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+3,6% Kurssprung: Nordex Auftragseingaenge explodieren

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Die Nordex SE meldet Rekord-Auftragseingaenge und einen frischen Großauftrag aus Schweden. Parallel trotzt die Aktie einem massiven Aktienverkauf durch Großaktionär Skion und klettert auf ein neues Mehrjahreshoch. Wie nachhaltig ist der Boom bei den Nordex Auftragseingaengen – und was bedeutet das für die Bewertung der Aktie?

Moderne Nordex Windturbine im Fokus, Symbol für boomende Nordex Auftragseingaenge und Rekordpipeline
Erwähnte Aktien
NDX1
Schlusskurs 35,02€ +3,61% 03.02.26 12:59 Uhr
Nordex SE

Nordex Auftragseingaenge im Aufwind?

Nordex SE setzt ihren Wachstumskurs fort: Für das Geschäftsjahr 2025 meldete der Turbinenbauer Rekord-Auftragseingaenge von 10,2 Gigawatt, ein Plus von rund 22,5 % gegenüber dem Vorjahr. Allein im Schlussquartal kamen etwa 3,6 Gigawatt hinzu. Entscheidend für Anleger: Die durchschnittlichen Verkaufspreise blieben mit 0,91 Mio. Euro je Megawatt stabil, was signalisiert, dass das Wachstum nicht über aggressive Rabatte erkauft wurde. Die starken Nordex Auftragseingaenge schlagen sich bereits im Kurs nieder: Die Aktie notiert aktuell bei rund 35,02 Euro, nach 33,80 Euro am Vortag, was einem Anstieg von etwa 3,61 % entspricht und das Papier nahe an seinem jüngsten Jahreshoch hält.

Besonders im Fokus steht die Qualität der Nordex Auftragseingaenge. Neben der reinen Megawatt-Zahl gewinnen Rahmenverträge und Servicepakete an Bedeutung, da sie die Visibilität künftiger Cashflows verbessern. Ein Beispiel ist die Vereinbarung mit VERBUND Green Power über potenziell 700 Megawatt bis 2030. Der nächste Prüfstein für die Story ist der Jahresfinanzbericht am 26. Februar 2026, wenn das Management zeigen muss, wie sich die prall gefüllten Auftragsbücher in Profitabilität und Free Cashflow übersetzen.

Nordex SE: Was bringt der Schweden-Großauftrag?

Frischen Rückenwind erhält die Investmentstory durch einen neuen Großauftrag aus Schweden. Der Green-Tech-Entwickler OX2 beauftragt Nordex mit der Lieferung von 27 Turbinen des Typs N163/6.X für den Windpark Fageråsen. Das Projekt umfasst eine Gesamtleistung von 189 Megawatt und beinhaltet zusätzlich einen Premium-Servicevertrag über bis zu 25 Jahre. Die Installation der Anlagen soll 2027 beginnen, der kommerzielle Betrieb ist für 2028 vorgesehen.

Technologisch setzt Nordex auf seine Kaltklima-Kompetenz: Die Turbinen werden mit einem speziellen Advanced Anti-Icing-System ausgeliefert, um Vereisung an den Rotorblättern zu reduzieren und Erträge auch in langen nordischen Wintern zu sichern. Mit rund 119 Meter hohen Stahlrohrtürmen zielt Nordex auf niedrige Stromgestehungskosten in dem herausfordernden Terrain in der Region Dalarna. Für Anleger unterstreicht der Auftrag, dass die Nordex Auftragseingaenge nicht nur in Volumen, sondern auch in margenstarken, serviceintensiven Projekten wachsen.

Nordex SE Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Nordex SE: Marktreaktion auf Skion-Verkauf und Pipeline

Trotz der jüngsten Platzierung von rund sieben Millionen Aktien durch den Großaktionär Skion im Volumen von etwa 225 Mio. Euro zeigte sich der Markt bemerkenswert aufnahmefähig. Die Papiere wurden rasch absorbiert, und die Aktie kletterte im Anschluss auf neue Mehrjahres- und Rekordhochs. Charttechnisch bleibt der Titel damit klar über der 50-Tage-Linie und bestätigt die robuste Nachfrage institutioneller Investoren.

Die Kombination aus starker Pipeline, stabilem Pricing und wachsendem Serviceanteil nährt die Hoffnung auf eine nachhaltige Margenverbesserung. Bereits im dritten Quartal hatte Nordex eine verbesserte Profitabilität und einen robusten Free Cashflow vermeldet. Investoren spekulieren nun darauf, dass der anstehende Jahresbericht diese Tendenz bestätigt und die Nordex Auftragseingaenge zunehmend in profitables Wachstum ummünzt. Klassische Adressen wie Citigroup, Goldman Sachs oder RBC Capital werden die Daten genau analysieren und ihre Einschätzungen entsprechend anpassen, was zusätzliche Impulse für die Kursentwicklung liefern kann.

Nordex SE: Neubewertung durch Nordex Auftragseingaenge?

Die Frage, ob die aktuellen Nordex Auftragseingaenge bereits voll im Kurs eingepreist sind, beschäftigt viele Anleger. Mit einem Jahreshoch von knapp 35 Euro und einer Performance von rund 11,7 % seit Jahresbeginn preist der Markt bereits einen erfolgreichen Turnaround ein. Gleichzeitig bietet die geografische Diversifikation – insbesondere die starke Position im nordischen Kaltklima-Segment – einen Puffer gegen Schwankungen in einzelnen Regionen.

Der neue OX2-Auftrag Fageråsen unterstreicht, dass Nordex in seinem Kernsegment technologisch konkurrenzfähig ist und über langfristige Serviceverträge zusätzliche Ertragssäulen aufbaut. Für Anleger bleibt damit der Blick auf zwei zentrale Faktoren entscheidend: die weitere Entwicklung der Nordex Auftragseingaenge im Jahresverlauf 2026 und den Beweis, dass höhere Volumina sich nachhaltig in steigende Margen übersetzen. Gelingt dieser Spagat, ist eine Neubewertung der Aktie nach oben durchaus realistisch.

Mit der N163/6.X und ihrem Kaltklima-Paket inklusive des Advanced Anti-Icing-Systems liefern wir erneut unsere bewährten und hoch effizienten Turbinen, die speziell auf die anspruchsvollen Bedingungen in Schweden zugeschnitten sind.
— Till Junge, Vice President Region Nordic, Nordex Group
Fazit

Die starken Nordex Auftragseingaenge in Verbindung mit dem neuen Schweden-Großprojekt und stabilen Verkaufspreisen stützen die laufende Neubewertung der Aktie. Für investierte Anleger bleibt der Titel vor dem Jahresfinanzbericht spannend, da Margenentwicklung und Cashflow im Fokus stehen. Wer auf den weiteren Ausbau der Onshore-Windkraft und die Kaltklima-Spezialisierung setzt, findet in Nordex einen der interessantesten europäischen Pure Plays mit klar wachstumsgetriebener Story.