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AMD Meta-Deal 100 Mrd.: +8,8% Rallye bei KI-Chips
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AMD Meta-Deal 100 Mrd.: +8,8% Rallye bei KI-Chips

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs 213,84$ +8,77% 24.02.26 22:00 Uhr
Außerbörslich 215,15$ +0,61% 25.02.26 14:42 Uhr
Advanced Micro Devices Inc.

Kann der gigantische AMD Meta-Deal NVIDIAs Dominanz im KI-Chipmarkt brechen und die Aktie dauerhaft in neue Kursregionen heben?

Was steckt hinter dem AMD Meta-Deal?

Im Zentrum des AMD Meta-Deal steht eine mehrjährige Abnahmeverpflichtung von Meta für spezialisierte KI-Chips und komplette Rechenzentrumssysteme von AMD. Das Volumen reicht je nach Quelle von zunächst rund 60 Milliarden bis hin zu über 100 Milliarden US-Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren. Meta will bis zu sechs Gigawatt an GPU-Leistung in seine KI-Datenzentren integrieren – eine Größenordnung, die der Leistung mehrerer Atomkraftwerke entspricht. Technische Basis sind an Meta angepasste MI450-GPUs sowie neue Venice- und Verano-CPUs und das Helios-Rack-System, mit dem AMD komplette KI-Serverregale aus einer Hand liefern kann.

Besonderes Augenmerk der Börse gilt der Eigenkapital-Komponente: Meta erhält performancebasierte Warrants zum Kauf von bis zu 160 Millionen AMD-Aktien. Beim vollen Ausschöpfen entspräche dies rund 10 % des Unternehmens und würde Meta perspektivisch zum größten Einzelaktionär machen. Die Ausübungspreise liegen dabei teils symbolisch bei einem Cent, sind aber an Liefermengen, technische Meilensteine und Kursniveaus geknüpft.

Wie reagiert die Börse auf AMD?

Die Aktie von AMD sprang nach der Bekanntgabe des Deals zeitweise um rund 9 % nach oben und notiert aktuell bei 213,84 US-Dollar, vorbörslich legt sie mit 215,15 US-Dollar leicht zu. Damit nähert sich der Wert wieder der jüngsten Kurszone an, in der Analysten Kursziele zwischen 240 und 300 US-Dollar sehen. Wichtig: Trotz der Rallye handelt es sich nicht um ein neues Allzeithoch, der Kurs bleibt unter früheren Spitzen der Aktie.

Der Sektor profitiert breit. Der Halbleiterindex markierte zuletzt Rekordstände, und auch Zulieferer wie Netzwerk- und Testausrüster legten spürbar zu, nachdem klar wurde, dass der CapEx-Boom für physische KI-Infrastruktur ungebrochen ist. Gleichzeitig wurden bei einigen Netzwerkplayern wie Arista Networks kurzfristige Gewinnmitnahmen beobachtet, obwohl der Ausbau der Hyperscaler-Rechenzentren langfristig Rückenwind verspricht.

Für bestehende AMD-Aktionäre stellt sich vor allem die Frage nach Verwässerung durch die möglichen neuen Aktien für Meta. Experten betonen jedoch, dass der Margen- und Cashflow-Hebel des Deals die Verwässerung überkompensieren dürfte, sofern AMD die Lieferverpflichtungen profitabel erfüllt.

Advanced Micro Devices, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie verändert der AMD Meta-Deal den KI-Chipmarkt?

Strategisch ist der AMD Meta-Deal ein direkter Angriff auf die Dominanz von NVIDIA im Bereich der KI-GPUs. Meta hatte erst in der Vorwoche eine erweiterte Kooperation mit NVIDIA angekündigt und setzt nun klar auf einen Multivendor-Ansatz. Ziel ist es, die Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller zu reduzieren, Kosten zu optimieren und Lieferengpässe zu vermeiden. AMD positioniert sich damit endgültig als ernstzunehmende Alternative im High-End-Segment.

Analysten sehen in der Kombination aus GPUs, CPUs und kompletten Helios-Racks einen strukturellen Vorteil für AMD. Morningstar etwa spricht davon, dass AMD sich auf dem Weg befinde, in den nächsten Jahren bis zu 100 Milliarden Dollar an KI-Umsatz zu erschließen, und hat den fairen Wert der Aktie auf 300 US-Dollar angehoben. Auch Wolfe Research bleibt bei einem „Outperform“-Rating und einem Kursziel von 300 US-Dollar. Die Experten betonen, dass der Großteil der künftigen Meta-Umsätze in den aktuellen Konsensschätzungen für 2027 noch nicht eingepreist sei.

Der Deal hebt zudem AMDs Bonität, weil wiederkehrende Großaufträge von Hyperscalern wie Meta die Planbarkeit von Umsatz und Cashflows erhöhen. Zugleich signalisiert der Schritt weiteren Cloud-Anbietern, dass es eine skalierbare Alternative zu NVIDIA gibt – ein Argument, das AMD bereits bei OpenAI mit einem ähnlich strukturierten Abkommen genutzt hat.

Welche Chancen und Risiken sehen Analysten für AMD?

Während Häuser wie Morningstar und Wolfe Research sehr optimistisch sind, verweisen skeptischere Stimmen unter anderem auf die Verwässerungsrisiken und den enormen Ausführungsdruck. Entscheidend wird sein, ob AMD die zugesagten sechs Gigawatt GPU-Leistung rechtzeitig und in der benötigten Qualität liefern kann. Nur dann werden die an Umsatz- und Technikmeilensteine geknüpften Warrants für Meta vollständig relevant.

Schwab Network hebt in einer aktuellen Analyse hervor, dass der Deal zwei Welten der KI illustriert: Training von Basis-Modellen und späteres Inferencing im Massenmaßstab. AMD könne mit dem Helios-System in beiden Bereichen punkten und sich so ein dauerhaftes Standbein im KI-Rechenzentrumsmarkt sichern. Gleichzeitig bleibt NVIDIA klarer Marktführer, sodass sich ein Oligopol aus wenigen großen Anbietern abzeichnet.

„Meta hat im KI-Wettrennen noch einmal deutlich beschleunigt – der AMD-Deal ist ein klarer Vertrauensbeweis in AMDs KI-Hardware und Lieferfähigkeit.“
— Matt Britzman, Hargreaves Lansdown

Fazit

Der AMD Meta-Deal markiert einen Wendepunkt für Advanced Micro Devices, Inc. und hebt das Unternehmen endgültig in die erste Liga der KI-Infrastruktur-Anbieter. Für Anleger eröffnet die Kombination aus massivem Auftragsvolumen und potenzieller Meta-Beteiligung trotz Verwässerungsrisiken ein attraktives Wachstumsprofil. Wer an einen anhaltenden KI-Investitionszyklus glaubt, für den bleibt AMD mit dem AMD Meta-Deal eine der spannendsten Large-Cap-Wetten im Technologiesektor.

Weiterführende Quellen