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TSMC Quartalszahlen: Kurs +5% auf diese Punkte kommt es jetzt an!

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company mit Rekordprofitabilitaet durch KI-Boom und massiv steigenden US-Investitionen legt erneut starke TSMC Quartalszahlen vor. Rekordmargen, boomende KI-Nachfrage und massive US-Investitionen treiben Umsatz und Gewinn auf neue Hoechststaende.

TSMC Quartalszahlen im Fokus: moderne TSMC-Chipfabrik bei Abendlicht
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TSM TSM
$343,80 +5.10%
Stand: 10:29 MEZ

Wie stark sind die aktuellen TSMC Quartalszahlen?

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company mit Rekordprofitabilitaet durch KI-Boom und massiv steigenden US-Investitionen hat im jüngsten Quartal rund 33 Milliarden Dollar Umsatz erzielt. Damit legten die Erlöse um etwas mehr als 20 % zu und übertrafen die bereits hohen Markterwartungen. Der Nettogewinn stieg um 35 % und markiert das achte Quartal in Folge mit steigenden Gewinnen. Die Nettomarge lag dabei knapp unter 50 % – Werte, die ansonsten eher mit Schwergewichten wie Nvidia in Verbindung gebracht werden.

Besonders im Fokus der Anleger steht die Bruttomarge, die mit rund 61 % den höchsten Stand seit drei Jahren erreichte. Die TSMC Quartalszahlen zeigen damit eindrucksvoll, wie stark die Kombination aus hoher Kapazitätsauslastung und Nachfrage nach Hochleistungschips die Profitabilität treibt. Der Markt reagierte entsprechend positiv: Die Aktie von TSM (TSM) notiert aktuell bei 343,80 Dollar nach 331,21 Dollar am Vortag, trotz eines leichten Tagesverlusts von 1,24 % nach der jüngsten Rally.

Wesentlicher Kurstreiber bleibt der KI-Boom. Zu den wichtigsten Kunden zählen weiterhin Nvidia, AMD und andere Anbieter von Hochleistungshalbleitern, deren Optimismus für neue Chip-Generationen – etwa im Server- und Rechenzentrumsbereich – direkt auf die Auftragslage von Taiwan Semiconductor durchschlägt.

Was sagen die TSMC Quartalszahlen zum KI-Superzyklus?

Die TSMC Quartalszahlen untermauern die zentrale Rolle des Unternehmens in der globalen KI-Wertschöpfungskette. Moderne KI-Modelle – ob Training oder Inferenz – laufen überwiegend auf GPUs eines einzigen dominanten Anbieters, dessen High-End-Chips zum Großteil bei Taiwan Semiconductor gefertigt werden. Hinzu kommen weitere KI-orientierte Prozessoren von AMD, Qualcomm und anderen, die ebenfalls bei dem Auftragsfertiger produziert werden.

Der nun ausgewiesene Rekordgewinn und die starken Margen zeigen, dass die Nachfrage nach fortschrittlichen Nodes – insbesondere 7-Nanometer und kleiner – anhaltend hoch ist. Bereits jetzt machen diese modernen Technologien einen Großteil des Wafervolumens aus, was die Preissetzungsmacht und Auslastung von Taiwan Semiconductor stärkt. Der deutliche Anstieg des Nettogewinns um 46 % für das Gesamtjahr 2025 und ein erwartetes Umsatzwachstum von knapp 30 % auf Dollarbasis lassen darauf schließen, dass der Konzern von einem dauerhaften, nicht nur kurzfristigen KI-Superzyklus ausgeht.

Der Kapitalmarkt interpretiert die TSMC Quartalszahlen daher als ersten großen Belastungstest für die Nachhaltigkeit des KI-Trends im neuen Jahr – und dieser Test fällt klar positiv aus. Die Sorge, dass das Wachstum im KI-Sektor bald an Dynamik verlieren könnte, tritt angesichts der aktuellen Zahlen zunächst in den Hintergrund.

Wie hoch sind die US-Investitionen von Taiwan Semiconductor?

Neben der Profitabilität rücken die massiven US-Investitionen von Taiwan Semiconductor in den Vordergrund. In North Phoenix baut das Unternehmen seine Präsenz erheblich aus: Aus ursprünglich geplanten 12 Milliarden Dollar sind inzwischen rund 65 Milliarden Dollar an zugesagten Investitionen geworden. Auf dem mehr als 1.100 Acres großen Gelände entsteht bereits eine Fabrik für 4-Nanometer-Chips; zwei weitere Fabs für 2-Nanometer-Generationen und darüber hinaus sind im Bau.

Langfristig könnten in den USA bis zu 20.000 Fachkräfte auf Techniker- und Ingenieurseite benötigt werden. Da der amerikanische Talentpool für fortgeschrittene Halbleiterfertigung begrenzt ist, hat Taiwan Semiconductor Programme zur Ausbildung aufgebaut und rund 600 Ingenieure zur Schulung nach Taiwan geschickt. Parallel werden Experten vom Hauptsitz für mehrjährige Einsätze in Arizona abgestellt. In Partnerschaft mit lokalen Institutionen wurde zudem das erste registrierte Ausbildungsprogramm für Halbleitertechniker in den USA geschaffen, um den strukturellen Fachkräftemangel zu adressieren.

Damit unterstreicht Taiwan Semiconductor, dass die USA als Absatzmarkt und Produktionsstandort strategisch entscheidend sind: Das US-Geschäft steht für 65 bis 75 % des Konzernumsatzes, womit jede Erweiterung der amerikanischen Kapazitäten unmittelbare Bedeutung für die künftige Wachstumsdynamik hat.

Wie entwickeln sich CapEx und Ausblick bei Taiwan Semiconductor?

Besonders aufmerksam verfolgt der Markt die Investitionsplanung. Für das laufende Jahr werden rund 46 Milliarden Dollar an Investitionsausgaben (CapEx) erwartet. Noch eindrucksvoller ist jedoch der Blick nach vorne: Taiwan Semiconductor stellt für 2026 CapEx von zunächst bis zu 48 Milliarden Dollar in Aussicht, inzwischen konkretisiert auf 52 bis 56 Milliarden Dollar. Diese deutlich höheren Pläne signalisieren großes Vertrauen in die Langlebigkeit des KI-Booms und die Auslastung der kommenden Fertigungsgenerationen.

Zudem stehen politische Gespräche im Raum, wonach Taiwan Semiconductor im Gegenzug für niedrigere US-Zölle auf taiwanesische Waren – von 20 % auf 15 % – zusätzliche Kapazitäten in Arizona zusagen könnte. Diskutiert werden bis zu vier weitere Fabriken, zusätzlich zu den bereits geplanten Fabs. Jede dieser Anlagen würde Investitionen von rund 20 Milliarden Dollar erfordern und die ohnehin schon ambitionierten CapEx-Pläne weiter nach oben treiben.

In Summe zeigen die TSMC Quartalszahlen und der Investitionsausblick, dass das Unternehmen sich als Rückgrat der globalen KI-Infrastruktur versteht – mit einem extrem kapazitätsintensiven, aber hoch profitablen Ausbaukurs.

Fazit

Die TSMC Quartalszahlen liefern ein klares Signal an den Markt. Rekordumsatz, ein Gewinnplus von 35 %, Margen auf Nvidia-Niveau und ein aggressiver Investitionsplan von bis zu 56 Milliarden Dollar in 2026 unterstreichen die Ausnahmestellung von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company mit Rekordprofitabilitaet durch KI-Boom und massiv steigenden US-Investitionen. Getragen vom anhaltenden KI-Boom und flankiert von massiven US-Investitionen in North Phoenix verschafft sich der Konzern strategische Tiefe in einem eng verzahnten, aber verwundbaren globalen Chip-Ökosystem. Für Anleger bedeuten die aktuellen TSMC Quartalszahlen: Der KI-Superzyklus ist intakt, Taiwan Semiconductor bleibt einer der zentralen Profiteure – und steigende CapEx sind weniger ein Warnsignal als ein Bekenntnis zu weiterem Wachstum.

Bank of America Quartalszahlen 2025/2026: Starke Zahlen, schwache Aktie

Die Bank of America Corporation hat ihre aktuellen Ergebnisse vorgelegt und damit die Erwartungen vieler Analysten übertroffen. Im Fokus stehen die Bank of America Quartalszahlen 2025/2026, die starke Nettozinseinnahmen, Rekordergebnisse im Handel und zugleich einen deutlichen Kursrückgang der Aktie vereinen.

Bank of America Hochhaus in der Abenddämmerung im Finanzviertel
Erwähnte Aktien
BAC Bank of America
$52,35 -4.02%
Stand: 21:23 MEZ

Wie fielen die Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 aus?

Die Bank of America Corporation legte für das vierte Quartal 2025 robuste Ergebnisse vor und übertraf in mehreren Kernbereichen die Erwartungen. Das zentrale Highlight der Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 ist das Rekordniveau der Nettozinseinnahmen: Diese stiegen auf 15,75 Mrd. US‑Dollar und lagen damit klar über den Schätzungen von 15,48 Mrd. US‑Dollar. Die Bank gilt als die zinssensitivste der großen US-Geldhäuser und erwartet für 2026 ein Wachstum der Nettozinseinnahmen von 5 bis 7 %.

Auch auf der Ertragsseite konnte die Bank von den Marktaktivitäten profitieren. Die Erträge im Investmentbanking beliefen sich auf 1,67 Mrd. US‑Dollar, ebenfalls über den Prognosen. Das Handelsgeschäft war ein weiterer Treiber: Die Handelserträge summierten sich auf 4,5 Mrd. US‑Dollar und übertrafen die erwarteten 4,33 Mrd. US‑Dollar. Besonders stark war das Aktienhandelsgeschäft, das im vierten Quartal das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielte – die Erträge stiegen hier um 23 % auf etwas über 2 Mrd. US‑Dollar.

Beim Gewinn je Aktie wurden Erwartungen von rund 0,95 bis 0,96 US‑Dollar je Aktie angelegt, was einem Plus von etwa 17 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch beim Umsatz mit einer Spanne von 27,3 bis 27,7 Mrd. US‑Dollar lag die Bank über den Marktschätzungen. Das Kreditwachstum präsentierte sich mit rund 8 % ebenfalls solide.

Warum fällt die Bank of America Aktie trotz Gewinnsprung?

Obwohl die Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 in nahezu allen wichtigen Kennziffern überzeugten, reagierte der Markt negativ. Die Aktie der Bank of America (BAC) fiel im US-Handel um rund 4 bis 5 % und notiert aktuell bei 52,35 US‑Dollar, nach 54,54 US‑Dollar am Vortag. Analysten verweisen auf mehrere Belastungsfaktoren, die die guten Zahlen überlagern.

Zum einen steht die gesamte US-Bankenbranche nach einer sehr starken Kursrally der vergangenen zwölf Monate unter Konsolidierungsdruck. Die großen Banken handeln im Schnitt beim 1,6‑fachen Buchwert – dem höchsten Kurs‑Buchwert-Verhältnis seit der Zeit vor der Finanzkrise. Die Messlatte für positive Überraschungen liegt damit extrem hoch. Die Bank of America wird nach den Ergebnissen sogar als einer der schwächeren Performer im Sektor gesehen, was die starke Gewinnmitnahme nach den Zahlen mit erklärt.

Zum anderen rücken die Kosten und der Ausblick stärker in den Fokus. Das Management stellte für das erste Quartal einen Anstieg der Kosten um etwa 4 % in Aussicht, was viele Anleger kalt erwischt hat. Zudem signalisiert der Ausblick, dass die Nettozinseinnahmen im Gesamtjahr 2026 zwar wachsen, aber etwas langsamer, als zuvor intern erwartet. Dieser “Schönheitsfehler” im Ausblick bremst die Kursfantasie, obwohl das aktuelle Quartal klar über den Erwartungen liegt.

Welche Risiken belasten die Bank of America Aktie zusätzlich?

Über die Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 hinaus dominieren politische und regulatorische Risiken die Diskussion. Ein zentrales Thema ist der von Präsident Trump ins Spiel gebrachte Zinsdeckel von 10 % für Kreditkarten. Banken wie Bank of America, Wells Fargo und Citigroup warnen, dass eine solche Begrenzung die Verfügbarkeit von Kredit deutlich einschränken könnte. Gerade für zinssensitive Institute wie die Bank of America wäre ein Deckel auf Kreditkarten-Zinsen ein potenziell spürbarer Ergebnistreiber nach unten.

Das Management der Bank of America Corporation agiert hier auffallend vorsichtig: Offiziell betont man die Unterstützung für das Ziel höherer Erschwinglichkeit, lehnt aber eine inhaltliche Stellungnahme zum konkreten Zinsdeckel-Vorschlag ab und verweist darauf, dass die Debatte öffentlich gut bekannt sei. Diese Zurückhaltung konnte Anleger bislang nicht beruhigen – die Unsicherheit über künftige Regulierung bleibt ein zentraler Belastungsfaktor für die Aktie.

Gleichzeitig bleibt der US-Konsument bislang überraschend robust. Interne Daten der Bank zeigen, dass im vierten Quartal etwa 1,5 % der Kreditkartenkredite mehr als 90 Tage überfällig waren – leicht höher als 1,4 % im dritten Quartal, aber nahe dem Niveau von 1,6 % im Vorjahresquartal. Trotz Zins- und Konjunktursorgen geben die Amerikaner weiter Geld aus und nutzen ihre Kreditkarten intensiv, was die Ertragslage im Konsumentengeschäft stützt.

Wie blickt die Bank of America auf die US-Wirtschaft 2026?

Trotz der Kursverluste nach den Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 bleibt das Management klar optimistisch. CEO Brian Moynihan betont, dass Konsumenten und Unternehmen in den USA weiterhin resilient seien. Die Bank rechnet mit anhaltendem Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten und zeigt sich explizit bullisch für 2026. Dies spiegelt sich auch in der Erwartung wider, dass die Nettozinseinnahmen im kommenden Jahr um 5 bis 7 % zulegen können – getragen von der Repricing-Dynamik auf der Aktivseite der Bilanz, wenn Altbestände in eine höhere Zinswelt hinein neu bepreist werden.

Die Bank sieht zudem eine gesunde M&A‑Pipeline für das kommende Jahr und geht davon aus, dass die zuletzt schwache Emissionstätigkeit im Aktienbereich – die unter anderem durch Regierungsstillstände und ausbleibende IPOs belastet war – wieder anziehen dürfte. Ein weiterer Rückenwindfaktor könnte in einer entspannteren Zinslandschaft liegen, sollte die US-Notenbank mittelfristig einen etwas dovisheren Kurs einschlagen.

Dem gegenüber stehen aber die erhöhten Erwartungen des Marktes, eine starke Vorjahresperformance der Aktie und die offenen Fragen zu Regulierung und Kosten. Diese Gemengelage führt dazu, dass die aktuellen Rekord- und Bestwerte der Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 an der Börse nicht honoriert werden.

„Konsumenten und Unternehmen erweisen sich als widerstandsfähig – wir bleiben für die US-Wirtschaft 2026 bullisch.“
— Brian Moynihan, CEO Bank of America
Fazit

Trotz eines klaren Ergebnisschubs, Rekord-Nettozinseinnahmen, starkem Aktienhandel und einem optimistischen Management-Ausblick fallen die Reaktionen auf die Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 ernüchternd aus. Die Aktie wird nach einer vorherigen Rally von Gewinnmitnahmen, höher als erwarteten Kosten, einem etwas verhalteneren NII-Wachstumsausblick und politischen Risiken rund um mögliche Zinsdeckel belastet. Für langfristige Anleger könnte die Korrektur dennoch interessant sein: Fundamentale Kennzahlen und der positive Blick auf die US-Wirtschaft 2026 sprechen dafür, dass die Bank of America Corporation operativ gut aufgestellt ist – vorausgesetzt, die Regulierung bleibt beherrschbar und die Kostenentwicklung gerät nicht außer Kontrolle.