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ServiceNow Quartal mit +24% Umsatz: KI-Boom sorgt für Rekord
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ServiceNow Quartal mit +24% Umsatz: KI-Boom sorgt für Rekord

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Kann ServiceNow trotz eines beeindruckenden KI-Rekords den wachsenden Druck der Konkurrenz an der Wall Street dauerhaft abwehren?

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Schlusskurs 91,73$ -0,23% 24.07.26 04:50 Uhr MESZ
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Wie lief das ServiceNow Quartal im Detail?

Im abgelaufenen ServiceNow Quartal kletterte der Konzernumsatz auf 3,99 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem deutlichen Zuwachs von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und übertraf die durchschnittlichen Erwartungen der Wall Street von 3,93 Milliarden Dollar spürbar. Haupttreiber dieser Entwicklung war das hochprofitable Abo-Geschäft, das um 24,5 Prozent auf 3,88 Milliarden Dollar zulegte.

Auch die Profitabilität des Cloud-Spezialisten überzeugte auf ganzer Linie. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) belief sich auf 0,90 Dollar, während Analysten im Vorfeld lediglich mit 0,86 Dollar gerechnet hatten. Die operative Marge kletterte auf starke 29,5 Prozent – ein Plus von 300 Basispunkten gegenüber den eigenen Prognosen des Managements.

Ein echter Meilenstein gelang dem Konzern im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Das jährliche Vertragsvolumen (ACV) für die hauseigenen KI-Produkte überschritt zum ersten Mal die historische Marke von einer Milliarde Dollar. Die kurzfristig gebundenen Auftragsbestände (cRPO) wuchsen um 21 Prozent auf 13,20 Milliarden Dollar. Trotz dieser Erfolge warnte das Management vor Wechselkurseffekten: Ein starker US-Dollar könnte im kommenden Quartal zu einem Gegenwind von rund 35 Millionen Dollar führen.

Welche Rolle spielt die Partnerschaft mit TeamViewer?

Um die eigene Marktposition auszubauen, verkündete ServiceNow zeitgleich mit den Zahlen eine weitreichende strategische Allianz mit dem deutschen Softwareunternehmen TeamViewer. Im Zentrum dieser Partnerschaft steht die Beschleunigung autonomer IT-Betriebsabläufe. Die Fernzugriffslösungen von TeamViewer sollen direkt in die KI-Plattform von ServiceNow integriert werden.

Diese Kooperation ist ein zentraler Baustein der neuen “AI Control Tower”-Strategie des US-Konzerns. Firmenkunden sollen dadurch in die Lage versetzt werden, komplexe Cloud-Infrastrukturen mit signifikant reduziertem manuellem Aufwand zu steuern. Die Technologie von TeamViewer soll IT-Probleme künftig vollautomatisch erkennen und beheben, noch bevor sie den Betriebsablauf stören. Dies passt zur langfristigen Vision von CEO Bill McDermott, der betonte, dass das Geschäft des Konzerns auf allen Ebenen hervorragend laufe. Dennoch verschärft sich der Wettbewerb im KI-Sektor, da auch Schwergewichte wie Microsoft, Salesforce und Oracle massiv in ähnliche Technologien investieren.

Wie bewerten Analysten das ServiceNow Quartal?

Die Reaktionen der Finanzinstitute auf das jüngste ServiceNow Quartal fielen gemischt aus, was sich auch im Kursverlauf widerspiegelt. Die Aktie von ServiceNow (NOW) notierte nachbörslich bei 91,73 US-Dollar, was einem leichten Rückgang von 0,23 Prozent gegenüber dem Vortagsschluss von 91,94 Dollar entspricht.

Die Analystenhäuser reagierten mit Anpassungen ihrer Kursziele. Die Investmentbank Bernstein bestätigte ihre Einstufung auf “Outperform” und hob das Kursziel für die Aktie von 236 auf 248 US-Dollar an. Analyst Peter Weed von Bernstein verwies dabei auf die starke Dynamik bei Großkunden und die beschleunigten Vertragsabschlüsse. Demgegenüber zeigte sich UBS deutlich zurückhaltender. Analyst Karl Keirstead von UBS behielt seine neutrale Einstufung bei, senkte jedoch das Kursziel leicht von 115 auf 110 US-Dollar. Auch Macquarie-Analyst Steven Koenig bestätigte das Rating “Neutral”, hob das Kursziel jedoch minimal von 109 auf 110 US-Dollar an. Diese unterschiedlichen Kursziele verdeutlichen die Unsicherheit im Markt bezüglich einer möglichen Wachstumsverlangsamung im Abo-Segment.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das abgelaufene ServiceNow Quartal die operative Stärke und die technologische Führungsrolle des Konzerns im KI-Bereich eindrucksvoll untermauert hat. Für Anleger bleibt die Aktie trotz des aktuellen Kursdrucks und des intensiven Wettbewerbs ein hochinteressanter Wachstumswert im Cloud-Sektor. Sollte die Integration der neuen KI-Lösungen und Partnerschaften in den kommenden Monaten Früchte tragen, dürfte dies die langfristige Erfolgsstory des Unternehmens weiter stützen.

Wie beeinflusst das die ServiceNow-Aktie?

Fazit

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie volatil der Softwaresektor derzeit reagiert. In einem verwandten Bericht zu den ServiceNow-Zahlen wird analysiert, ob die Aktie trotz des KI-Booms und der Konkurrenz durch OpenAI kurzfristig unter Druck bleibt. Wer den Blick über den Tellerrand wagen möchte, findet in den ebenfalls starken IMAX Quartalszahlen ein weiteres spannendes Beispiel für ein Unternehmen, das operativ glänzt, aber mit den hohen Markterwartungen kämpfen muss.

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Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

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