im Cargo-Segment.

      Parallel dazu kämpft die Branche mit einem massiven Pilotenmangel, der insbesondere in Nordamerika spürbar ist. Aktuell fehlen dort rund 8.000 Piloten, etwa 11% der gesamten Belegschaft, und bis 2025 könnte die Lücke auf 30.000 anwachsen. Airlines reagieren mit unterschiedlichen Maßnahmen: American Airlines hob die Gehälter bei ihren Regionalpartnern Piedmont und Envoy bis Ende August 2024 um +50% an, während Delta und andere Gesellschaften die Anforderung eines vierjährigen Studiums für Piloten gestrichen haben. United Airlines eröffnete 2022 die Aviate Academy, mit der bis 2030 etwa 5.000 neue Piloten ausgebildet werden sollen; das Unternehmen plant, im selben Jahr rund 10.000 Piloten einzustellen und stellt fest, dass 36% seiner Piloten im Alter von 64 Jahren an einem bestimmten Tag aus medizinischen Gründen nicht einsatzfähig sind. In Kombination mit den hohen Ausbildungskosten von 80.000 bis über 100.000 US‑Dollar und einer alternden Belegschaft – fast die Hälfte der Piloten nähert sich dem Rentenalter von 65 Jahren – ergibt sich ein struktureller Engpass, der die Kapazitäten limitiert und die Kosten weiter nach oben treiben dürfte.

      Struktureller Wandel in Mobilität und Energie: Von großen US-SUVs bis zu Europas Kühlbedarf

      Die globale Verkehrs- und Energielandschaft erlebt tiefgreifende strukturelle Veränderungen, die sowohl von Konsumtrends als auch von Klimadruck getrieben werden. In den USA dominieren weiterhin SUVs, Crossover und Pickups die Autoverkäufe, während klassische Kleinwagen zunehmend vom Markt verschwinden. Kleinwagen machten 2021 in Europa mehr als 35% der Verkäufe aus, in den USA jedoch nur etwas über 10%, was den amerikanischen Hang zu größeren Fahrzeugen unterstreicht. Pickups sind von 2000 bis 2018 im Schnitt um +24% schwerer geworden; bei Heavy‑Duty‑Modellen wie dem Ford F‑250 oder Ram 2500 liegt die Vorderkante der Motorhaube inzwischen 55 Zoll oder mehr über dem Boden. Regulatorische Schlupflöcher, die größere Trucks begünstigen, haben diese Entwicklung zusätzlich gefördert, während Hersteller Modelle wie Toyota Yaris, Ford Focus und Fiesta, Chevrolet Sonic und Cruze, Hyundai Accent und Kia Rio vom US-Markt genommen haben; Fiat hat den US-Markt sogar vollständig verlassen.

      Gleichzeitig sind in Europa die Folgen des Klimawandels immer deutlicher zu spüren: Der vergangene Sommer war der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen, und Länder wie Spanien und Frankreich verzeichneten eine etwa siebenfach höhere von Waldbränden betroffene Fläche als im Durchschnitt. Dennoch besitzen weniger als 10% der europäischen Haushalte eine Klimaanlage, wie Daten der Internationalen Energieagentur zeigen. Klimaanlagen selbst sind jedoch ein Dilemma: Sie verursachen rund 4% der weltweiten CO₂-Emissionen, während der Bedarf aufgrund steigender Temperaturen weiter wächst. Unternehmen wie das von Richard Salman in London setzen zunehmend auf effizientere Kühllösungen wie Luftwärmepumpen, die zwar oft zusätzlichen Energieeinsatz zur Entfeuchtung benötigen, aber insgesamt zu deutlich niedrigeren Rechnungen und besserer Ökobilanz führen. Ein Engpass besteht allerdings im Bereich der Fachkräfte, die diese Technologien installieren können, was den Hochlauf verlangsamt.

      Parallel dazu ändert sich das Mobilitätsverhalten der jüngeren Generationen, besonders in den USA. 1988 hatten rund 77% der 18‑Jährigen einen Führerschein, heute sind es nur noch etwa 58%, was eine stärkere Abhängigkeit von Uber, Lyft, Fahrrädern und öffentlichen Verkehrsmitteln bedeutet. Innovative Konzepte wie das autofreie Viertel Cul-de-sac in Tempe, Arizona, setzen auf Partnerschaften mit Ride-Hailing-Diensten – Bewohner erhalten dort beispielsweise Rabatte bei Lyft. Diese Entwicklungen stellen Autohersteller vor die Herausforderung, ihr Produktportfolio zwischen großen, margenstarken Fahrzeugen und neuen Mobilitätsrealitäten auszubalancieren. Für Investoren zeichnen sich Chancen in Bereichen wie energieeffiziente Gebäudetechnik, Wärmepumpen, urbaner Mobilität und Plattformbetreibern ab, während klassische Kleinwagenhersteller und CO₂-intensive Technologien weiter unter Druck geraten. Der langfristige Trend geht klar in Richtung effizienterer Energie- und Verkehrssysteme, auch wenn regulatorische und kulturelle Hürden den Übergang verzögern können.

      KURZNEWS

      • YUMC – Yum China: Der Betreiber von KFC- und Pizza-Hut-Restaurants in China hat sein Aktienrückkaufprogramm um 1 Mrd. US‑Dollar auf insgesamt 5,4 Mrd. US‑Dollar erhöht. Die Autorisierung hat kein Ablaufdatum, womit das Unternehmen flexibel auf Kursrückgänge reagieren und Aktionären zusätzliche Rückflüsse bieten kann.
      • FDX – FedEx: Der Logistikkonzern reagiert auf ein schwächeres globales Versandvolumen und plant die Schließung von 90 Büros sowie das Parken von Flugzeugen. Damit sollen die Kostenstrukturen an die nachlassende Nachfrage angepasst werden, nachdem das Unternehmen 2021 noch Rekordgewinne verzeichnet hatte.
      • BA – Boeing: Boeing sieht langfristig starkes Wachstum im Frachtgeschäft und erwartet, dass die globale Frachterflotte bis 2041 um +80% zulegen wird. 2021 war ein Rekordjahr für Frachterverkäufe, unter anderem mit neuen Aufträgen für den 777-Frachter von nahezu zehn zusätzlichen Kunden.
      • AAL – American Airlines: American flog während der Pandemie seinen ersten reinen Frachtflug seit 1984 und kam auf über 10.500 reine Frachtflüge. Das Frachtgeschäft steuerte im vergangenen Jahr mehr als 1,3 Mrd. US‑Dollar zum Umsatz bei.
      • AAL/PDT/ENY – American Airlines Regionalpartner: Die Konzerntöchter Piedmont und Envoy haben die Pilotengehälter bis Ende August 2024 um +50% erhöht. Damit soll der akute Pilotenmangel abgefedert und die Attraktivität der Regionalfluggesellschaften gesteigert werden.
      • UAL – United Airlines: United betreibt seit 2022 die Aviate Academy und will dort bis 2030 rund 5.000 neue Piloten ausbilden. Die Airline plant zudem, im selben Jahr etwa 10.000 Piloten einzustellen und adressiert damit den strukturellen Personalmangel im Cockpit.
      • ALK – Alaska Airlines: Alaska hat 2022 die Ascend Pilot Academy gestartet, die angehenden Piloten finanzielle Anreize und Jobperspektiven bei Alaska Airlines und Horizon Air bietet. Zudem sollen zwei weitere Flugzeuge in reine Frachtflugzeuge umgebaut werden, um das Cargo-Geschäft auszubauen.
      • DIS – Disney (Inhalt/Plattform-Deal): Disney investiert 1 Mrd. US‑Dollar in OpenAI und öffnet seine Star-Wars-, Marvel- und Pixar-Charaktere für KI-generierte Inhalte auf der Sora-Plattform. Werbekunden und Content-Partner müssen sich damit strategisch neu positionieren, wie sie diese IP-basierten KI-Inhalte künftig nutzen.
      • UBER – Uber: Uber plant, ab 2026 Robotaxis in über zehn Märkten einzusetzen. Das Unternehmen positioniert sich damit stärker im autonomen Fahrdienstleistungssegment und erweitert sein Mobilitätsangebot jenseits klassischer Ride-Hailing-Dienste.
      • ADANI – Adani Group: Das Imperium des indischen Milliardärs Gautam Adani profitierte massiv von steigenden Energiepreisen und stark gestiegenen Börsenbewertungen seiner sieben börsennotierten Gesellschaften. Adani wurde allein 2022 um 51 Mrd. US‑Dollar reicher und gehört inzwischen zu den vier wohlhabendsten Menschen der Welt.
      • INDIA – Indischer Markt (Öl & Wachstum): Indien kauft trotz westlicher Kritik weiterhin russisches Öl mit Rabatt, um die heimische Inflation zu dämpfen. Die günstige Energieversorgung trägt zu einem schnelleren Wirtschaftswachstum im Vergleich zur Weltwirtschaft bei und könnte Indien im Zusammenspiel mit geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China zusätzliche Vorteile verschaffen.
      • GOLD/SILVER – Edelmetalle: Gold und Silber reagierten in der Vergangenheit stark auf Phasen mit größeren fiskalischen Stimuli und geopolitischen Neuausrichtungen. Ein wieder stärkerer US-Dollar signalisiert nun potenziell höhere Zinsen, was traditionell Gegenwind für Gold bedeutet, könnte aber bei anhaltenden Stimulusprogrammen zu erneuter Nachfrage führen.
      • USLABOR – US-Arbeitsmarkt (Produktivität): Millionen Amerikaner kündigten 2021 im Zuge der Great Resignation ihre Jobs, während das Phänomen des Quiet Quitting – Arbeiten strikt nach Vorschrift – zunahm. Die US-Produktivitätsdaten verzeichneten im zweiten Quartal den größten jährlichen Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen, begleitet von einem sinkenden Mitarbeiterengagement laut Gallup-Umfragen.
      • ORCL – Oracle (KI-Story-Risiko): Marktbeobachter sehen bei Oracle eine „chaotische“ Story mit hohen Unsicherheiten rund um Finanzierungsbedarf und starke Konzentration auf OpenAI-bezogene Erwartungen. Gerade für die Jahre 2026/2027 werden steigende Hoffnungen auf KI-getriebenes Wachstum eingepreist, was die Aktie anfälliger für Enttäuschungen machen könnte.
      • AMD – Advanced Micro Devices: Im Kontext der KI-Infrastruktur sehen einzelne Analysten in AMD eine attraktivere Möglichkeit, vom OpenAI-Engagement zu profitieren als bei anderen Anbietern. Der Fokus liegt auf der erwarteten wachsenden Rolle von AMD-Chips in Cloud- und KI-Rechenzentren.
      • BMW – BMW Group (Fahrzeuggröße): Die 3er-Reihe von BMW ist über die Generationen deutlich gewachsen und nähert sich in ihren Abmessungen früheren 5er-Modellen an. Dies illustriert den langfristigen Trend zu größeren Fahrzeugen selbst im Premium-Segment der Mittelklasse.
      • LYFT – Lyft: Lyft profitiert von neuen Mobilitätskonzepten, etwa einer Partnerschaft mit dem autofreien Viertel Cul-de-sac in Tempe, Arizona, wo Bewohner Rabatte auf Fahrten erhalten. Das Unternehmen wird damit verstärkt Teil integrierter Stadtentwicklungs- und Mobilitätslösungen.
      • CLIMATE – Gebäudetechnik (Wärmepumpen): In Europa wächst der Markt für Luftwärmepumpen und effiziente Klimatisierungslösungen angesichts immer heißerer Sommer. Installationsbetriebe berichten von einem Fachkräftemangel, der den Rollout dieser Technologien behindert, obwohl sie sowohl Kosten als auch Emissionen deutlich senken können.

      IM BLICKPUNKT

      • CFRA zu AVGO – Broadcom: Analyst Angelo Zeno betont die starke Visibilität und Wachstumstrajektorie im KI-Geschäft, verweist jedoch auf eine im Vergleich zu anderen Chip- und Computernamen „nicht attraktive“ Bewertung. Die Einstufung bleibt konstruktiv, mit dem Hinweis, dass Broadcom Marktanteile gewinnen dürfte und in den nächsten zwei bis drei Jahren nur geringe Risiko-Faktoren aufweist.
      • CFRA zu ORCL – Oracle: Zeno sieht bei Oracle eine zu komplexe und unsichere Story, geprägt von Finanzierungsbedarf und hoher Abhängigkeit von OpenAI-Erwartungen ab der zweiten Jahreshälfte 2026. Er warnt, dass Investoren chaotische Geschichten meiden und die Aktie daher anfälliger für Enttäuschungen sein könnte.
      • CFRA zu AMD – Advanced Micro Devices: Im Kontext der KI-Infrastruktur und des OpenAI-Engagements sieht CFRA in AMD eine attraktivere Alternative gegenüber anderen Anbietern. Der Analyst verweist auf bessere Chancen, an der weiteren Ausrollung von KI-Rechenzentren zu partizipieren.


      Oracle: KI-Zweifel belasten Cloud-Gigant – Synopsys & Adobe stark

      KURZ & KNAPP

      Oracle sorgt nach den juengsten Quartalszahlen fuer Unruhe an der Wall Street: Sonderertraege verzerren den Gewinn, waehrend das Cloud-Wachstum hinter den Erwartungen bleibt. Massive Investitionen in KI-Rechenzentren schueren Sorgen vor einem Ueberinvestitionszyklus. Die Aktie geraet deutlich unter Druck und wird zum Symbol fuer wachsende Zweifel an einem moeglichen KI-Hype. Zugleich rueckt Synopsys mit einem kraeftigen Umsatzplus und optimistischer Prognose als Profiteur des KI-Chip-Booms in den Vordergrund.

      Auch Adobe und Ciena melden starke Ergebnisse und unterstreichen ihre Rolle als strukturelle Gewinner des KI-Infrastrukturaufbaus. Small Caps wie im Russell 2000 und S&P 600 holen gegenueber den „Magnificent Seven“ auf und deuten eine breitere Marktteilnahme an. Gleichzeitig bleiben Nvidia und AMD angesichts der Debatte um den KI-Investitionszyklus unter genauer Beobachtung.

      Der S&P 500 und der DAX 40 setzen ihre Rally fort, gestuetzt durch die juengste Zinssenkung der Federal Reserve und neue Anleihekaeufe. Makrodaten zu Arbeitslosenhilfe und Grosshandelslagern zeigen jedoch erste Bremsspuren in der Realwirtschaft. Nachboerslich richten sich die Blicke auf die Zahlen von Broadcom und Costco sowie auf kommende US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten.

      RÜCKBLICK Handelstag

      Der Handelstag stand ganz im Zeichen einer nach wie vor robusten Aktienrally, die trotz punktueller Rückschläge in einzelnen Tech-Schwergewichten intakt bleibt. In den USA drehten sich die Indizes nach schwachem Start deutlich ins Plus, angeführt von zyklischen Werten, während defensive Versorger zurückblieben und der S&P 500 letztlich +0,49% höher bei 6.928 Punkten schloss. In Europa setzte der DAX 40 seine Aufwärtsbewegung fort und gewann +0,92% auf 24.412 Zähler, getragen von der Aussicht auf längerfristig niedrigere Zinsen und eine stabilere Konjunktur. Im Hintergrund prägte die dritte Zinssenkung der Federal Reserve in diesem Jahr um insgesamt 75 Basispunkte das Sentiment, flankiert von der Ankündigung neuer Käufe kurzlaufender US-Staatsanleihen in Höhe von rund 40 Milliarden US-Dollar pro Monat. Gleichzeitig sendeten Makrodaten gemischte Signale: Steigende Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und höhere Großhandelslagerbestände bei rückläufigen Verkäufen deuten auf eine moderat nachlassende Dynamik hin, ohne bislang den Aufschwung zu gefährden. Insgesamt bleiben die Märkte damit in einem Spannungsfeld aus geldpolitischer Unterstützung, KI-getriebenem Wachstum und ersten Ermüdungserscheinungen in Teilen der Realwirtschaft.

      WAS HEUTE WICHTIG WAR

      Warum steht Oracle im Zentrum der KI-Debatte an der Wall Street?

      Oracle sorgte nach den Zahlen für einen Paukenschlag und drückte den technologielastigen Nasdaq deutlich, obwohl der ausgewiesene Gewinn je Aktie mit 2,26 US-Dollar zunächst stark aussah. Anleger blickten jedoch genauer hin und stellten fest, dass ein Großteil des Gewinns aus einem Sonderertrag von rund 2,7 Milliarden US-Dollar aus dem Verkauf einer Beteiligung an Ampere stammt, während das operative Geschäft enttäuschte. Die Umsätze wuchsen währungsbereinigt nur um +13% und verfehlten damit die Erwartung von +14,6%, auch die Cloud-Sparte blieb mit +33% Zuwachs hinter den Prognosen zurück. Zusätzlich verschreckten massive Investitionen in neue KI-Rechenzentren und Infrastruktur, die sich bislang noch nicht in entsprechend höheren Cloud-Erlösen niederschlagen. In der Folge stürzte die Aktie im regulären Handel zeitweise um rund -15% ab und lag zuletzt immer noch zweistellig im Minus, wenn auch etwas über den Tagestiefs. Damit wurde Oracle zum Bremsklotz für den gesamten KI- und Cloud-Komplex.

      Strategisch vollzieht Oracle zugleich eine Kehrtwende bei der Chip-Strategie und verabschiedet sich von eigenen Prozessorplänen, um künftig verstärkt auf Lösungen externer Anbieter wie Nvidia und AMD zu setzen. Dieser Schritt signalisiert einerseits Realismus, da die Eigenentwicklung von Hochleistungs-Chips extrem kapitalintensiv ist, andererseits erhöht er die Abhängigkeit von den etablierten Playern der Branche. Die Ankündigung gewaltiger KI-Investitionen weckt an der Wall Street zudem die Sorge, dass sich ein neuer Überinvestitionszyklus aufbaut, der Erinnerungen an frühere Tech-Blasen wachruft. Mehrere Beobachter sprechen bereits von wieder aufkeimenden Ängsten vor einer möglichen „KI-Blase“, da der Kapitaleinsatz in Milliardenhöhe den Umsatzfortschritt momentan deutlich übersteigt. Für Anleger ist Oracle damit zum Lackmustest geworden, ob die KI-Infrastrukturwette sich schnell genug in profitables Cloud-Wachstum verwandeln lässt. Gelingt dies nicht, könnte der Markt seine hohen Bewertungsaufschläge für viele KI-Gewinner insgesamt stärker hinterfragen.

      Wie profitiert Synopsys vom globalen KI-Chip-Boom?

      Synopsys präsentierte starke Zahlen und positioniert sich als einer der wichtigsten Profiteure des weltweiten Booms bei KI-Chips und -Systemen. Im vierten Quartal stiegen die Erlöse um beeindruckende +38% gegenüber dem Vorjahr und übertrafen damit deutlich die Erwartungen. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert der Hersteller von Chip-Design-Software einen weiteren Umsatzrekord und sieht sich angesichts zahlreicher Projekte im Bereich KI-Hardware hervorragend aufgestellt. Der Gewinn je Aktie lag zuletzt bei 2,90 US-Dollar, und für das kommende Jahr peilt das Unternehmen eine Spanne von 14,32 bis 14,40 US-Dollar je Aktie an – klar über der bisherigen Konsensschätzung von 14,11 US-Dollar. CEO Sasine Ghazi betonte, dass Synopsys „essentielle Lösungen“ für Unternehmen liefert, die KI-Chips oder komplette KI-Systeme entwickeln, was sich direkt in dem kräftigen Wachstum widerspiegelt. Mit einem Jahresumsatz von mehr als 7 Milliarden US-Dollar hat die Gesellschaft nach eigenen Angaben ein Rekordjahr hinter sich.

      Auf Analystenseite sorgte die starke Performance von Synopsys für spürbare Euphorie, mehrere Häuser hoben Einstufungen und Kursziele an. Bank of America erhöhte das Kursziel auf 560 US-Dollar und bleibt klar bullish für die Aktie. J.P. Morgan stufte den Titel mit „Übergewichten“ und einem Kursziel von 650 US-Dollar ein, was weiteres Upside aus Analystensicht signalisiert. Auch KeyBanc schloss sich mit einer Übergewichten-Empfehlung an und unterstreicht damit die breite Unterstützung im Research-Lager. Entscheidend für Anleger ist, dass Synopsys nicht direkt zyklischen Schwankungen des Chipmarktes ausgesetzt ist, sondern als „Pick-and-Shovel“-Zulieferer vom gesamten Ausbau der KI-Infrastruktur profitiert. Die Kombination aus hohem Wachstumstempo, starker Preissetzungsmacht und Rückenwind durch die KI-Revolution macht die Aktie zu einem der spannendsten strukturellen Gewinner im Halbleiter-Ökosystem.

      Wie stark treibt Adobe seine Wachstumsstory mit KI voran?

      Adobe legte überzeugende Quartalszahlen vor und unterstreicht damit, wie stark KI-Funktionen die Nachfrage nach seinen Software-Abos ankurbeln. Der Gewinn je Aktie lag im abgelaufenen Quartal mit rund 5,50 US-Dollar klar über den Erwartungen, auch der Umsatz übertraf die Konsensschätzungen leicht. Besonders beeindruckend fiel der Zuwachs bei den wiederkehrenden Umsätzen aus, die um +614 Millionen US-Dollar anwuchsen; die Freemium-Produkte verzeichneten ein Plus von +35% bei den wiederkehrenden Nutzern auf insgesamt 70 Millionen. Das Management hob hervor, dass KI-gestützte Tools wie Photoshop mit generativen Funktionen, Adobe Express und Acrobat für ChatGPT bei Kunden auf starke Resonanz stoßen. Für das Geschäftsjahr 2026 stellt Adobe einen GAAP-Gewinn je Aktie von 17,90 bis 18,10 US-Dollar in Aussicht, deutlich über der Markterwartung von 16,56 US-Dollar. Zudem peilt der Konzern ein Wachstum der jährlich wiederkehrenden Erlöse von mehr als +10% an und verweist auf eine äußerst solide Marge von rund 45%.

      Am Markt fiel die Kursreaktion mit einem Plus von lediglich +0,62% erstaunlich verhalten aus, obwohl die Zahlen und der Ausblick klar positiv waren. Beobachter führen dies darauf zurück, dass die Aktie im Vorfeld bereits stark gelaufen war und ein Teil der guten Nachrichten eingepreist schien. Dennoch reagierten Analysten optimistisch: So hob etwa Jefferies das Kursziel auf 500 US-Dollar an und würdigte die robuste Guidance für 2026 samt starkem ersten Quartal. Entscheidend ist, dass Adobe seine KI-Innovationen nahtlos in bestehende Workflows integriert und damit zusätzliches Monetarisierungspotenzial aus dem bestehenden Kundenstamm hebt. Für Anleger bleibt die Aktie damit ein Qualitätswert mit planbaren Cashflows, hoher Profitabilität und strukturellem Wachstumstreiber durch KI-gestützte Kreativ- und Dokumentenlösungen. Die heutige Konsolidierung könnte sich langfristig eher als Verschnaufpause in einem intakten Aufwärtstrend erweisen.

      Welche Rolle spielt Ciena beim Ausbau der globalen KI-Infrastruktur?

      Ciena überzeugte mit starken Zahlen zum ersten Quartal und zeigte, wie sehr Netzwerkausrüster vom laufenden KI-Investitionszyklus profitieren. Das Unternehmen meldete einen Gewinn je Aktie von 0,91 US-Dollar, klar über den Schätzungen, bei Umsätzen von 1,35 Milliarden US-Dollar, was ebenfalls über den Erwartungen lag. Besonders positiv hoben Analysten die verbesserte Bruttomarge und eine operative Marge hervor, die um +320 Basispunkte zulegte. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Ciena nun mit Umsätzen von rund 5,9 Milliarden US-Dollar und einer operativen Marge von etwa 17%, während auch der Ausblick auf das angelaufene erste Quartal über den Konsensschätzungen liegt. Bloomberg Intelligence betonte, dass die Ergebnisse die starke Positionierung von Ciena beim Aufbau der globalen KI- und Cloud-Netzwerkinfrastruktur unterstreichen. Die Aktie reagierte mit einem kräftigen, hocheinstelligen Kursplus und setzt ihren Aufwärtstrend damit eindrucksvoll fort.

      Wie verändert sich die Marktrolle von Small Caps gegenüber den „Magnificent Seven“?

      Anleger beobachten derzeit eine bemerkenswerte Verschiebung an den US-Aktienmärkten: Small Caps holen gegenüber den viel beachteten „Magnificent Seven“ sichtbar auf. Der Russell 2000 hat seit seinem Ausbruch im September zwei neue Allzeithochs markiert, während der qualitativ ausgerichtete S&P 600 nun ebenfalls kurz davorsteht, Rekordstände zu erreichen. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass Small Caps in Summe derzeit auf Niveaus notieren, die zuletzt im November 2021 erreicht wurden – der mehrjährige Seitwärtstrend droht damit nach oben aufgelöst zu werden. Parallel dazu zeigen einige Mega-Caps Schwächesignale: Nvidia handelt zuletzt „etwas schwächer“, und Meta ist sogar unter seine 200-Tage-Linie gefallen, deren Verlauf sich nach unten zu neigen beginnt. Das Verhältnis von Small Caps zu den „Magnificent Seven“ beginnt damit, eine mehrjährige Abwärtstrendlinie nach oben zu durchbrechen. Gelingt dieser Regimewechsel nachhaltig, könnte sich die Marktbreite weiter verbessern und die Dominanz weniger Tech-Giganten im Index deutlich verringern.

      KURZNEWS

      • ADBE – Adobe: Die Aktie legte trotz starker Q4-Zahlen und einer angehobenen Prognose für 2026 nur um +0,62% zu, nachdem der Gewinn je Aktie und die wiederkehrenden Umsätze die Erwartungen klar übertroffen hatten.
      • SNPS – Synopsys: Nach einem Umsatzplus von +38% im vierten Quartal und einer optimistischen Gewinnprognose für das kommende Jahr bleibt der EDA-Spezialist einer der Favoriten im KI-Halbleiter-Ökosystem.
      • CIEN – Ciena: Die Papiere des Netzwerkausrüsters sprangen deutlich an, nachdem Umsatz und Gewinn im ersten Quartal über den Konsensschätzungen lagen und der Ausblick für 2026 mit 5,9 Milliarden US-Dollar Umsatz überzeugte.
      • COST – Costco: Die Aktie von Costco notierte vor Veröffentlichung der Quartalszahlen leicht im Plus bei rund +0,18%, Analysten erwarten einen Gewinn von 5,39 US-Dollar je Aktie bei 6,11 Milliarden US-Dollar Umsatz.
      • AVGO – Broadcom: Broadcom gab vor den nachbörslich anstehenden Zahlen -1,98% nach, der Markt blickt gespannt auf einen erwarteten Gewinn von 186 US-Dollar je Aktie bei Erlösen von 17,149 Milliarden US-Dollar.
      • PL – Planet Labs: Die Aktie von Planet Labs schoss um +16,42% nach oben, nachdem das Unternehmen mit einem Q3-Umsatz von 81,25 Millionen US-Dollar die Analystenschätzungen deutlich übertroffen hatte.
      • KI-Investitionszyklus: Die massiven Ausgabenpläne führender Tech- und Cloud-Unternehmen für KI-Infrastruktur nähren erneut Sorgen an der Wall Street, dass sich eine mögliche KI-Blase bilden könnte.
      • NVIDIA – Nvidia: Nvidia zeigte sich zuletzt technisch angeschlagen, da die Aktie schwächer tendiert und Investoren Gewinne in großen KI-Gewinnern realisieren.
      • AMD – Advanced Micro Devices: AMD geriet im Sog der Verunsicherung um den KI-Investitionsboom unter Druck, bleibt aber als wichtiger Chip-Lieferant strategischer Partner großer Cloud-Anbieter.
      • MU – Micron Technology: Bei Micron hob UBS das Kursziel auf 295 US-Dollar an, nachdem die Analysten ihre Gewinnschätzungen für 2027 auf 38 US-Dollar je Aktie nach oben revidiert hatten.
      • Kryptomarkt – Bitcoin: Bitcoin notiert nach einer Rally der vergangenen Tage wieder knapp über der Marke von 92.000 US-Dollar und schwankt damit um einen wichtigen technischen Supportbereich.
      • Kryptoregulierung USA: In Washington diskutierten große US-Bankchefs mit Senatoren parteiübergreifend über ein umfassendes Gesetzespaket zur Regulierung des Kryptomarktes, dessen Verabschiedung näher rückt.
      • EssilorLuxottica: Der Brillenriese EssilorLuxottica bleibt mit rund 28 Milliarden US-Dollar Umsatz und einer Marktkapitalisierung von etwa 100 Milliarden US-Dollar klarer Branchenprimus gegenüber Herausforderern wie Warby Parker.

      KALENDER Firmen & Unternehmen

      EARNINGS KALENDER

      Nach Börsenschluss in den USA rücken heute vor allem Broadcom (AVGO) und Costco (COST) mit ihren Ergebnissen in den Mittelpunkt. Bei Broadcom werden Quartalszahlen erwartet, für die Analysten im Konsens mit einem Gewinn von 186 US-Dollar je Aktie und einem Umsatz von rund 17,149 Milliarden US-Dollar rechnen; die Aktie war im Vorfeld um -1,98% gefallen. Costco legt ebenfalls nachbörslich seine Zahlen vor, der Markt erwartet einen Gewinn von 5,39 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 6,11 Milliarden US-Dollar. Beide Unternehmen gelten als Stimmungsbarometer – Broadcom für den KI- und Halbleiterkomplex, Costco für die Konsumlaune der US-Verbraucher. Überraschungen bei diesen Schwergewichten könnten entsprechend deutliche Kursreaktionen in den jeweiligen Sektoren auslösen. Trader sollten die After-Hours-Notierungen aufmerksam verfolgen, da die Daten bereits Impulse für die morgige Eröffnung geben können.

      MAKRO KALENDER

      Im makroökonomischen Kalender hallt vor allem die jüngste Zinsentscheidung der Federal Reserve nach, die den Leitzins um 25 Basispunkte senkte und ihn nun in einer Spanne von 3,5% bis 3,75% verortet. Parallel dazu hat die Fed die Wiederaufnahme von Käufen kurzlaufender US-Staatsanleihen im Umfang von etwa 40 Milliarden US-Dollar pro Monat angekündigt, was als Signal für eine lockerere Geldpolitik gewertet wird. Auf der Datenfront sorgten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit dem stärksten Anstieg seit 2020 für Aufmerksamkeit, bestätigten laut Analysten aber weiterhin das Bild eines Arbeitsmarktes mit wenig Einstellungen und wenig Entlassungen. Zudem zeigten die neuesten Zahlen zu Großhandelsinventaren mit einem Plus von +0,5% bei gleichzeitig um -0,2% rückläufigen Verkäufen erste Anzeichen für mögliche Nachfrageschwächen. Diese Konstellation aus nachlassender Dynamik in Teilen der Realwirtschaft und einer Fed, die wieder stärker auf Wachstumsrisiken achtet, prägt die Erwartungen für die kommenden Sitzungen der Notenbanken weltweit. Anleger sollten die nächsten Veröffentlichungen zu Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten genau beobachten, da sie entscheidend dafür sind, ob der Zinssenkungspfad der Fed bestätigt oder infrage gestellt wird.

      IM BLICKPUNKT

      Synopsys (SNPS): Mehrere Analystenhäuser reagierten mit deutlichen Kurszielanhebungen auf die starken Zahlen und den optimistischen Ausblick des EDA-Spezialisten; Bank of America erhöhte das Kursziel auf 560 US-Dollar, während J.P. Morgan den Wert mit „Übergewichten“ und einem Kursziel von 650 US-Dollar einstuft und auch KeyBanc mit einer Übergewichten-Empfehlung nachzieht. Adobe (ADBE): Die Analysten von Jefferies hoben nach den überzeugenden Quartalszahlen und der robusten Guidance für 2026 ihr Kursziel auf 500 US-Dollar an und betonen das anhaltend zweistellige Wachstum der wiederkehrenden Umsätze. Micron Technology (MU): UBS zeigte sich für den Speicherchiphersteller besonders optimistisch und schraubte das Kursziel auf 295 US-Dollar nach oben, nachdem die Gewinnschätzungen für 2027 auf 38 US-Dollar je Aktie angehoben wurden. Insgesamt unterstreichen die neuen Kursziele, dass Analysten vor allem in Titeln mit direktem Bezug zu KI-Infrastruktur und Software weiterhin erhebliches Potenzial sehen, trotz kurzfristiger Volatilität im Sektor. Für Anleger liefern diese Einschätzungen wichtige Orientierungspunkte in einem Markt, der zunehmend zwischen klaren KI-Gewinnern und Nachzüglern differenziert.

      Bitcoin an 91.000 US$: Fed-Cut, Nvidia & Broadcom im Fokus

      KURZ & KNAPP

      Bitcoin pendelt um 91.000 US-Dollar und steht laut Charttechnik an einem kritischen Unterstützungsbereich, waehrend Hebel-Positionen fuer starke Ausschlaege sorgen. Parallel blickt der Markt auf die anstehende Fed-Sitzung, bei der eine Zinssenkung um 25 Basispunkte als nahezu sicher gilt. Entscheidend wird, ob Jerome Powell einen „dovish“ oder „hawkish Cut“ signalisiert und wie die Anleihemaerkte darauf reagieren. Im Umfeld bleibt die hohe Verschuldung der USA ein Belastungsfaktor fuer Renditen und Risikoaufschlaege.

      Der KI-Sektor steht mit Schwergewichten wie Nvidia, Broadcom, Micron und Microsoft weiter im Mittelpunkt, waehrend eine moegliche IBM-Uebernahme von Confluent den Wettbewerb um Dateninfrastruktur verschaerft. Strategen wie Ed Yardeni stellen nach Jahren die Dominanz der „Magnificent Seven“ in Frage und rücken Finanz-, Industrie- und Gesundheitswerte sowie Small Caps staerker in den Fokus. Parallel bleiben Bitcoin-Miner wie Marathon Digital und CleanSpark sowie der hochverschuldete Proxy-Play MicroStrategy im Rampenlicht.

      In Europa setzt der DAX seine Jahresendrallye fort und profitiert von einem ruhigen Volatilitaetsumfeld mit niedrigem VDAX-NEW. Aus China kommen mit einem Exportboom und einem Handelsueberschuss von ueber 1 Billion US-Dollar starke Impulse, die Rohstoffe wie Kupfer stützen. Zugleich warnt Europa vor einer weiteren Entkopplung im Handel und blickt gespannt auf zentrale Makro-Termine wie die naechste Fed-Entscheidung und wichtige Earnings von Oracle, Adobe und Broadcom.

      AUSBLICK US-Märkte

      Deutschland & Europa

      In Europa befindet sich der DAX klar in einer Jahresendrallye und arbeitet daran, den Abwärtstrend vom Allzeithoch bei 24.200 Punkten zu überbrücken.

      Oberhalb der Unterstützung um 23.530 Punkte wären kurzfristig Ziele im Bereich 24.400 bis 24.480 Punkten möglich.

      Der VDAX-NEW liegt unter 17 und signalisiert damit ein ruhiges Marktumfeld, in dem eine fortgesetzte Aufwärtsbewegung im DAX statistisch begünstigt ist.

      US-Ausblick

      In den USA stützt der charttechnische Ausbruch des S&P 500 über das letzte Zwischenhoch das Szenario einer fortgesetzten Jahresendrallye bis Ende Dezember beziehungsweise Anfang Januar.

      Solange die Erwartung einer moderaten Fed-Zinssenkungslinie nicht enttäuscht wird, bleibt das Umfeld für Aktien freundlich und Rücksetzer werden eher als Einstiegschance interpretiert.

      Anleger fokussieren sich kurzfristig auf die großen Tech- und KI-Schwergewichte, sollten aber die zunehmende Marktbreite im Blick behalten, falls der Ausbruch bestätigt wird.

      DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

      Fed-Sitzung im Fokus: Zinssenkung so gut wie sicher – Anleihemärkte revoltieren

      Vor der letzten Zinsentscheidung der Fed in diesem Jahr preisen die Futures-Märkte laut FedWatch-Tool mit rund 89 bis 90 % Wahrscheinlichkeit eine Zinssenkung um 25 Basispunkte ein, die meisten Beobachter sehen den Schritt damit als nahezu sicher. Die eigentliche Spannung liegt jedoch in der Frage, ob Jerome Powell einen „dovish“ oder „hawkish Cut“ liefert – also ob er weitere Lockerungen signalisiert oder angesichts noch immer erhöhter Inflation eher bremst und die Fraktion der FOMC-Dissenter größer wird. Gleichzeitig zeichnen die Daten ein gemischtes Bild: Laut Mohamed El-Erian steht einem robusten Konsum ein sich verschlechternder Arbeitsmarkt gegenüber, während die jüngsten Inflationszahlen zwar leicht nachgeben, das Preisziel von 2 % aber noch nicht erreicht ist. Auffällig ist, dass der Anleihemarkt diese Erzählung nicht voll mitspielt: Die Renditen, etwa die US-Zehnjährige bei rund 4,15 %, sind im Vorfeld der Sitzung gestiegen, obwohl eine Lockerung bevorsteht. Investoren senden damit ein klares Signal in Richtung Washington – die strukturell hohen Defizite und die noch immer über dem Ziel liegende Inflation rechtfertigen aus ihrer Sicht höhere Risikoaufschläge, was die Wirkung der Fed-Zinssenkung auf die Realwirtschaft deutlich abschwächen könnte.

      Bitcoin zwischen Hebel-Liquidationen und charttechnischem Scheideweg

      Bitcoin pendelt zum Wochenauftakt knapp über 91.000 US-Dollar und steht damit an einer technisch hochsensiblen Marke: Die Zone um das 0,382-Fibonacci-Retracement gilt als letzte größere Unterstützung, ein Bruch könnte eine Korrektur zurück in den Bereich der April-Tiefs um 76.000 US-Dollar und perspektivisch sogar 70.000 bis 75.000 US-Dollar auslösen. Kurzfristig hat der Markt heftige Bewegungen durch die Liquidation gehebelter Positionen gesehen, was etwa im Zertifikat VC1HCL zu massiven Kurssprüngen führte und Bitcoin auf Stundenbasis in einen gegenläufigen Aufwärtskanal innerhalb eines größeren Abwärtstrends gedrückt hat. Entscheidend ist nun, ob die Widerstandszone zwischen 93.000 und 90.800 US-Dollar nachhaltig überwunden wird; gelingt der Ausbruch und ein anschließender Break über 96.500 US-Dollar, sehen einige Analysten Raum für eine Trendfortsetzung mit mittelfristigen Zielen bei 110.000 bis 120.000 US-Dollar und stützen damit das Narrativ vom „Apex Asset“ mit Gold-Charakter. Parallel häufen sich aber warnende Stimmen: Kritiker wie Michael Burry ziehen Vergleiche zur Tulpenmanie, und die jüngste nervöse, „turbulente“ Kursentwicklung wird als Zeichen dafür gesehen, dass Bitcoin zunehmend als synthetischer Volatilitätstrade missbraucht wird. Für Aktienanleger bleiben Bitcoin-Miner wie Marathon Digital und CleanSpark sowie der hochverschuldete Proxy-Play MicroStrategy im Fokus, zumal Michael Saylor erneut kräftig akkumuliert und damit die Hebelwirkung auf künftige Kursausschläge des Coins weiter erhöht.

      Künstliche Intelligenz: Nvidia, Broadcom & Co. im KI-Infrastruktur-Boom

      Im Zentrum des KI-Booms steht unverändert Nvidia: Die Gewinnschätzungen werden weiter nach oben angepasst, das KGV für das kommende Jahr liegt trotz der Rallye bei rund 24, und eine vertiefte Partnerschaft mit OpenAI gilt als nahezu ausgemacht – auch wenn Kritiker wie Michael Burry von „Chips auf Halde“ sprechen, weil der Aufbau neuer Rechenzentren Jahre braucht. Parallel positioniert sich Broadcom als zentraler Partner von Alphabet, liefert maßgeschneiderte TPUs für Gemini 3 und berichtet am Donnerstag nachbörslich Zahlen, während Micron mit High-Bandwidth-Memory (HBM) auf der Speicher-Seite vom KI-Hardware-Hunger profitiert und Netzwerkausrüster wie Arista den Hochgeschwindigkeits-Datenverkehr zwischen GPUs ermöglichen. Auf der Hyperscaler-Ebene treiben Microsoft und Alphabet den Capex-Zyklus voran, auch wenn Beobachter bereits vor einer möglichen Überinvestition warnen; gleichzeitig führt die Veröffentlichung von Gemini 3 und Berichte über das chinesische DeepSeek-Modell, das angeblich auf deutlich günstigeren Chips ein ähnlich gutes Leistungsniveau erreicht, zu einer Neubewertung der Machtverhältnisse im KI-Rennen. Der große Profiteur der massiven KI-Investitionen im Hintergrund bleibt Taiwan Semiconductor, das als führender Auftragsfertiger einen großen Teil der zentralen AI-Chips produziert und daher von manchen Analysten derzeit sogar als bevorzugter Sektor-Play gesehen wird. Ergänzt wird das Infrastruktur-Puzzle durch Software- und Datenebene: IBM steht laut Berichten vor einer rund 11-Milliarden-Dollar-Übernahme von Confluent, um sich mit Echtzeit-Datenströmen im KI-Stack besser zu positionieren – ein Hinweis darauf, dass der Wettbewerb sich zunehmend von reiner Rechenleistung hin zur Kontrolle über Daten, Modelle und komplette Plattformen verlagert.

      Yardeni dreht nach 15 Jahren: Abkehr von den Magnificent Seven, Hinwendung zu Finanz- und Gesundheitswerten

      Der langjährige Wall-Street-Stratege Ed Yardeni hat nach 15 Jahren seine Übergewichtung von Technologie- und Kommunikationsdienstleistungswerten beendet, die inzwischen gemeinsam rund 45 % des S&P 500 stellen, und empfiehlt nun ein Untergewicht der Magnificent Seven gegenüber dem Restindex. Stattdessen sollen Anleger Finanz- und Industriewerte weiter übergewichten und neu eine klare Übergewichtung im Gesundheitssektor aufbauen, der laut Yardeni in den vergangenen Jahren zurückgeblieben ist, aber angesichts alternder Babyboomer und großer Produktivitätsreserven – etwa durch Digitalisierung im Krankenhaussektor – erhebliches Aufholpotenzial besitzt. Yardeni erwartet, dass die ursprüngliche Dominanz der „Mag Seven“ in eine Art „Game of Thrones“ übergeht, in dem die Konzerne zunehmend gegeneinander um Marktanteile kämpfen, während die „beeindruckenden 493“ Unternehmen im restlichen S&P 500 Technologie nutzen, um ihre Produktivität zu steigern. Besonders optimistisch zeigt er sich für Small und Mid Caps, für die er 2026 ein Gewinnwachstum von rund 19 % gegenüber 15 % beim S&P 500 sieht, sowie für Biopharma- und Biotech-Werte, die nach einer harten Korrektur bereitstünden, die Führung zu übernehmen. Insgesamt traut Yardeni dem S&P 500 einen weiteren zweistelligen Anstieg zu – auf etwa 7.000 Punkte im kommenden Jahr und bis zu 7.700 Punkte im Jahr darauf – und verweist darauf, dass auch internationale Märkte angesichts eines US-Gewichts von bereits 65 % im MSCI All Country World Index zunehmend attraktive Alternativen bieten.

      China überrascht mit Export-Boom – Europa warnt vor Entkopplung

      Chinas Außenhandel hat im November deutlich stärker angezogen als erwartet: Die Exporte legten in US-Dollar gerechnet um 5,9 % zu, während Analysten nur mit rund 3,8 % gerechnet hatten, die Importe stiegen um 1,9 %, und der monatliche Handelsüberschuss erreichte knapp 111,7 Mrd. US-Dollar – womit der kumulierte Überschuss der ersten elf Monate erstmals über 1 Billion US-Dollar liegt. Auffällig ist dabei die Verschiebung der Ströme: China exportiert weniger in die USA, aber mehr nach Europa, während das Politbüro gleichzeitig ankündigt, 2026 den Binnenkonsum stärker zu stützen, was zusätzlichen Rückenwind für Rohstoffe wie Kupfer liefern dürfte. Europa reagiert zunehmend nervös auf die chinesische Exportoffensive, insbesondere im Automobilsektor, und droht – wie von Präsident Macron skizziert – mit höheren Zöllen und einer stärkeren wirtschaftlichen Entkopplung, sollten in Peking keine Zugeständnisse erfolgen. JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnt derweil, Europa habe ein „echtes Problem“, dessen wirtschaftliche Schwäche auch für die USA ein erhebliches Risiko darstelle und daher eine aktivere Unterstützung erfordere. An den Rohstoffmärkten ist Kupfer der sichtbare Gewinner dieser Gemengelage: Der Preis liegt nahe einem Allzeithoch, ist an der London Metal Exchange seit Jahresbeginn bereits um rund 30 % gestiegen und profitiert sowohl von der industriellen Nachfrage aus China als auch vom globalen Ausbau von KI- und Energienetzen.

      KURZNEWS

      • Alibaba: Die Aktie liegt über ein Discount-Zertifikat (VK6009, Cap 160 US-Dollar, maximale Rendite 73 %) im Depot, während der Konzern mit der Metabrille Quagai einen neuen Wachstumsimpuls im Hardware-Segment setzt.
      • Salzgitter, voestalpine, Klöckner & Co: Zyklische Stahlwerte rücken in den Fokus, nachdem UBS das Kursziel für Salzgitter von 22,50 auf 50 Euro angehoben hat und der Titel mit KGV 10 ins TFA-Depot aufgenommen wurde, voestalpine als „Chart der Woche“ gilt und Klöckner & Co nach Übernahmegerüchten intraday rund 27 % zulegte.
      • Hochtief, Oklo, Frequentis, D-Wave, Palantir: Hochtief profitiert über die US-Tochter Turner von der Errichtung von KI-Rechenzentren, während Oklo als Hochrisiko-Wert von NVIDIAs Interesse an Reaktortechnologie lebt; Frequentis meldet starkes US-Wachstumspotenzial im Drohnen- und Luftraumüberwachungsbereich, D-Wave Quantum sendet nach einer Korrektur frische Kaufsignale und Palantir bleibt trotz eines KGV von 200 mit neuen, zusammen mit NVIDIA entwickelten Netz-Infrastruktur-Lösungen im Wachstumsdepot.
      • DoorDash: Nach einem Kurssturz von 20 % infolge der Zahlen stufen Analysten die Aktie hoch; sie wird als Strong-Buy-Kandidat mit spekulativem K. O.-Zertifikat (ME43TG, Open End) und Kurszielen bei 240, 250 und 270 US-Dollar gespielt.
      • Auto- und EV-Werte: Porsche nähert sich nach einer kräftigen Rallye der Marke von 50 Euro, abgesichert über einen Discount-Optionsschein (VC806K), während Volkswagen mit einer starken Performance und zahlreichen neuen E-Modellen überzeugt und BMW nach positiven Tests des iX3 sowie guter Nachfrage nach der „Neuen Klasse“ technisch wieder interessant wird.
      • XPeng, BYD, Tesla, Kawasaki Heavy Industries, AlzChem: XPeng gilt mit in Graz bei Magna Steyr produzierten Modellen G6 und G9 als Depotkandidat, BYD wird über ein vorbereitetes Turbo-Call-Produkt (MM8SRS, Hebel 2,46) auf eine Unterbewertung von 46 % gespielt und ist wichtiger Batterielieferant für Teslas Model Y, während Tesla selbst nicht mehr als Kernfokus der E-Mobilität gesehen wird; ergänzend setzen Anleger auf Robotik-Fantasie bei Kawasaki Heavy (Kooperation mit Foxconn, Training auf der NVIDIA-Plattform) und auf Wachstum bei AlzChem durch eine 120-Millionen-Investition in zusätzliche Kreatin-Kapazitäten.

      KALENDER Firmen & Unternehmen

      Quartalszahlen

      DatumUnternehmenEventDetails
      Mittwoch, nach US-Börsenschluss (erwartet)OracleQuartalszahlenWichtige Earnings in dieser Woche von Oracle, Veröffentlichung am Mittwoch.
      MittwochAdobeQuartalszahlenAm Mittwoch legt Adobe seine Zahlen vor.
      MittwochSynopsysQuartalszahlenSynopsys berichtet am Mittwoch; das Unternehmen hat kürzlich eine Investition von NVIDIA erhalten.
      Donnerstag, nach US-BörsenschlussBroadcomQuartalszahlenBroadcom ist stark an Google und dessen TPU-Entwicklung gekoppelt und präsentiert seine Zahlen am Donnerstag nach Börsenschluss.
      DonnerstagCostco WholesaleQuartalszahlenCostco berichtet ebenfalls am Donnerstag über das abgelaufene Quartal.
      Nach US-BörsenschlussToll BrothersQuartalszahlenToll Brothers wird nach Börsenschluss ein EPS von 4,89 US-Dollar bei 3,3 Mrd. US-Dollar Umsatz erwartet; die Aktie legte im nachbörslichen Handel leicht zu.
      Nach US-BörsenschlussFresenius SE & Co. KGaAQuartalszahlenFresenius soll nach Börsenschluss ein EPS von 0,02 US-Dollar bei 120,05 Mio. US-Dollar Umsatz vorlegen; die Aktie war zuvor moderat fester.
      Nach US-BörsenschlussCompass Minerals InternationalQuartalszahlenCompass Minerals International wird nach Börsenschluss mit einem Verlust von 0,23 US-Dollar je Aktie bei 223,5 Mio. US-Dollar Umsatz gerechnet.

      Makrodaten

      DatumRegionEventDetails

      IM BLICKPUNKT

      • Fed-Sitzung am Mittwoch: Der Markt preist mit knapp 90 % Wahrscheinlichkeit eine Zinssenkung um 25 Basispunkte ein, entscheidend wird die Tonlage von Jerome Powell und die Zahl möglicher Dissenter im FOMC.
      • Bitcoin bleibt mit Kursen um 91.000 US-Dollar und zunehmender Hebel-Volatilität ein zentraler Sentiment-Indikator, insbesondere vor der Fed-Entscheidung.
      • China sorgt mit einem deutlich höheren Exportwachstum und einem Handelsüberschuss von über 1 Billion US-Dollar für Rückenwind bei Rohstoffen wie Kupfer, das nahe Allzeithoch notiert.
      • Im KI-Sektor stehen Nvidia, Broadcom, Micron, Microsoft sowie der mögliche IBM/Confluent-Deal sinnbildlich für den anhaltenden Investitionsboom in Daten- und Chip-Infrastruktur.
      • Strategisch wichtig: Der vielbeachtete Stratege Ed Yardeni reduziert nach 15 Jahren seine Tech-Übergewichtung und empfiehlt nun eine stärkere Allokation in Finanz-, Industrie- und Gesundheitswerte sowie Small und Mid Caps.

      Nvidia vs. Robinhood: KI-Megatrend oder Hype-Risiko für Anleger?

      KURZ & KNAPP

      Nvidia dominiert erneut die Anlegerdebatte, denn Parallelen zur Dotcom-Ära lassen Zweifel an der Bewertung des KI-Champions aufkommen. Gleichzeitig ziehen Aktien im weiteren KI-Ökosystem wie Broadcom, Marvell und ASML verstärkt Kapital an. Die Frage, ob es sich um einen nachhaltigen Megatrend oder eine Übertreibung handelt, sorgt für hohe Spannung an der Wall Street. Zusätzlich rücken Produktionsprobleme bei Freeport-McMoRan und der Ausblick für den Kupferpreis als Rohstoff-Investmentchance in den Fokus.

      Parallel dazu heizt das Retail-Engagement rund um Robinhood nach dem Hood Summit in Las Vegas die kurzfristige Trading-Aktivität an. Ein starkes Quartal von Didi und mögliche Listing-Pläne in Hongkong geben asiatischen Tech-Werten zusätzliche Dynamik. Insgesamt bleibt das Marktbild von hoher Volatilität, selektiven Sektorrotationen und der Suche nach klaren Gewinnern im KI- und Rohstoffsektor geprägt.

      In Europa stabilisieren ein ruhigerer DAX, robuste Werte wie Siemens, Allianz und SAP sowie die Erholung bei Vodafone nach regulatorischer Entspannung das Sentiment. Der britische Haushalt und die jüngsten Kommentare von EZB-Vize Luis de Guindos haben den europäischen Anleihemarkt beruhigt. Zugleich bleibt die erwartete Fed-Zinssenkung im Dezember der zentrale Makrotreiber, der Risikoappetit, Zinsfantasie und Bewertungsniveaus weltweit beeinflusst.

      AUSBLICK US-Märkte

      Deutschland & Europa

      Der DAX hat zuletzt eine Bodenbildungsphase abgeschlossen und zeigt Anzeichen einer Stabilisierung nach der herbstlichen Korrektur; das Sentiment ist von Hoffnung auf bevorstehende Zinssenkungen geprägt. Anleger reagieren vorsichtig positiv, da sich die Erwartungslage bezüglich Zinssenkungen und einer moderateren Geldpolitik verbessert hat. Insgesamt bleibt die Lage volatil, doch die Marktbreite deutet auf eine fortgesetzte Erholung hin.

      Siemens: Bei Siemens sehen Marktteilnehmer Einstiegsgelegenheiten, nachdem der Kurs auf ein nach Einschätzung einiger Investoren niedriges Niveau zurückgekommen ist; einzelne Trader diskutieren mittlerweile auch strukturierte Produkte wie CAP-Zertifikate, um das Risiko zu begrenzen.
      Vodafone: Vodafone profitierte von der Nachricht, dass die Bundesnetzagentur Bußgeldverfahren stoppt, was kurzfristig Druck aus dem Titel nehmen dürfte und die regulatorische Unsicherheit reduziert.
      Porsche: Bei Porsche herrscht weiterhin Interesse seitens Anlegern, die auf einen besseren Einstiegszeitpunkt warten; einzelne Investoren bleiben bullisch und beobachten Kursbewegungen aufmerksam.
      Allianz: Allianz zeigte sich resilienter als erwartet und wurde von Privatanlegern als stabiler Einstieg bewertet; das Papier war in jüngsten Trades Gegenstand taktischer Käufe.
      SAP: SAP hat seit dem Rekordhoch eine deutliche Korrektur erfahren und befindet sich nun in einer Konsolidierungszone, die mittelfristig von Investoren auf mögliche Erholungschancen geprüft wird.

      Die europäischen Märkte reagieren heute Vormittag auf mehrere wichtige Impulse: das Vereinigte Königreich verarbeitete zuletzt die Details des neuen Haushalts, was die Gilts stabilisierte und das Pfund stärkte, während EZB-Vizepräsident Luis de Guindos zur Inflationsentwicklung und zur Angemessenheit des aktuellen Zinsniveaus Stellung bezog. Zudem sorgt die Ankündigung großer Industrieprojekte, etwa ein Batterieprojekt mit chinesischer Beteiligung in Spanien, für Aufmerksamkeit in Sektoren wie Automotive und Zulieferung. Insgesamt dominieren makroökonomische Einschätzungen zur Zinsentwicklung und geopolitische Nachrichten die Handelsagenda.

      US-Ausblick

      Die US-Futures geben vorbörslich ein gemischtes Bild: Nach einer Reihe fester Tage an der Wall Street hält die Marktstimmung an, gestützt von steigenden Wetten auf eine mögliche Zinssenkung der Fed. Volatilität und dünnere Handelsvolumina wegen des Feiertagskalenders in den USA könnten die Kursbewegungen jedoch verstärken.

      Nvidia: Die Debatte um Nvidia bleibt dominant, nachdem prominente Investoren Vergleiche mit früheren Hype-Phasen zogen und Verkaufsaktivitäten gemeldet wurden; die anhaltende Diskussion um Bewertungsrisiken macht die Aktie zum zentralen Risiko- und Themengeber für Marktteilnehmer.
      Robinhood: Robinhood steht im Fokus wegen eines gesteigerten Retail-Engagements nach dem hauseigenen Hood Summit in Las Vegas; das Management und die Community-Aktivitäten werden als Treiber kurzfristiger Handelsvolumina gesehen.
      Fed-Zinssenkung: Die Erwartungen an eine mögliche Fed-Senkung im Dezember beeinflussen die Terminmärkte stark und bleiben der übergeordnete Katalysator für Risikoappetit an den US-Märkten.

      DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

      Debatte um Nvidia und das KI-Hype-Ökosystem treibt Märkte

      Die Diskussion um Nvidia hat die Märkte erneut in Atem gehalten: Kritiker vergleichen die Aktie mit früheren Hype-Phasen, Michael Burry zog Parallelen zu Cisco aus der Dotcom-Ära und sorgte so für erneute Schlagzeilen. Solche Vergleiche haben das Narrativ rund um Bewertungen und Nachhaltigkeit der Gewinne im KI-Bereich ins Zentrum der Anlegerdebatte gerückt. Gleichzeitig berichten Marktbeobachter, dass einige prominente Anleger Verkäufe vorgenommen haben, was kurzfristig zu erhöhter Volatilität führen kann. Die anhaltende Diskussion nährt Sorgen über Übertreibungen, macht aber auch deutlich, dass Nvidia als Leitaktie für das KI-Thema weiterhin die Marktmeinung prägt.

      Parallel profitiert ein breiteres Ökosystem: Broadcom wird positiv bewertet, weil Analysten den Fokus auf AI-Umsatzguides für 2026 und Deals mit großen Cloud-Anbietern hervorheben. Auch Oracle taucht in der Debatte auf — Marktkommentare deuten darauf hin, dass Oracle sehr stark im KI-Geschäft engagiert ist, zugleich aber kritische Stimmen bemängeln, dass unter dem Strich nicht überall signifikante Gewinne stehen. Hinzu kommen Halbleiter- und Ausrüstungsgewinner wie Marvell und ASML, die als Profiteure der KI-Investitionen gelten. Für Anleger ist dieses Thema heute entscheidend, weil Bewertungsfragen, Konzentration von Gewinnen und die Breite des Technologie-Backlogs bestimmen, ob die Rallye nachhaltig ist oder sich in einer scharfen Korrektur entladen kann.

      Freeport und Kupfer: Produktionsprobleme und Rohstoffausblick

      Freeport-McMoRan steht im Fokus wegen Produktionsstörungen nach einem Betriebsunfall in der Grasberg-Mine in Indonesien; Marktkommentare heben hervor, dass dies die Lieferlage in naher Zukunft belastet. Analysten sehen in Verbindung mit erwarteten Angebotsengpässen und höheren Kupferpreisen mögliche Chancen für Produzenten wie Freeport. Eine Deutsche Bank kommentierte, dass sie in den nächsten Jahren höhere Kupferpreise erwartet, wovon große Förderer profitieren könnten.

      Die Folgen für Anleger sind zweifach: Erstens können sich Gewinn- und Cashflow-Erwartungen bei Freeport kurzfristig verändern, zweitens rückt das Thema Rohstoffknappheit stärker in den Fokus von Portfoliomanagern, die von steigenden Basisrohstoffpreisen profitieren wollen. Für Trader bleibt die Aktie volatil, da operative Nachrichten und Preisprognosen die Kurse stark beeinflussen.

      UK-Haushalt und EZB-Kommentare stabilisieren Europas Anleihenmarkt

      Der britische Haushalt hat nach Marktreaktionen für Beruhigung gesorgt: Die angekündigten Steuererhöhungen und ein erhöhter Puffer wurden vom Markt so interpretiert, dass das Risiko extremer Neuverschuldung reduziert wird, woraufhin Gilts sich stabilisierten und das Pfund an Wert gewann. Marktkommentare beschrieben die Maßnahme als pragmatischen Schritt zur Wiederherstellung fiskalischer Glaubwürdigkeit.

      Gleichzeitig betonte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos, dass er keine längere Phase deutlich unter dem zwei Prozent Ziel sehe und dass das aktuelle Zinsniveau aus seiner Sicht passt. Diese Kombination aus fiskalischer Konsolidierung in Großbritannien und zurückhaltender Kommunikation aus der EZB trägt zur Entspannung an den europäischen Rentenmärkten bei und ist heute ein zentraler Grund, warum Anleger ein stabileres Marktumfeld erwarten.

      Retail-Trubel bei Robinhood nach Hood Summit

      Robinhood sorgte für mediale Aufmerksamkeit nach dem eigenen Hood Summit in Las Vegas, das als Treffpunkt für aktive Retail-Trader beschrieben wurde. Das Event und die öffentliche Inszenierung des Managements haben das Retail-Engagement wieder in den Vordergrund gerückt. Für Trader bedeuten solche Treffen erhöhte Aufmerksamkeit und potenziell größere Handelsvolumina in den Tagen danach. Kurzfristig kann das zu stärkeren Schwankungen führen, langfristig bleibt die nachhaltige Monetarisierung des Retail-Interesses die entscheidende Frage.

      Didi: Starkes Quartal nährt Überlegungen zu Hongkong-Listing

      Didi meldete einen deutlichen Gewinnanstieg im Quartal und ein Nettogewinnsignal, das Spekulationen über einen möglichen Börsengang in Hongkong befeuert. Die starke China-Geschäftsentwicklung kompensierte Verluste im Ausland und macht Didi für Investoren wieder interessanter. Für Trader ist die Entwicklung relevant, weil ein IPO in Hongkong die Liquidität und Bewertung des Titels deutlich beeinflussen könnte.

      KURZNEWS

      • Oracle (ORCL): Oracle wird als wichtiger Akteur im KI-Bereich wahrgenommen, gleichzeitig gibt es kritische Stimmen, die bemängeln, dass unter dem Strich nicht immer echte Gewinne stehen; Diskussionen um die Rolle Oracles in der Finanzierung der großen KI-Hyperscaler werden geführt.
      • Starbucks (SBUX): Starbucks gilt weiterhin als konservativer Konsumwert in einer Restrukturierungsphase; Analysten sehen Fortschritte bei den Kennzahlen, doch der kräftige Schwung bleibt bisher aus.
      • Siemens (SIE.DE): Bei Siemens sehen einige Marktteilnehmer Kaufgelegenheiten nach Kursrückgängen; strukturierte Produkte werden genannt, um das Chance-Risiko-Profil zu steuern.
      • Vodafone (VOD.L): Vodafone profitierte von der Nachricht, dass die Bundesnetzagentur Bußgeldverfahren stoppt, was regulatorische Unsicherheit mindert und kurzfristig Erleichterung bringen kann.
      • Barrick Gold (GOLD): Barrick wird in Berichten genannt, weil das Unternehmen eine mögliche Zahlung an Mali zur Beilegung eines Disputs erwägen soll; solche Entwicklungen sind entscheidend für die Produktionsplanung und das Risikoprofil.
      • Freeport-McMoRan (FCX): Freeport bleibt wegen Ausfällen in der Grasberg-Mine und den Folgen für die Produktion im Blick; Analysten sehen höhere Kupferpreise als potenziellen positiven Treiber für den Titel.
      • Marvell Technology (MRVL): Marvell zählt zu den Gewinnern im aktuellen KI-Umfeld und profitiert von der Rückkehr der Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
      • Robinhood (HOOD): Robinhood zog mit dem Hood Summit in Las Vegas wieder verstärkt Retail-Interesse an; das Event stieß auf mediale Aufmerksamkeit und dürfte kurzfristig das Handelsvolumen erhöhen.
      • Dell Technologies (DELL): Dell überzeugte Anleger durch starke Backlogs im AI-Server-Segment, was das Interesse an Hardware-Playern im KI-Bereich stärkt.
      • Best Buy (BBY): Best Buy präsentierte profitable Zahlen vor der Black-Friday-Woche und profitierte von der Erwartung einer soliden Konsumsaison.
      • Coinbase (COIN): Coinbase erlebte in den vergangenen Tagen Korrekturen nach starken Vorbewegungen; die Volatilität an Kryptowährungen bleibt ein zentraler Faktor.
      • Alibaba (BABA): Alibaba steht im Fokus nach Bewertungen, die sowohl starkes Cloud- und AI-Wachstum als auch Unsicherheiten zur Profitabilität thematisieren; einige Häuser sehen bei der Cloud ein signifikantes Wachstumspotenzial.

      KALENDER Firmen & Unternehmen

      Quartalszahlen

      DatumUnternehmenEventDetails

      Makrodaten

      DatumRegionEventDetails
      10. Dezember (MEZ), genaue Uhrzeit n.v.USAErwartete Fed-ZinssenkungMarkterwartung einer möglichen Zinssenkung der Federal Reserve am 10. Dezember; Konsens/Schätzung: n.v.
      Heute (MEZ), genaue Uhrzeit n.v.Türkei/InternationalPapstbesuch TürkeiPapst Leo reist heute zu seinem Auslandsbesuch in die Türkei; politische/diplomatische Bedeutung, keine ökonomischen Konsenszahlen verfügbar.

      IM BLICKPUNKT

      • Die Debatte um Nvidia und die Bewertung von KI-Aktien bleibt das dominierende Thema – Risiken in der Bewertung können kurzfristig zu hoher Volatilität führen.
      • Erwartungen an eine Fed-Zinssenkung im Dezember treiben Risikobereitschaft und markieren den Haupttreiber für die kurzfristige Marktentwicklung.
      • Der britische Haushalt und beruhigende Worte von EZB-Vertretern haben in Europa für Entspannung an den Anleihemärkten gesorgt und damit das Risiko für eine zweite Zins-Schocks-Welle reduziert.

      Alphabet zieht, Novo Nordisk stürzt ab — Fed-Diskussion und Tesla, Broadcom und Micron

      KURZ & KNAPP

      Alphabet war der klare Treiber des Handelstages: Die Vorstellung von Gemini 3 katapultierte die Aktie auf ein neues Allzeithoch und setzte den AI-Trade wieder an die Spitze der Marktdiskussion. Diese Entwicklung verändert kurzzeitig die Marktstruktur: Investoren sehen Google nun verstärkt als Strukturfavoriten im KI-Ökosystem, während Zulieferer und Konkurrenten wie Nvidia in der Bewertung unter Druck geraten bzw. Fragen zu Exportgenehmigungen und technologischer Konkurrenz aufwerfen. Parallel dominierte in Europa und Pharma das Scheitern einer Alzheimer-Studie mit einem Wirkstoff aus dem GLP-1-Umfeld: Novo Nordisk verlor deutlich, während Eli Lilly und Bayer diverierend reagierten — Lilly profitiert weiter, Bayer gewährt Gegenwind durch positive Schlaganfalldaten. Asien blieb nicht außen vor: Alibaba legte einen Kursanstieg nach App-Downloads hin und steht vor Zahlen, Schwellenländerindizes zeigen starke Relative, und die Diskussion um Chip-Exporte nach China sowie TSMC-Themen bleiben relevant. Wichtige US-Daten (Einzelhandelsumsätze, PPI, Arbeitslosenanträge) stehen unmittelbar bevor und werden die Fed-Debatte um mögliche Zinssenkungen im Dezember weiter befeuern.

      RÜCKBLICK Handelstag

      US-Nachbörse

      Kurz vor und nach Handelsschluss war Alphabet der dominierende Marktimpuls. Die Vorstellung von Gemini 3 trieb die Aktie in neue Hochs und zog Tech-Gewinne nach sich; Marktkommentare hoben Googles kombinierte Stärke aus Modellen, eigenen Chips (TPUs) und Cloud-Infrastruktur hervor. Nvidia zeigte sich leichter unter Druck: Diskussionen über mögliche Exportentscheidungen der US-Regierung für H200-Chips nach China sowie interne Konkurrenz bei Hyperscalern dämpften die Erholung. Im Pharmasektor sorgte das Scheitern einer Alzheimer-Studie mit einem Ozempic-Wirkstoff für deutliche Kursverluste bei Novo Nordisk; Eli Lilly und andere Alzheimer-Werte profitierten dagegen. Einzelne Europatitel stachen heraus: Bayer legte nach positiven Schlaganfalldaten kräftig zu. Zu den Unternehmensmeldungen: Amazon kündigte großvolumige Investitionen in KI- und Hochleistungs-Computing für Behörden an, und Agilent meldete Veröffentlichungspläne (Bericht nach Börsenschluss).

      Asien-Übernacht

      Asiatische Märkte und Unternehmen blieben thematisch präsent: Alibaba stieg nach Angaben zu App-Downloads und steht vor Ergebnisveröffentlichungen; Baidu wurde von Analysten positiv diskutiert. Schwellenländerindices verzeichnen starke Jahresgewinne, und Beobachter heben das Outperformance-Potenzial von MSCI Emerging Markets hervor. Zeitgleich bleibt die Debatte um Chipexporte nach China und TSMC-relevante Themen ein geopolitisches und marktliches Risiko, das die Asien-Handelssitzung beeinflussen dürfte.

      Makro & Geld-/Schuldenpolitik

      Die Fed-Debatte bestimmte weiter die Marktstimmung: Stimmen von Fed-Mitgliedern (u. a. Williams, Waller) erhöhten die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zinssenkung im Dezember in den Marktpreisen berücksichtigt wird. Marktteilnehmer achten nun besonders auf kurzfristige US-Daten: Einzelhandelsumsätze (September), PPI und Arbeitslosenanträge stehen unmittelbar an. Diskussionen um die Arbeitsmarktentwicklung und steigende WARN-Meldungen unterstreichen die Unsicherheit für die Notenbankentscheidung.

      WAS HEUTE WICHTIG WAR

      Alphabet setzt den AI-Impulse: Gemini 3 katapultiert Aktie auf Allzeithoch

      Alphabet war heute der klare Marktführer: Die Vorstellung von Gemini 3 wurde von Marktteilnehmern als signifikanter technischer Fortschritt gewertet und trieb die Aktie auf ein neues Allzeithoch. Analysten und Investoren sehen in der Kombination aus eigenen Modellen, TPUs und Cloud-Infrastruktur einen strukturellen Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Die starke Kursbewegung ist eine direkte Folge der Einschätzung, dass Alphabet nicht nur ein Top-Modell, sondern auch preislich effizientere KI-Lösungen anbieten kann. Institutionelle Käufer identifizieren Alphabet zunehmend als strukturellen Gewinner des KI-Ökosystems. Diese Neubewertung wirkt sich auf die gesamte Tech-Sektorlage aus: Während einige Zulieferer profitieren, geraten andere, allen voran Nvidia, unter Bewertungsdruck, zumal politische Diskussionen über Exportrestriktionen für KI-Chips nach China im Raum stehen. Händler weisen darauf hin, dass Gemini 3 die Marktlogik verändern könnte, indem es die Kostenstruktur für KI-Dienste beeinflusst. Kurzfristig erzeugt das Momentum in Alphabet Rotationen innerhalb der Magnificent-Seven-Gruppen. Mittelfristig ist die Kernfrage, wie breit die Adoption von Gemini 3 ausfällt und ob das Investitions- und Ausgabenverhalten von Firmen den KI-Boom weiter stützt. Für Anleger bleibt wichtig, die Balance zwischen Erwartung an technologische Überlegenheit und makroökonomischer Einordnung zu wahren. Insgesamt ist Alphabet heute der Treiber der Rally, doch die Entwicklung erhöht zugleich die Sensitivität des Marktes gegenüber geopolitischen Chipfragen und Konkurrenzentwicklungen.

      Asien: Alibaba, Schwellenländer und Chipfragen behalten Signalwirkung

      In der Asien-Peripherie dominieren zwei Themen: chinesische Big-Tech-Reaktionen und die anhaltende Stärke der Emerging Markets. Alibaba kletterte nach positiven Hinweisen zu App-Downloads und geht mit Rückenwind in die morgige Ergebnisvorlage. Parallel dazu zeigen MSCI Emerging Markets starke Jahresgewinne; Marktkommentare heben die Attraktivität gegenüber US-Aktien hervor und nennen Dollarschwäche als einen unterstützenden Faktor. Analystenstimmen zu Einzelwerten wie Baidu werden positiv dargestellt, und Börsenteilnehmer rücken wieder in Schwellenländerallokationen. Auf geopolitischer Ebene bleibt die Frage zu entscheiden, ob und in welchem Umfang US-Entscheidungen Exportrestriktionen für fortschrittliche Chips nach China lockern oder verschärfen — ein Punkt, der unmittelbar Asien-Multinationals und Halbleiterketten betrifft. Taiwan-relevante Themen (TSMC) und die Diskussionen um Zugang zu moderner AI-Hardware werden das Handelsgeschehen in der Region weiter prägen. Für Anleger sind die kurzfristigen Treiber die anstehenden Quartalszahlen und die Marktstimmung gegenüber Risikoassets in Schwellenländern.

      Pharma- und Biotech-Schock: Novo Nordisk-Studienausfall trifft Aktien, Lilly profitiert

      Der Pharmasektor zeigte heute eine klare Zweiteilung: Novo Nordisk erlitt nach der Veröffentlichung von Studiendaten zur Pillenversion eines GLP-1-Wirkstoffs einen empfindlichen Rückschlag, nachdem der primäre Endpunkt zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs bei Alzheimer nicht erreicht wurde. Die Aktie fiel deutlich und berührte ein mehrjähriges Tief; das Management setzte eine geplante Studienverlängerung aus. Im Gegensatz dazu notierte Eli Lilly freundlich — Lilly gehört in diesem Jahr zu den Gewinnern im Sektor und profitierte weiter vom starken Produktmomentum. Parallel sorgten positive Schlaganfalldaten zu Bayers Assundexian für einen Kursanstieg beim deutschen Konzern, was die Divergenz innerhalb des Sektors unterstreicht. Für Anleger bedeutet das: Während einige Unternehmen die GLP-1-Diskussion strapazieren, werden Differenzierung in der Wirkstoffentwicklung und klinische Resultate kurzfristig stark bepreist. Die News zeigen, wie stark einzelne Studienergebnisse die Sektorbewertung bewegen können.

      Fed-Debatte und kurzfristige Makroagenda: Markt preist mögliche Zinssenkung ein

      Die Diskussion um die US-Geldpolitik bleibt zentral: Mehrere Fed-Mitglieder (u. a. Williams, Waller) haben Signale geliefert, die die Marktteilnehmer als Hinweis auf Spielraum für Zinssenkungen im Dezember interpretieren. Das hat die Wahrscheinlichkeiten für einen Ratecut in die Höhe getrieben und die Risikoaktiva gestützt. Zugleich sorgen Anzeichen eines sich abschwächenden Arbeitsmarktes — höhere WARN-Meldungen und Entlassungsankündigungen — für zusätzlichen Diskussionsstoff. Kurzfristig richten sich die Blicke nun auf eine Reihe anstehenden US-Daten: Einzelhandelsumsätze (September), PPI und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe; diese Veröffentlichungen werden als Schlüsselsignale für die Fed-Entscheidung eingestuft. Sollte sich das Datenbild weiter eintrüben, erhöht das die Wahrscheinlichkeit von Notenbankschritten; sollten die Daten aber robust bleiben, droht eine Neubewertung der eingepreisten Zinssenkungen. Anleger sollten daher Volatilität in den Wochen bis zum Dezember-Meeting einplanen.

      Halbleiter & AI-Hardware: Tesla, Broadcom, Micron und die Exportdebatte

      Der Halbleitersektor zeigte sich uneinheitlich: Tesla sorgte mit Kommentaren zu Fortschritten bei eigenen AI-Chips (A15 kurz vor Abschluss, A16 in Entwicklung) für Aufmerksamkeit, was die Frage aufwirft, inwieweit Hyperscaler und Hersteller eigene Hardware anstelle von Nvidia-Lösungen forcieren könnten. Gleichzeitig verläuft die Marktreaktion auf Nvidia durchwachsen: Das Unternehmen bleibt hochprofitabel, sieht sich aber interner Konkurrenz und politischen Diskussionen über Chipexporte nach China gegenüber. Broadcom und Micron wurden als Kaufkandidaten genannt und zeigten Kaufinteresse, was den Sektor stützt. Marktteilnehmer heben hervor, dass die Infrastruktur- und Rechenzentrumsinvestitionen (AI-Compute) die Nachfrage nach Chips weiter anschieben — die Datenzentrumspipeline bleibt ein Wachstumstreiber. Für Investoren heißt das: Technologie- und Halbleiteraktien bleiben sensitiv gegenüber technologischen Pfadentscheidungen und geopolitischen Exportfragen.

      KURZNEWS

      • GOOGL – Alphabet: Gemini 3 löste eine Rally aus; Aktie erreichte ein neues Allzeithoch, Marktteilnehmer loben die Kombination aus Modellen, TPUs und Cloud.
      • NVDA – Nvidia: Gemischte Reaktionen nach jüngsten Zahlen; Diskussionen über mögliche Exportgenehmigungen für H200-Chips nach China belasten die Erholung.
      • NVO – Novo Nordisk: Aktien fielen deutlich nach dem Fehlschlag einer Alzheimer-Studie mit einer Pillenversion von Ozempic; geplante Studienverlängerung wurde gestoppt.
      • LLY – Eli Lilly: Notiert freundlich; Lilly profitiert weiter im Bereich Alzheimer/GLP-1 und wurde jüngst als erstes Healthcare-Unternehmen als Billion-Dollar-Unternehmen beschrieben.
      • BAYERN – Bayer: Sprung nach vorn nach positiven Studiendaten zu Assundexian zur Schlaganfallprävention; Aktie war Tagesgewinner in Deutschland.
      • TSLA – Tesla: Elon Musk meldete Fortschritte bei firmeneigenen AI-Chips (A15 fast fertig, A16 in Arbeit), was die Aktie stützte.
      • AMZN – Amazon: Plant umfangreiche Investitionen in KI- und Hochleistungs-Computing für US-Behörden und kündigte dafür große Ausbaupläne an.
      • AAPL – Apple: Analystenkommentare und Produktpläne (iPhone-Saison, iOS-27/AI-Integration) unterstützen die positive Grundstimmung.
      • BABA – Alibaba: Aktie stieg nach Angaben zu App-Downloads; das Unternehmen steht vor der morgigen Ergebnismitteilung.
      • BIDU – Baidu: Wurde in Analystendiskussionen positiv erwähnt; China-Tech-Stories bleiben Marktimpulsgeber in Asien.
      • ORCL – Oracle: Kreditmärkte prüfen die Schuldenlast; CDS-Preise zogen an, Anleger hinterfragen Finanzierungspläne für KI-Investitionen.
      • AGIL – Agilent Technologies: Bericht wird nach Börsenschluss veröffentlicht (laut Pool-Infos).

      KALENDER Firmen & Unternehmen

      IM BLICKPUNKT

      – Alphabet (GOOGL): Gemini 3 treibt neue Erwartungshaltung — BNP Paribas hatte zudem ein Outperform und Ziel genannt. – Eli Lilly (LLY): Bernstein hob das Kursziel in den Berichten hervor (1.300 USD Kursziel genannt). – Merck: Wells Fargo positioniert Merck mit Overweight / Kursziel in den Kommentaren. – Synopsys: Citigroup/City-Analysen sehen das Unternehmen als strukturellen Gewinner im AI-Kontext (Kaufempfehlung / Ziel genannt). – Regeneron: HSBC nannte Kaufen mit Kursziel in Analystenberichten. – Morgan Stanley: Wolfe Research hat die Aktie hochgestuft (Street-High-Kursziel genannt). – Fed-Stimmen: Williams und Waller signalisierten Spielraum für Zinssenkungen; Markt preist erhöhte Wahrscheinlichkeit für Dezember ein. – Kreditmärkte: Oracle-CDS und Fragen zur Finanzierung von KI-Ausgaben sorgen für erhöhte Aufmerksamkeit im Kreditbereich.