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TSMC vs. Intel: Juristischer Schock – Meituan & Alibaba im Fokus

KURZ & KNAPP

Der juristische Schlagabtausch zwischen TSMC und Intel eskaliert, nachdem taiwanesische Ermittler Wohnungen eines Ex-Managers wegen mutmaßlicher Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen durchsucht haben. Die Affäre könnte die Risikoprämien entlang der globalen Halbleiter- und Chipfertigungskette deutlich verändern. Investoren fragen sich, welche Reputations- und Compliance-Folgen nun auf die Branche zukommen. Parallel rückt Meituan mit einem erwarteten ersten Betriebsverlust seit Jahren in den Mittelpunkt der Tech-Anleger.

In China sorgt Alibaba mit den neuen Quark S1 Smart Glasses für Schlagzeilen und testet damit die Skalierung seines AI-Ökosystems in der Hardware-Welt. Der hongkonger Markt steht zugleich unter dem Eindruck der verheerenden Hochhausbrände, die auch das Standortimage belasten. In den USA verunsichern technische Probleme bei der CME Anleger und erinnern an operative Risiken der Marktinfrastruktur. Daneben bleiben Konsum- und Dividendenwerte wie McDonald’s und Philip Morris International als relative Stabilitätsanker im Blick.

Makroseitig richten sich die Augen der Märkte auf die heutigen BIP-Daten aus Indien, die als wichtiger Indikator für die regionale Wachstumsdynamik gelten. In Japan signalisiert die etwas höhere Tokio-Inflation möglichen Anpassungsdruck auf die Geldpolitik der BoJ. Zugleich deuten jüngere Kommentare darauf hin, dass die EZB offener für künftige Zinssenkungen sein könnte, was globale Zins- und Aktienmärkte gleichermaßen beeinflusst.

RÜCKSPIEGEL US-Nachbörse

US NACHBOERSE

Die US-Nachbörse zeigte eine gespannte Stimmung: Index-Futures liefen nach den regulären Handelszeiten eher verhalten, Anleger bleiben sensibel gegenüber technischen Risiken und juristischen Entwicklungen. Ein jüngster technischer Ausfall an der CME sorgte zusätzlich für Unsicherheit bei Marktteilnehmern und war Thema in den Trading-Desks. Gleichzeitig geben langfristige Einschätzungen globaler Strategen Anlass zu Zuversicht für Aktien über den kurzfristigen Lärm hinaus.

Intel: Taiwanesische Staatsanwälte durchsuchten Häuser eines ehemaligen TSMC-Managers im Zuge des Verdachts, Geschäftsgeheimnisse an Intel weitergegeben zu haben. Die Ermittlungen markieren eine Eskalation in einem hochkarätigen Rechtsstreit und belasten die Wahrnehmung der Supply-Chain-Sicherheit.
McDonald’s: Der Fast-Food-Riese plant weiteres Wachstum und hatte früher großvolumige Expansionspläne mit Tausenden neuer Restaurants erwähnt, was Anlegern eine stabile, wachstumsorientierte Perspektive gibt.
Philip Morris International: Das Tabakunternehmen profitierte zuletzt von der Zulassung eines oralen Nikotinprodukts durch die US-Behörde, ein Faktor, der erklärt, warum der Titel 2024 zu den stärkeren Performern gehörte.
CME: Der Ausfall an der Chicago Mercantile Exchange aufgrund eines Rechenzentrum-Kühlungsproblems wird als Erinnerung an operative Risiken angesehen und beschäftigt Marktinfrastruktur-Teams.

ASIEN UEBERNACHT

Die asiatischen Leitindizes verzeichneten eine gemischte Entwicklung: Der Nikkei wurde von stärkeren Frühindikatoren aus Tokio gestützt, während der Hang Seng deutlich belastet wirkte durch die humanitäre Katastrophe in Hongkong und Unsicherheit um Technologie-Aktien. Der Shanghai Composite zeigte sich zurückhaltend, da Anleger Alter­nativthemen wie Infrastrukturinvestitionen und Chinas Außenengagement abwogen.

Meituan: Der chinesische Dienstleistungsriese steht vor seinen Gewinnzahlen und wird voraussichtlich den ersten Betriebsverlust seit rund drei Jahren melden, was die Tech-Schwäche in Hongkong und den Wettbewerbsdruck durch Alibaba und JD.com widerspiegelt.
Alibaba: Der Konzern hat mit den Quark S1 Smart Glasses einen seltenen Hardware-Vorstoß unternommen und treibt damit sein AI-Ökosystem voran; das Produkt verknüpft QN-AI-Modelle mit kontextbezogenen Informationen und signalisiert Alibaba’s Ambitionen jenseits reiner Plattformdienste.
TSMC: Die juristischen Ermittlungen in Taiwan im Zusammenhang mit angeblichen Weitergaben von Geschäftsgeheimnissen an Intel haben Auswirkungen auf das Vertrauen in Chip-Fertigungsexpertise und könnten die Bewertungen regionaler Halbleiterwerte belasten.
Hongkong: Die Behörden führen umfangreiche Such- und Rettungsaktionen nach verheerenden Hochhausbränden durch; das Ereignis hat sowohl gesamtwirtschaftliche als auch gesellschaftliche Folgen für die Finanzmetropole.

Makro/Geopolitik: In Asien standen zudem Teildaten und geopolitische Themen im Fokus: Tokio meldete robustere Frühindikatoren für die Inflation, und Indien veröffentlichte heute seine BIP-Zahlen, die als wichtiger Indikator für das regionale Wachstum gelten.

MAKRO GELDPOLITIK

Auf der Makroebene rücken mehrere Punkte ins Blickfeld: Indien veröffentlicht heute BIP-Daten für das zweite Quartal, die als richtungsweisend für die regionale Wachstumsdynamik gelten. Aus Tokio kamen stärkere Frühindikatoren zur Inflation, die als Vorläufer für nationale Preisentwicklung dienen. Parallel dazu deuteten jüngere Aussagen internationaler Beobachter an, dass die Europäische Zentralbank offener für Zinssenkungen sein könnte, was die globale Zinsdiskussion weiter beeinflusst.

HAUPTSTORYS

Juristischer Schlagabtausch zwischen TSMC und Intel eskaliert – Ermittlungen nach Durchsuchungen in Taiwan

Die Auseinandersetzung zwischen Taiwans Halbleitergiganten und einem US-Konzern hat eine neue Eskalationsstufe erreicht: Taiwanesische Staatsanwälte durchsuchten die Wohnungen eines ehemaligen TSMC-Managers, dem vorgeworfen wird, Geschäftsgeheimnisse an Intel weitergegeben zu haben. Die Razzien signalisieren eine Verschärfung der strafrechtlichen Ermittlungen und rücken Fragen zum Schutz sensibler Fertigungs-Know-hows und zur rechtlichen Verantwortung von Arbeitnehmern in den Mittelpunkt. Beobachter sehen in dem Schritt nicht nur ein juristisches, sondern auch ein strategisches Signal, da der Schutz der Chipfertigungskapazitäten für die globale Tech-Industrie zentral ist. Die Angelegenheit wurde im Tagesverlauf medial breit thematisiert und dürfte in den kommenden Tagen weiter verfolgt werden.

Für Anleger ist das Thema bedeutend, weil es die Risikoprämien für Firmen in der Halbleiterwertschöpfungskette verändern kann: Neben möglichen Schadenersatzforderungen drohen Reputationskosten und Unsicherheiten bei Technologie-Transfers. Kurzfristig könnte die Meldung die Volatilität von Regionalwerten und Zulieferern erhöhen; langfristig stellt sich die Frage, wie Unternehmen ihre Compliance- und Insourcing-Strategien anpassen. Firmen, die stark auf proprietäre Fertigungstechniken setzen, dürften ihre Schutzmaßnahmen verschärfen, während politische Akteure das Thema als Argument für strengere Export- und Mitarbeiterschutzregeln nutzen können. Anleger müssen daher sowohl juristische als auch operationelle Risiken in ihre Bewertung einbeziehen, bis die Ermittlungen und mögliche Folgemaßnahmen klarer werden.

Meituan vor Gewinnzahlen: Erster Betriebsverlust seit Jahren erwartet

Der chinesische Online-Dienstleister Meituan wird voraussichtlich den ersten Betriebsverlust seit etwa drei Jahren ausweisen, wie mehrere Einschätzungen und Konsensrevisionen nahelegen. Die Belastung resultiert maßgeblich aus intensivem Wettbewerb mit Alibaba und JD.com, höheren Investitionen in Wachstum sowie Margendruck in Kerngeschäften. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass der Aktienkurs von Meituan bereits in diesem Jahr eine der schwächeren Entwicklungen im Hongkonger Technologiesektor zeigte, sodass die Ergebnisse von vielen als Bestandsaufnahme der Konsumenten- und Wettbewerbsdynamik gesehen werden.

Analysten und Investoren bereiten sich auf eine Phase erhöhter Volatilität vor, da die Zahlen als Indikator für die Gesundheit des chinesischen Verbrauchersektors gelten. Sollte Meituan trotz Verlusten positive Hinweise zum Kundenverhalten oder Kostendisziplin liefern, könnte dies kurzfristig stabilisierend wirken. Umgekehrt würden klare Margenverschlechterungen und keine sichtbare Erholung beim Umsatzwachstum den Druck auf den Titel erhöhen. Für Anleger ist vor allem relevant, ob das Management konkrete Maßnahmen zur Profitabilitätswende vorlegt und wie nachhaltig diese erscheinen. Die Veröffentlichung der Zahlen ist damit ein zentraler Gradmesser für Vertrauen in Chinas digitale Konsumwirtschaft.

Alibaba setzt auf Hardware: Smart Glasses als Testfeld für AI-Ökosystem

Alibaba hat mit den Quark S1 Smart Glasses einen seltenen Vorstoß in die Hardware-Wertschöpfung unternommen und damit seine AI-Strategie sichtbar erweitert. Das Produkt integriert die QN-AI-Modelle von Alibaba und liefert kontextbezogene Informationen direkt in das Sichtfeld der Nutzer; damit setzt Alibaba auf eine Kombination aus Plattform-Know-how und neuer Gerätetechnik. Der Schritt markiert eine Diversifikation weg vom reinen Plattformgeschäft hin zu Endkunden-Hardware, was langfristig neue Monetarisierungswege eröffnen könnte.

Marktteilnehmer sehen in dem Vorstoß sowohl Chancen als auch Risiken: Hardware-Engagement erfordert andere Margenstrukturen und Logistikfähigkeiten als Cloud- oder Plattformdienste. Gleichzeitig dürfte die Brille als Testfeld für AI-gestützte Dienste und Datenerfassung dienen, was datenschutz- und regulierungspolitische Debatten anheizen könnte. Für Anleger ist wichtig, wie schnell Alibaba die Integration von Services skaliert und ob das Gerät Akzeptanz bei Kernkunden findet. Insgesamt ist der Schritt ein Indiz dafür, dass große Tech-Konzerne ihre Wertschöpfungsketten erweitern, um AI-basierte Ökosysteme stärker zu kontrollieren.

Hongkong trauert nach verheerenden Hochhausbränden

Hongkong steht nach mehreren verheerenden Hochhausbränden unter Schock: Mindestens 94 Menschen kamen ums Leben, Dutzende weitere befinden sich im Krankenhaus und Hunderte werden noch vermisst oder gelten als verletzt. Die Feuerwehrleute erklärten, sie seien kurz davor, ihre Suchaktionen in den sieben ausgebrannten Gebäuden abzuschließen, während Ermittlungen zur Brandursache anlaufen.

Die Tragödie hat weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftliche Konsequenzen: Neben dem menschlichen Leid könnten Fragen nach Sicherheitsstandards, Gebäudemanagement und behördlichem Krisenmanagement aufgeworfen werden. Regina Ip aus dem Legislativrat warnte davor, vorschnell über Regierungsbeamte oder Unternehmen zu urteilen, mahnte aber zugleich eine sorgfältige Untersuchung an. Für den Finanzplatz Hongkong ist das Ereignis auch ein Belastungsfaktor, da Vertrauen, Tourismus und das Standortimage betroffen sein können.

Tokio-Inflation als Frühindikator: Zeichen robuster Preisentwicklung

Die Frühindikatoren zur Inflation aus Tokio fielen etwas stärker aus als erwartet und lagen laut vorliegenden Aussagen bei etwa 2,8%, was Analysten als Hinweis auf die Richtung der nationalen Inflation werten. Solche regionalen Daten werden häufig als Vorläufer für die gesamtstaatliche Preisentwicklung angesehen und könnten Einfluss auf geldpolitische Diskussionen in Japan haben. Marktteilnehmer beobachten, ob sich die moderat erhöhte Inflation in breiter angelegten Preisdaten fortsetzt.

Für Anleger ist dies relevant, weil anhaltender Preisdruck Erwartungen an die Geldpolitik verändert und so Festzins- wie Aktienmärkte beeinflussen kann. Insbesondere Sektoren mit sensitivem Zins- oder Kostenprofil würden auf eine härtere oder lockere geldpolitische Ausrichtung reagieren. Insgesamt liefert die Tokio-Rate einen datenbasierten Grund, die Entwicklung der japanischen Wirtschaft in den kommenden Monaten genauer zu verfolgen.

KURZNEWS

  • McDonald’s – Der Fast-Food-Konzern plant eine anhaltende Expansion und hatte bereits großvolumige Store-Eröffnungen angekündigt; Wachstum bleibt ein Kernargument für Anleger.
  • Alibaba – Präsentierte die Quark S1 Smart Glasses als seltenes Hardware-Projekt, das AI-Modelle direkt in Endgeräte bringt und Alibabas Ökosystem erweitert.
  • Intel – Im Zentrum juristischer Ermittlungen: Taiwanesische Beamte durchsuchten Häuser eines ehemaligen TSMC-Managers wegen des Verdachts auf Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen an Intel.
  • TSMC – Der taiwanesische Auftragsfertiger ist indirekt in die Untersuchungen involviert; die Ermittlungen könnten Vertrauen und Bewertungen in der regionalen Halbleiterbranche belasten.
  • Meituan – Erwartet wird der erste Betriebsverlust seit rund drei Jahren, was den Druck durch Wettbewerb und Investitionen in Wachstum verdeutlicht.
  • Apple – Diskussionen um Karten- und Ankunftserlebnisse sowie Datenschutz zeigen die fortdauernde Herausforderung bei datengetriebenen Diensten.
  • Alphabet – Verbesserungen bei Karten-Updates und Nutzerbeiträgen werden als Teil langfristiger Produktoptimierungen kommuniziert.
  • Philip Morris International – Profitierte von der Zulassung eines oralen Nikotinprodukts durch US-Behörden, ein Faktor für die starke Kursentwicklung 2024.
  • Foxconn – Wird in AI-Lieferketten genannt, unterstreicht die Bedeutung asiatischer Fertiger für globale AI-Dienste.
  • CME – Technische Probleme in einem Rechenzentrum führten zu einem Ausfall an der Börse, der operative Risiken der Marktinfrastruktur ins Rampenlicht rückte.
  • Bloomingdale’s – Einzelhandelsketten zeigen sich vorsichtig optimistisch für die Feiertagssaison, trotz Inflations- und Kostendrucks.
  • Oracle – Wird im Kontext von AI-Partnerschaften und Lieferkettenreferenzen erwähnt.
  • Hongkong (Stadt) – Nach verheerenden Hochhausbränden steigt die Zahl der Todesopfer; die Suche und Untersuchungen laufen.
  • Japan (Stadt Tokio) – Frühindikatoren zur Inflation stiegen auf etwa 2,8% und dienen als Hinweis für die nationale Preisentwicklung.
  • Indien (Wirtschaft) – Die Veröffentlichung der BIP-Zahlen für das zweite Quartal steht im Fokus regionaler Wachstumsbetrachtungen.

KALENDER Firmen & Unternehmen

Quartalszahlen

DatumEventDetails
nicht spezifiziertMeituan Gewinnzahlen MeituanErwartete Berichterstattung zu Quartalszahlen; Konsens und Details variieren, einige Schätzungen sehen einen Betriebsverlust

Makrodaten

DatumEventDetails
heute (Datum nicht weiter spezifiziert)Indien BIP (Q2)Wachstumsindikator für Indien
früher heute (Zeit nicht spezifiziert)Japan Tokio Frühindikatoren / InflationFrühindikator für nationale Inflation in Japan

IM BLICKPUNKT

  • Keine neuen Analysten-Auf- oder Abstufungen oder veröffentlichte Kurszieländerungen in den vorliegenden Aussagen.

26.11.2025 — KI‑Chipkrieg, RBNZ‑Senkung, Alibaba,Meitua, BestBuy u.v.m

KURZ & KNAPP

Das wichtigste Thema zum Start: Der KI‑Chipwettlauf sorgt für spürbare Verschiebungen an den Märkten. Nvidia geriet nach Berichten über vermehrte Nutzung von Googles/ Broadcom‑Chips durch große Hyperscaler unter Druck, während Käufer wie Meta davon profitieren könnten. In Asien dominieren die RBNZ‑Entscheidung (‑25 bp auf 2,25%) und die anhaltende China‑Tech‑Debatte (Alibaba/Meituan) die Schlagzeilen. Makro: Die Märkte preisen eine wahrscheinliche Fed‑Senkung im Dezember ein; zugleich läuft eine politische Debatte um die Besetzung des Fed‑Chefpostens. Wichtige Unternehmensdaten heute: vorbörslich berichten u. a. John Deere, Li Auto, CollPlant, Haidilao und Changjiu Logistics.

RÜCKSPIEGEL US-Nachbörse

US-Nachbörse

Kurze Einleitung: An der US‑Nachbörse dominierten erneut Themen rund um Tech‑Chips und Einzelhandels‑Earnings das Bild.

Wichtigste Ereignisse: Nvidia wurde nach Berichten belastet, dass Alphabet eigene TPUs (bei Broadcom gefertigt) stärker einsetzen will und Meta Interesse an diesen Chips zeigt; die Nvidia‑Aktie fiel im Zuge der Nachrichten deutlich (intraday Bewegungen in mehreren Sessions). Gleichzeitig legten einzelne Retailer beeindruckende Zahlen vor: Urban Outfitters, Abercrombie & Fitch und Kohl’s schossen nach starken Quartalsberichten deutlich höher, Best Buy überraschte mit einem Gewinn‑ und Umsatzbeat und angehobener Jahresprognose. Dell meldete ein leichtes EPS‑Beat und hob den Ausblick an; HP dagegen enttäuschte beim Ausblick und warnte vor Stellenstreichungen durch KI‑Einsatz.

Marktreaktion: Anleger favorisierten heute zyklische und konsumnahe Titel; die großen US‑Indizes schlossen am Vortag mit Zugewinnen (Dow +1,4%, S&P +0,9%, Nasdaq +0,7%, Russell 2000 +2,2%). Die Kombination aus stärkeren Einzelhandelsreports und Tech‑Volatilität prägte das Sentiment in die Abendstunden.

Asien-Übernacht

Kurze Einleitung: In Asien stand die RBNZ‑Entscheidung im Zentrum; daneben prägten China‑Tech‑Zahlen und geopolitische Währungsbewegungen das Bild.

Wichtigste Ereignisse: Die Reserve Bank of New Zealand senkte den Benchmark‑Zinssatz um 25 Basispunkte auf 2,25%; Gouverneur Christian Hawksby gibt seine letzte Pressekonferenz in Auckland, die Tür zu weiterer Lockerung bleibt offen. Der Kiwi legte daraufhin zu. In China verzeichnete Alibaba Wachstumszahlen im Cloud‑Bereich, sein E‑Commerce‑Segment litt jedoch unter Margen‑Schwierigkeiten durch aggressive Subventionen; Meituan und andere Quick‑Commerce‑Player bleiben ein Fokus, da Rabattschlachten die Rentabilität drücken. Zudem setzte sich die Treasury‑/Dollar‑Bewegung fort: der Dollar schwächte sich, was die Risikoanlagebereitschaft in Asien unterstützte.

Marktreaktion: Zinssenkungen in Neuseeland und Zeichen nachlassender US‑Stärke unterstützen regionale Risikopositionen; Anleger bleiben jedoch sensibel gegenüber China‑Gewinntrends und dem Profitabilitätsausblick der On‑demand‑Plattformen.

Makro & Geld-/Schuldenpolitik

Kurz: Die Marktpreise signalisierten erneut eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Fed‑Senkung im Dezember; parallel läuft eine intensive Debatte um Fed‑Kommunikation und mögliche Personalentscheidungen.

Details: Die Fed‑Kommunikation bleibt ein zentraler Volatilitätstreiber; Forschung und Marktreaktionen zeigen, dass nicht nur Powell, sondern auch andere Fed‑Redner Märkte bewegen. Für das Dezember‑FOMC preisen Marktinstrumente eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für einen 25‑Basispunkte‑Cut ein; parallel berichten Medien, dass Kevin Hassett als Frontrunner für den Posten des Fed‑Chair gilt, was zusätzliche politische Diskussionen anheizt. In Japan wird angesichts des schwachen Yen und der Lohnrunde über die Möglichkeit einer BOJ‑Entscheidung im Dezember diskutiert.

HAUPTSTORYS

KI‑Chipwettlauf provoziert Neujustierung bei Nvidia & Hyperscalern

Die Marktrotation innerhalb der Big‑Tech‑Familie bekam zuletzt einen neuen Treiber: Berichte, dass Alphabet seine eigenen TPUs — gefertigt von Broadcom‑Partnern — stärker einsetzen will, haben die Nachfrageerwartungen für Nvidias GPUs unter Druck gesetzt. Parallel kursierten Meldungen, dass Meta mit Alphabet über den Bezug solcher Chips verhandelt haben soll; diese Nachrichten lösten Spurenverkäufe bei Nvidia aus und kurbelten Käufe bei potentiellen Nutznießern an. Nvidia hatte zuletzt ein starkes Quartal geliefert, dennoch reagierte die Aktie empfindlich auf die Aussicht, dass ein wichtiger Kunde seine Abhängigkeit reduziert.

Die Berichterstattung führte zu einer klaren Neujustierung der Risikoallokation: Investoren hinterfragten kurzfristig die vollständige Dominanz von Nvidia im KI‑Hardware‑Stack und prüften Alternativen wie Broadcom und Hyperscaler‑Chips. Broadcom wird in Kommentaren als wichtiger Baustein der neuen Lieferketten genannt, und die Kombination aus internen Hyperscaler‑Chips und Lizenz‑/Kooperationsszenarien (inklusive Verflechtungen auf Vorstandsebene) wurde als realer Wettbewerbsfaktor bewertet. Marktkommentare betonten, dass solche Strukturverschiebungen die Bewertungen stark beeinflussen können, selbst wenn die Grundnachfrage nach KI‑Infrastruktur weiter hoch bleibt.

Für Anleger bedeutet das: Die KI‑Wertschöpfungskette wird neu durchleuchtet — von GPUs über TPUs bis zu Foundry‑ und Produktionspartnern wie TSMC und ASML. Einige große Investoren signalisierten bereits eine Umschichtung weg vom reinen Nvidia‑Bet auf ein breiteres Set von „Schaufel‑und‑Spaten“‑Werten oder auf Hyperscaler. Kurzfristig bleibt die Aktie volatil, langfristig bleibt die Frage, ob Nvidias technologische Führerschaft durch Skaleneffekte und Software‑Ökosystem ausreichend verteidigt werden kann.

Alibaba & Meituan: Quick‑Commerce kostet Profitabilität

Alibaba lieferte gemischte Signale: Das Cloud‑Geschäft wuchs kräftig, die E‑Commerce‑Topline blieb moderat positiv, doch das Ergebnis wurde durch hohe Subventionen und Händler‑Rabatte belastet. Konzernführung und Analysten diskutieren bereits, ob die gegenwärtigen Investitions‑ und Subventionsphasen das künftige Ergebnisniveau dauerhaft drücken werden.

Für Meituan und andere Quick‑Delivery‑Anbieter bedeutet die Konkurrenzsituation, dass die Margen deutlich unter Druck stehen; einige Marktkommentare sprechen von einer neuen Normalität mit deutlich niedrigeren Segmentmargen als vor einigen Jahren. Händler‑ und Verbrauchersubventionen haben in den Quartalen zuvor Wachstum erzeugt, gleichzeitig aber die EBITDA‑Profile deutlich verschlechtert. Anleger beurteilen nun, ob und wann Effizienzmaßnahmen und Fokus auf Nutzererfahrung die Rentabilität zurückbringen können.

Die Marktreaktion war entsprechend selektiv: Cloud‑Aufschwünge werden als strategischer Langfristvorteil für Alibaba gesehen, das E‑Commerce‑Kerngeschäft bleibt jedoch einer Transformation unterworfen. Für asiatische Tech‑Investoren ist klar geworden, dass Wachstum um den Preis tieferer kurzfristiger Margen teuer erkauft wird und dass die Profitabilitätswende entscheidend für Bewertungen sein wird.

RBNZ senkt — Kiwi steigt, Frage nach weiterem Lockerungsspielraum

Die Reserve Bank of New Zealand hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,25% gesenkt; Gouverneur Christian Hawksby erläuterte in seiner letzten Entscheidung, dass die Tür für weitere Lockerung offenbleibt, aber die Statement‑Formulierungen auch Elemente enthielten, die Marktteilnehmer als weniger dovish interpretierten. Hawksby hielt sein Briefing in Auckland — eine ungewöhnliche Ortswahl, weil das Wellington‑Gebäude wegen Asbestmaßnahmen temporär geschlossen worden war.

Der Kiwi-Dollar reagierte mit einer Stärkebewegung, was Marktkommentatoren als Signal dafür werteten, dass Anleger zumindest teilweise erwarten, dass die RBNZ ihren Lockerungszyklus nicht unbegrenzt fortsetzt. Ökonomen bleiben geteilter Meinung: Einige sehen Spielraum für einen weiteren 25‑Basispunkte‑Cut im kommenden Jahr, andere verweisen auf Anzeichen anziehender Aktivität, die eine Pause rechtfertigen könnten. Für Anleger in der Region bedeutet die Entscheidung: Volatilität bei NZD‑Kreuzen und erhöhte Aufmerksamkeit auf kommende Daten und die neue Führung der RBNZ.

Fed‑Kommunikation, Dezemberspeku­lationen und die politische Komponente

Märkte preisen weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Dezember ein; private und öffentliche Indikatoren haben zuletzt die Erwartung verstärkt, dass das FOMC im Dezember 25 Basispunkte reduzieren könnte. Gleichzeitig zeigen Studien und Marktbeobachtungen, dass die verstärkte Kommunikation einzelner Fed‑Vertreter die Volatilität erhöht, weil Marktteilnehmer jedes Wort auf Signalwirkung prüfen.

Hinzu kommt ein politischer Überhang: Medienberichte sehen Kevin Hassett als einen der Favoriten für den Posten des nächsten Fed‑Chair, was die Debatte über die Unabhängigkeit und Richtung der künftigen Geldpolitik zusätzlich befeuert. Kurzfristig drücken diese Konstellationen die Zinsen und stützen risiko­anfällige Sektoren; mittelfristig bleibt die Sorge, dass politische Fragen die Glaubwürdigkeit der Institution beeinflussen könnten.

US‑Einzelhandel: starke Quartale treiben Konsum‑Story

Mehrere US‑Einzelhändler lieferten überraschend starke Quartalsdaten: Best Buy meldete einen Umsatz‑ und EPS‑Beat sowie eine angehobene Jahresprognose, Abercrombie & Fitch, Kohl’s und Urban Outfitters zeigten deutliche Kurssprünge nach positiven Resultaten. Die Schwäche einiger September‑Einzelhandelsdaten wird damit zumindest kurzfristig relativiert.

Die Publishing‑Reaktionen legten nahe, dass Teile des Konsums robust bleiben — insbesondere Elektronik und bestimmte Bekleidungssegmente. Analysten verweisen darauf, dass Angebot, Preise und das sich verändernde Kaufverhalten (z. B. Gen Zs, die vermehrt Laden‑Erlebnisse suchen) die Struktur des Einzelhandels weiter verändern. Anleger sollten die Quartalscalls auf Hinweise zu Inventar‑ und Preisstrategien sowie zur Margenentwicklung genau lesen.

KURZNEWS

  • NVDA – Nvidia: Die Aktie geriet unter Druck, nachdem Berichte über vermehrten Einsatz eigener TPUs (von Broadcom/Alphabet) und Gespräche von Meta mit Google über diese Chips kursierten. Marktkommentare betonten, dass selbst ein starkes Quartal die Kursreaktion nicht verhindert hat, weil große Kunden die Chip‑Sourcing‑Strategien diversifizieren könnten.
  • GOOGL – Alphabet: Google treibt mit seinen TPUs und dem Gemini‑Stack die Debatte im KI‑Infrastrukturmarkt an. Analysten sehen in der internen Chipentwicklung einen strategischen Vorteil, während Kunden über Lizenz‑ und Handelsbeziehungen verhandeln.
  • META – Meta Platforms: Meta stieg, nachdem Berichte nahelegten, das Unternehmen könnte TPUs von Alphabet lizenzieren oder anderweitig von einer Diversifizierung der Chipquellen profitieren. Anleger interpretierten das als Chance auf marginenfreundlichere Infrastrukturkosten.
  • AVGO – Broadcom: Broadcom wird in Kommentaren als möglicher Fertigungspartner für alternative Hyperscaler‑Chips genannt; sein CEO ist laut Berichten in Gremien verbunden, die solche Deals erleichtern könnten. Das rückt Broadcom erneut in die Anlegersicht als Infrastrukturplayer.
  • DELL – Dell Technologies: Dell meldete ein EPS‑Beat (2,59 vs. 2,47 erwartet) und hob den Ausblick an; das Unternehmen profitiert offenbar vom anziehenden KI‑Servermarkt und Rekord‑Serverbestellungen in der zweiten Jahreshälfte.
  • HP – HP Inc.: HP enttäuschte mit einem konservativen Ausblick; das Management plant den Einsatz weiterer KI‑Tools, mit bis zu 6.000 Jobkürzungen bis 2028 und damit verbundenen Umstrukturierungskosten.
  • BBY – Best Buy: Best Buy überraschte mit einem starken Quartal, beat bei Umsatz und EPS und hob das Jahresziel; Computing‑Nachfrage und Marketplace‑Ramp sorgten für positive Kommentare des Managements.
  • LULU – Lululemon: Gründer Chip Wilson sorgt für Schlagzeilen mit einer großen persönlichen Zuwendung in den Gesundheitsbereich; der Markenhintergrund wurde in jüngeren Kommentaren nochmals beleuchtet.
  • KHC – Kraft Heinz: Kraft Heinz bleibt unter Druck nach Jahren schwacher Performance; Analysten sehen strukturelle Herausforderungen in Markeninvestitionen und Produktinnovation, während die neue Führung Transformationspläne skizziert.
  • TSLA – Tesla: Tesla bleibt Thema in Diskussionen über EV‑Wettbewerb und Kapitalrenditen; Analysten weisen auf die anhaltenden Branchenschwierigkeiten neuer EV‑Startups hin und betonen Teslas vertikale Integration als Vorteil.
  • BABA – Alibaba: Alibaba meldete ein Cloud‑Wachstum von etwa 34% und Gesamtumsatzplus, litt jedoch unter einem Gewinneinbruch im E‑Commerce wegen hoher Subventionen; die Aktie reagierte volatil, Analystenmeinungen sind geteilt.
  • 3690.HK / 9618.HK – Meituan: Meituan steht im Sektorfokus vor seinem Quartalscall; die Quick‑Commerce‑Investitionen haben Margen belastet, die Aktie bewegt sich mit hoher Sensitivität gegenüber Gewinnmeldungen.
  • TSM – TSMC: TSMC bleibt zentral in der KI‑Wertschöpfungskette; gleichzeitig wurde ein Rechtsstreit um einen ehemaligen Manager bekannt, der zu Intel wechselte und damit mögliche Geheimnisfragen aufwarf.
  • ASML – ASML: ASML bleibt ein Schaufel‑&‑Spaten‑Kandidat in Portfolios, da Lithografie‑Technik weiter unverzichtbar für Chipproduktion ist; Investoren sehen ASML neben Foundries als Kernhalterin des KI‑Ökosystems.
  • RIOT – Riot Platforms: Riot positioniert sich, um nach dem Halving mehr Bitcoin pro Tag zu minen und hat große Maschinenkäufe getätigt; das Unternehmen skaliert Kapazität und setzt auf Energiestrategien zur Kostensenkung.
  • A – Agilent Technologies: Agilent überraschte mit solidem organischem Umsatzwachstum (+7,2%) und robuster Guidance für 2026; Life‑Sciences‑Nachfrage und PFAS‑Testing blieben starke Treiber.
  • RCL – Royal Caribbean: Royal Caribbean profitiert von starker Buchungslage und Private‑Destination‑Assets; das Management hebt die Rentabilitätsverbesserung im Rebound der Branche hervor.
  • CCL – Carnival: Carnival bleibt im Erholungsprozess, hatte während der Pandemie stärker Kapital aufnehmen müssen; Unterschiede in Bilanzmanagement und Markenaufstellung bestimmen die Wettbewerbsdynamik.
  • NVO / LLY – Novo Nordisk / Eli Lilly: Berichte über Preisverhandlungen und mögliche Rabatte im Bereich Fettleibigkeitsmedikamente (Medicare‑Rabattdiskussionen) könnten Umsatzdruck in den betroffenen US‑Segmenten erzeugen und werden von Investoren beobachtet.

KALENDER Firmen & Unternehmen

Quartalszahlen

DatumTickerUnternehmenDetails
2025-11-26John Deere
2025-11-26Li Auto
2025-11-26CollPlant
2025-11-26Haidilao
2025-11-26Changjiu Logistics

Makrodaten

DatumEventRegionDetails
2025-11-26RBNZ: Leitzins‑Entscheid (Senkung um 25 Basispunkte auf 2,25%) und Pressekonferenz Gouverneur Christian Hawksby (Auckland)
2025-12-10FOMC‑Sitzung (Marktpreisen zufolge derzeit hohe Wahrscheinlichkeit für einen 25‑Basispunkte‑Cut)
2025-12-19BOJ‑Zinsentscheid / geldpolitisches Meeting (Zielperiode: Beobachtung Lohnrunde und Yen‑Entwicklung)

IM BLICKPUNKT

Dan Ives (Redbush) — Jahresendrallye‑Picks: Ives nennt Microsoft, Palantir, Nvidia, AMD und Tesla als seine fünf Favoriten für eine mögliche Jahresendrallye. Er argumentiert, dass Hyperscaler‑ und KI‑Positionen von anhaltenden Investitionen profitieren könnten.

Alibaba — gemischte Analystenreaktionen: Nach dem Quartal meldeten einzelne Banken unterschiedliche Bewertungen; in Berichten wurden sowohl Kurszielanhebungen (z. B. von Citi) als auch Zielsenkungen (z. B. von JPMorgan) genannt. Die Analysten sind geteilter Meinung über die Frage, wie schnell Margen im E‑Commerce segment wieder steigen können.

Bitcoin-Bewegung dominiert, Bayer, Novo Nordisk: Was Anleger heute wissen müssen

KURZ & KNAPP

Bitcoin steht im Zentrum des Marktes: Die Kryptowährung ist nach den jüngsten Ausschlägen deutlich vom Allzeithoch korrigiert, zeigt aber unterschiedliche Einschätzungen zur weiteren Richtung. Für viele Marktteilnehmer stellt sich nun die Frage, ob Bitcoin nur eine spekulative Phase durchläuft oder wieder als marktfähiges Sicherungs- und Beleihungsobjekt etabliert ist. Als Gegenpol dazu prägen Tech- und KI-Nachrichten das Aktiengeschehen: Broadcom, Alphabet und weitere US-Techwerte profitierten von KI-Optimismus und einzelnen guten Zahlen. In Europa sorgen gegensätzliche Pharma-News für Volatilität – Novo Nordisk geriet nach enttäuschenden Studienergebnissen unter Druck, während Bayer Kursgewinne feierte. Auf der Agenda für die nächsten Tage stehen geldpolitische Termine: Das Ende des Fed-QT zum 1. Dezember sowie PCE- und Zinsentscheidungsdaten Anfang Dezember könnten die Risikobereitschaft weiter beeinflussen.

RÜCKSPIEGEL US-Nachbörse

US-Nachbörse

Kurz nach Handelsschluss setzten sich einige starke Sektormuster fort. Broadcom war der größte Gewinner und schloss mit einem Plus von rund 11 Prozent; der Halbleiter-Spezialist profitiert offenbar vom Boom in der KI-Infrastruktur. Alphabet sprang um etwa 6,3 Prozent auf ein neues Rekordhoch und profitierte von Optimismus rund um Googles KI-Agenten. Nvidia zeigte sich weiterhin in der Gunst der Anleger; das Unternehmen bleibt ein Kernstück der KI-Diskussion, nachdem es zuletzt robusten Zahlen und einem angehobenen Ausblick vorlegte. Unter den Einzelaktien stachen auch Tesla (+6,8 Prozent), Amazon (+2,5 Prozent) und Meta (+3,2 Prozent) hervor. Auf der negativen Seite sorgten Pharmatitel für Bewegung: Novo Nordisk erlitt deutliche Verluste nach enttäuschenden Studienergebnissen, während Bayer mit mehr als 10 Prozent Gewinn ein Jahreshoch markierte. Außerdem gab es kräftige Nachbörsebewegungen bei Zoom: Der Kommunikationsspezialist überraschte positiv im dritten Quartal und hob die Jahresprognose an, woraufhin die Aktie nachbörslich anstieg.

Asien-Übernacht

In Asien dominierten unter anderem Zyklen in E-Commerce und Internetplattformen die Sitzung. Alibaba gewann vor den Quartalsergebnissen, Analysten erwarten insbesondere beim Cloud-Geschäft starkes Wachstum, während die E-Commerce-Sparte ebenfalls wieder an Fahrt gewinnen könnte. Meituan steht dagegen unter Druck: Für den kommenden Bericht wird erwartet, dass das Unternehmen von einem Gewinn in Richtung eines beträchtlichen Verlusts schwenkt, was die Erholung 2026 zur Kernfrage macht. Konkurrent JD.com treibt den Wettbewerb im Schnellhandel weiter an; neue Produkte wie eine Lebensmittelliefer-App erhöhen den Druck auf Marktanteile. Samsung legte in Seoul mehr als 2 Prozent zu, womit koreanische Technologieaktien gefragt waren. In Tokio reagierte Eisai positiv auf die Entwicklungen bei Novo Nordisk, da Eisai ein Wettbewerber mit eigenem Alzheimer-Medikament ist. Abschließend fiel SoftBank um rund 3 Prozent, nachdem berichtet wurde, dass das Unternehmen seine NVIDIA-Anteile verkauft hat.

HAUPTSTORYS

Bitcoin: Korrektur, Kreditfähigkeit und die Rolle der Notenbanken

Bitcoin hat zuletzt deutlich an Terrain verloren und liegt nach Kommentaren aus dem Markt etwa 32 Prozent unter dem bisherigen Allzeithoch vom 13. Oktober, was die Diskussion über das Risiko-Rendite-Profil der Kryptowährung neu entfacht. Marktbeobachter stellen fest, dass Bitcoin sich von reiner Spekulationsware zu einem Asset entwickelt hat, das wieder als Beleihungsobjekt dienen kann; US-Institutionen diskutieren offenbar strategische Reserven und die USA halten laut Kommentaren mehr als 200.000 Bitcoin in Form von beschlagnahmten Beständen und strategischen Überlegungen. Die Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs hat zudem dauerhafte Kapitalzuflüsse aus traditionellen Instituten in Richtung Bitcoin geschaffen, wodurch dauerhafte Pipelines entstanden sind. Trotz dieser strukturellen Veränderungen zeigen technische Indikatoren und kurzfristige Chartmuster Schwäche: Beobachter berichten von einem Rutsch unter wichtige psychologische Marken und von einer Stabilisierungszone rund um 90.000 US-Dollar. Die Bandbreite der Einschätzungen ist groß: Einige Marktteilnehmer sehen größere Abwärtsrisiken, andere verweisen auf das wieder wachsende Geldmengenumfeld als Stütze. Liquiditätsfragen spielen eine Rolle: Diskussionen über die Treasury General Account und das Auslaufen von Liquidität in den vergangenen Wochen werden als Erklärung dafür genannt, warum Risikoassets besonders empfindlich reagierten. Die Geldpolitik bleibt ein zentraler Faktor: Marktpreise preisen inzwischen eine erhöhte Chance für Zinssenkungen ein, und das angekündigte Ende des Fed-QT zum 1. Dezember könnte die Liquiditätssituation spürbar verändern. Zudem akzeptiert laut Kommentaren eine Großbank Bitcoin mittlerweile als Beleihungsobjekt für institutionelle Kredite, was das Bild der Einbettung von Bitcoin in traditionelle Finanzstrukturen unterstreicht. Für Anleger heißt das: Kurzfristig können Volatilität und Korrekturrisiken dominieren, langfristig aber könnten strukturelle Flüsse und veränderte geldpolitische Rahmenbedingungen die Plattform für eine erneute Nachfrage bilden. Insgesamt bleibt Bitcoin ein zentrales Risikothema, das sowohl von Marktliquidität als auch von regulatorischen und institutionellen Entscheidungen abhängt.

Die Implikation für Portfolios ist zweifach: Einerseits erhöht die Möglichkeit, Bitcoin als Beleihungs- oder Reservetool zu nutzen, die Attraktivität für Institutionen; andererseits bleiben kurzfristige Schwankungen hoch – Beobachter verweisen auf 50 Prozent Volatilität und breite plausible Spannweiten, was aktives Risikomanagement erforderlich macht. Anleger sollten daher die Geldpolitik, institutionelle Adoption und technische Unterstützungszonen im Blick behalten, bevor sie Positionen ausbauen.

KI-Optimismus treibt US-Tech: Broadcom, Alphabet und Nvidia vorne

In New York sorgten erneut KI-Themen für starke Nachfrage nach Tech-Werten, wobei Broadcom als Tagesgewinner mit einem Anstieg von rund 11 Prozent herausstach. Der Hardware- und Halbleiterlieferant profitiert dem Markt zufolge massiv vom Boom in der KI-Infrastruktur, was Anleger auf eine anhaltende Gewinnbeteiligung im KI-Ökosystem hoffen lässt. Alphabet profitierte vom Hype um Googles neuen KI-Agenten und stieg um etwa 6,3 Prozent auf ein Rekordhoch; der Optimismus rund um Gemini 3 treibt die Bewertung des Suchkonzerns weiter an.

Nvidia bleibt ein zentraler Baustein des KI-Themas: Das Unternehmen zeigte sich nach jüngsten Aussagen des Managements weiterhin robust, und die Aktie blieb ein Fokus der Investoren, auch wenn Bewertungen diskutiert werden. Marktteilnehmer erwarten weitere Updates und Beobachtungen, die den Kurs mittelfristig beeinflussen könnten. Zusammengenommen deuten diese Bewegungen darauf hin, dass Anleger derzeit bereit sind, Tech- und Halbleiterwerte mit KI-Bezug aktiv zu kaufen, was Sektorrotationen innerhalb des Marktuniversums antreibt.

Pharma: Kontraste – Novo Nordisk fällt, Bayer steigt

Die Pharmabranche zeigte heute konträre Bewegungen: Novo Nordisk geriet deutlich unter Druck, nachdem zwei Phase‑3-Studien zum Einsatz von Semaglutid bei Alzheimer ihre primären Endpunkte verfehlten, was zu starken Kursverlusten führte. Marktreaktionen reichten bis zu einem Absturz auf Niveaus, die in Kommentaren als Tief seit 2021 bezeichnet wurden; Analysten und Anleger zeigen sich enttäuscht über die Studienergebnisse.

Gleichzeitig sorgte Bayer für positive Impulse: Ein Medikamentserfolg in einer zweiten Studie zur Schlaganfallvorbeugung trieb die Aktie um mehr als 10 Prozent nach oben und führte zu einem Jahreshoch. Für Investoren heißt das, dass klinische Studienereignisse weiterhin starke, teils gegensätzliche Schubkräfte im Gesundheitssektor erzeugen – einzelne Studienergebnisse können den Kursverlauf entscheidend bestimmen.

Asiens Plattformen: Alibaba, Meituan und der verschärfte Wettbewerb

An den asiatischen Handelsplätzen standen E‑Commerce‑ und Plattformthemen im Fokus: Alibaba gewann vor den anstehenden Ergebnissen, Analysten erwarten insbesondere beim Cloud-Geschäft ein starkes zweistelliges Wachstum. Parallel dazu bleibt der Konkurrenzdruck intensiv: JD.com treibt den Wettbewerb im Schnellhandel mit neuen Angeboten voran, was auch Auswirkungen auf Meituan hat.

Meituan steht vor der Herausforderung, möglicherweise von Gewinn in einen erheblichen Verlust zu rutschen, und die Marktteilnehmer werden genau auf Hinweise zur Profitabilität und Marktanteilsentwicklung achten. Technologiewerte wie Samsung zeigten relative Stärke, während Eisai in Tokio von den Entwicklungen im Pharmabereich profitierte. Insgesamt bleibt Asien ein Zentrum für spannungsreiche, sektorübergreifende Umschichtungen, die Anleger aufmerksam verfolgen sollten.

Geldpolitik im Blick: Fed‑QT-Ende und Dezember‑Eventrisiken

Das makroökonomische Umfeld bleibt ein zentrales Thema für Märkte: Der Markt preist laut Kommentaren inzwischen eine hohe Wahrscheinlichkeit für Zinsentscheidungen und Zinssenkungen in den kommenden Wochen ein, wobei der PCE‑Datentermin am 5. Dezember als wichtig angesehen wird. Zudem ist das Marktinteresse auf die mögliche Fed‑Entscheidung im Dezember gerichtet; das FedWatch-Tool benennt eine hohe Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen zum 10. Dezember.

Das Ende des quantitativen Tightening (QT) der Fed zum 1. Dezember wird als potenzieller Wendepunkt für die Liquiditätssituation interpretiert; einige Beobachter erwarten, dass Bankreserven stabilisieren, sobald dieser Fluss stoppt. Hinweise auf eine Ausweitung der aggregierten Notenbankbilanzen in Aussicht auf das kommende Jahr werden ebenfalls diskutiert. Für Anleger sind dies Schlüsselfaktoren: Änderungen in der Bilanzpolitik und der Zinsdynamik können Risikoassets wie Aktien und Kryptowährungen gleichermaßen kräftig bewegen.

KURZNEWS

  • Nvidia: Weiter im Zentrum der KI-Diskussion; das Unternehmen bleibt ein wichtiger Treiber der KI-Infrastruktur und stand zuletzt im Fokus nach überzeugenden Äußerungen des Managements. Anleger beobachten erwartete Updates und die Bewertungssituation genau.
  • Broadcom: Der Halbleiter-Spezialist war der größte Gewinner an der Wall Street und legte rund 11 Prozent zu. Broadcom profitiert massiv vom Boom in der KI-Infrastruktur und gilt als einer der Profiteure von Googles KI-Aktivitäten.
  • Alphabet: Die Google-Mutter stieg um etwa 6,3 Prozent auf ein Rekordhoch, beflügelt durch Optimismus rund um Googles KI-Agenten Gemini 3. Das Momentum im KI-Bereich treibt die Bewertung weiter an.
  • Zoom: Der Kommunikationsspezialist überraschte positiv im dritten Quartal, hob die Jahresprognose an und kündigte weitere Aktienrückkäufe an. Die Aktie zog nachbörslich deutlich an.
  • Tesla: Tesla profitierte von einer Beurteilung durch Melius Research, die den Titel als „Must-Own“ bezeichnete, und die Aktie gewann rund 6,8 Prozent. Die Empfehlung löste deutliche Kaufreaktionen aus.
  • Amazon: Der E‑Commerce-Riese verzeichnete Nachfrage und stieg um rund 2,5 Prozent, bestätigt damit die breite Käuferseite in den Tech-Sektoren. Amazon bleibt außerdem technologisch aktiv, etwa bei Robotik-Lösungen in Lagern.
  • Meta: Meta legte etwa 3,2 Prozent zu; Berichte über Gespräche zu Hardware-/Chip-Strategien und generell KI-Interesse stützen die Aktie. Anleger honorierten die anhaltende Positionierung im KI-Feld.
  • Apple: Die Aktie zog, nachdem Berichte eine Umstrukturierung des Vertriebs signalisierten, mit Anpassungen in den Vertriebsorganisationen. Marktteilnehmer sehen darin Effizienzbemühungen zur Stärkung des Unternehmens.
  • Microsoft: Investoren bauten Positionen auf, um am Mega‑KI-Thema teilzuhaben; in Kommentaren heißt es, die Aktie sei rund 17 Prozent von ihren Höchstständen entfernt und bot Anlass für Zukäufe. Microsoft wird als Free‑Cashflow‑Stärke eingeschätzt.
  • Cisco: Historische Vergleiche verorten Cisco einst als das „NVIDIA des Internets“; zugleich wird an frühere starke Kurseinbrüche erinnert, die die Verwundbarkeit selbst großer Netzwerkausrüster zeigen.
  • Bayer: Gute Studiendaten zur Schlaganfallvorbeugung sorgten für einen kräftigen Kursanstieg von mehr als 10 Prozent und einem Jahreshoch. Der Erfolg wurde von Anlegern begrüßt.
  • Novo Nordisk: Die Aktie erlitt erhebliche Verluste nach dem Scheitern zweier Phase‑3-Studien zur Anwendung von Semaglutid bei Alzheimer und fiel zeitweise auf Jahrestiefs. Die Studienergebnisse sorgten für starke Nervosität unter Anlegern.
  • Porsche: Porsche investiert in E‑Fuels und hat sich mit Siemens Energy und ExxonMobil zur Produktion zusammengespannt; das Unternehmen wird die Produktion für Motorsportprogramme abnehmen. Porsche steckt Millionen in die E‑Fuels-Entwicklung.
  • Siemens Energy: Teil der Kooperation mit Porsche und ExxonMobil zur Produktion synthetischer Kraftstoffe; die Zusammenarbeit zielt auf die Serienproduktion und Anwendung im Motorsport ab. Das Projekt unterstreicht die industriellen Ambitionen bei E‑Fuels.
  • SoftBank: SoftBank fiel rund 3 Prozent nach Berichten über den Verkauf seiner NVIDIA-Anteile; das Unternehmen fährt gleichzeitig eine große Wette auf KI-Investments wie OpenAI.
  • Samsung: Koreanische Techwerte zeigten Stärke; Samsung legte mehr als 2 Prozent zu und blieb ein Fokus in den Technologiediskussionen Asiens. Anleger beobachten die Halbleiter- und Display-Aktivitäten des Konzerns.
  • JD.com: Der Konzern beschleunigt den Wettbewerb im Schnellhandel mit neuen Apps und Services, was Druck auf Wettbewerber wie Alibaba und Meituan ausübt. Marktteilnehmer sehen darin einen fortgesetzten Innovationsanreiz im E‑Commerce.

KALENDER Firmen & Unternehmen

Quartalszahlen

Zoom — Quartalszahlen Q3 und Prognoseanhebung
Alibaba — Quartalsergebnisse (Anstehend)
Nvidia — Update

Makrodaten

Ende des Fed Quantitative Tightening (QT)
PCE-Daten
Mögliche Fed-Entscheidung / Zinssenkungswahrscheinlichkeit
ESM Manufacturing Index (Anstehend)

IM BLICKPUNKT

Tesla: Melius Research stuft den Titel als „Must‑Own“ ein, was die starke Kursreaktion von etwa 6,8 Prozent erklären dürfte. Diese Empfehlung wurde von Marktteilnehmern als treibender Faktor für die jüngsten Käufe genannt.