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Honeywell Quartal: +4,9% Rallye dank HONA-Coup

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Kann das neue Honeywell Quartal den Kursanstieg von 4,9 Prozent rechtfertigen? Rekordauftragsbestand, HONA-Spin-off und Quantinuum-Fantasie sorgen für Gesprächsstoff – doch was steckt wirklich hinter dem optimistischen Ausblick bis 2026?

Honeywell Quartal im Fokus mit hochwertig inszenierten Aerospace- und Industrieprodukten
Erwähnte Aktien
HON HON
$227.24 +4.89%
Stand: 21:02 MEZ

Honeywell Quartal: Wie stark sind Umsatz und Gewinn?

Honeywell International Inc. meldet für das jüngste Honeywell Quartal ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,59 US‑Dollar und liegt damit über den Konsensschätzungen von rund 2,54 US‑Dollar. Damit setzt der Konzern seine Serie solider Ergebnisüberraschungen fort, auch wenn der ausgewiesene GAAP‑Gewinn durch Sondereffekte, darunter Vergleichszahlungen, deutlich niedriger ausfällt. Auf der Umsatzseite werden etwa 9,8 Milliarden US‑Dollar ausgewiesen, bereinigt sind es 10,1 Milliarden US‑Dollar – ein Plus von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr und leicht über den Markterwartungen. Besonders stark präsentiert sich die Luftfahrtsparte, deren Nachfrage nach Wartung, Ersatzteilen und Systemlösungen die Schwäche in anderen Segmenten ausgleicht.

Operativ profitiert Honeywell International Inc. von anhaltend hoher Nachfrage nach Automatisierung, Gebäude‑ und Sicherheitstechnik. Margenseitig zeigt sich das Honeywell Quartal resilient: Produktivitätsprogramme und Preiserhöhungen kompensieren Kosteninflation und Lieferkettenaufwand weitgehend. Die operative Marge bleibt damit in einem Band, das Investoren als komfortabel einstufen. Zugleich signalisiert das Management, dass der Rekordauftragseingang im Schlussquartal die Visibilität für 2026 deutlich verbessert.

Honeywell International: Trägt der Rekordauftragsbestand?

Ein Kernpunkt im Honeywell Quartal ist der Auftragsbestand, der auf über 37 Milliarden US‑Dollar klettert. Getrieben wird dieses Niveau vor allem durch die Luftfahrtaktivitäten mit starken Service‑ und Aftermarket‑Bestellungen. Für Anleger fungiert dieser Backlog als eine Art Puffer: Selbst bei konjunkturellen Schwankungen bleibt die Auslastung der Werke damit absehbar hoch. Zudem verzeichnet Honeywell International Inc. ein organisches Auftragswachstum von über 20 Prozent im Schlussquartal, was die Qualität des Book-to-Bill-Verhältnisses unterstreicht.

Der Konzern nutzt die robuste Auftragslage, um einen ambitionierten Ausblick zu formulieren. Für 2026 stellt das Management ein bereinigtes Ergebnis je Aktie in einer Spanne von etwa 10,35 bis 10,65 US‑Dollar in Aussicht, was einem Zuwachs von rund 6 bis 9 Prozent entspricht. Diese Guidance liegt über vielen bisherigen Marktannahmen und verleiht dem Honeywell Quartal zusätzlichen Rückenwind. Der Konzern rechnet damit, dass insbesondere die Segmente Luftfahrt, Gebäudetechnik und digitale Industrieplattformen weiter zulegen.

Honeywell International Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Januar 2026
Honeywell International Inc. (HON) – 252-Tage-Chart

HONA-Spin-off: Was plant Honeywell International?

Strategisch im Mittelpunkt steht die geplante Aufspaltung: Honeywell International Inc. will seine Aerospace‑Aktivitäten in die neue Gesellschaft Honeywell Aerospace ausgliedern, die im dritten Quartal 2026 unter dem Ticker HONA an die Nasdaq gehen soll. Die Einheit erzielte 2024 mehr als 15 Milliarden US‑Dollar Umsatz und gilt damit als Schwergewicht im globalen Luftfahrtzuliefermarkt. Mit Jim Currier als künftigen CEO und Josh Jepsen als CFO sind zentrale Managementpositionen bereits besetzt.

Die beschleunigte Umsetzung des Spin-offs kommt bei Investoren gut an, weil sie sich eine klarere Bewertung der einzelnen Geschäftsbereiche erhoffen. Das bestehende Konglomerat‑Discount könnte sich dadurch reduzieren. Kurzfristig bringt der Umbau zwar Transaktions- und Organisationsaufwand, doch das Management betont, dass die operative Performance im laufenden Honeywell Quartal und darüber hinaus nicht leiden soll. Der Kursanstieg auf 227,24 US‑Dollar (+4,89 Prozent) signalisiert, dass der Markt die Trennung als wertschaffend einpreist.

Quantinuum & Ausblick: Was treibt Honeywell Aktie?

Zusätzliche Fantasie erhält das Honeywell Quartal durch die Quantencomputing‑Beteiligung Quantinuum. Das Unternehmen wird in privaten Finanzierungsrunden mit rund 10,6 Milliarden US‑Dollar bewertet und hat namhafte Partner wie JPMorgan und Nvidia an Bord. Ein künftiger Börsengang könnte weiteren Wert für die Aktionäre von Honeywell International Inc. heben, auch wenn konkrete Zeitpläne offen bleiben. Anleger sehen in der Kombination aus klassischem Industriebusiness und Hochtechnologie einen seltenen Mix.

Auf der Analystenseite zeigt sich zunehmender Optimismus: JPMorgan hatte die Aktie zuletzt auf „Overweight“ hochgestuft und ein Kursziel von 255 US‑Dollar ausgegeben, was zusätzliches Aufwärtspotenzial signalisiert. Charttechnisch hat die Aktie mit dem Sprung auf über 227 US‑Dollar den hartnäckigen Widerstandsbereich zwischen 220 und 235 US‑Dollar erneut attackiert, der bis 2021 zurückreicht. Eine erste Unterstützung liegt nun im Bereich des 20‑Tage‑Durchschnitts um 210 US‑Dollar. Das Honeywell Quartal bestätigt damit den laufenden Aufwärtstrend, zumal Dividendenzahlungen und das stabile Industrie‑Portfolio in den Bereichen Sicherheit, Medizintechnik und Gerätebau für zusätzliche Stabilität sorgen.

Fazit

Im Fazit steht das Honeywell Quartal für einen Mix aus soliden Zahlen, starkem Auftragseingang und klarer strategischer Agenda mit HONA‑Spin-off und Quantinuum‑Option. Für Anleger bedeutet das eine verbesserte Visibilität beim Gewinnwachstum bis 2026 und die Chance auf zusätzliche Bewertungsfantasie. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob Honeywell International Inc. die ambitionierte Guidance halten und die Transformation planmäßig umsetzen kann – wer an dieses Szenario glaubt, findet jetzt eine spannend positionierte Qualitätsaktie.