Nordex sichert sich einen bedeutenden Auftrag in Österreich – doch welche strategische Bedeutung hat dieses Projekt für den Windkraftanlagenhersteller?
Nordex liefert acht Turbinen für Auersthal
Das Projekt im niederösterreichischen Bezirk Gänserndorf ist das erste Vorhaben in Österreich mit Nordex-Turbinen des Typs N175/6.X. Mit acht Anlagen handelt es sich zugleich um das bislang größte Einzelprojekt des Herstellers im Land. Die Maschinen gehören zur Delta4000-Plattform und leisten jeweils 7 MW.
Der Vertrag umfasst neben Lieferung und Errichtung auch einen Premium-Service über 25 Jahre. Der Kurs der Nordex-Aktie (NDX1.DE) lag am Donnerstag bei 38,59 Euro, nach 39,16 Euro am Vortag; das entspricht einem Minus von 1,46 Prozent.
Repowering soll den Standort effizienter nutzen
Bei Auersthal RI werden bestehende Windenergieanlagen durch moderne Turbinen ersetzt. Nordex zufolge sollen die Anlagen der neuesten Generation die Effizienz der Stromerzeugung am Standort steigern. Der Hersteller hebt hervor, dass die N175/6.X insbesondere an Binnenlandstandorten hohe Energieerträge ermöglichen und vorhandene Flächen effizient nutzen soll.
Die Fertigstellung ist für 2028 geplant. Für die WEB Windenergie AG ist es nach Angaben ihres Vorstandsmitglieds Roman Prager das erste Mal, dass das Unternehmen Anlagen dieser Größe baut. Beide Unternehmen arbeiten bereits zusammen; mit dem Projekt vertiefen sie ihre Partnerschaft.
Was bedeutet der Auftrag für Nordex?
Für Nordex ist der Auftrag ein Referenzprojekt für das neue Modell im österreichischen Markt und ein Ausbau der Zusammenarbeit mit einem regionalen Betreiber. Die Unternehmensmitteilung bezeichnet die Anlage als erste Installation der N175/6.X in Österreich. Eine Bewertung der finanziellen Auswirkungen des Vertrags oder Angaben zu seinem Auftragswert enthält die Meldung nicht.
Nordex im Fokus: Stimmrechte und EEG 2027
Der neue Auftrag ergänzt die jüngste Unternehmensentwicklung, die auch von regulatorischen Perspektiven geprägt ist. Im Beitrag zur Nordex-Stimmrechtsmitteilung und den möglichen Chancen durch das EEG 2027 stehen Beteiligungsverhältnisse und Rahmenbedingungen für den Windkraftkonzern im Mittelpunkt.
Nordex liefert für ein österreichisches Repowering-Projekt acht neue Turbinen mit 56 MW Gesamtleistung und übernimmt den Service für 25 Jahre. Für Anleger ist der Auftrag ein weiteres Referenzprojekt für das neue Modell, doch Angaben zum Vertragswert fehlen und der Aktienkurs gab am Donnerstag nach. Entscheidend wird nun die Umsetzung bis zur geplanten Inbetriebnahme 2028 sein; das Projekt stärkt Nordex’ Position im österreichischen Markt.



