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Rivian Quartal mit starkem Zahlenwerk und -5,15% Kursreaktion – wie tragfähig sind Guidance 2026 und R2-Story wirklich?

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Rivian Automotive, Inc.

Das jüngste Rivian Quartal sorgt für Gesprächsstoff an der Wall Street: operative Fortschritte, erstmals ein positiver Bruttobeitrag – aber weiterhin hohe Verluste und massiver Investitionsbedarf. Während die Aktie zuletzt deutlich unter Druck stand, setzt das Management auf eine ambitionierte 2026-Guidance und den Marktstart des R2 als Wendepunkt. Was steckt hinter den Zahlen, wie viel davon ist Software- und JV-Effekt – und was bedeutet das für Anleger, die auf eine nachhaltige Erholung der Rivian-Aktie hoffen?

Rivian Quartal: Wie fielen die Kennzahlen aus?

Rivian Automotive, Inc. (RIVN) hat im jüngsten Rivian Quartal die Erwartungen der Wall Street geschlagen. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,54 US‑Dollar und damit deutlich besser als der Konsens von 0,68 bis 0,69 US‑Dollar. Der Umsatz kletterte auf 1,29 Milliarden US‑Dollar und übertraf damit leicht die Schätzung von 1,26 Milliarden US‑Dollar. Auf Jahressicht erzielte Rivian 2025 Erlöse von rund 5,37 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von etwa 8 % gegenüber 2024.

Besonders beachtet wurde der Bruttogewinn: Erstmals wies Rivian einen positiven Bruttobeitrag aus – 144 Millionen US‑Dollar im Gesamtjahr, davon 120 Millionen im vierten Quartal. Allerdings stammt dieser Erfolg im Wesentlichen aus dem Bereich Software und Services, insbesondere aus dem Joint Venture mit Volkswagen. Das reine Automotive-Geschäft blieb mit einem Bruttoverlust von 432 Millionen US‑Dollar deutlich in den roten Zahlen, was zeigt, dass die Skalierung der Fahrzeugproduktion weiterhin eine Herausforderung ist.

Unter dem Strich stand 2025 ein Nettoverlust von 3,6 Milliarden US‑Dollar, nach 4,75 Milliarden US‑Dollar im Vorjahr. Im vierten Quartal belief sich der Fehlbetrag auf 804 Millionen US‑Dollar, belastet durch rückläufige Erlöse aus regulatorischen Credits nach der politischen Kehrtwende in der US‑EV‑Förderung.

Rivian Automotive: Was bedeutet die 2026-Guidance?

Für 2026 legt Rivian Automotive, Inc. eine ehrgeizige Prognose vor. Das Unternehmen erwartet Auslieferungen zwischen 62.000 und 67.000 Fahrzeugen. Damit liegt die Spanne klar über den aktuellen 2025er Niveaus und leicht über den Markterwartungen von rund 63.400 Einheiten. Wesentlicher Treiber soll der neue R2-SUV werden, der im zweiten Quartal an Kunden ausgeliefert werden soll und Rivian in den Massenmarkt – vergleichbar mit einem elektrischen Toyota RAV4 – führen soll.

Trotz der Wachstumsfantasie bleibt die Profitabilität ein Knackpunkt. Rivian rechnet für 2026 mit einem bereinigten EBITDA-Verlust zwischen 1,8 und 2,1 Milliarden US‑Dollar – also kaum besser als die rund 2,1 Milliarden US‑Dollar des Vorjahres. Gleichzeitig sollen die Investitionsausgaben auf 1,95 bis 2,05 Milliarden US‑Dollar steigen, nach etwa 1,7 Milliarden US‑Dollar in 2025. Der Konzern investiert massiv in Kapazitäten, Plattformen und den Markthochlauf des R2, was kurzfristig die Bilanz belastet, aber mittelfristig Skaleneffekte ermöglichen soll.

Am Markt kamen vor allem die besseren Kennzahlen des jüngsten Rivian Quartal und die klar über Konsens liegende Delivery-Guidance gut an: Die Aktie sprang im nachbörslichen Handel zeitweise um über 10 %, auch wenn der Kurs im laufenden Jahr zuvor bereits deutlich unter Druck stand.

Rivian Automotive, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Rivian Automotive: R2, EV-Schwäche und Software-Power

Strategisch steht Rivian Automotive, Inc. an einem Wendepunkt. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in den USA ist nach dem Wegfall der 7.500‑Dollar-Steuergutschrift und der politischen Rolle rückwärts deutlich eingebrochen; laut Branchendaten gingen die EV-Verkäufe im Jahresvergleich um rund ein Drittel zurück. Während Rivian wegen Batterieregeln ohnehin nicht von der Förderung profitierte, litt das Sentiment in der gesamten Branche. Gleichzeitig ziehen sich Wettbewerber wie Ford bei reinen BEV-Modellen zurück und fokussieren stärker auf Hybride, was Rivian in Segmenten wie elektrischen Pick-ups und SUVs Luft verschaffen könnte.

Das Rivian Quartal unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung von Software und Services. Diese Sparte legte 2025 um mehr als 300 % zu und kompensierte einen Teil der operativen Schwächen im Fahrzeugbau. CEO RJ Scaringe spricht von einem operativen Wendepunkt: Mit dem R2, der auf einer kostengünstigeren Plattform basiert, sollen Stückkosten deutlich sinken und die Bruttomargen perspektivisch in den grünen Bereich drehen.

An der Börse wird die Story zunehmend langfristig gelesen: Mit einem Forward-Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 2,9 scheint der Markt bereits einen Teil der Risiken eingepreist zu haben. Entscheidend wird sein, ob der R2-Start reibungslos gelingt, die Produktionsziele des nächsten Jahres erreicht werden und künftige Rivian Quartal-Berichte eine klare Verbesserung der Automotive-Bruttomargen zeigen.

Fazit

Im Fazit bleibt das aktuelle Rivian Quartal damit ein wichtiger Zwischenschritt: operative Fortschritte, Software als Stütze und eine starke Wachstums-Guidance treffen auf anhaltend hohe Verluste und ein schwieriges EV-Umfeld. Für risikobewusste Anleger könnte die Aktie interessant sein, wenn sie an einen erfolgreichen R2-Hochlauf und weitere Effizienzgewinne glauben, denn die kommenden Quartale werden zeigen, ob Rivian den Sprung vom Nischenanbieter zum profitablen Volumenhersteller schafft.

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Airbnb Quartal mit 12 % Umsatzplus und -3 % Kursrutsch – wie stark sind Buchungen, KI-Offensive und Zahlungsreform wirklich?

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Airbnb, Inc.

Das aktuelle Airbnb Quartal zeigt ein spannendes Spannungsfeld: Auf der einen Seite stehen zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Buchungen, auf der anderen ein rückläufiger Gewinn und ein Kursrückgang der Aktie. Gleichzeitig startet Airbnb eine Offensive bei Zahlungsoptionen und Künstlicher Intelligenz, die das Geschäftsmodell langfristig verändern könnte. Für Anleger stellt sich damit die Frage, ob der jüngste Rücksetzer der Aktie eine Chance oder ein Warnsignal ist.

Wie stark war das Airbnb Quartal wirklich?

Airbnb, Inc. meldete für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg um 12 % auf rund 2,8 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die eigene Prognoseobergrenze. Der Bruttobuchungswert kletterte sogar um 16 % auf 20,4 Milliarden Dollar – das schnellste Wachstum seit mehr als zwei Jahren. Die gebuchten Nächte und Erlebnisse legten um 10 % zu und markierten damit das stärkste Quartal des Jahres. Damit bestätigt das aktuelle Airbnb Quartal, dass die weltweite Reiselust trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten robust bleibt.

Auf der Gewinnseite fällt das Bild gemischter aus: Der Nettogewinn sank auf 341 Millionen Dollar beziehungsweise 0,56 Dollar je Aktie, nach 0,73 Dollar im Vorjahr. Belastend wirkten rund 90 Millionen Dollar aus einmaligen, nicht einkommenssteuerbezogenen Effekten sowie höhere Ausgaben für Wachstum, Marketing und Regulierung. Analysten hatten im Vorfeld mit einem höheren EPS gerechnet, was den Druck auf die Aktie erhöhte – der Kurs von Airbnb (ABNB) notiert aktuell bei 115,96 Dollar und damit rund 3 % unter dem Vortag.

Welche Impulse setzen neue Zahlungsoptionen bei Airbnb?

Ein zentrales Element im Airbnb Quartal sind die Preis- und Zahlungsinitiativen. Besonders im Fokus steht „Reserve Now, Pay Later“: Gäste in den USA können berechtigte Aufenthalte erstmals mit null Dollar Anzahlung buchen und später bezahlen. Die Reaktion fiel deutlich aus – vor allem größere und hochpreisige Unterkünfte verzeichneten eine beschleunigte Nachfrage. Ergänzt wird dies durch transparenter ausgewiesene Gesamtpreise und vereinfachte Gebührenstrukturen.

Das Management betont, dass diese Maßnahmen im laufenden Jahr so viel zusätzlichen Umsatz bringen sollen wie das erfolgreiche Wachstumsprojekt auf Hawaii und auch künftig ein Rückenwind bleiben. Zwar stieg die Stornorate leicht von etwa 16 % auf 17 %, dennoch bewertet die Finanzchefin den Effekt als unkritisch. Wichtig für Anleger: Die Strategie, preisbewusste Kundensegmente durch bessere Transparenz zu halten und gleichzeitig Premium-Reisende gezielt anzusprechen, dient als Antwort auf eine zunehmend zweigeteilte Reiselandschaft.

Airbnb, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie verändert KI das Geschäftsmodell von Airbnb?

Parallel zur Zahlungsrevolution treibt Airbnb, Inc. eine KI-Offensive voran. Ein eigens entwickelter KI-Agent im Kundensupport, trainiert auf Millionen Interaktionen, löst bereits rund ein Drittel der Anfragen in Nordamerika ohne menschliche Mitarbeiter – bei deutlich verkürzten Bearbeitungszeiten. CEO Brian Chesky sieht darin einen Hebel, um Kostenbasis und Servicequalität gleichzeitig zu verbessern.

Mit der Verpflichtung von Ahmad Al-Dahle, zuvor Leiter generativer KI bei Meta und langjähriger Apple-Manager, als neuem CTO will Airbnb KI und Design noch enger verzahnen. Langfristig soll KI nicht nur den Support, sondern das gesamte Nutzererlebnis von der Suche über Empfehlungen bis hin zur Reiseplanung prägen. Für Investoren ist diese KI-Offensive im Kontext des aktuellen Airbnb Quartal ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen sein margenschonendes, asset-light-Modell technologisch weiter skalieren will.

Wo setzt Airbnb im nächsten Quartal die Wachstumsschwerpunkte?

Für das laufende Quartal erwartet Airbnb, Inc. Erlöse zwischen 2,59 und 2,63 Milliarden Dollar und liegt damit klar über den durchschnittlichen Markterwartungen. Das Management rechnet 2026 insgesamt mit einem Umsatzplus von mindestens niedrigen zweistelligen Prozentraten, bei stabilen bereinigten EBITDA-Margen. Treiber sind unter anderem die starke Nachfrage nach Premium-Unterkünften, eine wachsende Hotelpräsenz in regulierten Metropolen wie New York und Madrid sowie eine gezielte Expansion in Schwerpunktländer wie Brasilien und Indien.

International zeigt das Playbook erste Früchte: Brasilien ist in die Top-5-Märkte aufgestiegen und war im vierten Quartal nach den USA die wichtigste Quelle für Erstbucher. In Indien meldet das Unternehmen Wachstumsraten von rund 50 %, mit weiteren Beschleunigungschancen im kommenden Jahr. Hinzu kommen Event-getriebene Angebote rund um globale Großereignisse wie Olympia und die Fußball-WM, die zusätzliche Nachfrage auf die Plattform ziehen sollen.

„Wir glauben, dass Preisinitiativen in diesem Jahr so viel Umsatz generieren werden wie Hawaii und für die kommenden Jahre ein starker Rückenwind bleiben werden.“
— Brian Chesky, CEO von Airbnb, Inc.

Fazit

Insgesamt unterstreicht das Airbnb Quartal, dass der Konzern bereit ist, kurzfristig niedrigere Gewinne zugunsten von Technologie- und Wachstumsinvestitionen zu akzeptieren. Für Anleger entsteht damit ein klares Bild: Wer an eine anhaltende Reiselust, Preismacht im Premiumsegment und die Skalierbarkeit des Plattformmodells glaubt, könnte das aktuelle Kursniveau als Chance sehen – entscheidend wird sein, ob die kommenden Quartale die angekündigte Wachstumsbeschleunigung tatsächlich liefern.

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Coinbase Quartal mit 667 Mio. Dollar Verlust: Warum die Aktie 7,9% einbricht und starke Abo-Erlöse trotzdem Hoffnung machen

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Coinbase

Das aktuelle Coinbase Quartal sorgt für Unruhe am Kryptomarkt: Nach acht profitablen Perioden in Folge rutscht die größte US-Kryptoboerse wieder in die Verlustzone. Gleichzeitig wachsen die wiederkehrenden Abo- und Serviceerloese kraeftig und Rueckkaeufe in Milliardenhoehe stutzen den Aktienkurs. Wie passt das zusammen – und was bedeutet das für Anleger?

Coinbase Quartal: Wie schwach fiel Q4 wirklich aus?

Coinbase Global, Inc. hat im vierten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 667 Millionen US-Dollar ausgewiesen und damit eine Serie von acht profitablen Quartalen in Folge beendet. Das Ergebnis je Aktie lag bereinigt bei 0,66 US-Dollar und damit klar unter den zuvor erwarteten rund 0,90 bis 1,15 US-Dollar. Der Markt hatte mit einem Gewinn gerechnet – entsprechend galt das Coinbase Quartal als negative Überraschung.

Der Nettoerlös sank im Jahresvergleich um etwa 21 bis 22 Prozent auf rund 1,78 bis 1,8 Milliarden US-Dollar und blieb damit unter den Konsensschätzungen von etwa 1,83 bis 1,9 Milliarden Dollar. Besonders belastete der Einbruch der Kryptopreise: Bitcoin fiel vom Oktoberhoch um rund 30 Prozent bis Jahresende und im laufenden Jahr bislang um mehr als 25 Prozent, was Handelsvolumen und -erträge deutlich dämpfte und zu Wertberichtigungen auf eigene Kryptobestände führte.

Die Börse reagierte zunächst mit Verkäufen: Die Aktie schloss den regulären Handel bei 141,09 US-Dollar, ein Minus von 7,90 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 153,20 Dollar. Nachbörslich erholte sich das Papier jedoch zeitweise um knapp drei Prozent, was zeigt, dass ein Teil der Enttäuschung über das Coinbase Quartal bereits eingepreist war.

Coinbase: Starke Abo-Erlöse als Gegenpol zum Handelsrückgang?

Im Kerngeschäft mit Transaktionsgebühren verzeichnete Coinbase Global, Inc. im vierten Quartal einen deutlichen Rückgang. Die Transaktionsumsätze sanken im Jahresvergleich um fast 37 Prozent auf rund 983 Millionen US-Dollar und blieben damit unter den Erwartungen von etwas über einer Milliarde Dollar. Der anhaltende Krypto-Winter mit scharfen Kurskorrekturen und sinkendem Retail-Interesse traf das Geschäftsmodell unmittelbar.

Positiv entwickelte sich dagegen das Segment Abonnements und Dienstleistungen. Hier erzielte Coinbase im vierten Quartal 727,4 Millionen US-Dollar, ein Plus von gut 13 Prozent zum Vorjahr, wenn auch leicht unter den Prognosen von knapp 750 Millionen Dollar. Auf Jahressicht wuchs dieses Segment auf 2,8 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von 23 Prozent und mittlerweile fast das Fünfeinhalbfache des Spitzenwerts aus dem Zyklus 2021. Das Management betont, dass inzwischen zwölf Produkte jeweils einen annualisierten Umsatz von über 100 Millionen Dollar erzielen.

Damit verschiebt sich das Profil des Unternehmens weiter weg von volatilen Handelsgebühren hin zu wiederkehrenden Erlösen aus Angeboten wie Coinbase One, Staking, Custody, USDC-Zinserträgen und institutionellen Services. Für das laufende Q1 2026 stellt Coinbase Abo- und Serviceumsätze von 550 bis 630 Millionen US-Dollar in Aussicht – eine Spanne, die zwar niedrigere Kryptopreise und Staking-Renditen reflektiert, aber den strukturellen Wachstumstrend bestätigt. Genau diese Entwicklung macht das aktuelle Coinbase Quartal trotz Verlust für viele Langfristinvestoren interessant.

Coinbase Global, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Coinbase Global, Inc.: Rueckkaeufe, Bitcoin-Käufe und Insiderverkäufe

Parallel zum schwierigen Coinbase Quartal setzt das Management ein aggressives Kapitalrückführungsprogramm um. Coinbase Global, Inc. verfügt über 11,3 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und Barmitteläquivalenten und hat im vierten Quartal sowie bis Anfang Februar bereits eigene Aktien im Volumen von 1,7 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Im Januar erweiterte der Verwaltungsrat die Rückkauf- und Schuldentilgungsbefugnis um weitere 2 Milliarden US-Dollar. Zudem hat das Unternehmen seine Bitcoin-Bestände 2025 nach eigenen Angaben etwa verdoppelt.

Diese Maßnahmen stehen im Kontrast zu umfangreichen Insiderverkäufen von CEO Brian Armstrong. Zwischen April 2025 und Januar 2026 veräußerte Armstrong rund 1,5 Millionen Aktien im Gesamtwert von etwa 545 bis 550 Millionen US-Dollar, darunter ein großes Paket zu über 355 Dollar je Aktie im Juni 2025. Auch Cathie Woods Ark Invest reduzierte ihre Position und investierte teilweise in den Wettbewerber Bullish. Die Kombination aus schwachen Kursen, Insiderverkäufen und dem nun gemeldeten Verlust verstärkt die Skepsis mancher Anleger gegenüber dem Coinbase Quartal.

Wie bewerten Analysten das Coinbase Quartal?

Trotz der schwachen Zahlen zum Coinbase Quartal bleiben einige große Häuser zuversichtlich. Goldman Sachs stufte die Aktie jüngst auf „Buy“ hoch und sieht ein Kursziel von rund 303 US-Dollar, gestützt auf das wachsende Ertragspotenzial außerhalb des klassischen Trading-Geschäfts. JPMorgan senkte sein Kursziel zwar von 399 auf 290 US-Dollar, hält aber an der Einstufung „Overweight“ fest und verweist auf den Rückgang der Handelsvolumina und die Abkühlung im Stablecoin-Sektor.

Operativ positioniert sich Coinbase mit der Vision der „Everything Exchange“ breiter: Neben Krypto will das Unternehmen langfristig auch Aktien, Prognosemärkte und tokenisierte Wertpapiere über eine einheitliche Infrastruktur anbieten. Die Einführung von Agentic Wallets für KI-Agenten und das Rekordhoch bei in Coinbase-Produkten gehaltenem USDC unterstreichen diesen Plattformansatz. Rund 12 Prozent aller weltweiten Krypto-Assets lagen 2025 zeitweise bei Coinbase, was die Rolle als zentrale Infrastruktur für den Sektor festigt.

In 2025, more than 12% of all crypto in the world resided on Coinbase. We’re building and connecting more products to facilitate customers doing more with their assets.
— Brian Armstrong, CEO von Coinbase

Fazit

Das Coinbase Quartal bringt einen schmerzhaften Rückschlag bei Gewinn und Umsatz, zeigt aber zugleich die zunehmende Bedeutung stabiler Abo- und Serviceerlöse sowie die finanzielle Stärke für massive Rückkäufe. Für Anleger bleibt die Aktie ein hochvolatiler Spielball der Kryptomärkte, aber auch ein Hebel auf die weitere institutionelle Adoption von Blockchain. Entscheidend wird sein, ob die nächsten Quartale den Übergang zu einem robusteren, weniger zyklischen Geschäftsmodell bestätigen.

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Crocs Earnings mit starkem Q4 und optimistischem 2026-Ausblick: Wie der Gewinnsprung die Aktie veraendern koennte

Die juengsten Crocs Earnings haben Anleger und Analysten aufhorchen lassen: Ein kraeftiger Gewinnsprung im Schlussquartal, robuste Margen trotz Gegenwind und ein optimistischer Ausblick bis 2026 sorgen für neue Fantasie bei der Aktie. Besonders spannend: Die Kernmarke Crocs legt international deutlich zu, während das Management mit konsequentem Kostenmanagement und Aktienrueckkaeufen den Gewinn je Aktie weiter nach oben treiben will. Wie solide sind die Zahlen wirklich – und was bedeutet das für Investoren?

Wie stark fielen die Crocs Earnings im Schlussquartal aus?

Im vierten Quartal 2025 meldete Crocs, Inc. einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,29 US-Dollar und lag damit deutlich über den erwarteten rund 1,91 US-Dollar. Der Quartalsumsatz belief sich auf 958 Millionen US-Dollar, ein Plus von etwa vier Prozent gegenüber dem Vorjahr und klar über den Konsensschätzungen von knapp 916 Millionen US-Dollar. Obwohl die Profitabilität im Jahresvergleich etwas unter Druck stand, honorierte der Markt vor allem den klaren Earnings-Beat und den robusten Ausblick. Die starken Crocs Earnings wurden maßgeblich von einem guten Weihnachtsgeschäft und einem wachsenden Direktvertriebsgeschäft getragen.

Während der Umsatz im Großhandelskanal rückläufig war, legte der direkte Verkauf an Endkunden zu. Der Direct-to-Consumer-Anteil überschritt unternehmensweit die 50-Prozent-Marke und wuchs schneller als das Wholesale-Geschäft. Die Crocs Earnings im Q4 zeigen damit deutlich, dass die strategische Verschiebung hin zu margenstärkeren Vertriebskanälen an Dynamik gewinnt.

Wie entwickelt sich Crocs im Gesamtjahr 2025?

Für das Gesamtjahr 2025 erzielte Crocs, Inc. einen Umsatz von etwas über 4,0 Milliarden US-Dollar, rund zwei Prozent mehr als 2024. Die Kernmarke Crocs steuerte etwa 3,3 Milliarden US-Dollar bei, während die Zweitmarke HeyDude mit rund 715 Millionen US-Dollar deutlich schwächer abschnitt, belastet insbesondere durch ein Minus von 27 % im Wholesale-Bereich und einen Volumenrückgang von 17 %. International entwickelte sich die Crocs-Marke besonders stark: Fast die Hälfte des Markenum­satzes stammt inzwischen aus dem Ausland, mit einem Zuwachs von rund 11 % auf 1,6 Milliarden US-Dollar. In China legten die Erlöse sogar um 30 % zu und machen inzwischen etwa acht Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Die bereinigte Bruttomarge des Konzerns lag 2025 bei 58,3 %, belastet durch einen Zoll-Gegenwind von 130 Basispunkten. Die bereinigte operative Marge sank auf 22,3 % und damit um 330 Basispunkte im Jahresvergleich, was neben Zöllen auch auf Restrukturierungskosten und schwächere HeyDude-Margen zurückzuführen ist. Dennoch erwirtschaftete Crocs einen freien Cashflow von 659 Millionen US-Dollar. Davon flossen 128 Millionen US-Dollar in den Schuldenabbau und 577 Millionen US-Dollar in Aktienrückkäufe – etwa zehn Prozent der ausstehenden Aktien wurden eingezogen, was die künftigen Crocs Earnings je Aktie zusätzlich stützt.

Was sagt der 2026-Ausblick von Crocs Earnings?

Für 2026 rechnet Crocs, Inc. mit einem weitgehend stabilen Umsatz: Der Konzernumsatz soll leicht steigen oder um bis zu ein Prozent sinken. Die Kernmarke Crocs wird auf 0 bis 2 % Wachstum taxiert, getragen von einem zweistelligen Plus im internationalen Geschäft, während Nordamerika weiter schwächeln dürfte. HeyDude soll dagegen um 7 bis 9 % schrumpfen, da die Bereinigung der Vertriebskanäle und ein vorsichtigerer Lageraufbau der Handelspartner anhalten.

Trotz dieses verhaltenen Umsatzbildes zeigt sich das Management bei den Crocs Earnings ausgesprochen zuversichtlich: Der bereinigte Gewinn je Aktie für 2026 wird auf 12,88 bis 13,35 US-Dollar prognostiziert und liegt damit deutlich über den zuvor erwarteten rund 11,9 US-Dollar. Die bereinigte Bruttomarge soll trotz eines weiteren Zoll-Gegenwinds von rund 80 Basispunkten leicht anziehen. Zusätzlich plant Crocs weitere 100 Millionen US-Dollar an Kosteneinsparungen nach bereits realisierten 50 Millionen US-Dollar im Jahr 2025.

Wie reagieren Börse und Analysten auf Crocs, Inc.?

Die starken Crocs Earnings und der optimistische 2026-Ausblick lösten eine deutliche Kursrallye aus: Die Aktie sprang im Tagesverlauf um rund 20 % auf knapp 99,50 US-Dollar und verzeichnet damit den besten Handelstag seit Monaten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der neuen 2026-Guidance liegt Schätzungen zufolge bei etwa sieben, was viele Investoren als attraktiv einstufen. Die Investmentbank Stifel bewertet die Aktie derzeit mit „Halten“ und sieht das Kursziel bei 90 US-Dollar. Damit signalisiert Stifel trotz der heutigen Kursreaktion eher begrenztes kurzfristiges Aufwärtspotenzial, verweist aber auf die Spannung zwischen Preiskampf, Wachstum und Margenstabilität.

Gleichzeitig spielt die massive Rückkaufautorität von 747 Millionen US-Dollar eine wichtige Rolle für die Investmentstory. Weitere Rückkäufe könnten die Crocs Earnings je Aktie zusätzlich anschieben, sofern der freie Cashflow auf dem hohen Niveau gehalten wird und die Nettoverschuldung im Zielkorridor von 1,0 bis 1,5-mal EBITDA bleibt.

Direct-to-consumer was over half of our enterprise revenue and grew faster than our wholesale business.
— Andrew Rees, CEO von Crocs, Inc.

Fazit

Unterm Strich zeigen die aktuellen Crocs Earnings, dass das Unternehmen trotz Gegenwinds bei HeyDude und in Nordamerika profitabel wächst, international skaliert und seine Kapitalallokation konsequent auf Wertsteigerung ausrichtet. Für Anleger dürften die nächsten Quartale entscheidend sein, ob der starke Margen- und Cashflow-Trend anhält und die Aktie nach dem Kurssprung eine neue, höhere Bewertungsbasis etablieren kann.

Weiterführende Quellen

Cisco Quartal mit Rekordumsatz und KI-Boom – warum die Aktie trotz starker Zahlen um 11,7% einbricht

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Cisco Systems, Inc.

Das aktuelle Cisco Quartal liefert auf den ersten Blick genau das, was Anleger von einem etablierten Profiteur des KI-Booms erwarten: Rekordumsatz, deutlich steigende Gewinne und kräftiges Orderwachstum im Datencenter-Geschäft. Dennoch rauscht die Aktie zweistellig in die Tiefe. Im Fokus steht nicht die Stärke der Nachfrage, sondern der Margendruck durch teure Speicherchips und ein vorsichtiger Ausblick auf die kurzfristige Entwicklung. Was steckt hinter dem Kurssturz – und wie ordnen Analysten die Zahlen ein?

Wie stark war das Cisco Systems Quartal wirklich?

Cisco Systems, Inc. hat für das zweite Geschäftsquartal einen Umsatz von rund 15,3 bis 15,35 Milliarden US‑Dollar gemeldet – ein Plus von 10 Prozent im Jahresvergleich und ein neuer Rekord. Der Markt hatte etwas weniger erwartet. Noch beeindruckender fällt der Gewinn aus: Der Nettogewinn steigt um 31 Prozent auf etwa 3,2 Milliarden US‑Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie liegt mit 1,04 US‑Dollar über den Konsensschätzungen von 1,02 US‑Dollar. Auf GAAP-Basis werden 0,80 US‑Dollar je Aktie erzielt.

Besonders positiv sticht im Cisco Quartal der Auftragseingang hervor. In allen Regionen und Kundensegmenten verzeichnet das Unternehmen ein zweistelliges Bestellwachstum, die Produktorders legen laut Management um rund 18 Prozent zu. Treiber sind vor allem Investitionen in KI-Rechenzentren: Allein die AI-Infrastruktur-Orders der Hyperscaler summieren sich auf etwa 2,1 Milliarden US‑Dollar, der Networking-Umsatz im Datencenter-Umfeld wächst um 21 Prozent. CEO Chuck Robbins spricht von der Positionierung für das „stärkste Jahr aller Zeiten“.

Warum stürzen die Aktien von Cisco Systems ab?

Trotz des starken Cisco Quartal fokussiert sich der Markt auf eine andere Kennzahl: die Bruttomarge. Diese lag im abgelaufenen Vierteljahr bei 67,5 Prozent und damit knapp unter den erwarteten 68,1 Prozent. Entscheidend ist jedoch der Ausblick: Für das laufende Quartal stellt Cisco eine weitere Verschlechterung der bereinigten Bruttomarge um 100 bis 200 Basispunkte in Aussicht. Grund sind drastisch gestiegene Preise für Speicherchips (High Bandwidth Memory), die für KI-Hardware und -Netzwerke unverzichtbar sind.

Die verhaltene Margenprognose sorgt dafür, dass Anleger die sonst guten Zahlen ignorieren. Im vor- und nachbörslichen Handel fällt die Aktie von Cisco Systems zwischenzeitlich um 7 bis knapp 12 Prozent und zählt damit zu den schwächsten Werten im S&P 500 und Nasdaq. Hinzu kommt, dass der Titel nach dem jüngsten Allzeithoch – Kursziele um 88 US‑Dollar wurden erreicht – als „price to perfection“ galt: In einem Umfeld, in dem viele Techwerte hohe Multiples rechtfertigen müssen, reicht ein kleiner Margendämpfer aus, um Gewinnmitnahmen auszulösen.

Cisco Systems, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Was sagt die Prognose von Cisco Systems aus?

Beim Blick über das einzelne Cisco Quartal hinaus wird das Bild differenzierter. Für das Gesamtjahr hebt das Management die Prognose an und erwartet nun einen Umsatz von 61,2 bis 61,7 Milliarden US‑Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 4,13 und 4,17 US‑Dollar liegen, ebenfalls etwas höher als zuvor in Aussicht gestellt. Gleichzeitig signalisiert Cisco, dass der Umsatz im laufenden Quartal eher stagnieren dürfte – also kein weiterer kurzfristiger Sprung, sondern ein Zwischenschritt in einem mehrjährigen Investitionszyklus rund um KI-Infrastruktur.

Analysten betonen, dass die Margenbelastung durch Speicherchips eine direkte Folge des KI-Booms ist: Die gleiche Nachfrage, die Ciscos Netzwerkausrüstung in die Rechenzentren treibt, treibt auch die Kosten für die benötigten Speicherkomponenten nach oben. Management und Investoren diskutieren zudem das Risiko, dass hohe Hardwarepreise zu Projektverzögerungen oder Bestellverschiebungen führen könnten. Gleichzeitig arbeitet Cisco bereits an Preiserhöhungen und Vertragsneuverhandlungen, um den Margendruck mittelfristig weiterzugeben.

Wie reagieren Analysten auf Cisco Systems?

Trotz des Kurssturzes bewerten viele Experten das Cisco Quartal überwiegend positiv und sehen die Schwächephase eher als Bewertungskorrektur. Die Citigroup hebt ihr Kursziel auf 90 US‑Dollar an und verweist auf eine anhaltende Multiple-Expansion bei KI-Profiteuren. Insgesamt liegt das durchschnittliche Analystenziel laut Marktübersichten bei knapp unter 95 US‑Dollar, bei überwiegend „Buy“- oder „Outperform“-Einstufungen. Einige Research-Häuser verweisen jedoch darauf, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 20 auf Basis der erwarteten Gewinne 2026 angesichts stagnierender GAAP-Ergebnisse ambitioniert sei.

Ein halber Prozentpunkt Bruttomarge weniger reicht aus, um eine vormals auf Perfektion eingepreiste Aktie wie Cisco zweistellig abstürzen zu lassen.
— Marktbeobachter eines US-Brokerhauses

Fazit

Bewertungsdienste wie Zacks stellen die Frage, ob der zweistellige Einbruch eine Einstiegsgelegenheit ist, und verweisen auf das im Branchenvergleich moderate KGV von etwa 19 bis 21 für die kommenden Jahre. Plattformen wie Seeking Alpha betonen, dass die Verengung der Margen den Earnings-Beat überlagert, die Aktie aber in der Nähe ihres fairen Werts gehandelt werde. Kurzfristig dürfte der Markt genau verfolgen, ob Cisco die angekündigten Preiserhöhungen durchsetzen und die Bruttomarge stabilisieren kann, während der Rückenwind durch KI-Rechenzentren anhält.

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NVIDIA Rubin und 67% Umsatzsprung: Wie die neue KI-Generation Inferenz revolutioniert und das Wachstum beschleunigt

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12.02.26 16:24 Uhr

NVIDIA

NVIDIA Rubin steht für die nächste Ausbaustufe der KI-Revolution – und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Chipriese bereits Rekordzahlen schreibt. Während die NVIDIA-Aktie nach einem historischen Lauf zuletzt seitwärts tendiert, richten Investoren ihren Blick auf die neue Rubin-Generation, die vor allem die Kosten der KI-Inferenz massiv senken soll. Was steckt technologisch hinter Rubin, wie stark wächst NVIDIA vor dem Launch und wie ordnen Analysten das Chance-Risiko-Verhältnis der Aktie ein?

Wie positioniert sich NVIDIA im aktuellen Markt?

NVIDIA bleibt trotz kurzfristiger Kursschwäche das zentrale Infrastruktur-Play der KI-Revolution. Die Aktie notiert aktuell bei rund 191,67 US‑Dollar und liegt damit etwa 0,88 % im Plus gegenüber dem Vortag. Nach einem Kursanstieg von über 1.220 % in den vergangenen fünf Jahren hat der Titel in den letzten sechs Monaten allerdings nur noch rund 3 % zugelegt und bewegt sich seit Mitte 2025 eher seitwärts. Gleichzeitig fließt das Kapital weiter massiv in Halbleiterwerte, während viele Softwareaktien unter Druck stehen – Investoren setzen verstärkt auf die „Spitzhacken und Schaufeln“ der KI-Ära, also auf Rechenzentrums-Hardware und Chips.

Fundamental liefert NVIDIA weiter Rekorde. Der Konzern erzielte zuletzt rund 187 Milliarden US‑Dollar Umsatz auf zwölfmonatiger Basis und wächst damit deutlich schneller als Wettbewerber wie Advanced Micro Devices oder Broadcom. Die Bruttomarge bewegt sich nahe 75 %, was auf anhaltende Preissetzungsmacht hindeutet und eher gegen eine klassische Halbleiter-Abschwungphase spricht. Analysten erwarten, dass der nächste Impuls vor allem aus der neuen Produktgeneration rund um NVIDIA Rubin und der schrittweisen Verschiebung von KI-Training hin zu Inferenz kommt.

Was macht NVIDIA Rubin technologisch so wichtig?

NVIDIA Rubin ist die Nachfolgeplattform der aktuellen Blackwell-Generation und zielt klar auf das nächste Wachstumsfeld: KI-Inferenz in großem Maßstab. Bislang dominierten NVIDIA‑GPUs vor allem beim Training großer Modelle, doch mit dem Siegeszug von Agenten-KI und komplexen, langen Prompt-Ketten steigen die Anforderungen an Speicherbandbreite und Latenz. Hier setzt NVIDIA Rubin an.

Die Plattform integriert eine neue Schicht namens Inference Context Memory Storage (ICMS). Diese fungiert als spezialisierter Zwischenspeicher zwischen dem extrem schnellen, aber begrenzten GPU-Speicher und externer, deutlich langsamerer Storage-Infrastruktur. Über ICMS werden KV‑Caches gehalten, die während der Bearbeitung von Nutzereingaben entstehen und bei langen Konversationen oder Agenten-Workflows schnell riesig werden. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass Rubin die Kosten der Inferenz im Vergleich zu Blackwell um bis zu den Faktor 10 senken kann, was ein entscheidender Vorteil für Cloud-Anbieter und Hyperscaler wäre.

Parallel treibt NVIDIA die Spezialisierung von KI-Lösungen in vertikalen Branchen voran. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit SLB im Energiesektor, wo beide Unternehmen einen seismischen Foundation-Model-Ansatz für die Exploration und 4D‑Reservoir-Überwachung entwickeln. Solche domänenspezifischen Anwendungen untermauern, warum NVIDIA Rubin als Plattform nicht nur für allgemeine Sprachmodelle, sondern auch für industrielle und physische KI-Szenarien eine Schlüsselrolle einnehmen dürfte.

NVIDIA Corporation KI-Chips und Rubin-Generation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie stark wächst NVIDIA vor dem Rubin-Launch?

Am 25. Februar legt NVIDIA die Zahlen für das vierte Quartal des Fiskaljahres 2026 vor. Konsensschätzungen sehen den Umsatz bei etwa 65,5 Milliarden US‑Dollar, was einem Plus von rund 67 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gewinn je Aktie soll um etwa 71 % steigen. Bemerkenswert: Die Unternehmensprognose berücksichtigt keine potenziellen Verkäufe an chinesische Kunden, die wegen Exportbeschränkungen eingeschränkt sind. Für das neue Fiskaljahr erwarten Analysten, dass das Gewinnwachstum von zuletzt 57 % auf 63 % anzieht – Rückenwind, den viele Beobachter direkt mit NVIDIA Rubin und den neuen Data-Center-GPUs in Verbindung bringen.

Gleichzeitig baut der Konzern seine Kompetenz in der Inferenz weiter aus. Besonders hervor sticht ein Deal über rund 20 Milliarden US‑Dollar zum Erwerb wesentlicher Vermögenswerte des Start-ups Groq, das sich auf Inferenz-Chips spezialisiert hat. NVIDIA lizenzierte Groqs Technologie nicht exklusiv und übernahm auch den CEO sowie Schlüsselpersonal. Damit untermauert der Konzern den Anspruch, die gesamte KI-Wertschöpfungskette von Training über Inferenz bis hin zu physischer KI und Robotik abzudecken. Kommentatoren sehen NVIDIA entsprechend als Top-Profiteur, falls 2026 tatsächlich zum „Jahr der Physical AI“ und humanoider Robotik wird.

Wie bewerten Analysten NVIDIA Rubin und die Aktie?

Die Bewertung von NVIDIA bleibt ambitioniert, wird aber zunehmend durch das Gewinnwachstum untermauert. Das Papier handelt aktuell bei etwa dem 24‑fachen der erwarteten Gewinne und damit sogar leicht unter dem Durchschnitt des Nasdaq‑100. Über einen längeren Zeitraum wird ein jährliches Gewinnwachstum von rund 37 % erwartet. Zahlreiche Häuser – darunter Zacks Investment Research – sehen NVIDIA weiterhin als klaren Gewinner des „Mag 7“-KI‑Investitionszyklus, in dem hohe Capex-Budgets von Microsoft, Amazon und anderen Big-Tech-Konzernen vor allem in GPU‑Cluster fließen.

Rubin markiert für NVIDIA den Übergang von der reinen Trainings-GPU hin zu einer voll integrierten Inferenz- und Physical-AI-Plattform.
— Redaktion

Fazit

Auf der institutionellen Seite gibt es leichte Umschichtungen, doch die Großinvestoren bleiben an Bord. Strs Ohio hält trotz einer Reduktion um 9,6 % weiterhin einen Anteil von etwa 1,84 Milliarden US‑Dollar und damit seine größte Einzelposition. BIP Wealth hat das Engagement im dritten Quartal sogar um über 112 % ausgebaut. Parallel dazu heben Research-Häuser wie UBS ihre Kursziele an – die Schweizer Bank erhöhte das Ziel zuletzt von 235 auf 245 US‑Dollar und verweist explizit auf die ungebrochene Dynamik der Blackwell-Chips und den Fahrplan für Vera Rubin in diesem Jahr. Auch andere Analystenhäuser wie The Motley Fool und Seeking Alpha verweisen auf ein verbessertes Chance-Risiko-Profil, da die Schätzungen steigen, während der Kurs seit Monaten konsolidiert. Für Anleger bedeutet das: NVIDIA Rubin könnte zum Katalysator werden, der den seitwärts laufenden Kurs in den nächsten KI-Zyklus überführt.

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MicroStrategy Finanzierung nach Kursrutsch von 5,11%: Wie sicher ist das 11%-Dividendenmodell für Bitcoin-Investoren wirklich?

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MicroStrategy

Die MicroStrategy Finanzierung steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Statt neue Stammaktien zu emittieren und damit bestehende Aktionäre weiter zu verwässern, rückt das Unternehmen seine unbefristeten Vorzugsaktien in den Mittelpunkt. Mit einer Dividendenrendite von über 11 % sollen sie frisches Kapital für zusätzliche Bitcoin-Käufe sichern – trotz eines deutlichen Kursrückgangs der MSTR-Aktie. Für Anleger stellt sich die Frage, ob dieses Modell die Risiken der massiven Bitcoin-Exponierung abfedert oder sie sogar verschärft.

Wie verändert sich die MicroStrategy Finanzierung?

Unternehmenschef Phong Le kündigt an, die MicroStrategy Finanzierung schrittweise von klassischem Eigenkapital auf Vorzugskapital umzustellen. Konkret soll der Schwerpunkt künftig auf der unbefristeten Vorzugsaktie „Stretch“ (STRC) liegen, die Anlegern eine jährliche Dividende von derzeit rund 11,25 % bietet. Bislang dominierte die Ausgabe neuer Stammaktien die Bitcoin-Expansion, doch der starke Kursrückgang begrenzt den Spielraum, ohne bestehende Aktionäre massiv zu verwässern.

Die jüngsten Bitcoin-Käufe illustrieren das alte Modell: Für drei wöchentliche Transaktionen wurden etwa 370 Millionen US‑Dollar über Stammaktien und lediglich rund 7 Millionen US‑Dollar über Vorzugsaktien eingesammelt. Künftig soll dieses Verhältnis zugunsten der Vorzugsaktien kippen. Stretch ist bereits das vierte unbefristete Vorzugsangebot von **MicroStrategy Incorporated** und zielt auf Investoren, die einen planbaren Cashflow statt direkter Teilnahme an der extrem schwankungsanfälligen Stammaktie bevorzugen.

Die Vorzugsaktien sind so konstruiert, dass die variabel angepasste Dividende einen Kurs nahe dem Nennwert von 100 US‑Dollar stützen soll. Nachdem STRC zeitweise unter 94 US‑Dollar gefallen war, erreichte die Serie nun wieder die Marke von 100 US‑Dollar – eine Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen neue Tranchen platzieren und so weitere Bitcoin-Käufe finanzieren kann.

MicroStrategy Incorporated: Balanceakt zwischen Risiko und Rendite?

Hinter der geänderten MicroStrategy Finanzierung steht eine klare strategische Linie: Die Firma positioniert sich als digitaler Bitcoin-Treasury, der dauerhaft BTC akkumuliert. Aktuell hält **MicroStrategy Incorporated** laut jüngstem Update 714.644 Bitcoin mit einem aggregierten Kaufpreis von rund 54,35 Milliarden US‑Dollar. Trotz des jüngsten Rückgangs am Kryptomarkt bleibt das Management bei seiner Linie, die Bestände keinesfalls zu verkaufen.

Executive Chairman Michael Saylor bekräftigte mehrfach, dass selbst deutlich niedrigere Bitcoin-Preise – in Szenarien wird teils von 8.000 US‑Dollar gesprochen – keinen Verkaufsdruck auslösen sollen. Stattdessen verweist er auf die Möglichkeit, bestehende Schulden zu refinanzieren und die Bilanz durch die Vorzugsaktienstruktur zu stützen. Einschätzungen von Analysten, etwa bei Maxim Group, heben hervor, dass das Unternehmen über eine starke Liquiditätsposition und Zugang zu Kapital verfügt und seine Rolle als führendes Vehikel für digitale Reserven weiter ausbaut.

Gleichzeitig wird das Risiko nicht kleiner: Die Stammaktie von **MicroStrategy Incorporated** ist 2026 bislang deutlich schwächer, liegt seit Jahresbeginn im zweistelligen Minusbereich und verlor allein am Mittwoch 5,11 %. Crypto-nahe Werte insgesamt stehen unter Druck, was auch in Prognosen für MSTR neben COIN und HOOD zum Ausdruck kommt. Die Kombination aus hoher Verschuldung, massiver Bitcoin-Exponierung und zweistelligen Dividendenversprechen auf den Vorzugsaktien bleibt ein Katalysator für starke Kursschwankungen.

MicroStrategy Incorporated Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Was bedeutet die neue MicroStrategy Finanzierung für Anleger?

Mit der verstärkten Nutzung von Vorzugsaktien als Kern der MicroStrategy Finanzierung entsteht eine Zweiklassen-Struktur: Stammaktionäre tragen weiterhin das vollständige Kurs- und Bitcoin-Risiko, während Käufer der Stretch-Papiere im Gegenzug für vorrangige Ausschüttungen auf potenziellen Kurshebel verzichten. Hohe Dividendenrenditen von über 11 % wirken attraktiv, signalisieren aber auch, dass der Markt einen Risikoaufschlag für das Modell verlangt.

Auf der positiven Seite verweisen Beobachter auf die robuste Cash-Position, den laufenden Cashflow aus dem angestammten Software-Geschäft mit hohen Margen sowie den diszipliniert wirkenden Zugang zu Kapital über Equity- und Preferred-Strukturen. Die geänderte MicroStrategy Finanzierung dürfte zudem die Verwässerung der Stammaktionäre bremsen, solange das Interesse an Stretch-Anteilen anhält und diese nahe am Nennwert gehandelt werden.

Auf der negativen Seite bleiben das Klumpenrisiko Bitcoin, die hohe Verschuldung und die Möglichkeit, dass ein länger anhaltender Krypto-Bärenmarkt den Spielraum für weitere bevorzugte Finanzierungen einengt. Kritische Stimmen an der Wall Street werten zweistellige Kupons traditionell als Warnsignal, weil sie auf erhöhte Ausfall- oder Refinanzierungsrisiken hindeuten.

Wir werden damit beginnen, von Eigenkapital zu Vorzugskapital überzugehen.
— Phong Le, CEO von MicroStrategy Incorporated

Fazit

Für Investoren bedeutet das: Die neue MicroStrategy Finanzierung schärft zwar das Profil des Unternehmens als Bitcoin-Vehikel mit ausgefeilter Kapitalstruktur, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Hochrisiko-Natur des Engagements. Wie sich die Strategie auszahlt, hängt letztlich von der langfristigen Entwicklung des Bitcoin-Preises und der Stabilität der Kapitalmärkte ab.

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Adyen Prognose nach Kurssturz um rund 20 Prozent: Was hinter dem Einbruch steckt und wie es jetzt weitergehen koennte

Die Adyen Prognose sorgt erneut für Unruhe am Markt: Nach einem gesenkten Umsatzausblick rauscht die Aktie des niederlaendischen Payment-Spezialisten deutlich nach unten. Zwar bleiben Margen und Profitabilitaet stark, doch das nachlassende Wachstumstempo im Kerngeschaeft verunsichert viele Anleger. Wie ernst ist der Einbruch zu nehmen, was sagen Analysten – und welche Perspektiven hat Adyen mittelfristig noch?

Adyen Prognose: Was hat den Kurssturz ausgelöst?

Im Zentrum der Turbulenzen steht die aktualisierte Adyen Prognose für das Umsatzwachstum. Der Zahlungsdienstleister erwartet für das laufende Jahr einen Nettoumsatzanstieg von lediglich 20 bis 22 Prozent auf konstanter Währungsbasis. Zuvor hatte das Management ein Plus im niedrigen bis mittleren 20-Prozent-Bereich in Aussicht gestellt, während Analysten im Schnitt mit rund 22,8 Prozent gerechnet hatten. Parallel dazu signalisiert das Unternehmen, dass die operative Marge 2026 in etwa auf dem Vorjahresniveau verharren dürfte.

Die Börse reagiert heftig: Die Aktie von Adyen N.V. fällt an der Amsterdamer Börse in der Spitze auf etwa 920 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Ende 2023. Zwischenzeitlich summiert sich das Minus auf rund 20 Prozent, womit der Titel zu den größten Verlierern im EuroStoxx 50 zählt. Auslöser ist weniger die Profitabilität als das nachlassende Wachstumsmomentum im Kerngeschäft.

Adyen: Zahlen stark – Wachstumstempo schwächer

Operativ liefert Adyen durchaus respektable Ergebnisse. Der bereinigte Erlös legte im Gesamtjahr um 21 Prozent auf 2,36 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg sogar um 26 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, die Marge erreichte kräftige 53 Prozent. Im zweiten Halbjahr 2025 wuchs der Nettoumsatz um 17 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro, damit knapp unter den Markterwartungen.

Beim Transaktionsvolumen zeigt sich jedoch ein Riss im Wachstumsbild: Das verarbeitete Zahlungsvolumen erhöhte sich im zweiten Halbjahr um 19 Prozent auf 745 Milliarden Euro und blieb damit unter Schätzungen von rund 771 Milliarden Euro. Analysten verweisen darauf, dass zwar höhere Gebühren pro Transaktion einen Teil ausgleichen, Investoren das schwächere Volumenwachstum aber als Zeichen einer abflauenden Dynamik deuten. Besonders das Geschäft mit Online-Händlern im asiatisch-pazifischen Raum wächst mit nur 14 Prozent langsamer, während EMEA und Nordamerika um jeweils 17 Prozent zulegen.

Adyen Prognose unter Druck: Was sagen die Analysten?

Die neue Adyen Prognose für Umsatz und Marge sorgt quer durch das Analystenlager für Zurückhaltung. JPMorgan betont zwar, dass die präsentierten Zahlen besser als erwartet ausgefallen seien, weist aber darauf hin, dass der Ausblick klar unter den bisherigen Erwartungen liege. Goldman Sachs – konkret Analyst Mohammed Moawalla – rechnet damit, dass die Konsensschätzungen für das Ebitda nun im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich nach unten angepasst werden.

Die Citigroup verweist auf das schwächere Zahlungsvolumen und die nur moderaten Fortschritte bei der Profitabilität und sieht darin eine Erklärung für die scharfe Marktreaktion, auch wenn der langfristige Investment-Case intakt bleiben könnte. Barclays spricht von „schwächeren als erwarteten“ Kennzahlen, betont aber ebenso, dass das Geschäftsmodell strukturell attraktiv bleibe. Insgesamt dominiert kurzfristig die Sorge, dass Adyen in einem ohnehin nervösen Payment-Sektor weniger Spielraum für positive Überraschungen hat.

Adyen: Wie geht es für den Payment-Giganten weiter?

Trotz der eingetrübten Adyen Prognose setzt das Management auf langfristiges Wachstum. Bis 2028 soll die Marge auf über 55 Prozent steigen, getragen von Skaleneffekten und einem weiter wachsenden Transaktionsvolumen. Kurzfristig drücken jedoch mehrere Faktoren auf die Stimmung: ein schwächerer US-Dollar, der rund 27 Prozent des Umsatzes aus Nordamerika belastet, eine abkühlende Konsumnachfrage in den USA sowie geringeres Wachstum bei Kunden im asiatisch-pazifischen Raum.

Positiv ist, dass Adyen seine Position im stationären Handel ausbaut: Das über Terminals abgewickelte Volumen stieg zuletzt um 26 Prozent auf 173 Milliarden Euro, gestützt durch Partnerschaften mit Großkunden wie Starbucks und Uber. Gleichzeitig investiert der Konzern kräftig in Personal – geplant sind 550 bis 650 neue Mitarbeiter, vor allem in den USA und globalen Tech-Hubs. Für Anleger bedeutet der Kurssturz: Die Bewertung ist deutlich gefallen, bleibt aber eng mit der Glaubwürdigkeit der Adyen Prognose verknüpft. Wer einsteigt, wettet darauf, dass der aktuelle Wachstumsdämpfer vorübergehend ist und das Management seine mittelfristigen Ziele tatsächlich erreicht.

Ein Teil unseres Wachstums kommt vom Wachstum unserer eigenen Kunden.
— Ethan Tandowsky, CFO von Adyen

Fazit

Die gesenkte Adyen Prognose hat einen regelrechten Kurs-Schock ausgelöst, obwohl der Zahlungsdienstleister weiterhin profitabel und zweistellig wächst. Für kurzfristig orientierte Anleger überwiegen vorerst die Risiken, doch langfristig könnte der Mix aus starker Marktposition, wachsendem Zahlungsvolumen und bestätigter Margenstrategie Chancen eröffnen. Entscheidend wird sein, ob Adyen in den kommenden Quartalen beweist, dass die aktuelle Verlangsamung nur eine Pause in der Wachstumsstory ist.

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McDonald’s Quartal mit starkem Q4 und Value-Offensive: Wie solide ist das Wachstum bis 2027 wirklich?

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McDonald’s Corporation

Die McDonald’s Corporation hat im juengsten McDonald’s Quartal starke Zahlen vorgelegt – und setzt gleichzeitig auf eine konsequente Value-Strategie, um preissensible Kunden zu halten. Neben robusten Margen und einem deutlichen Umsatzplus richtet der Fast-Food-Riese den Blick klar auf Expansion bis 2027. Doch wie nachhaltig ist dieses Wachstum in einem Umfeld aus Inflation, hoeheren Zinsen und hartem Wettbewerb?

Wie stark war McDonald’s Quartal im Schlussviertel 2025?

Im vierten Quartal 2025 legte die McDonald’s Corporation überzeugende Zahlen vor. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 3,12 US-Dollar und lag damit über den Konsensschätzungen. Der Umsatz kletterte um rund 10 % auf 7 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die erwarteten 6,8 bis 6,85 Milliarden US-Dollar. Der Konzern meldete ein globales Wachstum der vergleichbaren Umsätze von 5,7 % und steigerte sein Systemumsatzvolumen auf rund 140 Milliarden US-Dollar.

Besonders stark präsentierte sich der Heimatmarkt: In den USA erhöhten sich die vergleichbaren Umsätze im McDonald’s Quartal um 6,8 % und lagen damit deutlich über den vorher eingepreisten rund 5 %. Gleichzeitig legten sowohl durchschnittlicher Bon als auch Gästezahlen zu – der Abstand bei den Besucherzahlen zu direkten Wettbewerbern erreichte den höchsten Wert seit Jahren. Die globale operative Marge blieb mit knapp 47 % robust, die freien Mittelzuflüsse entsprachen rund 84 % des Nettogewinns.

Auch international überzeugte der Konzern: In den International Operated Markets verzeichnete McDonald’s im Quartal ein Plus der Vergleichsumsätze von 5,2 %, getrieben von starken Entwicklungen in Großbritannien, Deutschland und Australien. Die International Developmental Licensee-Märkte kamen auf 4,5 % Wachstum, gestützt von Japan und einer hohen Zahl an Neueröffnungen in China.

McDonald’s: Wie wirkt die Value-Strategie?

Das Momentum im McDonald’s Quartal wurde maßgeblich von der konsequenten Value-Offensive getragen. In den USA trugen günstige Kombiangebote wie 5-Dollar-Frühstücksmenüs und Extra Value Meals mit Rabatten von bis zu 15 % dazu bei, preissensitive Kunden in die Restaurants zu holen. CEO Chris Kempczinski betonte, die eigene Preis-Leistungs-Führerschaft funktioniere und helfe, insbesondere Haushalte mit geringerem Einkommen anzusprechen.

Marketingkampagnen verstärkten diesen Trend: Die Rückkehr der Monopoly-Promotion generierte hunderte Millionen gespielter Runden und wurde zu einem der größten digitalen Akquise-Events des Unternehmens. Das Grinch Meal mit begleitender Weihnachtskampagne sorgte sogar für den umsatzstärksten Tag der Firmengeschichte. Parallel dazu gewann das Loyalitätsprogramm weiter an Bedeutung: In 70 Märkten zählt McDonald’s inzwischen knapp 210 Millionen aktive 90-Tage-Nutzer, die jährlichen Umsätze mit diesen Kunden legten um etwa 20 % zu.

Gleichzeitig baut der Konzern an neuen Umsatztreibern. In den USA testet McDonald’s unter der Marke McCafé neue Getränkeplattformen mit Refreshern, Energy-Drinks und handgemachten Limonaden. Auf Basis der Erfahrungen aus den Cosmic-Pilotstandorten soll 2026 landesweit ein erweitertes Beverage-Angebot ausgerollt werden, um zusätzliche Anlässe und höhere Durchschnittsumsätze zu generieren.

McDonald's Corporation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

McDonald’s Quartal und der Blick bis 2027

Über das aktuelle McDonald’s Quartal hinaus setzt der Konzern klar auf Expansion. 2025 wurden weltweit rund 2.275 Restaurants neu eröffnet, für 2026 sind etwa 2.600 Bruttoeröffnungen und rund 2.100 Nettozugänge geplant. Damit peilt McDonald’s ein Filialnetz von 50.000 Standorten bis 2027 an, was einem jährlichen Einheitenwachstum von etwa 4,5 % entspricht. Die Investitionsausgaben sollen 2026 auf 3,7 bis 3,9 Milliarden US-Dollar steigen, vor allem für neue Standorte in den USA und den internationalen Kernmärkten.

Gleichzeitig bleibt das Umfeld anspruchsvoll. CFO Ian Borden spricht von vorsichtigen Annahmen für 2026 und erwartet weiterhin Gegenwind für die Schnellrestaurantbranche – etwa durch anhaltende Inflation, höheren Zinsaufwand und intensiven Wettbewerb. Der Konzern rechnet dennoch mit operativen Margen im mittleren bis hohen 40-%-Bereich, einer G&A-Quote von 2,2 % des Systemumsatzes und einem leichten Rückenwind von Währungsseite für den Gewinn je Aktie.

An der Börse wurde das starke McDonald’s Quartal zunächst mit leichten Gewinnmitnahmen quittiert: Die Aktie notiert aktuell bei rund 323 US-Dollar und damit etwa 0,85 % im Minus. Dennoch bleibt die Bewertung mit einem KGV von rund 27 im historischen Rahmen eines defensiven Wachstumswertes.

Wie reagieren Analysten auf McDonald’s?

Die positiven Zahlen aus dem McDonald’s Quartal haben mehrere Analysten zu Anpassungen ihrer Kursziele veranlasst. Citigroup bestätigte ihre Kaufempfehlung für die Aktie und hob das Kursziel auf 375 US-Dollar an. Auch Barclays bleibt optimistisch, empfiehlt McDonald’s weiter zum Kauf und sieht das Kursziel inzwischen bei rund 380 US-Dollar. RBC Capital Markets stufte die Aktie zwar weiterhin mit “Sector Perform” ein, erhöhte das Kursziel aber auf 330 US-Dollar.

Etwas vorsichtiger zeigt sich Mizuho: Die Analysten hoben zwar ihr Kursziel von 300 auf 325 US-Dollar an, beließen die Einstufung aber bei “Neutral” und verweisen auf begrenztes zusätzliches Aufwärtspotenzial für 2026, nachdem ein Großteil der Effekte aus Meal-Deals und Promotions bereits in den aktuellen Schätzungen eingepreist ist. Für dividendenorientierte Anleger bleibt McDonald’s dennoch interessant: Der Konzern hat seine Ausschüttung zuletzt um 5 % erhöht, kommt auf eine Dividendenrendite von gut 2 % und steht kurz davor, mit 50 aufeinanderfolgenden Erhöhungen in den Kreis der sogenannten Dividend Kings aufzusteigen.

Die Preis-Leistungs-Führerschaft von McDonald’s funktioniert.
— Chris Kempczinski, CEO McDonald’s

Fazit

Das jüngste McDonald’s Quartal bestätigt die Stärke des Geschäftsmodells, die Zugkraft der Value-Offensive und den Rückenwind durch Digitalisierung und Expansion. Für Anleger bleibt die Aktie der McDonald’s Corporation damit ein defensiver Qualitätswert mit solider Dividende und moderatem Wachstum. Entscheidend wird sein, ob der Konzern im nächsten McDonald’s Quartal die aktuelle Dynamik bei Traffic und Margen trotz schwieriger Konjunkturbedingungen halten kann.

Weiterführende Quellen