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Netflix Merger Chance: Bieterkampf um Warner Bros. Discovery

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Netflix

Entscheidet der Netflix Merger oder ein höheres Paramount-Gebot über die Zukunft von Warner Bros. Discovery?

Netflix: Wie ist der Netflix Merger strukturiert?

Netflix, Inc. hat Anfang Dezember eine verbindliche Übernahmevereinbarung mit Warner Bros. Discovery (WBD) geschlossen. Der Netflix Merger zielt ausschließlich auf das Studio- und Streaming-Geschäft von WBD – inklusive Warner Studios und HBO Max – und bewertet diese Assets mit rund 83 Milliarden US‑Dollar Unternehmenswert, was etwa 27,75 US‑Dollar je WBD-Aktie entspricht. Vor knapp einem Monat wandelte Netflix das Angebot in einen vollständig in bar finanzierten Deal um, um den Weg zu einer schnellen Aktionärsabstimmung und regulatorischen Genehmigungen zu ebnen.

Parallel sollen die klassischen TV-Sender wie CNN, TLC, Food Network und HGTV in ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen abgespalten werden. Damit umgeht Netflix regulatorische Hürden im Kabel- und Nachrichtensegment und fokussiert sich klar auf Inhalte und Direct-to-Consumer-Streaming. Das Unternehmen betont, dass der Netflix Merger zwar strategisch attraktiv sei, aber eher ein „Nice-to-have“ als ein unverzichtbarer Schritt bleibe.

An der Börse reagierte die Aktie zuletzt verhalten: Mit 76,99 US‑Dollar liegt Netflix nur minimal über dem Schlusskurs vom Vortag (+0,14 %) und deutlich unter früheren Niveaus, nachdem der Wert in den vergangenen Wochen um etwa ein Viertel nachgegeben hat – unter anderem wegen Sorgen um KI-generierte Videos und neue Wettbewerber aus dem Tech- und Social-Media-Bereich.

Warner Bros. Discovery: Warum die Öffnung für Paramount?

Der WBD-Vorstand bleibt offiziell auf Linie: Er empfiehlt den Aktionären einstimmig, auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 20. März für die Fusion mit Netflix zu stimmen. Gleichwohl hat Warner Bros. Discovery nun für sieben Tage die Tür zu Paramount Skydance wieder geöffnet. Hintergrund ist ein süßeres Angebot von Paramount, das einen Komplettkauf von WBD vorsieht und über 108 Milliarden US‑Dollar bewertet, inklusive der Zusage, die 2,8 Milliarden US‑Dollar Vertragsstrafe an Netflix zu übernehmen und einen zusätzlichen „Ticking Fee“ von 650 Millionen US‑Dollar an WBD-Aktionäre zu zahlen.

Netflix hat WBD in diesem Kontext einen begrenzten Waiver gewährt: Für den Zeitraum bis zum 23. Februar darf Warner mit Paramount verhandeln. Danach greift das vertraglich zugesicherte Matching-Recht von Netflix: Innerhalb von vier Tagen kann der Streamingriese ein potenziell überlegenes Angebot von Paramount preislich ausgleichen. Damit verschafft Netflix dem WBD-Management formell Klarheitsspielraum, signalisiert aber zugleich Selbstbewusstsein, dass sein Deal am Ende den Zuschlag erhält.

Zu den Spannungsfeldern zählt die Finanzierung des Paramount-Angebots. Netflix hebt mögliche Risiken durch hohe Verschuldung und ausländische Investoren im Paramount-Konsortium hervor und verweist auf erwartete Prüfungen durch Gremien wie das US‑Investitionskomitee CFIUS und europäische Behörden. Dem stellt Netflix seinen voll finanzierten All-Cash-Deal mit angeblich klarer regulatorischer Visibilität gegenüber.

Netflix, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Netflix Merger: Wer hat im Bieterkampf die Nase vorn?

Im direkten Vergleich positioniert sich Netflix strategisch defensiv-aggressiv: Der Konzern lässt WBD bewusst Spielraum, kritisiert zugleich „irreführende“ Aussagen von Paramount zum Genehmigungsprozess und preist seinen eigenen Netflix Merger als „überlegenen“ Deal mit hoher Transaktionssicherheit. Für Netflix ist entscheidend, dass die Integration von Warner-Studios und HBO Max die eigene Content-Pipeline stärkt, ohne die Bilanz übermäßig mit Schulden zu belasten – dank der Barfinanzierung und des Verzichts auf Kabelnetze.

Für Paramount Skydance hingegen gilt der Deal als existenziell wichtiger „Must-have“-Schritt, um im globalen Streamingkrieg gegen Schwergewichte wie Netflix, Apple und YouTube konkurrenzfähig zu bleiben. Für Warner-Aktionäre könnte ein höheres Paramount-Gesamtangebot kurzfristig attraktiver wirken, birgt aber laut Netflix höhere regulatorische und finanzielle Risiken. Analystenhäuser wie Zacks Investment Research heben hervor, dass Netflix trotz Kursrückgang zu den meistbeachteten Wachstumswerten im Streamingbereich zählt und fundamental weiter im Fokus institutioneller Anleger steht.

Parallel baut Netflix sein Ökosystem über klassische Serien und Filme hinaus aus – etwa durch neue Formate mit Social-Media-Stars und Lifestyle-Inhalte sowie Partnerschaften wie der kulinarischen Kooperation von „Chef’s Table“ mit Wynn Resorts in Las Vegas. Solche Initiativen unterstreichen, dass Netflix unabhängig vom Ausgang des Bieterkampfes versucht, seine Markenpräsenz zu verbreitern und zusätzliche Erlösquellen zu erschließen.

„Wir sind überzeugt, dass unsere Transaktion überlegenen Wert und hohe Sicherheit bietet, auch wenn der anhaltende Lärm rund um Paramount Skydance für Ablenkung sorgt.“
— Netflix-Unternehmenssprecher

Fazit

Charttechnisch sehen einige Marktbeobachter kurzfristig Korrekturpotenzial in Richtung 70 bis 60 US‑Dollar, bevor sich ein tragfähiger Boden ausbildet. Konkrete neue Kursziele großer Investmentbanken wie Goldman Sachs, Citigroup oder RBC Capital Markets zum aktuellen Netflix Merger wurden zuletzt nicht veröffentlicht, doch der Ausgang der WBD-Abstimmung am 20. März dürfte ein zentraler Katalysator für frische Analystenkommentare werden.

Weiterführende Quellen