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Detailaufnahme eines futuristischen Small Modular Reactors (SMR), der die Technologie von NuScale Power nach dem Downgrade symbolisiert.
SMR
AktienEnergie & Versorger

NuScale Power Downgrade: UBS senkt auf ‘Sell’ – Aktie fällt um 13%

SMR NuScale Power Corporation
$8.79 -1.42 (-13.91%)
Mkt Cap
P/E (FWD)
Yield
52W High
9.77

Warum stuft die UBS NuScale Power auf ‘Sell’ herab und welche Auswirkungen hat das auf die Aktie des Small Modular Reactor-Herstellers?

Erwähnte Aktien
SMR
SMR
Kurs bei Erstellung · 8,82$ -13,24%
NuScale Power Corporation

Warum das NuScale Power Downgrade die Anleger beunruhigt?

Die Herabstufung durch die UBS basiert auf mehreren kritischen Punkten, die das Potenzial von NuScale Power (SMR) in Frage stellen. Ein Hauptargument ist der geschätzte Bauzeitplan von über fünf Jahren, der im Vergleich zu Wettbewerbern als zu lang erachtet wird. Die UBS geht davon aus, dass bis 2028 nur ein einziges Projekt in die Bauphase eintreten wird. Dies steht im Gegensatz zu den Erwartungen des Marktes, der laut UBS ein EBITDA von 124 Millionen Dollar für 2028 impliziert, während die Bank selbst nur 29 Millionen Dollar prognostiziert.

Ein weiterer wesentlicher Faktor ist der erwartete kumulative Cash Burn. Die UBS prognostiziert für die Jahre 2026 bis 2028 einen Mittelabfluss von rund 700 Millionen Dollar. Obwohl NuScale Power im zweiten Quartal 2026 noch über eine starke Liquidität von 1,9 Milliarden Dollar in Barbeständen und Investitionen verfügte, könnte dieser hohe Cash Burn die Finanzlage des Unternehmens belasten. Im ersten Halbjahr 2026 belief sich der operative Cashflow bereits auf minus 372,9 Millionen Dollar.

Herausforderungen bei Kundenbindung und Projektverzögerungen

Die UBS kritisiert zudem das Fehlen fester Kundenbindungen. Trotz der Behauptungen von NuScale Power, kurzfristig einsatzbereit zu sein und bereits Lieferantenvereinbarungen mit über 60 Partnern getroffen zu haben, gibt es laut der UBS noch keine verbindlichen Abnahmeverträge. Projektverzögerungen, insbesondere beim RoPower-Projekt in Rumänien, und begrenzte Fortschritte bei einer Vereinbarung mit der Tennessee Valley Authority (TVA) verstärken die Skepsis der Analysten.

NuScale Power (SMR) hält zwar die einzige Designzertifizierung der U.S. Nuclear Regulatory Commission (NRC) in der Small Modular Reactor Industrie, was ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Doch die UBS bezweifelt, dass diese regulatorische Genehmigung ausreicht, um die kommerzielle Bereitstellung in der von NuScale Power erwarteten Zeitspanne zu realisieren. CEO John Hopkins betonte im Rahmen der Q2-Ergebnisse, dass das Unternehmen „nahezu kurzfristig einsetzbar“ sei, sobald definitive Verträge vorliegen.

Wie NuScale Power auf die Kritik reagiert?

Das Management von NuScale Power hat in der Vergangenheit stets die kommerzielle Bereitschaft des Unternehmens hervorgehoben. Die langlaufenden Komponenten seien bereits seit zwei Jahren in Produktion, und die Kombination aus Lizenzierung, Brennstoff und Lieferkette sichere die Marktführerschaft. Diese Argumentation steht jedoch im direkten Widerspruch zur Einschätzung der UBS bezüglich des Timings.

Der Aktienkurs von NuScale Power (SMR) reagierte entsprechend negativ auf das NuScale Power Downgrade. Die Aktie fiel am Freitag um 13,24 % auf 8,81 $ und nähert sich damit ihrem 52-Wochen-Tief von 7,21 $ an. Das von der UBS neu gesetzte Kursziel von 6,00 $ impliziert ein weiteres Abwärtspotenzial von etwa 40 % gegenüber dem Kurs zum Zeitpunkt der Analyse.

Blick auf die Konkurrenz und die weitere Entwicklung

Während NuScale Power mit spezifischen Herausforderungen kämpft, zeigen andere Unternehmen im Nuklearsektor eine differenzierte Entwicklung. Oklo (OKLO) beispielsweise verzeichnete einen geringeren Rückgang von 2 % auf 38,94 $, was darauf hindeutet, dass die Bedenken der UBS eher unternehmensspezifischer Natur sind. Oklo hat eigene Fortschritte mit seinem Aurora-Reaktor und der Inbetriebnahme seiner Groves-Isotopenanlage gemacht und verfügt ebenfalls über eine starke Liquiditätsposition von 3 Milliarden Dollar.

Für Anleger von NuScale Power ist es entscheidend, die Entwicklung der definitiven Stromabnahmeverträge mit der TVA oder dem RoPower-Projekt in Rumänien genau zu beobachten. Diese könnten die nächsten Katalysatoren sein, die den Cashflow des Unternehmens positiv beeinflussen und die Bedenken der Analysten zerstreuen könnten. Bis dahin bleibt das NuScale Power Downgrade ein wesentlicher Belastungsfaktor für die Aktie.

Aktienkurse im Nuklearsektor und KI-Wettbewerb

Die aktuellen Entwicklungen bei NuScale Power (SMR) zeigen, dass die Bewertung von Unternehmen stark von den Erwartungen an Bauzeitpläne und Kundenbindungen abhängt, wie auch im Artikel NuScale Power SMR: Aktie explodiert um 15% – KI-Boom als Treiber? diskutiert wird. Währenddessen muss sich der Technologiesektor, wie am Beispiel von Accenture zu sehen ist, im KI-Wettbewerb behaupten und gleichzeitig verhaltene Prognosen managen.

Fazit

Das jüngste NuScale Power Downgrade durch die UBS auf ‘Sell’ und die drastische Kurszielsenkung spiegeln erhebliche Bedenken hinsichtlich langer Bauzeitpläne und fehlender fester Kundenbindungen wider. Für Anleger bedeutet dies, dass die Aktie kurzfristig unter erheblichem Druck bleiben und weitere Verluste erleiden könnte. Die kommenden Monate werden zeigen, ob NuScale Power definitive Verträge abschließen und die Skepsis der Analysten widerlegen kann, um einen positiven Impuls zu setzen.

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Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

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