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JPMorgan Quartalszahlen: starker Umsatz trifft neue Risiken

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JPMorgan Chase

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Stand: 13:13 MEZ

JPMorgan Quartalszahlen: Wie stark ist das Kerngeschäft?

JPMorgan Chase & Co. steht vor einem der wichtigsten Reports des Jahres: Die aktuellen JPMorgan Quartalszahlen gelten als Gradmesser für den gesamten US-Bankensektor. Erwartet werden rekordhohe Erlöse, sodass sogar vom potenziell höchsten Jahresgewinn in der Geschichte des amerikanischen Bankwesens die Rede ist. Treiber sind vor allem ein starkes Handelsgeschäft, wieder anziehende Deal-Aktivität und robuste Kapitalmärkte.

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Oklo Aktie: Nach Meta-Deal leichter Rücksetzer nach Rally

Oklo Aktie

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Im Kapitalmarktgeschäft übertraf die Bank zuletzt mehrfach die Schätzungen: Fixe Sales- und Trading-Erlöse lagen bei rund 5,38 Milliarden US‑Dollar gegenüber erwarteten 5,27 Milliarden, die Aktienhandelserlöse bei 2,86 Milliarden US‑Dollar statt prognostizierten 2,7 Milliarden. Auch das Investmentbanking lieferte mit knapp 2,55 Milliarden US‑Dollar Erlösen nur geringfügig unter den Erwartungen und profitierte von der besten Deal-Aktivität seit 2021.
Zudem rechnet JPMorgan Chase & Co. langfristig mit einer Net Interest Income (NII) von etwa 103 Milliarden US‑Dollar im Jahr 2026. Das zeigt, wie stark das Zinsgeschäft im Umfeld sinkender, aber weiterhin attraktiver Zinsniveaus bleibt. Insgesamt war der jüngste vierte Quartalabschluss der beste in der Geschichte der Bank – eine hohe Messlatte für die nächsten JPMorgan Quartalszahlen.

Wie beeinflusst die Politik JPMorgan?

Parallel zu den soliden operativen Trends rückt ein politischer Faktor in den Mittelpunkt: Die Diskussion in den USA um eine mögliche Deckelung der Kreditkartenzinsen auf 10 %. Präsident Trump hat eine solche Obergrenze für Kreditkartenanbieter ins Spiel gebracht. Für Großbanken wie JPMorgan Chase & Co. wäre das ein direkter Angriff auf Margen im hochprofitablen Kreditkartengeschäft.
Die Märkte haben bereits reagiert. Die Aktie von JPMorgan (JPM) zeigte sich zuletzt schwächer, nachdem die Zinsdeckel-Debatte aufflammte, und rutschte zwischenzeitlich um gut 2 % ab. Aktuell notiert die Aktie bei 324,92 US‑Dollar nach 329,19 US‑Dollar am Vortag, ein Minus von 1,43 %. Anleger fürchten, dass ein regulatorischer Eingriff die Profitabilität im Konsumentengeschäft nachhaltig schmälern könnte.
Hinzu kommt: Bereits zuvor hatten Aussagen zu höheren Kosten und steigenden Ausgaben den Kurs belastet. Überraschungen auf der Kostenseite gelten inzwischen als zentrales Risiko. Sollten die kommenden JPMorgan Quartalszahlen erneut höhere als erwartete Aufwendungen zeigen, könnte dies die Aktie trotz starker Ertragslage weiter unter Druck setzen.

Welche Rolle spielen Deals, KI und Guidance für JPMorgan?

Im Rückenwind der Bankensektor-Rallye der vergangenen Jahre sehen Marktbeobachter mehrere strukturelle Treiber, die auch für die nächsten JPMorgan Quartalszahlen entscheidend sein könnten. Zum einen erlebt der Sektor ein beschleunigtes Kreditwachstum: Auf der Nachfrageseite helfen sinkende Zinsen, auf der Angebotsseite regulatorische Entlastungen wie die Freigabe von Leverage-Reserven. Zum anderen zieht die M&A- und IPO-Aktivität wieder an – 2025 war das beste Jahr für Deals seit 2021, was sich in höheren Gebühren für Investmentbanking-Einheiten wie die von JPMorgan Chase & Co. niederschlägt.
Ein weiterer Schubfaktor ist die steiler werdende Renditekurve, die das klassische Bankgeschäft unterstützt. Gleichzeitig rückt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den Fokus. Branchenexpertinnen und -experten sehen für Banken enorme Effizienzpotenziale: niedrigere Kosten, schnellere Prozesse, Transformation hin zu technologiegetriebenen Geschäftsmodellen. Jamie Dimon hatte bereits vor einigen Quartalen darauf hingewiesen, dass KI bei JPMorgan produktiv genutzt wird, etwa bei der Erstellung von Pitch-Books. Solche Anwendungen tragen zu Margenverbesserungen bei, während die Umsätze vieler Unternehmen eher stagnieren.
Mit Blick nach vorn bleibt der Ton dennoch vorsichtig optimistisch. Dimon verweist auf geopolitische Risiken, die Gefahr einer hartnäckigen Inflation und erhöhte Assetpreise, die von den Märkten unterschätzt werden könnten. Für Anleger wird deshalb nicht nur das Zahlenwerk selbst, sondern vor allem die Guidance entscheidend: Wie bullisch klingt das Management, und bestätigt es die Erwartungen an weitere Rekordgewinne im Bankensektor?
Insgesamt deuten die Vorzeichen auf eine freundliche Berichtssaison hin, in der JPMorgan Chase & Co. erneut im Zentrum steht. Die Kombination aus starken Handels- und Investmentbankingerlösen, KI-getriebenen Effizienzgewinnen und einem günstigen Zinsumfeld könnte die Basis für ein drittes Jahr in Folge sein, in dem Bankenindizes wie der KBW Banking Index den breiten Markt übertreffen.

Wir bleiben wachsam – die Märkte unterschätzen womöglich die Gefahren durch komplexe geopolitische Entwicklungen, hartnäckige Inflation und erhöhte Assetpreise.

— Jamie Dimon

Fazit

Die kommenden JPMorgan Quartalszahlen sind mehr als nur ein Einzelereignis – sie fungieren als Stimmungsbarometer für die gesamte US-Wirtschaft und die weitere Entwicklung des Bankensektors. Gelingt es JPMorgan Chase & Co., die hohen Erwartungen an Rekordumsätze und Gewinne zu erfüllen und zugleich glaubhaft mit Risiken wie Kostenanstieg und möglicher Zinsdeckelung umzugehen, könnten die Aktien der Großbanken ihre Outperformance fortsetzen. Bleiben dagegen Überraschungen bei Ausgaben oder politische Eingriffe dominierend, droht trotz starker Fundamentaldaten ein Rücksetzer – nicht nur bei JPMorgan, sondern im gesamten Sektor.

Weyerhaeuser Dividendenstrategie: Wie der Forst-Riese vom Zinsrückgang profitiert

Weyerhaeuser zählt zu den größten privaten Forstflächeneigentümern der Welt und kombiniert Holzproduktion, Landentwicklung und Klimaservices. In diesem Beitrag schauen wir, wie die Weyerhaeuser Dividendenstrategie vom Zinsumfeld, der Baukonjunktur und nachhaltigen Ertragsquellen beeinflusst wird.

Luftaufnahme von Forstflächen und Holzverarbeitung als Symbol der Weyerhaeuser Dividendenstrategie
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$25.75 +0.00%
Stand: 10:47 MEZ

Warum ist Weyerhaeuser an der Börse so gefragt?

Weyerhaeuser zählt zu den größten privaten Forstflächeneigentümern der Welt und verbindet Forstwirtschaft, Holzverarbeitung und Landentwicklung in einem integrierten Geschäftsmodell. Die Aktie profitiert derzeit von einem Umfeld sinkender Zinsen, das in den USA tendenziell die Bauaktivität und damit die Nachfrage nach Schnittholz und Holzwerkstoffen stützt. Für Aktionäre ist entscheidend: Hohe Cashflows aus dem operativen Geschäft sind die Basis, auf der die Weyerhaeuser Dividendenstrategie überhaupt aufsetzen kann.

Mit einem Kurs von etwa 25,75 US‑Dollar (Vortag 25,73 US‑Dollar, +0,08 Prozent) spiegelt der Markt sowohl den Rückenwind durch geringere Finanzierungskosten als auch die Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung wider. Die Erlöse hängen stark davon ab, wie sich vor allem der US‑Wohnungsbau, Renovierungen und Infrastrukturprojekte entwickeln – Bereiche, die direkt Holz und Holzprodukte von Weyerhaeuser nachfragen.

Wie funktioniert die Weyerhaeuser Dividendenstrategie konkret?

Im Zentrum der Weyerhaeuser Dividendenstrategie steht ein klassisches Cashflow-Modell: Wiederkehrende Einnahmen aus Forstwirtschaft, Holzverarbeitung und der monetären Nutzung von Flächen – etwa über CO₂‑Speicherung oder naturbasierte Lösungen – sollen stabile Ausschüttungspotenziale liefern. Zusätzlich kann der Konzern durch Landverkäufe, Projektentwicklungen und Real-Estate-Aktivitäten in starken Marktphasen außerordentliche Mittelzuflüsse generieren.

Die Besonderheit: Weyerhaeuser erzeugt nicht nur klassischen Rohstoffumsatz, sondern positioniert Wälder zunehmend als skalierbares Klima- und Ressourcenprodukt. Das reicht von der CO₂‑Speicherung im stehenden Wald über die Bereitstellung nachhaltiger Baustoffe bis hin zu naturbasierten Lösungen für Unternehmen, die ihre Emissionen kompensieren wollen. Diese strategische Aufstellung eröffnet langfristig zusätzliche Ertragssäulen, die die Weyerhaeuser Dividendenstrategie robuster machen können – vorausgesetzt, die Nachfrage nach klimafreundlichen Baustoffen und CO₂‑Lösungen wächst weiter.

Wie zins- und konjunkturabhängig ist Weyerhaeuser?

So attraktiv das Modell wirkt, so klar sind auch die Risiken. Die Ergebnisentwicklung von Weyerhaeuser ist stark an die Bau- und Immobilienkonjunktur gekoppelt. Steigen die Hypothekenzinsen, kühlen Neubau und Renovierungen ab – und damit auch die Holznachfrage. Fallen die Zinsen, wie aktuell, wird Bauen wieder erschwinglicher, was sowohl Absatz als auch Preissetzungsmacht von Holzproduzenten stützt.

Für die Weyerhaeuser Dividendenstrategie bedeutet das: In Aufschwungphasen können höhere Holzpreise und gesteigerte Volumina zu überproportionalen Cashflows führen, die Ausschüttungsspielräume vergrößern. In Abschwungphasen hingegen kann der Konzern gezwungen sein, vorsichtiger zu agieren und einen größeren Teil der Mittel zur Stabilisierung der Bilanz oder zur Finanzierung strategischer Projekte zurückzuhalten. Anleger müssen daher bereit sein, Dividendenperspektive und Kursbewegungen stets im Kontext der Makrolage zu betrachten.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für Weyerhaeuser?

Weyerhaeuser verbindet Forstbetrieb, Produktion und Klimastrategie zu einem integrierten Geschäftsmodell. Nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder, effiziente Holzverarbeitung und der Ausbau von Klimatech‑Angeboten – etwa über naturbasierte CO₂‑Lösungen – sind zentrale Elemente. Die Wälder fungieren dabei nicht nur als Rohstoffquelle, sondern auch als CO₂‑Speicher und Basis für innovative Geschäftsmodelle im Kontext der Dekarbonisierung.

Damit richtet sich die Weyerhaeuser Dividendenstrategie an Anleger, die nicht nur auf reine Rohstoff‑Zyklen setzen, sondern auch auf die strukturelle Nachfrage nach nachhaltigen Baustoffen und klimaorientierten Dienstleistungen. Wenn Regierungen und Unternehmen verstärkt auf Holz als CO₂‑armen Baustoff und auf naturbasierte Klimaschutzprojekte setzen, kann das die langfristige Ertragsbasis des Konzerns stärken und damit indirekt auch die Stabilität der Ausschüttungen erhöhen.

Gleichzeitig bleibt das Unternehmen exponiert gegenüber Regulierung, Umweltauflagen und politischen Rahmenbedingungen in den Forst- und Klimamärkten. Für Investoren bedeutet das: Die Chancen einer modernen, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Forst- und Holzplattform gehen mit politischen und regulatorischen Risiken einher, die sich sowohl auf Bewertung als auch auf die Ausschüttungspolitik auswirken können.

Fazit

Die Weyerhaeuser Dividendenstrategie basiert auf einem Mix aus zyklisch schwankenden, aber potenziell sehr lukrativen Holz- und Forsterlösen sowie wachsenden, strukturell getriebenen Klima- und Nachhaltigkeitserträgen. Sinkende Zinsen und stabile Holznachfrage spielen dem Konzern aktuell in die Karten, doch die hohe Konjunkturabhängigkeit bleibt ein zentrales Risiko. Für einkommensorientierte Anleger kann Weyerhaeuser interessant sein, wenn sie bereit sind, Dividende und Kursentwicklung im Kontext von Zinsniveau, Baukonjunktur und Klimapolitik laufend zu beobachten – und die Schwankungen, die mit dieser Strategie einhergehen, bewusst zu akzeptieren.

Oklo Aktie: Nach Meta-Deal leichter Rücksetzer nach Rally

Die Oklo Aktie steht nach dem viel beachteten Meta-Vertrag im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Oklo positioniert sich mit kleinen modularen Reaktoren als Energielieferant für KI-Rechenzentren und profitiert von der starken Nachfrage nach zuverlaessiger Kernenergie.

Kleine modulare Reaktoranlage versorgt moderne KI-Rechenzentren, Symbolbild zur Oklo Aktie
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$102.22 -2.85%

Oklo Aktie: Wie nachhaltig ist die Rally?

Oklo Inc. gilt als Pionier für kleine modulare Kernreaktoren, die besonders für den enorm steigenden Strombedarf von KI-Rechenzentren interessant sind. Nach Bekanntwerden eines Vertrags mit Meta verzeichnete die Oklo Aktie zeitweise Kursgewinne von rund 20 % vorbörsllich, der Handelstag endete immer noch mit einem Plus von 7,9 %. Seit Jahresbeginn liegt die Performance bei rund 46 %, allein in den jüngsten Tagen legte die Aktie um über 30 % zu.

Der aktuelle Rücksetzer auf 102,22 US‑Dollar könnte damit auch als technische Verschnaufpause in einem stark überhitzten Marktumfeld gewertet werden. Die Oklo Aktie bleibt damit klar im Aufwärtstrend, nachdem der Nuklearsektor insgesamt von neuen Partnerschaften im KI-Umfeld profitiert.

Wie profitiert Oklo von KI-Rechenzentren?

Der Deal mit Meta ist Teil einer breiteren Entwicklung: Große Tech-Konzerne sichern sich langfristig Strom aus Kernenergie, um ihre KI-Rechenzentren zu betreiben. Meta hat eine Reihe von Verträgen mit Nuklearanbietern wie Oklo abgeschlossen, um den wachsenden Energiehunger abzusichern. Die Oklo Aktie spiegelt diese neue Rolle der Kernenergie als strategische Infrastruktur für KI wider.

Marktbeobachter sehen im massiven Ausbau von KI-Kapazitäten einen Treiber für innovative Stromquellen. Neben Meta benötigen auch KI-Giganten wie Microsoft und Amazon enorme Energiemengen. In diesem Kontext gelten die Auftragsbuecher von Anbietern kleiner modularer Reaktoren als für Jahre gut gefüllt, wobei Oklo als vergleichsweise kleines, wachstumsorientiertes Unternehmen heraussticht.

Was müssen Anleger zur Oklo Aktie wissen?

Die positive Kursentwicklung der Oklo Aktie wurde zudem durch die politische und regulatorische Aufmerksamkeit für Nuklearenergie verstärkt. So war der aktuelle US-Energieminister Chris Wright früher im Vorstand von Oklo tätig – ein Hinweis darauf, welche Bedeutung dem Sektor im energiepolitischen Kontext beigemessen wird. Auch andere Nuklearwerte verzeichneten im Zuge der jüngsten KI- und Meta-Meldungen deutliche Zugewinne.

Fazit

Die Oklo Aktie korrigiert nach ihrer steilen Rally leicht, bleibt aber klar von der Story rund um KI-Stromhunger und kleine modulare Reaktoren getrieben. Der Meta-Vertrag unterstreicht die strategische Position von Oklo Inc. im Markt für KI-Energieversorgung. Anleger sollten sich jedoch bewusst sein, dass nach Kursanstiegen von rund 46 % seit Jahresbeginn und starken Tagesbewegungen die Volatilitaet hoch bleibt – die Investmentstory der Oklo Aktie haengt weiterhin eng am weiteren Ausbau von KI-Rechenzentren und der Nachfrage nach nuklearer Energie.

Lockheed Martin +8%! Was hat Trump mit der Kursexplosion zu tun ?

Lockheed Martin Corporation profitiert von den Plänen zur Erhöhung des US-Militärbudgets auf 1,5 Billionen US-Dollar. Die Aktie zeigt bereits erste Reaktionen auf die Ankündigungen.

Lockheed Martin Corporation: Wie reagiert die Aktie?
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LMT akt. $538.00 +$41.13 (+8.28%) 13:19
Lockheed Martin gestern $496.87 -$25.17 (-4.82%)

Was plant Trump beim US-Militärbudget?

US-Präsident Donald Trump stellt eine deutliche Ausweitung der Verteidigungsausgaben in Aussicht. Das derzeitige Militärbudget von rund 1 Billion US-Dollar soll demnach im kommenden Budgetzyklus auf 1,5 Billionen US-Dollar steigen. Für das Jahr 2027 steht explizit ein Verteidigungshaushalt von 1,5 Billionen US-Dollar im Raum, was einer Erhöhung um 500 Milliarden US-Dollar entspricht. Begründet wird dieser Vorstoß mit dem Anspruch der USA, militärisch Weltmacht Nummer eins zu bleiben.

Die geplante Aufstockung bedeutet einen Anstieg um rund 50 Prozent gegenüber dem bisherigen Budgetniveau. In ersten Reaktionen bewerteten Marktteilnehmer dies als potenziell massiven Nachfrageimpuls für US-Rüstungsunternehmen wie die Lockheed Martin Corporation, die bereits heute einen erheblichen Teil ihrer Umsätze über US-Verteidigungsaufträge erzielt.

Wie reagiert die Aktie von Lockheed Martin?

An den Börsen kam es zu heftigen Ausschlägen. Zunächst standen die Aktien der Lockheed Martin Corporation zusammen mit anderen US-Rüstungswerten deutlich unter Druck. Kursverluste von rund 4 bis 7 Prozent wurden verzeichnet, nachdem Trump öffentlich angekündigt hatte, Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe von Verteidigungsunternehmen zu blockieren. In einem Fall wurde ein Rückgang von nahezu 5 Prozent sichtbar, während Lockheed Martin in einem anderen Handelsverlauf intraday um etwa 7 Prozent nachgab.

Mit der anschließenden Konkretisierung der Budgetpläne drehte die Stimmung jedoch. Nach den Aussagen zur Anhebung des Militärbudgets auf 1,5 Billionen US-Dollar legte die Aktie der Lockheed Martin Corporation im nachbörslichen Handel zeitweise um rund 3,8 Prozent zu. Im vorbörslichen Handel kam es in einem weiteren Handelstag sogar zu einem Sprung von fast 8 Prozent, nachdem mehr Details zur geplanten Erhöhung von 1 Billion auf 1,5 Billionen US-Dollar bekannt wurden. Aktuell notiert die Aktie bei 538,00 US-Dollar nach 522,04 US-Dollar am Vortag, ein Tagesplus von 8,28 Prozent.

Welche Auflagen treffen Rüstungsunternehmen?

Parallel zur Budgetdebatte übt Trump erheblichen Druck auf die US-Rüstungsindustrie aus. Er kündigte an, Dividenden und Aktienrückkäufe von Verteidigungsunternehmen zu untersagen, solange diese seine Erwartungen an Produktionsgeschwindigkeit, Liefertermine und Investitionen nicht erfüllen. Konkret sollen Rüstungsfirmen stärker in Fabriken, Forschung und eine zügigere Auslieferung von Rüstungsgütern investieren, bevor Kapital an Aktionäre zurückfließt.

In einem Dekret wurde festgehalten, dass Unternehmen aus dem Verteidigungssektor zunächst auf Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen verzichten müssen, bis sie die gewünschten Standards bei Lieferterminen und Produktionsleistung erreichen. Zudem steht die Vergütung des Managements im Fokus: Führungskräfte von Rüstungsunternehmen sollen demnach nicht mehr als 5 Millionen US-Dollar verdienen dürfen, solange die geforderten Verbesserungen nicht umgesetzt sind. Diese Eingriffe gelten als unüblich, da die direkte Verknüpfung von staatlicher Beschaffungspolitik mit unternehmensinternen Kapitalentscheidungen und Vergütungen bisher so nicht vorgenommen wurde.

Welche Rolle spielt Lockheed im US-Rüstungssektor?

Die Lockheed Martin Corporation zählt zu den größten Empfängern von US-Verteidigungsausgaben. Bei den nicht klassifizierten Ausgaben für Raketenabwehr über das Pentagon in den Jahren 2017 bis Mitte des vergangenen Jahres entfiel ein beträchtlicher Anteil auf Lockheed Martin. Von einem Volumen von mehr als 100 Milliarden US-Dollar gingen rund 50 Prozent an das Unternehmen. Ein weiterer erheblicher Teil der Mittel floss an andere große US-Rüstungskonzerne wie Raytheon.

Auch im aktuellen Umfeld bewegen sich die Aktien großer Verteidigungsunternehmen häufig im Gleichklang. Neben Lockheed Martin verzeichneten auch Northrop Grumman und General Dynamics zwischenzeitlich Kursrückgänge von mehr als 4 Prozent, bevor die Ankündigung eines höheren Militärbudgets zu spürbaren Erholungen in der nachbörslichen Sitzung führte.

Für Anleger entsteht damit ein gemischtes Bild: Auf der einen Seite locken Perspektiven eines deutlich erhöhten Verteidigungsetats und zusätzlicher Aufträge. Auf der anderen Seite steht der politische Druck auf Ausschüttungen, Aktienrückkäufe und Managervergütungen, der das bisherige Vertrauensverhältnis zwischen Regierung, Kapitalmarkt und Verteidigungsindustrie auf die Probe stellt.

Fazit

Die Lockheed Martin Corporation profitiert kurzfristig sichtbar von den Plänen für ein auf 1,5 Billionen US-Dollar wachsendes US-Militärbudget, wie der deutliche Kursanstieg auf 538,00 US-Dollar zeigt. Gleichzeitig erhöhen die angedrohten Beschränkungen bei Dividenden, Aktienrückkäufen und Vorstandsvergütungen die Unsicherheit über die künftige Kapitalpolitik im Rüstungssektor. Der weitere Kursverlauf dürfte maßgeblich davon abhängen, wie die politischen Vorgaben konkret umgesetzt werden und welche Prioritäten Lockheed Martin bei Investitionen, Produktion und Ausschüttungen setzt.

Ethereum und Bitcoin treiben Krypto-Rallye – Nvidia

KURZ & KNAPP

Ethereum und Bitcoin setzen ihre Rallye zum Jahresauftakt fort und bleiben die Taktgeber im Kryptomarkt. Die Outperformance von Ethereum deutet auf wachsendes Interesse an Smart-Contract-Plattformen hin. Parallel behauptet sich Nvidia im KI-Chipmarkt mit weiteren Kursgewinnen. Der Bericht beleuchtet, wie diese Entwicklungen die Stimmung an Tech- und Kryptomärkten praegen.

An der Wall Street pendeln S&P 500 und Nasdaq 100 unterschiedlich, was auf eine laufende Rotation zwischen Wachstums- und Value-Werten hindeutet. In Europa setzt der DAX 40 seine Rekordrally verhalten fort. Die asiatischen Leitindizes Hang Seng, Nikkei 225 und China A50 zeigen klare Erholungstendenzen.

Der deutsche Leitindex DAX 40 bleibt trotz Rekordniveau robust und profitiert von der Zuversicht hinsichtlich der globalen Konjunktur. In Asien sorgt der starke Hang Seng fuer Spekulationen ueber eine moegliche Trendwende in China und Hongkong, waehrend der Nikkei 225 seine Rally fortsetzt. Zugleich beobachten Anleger aufmerksam makrooekonomische Signale und anstehende Unternehmensberichte, die die weiteren Kursbewegungen praegen koennten.

RÜCKBLICK Handelstag

An der Wall Street hielten sich die Indizes zum Start ins neue Jahr weitgehend stabil: Der S&P 500 schloss mit einem Mini-Plus von +0,05% bei 6.864 Punkten, während der technologielastige Nasdaq 100 um -0,30% auf 25.227 Punkte nachgab. Auffällige Einzelwerte blieben in der Breite aus, die Anleger wirkten nach der Jahresendrally zunächst abwartend und sortierten ihre Positionen neu zwischen Wachstums- und Value-Titeln. Die leichten Gewinnmitnahmen im Tech-Sektor standen damit einem insgesamt robusten Gesamtmarkt gegenüber.

In Europa setzte der deutsche Leitindex DAX 40 seine Rekordrally moderat fort und legte um +0,31% auf 24.588 Punkte zu. Auch der breite asiatisch geprägte Markt zeigte Stärke: Der Hang Seng kletterte um +2,83% auf 26.396 Punkte, der japanische Nikkei 225 stieg um +1,56% auf 51.094 Punkte und der chinesische China A50 rückte um +1,09% auf 15.475 Zähler vor. Damit präsentierten sich vor allem Asien und Europa zum Jahresauftakt deutlich freundlicher als der US-Techsektor.

Auf der Kryptoseite setzten die Digitalwerte ihre historische Rally fort: Bitcoin (BTC) gewann +1,60% auf 89.794,84 US-Dollar, Ethereum (ETHUSD) sprang sogar um +4,39% auf 3.119,82 US-Dollar. Damit bleiben riskantere Anlageklassen gefragt, während die Aktienmärkte nach dem starken Schlussquartal 2025 etwas Tempo herausnehmen und auf die nächsten Impulse aus Konjunkturdaten und Unternehmensberichten warten.

WAS HEUTE WICHTIG WAR

Nvidia (NVDA) – Zündet die Aktie den nächsten KI-Schub?

Nvidia (NVDA, $188,73, +1,26%) setzte zum Jahresauftakt ihre beeindruckende KI-Rally fort und gehörte erneut zu den stärkeren Werten im US-Techsektor. Der Kursanstieg signalisiert, dass Anleger weiter auf die Dominanz von Nvidia im Markt für Hochleistungs-Grafikprozessoren und KI-Beschleuniger setzen. Trotz eines insgesamt gemischten Umfelds für Wachstumswerte bleibt die Nachfrage nach Rechenzentrums-Chips das zentrale Argument der Bullen. Die heutige Aufwärtsbewegung fügt sich in ein Bild anhaltend hoher Erwartungen an künftiges Umsatz- und Gewinnwachstum ein. Gleichzeitig bleibt die Bewertung der Aktie hoch, was sie anfällig für Rücksetzer bei kleinsten Enttäuschungen macht.

Im Fokus der Investoren steht bei Nvidia weiterhin die Frage, wie nachhaltig der aktuelle KI-Investitionszyklus ist. Marktteilnehmer beobachten genau, ob große Cloud-Anbieter und Konzerne ihre milliardenschweren Ausgaben für neue Rechenkapazitäten im laufenden Jahr beibehalten oder drosseln. Zudem spielt die Positionierung von Wettbewerbern im Bereich spezialisierter Beschleuniger eine zunehmende Rolle, auch wenn Nvidia hier nach wie vor als klarer Technologieführer gilt. Die heutige Kursbewegung legt nahe, dass der Markt derzeit eher von einer Fortsetzung des Nachfragebooms als von einer abrupten Abkühlung ausgeht.

Für die kommenden Wochen richtet sich der Blick der Anleger auf mögliche neue Produktankündigungen und Hinweise zur weiteren Margenentwicklung im Kerngeschäft Rechenzentren. Entscheidend wird sein, ob Nvidia die hohe Auslastung seiner Lieferkette halten und gleichzeitig technologische Vorsprünge gegenüber der Konkurrenz behaupten kann. Bleiben die Signale aus dem KI- und Cloud-Umfeld positiv, könnte die Aktie aus charttechnischer Sicht weiter Rückenwind bekommen. Sollten sich dagegen erste Ermüdungserscheinungen bei den Investitionsbudgets zeigen, dürfte der Druck auf die ambitionierte Bewertung von Nvidia spürbar steigen.

Ethereum (ETHUSD) – Warum der Kurs deutlich stärker zulegt als Bitcoin?

Ethereum (ETHUSD, $3.119,82, +4,39%) verzeichnete heute einen deutlich kräftigeren Anstieg als Bitcoin (BTC, $89.794,84, +1,60%) und setzt damit ein Ausrufezeichen im Kryptosektor. Während Bitcoin weiter in der Nähe neuer Rekordmarken handelt, signalisiert die Outperformance von Ethereum, dass Anleger verstärkt auf Smart-Contract-Plattformen und deren Ökosysteme setzen. Der höhere prozentuale Zuwachs könnte darauf hindeuten, dass Investoren nach dem starken Lauf von Bitcoin nach relativen Nachzüglern im Markt suchen.

Beide Leitwährungen der Kryptobranche profitieren von einem insgesamt risikofreudigen Sentiment, bei dem digitale Assets als alternative Anlageklasse weiter Zuflüsse sehen. Die stärkere Dynamik bei Ethereum lässt darauf schließen, dass der Markt dem Netzwerk mittelfristig zusätzliche Anwendungsfälle und damit Wachstumspotenzial zutraut. Für Anleger bleibt jedoch das hohe Volatilitätsrisiko bestehen, zumal regulatorische Entwicklungen und mögliche Umschichtungen institutioneller Investoren jederzeit deutliche Kursbewegungen auslösen können.

DAX 40 – Hält die Rekordrally im neuen Jahr?

Der DAX 40 schloss den Handelstag mit einem moderaten Plus von +0,31% bei 24.588 Punkten und bestätigte damit seine Stärke zum Jahresauftakt. Trotz des bereits sehr hohen Kursniveaus signalisiert die Entwicklung, dass internationale Anleger deutsche Standardwerte weiterhin als Profiteure der globalen Konjunkturerholung sehen. Der weitere Anstieg unterstreicht zudem, dass die Rekordstände bislang nicht zu breiten Gewinnmitnahmen geführt haben.

Gleichzeitig bleibt der Index anfällig für Rückschläge, sollte sich das makroökonomische Umfeld eintrüben oder die Erwartungen an künftiges Gewinnwachstum sich als zu optimistisch erweisen. Anleger blicken daher verstärkt auf die anstehende Berichtssaison und neue Konjunkturdaten, um die Tragfähigkeit der aktuellen Bewertung einzuschätzen. Hält der positive Nachrichtenfluss an, könnten weitere Höchststände folgen, doch jeder Enttäuschungsschock birgt das Potenzial für eine schnellere Korrektur.

Hang Seng – Kommt die Trendwende an der Börse Hongkong?

Der Hang Seng legte heute deutlich um +2,83% auf 26.396 Punkte zu und zeigte damit eine klare Erholungsbewegung. Die Stärke des Index deutet darauf hin, dass Investoren nach der Schwächephase der vergangenen Monate wieder selektiv in chinesische und hongkonger Werte zurückkehren. Besonders zyklische und technologienahe Titel profitierten von der verbesserten Stimmung.

Ob es sich um eine nachhaltige Trendwende oder lediglich um eine technische Erholung handelt, bleibt jedoch offen. Marktteilnehmer beobachten aufmerksam die wirtschaftspolitischen Signale aus Peking sowie die Entwicklung der Inlandsnachfrage, die für die weitere Kursrichtung entscheidend sein dürften. Bleiben zusätzliche Stützungsmaßnahmen aus, könnte der heutige Anstieg zunächst ein Stimmungsimpuls ohne langfristige Trendbestätigung bleiben.

Nikkei 225 – Wie lange trägt die Rally in Japan?

Der japanische Leitindex Nikkei 225 kletterte um +1,56% auf 51.094 Punkte und setzte damit seine beeindruckende Aufwärtsbewegung fort. Der Anstieg spiegelt die Erwartung wider, dass japanische Exportwerte weiterhin von einer robusten globalen Nachfrage und währungsbedingten Wettbewerbsvorteilen profitieren. Darüber hinaus bleibt Japan für internationale Investoren ein attraktiver Markt, um sich breiter in Asien zu engagieren.

Mit den neuen Höchstständen steigt jedoch auch das Risiko von Rücksetzern, falls Gewinnmitnahmen einsetzen oder sich die weltweite Konjunkturdynamik abschwächt. Anleger achten daher verstärkt auf Unternehmensprognosen und mögliche Veränderungen in der Geldpolitik, die die Liquiditätssituation beeinflussen könnten. Solange jedoch keine klaren Gegenimpulse erkennbar sind, dürfte die Rally im Nikkei 225 kurzfristig weiter Unterstützung finden.

KURZNEWS

  • ETHUSD – Ethereum: Ethereum (ETHUSD, $3.119,82, +4,39%) zog deutlich an und entwickelt sich damit stärker als der Gesamtmarkt der Kryptowährungen. Die Outperformance unterstreicht die anhaltende Bedeutung von Smart-Contract-Plattformen im Krypto-Ökosystem.
  • BTC – Bitcoin: Bitcoin (BTC, $89.794,84, +1,60%) nähert sich weiter der psychologisch wichtigen Marke von 90.000 US-Dollar. Der erneute Kursanstieg zeigt, dass die Nachfrage nach der Leitwährung des Kryptomarkts trotz der bereits starken Rally hoch bleibt.
  • NVDA – Nvidia: Nvidia (NVDA, $188,73, +1,26%) startete mit Kursgewinnen ins neue Jahr. Anleger setzen weiter darauf, dass die starke Nachfrage nach KI-Chips und Rechenzentrums-Hardware anhält.
  • SPX – S&P 500: Der S&P 500 legte leicht um +0,05% auf 6.864 Punkte zu und bestätigte damit seine Rekordzone. Trotz der geringen Tagesbewegung bleibt der Index ein Gradmesser für die anhaltende Stärke des US-Gesamtmarkts.
  • NDX – Nasdaq 100: Der Nasdaq 100 gab um -0,30% auf 25.227 Punkte nach. Die leichten Abgaben deuten auf selektive Gewinnmitnahmen im US-Techsektor hin.
  • DAX – DAX 40: Der DAX 40 schloss mit einem Plus von +0,31% bei 24.588 Punkten. Die Bewegung zeigt, dass deutsche Standardwerte weiterhin von der robusten Stimmung an den globalen Aktienmärkten profitieren.
  • HSI – Hang Seng: Der Hang Seng stieg kräftig um +2,83% auf 26.396 Punkte. Vor allem chinesische und hongkonger Werte verzeichneten nach den Kursverlusten der Vergangenheit starke Erholungstendenzen.
  • NKY – Nikkei 225: Der Nikkei 225 erhöhte sich um +1,56% auf 51.094 Punkte. Japanische Aktien bleiben damit ein wichtiger Performance-Treiber innerhalb der asiatischen Märkte.
  • A50 – China A50: Der China A50 legte um +1,09% auf 15.475 Punkte zu. Die Gewinne signalisieren vorsichtigen Optimismus der Anleger für den chinesischen Aktienmarkt.
  • CCMP – Krypto-Sektor: Die Kombination aus einem festeren Bitcoin und einem noch stärkeren Ethereum deutet auf anhaltende Zuflüsse in den Kryptomarkt hin. Investoren zeigen sich bereit, trotz hoher Schwankungen weiteres Risiko einzugehen.
  • US-MARKT – Wall Street: Die Wall Street präsentierte sich zum Jahresauftakt uneinheitlich, mit leichten Gewinnen beim S&P 500 und Abgaben im Nasdaq 100. Das Bild spricht für eine laufende Rotation innerhalb des US-Aktienmarkts.
  • EUROPA – Leitindizes: Neben dem DAX 40 konnten auch andere europäische Indizes am positiven Sentiment teilhaben. Dies deutet auf eine breite Unterstützung der Aktienmärkte in der Eurozone hin.
  • ASIEN – Regionale Märkte: Die freundliche Entwicklung von Hang Seng, Nikkei 225 und China A50 zeigt eine klare Erholungstendenz in Asien. Anleger hoffen auf eine Stabilisierung der Konjunktur in der Region.
  • RISIKO – Marktstimmung: Mit steigenden Aktien- und Kryptokursen signalisiert der Markt eine hohe Risikobereitschaft der Investoren. Rückschläge bleiben allerdings jederzeit möglich, sollten neue Belastungsfaktoren auftauchen.
  • LIQUIDITAET – Jahresauftakt: Zum Beginn des neuen Jahres zeigt sich an den globalen Märkten eine solide Liquiditätslage. Viele institutionelle Investoren scheinen ihre Portfolios neu auszubalancieren, ohne die übergeordneten Trends in Frage zu stellen.


Apple und Microsoft konsolidieren – Goldrallye bewegt Märkte

KURZ & KNAPP

Apple und Microsoft starten mit leichten Gewinnmitnahmen ins Jahr 2026, während Analyst Dan Ives weiter Wachstum im KI- und Cloud-Segment erwartet. Parallel setzt die Rallye bei Gold und Silber nach dem Rekordjahr 2025 neue Akzente. Hohe Notenbankkäufe und die schwächere Entwicklung des US-Dollar treiben die Edelmetalle. Anleger beobachten gespannt, ob 2026 eine Fortsetzung des Booms bringt.

Neben den US-Tech-Schwergewichten rücken Alphabet, Oracle und Novo Nordisk mit ihren jeweils eigenen KI- und Gesundheitsstories in den Mittelpunkt. Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum tendieren fester. Globale Aktienindizes von S&P 500 bis Hang Seng signalisieren zum Jahresauftakt vorsichtigen Risikoappetit.

In Europa zeigt der DAX 40 zum Start 2026 moderate Gewinne, während der Nikkei 225 und der China A50 von einer verbesserten Stimmung in Asien profitieren. Themen wie die wachsende US-Staatsverschuldung, die künftige Rolle von Fed-Chef Jerome Powell und mögliche Auswirkungen auf die Zinspolitik prägen die Makrolage. Auch der Ausblick für die globale Autoindustrie mit steigenden Neuwagenpreisen bleibt ein wichtiges Diskussionsthema.

DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

US-Tech-Schwergewichte (AAPL, MSFT) – Kommt 2026 die nächste Rallye-Welle?

Die großen US-Tech-Schwergewichte starten verhalten ins neue Jahr, doch einige Analysten sehen 2026 als weiteres Boomjahr für den Sektor. Die Aktie von Apple (AAPL, $273,02, -0,43%) liegt vorbörslich leicht im Minus, ebenso wie Microsoft (MSFT, $485,85, -0,80%), nachdem die Titel 2025 bereits kräftig gestiegen waren. Tech-Stratege Dan Ives rechnet dennoch damit, dass führende Technologiewerte 2026 noch einmal um rund 20% bis 25% zulegen könnten. Er verweist auf anhaltendes Wachstum in den Bereichen Cloud, Künstliche Intelligenz und Plattform-Geschäftsmodelle, von denen gerade Apple und Microsoft strukturell profitieren dürften. Trotz kurzfristiger Gewinnmitnahmen betrachtet er die aktuellen Rücksetzer eher als Verschnaufpause innerhalb eines längerfristigen Aufwärtstrends.

Bei Apple bleibt der Fokus auf dem Service-Geschäft, das sich zunehmend zu einem margenstarken Wachstumstreiber entwickelt und die Schwankungen im Hardware-Geschäft abfedern soll. Microsoft wiederum profitiert von der starken Position seiner Cloud-Plattform Azure und der tiefen Integration generativer KI in Produkte wie Office und GitHub. Ives sieht die großen US-Tech-Konzerne als zentrale Gewinner der KI-Investitionswelle, die sich mit zunehmender Verbreitung von Enterprise-KI-Anwendungen weiter beschleunigen dürfte. Viele institutionelle Investoren bleiben daher in den «Mega-Caps» engagiert, weil sie in einem Umfeld erhöhter Unsicherheit als defensive Wachstumswerte gelten. Die Kursdellen zum Jahresauftakt werden an der Wall Street vor diesem Hintergrund bislang nicht als Trendwechsel interpretiert.

Für Anleger stellt sich damit vor allem die Frage nach Einstiegspunkten und Gewichtung innerhalb des Tech-Sektors. Sollte sich das optimistische Szenario von Dan Ives bewahrheiten, könnten Pullbacks bei Apple und Microsoft im Laufe des Jahres als Kaufgelegenheiten angesehen werden. Gleichzeitig mahnen die leichten Kursverluste zu Beginn des Jahres zur Vorsicht, da viel Wachstum bereits in die Bewertungen eingepreist ist. Kurzfristig könnten Zinsdebatten und die Unsicherheit um die künftige Besetzung der Federal Reserve für Schwankungen sorgen. Mittel- bis langfristig bleibt die zentrale Frage, wie stark die großen Tech-Konzerne ihre KI-Investitionen in profitables Wachstum ummünzen können – genau darauf setzen optimistische Analysten für 2026.

Gold und Silber (GC=F) – Wie weit trägt die Rekordrallye der Edelmetalle?

Nach einem Ausnahmejahr 2025 setzen Gold und Silber ihre Rallye zum Jahresauftakt 2026 fort. Eine Feinunze Gold (GC=F, $4.383,40, +0,97%) notiert erneut deutlich über 4.300 Dollar, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um knapp 65% zugelegt und damit das stärkste Jahresplus seit 1979 erzielt hatte. Kurz vor Weihnachten hatte Gold mit knapp 4.550 Dollar ein Rekordhoch markiert, bevor es zum Jahresende zu Gewinnmitnahmen kam. Silber klettert derweil wieder in Richtung der Marke von 80 Dollar je Unze, nachdem das Metall 2025 um 148% gestiegen war und erstmals die 80-Dollar-Schwelle überschritten hatte. Angetrieben wird der Höhenflug der Edelmetalle vor allem von der Schwäche des US-Dollars, massiven Notenbankkäufen sowie anhaltenden geopolitischen Spannungen.

Analysten verweisen zudem auf die wachsenden Sorgen um die US-Staatsverschuldung, die inzwischen rund 38 Billionen Dollar erreicht, und die nachlassende Nachfrage nach US-Staatsanleihen. Große Notenbanken, insbesondere aus Ländern, die ihre Abhängigkeit vom Dollar reduzieren wollen, schichten ihre Reserven verstärkt in Gold um. Für Silber kommt eine starke industrielle Nachfrage hinzu, etwa aus Elektromobilität, Künstlicher Intelligenz und Rüstungsindustrie, die das Angebot zusätzlich verknappt. Strategen von J.P. Morgan erwarten, dass der Gold-Boom 2026 und 2027 anhalten dürfte und sehen den Preis perspektivisch in Richtung 5.000 Dollar je Unze steigen. Gleichzeitig warnen Marktbeobachter vor der erhöhten Volatilität an Tagen mit dünnem Handel, an denen bereits kleinere Orders zu größeren Ausschlägen führen können – ein Umfeld, in dem Anleger besonders diszipliniert agieren sollten.

Novo Nordisk (NVO) – Ist die Wachstumsstory nach der Kurskorrektur noch intakt?

Die Aktie von Novo Nordisk (NVO, $51,50, -0,66%) hat nach einem Hype-Jahr 2025 deutlich an Höhe verloren. Über die vergangenen zwölf Monate hinweg büßten die Papiere knapp 42% ein, auch wenn sie sich im Dezember mit einem Monatsplus von gut 6% etwas stabilisieren konnten. Der dänische Pharmakonzern, bekannt für seine Medikamente gegen Diabetes und Adipositas, bleibt dennoch ein Kerninvestment für langfristig orientierte Wachstumsinvestoren wie Sustainable Growth Advisers (SGA). In ihrem jüngsten Quartalsbericht betonen die Manager, dass sie weiterhin auf qualitativ hochwertige Wachstumsunternehmen mit stabilen Erträgen und Cashflows setzen – Novo Nordisk zählt für sie weiterhin in diese Kategorie. Die operative Entwicklung des Unternehmens hat sich zuletzt als robuster erwiesen als die Kursbewegung vermuten lässt.

Die deutliche Underperformance der Aktie führen die SGA-Manager eher auf eine Marktrotation in zyklische und niedrig bewertete Werte zurück als auf eine Eintrübung der fundamentalen Perspektiven. Insbesondere die weltweite Nachfrage nach modernen Diabetes- und Adipositas-Therapien bleibt hoch, was langfristig zweistellige Wachstumsraten ermöglichen könnte. Für 2026 stellt sich damit weniger die Frage nach der Stabilität des Geschäftsmodells, sondern vielmehr nach der Bewertung und dem richtigen Einstiegsniveau nach der Korrektur. Institutionelle Investoren wie SGA nutzen derartige Rückgänge häufig, um Positionen in strukturellen Wachstumsstories schrittweise auszubauen. Ob sich diese Strategie auszahlt, hängt entscheidend davon ab, ob Novo Nordisk seine Wachstumsziele im Kerngeschäft in den kommenden Quartalen bestätigen kann.

Alphabet (GOOGL) – Warum bleibt die Google-Mutter Liebling der Großanleger?

Die Aktie von Alphabet (GOOGL, $315,97, -0,27%) startet mit leichten Gewinnmitnahmen ins neue Jahr, nachdem der Titel 2025 um rund 65% zugelegt hatte. Der Marktwert der Google-Mutter lag zum Jahresende 2025 bei rund 3,78 Billionen Dollar, was Alphabet zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt macht. Trotz der jüngsten Konsolidierung bleibt der Konzern ein Kernwert in vielen Wachstumsportfolios institutioneller Investoren. So hebt der Fonds Sustainable Growth Advisers (SGA) in seinem jüngsten Quartalsbericht die starke Position von Alphabet in den Bereichen Online-Werbung, Cloud-Computing und KI hervor. Die Kombination aus hohen Margen im Werbegeschäft und wachsendem Cloud-Segment überzeugt langfristig orientierte Anleger.

Auch die zunehmenden Investitionen in Künstliche Intelligenz, etwa über die Gemini-Modellfamilie und proprietäre TPU-Chips, stärken aus Sicht vieler Großanleger die strategische Position des Konzerns im Technologiewettlauf. Obwohl der starke Kursanstieg 2025 die Bewertung angehoben hat, setzen Investoren weiter darauf, dass Alphabet seine Plattformen erfolgreich monetarisieren und neue Ertragsquellen erschließen kann. Kurzfristige Rücksetzer werden daher bisher eher als Gelegenheit interpretiert, Engagements anzupassen, als als Signal eines fundamentalen Bruchs. Für 2026 steht vor allem im Fokus, wie schnell sich die massiven KI-Investitionen in steigenden Umsätzen und Gewinnen niederschlagen – ein entscheidender Faktor dafür, ob die Aktie ihre Outperformance fortsetzen kann.

Oracle (ORCL) – Bleibt der KI-Infrastruktur-Champion 2026 auf der Erfolgsspur?

Die Aktie von Oracle (ORCL, $197,29, -1,17%) blickt auf ein extrem schwankungsreiches Jahr 2025 zurück. Nach einem Kurssprung von 40% an einem Tag im September, ausgelöst durch starke Cloud-Zahlen und explodierende Auftragsbestände, gab der Kurs bis zum Jahresende sämtliche Gewinne wieder ab. Oracle positioniert sich als einer der zentralen Infrastruktur-Lieferanten der KI-Revolution und hat sich im Cloud-Geschäft hinter den drei großen Hyperscalern als vierter Player etabliert. Der Cloud-IaaS-Umsatz wuchs zuletzt um 68% auf 4,1 Milliarden Dollar im Quartal, was einem Jahresrunrate von rund 16,5 Milliarden Dollar entspricht. Besonders im Fokus steht ein Cloud-Auftragsbestand (RPO) von mehr als 500 Milliarden Dollar, der zu großen Teilen auf den KI-Pionier OpenAI zurückgeht.

Genau diese hohe Kundenkonzentration und die aggressive Schuldenaufnahme zur Finanzierung der Rechenzentrums-Offensive nähren jedoch Zweifel an der Tragfähigkeit der aktuellen Wachstumsstrategie. OpenAI soll allein für rund 300 Milliarden Dollar der Oracle-RPOs stehen, während das Start-up gleichzeitig hohe Verluste und enorme langfristige Ausgabeverpflichtungen schultern muss. Oracle selbst hat seine Bruttoverschuldung im Zuge der Investitionen von 96 auf fast 130 Milliarden Dollar erhöht und zuletzt einen negativen freien Cashflow von rund 10 Milliarden Dollar ausgewiesen. Zwar rechnet das Management langfristig mit attraktiven Margen im KI-spezifischen Cloud-Geschäft, doch der Spielraum für Fehlentwicklungen ist begrenzt. 2026 dürfte damit zum Lackmustest werden, ob der KI-Infrastrukturboom die mutige Wette von Oracle rechtfertigt – oder ob die Risiken aus Schuldenlast und Kundenzentrierung schwerer wiegen.

KURZNEWS

  • GC=F – Gold: Der Goldpreis setzt seine Rekordjagd fort und steigt am Morgen in London um rund 55 Dollar auf etwa 4.374 Dollar je Feinunze. Nach einem Jahresplus von rund 65% in 2025 bleibt das Edelmetall damit das dominierende Thema im Rohstoffsektor.
  • Silber: Silber verteuert sich zum Jahresstart um mehr als 3% auf 74,02 Dollar je Unze. Damit knüpft das Industriemetall an die fulminante Rally 2025 an, als sich der Preis von etwa 30 auf zeitweise über 80 Dollar mehr als verdoppelte.
  • DAX 40: Der deutsche Leitindex DAX 40 steigt am ersten Handelstag 2026 um rund 0,46% auf 24.624 Punkte. Nach einem Zuwachs von 23% im Vorjahr signalisiert der Auftakt anhaltenden Risikoappetit, wenn auch bei dünnem Volumen.
  • Hang Seng: Der Hongkonger Leitindex Hang Seng legt um 2,63% auf 26.344 Punkte zu. Die Erholung spiegelt eine verbesserte Stimmung gegenüber chinesischen und asiatischen Aktien wider.
  • Nikkei 225: Der japanische Nikkei 225 steigt um 1,65% auf 51.139 Punkte. Der Index profitiert weiter von der starken Performance japanischer Exportwerte und der lockeren Geldpolitik der Bank of Japan.
  • China A50: Der China A50-Index gewinnt 1,01% und notiert bei 15.463 Punkten. Anleger setzen damit auf eine Stabilisierung der chinesischen Konjunktur im neuen Jahr.
  • S&P 500: Der US-Leitindex S&P 500 steht vorbörslich bei 6.887 Punkten, ein Plus von 0,39%. Nach dem starken Vorjahr bleibt der Fokus auf der künftigen Zinspolitik der Federal Reserve.
  • NASDAQ 100: Der Tech-Index NASDAQ 100 gewinnt 0,78% auf 25.501 Punkte. Die Kursentwicklung spiegelt die anhaltende Zuversicht in Wachstumswerte trotz einzelner Gewinnmitnahmen bei Tech-Schwergewichten wider.
  • Bitcoin – BTC: Bitcoin (BTC, $89.115,72, +0,83%) nähert sich zum Jahresauftakt der Marke von 90.000 Dollar. Trader beobachten ein neues CME-Futures-Gap nach unten, das kurzfristig für erhöhte Volatilität sorgen könnte.
  • ETHUSD – Ethereum: Ethereum (ETHUSD, $3.043,01, +1,82%) steigt mit dem Gesamtmarkt der Kryptowährungen. Der Coin profitiert von der verbesserten Risikostimmung und der Stärke im DeFi- und Smart-Contract-Ökosystem.
  • AAPL – Apple: Apple (AAPL, $273,02, -0,43%) startet mit leichten Verlusten ins neue Jahr, bleibt aber ein zentraler Profiteur des KI- und Service-Booms. Analyst Dan Ives traut US-Tech-Werten wie Apple 2026 dennoch zweistellige Kursgewinne zu.
  • MSFT – Microsoft: Microsoft (MSFT, $485,85, -0,80%) verbucht zu Handelsbeginn einen moderaten Rücksetzer. Die Aktie steht dennoch im Fokus, da der Konzern mit Azure und KI-Anwendungen zu den wichtigsten Treibern des globalen Tech-Aufschwungs zählt.
  • NVO – Novo Nordisk: Novo Nordisk (NVO, $51,50, -0,66%) bleibt nach einem schwachen Jahr 2025 unter Druck. Langfristige Anleger wie Sustainable Growth Advisers sehen die Wachstumsstory im Bereich Diabetes- und Adipositas-Therapien dennoch intakt.
  • GOOGL – Alphabet: Alphabet (GOOGL, $315,97, -0,27%) konsolidiert nach einem Kursplus von mehr als 60% im vergangenen Jahr. Institutionelle Investoren setzen weiter auf die starke Marktstellung in Werbung, Cloud und KI.
  • ORCL – Oracle: Oracle (ORCL, $197,29, -1,17%) gibt nach seinem volatilen KI-Jahr 2025 zunächst nach. Der hohe Cloud-Auftragsbestand, maßgeblich getrieben durch OpenAI, sorgt gleichzeitig für Chancen und erhebliche Risiken.
  • Fed – Jerome Powell: An den US-Märkten wird intensiv spekuliert, ob Jerome Powell nach Ablauf seiner Amtszeit als Fed-Chef im Mai 2026 im Board der Federal Reserve verbleibt. Die Entscheidung könnte entscheidenden Einfluss auf die Unabhängigkeit der Notenbank und die künftige Zinspolitik haben.
  • US-Dollar: Devisenexperten der MUFG rechnen damit, dass der US-Dollar im ersten Halbjahr 2026 auf dem aktuell schwächeren Niveau konsolidieren könnte. Diese Entwicklung stützt tendenziell Rohstoffe wie Gold und Silber sowie ausgewählte Schwellenländeranlagen.
  • US-Staatsverschuldung: Die wachsende US-Staatsverschuldung von rund 38 Billionen Dollar und ein Haushaltsdefizit von etwa 1,8 Billionen Dollar rücken stärker in den Fokus der Märkte. Viele Investoren fürchten eine langfristige Entwertung des Dollars und suchen Absicherung in Sachwerten wie Gold.
  • US-Autoindustrie: Laut Kelley Blue Book könnte der durchschnittliche Neuwagenpreis in den USA in diesem Jahr die Marke von 50.000 Dollar erreichen. Steigende Finanzierungskosten und hohe Basispreise könnten die Nachfrage bremsen und den Druck auf Hersteller-Margen erhöhen.


SoftBank plant KI-Infrastruktur-Deal – DigitalBridge & Berkshire

KURZ & KNAPP

SoftBank und die US-Investmentfirma DigitalBridge verhandeln laut Berichten ueber einen milliardenschweren Einstieg in die globale KI-Infrastruktur. Im Raum steht die Uebernahme eines Asset-Managers mit rund 108 Milliarden Dollar verwaltetem Vermoegen. Parallel baut SoftBank sein Oekosystem von Rechenzentren bis zu KI-Software weiter aus. Zudem ringen Investoren mit der Frage, wie Berkshire Hathaway seinen riesigen Cashbestand unter dem kuenftigen Chef Greg Abel strategisch einsetzen wird.

Neben diesen Mega-Themen bestimmen geopolitische Spannungen und Rohstoffknappheit die Maerkte. Deutsche Ruestungswerte wie Rheinmetall und Hensoldt reagieren empfindlich auf Spekulationen um einen moeglichen Ukraine-Deal. Zugleich bewegen Bitcoin, Silber und andere Rohstoffe die Kurse, waehrend der klassische 60/40-Ansatz in der Vermoegensaufteilung von Strategen wie Morgan Stanley zunehmend hinterfragt wird.

Fuer Deutschland rueckt ein moeglicher struktureller Jobabbau ab 2026 in den Vordergrund, was die Perspektiven vieler DAX-Konzerne truebt. In Europa und den USA stehen zudem Konjunkturpfad, Energiepreise und die Zinspolitik der Federal Reserve im Mittelpunkt. Die Kombination aus KI-Investitionswelle, Deindustrialisierungs-Angst und laufenden Verhandlungen zu globalen Konflikten schafft ein fragiles, aber dynamisches Boersenumfeld.

AUSBLICK US-Märkte

  • Morgan Stanley zu GOLD: Chief Investment Officer Mike Wilson rückt von der traditionellen 60/40-Allokation ab und empfiehlt ein Portfolio aus 60 % Aktien, 20 % Anleihen und 20 % Gold, da er Gold und hochwertige Aktien als beste Hedges gegen Inflation einstuft.

DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

SoftBank (SFTBY) und DigitalBridge (DBRG) – Zündet Son den nächsten KI-Infrastruktur-Megadeal?

SoftBank (SFTBY, $56.76, +1.61%) und die US-Investmentfirma DigitalBridge Group (DBRG, $15.29, +2.20%) stehen laut Berichten vor einem möglichen Milliarden-Deal im Zentrum des globalen KI-Infrastrukturbooms. Nach Informationen von Bloomberg laufen fortgeschrittene Gespräche über eine Übernahme von DigitalBridge, die bereits jetzt ein verwaltetes Vermögen von rund 108 Milliarden Dollar im Bereich digitaler Infrastruktur betreut. Im vorbörslichen US-Handel war die Aktie von DigitalBridge zeitweise um bis zu 50% nach oben geschossen, bevor sie einen Teil der Gewinne wieder abgab und zuletzt rund 34% im Plus lag. Die Marktkapitalisierung von DigitalBridge liegt aktuell bei etwa 2,5 Milliarden Dollar, der Unternehmenswert inklusive Schulden bei rund 3,8 Milliarden Dollar. Allein die Übernahmespekulationen reichen aus, um die Titel beider Unternehmen deutlich zu bewegen und den Markt erneut auf den strategischen Wert von Rechenzentren, Glasfasernetzen und Funktürmen aufmerksam zu machen.

Strategisch wäre der Schritt ein weiterer Baustein in der aggressiven KI-Offensive von Masayoshi Son, der sein Portfolio in den vergangenen Jahren radikal auf Zukunftstechnologien ausgerichtet hat. Während Akteure wie OpenAI die Schlagzeilen dominieren, verlagert sich der entscheidende Engpass zunehmend auf die physische Ebene: Rechenzentren, Stromversorgung, Glasfaser und Türme als „Schaufeln“ im KI-Goldrausch. DigitalBridge hält Beteiligungen an Plattformen wie AIMS, AtlasEdge, DataBank, Switch, Vantage Data Centers und der Yondr Group und ist damit tief in der globalen Dateninfrastruktur verankert. Für SoftBank wäre das kein Neuland – der Konzern hatte bereits 2017 die Fortress Investment Group übernommen und später wieder verkauft und kennt damit das Asset-Management-Geschäft. Parallel arbeitet SoftBank mit OpenAI, Oracle und Abu Dhabis MGX am gigantischen Datenzentrumsprojekt „Stargate“, das jedoch derzeit durch Finanzierungs- und Standortfragen gebremst wird. Vor diesem Hintergrund hatte Son unlängst ein Nvidia-Paket im Wert von 5,8 Milliarden Dollar veräußert, um Kapital für KI-Investments freizusetzen.

Noch ist der Deal nicht final, doch bereits die laufenden Verhandlungen senden eine starke Signalwirkung an den Markt. Sollte SoftBank den Zuschlag erhalten, würde der Konzern sich einen zentralen Hebel auf die globale KI-Infrastruktur sichern – von Software-Beteiligungen wie OpenAI bis hin zu Beton, Stahl und Glasfaser in Form von Datenzentren und Netzen. Investoren werten die mögliche Transaktion als konsequenten Schritt, um die gesamte Wertschöpfungskette der KI-Ökonomie stärker zu kontrollieren und den Aufbau des eigenen Ökosystems zu beschleunigen. Gleichzeitig erhöht ein solcher, mutmaßlich stark kreditfinanzierter Kauf den Druck, die in Aussicht gestellte Rendite auch tatsächlich zu liefern, insbesondere vor dem Hintergrund hoher Zinsen und zunehmender Skepsis gegenüber überschuldeten Wachstumsmodellen. Ob der erwartete Mega-Deal tatsächlich bereits zu Wochenbeginn verkündet wird, ist offen – die Marktteilnehmer haben sich jedoch bereits klar positioniert: KI-Infrastruktur bleibt einer der begehrtesten Hebel im aktuellen Bullenmarkt.

Berkshire Hathaway (BRK.B) – Nutzt Greg Abel den 382-Milliarden-Cashberg für einen Bitcoin-Schwenk?

Berkshire Hathaway (BRK.B, $498.40, 0.00%) wird laut Marktbeobachtern derzeit mit einem sogenannten „Succession Discount“ gehandelt, weil Investoren die künftige Performance unter dem designierten Nachfolger Greg Abel abwarten. Unter Warren Buffett hat die Holding mehr als 6 Millionen Prozent Rendite erzielt, dennoch sorgt die anstehende Übergabe dafür, dass selbst Ultra-High-Net-Worth-Investoren eine gewisse Bewertungslücke einpreisen. Gleichzeitig sitzt Berkshire Hathaway auf einem gewaltigen Barbestand von rund 382 Milliarden Dollar, der im aktuellen Zinsumfeld zwar 4–5 % risikofreie Rendite bringt, aber höhere Opportunitätskosten gegenüber produktiven Investments erzeugt. Für das Jahr 2026 erwarten Marktteilnehmer deshalb deutlich größere Allokationsentscheidungen, die über die strategische Handschrift von Abel entscheiden werden. Besonders im Fokus stehen dabei Sektoren wie Energie, Transport (insbesondere Eisenbahnen), Industrie und Verteidigung, wo Berkshire bereits heute starke Positionen hält.

Spekuliert wird zudem über einen möglichen Kurswechsel bei digitalen Assets, vor allem bei Bitcoin (BTC-USD, $87,327.14, -0.28%) und Ethereum (ETHUSD, $2,922.72, -0.49%), die von vielen Investoren wegen ihrer programmierten Knappheit geschätzt werden. Ein Einstieg von Berkshire Hathaway in Bitcoin oder Ethereum würde als klarer Bruch mit Buffetts bisher strikt ablehnender Haltung gelten und könnte als „Breakout Move“ von Abel interpretiert werden, um eine eigene strategische Identität zu markieren. Befürworter argumentieren, dass digitale Währungen sich langfristig ähnlich durchsetzen könnten wie das Internet gegenüber der klassischen Briefpost und daher als Beimischung für große Vermögen sinnvoll sind. Parallel dazu sehen Experten in den Bereichen Energie und Verteidigung erhebliches Aufwärtspotenzial für die kommenden ein bis zwei Jahre, was auch zu Abels beruflichem Hintergrund im Energiesektor passt. Sollte er hier größere Akquisitionen oder Kapitalspritzen vornehmen, könnte dies den Cashberg schrittweise in produktive Assets verwandeln – und damit den wahrgenommenen Nachfolger-Rabatt reduzieren.

Rheinmetall (RHM.DE) und Hensoldt (HAG.DE) – Warum belasten Ukraine-Deal-Spekulationen die deutschen Rüstungsaktien?

Deutsche und europäische Rüstungswerte geraten heute deutlich unter Druck, weil die Märkte auf Berichte über mögliche „Ukraine-Deal“-Verhandlungen zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj in Mar-a-Lago reagieren. Rheinmetall (RHM.DE, $1505.50, -2.30%) und Hensoldt (HAG.DE, $72.00, -1.64%) zählen dabei zu den klaren Verlierern im DAX- und Nebenwertesegment. Anstatt über einen klar umrissenen Friedensplan zu sprechen, soll laut den vorliegenden Einschätzungen über Einflusszonen, Zahlungsströme und Nachkriegsrenditen verhandelt werden, was aus Sicht institutioneller Investoren hohe geopolitische Unsicherheit erzeugt. Diese Unklarheit trifft ausgerechnet jene Aktien, die in den vergangenen Quartalen stark von der Aufrüstung in Europa und steigenden Verteidigungsbudgets profitiert haben.

Die Nervosität der Märkte erklärt sich vor allem daraus, dass unklare Nachkriegsarrangements die Planbarkeit langfristiger Beschaffungsprogramme infrage stellen könnten. Gleichzeitig betonen Experten, dass ein möglicher Deal keineswegs automatisch sinkende Verteidigungsausgaben in Europa bedeuten muss, sondern eher eine Neujustierung der Prioritäten. Dennoch nutzen kurzfristig orientierte Anleger die Schlagzeilen, um Gewinne in den stark gelaufenen Papieren mitzunehmen und Risiko zu reduzieren. Für mittel- bis langfristig orientierte Investoren bleibt entscheidend, ob die politischen Verhandlungen zu verlässlichen Rahmenbedingungen führen – oder ob das aktuelle Kursminus nur eine Zwischenkorrektur in einem strukturell intakten Aufwärtstrend der europäischen Verteidigungsindustrie darstellt.

DAX 40 – Droht ab 2026 ein struktureller Jobschock für den Standort Deutschland?

Wirtschaftsverbände warnen zunehmend lautstark vor einem massiven strukturellen Jobabbau in Deutschland ab dem Jahr 2026, der weit über einen normalen Konjunkturzyklus hinausgehen soll. Als zentrale Gründe werden eine Erosion der Standortqualität durch hohe Energiepreise, ausufernde Bürokratie, hohe Abgabenlast und politische Fehlentscheidungen genannt. In der Industrie sei bereits heute ein Verlust an Substanz und Investitionsbereitschaft spürbar, was von einigen Beobachtern als eine Art „kontrollierter Abriss“ des bisherigen Geschäftsmodells interpretiert wird. Für den DAX 40 (24.368 Punkte, -0,17%) könnte dies mittelfristig bedeuten, dass die Gewinndynamik der klassischen Industriewerte unter Druck gerät und sich die Bewertungsunterschiede zu stärker digitalisierten Märkten weiter vergrößern.

Besonders kritisch sehen die Verbände, dass strukturelle Reformen bei Energie- und Standortkosten nur schleppend vorankommen, während internationale Wettbewerber aggressiv um Produktionskapazitäten werben. Investoren beobachten daher genau, ob die Politik in den kommenden Jahren Kurskorrekturen vornimmt, um eine Deindustrialisierung zu verhindern. Für den Kapitalmarkt stellt sich die Frage, ob Deutschland vom Qualitäts- zum Hochkostenstandort wird – oder ob es gelingt, die Transformation hin zu einer stärker technologie- und dienstleistungsgetriebenen Wirtschaft ohne flächendeckende Arbeitsplatzverluste zu bewältigen. Die heute vergleichsweise gelassenen DAX-Kurse spiegeln diese Langfristgefahren bislang nur teilweise wider.

Bitcoin (BTC-USD) und Silber (SI=F) – Wie spekuliert der Markt auf Zinssenkungen und Rohstoffknappheit?

Bitcoin (BTC-USD, $87,327.14, -0.28%) nähert sich erneut der psychologisch wichtigen Marke von 90.000 Dollar, auch wenn der Kurs heute etwas nachgibt. Treiber des laufenden Zyklus ist weniger die technologische Adaption als vielmehr die massive Spekulation auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve und eine anhaltend hohe Marktliquidität. Bitcoin wird dabei zunehmend als integraler Bestandteil des Finanzsystems wahrgenommen und nicht mehr als dessen Gegenmodell – Rücksetzer werden von vielen Investoren als Kaufchance interpretiert. Parallel dazu erlebt der Silbermarkt eine spektakuläre Rally: Silber-Futures (SI=F, $72.63, -5.92%) korrigieren zwar heute scharf, nachdem der Preis in der Nacht erstmals die Marke von 80 Dollar je Unze überschritten hat, liegen aber auf Jahressicht immer noch bei einem Plus von über 155%. Das Gold-Silber-Ratio ist auf historisch niedrige 55 gefallen, physisches Silber ist bei vielen Händlern ausverkauft und es mehren sich Warnungen vor möglichen Handelsbeschränkungen für Privatanleger.

Fundamental wird die Knappheit durch ein strukturelles Angebotsdefizit und eine explodierende Nachfrage in Bereichen wie Photovoltaik, Halbleiter, E-Mobilität, Militär und KI-Infrastruktur getrieben. Experten verweisen zudem darauf, dass JPMorgan mit geschätzten 750 Millionen Unzen über Bestände in der Größenordnung von fast drei Vierteln einer Weltjahresproduktion verfügen soll und damit erheblichen Einfluss auf den Markt ausübt. In Kombination mit der Zinssenkungsfantasie der Fed entsteht ein Umfeld, in dem Risikoassets – von Kryptowährungen bis zu Industriemetallen – wie mit einem Adrenalinstoß nach oben getrieben werden. Kritiker sehen darin ein Signal systemischer Nervosität: Liquidität wird ins System gepumpt, während parallel der Umbau vom klassischen Fiat-System hin zu digitalen Währungen vorangetrieben wird. Für Trader bedeutet das: Momentum-Trends können länger laufen als erwartet, sind aber zunehmend anfällig für abrupte Gegenbewegungen wie den jüngsten Rückschlag bei Silber.

KURZNEWS

  • TSLA – Tesla: Tesla steht unter erheblichem betriebswirtschaftlichem Druck, weil die Margen im Fahrzeuggeschäft durch notwendige Preissenkungen bei nachlassender Nachfrage erodieren. Ein ehemals großer Zuliefervertrag ist nahezu kollabiert und weist nur noch ein Volumen von rund 7.386 Dollar auf, während gleichzeitig die stark gestiegenen Silberpreise das Unternehmen als großen Verbraucher zusätzlich belasten.
  • TSLA – Tesla: Parallel dazu treibt Tesla Tests für das autonome Fahren mit dem System FSD in Deutschland und Europa voran. Trotz der kurzfristigen Margenprobleme setzt der Konzern damit klar auf Software- und Technologiekompetenz als künftigen Werttreiber.
  • TSLA – Tesla: In einer technisch orientierten Analyse beschreibt Jens Glatt einen Swing-Trade in Tesla auf Basis des Ausbruchs über die Marke von 360 Dollar, flankiert von Auslieferungszahlen Anfang Oktober, Earnings am 22.10. und der Aktionärsversammlung am 06.11. Der Trade wurde jedoch geschlossen, nachdem der Kurs unter den durchschnittlichen Einstiegspreis um 420–425 Dollar fiel und damit das Setup invalidierte, auch wenn die 500-Dollar-Marke als langfristiges Ziel im Blick bleibt.
  • TSLA – Tesla: Das extrem ambitionierte Vergütungspaket von Elon Musk für Tesla wird als zentraler Kurstreiber diskutiert: Es zielt auf eine Marktkapitalisierung von 8,5 Billionen Dollar bis etwa 2030/2035 und ein EBITDA von über 400 Milliarden Dollar. Bei einem Bewertungsmultiple von 40 wäre theoretisch eine Marktkapitalisierung von 16 Billionen Dollar denkbar, weshalb die Abstimmung darüber am 06.11. als Schlüsselereignis gilt.
  • TGT – Target: Beim US-Einzelhändler Target greifen aktivistische Investoren ein und fordern umfassende Kostensenkungen, Effizienzprogramme und einen strategischen Umbau. Hintergrund ist die Verunsicherung durch preissensible Verbraucher sowie Margendruck im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld.
  • TGT – Target: Die Intervention der Aktivisten bei Target wird von Marktbeobachtern als Symptom einer breiteren systemischen Nervosität im US-Einzelhandel gewertet. Händler stehen zwischen steigenden Kosten und Konsumenten, die immer stärker auf Preise achten, wodurch klassische Geschäftsmodelle unter Anpassungsdruck geraten.
  • BP – BP: BP steht trotz Milliardeneinnahmen aus dem Verkauf der Marke Castrol unter erheblichem strategischem Druck. Das Unternehmen wird zwischen seiner fossilen Vergangenheit und den Anforderungen einer grünen Zukunft zerrieben, wobei Analysten weiteres Abwärtspotenzial für die Aktie sehen.
  • BP – BP: Kritisch hinterfragt wird vor allem die Rentabilität der grünen Projekte von BP im Vergleich zum traditionellen Ölgeschäft. Solange die Renditeaussichten der neuen Sparte nicht klar überzeugen, droht ein anhaltender Bewertungsabschlag gegenüber klassisch ausgerichteten Ölkonzernen.
  • SI=F – Silber-Futures: Die fundamentale Nachfrage nach Silber bleibt sehr stark und wird vom Ausbau im Energiebereich, der KI-Infrastruktur und der Elektromobilität getrieben. Marktteilnehmer spekulieren über einen möglichen Short Squeeze, der den bereits stark gestiegenen Silberpreis weiter nach oben treiben könnte.
  • SI=F – Silber-Futures: Experten warnen, dass im derzeitigen Silbermarkt das Momentum nicht unterschätzt werden darf, da einmal gestartete Trends häufig lange anhalten. Die strukturelle Angebotsknappheit in Verbindung mit neuen technologischen Einsatzfeldern verschiebt die Nachfragemuster nachhaltig.
  • CL=F – Rohöl: Für den Ölmarkt wird im kommenden Jahr eine Besserung erwartet, sofern sich die globale Wirtschaft stabilisiert und der negative Einfluss von Zöllen nachlässt. Zusätzliche Nachfrageimpulse kommen aus dem wachsenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren und der Elektromobilität, was den Ausbau der Energie- und Strominfrastruktur in den Fokus vieler Investoren rückt.
  • ROHSTOFFE – Divers: Generell wird die fundamentale Nachfrage nach Rohstoffen durch den massiven Ausbau der KI-Infrastruktur und von Rechenzentren angetrieben. Die erwarteten Produktivitätsgewinne durch KI könnten Unternehmensgewinne beflügeln, führen aber gleichzeitig zu steigenden Anforderungen an Energie und Metalle wie Silber.
  • MEGA-CAPS – US-Tech: Der Markt hat aufgehört, die „Magnificent Seven“ als homogene Gruppe zu handeln, und beginnt, Gewinner und Verlierer anhand ihrer Fähigkeit zur Monetarisierung von KI zu unterscheiden. Entscheidendes Kriterium sind die enormen Investitionsausgaben der Hyperscaler von über 400 Milliarden Dollar in diesem Jahr, wovon rund 75 % in KI-Infrastruktur flossen.
  • GOOGL – Alphabet: Alphabet führt das Feld im KI-Wettlauf mit einem Vorsprung von rund 60 Prozentpunkten an und zeigt Stärke über den gesamten Stack – von eigenen KI-Chips über die Cloud-Distribution bis hin zum LLM Gemini, das wichtige Benchmarks anführt. Bedeutende Cloud-Verträge, unter anderem mit Meta und Anthropic, untermauern die Strategie, die hohen CapEx-Ausgaben durch reales Umsatzwachstum zu rechtfertigen.
  • AMZN – Amazon: Amazon wird derzeit als Nachzügler im KI-Infrastrukturwettbewerb gesehen, da AWS langsamer wächst als Azure und Google Cloud. Der Versuch, mit dem eigenen KI-Chip Trainium über Kostenvorteile zu punkten, hat bislang nicht die erhoffte Dynamik ausgelöst, zudem liegen die zukünftigen Leistungsverpflichtungen mit 200 Milliarden Dollar deutlich hinter denen von Microsoft.
  • META – Meta Platforms: Meta verfügt über keinen eigenen Cloud-Dienst, was die Argumentation für direkten KI-Umsatz erschwert. Zwar verbessert KI die Werbealgorithmen und Zielgruppenansprache deutlich, doch dieser indirekte Return on Investment ist für den Markt schwerer zu bewerten; für Infrastrukturvorhaben nutzt Meta zudem Kapazitäten von Google Cloud.
  • AAPL – Apple: Apple hält sich weitgehend aus dem kostspieligen KI-Infrastrukturwettbewerb heraus und investierte im letzten Quartal lediglich rund 3 Milliarden Dollar. Der Konzern setzt stattdessen darauf, dass am Ende Distribution und direkter Zugang zum Endnutzer entscheidender sind als das beste Basismodell im Hintergrund.
  • MSFT – Microsoft: Microsoft Azure weist mit zukünftigen Leistungsverpflichtungen von rund 400 Milliarden Dollar eine deutlich stärkere Dynamik als AWS auf. Dies festigt die marktbeherrschende Rolle von Microsoft bei der Bereitstellung von KI-Infrastruktur für Unternehmen und stärkt das Vertrauen der Investoren in die künftige Umsatzentwicklung.
  • PORTFOLIO – Asset Allocation: Laut Morgan Stanley-Stratege Mike Wilson verliert das klassische 60/40-Portfolio an Attraktivität, weshalb er nun eine Aufteilung von 60 % Aktien, 20 % Anleihen und 20 % Gold bevorzugt. Hintergrund ist der Inflationsdruck auf Anleihen, deren fixe Zahlungen in realer Kaufkraft erodieren, während Gold und hochwertige Aktien als bessere Inflationsschutzbausteine gelten.

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      IM BLICKPUNKT

      • Morgan Stanley zu GOLD: Chief Investment Officer Mike Wilson rückt von der traditionellen 60/40-Allokation ab und empfiehlt ein Portfolio aus 60 % Aktien, 20 % Anleihen und 20 % Gold, da er Gold und hochwertige Aktien als beste Hedges gegen Inflation einstuft.

      Broadcom treibt KI-Infrastruktur – Nvidia & Kraken bewegen Märkte

      KURZ & KNAPP

      Broadcom rückt in der aktuellen Handelslage ins Zentrum der KI-Erzählung, ein Portfoliomanager stellt den Chip- und Softwarekonzern als bevorzugten AI-Titel heraus. Parallel diskutieren Marktstrategen an der Wall Street, ob die Santa-Claus-Rally 2025 weiterläuft oder der „Grinch-Moment“ droht. Im Umfeld der AI-Welle werden mögliche Börsengänge 2026 sowie neue Infrastruktur-Player beleuchtet. Die Einschätzungen bleiben meinungsstark, ersetzen jedoch keine Anlageberatung.

      Neben Broadcom und Nvidia stehen die großen Indizes wie S&P 500, Nasdaq 100 und DAX 40 mit moderaten Gewinnen im Mittelpunkt. Am Kryptomarkt konsolidieren Bitcoin und nach vorangegangenen Anstiegen. Edelmetalle, ausgewählte Einzelwerte wie SOC und IMRX sowie Einschätzungen von CFRA und anderen Experten runden das Stimmungsbild ab.

      Für 2026 rücken geldpolitische Weichenstellungen der Federal Reserve, Cybersecurity-Risiken und regulatorische Fragen stärker in den Vordergrund. Die Pläne von Kraken zu Prediction Markets unterstreichen den Innovationsdruck im Kryptosektor. Europäische und asiatische Märkte wie DAX, Nikkei 225, Hang Seng und China A50 zeigen derweil ein gemischtes, aber überwiegend stabiles Bild.

      RÜCKBLICK Handelstag

      Die Wall Street ging am Dienstag mit leichten Gewinnen aus dem Handel: Der S&P 500 legte um 0,18% auf 6.897 Punkte zu, der technologielastige Nasdaq 100 kam um 0,03% auf 25.507 Punkte voran. Der breite US-Markt setzt damit seine Jahresendrally in moderatem Tempo fort, getragen von robusten Unternehmensgewinnen und der anhaltenden KI‑Euphorie. Wachstumswerte blieben gefragt, während Gewinnmitnahmen in einzelnen Highflyern den Gesamtmarkt etwas bremsten.

      In Europa schloss der DAX 40 mit einem Plus von 0,23% bei 24.384 Punkten und setzte seine Rekordjagd in einem ruhigen Feiertagshandel fort. Der Aufschwung wurde von soliden Konjunkturdaten und der Hoffnung auf sinkende Zinsen im kommenden Jahr flankiert. In Asien zeigten sich die Märkte gemischt: Während der China A50 um 0,69% auf 15.412 Punkte zulegte und der japanische Nikkei 225 um 0,50% auf 50.539 Punkte stieg, gab der Hang Seng um 0,53% auf 25.732 Punkte nach.

      Am Kryptomarkt setzten sich Gewinnmitnahmen fort: Bitcoin fiel um 1,00% auf 87.386,02 Dollar, Ethereum gab um 2,20% auf 2.921,66 Dollar nach. Im Fokus der Anleger steht zum Jahresende die Frage, ob die viel zitierte Santa‑Claus‑Rally an den Aktienmärkten anhält oder ob ein verspäteter „Grinch“ in Form von Gewinnmitnahmen und Unsicherheit über die Geldpolitik 2026 auftaucht.

      WAS HEUTE WICHTIG WAR

      Broadcom (AVGO) – Warum setzen Portfolio-Manager auf diese AI-Aktie?

      Broadcom (AVGO) rückt für institutionelle Investoren immer stärker in den Mittelpunkt der KI‑Story und gilt einem Portfoliomanager zufolge aktuell als Top‑Pick im AI‑Sektor. Im Gespräch mit CNBC („Why Broadcom is this portfolio manager’s top AI pick, companies that could go public in 2026“, ID xqfkpGNcjJU) hob er die Kombination aus Infrastruktur-Know-how, Halbleiterkompetenz und Software-Umsätzen hervor. Besonders die Rolle von Broadcom bei Rechenzentrums‑Netzwerken und spezialisierten Chips für Cloud‑Anbieter mache den Konzern zu einem direkten Profiteur des Booms rund um generative KI. Während viele Anleger bei den üblichen KI‑Lieblingen bereits hohe Bewertungen sehen, argumentiert der Portfoliomanager, dass Broadcom noch attraktives Aufwärtspotenzial biete.

      Der Experte betont, dass die Nachfrage nach Bandbreite und Low‑Latency‑Lösungen im Zuge der KI‑Durchdringung explosionsartig steigt und Broadcom mit seinen maßgeschneiderten Lösungen an der kritischen Infrastruktur‑Schicht sitzt. Neben der Hardware-Sparte verweist er auf wiederkehrende Software-Erlöse, die das Geschäftsmodell stabilisieren und die Volatilität typischer Halbleitertitel abfedern könnten. Im Interview werden zudem Unternehmen skizziert, die 2026 an die Börse gehen könnten und thematisch in das AI‑Ökosystem passen, etwa spezialisierte Cloud‑Dienstleister oder Cybersecurity‑Firmen. Diese künftigen IPO‑Kandidaten könnten laut dem Portfoliomanager von denselben strukturellen Trends profitieren, die schon heute Broadcom tragen.

      Für Anleger bedeutet der Fokus auf Broadcom, dass der Blick über reine GPU‑Playes hinausgehen sollte und Netzwerk- sowie Infrastruktur-Anbieter in der KI‑Wertschöpfungskette stärker beachtet werden müssen. Der Portfoliomanager sieht insbesondere den Zeitraum bis 2026 als entscheidend, weil dann viele der aktuellen Cloud‑Investitionen ihre Wirkung auf Umsatz und Margen voll entfalten dürften. Gleichzeitig warnt er davor, alle Hoffnungen nur auf potenzielle High‑Growth‑IPOs zu setzen, und plädiert für einen Kernbestand aus etablierten Profiteuren wie Broadcom, flankiert von selektiven Wetten auf künftige Börsenkandidaten. Im Umfeld der Debatte, wie nachhaltig die KI‑Rally ist, liefert die Einschätzung, Broadcom als Top‑AI‑Pick zu sehen, einen klaren Hinweis darauf, dass Investoren zunehmend auf skalierbare, cash‑starke Plattformen statt auf spekulative Einzeltitel setzen.

      US-Börsen – Kommt der Grinch oder hält die Santa-Claus-Rally 2025 durch?

      An der Wall Street dreht sich kurz vor Jahresende vieles um die Frage, ob 2025 mit weiteren positiven Überraschungen endet oder ob ein „Grinch‑Moment“ die Rally stoppt. In der CNBC‑Sendung mit der ID pA7SjyUo_3M („Biggest market surprises in 2025, Santa Claus rally hopes, why markets could continue to rally“) diskutieren Marktstrategen, welche unerwarteten Treiber in diesem Jahr die Kurse nach oben getrieben haben und ob diese Kräfte auch in den letzten Handelstagen wirken. Parallel dazu wird in dem Clip mit der ID RgkcC7HmRwU („Will the Grinch Show Up or Does the Rally Continue?“) thematisiert, ob Gewinnmitnahmen, politische Unsicherheit oder Zinsängste die Stimmung kippen könnten. Die Experten verweisen darauf, dass viele Investoren nach den starken Kursgewinnen eher defensive Positionen aufbauen und gleichzeitig hoffen, die klassische Santa‑Claus‑Rally nicht zu verpassen.

      Als zentrale Stellschrauben für den Jahresausklang nennen die Strategen die Erwartung an die Geldpolitik 2026, die weitere Entwicklung der Unternehmensgewinne und die Marktpositionierung institutioneller Investoren. Bleiben die Konjunkturdaten stabil und signalisieren die Notenbanken Planungssicherheit, sehen sie Chancen, dass die Rally – wenn auch in abgeschwächter Form – anhalten kann. Sollte dagegen ein externer Schock oder eine überraschend restriktive Tonlage der Notenbanken auftreten, könnte der „Grinch“ in Form einer schärferen Korrektur auftauchen. Für Anleger bedeutet das Spannungsfeld zwischen Rally‑Hoffnung und Korrekturangst, dass Risikomanagement und selektive Titelauswahl zum Jahresende wichtiger werden als der Versuch, den letzten Prozentpunkt der Aufwärtsbewegung mitzunehmen.

      Broadcom (AVGO) – Welche AI-IPOs könnten 2026 folgen?

      In dem CNBC‑Beitrag mit der ID xqfkpGNcjJU („Why Broadcom is this portfolio manager’s top AI pick, companies that could go public in 2026“) skizziert ein Portfoliomanager nicht nur seine Präferenz für Broadcom (AVGO), sondern auch mögliche Börsenkandidaten im Umfeld der KI‑Infrastruktur für 2026. Er argumentiert, dass die starke Position von Broadcom im aktuellen KI‑Zyklus ein Muster dafür liefert, welche Kompetenzen auch potenzielle IPO‑Firmen mitbringen müssen: tiefes Know‑how in Rechenzentren, Cloud‑Netzwerken und spezialisierten Software‑Stacks. Firmen, die solche Bausteine liefern, könnten demnach an die Börse streben, sobald das Marktumfeld stabil genug ist und Investoren erneut bereit sind, Wachstumstitel früh zu finanzieren. Im Fokus stehen dabei nicht nur Halbleiter, sondern auch Plattformen, die Sicherheit, Datenmanagement und Skalierung von KI‑Anwendungen ermöglichen.

      Der Manager sieht 2026 als ein mögliches „Fenster“, in dem sich der Markt nach der aktuellen Bewertungsbereinigung für neue Wachstumsstories öffnet. Die Erfahrungen mit etablierten Playern wie Broadcom sollen Investoren als Blaupause dienen, um Geschäftsmodelle und Margenprofile der neuen Kandidaten einzuschätzen. Für Marktteilnehmer könnte dies bedeuten, dass der nächste AI‑Schub vermehrt aus bislang privaten Unternehmen kommt, die sich gezielt an die Börse wagen, wenn die Visibilität ihrer Umsätze steigt. Gleichzeitig bleibt der Hinweis, dass nicht jeder potenzielle AI‑IPO den Weg von etablierten Schwergewichten wie Broadcom wiederholen kann und eine sorgfältige Auswahl entscheidend sein wird.

      Federal Reserve und Cybersecurity – Welche Risiken prägen 2026?

      Mit Blick auf 2026 richtet sich der Markt auf zwei zentrale Themen aus der CNBC‑Sendung mit der ID sx7Sxmo7nbQ („2026 Federal Reserve outlook, the biggest cybersecurity risks to watch for“): den künftigen Kurs der US‑Notenbank Federal Reserve und wachsende Cyberrisiken. Analysten diskutieren, wie der Zins- und Bilanzpfad der Federal Reserve das Marktklima in den kommenden Jahren beeinflussen könnte, insbesondere für Wachstums‑ und Technologiewerte. Parallel dazu warnen Sicherheitsexperten vor neuen Angriffsvektoren, die insbesondere kritische Infrastrukturen und Finanzsysteme betreffen könnten. Die Kombination aus geldpolitischer Unsicherheit und steigender Verwundbarkeit durch Cyberangriffe wird als potenzielle Quelle erhöhter Volatilität gesehen.

      Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie nicht nur ihre Finanzierungsstrukturen und Zinsrisiken im Lichte der 2026er Fed‑Perspektive überprüfen müssen, sondern auch verstärkt in Cyber‑Abwehr und Resilienz investieren sollten. Anleger wiederum werden aufgefordert, sowohl Zins‑sensitiven Bereichen als auch Cybersecurity‑Aktien erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Je nachdem, wie klar die Kommunikation der Federal Reserve ausfällt und wie gut Wirtschaft und Unternehmen auf Cybergefahren vorbereitet sind, könnte 2026 entweder ein Jahr relativer Stabilität oder von wiederkehrenden Schocks werden. Die Sendung macht deutlich, dass beide Themenfelder eng miteinander verknüpft sind, da Cyberangriffe im Extremfall auch geldpolitische Reaktionen erzwingen könnten.

      Kraken – Was bedeuten Prediction Markets für den Kryptohandel 2026?

      In der CNBC‑Sendung „Crypto exchange Kraken plans to offer prediction markets in 2026: CNBC Crypto World“ mit der ID 43K-XydxqU4 wird erläutert, wie die Krypto‑Börse Kraken ihren Produktkatalog erweitern will. Demnach plant Kraken, ab 2026 sogenannte Prediction Markets anzubieten, auf denen Nutzer Wetten auf künftige Ereignisse wie Wahlausgänge, Wirtschaftsindikatoren oder Sportresultate platzieren können. Diese Märkte sollen auf Blockchain‑Basis funktionieren und damit Transparenz und Manipulationssicherheit erhöhen. Für den Kryptomarkt wäre dies ein weiterer Schritt, klassische Finanzinstrumente und neue DeFi‑Anwendungen zu verschmelzen.

      Marktbeobachter sehen in dem Vorstoß von Kraken eine Möglichkeit, zusätzliche Liquidität und Nutzergruppen in den Kryptobereich zu ziehen, warnen aber zugleich vor regulatorischen Grauzonen. Je nachdem, wie Aufsichtsbehörden auf derartige Produkte reagieren, könnten sich neue Regeln für Derivate, Glücksspiel und Wertpapieraufsicht ergeben. Für Anleger und Trader würde ein erfolgreiches Prediction‑Market‑Angebot neue Instrumente zur Absicherung und Spekulation eröffnen. Gleichzeitig unterstreicht der Schritt, dass Krypto‑Börsen 2026 verstärkt nach Innovationen suchen, um sich im Wettbewerb um Volumen und Kunden zu differenzieren.

      KURZNEWS

      • SP500 – S&P 500 Index: Der breit gefasste S&P 500 schloss mit einem Anstieg von +0,18% bei 6.897 Punkten und setzte damit seine Aufwärtsbewegung fort. Getragen wurde der Index vor allem von Technologiewerten und Wachstumsaktien.
      • NDX – Nasdaq 100: Der Nasdaq 100 legte um +0,03% auf 25.507 Punkte nur minimal zu und zeigte eine Verschnaufpause nach den starken Vortagen. Anleger rotieren leicht aus hochbewerteten Tech-Titeln in defensivere Sektoren.
      • DAX – DAX 40: Der deutsche Leitindex DAX 40 gewann +0,23% auf 24.384 Punkte und bleibt damit in Schlagdistanz zu seinen jüngsten Höchstständen. Unterstützt wird der Markt von der Aussicht auf sinkende Zinsen 2026.
      • CNA50 – China A50 Index: Der China A50 stieg um +0,69% auf 15.412 Punkte und profitierte von Hoffnungen auf weitere Stützungsmaßnahmen aus Peking. Vor allem Finanz- und Konsumwerte trugen den Aufschwung.
      • HSI – Hang Seng Index: Der Hang Seng gab um -0,53% auf 25.732 Punkte nach und setzte damit seine volatile Seitwärtsphase fort. Belastet wurde der Markt von Unsicherheit über den Immobiliensektor und zurückhaltenden Privatanlegern.
      • N225 – Nikkei 225: Der japanische Nikkei 225 legte um +0,50% auf 50.539 Punkte zu und näherte sich damit weiter seinen Rekordständen. Der schwächere Yen und solide Exportdaten stützen die Stimmung in Tokio.
      • BTCUSD – Bitcoin: Bitcoin fiel um -1,00% auf 87.386,02 Dollar und setzte damit seine jüngste Konsolidierung fort. Nach dem starken Anstieg der vergangenen Wochen sichern viele Anleger kurzfristige Gewinne.
      • ETHUSD – Ethereum: Ethereum gab um -2,20% auf 2.921,66 Dollar nach und unterperformte damit Bitcoin. Marktteilnehmer beobachten genau, wie sich die Liquidität in Altcoins zum Jahresende entwickelt.
      • NVDA – Nvidia: Die Aktie von Nvidia (NVDA, $188,36, -0,32%) schloss moderat im Minus, bleibt aber ein zentraler Treiber der KI‑Rally an der Nasdaq. Anleger achten verstärkt auf Bewertungen, nachdem der Kurs 2025 bereits stark gestiegen ist.
      • STOV – CFRA / US-Aktienmarkt: In dem Clip mit der ID qgsPEIbRpJ8 erläutert Sam Stovall von CFRA, dass die Fundamentaldaten die jüngste Kursrally an den US‑Börsen untermauern. Steigende Gewinne und robuste Margen rechtfertigten laut ihm höhere Indexniveaus.
      • SLVR – Metals / Silver: Laut Victoria Greene von G Squared (ID NVyl-7QtDEk) sorgt eine „Perfect Storm“-Konstellation für eine Flucht in Qualitätsmetalle wie Silber. Sie verweist auf geopolitische Risiken und Inflationssorgen als Treiber für Edelmetall‑Engagements.
      • USPOL – Trump-Politik & Märkte: In dem Beitrag mit der ID vNychNaOp-A wird diskutiert, wie die Politik von Donald Trump die Märkte im Jahr 2026 beeinflussen könnte. Zudem stellen Experten ihre drei Top‑Favoriten im Bereich Consumer‑Internet vor, die von regulatorischen Änderungen profitieren könnten.
      • SOC – SOC: Im Video mit der ID MMFx1OObzPM wird hervorgehoben, dass SOC am Beginn einer größeren Kursbewegung stehen könnte. Anleger interessiert dabei vor allem, wie sich Wachstumsperspektiven und Nachrichtenfluss auf die weitere Kursdynamik auswirken.
      • IMRX – IMRX: Ebenfalls im Clip MMFx1OObzPM wird betont, dass IMRX „erst am Anfang“ eines möglichen Aufwärtstrends steht. Marktteilnehmer beobachten hier genau klinische Meilensteine und Finanzierungsfähigkeit.
      • MET – Metals-Sektor allgemein: Der Hinweis auf eine mögliche Flucht in Qualitätsmetalle im Beitrag mit der ID NVyl-7QtDEk sorgt sektorweit für Aufmerksamkeit. Investoren prüfen, ob neben Silber auch andere Edelmetalle als Absicherung gegen Unsicherheiten im Jahr 2026 dienen können.
      • USMK – US-Gesamtmarkt: Die Aussagen von CFRA-Stratege Sam Stovall (ID qgsPEIbRpJ8), wonach Fundamentaldaten die Kursgewinne stützen, geben dem breiten US‑Markt zusätzlichen Rückenwind. Das unterstreicht die These, dass die aktuelle Rally nicht nur von Liquidität, sondern auch von Gewinnwachstum getragen ist.

      KALENDER Firmen & Unternehmen

      EARNINGS

        MAKRO

          IM BLICKPUNKT

          • CFRA zu US-Gesamtmarkt: Im Beitrag mit der ID qgsPEIbRpJ8 betont CFRA-Stratege Sam Stovall, dass die Fundamentaldaten die jüngste Kursrally an den Aktienmärkten rechtfertigen. Seine Einschätzung wirkt wie eine implizite Bestätigung bestehender Kursziele für die großen US‑Indizes.
          • Portfolio-Manager zu Broadcom (AVGO): In der Analyse mit der ID xqfkpGNcjJU stellt ein Portfoliomanager Broadcom (AVGO) als seinen bevorzugten AI‑Titel heraus. Die positive Einschätzung fungiert faktisch wie ein inoffizielles „Overweight“-Votum für die Aktie im KI‑Segment.

          Intel: NVIDIA bremst 18A-Plaene aus – Sanofi & Novo

          KURZ & KNAPP

          Intel geraet unter Druck, weil NVIDIA Tests des neuen 18A-Prozesses stoppt und damit Zweifel am Turnaround in der Chipfertigung schuert. Zugleich bleibt der Wettlauf mit TSMC um High-End-KI-Chips offen. Der zweite Aufreger: Sanofi kauft Dynavax und richtet seine Impfstoffstrategie neu aus. Parallel verpasst ein MS-Mittel die FDA-Zulassung und bringt die Pipeline-Planung durcheinander.

          Neben diesen Schwergewichten bewegt die Zulassung der oralen Wegovy-Variante den Kurs von Novo Nordisk, waehrend BP mit dem Milliardendeal um Castrol seine Bilanz und Strategie schaerft. ServiceNow setzt mit der Armis-Uebernahme auf KI-getriebene Cybersicherheit. Kurznews drehen sich um Tesla, Bitcoin, Edelmetalle, Palantir und weitere US-Titel.

          Makroseitig stehen starke US-BIP-Daten, Arbeitslosenantraege und Anleiheauktionen im Mittelpunkt, waehrend Strategen ueber eine moegliche Neubewertung des KI-Booms und die weitere Linie der Federal Reserve streiten. In Europa und Asien ruecken vor allem KI-getriebene Produktivitaetseffekte und Lieferkettenanpassungen von Konzernen wie Mattel in den Vordergrund. Die Diskussion um Inflationsziele, Zinsen und Regulierung – etwa im Kryptobereich – duerfte die Bewertungen an den Boersen auch 2026 praegen.

          AUSBLICK US-Märkte

          • Wedbush zu NVDA: Dan Ives bleibt für NVIDIA extrem bullish und geht davon aus, dass die aktuellen Konsensschätzungen für 2026 um mindestens 15–20% zu niedrig liegen, mit einem Best-Case-Kursziel von 250 Dollar bis Ende 2026. Er verweist auf die zentrale Rolle von NVIDIA-Chips in der globalen KI-Infrastruktur und die potenzielle Wiederöffnung des chinesischen Marktes als unterschätzten Katalysator.
          • Wedbush zu TSLA: Dan Ives bezeichnet 2026 als Schicksalsjahr für Tesla, in dem der Start von Robotaxis in rund 30 US-Städten den Wert der autonomen und Robotik-Initiativen freilegen soll. Im Basisszenario sieht er eine Marktkapitalisierung von etwa 2 Billionen Dollar, im Bull-Case sogar bis zu 3 Billionen Dollar.
          • Wedbush zu PLTR: Für Palantir erwartet Dan Ives eine Entwicklung in Richtung eines Software-Schwergewichts à la Salesforce oder Oracle und hält eine Bewertung von bis zu 1 Billion Dollar in den nächsten zwei bis drei Jahren für möglich. Er betont die Disruption durch Palantirs KI-Plattform und das unkonventionelle Vertriebsmodell ohne klassische Sales-Teams als Vorteil gegenüber traditionellen Softwareanbietern.
          • Strategen zum Halbleitersektor: Marianne Bartels sieht Halbleiter seit 2012 in einem strukturellen Wachstumszyklus, der durch KI-getriebene Nachfrage bis Ende des Jahrzehnts anhalten dürfte. Für 2026 warnt sie jedoch vor erhöhter Volatilität und einem möglichen “Reset”, da die Gewinnerwartungen mit etwa 15% Wachstum sehr hoch sind und Enttäuschungen bei inoffiziellen “Whisper Numbers” Korrekturen auslösen könnten.
          • Strategen zu S&P 500 / KI-Blase: Michael O’Rourke von Jones Trading bezeichnet den US-Aktienmarkt angesichts eines KGV von etwa 40 bei den Top-20-Titeln im S&P 500 als Blase und warnt insbesondere vor überzogenen Erwartungen im KI-Segment. Er verweist darauf, dass Wettbewerber wie Google mit Gemini 3 gezeigt haben, dass bessere KI-Ergebnisse mit günstigeren Chips möglich sind, was den aktuellen KI-Trade anfällig für eine Neubewertung macht.
          • Makro-Strategen zur Federal Reserve: Mehrere Marktstrategen sehen das größte unterschätzte Risiko derzeit in der Zinspolitik der Federal Reserve und halten es für möglich, dass es zu keiner weiteren Zinssenkung, sondern eher zu einer erneuten Erhöhung kommt. Begründet wird dies mit robusten BIP-Daten, einer hartnäckigen Kern-PCE-Inflation von im Schnitt 2,8% und einer eher falkenhaften Zusammensetzung des FOMC im kommenden Jahr.
          • Fed-Beobachter zur Inflationsziel-Debatte: Finanzminister Scott Bessent regt an, das starre 2%-Inflationsziel der Fed künftig flexibler zu interpretieren und in eine Zielspanne zu überführen, sobald die Marke nachhaltig erreicht ist. Vor dem Hintergrund solider Wirtschaftsdaten und politischer Forderungen nach niedrigeren Zinsen könnte diese Debatte mittelfristig Einfluss auf die Geldpolitik und damit auf die Bewertung von Aktien und Anleihen gewinnen.
          • KI-Optimisten zu Europa: Führende Marktstrategen bezeichnen KI als die tiefgreifendste Technologie unserer Zeit und schätzen das freisetzbare Produktivitätswachstum allein für Europa auf rund 1,2 Billionen Euro. Sie erwarten, dass trotz möglicher Arbeitsplatzverlagerungen nur etwa 7% der Jobs verdrängt werden, während zwei Drittel der Beschäftigten KI-Tools zur Steigerung ihrer täglichen Effizienz nutzen werden.

          DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

          Intel (INTC) – Wie gefährlich ist NVIDIAs Ausstieg für den 18A-Traum?

          Die Aktien von Intel (INTC, $35,16, -0,05%) geraten unter Druck, nachdem Berichte bekannt wurden, dass NVIDIA die Tests von Intels neuem 18A-Fertigungsprozess für hochmoderne Chips gestoppt hat. Dieser Schritt gilt als herber Rückschlag für die Strategie von Intel, sich als führender Auftragsfertiger für modernste KI-Chips zu etablieren und damit dem dominierenden Wettbewerber TSMC Marktanteile abzunehmen. Die 18A-Technologie wurde von Investoren und der US-Politik als Schlüsselbaustein gesehen, um die heimische Chipproduktion zu stärken und die Abhängigkeit von Taiwan zu verringern. Dass ausgerechnet NVIDIA – das Herzstück des globalen KI-Booms – bei diesem Testprogramm vorerst auf die Bremse tritt, untergräbt kurzfristig die Glaubwürdigkeit von Intels Turnaround-Story. Gleichzeitig bleibt unklar, ob es sich um eine endgültige Absage oder lediglich um eine taktische Pause handelt, was die Unsicherheit für Aktionäre zusätzlich erhöht.

          Hintergrund der Entwicklung ist der brutale Wettbewerb um die technologische Spitze in der Halbleiterfertigung, in dem TSMC bislang klar vorne liegt und die meisten High-End-KI-Chips von NVIDIA produziert. Die US-Regierung versucht über den CHIPS Act, Intel als nationalen Champion zu fördern, doch die nun bekannt gewordenen Probleme mit der Akzeptanz des 18A-Prozesses illustrieren die technischen Hürden auf diesem Weg. Neben NVIDIA testet auch Broadcom (AVGO, $350,95, +2,30%) die neue Intel-Technologie, wobei bislang nicht klar ist, ob diese Tests unverändert weiterlaufen. Für den Markt ist entscheidend, ob Intel in der Lage ist, ein verlässliches, kosten- und leistungsseitig konkurrenzfähiges Angebot zu TSMC aufzubauen – gerade in einer Phase, in der der KI-Infrastrukturboom die Nachfrage nach modernsten Chips, Rechenzentren und damit verbundenen Industriemetallen wie Kupfer stark nach oben treibt.

          Der Schritt von NVIDIA wird von Marktbeobachtern auch als Signal gewertet, dass Intel die extrem hohen Qualitäts- und Effizienzanforderungen im KI-Segment noch nicht vollständig erfüllt. Zugleich zeigt der Vorgang, wie abhängig die großen US-Tech-Konzerne weiterhin von taiwanesischen Fertigungskapazitäten bleiben, was die strategischen Sorgen in Washington verstärkt. Für Anleger verschärft sich damit die Debatte, ob Intel den Abstand zu TSMC und den führenden KI-Playern tatsächlich schließen kann – oder ob das Unternehmen trotz milliardenschwerer Subventionen in der zweiten Reihe verharrt. Kurzfristig dürften der Abbruch der NVIDIA-Tests und die Diskussion um eine mögliche KI-Blase, die einige Strategen angesichts enormer Bewertungen und spekulativer Übertreibungen anführen, die Volatilität im gesamten Chipsektor hoch halten. Langfristig bleibt der Halbleitermarkt aber strukturell getrieben, sodass jeder glaubwürdige Beweis von Intel für einen technologischen Sprung beim 18A-Prozess wieder erhebliches Aufholpotenzial bei der Aktie freisetzen könnte.

          Sanofi (SAN.PA) – Wie passt die Dynavax-Übernahme zur Impfstoffstrategie?

          Sanofi (SAN.PA, $81,61, -0,74%) wagt mit der Übernahme von Dynavax Technologies einen Milliarden-Schwenk hin zu einem stärkeren Fokus auf Erwachsenen-Impfstoffe. Der französische Pharmakonzern zahlt rund 2,2 Milliarden Dollar in bar beziehungsweise 15,50 Dollar je Aktie, um sich den US-Impfstoffspezialisten und dessen etablierten Hepatitis-B-Impfstoff einzuverleiben. Die Nachricht ließ die Aktie von Dynavax im vorbörslichen Handel um 37% anspringen und unterstreicht, wie wichtig zusätzliche Umsatzquellen für Sanofi im Vakzinbereich geworden sind. Parallel traf das Unternehmen jedoch ein Rückschlag, nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung eines experimentellen Multiple-Sklerose-Medikaments überraschend verweigerte.

          Analysten hatten dem MS-Präparat ein mögliches jährliches Spitzenumsatzpotenzial von bis zu 1,7 Milliarden Dollar zugetraut, was die strategische Bedeutung des Projekts für das künftige Wachstum von Sanofi unterstreicht. Die Kombination aus der Dynavax-Transaktion und der MS-Absage zeigt, wie der Konzern versucht, sich gegen absehbare Einnahmeausfälle durch auslaufende Patente – etwa beim Blockbuster Dupixent – zu wappnen und sein Portfolio in weniger regulierungsanfällige, aber stetig wachsende Impfstoffmärkte zu verlagern. Für Investoren stellt sich nun die Frage, ob die Stärkung im Impfstoffsegment die verpassten Chancen im hochlukrativen MS-Markt mittel- bis langfristig kompensieren kann und wie schnell Synergien aus der Integration von Dynavax realisiert werden.

          Novo Nordisk (NVO) – Wie viel Schub bringt die Wegovy-Pille im US-Markt?

          Novo Nordisk (NVO, $52,64, +7,30%) profitiert kräftig von der US-Zulassung einer oralen Version seines Abnehmmedikaments Wegovy. Der dänische Pharmakonzern erhält damit grünes Licht für die erste hochwirksame Tablettenform eines GLP-1-Gewichtsverlustmittels, die nach Unternehmensangaben im Schnitt einen Gewichtsverlust von rund 17% ermöglicht – vergleichbar mit der injizierbaren Variante. Die Markteinführung in den USA ist bereits Anfang Januar geplant, wobei Novo Nordisk vor allem auf Selbstzahlerkanäle und große Einzelhandelsapotheken wie CVS und Walmart setzt.

          Parallel dazu will der Konzern seine Vertriebsstrategie über eigene Plattformen und Partner wie Costco und Weight Watchers ausrollen, um die wachsende Nachfrage nach GLP-1-Präparaten möglichst breit abzuschöpfen. Die neue Darreichungsform verstärkt den Wettbewerb mit Eli Lilly im globalen Abnehm-Markt, der zu den am schnellsten wachsenden Segmenten der Pharmaindustrie gehört. Für Anleger erhöht die Wegovy-Pille die Visibilität weiterer Umsatz- und Margensteigerungen, während gleichzeitig die Frage in den Vordergrund rückt, wie nachhaltig sich der aktuelle Abnehm-Boom und die damit verbundenen Bewertungen der GLP-1-Anbieter entwickeln.

          BP (BP) – Was steckt hinter dem Milliardenverkauf von Castrol?

          BP (BP, $34,55, +1,29%) treibt seinen strategischen Umbau mit einem Großdeal im Schmierstoffgeschäft voran. Der britische Energiekonzern verkauft eine 65%-Mehrheitsbeteiligung an seiner Traditionsmarke Castrol an die US-Investmentfirma Stonepeak Partners und bewertet die Sparte damit mit einem Unternehmenswert von rund 10 Milliarden Dollar. BP erwartet Nettoerlöse von etwa 6 Milliarden Dollar, die vollständig in den Schuldenabbau fließen sollen. Der Schritt ist Teil eines größeren Veräußerungsprogramms über 20 Milliarden Dollar bis Ende 2027, von dem bereits 11 Milliarden Dollar realisiert wurden.

          Strategisch bedeutet der Verkauf eine klare Fokussierung von BP auf das Kerngeschäft mit Öl und Gas, nachdem der Konzern zuletzt seine Übergangsstrategie weg von fossilen Energieträgern neu justiert hat. Stonepeak will Castrol eigenständig weiterentwickeln und insbesondere im Zukunftsfeld der Flüssigkeitskühlung für KI-Rechenzentren wachsen lassen, während BP einen Minderheitsanteil behält. Der Deal fällt zudem in eine Phase des Führungswechsels, da Meg O’Neill im April 2026 den CEO-Posten übernehmen soll – Investoren erhalten damit erste Hinweise, wie die künftige Chefin die Bilanz stärken und die Kapitalallokation zwischen traditionellen und neuen Energiefeldern ausbalancieren will.

          ServiceNow (NOW) – Wie groß ist die Wette auf KI-Cybersicherheit mit Armis?

          ServiceNow (NOW, $154,30, -1,48%) baut sein Sicherheitsgeschäft mit der größten Übernahme der Firmengeschichte massiv aus. Der Cloud-Software-Spezialist kauft das Cybersicherheitsunternehmen Armis für insgesamt 7,75 Milliarden Dollar in bar, finanziert über vorhandene Mittel und neue Schulden. Armis erzielt derzeit einen Jahresumsatz von rund 340 Millionen Dollar und ist auf den Schutz physischer und digitaler Assets spezialisiert – von vernetzten Geräten über industrielle Anlagen bis hin zu IoT-Infrastruktur. Ziel von ServiceNow ist es, die Armis-Technologien tief in die eigene Plattform zu integrieren und so eine umfassende, KI-gestützte Sicherheitsautomatisierung für Unternehmenskunden anzubieten.

          Der COO von ServiceNow betont, dass Kunden damit besser auf aufkommende Risiken durch “Physical AI” und Robotik vorbereitet werden sollen, indem Sicherheitsprozesse stärker automatisiert und übergreifend gesteuert werden. Das Sicherheitssegment von ServiceNow hat bereits die Umsatzschwelle von einer Milliarde Dollar überschritten und gilt als zentraler Wachstumstreiber in den kommenden Jahren. Nach Abschluss der Armis-Transaktion plant das Unternehmen vorerst keine weiteren großen Zukäufe in diesem Bereich, was darauf hindeutet, dass der Fokus nun auf Integration, Cross-Selling und Margenhebel durch Skalierung der kombinierten Plattform liegen wird.

          KURZNEWS

          • NVDA – NVIDIA: Analyst Dan Ives sieht NVIDIA als zentralen Treiber der KI-Revolution und rechnet damit, dass die Markterwartungen für 2026 um mindestens 15 bis 20 Prozent zu niedrig sind. Im Best-Case-Szenario verortet er ein Kursziel von 250 Dollar bis Ende 2026 und verweist auf den potenziell wieder öffnenden chinesischen Markt sowie die führende Stellung von NVIDIA-Chips in KI-Rechenzentren.
          • TSLA – Tesla: Dan Ives beschreibt das Jahr 2026 als das wichtigste in der Geschichte von Tesla, da dann das Kapitel vollautonomer Robotaxis in rund 30 US-Städten beginnen soll. Er erwartet, dass innerhalb von drei bis vier Jahren etwa 20% der Fahrzeuge autonom unterwegs sein könnten und bewertet Teslas Robotik-Initiativen konservativ mit rund 1 Billion Dollar, was einen Börsenwert von bis zu 3 Billionen Dollar im Bullenszenario stützen könnte.
          • TSLA – Tesla: In China gewinnt Tesla mit dem familienorientierten Modell YL wieder Marktanteile zurück, steht aber unter starkem Preisdruck durch lokale Anbieter wie BYD und Xiaomi, die E-Autos zu etwa einem Drittel des Tesla-Preises anbieten. Analysten kritisieren zudem die vergleichsweise langsame Einführung neuer Modelle speziell für den chinesischen Markt.
          • 1810.HK – Xiaomi: Xiaomi hat sich in kurzer Zeit zu einer der meistverkauften E-Auto-Marken in China entwickelt, indem der Konzern seine Stärke in Software und Benutzeroberflächen konsequent in den Fahrzeugbereich überträgt. Durch das Smartphone-ähnliche Nutzererlebnis differenziert sich Xiaomi von klassischen Autoherstellern und erzielt damit höhere Margen als viele reine Hardware-Wettbewerber.
          • BTC – Bitcoin: Europäische Banken bauen ihre Krypto-Angebote massiv aus und bieten zunehmend Spot-Handel in Bitcoin, Ethereum und Solana an, um Kundenabwanderungen zu reinen Krypto-Plattformen zu verhindern. Institutionelle Investoren planen derweil Allokationen von 1–5% in Bitcoin als Teil des sogenannten “Debasement Trades”, also der Flucht aus dem US-Dollar in alternative Sachwerte.
          • BRK.A – Berkshire Hathaway: Anfang 2026 übernimmt Greg Abel den CEO-Posten von Warren Buffett bei Berkshire Hathaway, während Buffett als Chairman an Bord bleibt. Mit einem Bargeldberg von über 380 Milliarden Dollar richten Investoren ihren Blick darauf, ob Abel eher auf große Übernahmen, verstärkte Aktienrückkäufe oder möglicherweise erstmals eine Dividende setzt und wie sich der Wegfall der sogenannten “Buffett-Prämie” auf die Bewertung auswirkt.
          • BRK.A – Berkshire Hathaway: Beobachter verweisen auf die gefestigte Unternehmenskultur bei Berkshire Hathaway, warnen aber zugleich, dass der Kultstatus von Warren Buffett ein eigenes Bewertungsprämium geschaffen hat. Nach dem Tod von Charlie Munger und dem absehbaren Rückzug Buffetts fragen sich viele Kernaktionäre, ob sie eher in die Person Buffett oder in die Fundamentaldaten des Konglomerats investiert sind, zumal die Aktie zuletzt nur rund zwei Drittel der Marktperformance erreichte.
          • GOLD – Goldpreis: Gold hat erstmals die Marke von 4.500 Dollar je Feinunze durchbrochen und verzeichnet im laufenden Jahr ein Plus von mehr als 70%, während Silber über 150% zugelegt hat – die beste jährliche Performance beider Metalle seit 1979. Getrieben wird die Rallye von einem schwächeren US-Dollar, Erwartungen auf weitere Zinssenkungen der Federal Reserve sowie geopolitischen Spannungen, etwa in Venezuela und der Ukraine.
          • GOLD – Gold/Silber: Mehrere Analysten sehen Gold und Silber in einem neuen säkularen Bullenmarkt, der durch anhaltende Zentralbankkäufe und industrielle Nachfrage – insbesondere aus KI-Infrastruktur und grünen Energieprojekten – unterstützt wird. Zugleich warnen sie vor der Gefahr eines Rücksetzers, sollte Gold die psychologisch wichtige Marke von 5.000 Dollar erreichen und Gewinnmitnahmen einsetzen.
          • COPPER – Kupfer: Die Preise für Kupfer sind auf über 12.000 Dollar je Tonne gestiegen, angetrieben durch den weltweit boomenden Ausbau von KI-Rechenzentren und die Energiewende außerhalb der USA. Zusätzlich verschärfen Minenausfälle in Chile und Indonesien sowie Spekulationen über mögliche US-Zölle die Angebotsknappheit und führen zu Lageraufbauten entlang der Lieferkette.
          • META – Meta Platforms (indirekt): Große Tech-Unternehmen wie Meta, XAI und CoreWeave haben rund 120 Milliarden Dollar an Schulden für KI-Rechenzentren in spezielle Zweckgesellschaften (SPVs) ausgelagert, um ihre Bilanzen zu entlasten. Experten warnen jedoch, dass diese Strukturen die tatsächlichen Risiken verschleiern könnten, falls das Wachstum der KI-Nachfrage hinter den extrem hohen Erwartungen zurückbleibt.
          • ASTS – AST SpaceMobile: AST SpaceMobile hat seinen bisher größten Satelliten erfolgreich von Indien aus gestartet und geht damit in direkte Konkurrenz zu Starlink von SpaceX. Das Unternehmen will weltraumgestützte Mobilfunkverbindungen direkt für Standard-Smartphones anbieten und plant, 2026 weitere 60 Satelliten der nächsten Generation zu starten, um eine nahezu globale Abdeckung zu erreichen.
          • BAC – Bank of America: Brian Moynihan, CEO der Bank of America, zeigt sich für 2026 optimistisch und erwartet ein US-BIP-Wachstum von rund 2,4%, getrieben insbesondere durch KI-Investitionen und positive Effekte der Steuergesetzgebung. Die Kartendaten der Bank zeigen, dass die Konsumausgaben der 70 Millionen Kunden im laufenden Quartal um 4–4,5% steigen, während die Kreditqualität trotz leicht nachlassenden Lohnwachstums solide bleibt.
          • PLTR – Palantir: Dan Ives sieht Palantir als extrem disruptiven Player im Unternehmenssoftwaremarkt und traut der Firma zu, in zwei bis drei Jahren in Richtung einer Billion Dollar Bewertung vorzustoßen. Er vergleicht Palantirs Rolle im KI-Zeitalter mit der von Salesforce oder Oracle in früheren Softwarezyklen und betont, dass das unkonventionelle Vertriebsmodell ohne klassische Sales-Teams traditionelle Anbieter wie Salesforce oder ServiceNow unter Druck setzen könnte.
          • CRYPTO – Digital Assets: Für 2026 richtet sich der Blick im Kryptobereich auf den geplanten US-“Market Structure Bill“, der die Regulierung digitaler Vermögenswerte neu ordnen soll. Experten erwarten, dass ein klarer regulatorischer Rahmen den Ton für die Weiterentwicklung des Kryptomarktes vorgibt und die Grundlage für breitere institutionelle Adoption schaffen könnte, auch wenn viele Blockchain-Initiativen bisher langsamer vorankommen als erhofft.
          • AAL – American Airlines: Robert Isom, CEO von American Airlines, zeigt sich optimistisch für das Weihnachtsgeschäft und das erste Quartal 2026 und verteidigt die Premium-Strategie der Airline gegenüber Kritik von Wettbewerbern wie United und Delta. Zugleich kritisiert er die Nutzung der Luftverkehrskontrolle als politisches Druckmittel in Haushaltsverhandlungen und fordert eine verlässliche Finanzierung der Flugsicherung.
          • MAT – Mattel: Mattel-CEO Ynon Kreiz treibt eine breite Diversifizierung der Lieferketten voran und will bis Ende 2027 sicherstellen, dass kein einzelnes Land mehr als 25% der weltweiten Produktion stellt, während China derzeit noch bei etwa 35% liegt. Damit reagiert das Unternehmen auf drohende Zölle und geopolitische Risiken und erwartet trotz dieser Umstellungen eine starke Weihnachtssaison.
          • H1B – US-Tech-Sektor (Meta, Microsoft, Amazon, Tesla): Ein US-Bundesrichter hat die von der Trump-Administration eingeführte Gebühr von 100.000 Dollar pro Antrag für neue H-1B-Visa bestätigt, was als schwerer Schlag für Tech-Giganten wie Meta, Microsoft, Amazon und Tesla gilt. Die US-Handelskammer warnt, dass die drastisch erhöhten Kosten das Programm faktisch zum Erliegen bringen könnten, während die Regierung dies als Erfolg im Bemühen sieht, Zuwanderung zu begrenzen und mehr Jobs für US-Arbeitskräfte zu sichern.
          • SPACE – Sammler/Alternatives: Alternative Anlagen wie seltene Pokémon-Karten und Sport-Memorabilia gewinnen an Bedeutung, da erste spezialisierte Fonds diese illiquiden, aber renditestarken Sachwerte bündeln. Langfristige Analysen zeigen, dass bestimmte Pokémon-Serien in den vergangenen 20 Jahren Renditen erzielt haben, die den Aktienmarkt um ein Vielfaches übertreffen, was das Segment als Diversifikationsbaustein für wohlhabende Investoren attraktiv macht.

          KALENDER Firmen & Unternehmen

          EARNINGS

            MAKRO

            • USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe: Wöchentliche Jobless Claims wurden mit 214.000 gemeldet, nach 224.000 in der Vorwoche und unter der Konsensschätzung von 225.000.
            • USA – 7-jährige US-Staatsanleihe: Auktion einer neuen Tranche 7-jähriger Treasuries um 11:30 Uhr ET.
            • USA – Baker Hughes Rig Count: Wöchentliche Daten zur Zahl der aktiven Bohrplattformen in Nordamerika und den USA um 13:00 Uhr ET, nach zuletzt 727 Rigs in Nordamerika und 542 in den USA.
            • USA – BIP Q3 2025: Das US-Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal 2025 um 4,3% und damit so schnell wie seit zwei Jahren nicht mehr, getragen von starkem privaten Konsum und Exporten.

            IM BLICKPUNKT

            • Wedbush zu NVDA: Dan Ives bleibt für NVIDIA extrem bullish und geht davon aus, dass die aktuellen Konsensschätzungen für 2026 um mindestens 15–20% zu niedrig liegen, mit einem Best-Case-Kursziel von 250 Dollar bis Ende 2026. Er verweist auf die zentrale Rolle von NVIDIA-Chips in der globalen KI-Infrastruktur und die potenzielle Wiederöffnung des chinesischen Marktes als unterschätzten Katalysator.
            • Wedbush zu TSLA: Dan Ives bezeichnet 2026 als Schicksalsjahr für Tesla, in dem der Start von Robotaxis in rund 30 US-Städten den Wert der autonomen und Robotik-Initiativen freilegen soll. Im Basisszenario sieht er eine Marktkapitalisierung von etwa 2 Billionen Dollar, im Bull-Case sogar bis zu 3 Billionen Dollar.
            • Wedbush zu PLTR: Für Palantir erwartet Dan Ives eine Entwicklung in Richtung eines Software-Schwergewichts à la Salesforce oder Oracle und hält eine Bewertung von bis zu 1 Billion Dollar in den nächsten zwei bis drei Jahren für möglich. Er betont die Disruption durch Palantirs KI-Plattform und das unkonventionelle Vertriebsmodell ohne klassische Sales-Teams als Vorteil gegenüber traditionellen Softwareanbietern.
            • Strategen zum Halbleitersektor: Marianne Bartels sieht Halbleiter seit 2012 in einem strukturellen Wachstumszyklus, der durch KI-getriebene Nachfrage bis Ende des Jahrzehnts anhalten dürfte. Für 2026 warnt sie jedoch vor erhöhter Volatilität und einem möglichen “Reset”, da die Gewinnerwartungen mit etwa 15% Wachstum sehr hoch sind und Enttäuschungen bei inoffiziellen “Whisper Numbers” Korrekturen auslösen könnten.
            • Strategen zu S&P 500 / KI-Blase: Michael O’Rourke von Jones Trading bezeichnet den US-Aktienmarkt angesichts eines KGV von etwa 40 bei den Top-20-Titeln im S&P 500 als Blase und warnt insbesondere vor überzogenen Erwartungen im KI-Segment. Er verweist darauf, dass Wettbewerber wie Google mit Gemini 3 gezeigt haben, dass bessere KI-Ergebnisse mit günstigeren Chips möglich sind, was den aktuellen KI-Trade anfällig für eine Neubewertung macht.
            • Makro-Strategen zur Federal Reserve: Mehrere Marktstrategen sehen das größte unterschätzte Risiko derzeit in der Zinspolitik der Federal Reserve und halten es für möglich, dass es zu keiner weiteren Zinssenkung, sondern eher zu einer erneuten Erhöhung kommt. Begründet wird dies mit robusten BIP-Daten, einer hartnäckigen Kern-PCE-Inflation von im Schnitt 2,8% und einer eher falkenhaften Zusammensetzung des FOMC im kommenden Jahr.
            • Fed-Beobachter zur Inflationsziel-Debatte: Finanzminister Scott Bessent regt an, das starre 2%-Inflationsziel der Fed künftig flexibler zu interpretieren und in eine Zielspanne zu überführen, sobald die Marke nachhaltig erreicht ist. Vor dem Hintergrund solider Wirtschaftsdaten und politischer Forderungen nach niedrigeren Zinsen könnte diese Debatte mittelfristig Einfluss auf die Geldpolitik und damit auf die Bewertung von Aktien und Anleihen gewinnen.
            • KI-Optimisten zu Europa: Führende Marktstrategen bezeichnen KI als die tiefgreifendste Technologie unserer Zeit und schätzen das freisetzbare Produktivitätswachstum allein für Europa auf rund 1,2 Billionen Euro. Sie erwarten, dass trotz möglicher Arbeitsplatzverlagerungen nur etwa 7% der Jobs verdrängt werden, während zwei Drittel der Beschäftigten KI-Tools zur Steigerung ihrer täglichen Effizienz nutzen werden.