Die Walmart Prognose sorgt Anfang Februar 2026 für Diskussionen: Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 27 % zugelegt und notiert aktuell bei 131,18 US‑Dollar. Mit einer Marktkapitalisierung von über 1 Billion US‑Dollar und einem deutlich überdurchschnittlichen KGV stellt sich für viele Anleger die Frage, ob Walmart auf diesem Niveau noch Kaufchance oder bereits Übertreibung ist. Gleichzeitig investiert der US‑Einzelhandelsriese massiv in E‑Commerce, Automatisierung und eine neue Food-Strategie mit Sushi-Bars. Der folgende Überblick ordnet Bewertung, Analystenmeinungen und die wichtigsten Chancen und Risiken bis 2030 ein.
Walmart Prognose: Wie ist die Aktie aktuell bewertet?
Walmart Inc. (WMT) handelt Anfang Februar 2026 bei 131,18 US‑Dollar, ein Plus von 3,34 % zum Vortag und rund 27 % über dem Kurs vor zwölf Monaten. Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 1,05 Billionen US‑Dollar gehört der Konzern nun zur exklusiven Billionen-Klasse. Das Trailing-KGV liegt bei 45,87, das Forward-KGV bei 43,10 – deutlich über historischen Einzelhandelsdurchschnitten. Diese hohe Bewertung spiegelt die Erwartung wider, dass Walmart auch bei anhaltender Inflation und konjunkturellen Unsicherheiten stabile Cashflows liefern kann. Zugleich birgt sie das Risiko von Korrekturen, falls das Wachstum hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Die Walmart Prognose bis 2030 wird daher stark davon abhängen, ob das Unternehmen seine Margen trotz steigender Kosten ausweiten kann. Der Konzern profitiert in Phasen erhöhter Inflation von seiner Rolle als Preisführer, da viele Verbraucher verstärkt zu Discountern und Großflächenmärkten wechseln. Gleichzeitig setzen Zölle, höhere Beschaffungskosten und intensive Konkurrenz im E‑Commerce die Profitabilität unter Druck. Kurzfristig sehen einige Modelle für 2026 ein eher seitwärts bis leicht schwächer tendierendes Kursniveau, was zur vorsichtigen Stimmung trotz der jüngsten Rally passt.
Walmart: Was sagen Analysten zu Kurszielen bis 2030?
Die Analystenlandschaft bleibt überwiegend konstruktiv. Citigroup sieht Walmart mit einem Kursziel von 147 US‑Dollar und verweist auf die starke digitale Transformation sowie wachsende Mitgliedererlöse als zentrale Kurstreiber. Piper Sandler und Evercore ISI liegen mit ihren Bewertungen in einem Durchschnittsbereich um knapp 136 US‑Dollar und stufen die Aktie ebenfalls positiv ein, betonen aber, dass die hohe Bewertung wenig Raum für operative Fehltritte lässt. Stifel nennt ein deutlich konservativeres Ziel von 91 US‑Dollar und verweist auf Margendruck und Investitionsbedarf im Onlinegeschäft.
Langfristig kursiert eine Walmart Prognose, nach der der Aktienkurs bis 2030 im Bereich von rund 123 US‑Dollar liegen könnte – ein Szenario, das eher von einer moderaten Bewertungsausdehnung und stabilen, aber nicht spektakulären Wachstumsraten ausgeht. Parallel dazu heben institutionelle Bewegungen die ambivalente Lage hervor: Während Alecta Pensionsforsakring ihre Position in Walmart deutlich aufgestockt hat, haben Investoren wie Gamco Investors ihre Bestände leicht reduziert. Insgesamt bleibt der Konsens ein „Strong Buy“ mit leichtem Upside-Potenzial, allerdings unter dem Vorbehalt, dass Walmart seine Technologie- und KI-Investitionen in profitable Erträge übersetzen kann.

Walmart: Neue Food-Strategie mit Sushi-Bars als Wachstumstreiber?
Neben E‑Commerce und Automatisierung setzt Walmart Inc. zunehmend auf ein aufgewertetes Food-Erlebnis. Ein neues Supercenter in Jacksonville (Florida) dient als Prototyp für „Next-Gen“-Märkte mit interaktiven digitalen Touchpoints, einem ausgebauten Frischebereich – inklusive frischer Sushi-Bar – sowie einer aufgewerteten Bäckerei und Deli. In Texas wurde ein Sushi- und Poke-Kiosk in Kooperation mit Mai Sushi eröffnet, ergänzend zu bestehenden Grab-and-Go-Konzepten wie „Hissho on the Go“ und den vorverpackten Marketside-Sushi-Produkten.
Strategisch zielt Walmart damit auf ein Terrain, in dem regionale Supermarktketten bislang Qualitätsvorteile hatten: hochwertige, frisch zubereitete Speisen. Für die mittelfristige Walmart Prognose ist dieser Schritt relevant, weil frisch zubereitete Lebensmittel und In‑Store-Gastronomie typischerweise höhere Margen und stärkere Kundenbindung bieten. Zusätzlich weitet der Konzern die Sushi-Präsenz über Sam’s Club aus, wo Member’s-Mark-Sushi täglich frisch in den Clubs zubereitet wird. Angesichts eines wachsenden US-Sushimarktes mit zehntausenden Restaurants könnte Walmart hier einen profitablen Nischenvorteil aufbauen und sich vom reinen Preisimage zu einer kombinierten Value-&-Quality-Marke weiterentwickeln.
Walmart: Chancen und Risiken für Anleger
Für Anleger bleibt Walmart Inc. ein defensiver Anker im Depot, gerade in einem Umfeld steigender Anleiherenditen und potenziell höherer Marktvolatilität. Die starke Stellung im Lebensmitteleinzelhandel, wachsende Onlineumsätze und Investitionen in Logistik, Automatisierung und KI‑gestütztes Bestandsmanagement sprechen für strukturelles Wachstum. Zugleich mahnen Signale wie ein nur leicht überdurchschnittlicher Anteil grüner Handelstage und eine eher zurückhaltende Risikostimmung am Markt zur Vorsicht.
Fazit
Im Bullen-Szenario steigert Walmart seinen E‑Commerce-Anteil, gewinnt Marktanteile im Lebensmittel- und Gesundheitssegment und nutzt Automatisierung, um Margen zu verbessern. Im Bären-Szenario belasten Inflation, Zölle und harter Wettbewerb mit Amazon und Discounterketten die Profitabilität, während die hohe Bewertung Spielraum für Rückschläge lässt. Für die Walmart Prognose bis 2030 bleibt damit entscheidend, ob der Konzern seine Food-Offensive – inklusive Sushi-Bars – und seine Tech-Investitionen in nachhaltiges Ergebniswachstum ummünzt.
Weiterführende Quellen
- Walmart Inc. Aktienkurs und Kennzahlen (Yahoo Finance)
- Walmart wird zum Billionen-Konzern (The Motley Fool)
- Ist Walmart-Aktie bei 1 Billion Dollar Bewertung ein Kauf? (Palmetto Grain Brokerage)
- Alecta Pensionsforsakring stockt Walmart-Beteiligung auf (TipRanks)