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Keurig Dr Pepper Übernahme +3,7%: Boom-Chance mit JDE Peet’s
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Keurig Dr Pepper Übernahme +3,7%: Boom-Chance mit JDE Peet’s

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Keurig Dr Pepper Inc.

Wird die Keurig Dr Pepper Übernahme von JDE Peet’s zum Gamechanger, der den Konzern in zwei globale Branchenführer aufspaltet?

Keurig Dr Pepper Übernahme: Was steckt hinter dem Großdeal?

Keurig Dr Pepper blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück und nutzt die starke Ausgangslage, um mit der geplanten Keurig Dr Pepper Übernahme von JDE Peet’s den nächsten strategischen Schritt zu gehen. Nachdem wichtige regulatorische Freigaben vorliegen und das Übernahmeangebot gestartet wurde, peilt das Management einen Closing-Termin Anfang April 2026 an. Der Deal soll den Konzern um zusätzliche 8,5 bis 8,7 Milliarden US‑Dollar Umsatz erweitern und im ersten Jahr 6 bis 7 % zum Ergebnis je Aktie beitragen.

Finanziert wird die Transaktion über ein Bündel an Instrumenten: 4,5 Milliarden US‑Dollar wandelbare Vorzugsaktien für die künftige Beverage Co, ein 4‑Milliarden‑Joint‑Venture in der Pod-Produktion, 9 Milliarden US‑Dollar zusätzliche Schulden und 5 Milliarden US‑Dollar Verbindlichkeiten, die bei der künftigen Coffee‑Gesellschaft verbleiben. Ziel ist es, nach Abschluss der Keurig Dr Pepper Übernahme zwei fokussierte „Pure Plays“ zu formen, die jeweils eigene Kapitalstrukturen und Managementteams erhalten.

Keurig Dr Pepper: Wie liefen Q4 und das Gesamtjahr 2025?

Operativ überzeugte Keurig Dr Pepper im abgelaufenen Jahr mit deutlichem Wachstum. 2025 stiegen die Nettoerlöse währungsbereinigt um rund 8,6 %, getrieben von etwa fünf Prozentpunkten organischem Wachstum und knapp vier Punkten aus der Ghost-Akquisition. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 7,3 % zu und traf damit die Jahresprognose. Laut veröffentlichten Daten belief sich der Gesamtjahresumsatz auf 16,6 Milliarden US‑Dollar, während der verwässerte Gewinn je Aktie 1,53 US‑Dollar erreichte.

Im vierten Quartal 2025 lagen die Umsätze mit 4,5 Milliarden US‑Dollar klar über den Markterwartungen von 4,36 Milliarden US‑Dollar. Der bereinigte EPS stieg auf 0,60 US‑Dollar und übertraf die Konsensschätzung leicht. Insbesondere das Segment US Refreshment Beverages war der Wachstumstreiber: Die Erlöse erhöhten sich hier um 11,5 %, gestützt von starken Marken wie Dr Pepper, 7UP und der schnell wachsenden Energieplattform rund um Ghost, C4, Bloom und Black Rifle. Das internationale Geschäft wuchs im mittleren Zehnprozentbereich, profitierte im Q4 aber auch von Vorzieheffekten vor einer Getränkesteuer-Erhöhung.

Keurig Dr Pepper Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Keurig Dr Pepper: Risiken im Kaffee – Chancen durch Global Coffee Co?

Im US-Kaffeegeschäft zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Umsätze stiegen im vierten Quartal zwar um knapp 4 %, allerdings primär preisgetrieben: Durchschnittspreise legten um rund 8 % zu, während das Volumen unter Druck stand. Pod-Auslieferungen gingen um 2,8 % zurück, die Zahl der verkauften Maschinen sogar um 16,8 %. In der Folge sank das operative Ergebnis des Segments im Q4 um 8,8 %, belastet durch höhere Rohkaffeepreise, Zölle und ungünstige Mixeffekte.

Das Management rechnet damit, dass der Profit im US-Kaffee auch 2026 unter Druck bleibt – insbesondere im ersten Quartal, wenn höhere Rohstoffkosten und Lageranpassungen im Handel durchschlagen. Gleichzeitig soll die Integration von JDE Peet’s die Basis für eine globale Kaffeeplattform legen: Die neue Global Coffee Co soll die gebündelte Stärke im Kaffeegeschäft nutzen, während Beverage Co sich auf Softdrinks und Energy konzentriert. Damit wird die Keurig Dr Pepper Übernahme zentral, um die Schwäche im US-Kaffee mittelfristig in eine globale Wachstumsstory zu drehen.

Keurig Dr Pepper: Wie reagiert die Börse auf die Pläne?

An der Börse werden die jüngsten Zahlen und der strategische Kurswechsel positiv aufgenommen. Die Aktie von Keurig Dr Pepper steigt am Dienstag um rund 3,75 % auf 30,89 US‑Dollar. Analysten verweisen auf die Kombination aus defensivem Basisgeschäft, wachstumsstarken Marken im Erfrischungs- und Energiebereich und dem Potenzial der JDE-Peet’s-Integration. Zacks Investment Research hebt hervor, dass KDP im Jahr 2025 in allen vier Quartalen die Erwartungen beim Gewinn je Aktie erfüllt oder geschlagen hat und damit die beste Serie seit Jahren vorweisen kann.

RBC Capital Markets bewertet den Ausblick für 2026 als stabil und sieht den JDE-Peet’s-Deal als klaren Rückenwind für Wachstum und Margen, auch wenn kurzfristig höhere Verschuldung und Integrationsrisiken zu berücksichtigen sind. Weitere Unterstützung kommt von institutioneller Seite: Asset Manager wie Vanguard, Invesco, State Street und zuletzt AXQ Capital haben ihre Positionen ausgebaut, was das Vertrauen professioneller Investoren in die Aktie unterstreicht.

Fazit

Für 2026 peilt das Unternehmen – ohne JDE Peet’s – ein Umsatz- und EPS-Wachstum von 4 bis 6 % an, währungsbereinigt. Inklusive Übernahme rechnet das Management mit einem niedrigen zweistelligen EPS-Zuwachs und einem freien Cashflow von rund 2 Milliarden US‑Dollar schon vor der Konsolidierung von JDE Peet’s. Spätestens mit dem geplanten Spin-off von Beverage Co und Global Coffee Co Ende 2026 dürfte sich entscheiden, ob die Keurig Dr Pepper Übernahme den erhofften Mehrwert für Aktionäre liefert.

Weiterführende Quellen