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Deere Quartal mit +11,6% Rallye: Prognose-Rekord sorgt für Auftrieb

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs 662,00$ +11,58% 19.02.26 22:00 Uhr
Außerbörslich 658,25$ -0,57% 19.02.26 23:01 Uhr
Deere & Company

Wie schafft es das aktuelle Deere Quartal, trotz Zyklustief und Zöllen eine zweistellige Kursrallye auszulösen?

Wie stark war das Deere Quartal wirklich?

Im jetzt veröffentlichten Deere Quartal übertraf der weltgrößte Landmaschinenhersteller die Erwartungen klar. Der Gewinn je Aktie (EPS) lag im ersten Quartal bei 2,42 US-Dollar, während Analysten nur mit 2,05 US-Dollar gerechnet hatten. Der Nettogewinn erreichte 656 Millionen US-Dollar, nach 869 Millionen US-Dollar im Vorjahr, was zwar einen Rückgang bedeutet, aber deutlich besser ausfiel als vom Markt befürchtet.

Beim Umsatz zeigte sich Deere & Company besonders stark: Die Erlöse stiegen um rund 13 % auf 9,61 Milliarden US-Dollar und lagen damit mehr als zwei Milliarden über den Konsensschätzungen. Die Sparte für Landmaschinen und Baumaschinen profitierte vor allem von höheren Auslieferungsmengen und positiven Währungseffekten. Dass das Deere Quartal trotz Tarifbelastungen und schwacher Großlandwirtschaft solide Margen liefert, werten Investoren als klaren Vertrauensbeweis in das Geschäftsmodell.

Die Aktie honoriert den Zahlenüberraschungseffekt mit einem Kurssprung auf 662,00 US-Dollar (Vortag: 593,27 US-Dollar; +11,58 %). Damit setzt der Titel seine Rally der vergangenen Wochen fort und bestätigt die von mehreren Charttechnikern beobachtete Serie neuer Rekordstände. Nachbörslich gibt die Aktie leicht auf 658,25 US-Dollar nach, bleibt aber nahe am Hoch.

Deere & Company: Was steckt hinter der Prognoseanhebung?

Parallel zum starken Deere Quartal hob das Management die Jahresziele deutlich an. Für das laufende Geschäftsjahr stellt Deere & Company nun ein Nettoeinkommen von 4,5 bis 5,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht, nach zuvor 4,0 bis 4,75 Milliarden US-Dollar. Der neue Ausblick liegt oberhalb der durchschnittlichen Analystenschätzung von rund 4,45 Milliarden US-Dollar und wird am Markt als klassisches „Beat and Raise“ gewertet.

CEO John May bezeichnet 2026 als wahrscheinlichen Tiefpunkt des laufenden Agrarzyklus und verweist auf eine anziehende Nachfrage in den Bereichen Bau, Forstwirtschaft sowie kleine Landwirtschaft und Rasenpflege. In diesen Segmenten rechnet Deere & Company inzwischen mit einem Umsatzplus von jeweils etwa 15 %, statt zuvor rund 10 %. Dagegen bleibt das große Segment Production & Precision Agriculture unter Druck, zeigt aber laut Management erste Anzeichen der Stabilisierung.

Belastend wirken weiterhin die US-Zölle, die 2026 mit rund 1,2 Milliarden US-Dollar zu Buche schlagen könnten. Dennoch erwartet das Unternehmen, preisseitig und durch Effizienzmaßnahmen weitgehend kostenneutral zu bleiben. Das Deere Quartal macht damit deutlich, dass der Konzern den Zoll-Gegenwind durch höhere Stückzahlen, Produktmix und striktes Kostenmanagement kompensieren kann.

Deere & Company Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Deere Quartal: Wie reagieren Segmente und Markt?

Im Detail zeigt das Deere Quartal ein gemischtes, aber insgesamt positives Bild der Sparten. Die Kerndivision Production & Precision Agriculture verzeichnete zwar nur ein moderates Umsatzwachstum von etwa 3 %, die Marge fiel jedoch auf 4,4 %, belastet durch höhere Zölle, eine ungünstige regionale Absatzstruktur und höhere Garantieaufwendungen. Dafür legten die Bereiche Small Agriculture & Turf sowie Construction & Forestry kräftig zu: Die Umsätze stiegen hier jeweils um 24 % beziehungsweise 34 %, die operativen Gewinne zogen deutlich an.

Besonders ermutigend ist der Blick auf die Auftragsbücher. Die Orders in Small Ag & Turf und Construction hätten sich spürbar verbessert, die Bestelllage im Bereich Bau sei auf das höchste Niveau seit Mitte 2024 geklettert. Parallel treibt Deere & Company seine strategischen Initiativen voran: Die Übernahme des Telematik-Spezialisten Tenna stärkt das digitale Angebot für gemischte Flotten, während AI-gestützte Lösungen für autonome Traktoren und Präzisionslandwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen.

„Während die globale Großlandwirtschaft weiter mit Gegenwind kämpft, sehen wir eine klare Erholung in Bau, Forst und kleiner Landwirtschaft – 2026 markiert aus unserer Sicht den Boden des Zyklus.“
— John May, CEO von Deere & Company

Fazit

An der Wall Street rückt die Aktie entsprechend in den Fokus. Mehrere Häuser wie Goldman Sachs, Citi oder RBC Capital Markets hatten den Wert bereits zuvor positiv hervorgehoben und auf die starke Positionierung im Zusammenspiel aus klassischem Maschinenbau und Software-gestützten Services verwiesen. Die Kurssprünge nach dem jüngsten Deere Quartal untermauern nun diese Einschätzung und zwingen skeptischere Analysten, ihre Modelle zu überarbeiten.

Weiterführende Quellen