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Siemens Energy Quartal mit Rekordaufträgen und Gewinnsprung: Warum die Aktie nach Zahlen über 7% zulegt

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11.02.26 15:55 Uhr

Siemens Energy AG

Das aktuelle Siemens Energy Quartal sorgt für ein Ausrufezeichen am Markt: Starke Umsatz- und Gewinnzuwächse, ein Rekord-Auftragseingang und ein deutlich verbesserter Cashflow lassen die Aktie zweistellig im laufenden Jahr zulegen. Vor allem das boomende Geschäft mit Gasturbinen und Netztechnik profitiert vom globalen Stromhunger durch KI-Rechenzentren, während das Sorgenkind Windkraft erste Fortschritte zeigt. Anleger fragen sich nun, ob der jüngste Kurssprung erst der Anfang einer längeren Neubewertung sein könnte.

Siemens Energy Quartal: Wie stark war der Jahresauftakt?

Im ersten Geschäftsquartal 2025/26 steigerte die Siemens Energy AG ihren Umsatz auf vergleichbarer Basis um rund 12,8 Prozent auf knapp 9,7 Milliarden Euro. Das Siemens Energy Quartal profitierte dabei vor allem vom anhaltenden Boom im Geschäft mit Gasturbinen und Netztechnik. Noch beeindruckender ist die Entwicklung beim Ergebnis: Das bereinigte operative Ergebnis sprang von 481 Millionen auf 1,16 Milliarden Euro, die Marge kletterte von gut 5 auf starke 12 Prozent – und liegt damit bereits über dem Jahresziel von 9 bis 11 Prozent.

Unter dem Strich verdreifachte sich der Nettogewinn auf 746 Millionen Euro. Analysten hatten sowohl beim operativen Ergebnis als auch beim freien Cashflow deutlich weniger erwartet. Auf Basis der heute gehandelten Kurse legte die Aktie auf 161,45 Euro zu, ein Plus von rund 7,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit setzt Siemens Energy ihre Rally im DAX fort und notiert klar über dem bisherigen Jahreshoch.

Siemens Energy: Was treibt Aufträge und Margen?

Der Auftragseingang legte im Siemens Energy Quartal um rund ein Drittel auf 17,6 Milliarden Euro zu und markierte damit einen neuen Rekord. Der Auftragsbestand wuchs auf 146 Milliarden Euro – genug, um mehrere Jahre künftigen Umsatz zu untermauern. Haupttreiber ist das Segment Gas Services: Dort schossen die Bestellungen um mehr als 80 Prozent auf 8,75 Milliarden Euro nach oben. Allein im Quartal sicherte sich Siemens Energy Aufträge für rund 100 bis 102 große Gasturbinen, ein Volumen, das früher für ein ganzes Branchenjahr typisch war.

Rückenwind kommt vom massiv steigenden globalen Strombedarf. Ein wesentlicher Teil entfällt auf Rechenzentren für KI-Anwendungen und Cloud-Computing. Unternehmensangaben zufolge sind inzwischen etwa ein Viertel der Gasturbinen-Aufträge direkt mit Data-Centern verbunden. Parallel dazu wächst die Netztechnik: Die Sparte Grid Technologies verbuchte beim Auftragseingang ein Plus von gut 20 Prozent, da Hochspannungsleitungen und Umspannwerke für die Integration erneuerbarer Energien und die Versorgung der Rechenzentren dringend benötigt werden.

Siemens Energy AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Siemens Energy AG: Wie läuft das Problemfeld Windkraft?

Das Sorgenkind des Konzerns, die Windtochter Siemens Gamesa, bleibt zwar belastend, zeigt im aktuellen Siemens Energy Quartal jedoch sichtbare Fortschritte. Der operative Verlust wurde nahezu halbiert und liegt deutlich unter dem Vorjahr. Während der Auftragseingang nach einem Großauftrag im Vorjahreszeitraum rückläufig war, legte der Umsatz der Sparte leicht auf rund 2,3 Milliarden Euro zu. Entscheidend ist aus Sicht des Managements die Ergebniswende: Siemens Energy strebt an, im laufenden Geschäftsjahr mit dem Windgeschäft die Gewinnschwelle zu erreichen.

Im Branchenvergleich zeigen sich ähnliche Trends: Auch Wettbewerber wie GE Vernova und der dänische Turbinenhersteller Vestas berichten über eine Erholung der Margen im Windgeschäft, wenn auch von niedrigem Niveau. Für Siemens Energy bedeutet dies, dass die Kapitalmärkte den Windbereich zunehmend weniger als existenzielles Risiko betrachten – vor allem, weil Gas und Netztechnik derzeit hohe zweistellige Renditen liefern und die Verluste im Windsegment immer stärker kompensieren.

Siemens Energy: Was sagen Analysten zum Quartal?

Die Reaktion der Analysten auf das Siemens Energy Quartal fällt ausgesprochen positiv aus. Jefferies-Analyst Lucas Ferhani spricht von einem „starken Jahresauftakt“, getragen von der Nachfrage im Gasturbinengeschäft, das aus eigener Kraft mehr als 80 Prozent Auftragswachstum erzielte. Zudem hebt er hervor, dass bereinigter Gewinn und freier Mittelzufluss weit über den Prognosen lagen. RBC-Analyst Colin Moody betont die „durch die Bank“ besser als erwarteten Resultate und sieht insbesondere die Auftragsdynamik und den Cashflow als Highlights.

Deutsche Bank Research verweist darauf, dass die bereits hohen Erwartungen an Siemens Energy mit den Zahlen noch übertroffen wurden. Für Anleger wichtig: Der bestätigte Ausblick bietet laut mehreren Häusern Spielraum für mögliche Anhebungen bei Margen und Cashflow im Jahresverlauf. Der Konzern plant zudem Investitionen von rund einer Milliarde US-Dollar in den Ausbau seiner US-Standorte für Netz- und Gasturbinenkomponenten, eingebettet in ein globales Investitionsprogramm von etwa sechs Milliarden Euro.

Der Start in das Geschäftsjahr ist für uns sehr erfolgreich verlaufen. Besonders die anhaltend hohe Nachfrage im Geschäft mit Gasturbinen und Netztechnik leistet einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung.
— Christian Bruch, CEO Siemens Energy AG

Fazit

Im Fazit lässt sich festhalten: Das Siemens Energy Quartal unterstreicht die neue Rolle des Konzerns als Profiteur des weltweiten Stromhunger- und KI-Booms. Für Anleger bleiben vor allem die hohe Visibilität durch den Rekord-Auftragsbestand und die über Plan liegende Marge entscheidende Pluspunkte. Gelingt es, die Windkraft-Sparte wie avisiert in die Gewinnzone zu führen, könnte Siemens Energy seine Erfolgsstory bei Umsatz, Ergebnis und Aktienkurs im weiteren Jahresverlauf fortschreiben.

Weiterführende Quellen

US-Arbeitsmarkt NFP mit nur 65.000 Jobs: Kippt 2025 der Beschäftigungstrend und wie reagiert die Fed darauf?

Der US-Arbeitsmarkt NFP steht vor einem möglichen Wendepunkt – und mit ihm die Erwartungen an Zinsen, Konjunktur und Aktienmarkt. Wegen des Shutdowns wurde der wichtige Arbeitsmarktbericht auf Mittwoch verschoben, doch die eigentliche Brisanz steckt in den erwarteten Benchmark-Revidierungen: Ökonomen rechnen damit, dass zwischen 600.000 und 900.000 Stellen aus den bisherigen 2025-Daten herausfallen könnten. Damit würde das bisherige Bild eines robusten Jobaufbaus massiv relativiert. Gleichzeitig liegen die Prognosen für den Januar-NFP nur noch im Bereich eines Minimalwachstums – oder sogar leicht im Minus. Für Anleger ist klar: Der nächste US-Arbeitsmarkt NFP könnte zum Gamechanger für die Fed-Politik und die Bewertung zinssensitiver Wachstumswerte werden.

US-Arbeitsmarkt NFP: Kippt der Beschäftigungstrend?

Anleger blicken heute angespannt auf die Veröffentlichung der US Arbeitsmarkt (Non-Farm Payrolls). Der Bericht sollte ursprünglich vergangenen Freitag erscheinen, wurde aber wegen des Shutdowns auf Mittwoch verschoben. Im Fokus stehen nicht nur die neuen Januar-Zahlen, sondern vor allem die jährlichen Benchmark-Revidierungen, die nach Einschätzung mehrerer Ökonomen zwischen 600.000 und 900.000 Stellen aus den bisherigen 2025-Daten herausstreichen könnten. Damit stünde der bisherige Jobaufbau des vergangenen Jahres im schlimmsten Fall nahe der Nulllinie – ein Bruch mit dem bislang kommunizierten Bild eines robusten Arbeitsmarktes.

Für Januar selbst reichen die Prognosen von einem leichten Stellenaufbau bis hin zu einem möglichen Rückgang. Der offizielle Konsens liegt bei rund 65.000 neuen Jobs, die „Whisper Number“ im Markt eher bei 36.000. Andere Ökonomen rechnen nur mit etwa 30.000 Stellen oder sogar mit negativen Werten von bis zu minus 25.000. Die Arbeitslosenquote soll den Schätzungen zufolge bei 4,4 Prozent verharren – doch durch die Revidierungen könnte sich das Bild der Vorjahresmonate deutlich eintrüben.

RBC und Citigroup: Wie schwach darf NFP werden?

Für RBC-Chefökonomin Frances Donald liegt die entscheidende Marke am US-Arbeitsmarkt derzeit bei rund 40.000 Jobs pro Monat. Alles darüber bewertet sie als grob „Break-even“ für eine Wirtschaft, die wegen schwächerem Bevölkerungswachstum und strengerer Einwanderungspolitik weniger neue Stellen benötigt als in früheren Zyklen. In diesem Kontext signalisiert ein NFP-Wert im Bereich von 30.000 bis 70.000 zwar eine deutliche Verlangsamung, aber noch keinen abrupten Einbruch. Zugleich betont sie, dass der Trend „schwach, aber nicht kollabierend“ sei: Einstellungen verlaufen schleppend, doch Massenentlassungen bleiben bisher aus.

Auf Unternehmensseite verweisen Strategen großer Banken wie Citigroup und RBC Capital Markets darauf, dass die heutigen NFP-Daten für die Zinsfantasie an den Märkten entscheidend sind. Ein Print deutlich unter der Konsensschätzung würde die Wette auf frühere und aggressivere Zinssenkungen der US-Notenbank weiter befeuern. Umgekehrt könnten unerwartet starke NFP-Zahlen – insbesondere in Kombination mit anziehenden Stundenlöhnen – die Sorge schüren, dass die Federal Reserve ihren Lockerungszyklus verzögern muss. Für US-Aktien, insbesondere zinssensitive Wachstumswerte, ist der US-Arbeitsmarkt NFP damit kurzfristig der wichtigste Makrotreiber.

us_nfp: Revidierungen, Immigration und KI-Druck

Zusätzliche Brisanz erhält der heutige US-Arbeitsmarkt NFP-Bericht durch mehrere strukturelle Faktoren. Zum einen haben alternative Indikatoren wie ADP-Beschäftigung, Online-Stellenplattformen und die Challenger-Statistik für Januar den schwächsten Jahresauftakt seit 2009 gemeldet – mit hohen geplanten Entlassungen und der niedrigsten Januar-Einstellungsrate seit der Finanzkrise. Zum anderen deuten Ökonomen auf die Kombination aus Produktivitätsgewinnen, Workforce-Rationalisierung und niedriger Nettozuwanderung, die den Bedarf an Neueinstellungen zusätzlich dämpfen dürfte.

Politisch spielt zudem die verschärfte Einwanderungs- und Abschiebepolitik eine Rolle. Mehrere Marktteilnehmer verweisen darauf, dass ein rückläufiges Bevölkerungswachstum statistisch zu niedrigeren Beschäftigungszuwächsen führt – selbst wenn die Wirtschaft noch moderat wächst. Parallel sorgt die Debatte um Künstliche Intelligenz für Unsicherheit: Erste Effekte zeigen sich bislang vor allem in Tech- und Ingenieurberufen, eine flächendeckende Jobverdrängung ist jedoch noch nicht sichtbar. In Summe zeichnet sich ein Bild eines US-Arbeitsmarktes, der von zyklischer Abkühlung und strukturellem Wandel zugleich geprägt ist.

Was bedeutet der NFP-Report für Fed und Aktienmarkt?

Für Investoren entscheidet der heutige US-Arbeitsmarkt NFP-Report vor allem darüber, ob sich das Narrativ eines „weichen Landens“ halten lässt. Mehrere Ökonomen warnen, dass die Wirtschaft zwar noch mit „gesundem Tempo“ wachse, der Arbeitsmarkt aber näher an einem Stillstand sei, als die ursprünglichen NFP-Zahlen nahelegten. Sollte sich durch die Benchmark-Revidierungen herausstellen, dass 2025 per saldo kaum Jobs entstanden sind, könnte dies die US-Notenbank in Richtung früherer Zinssenkungen drängen – insbesondere im Zusammenspiel mit den anstehenden Inflationsdaten.

Am Aktienmarkt macht sich vor der Veröffentlichung spürbare Zurückhaltung breit: Die Futures handeln in engen Spannen, viele Trader warten die NFP-Zahlen ab, bevor sie neue Positionen eingehen. Für kurzfristig orientierte Anleger steht heute die Frage im Vordergrund, ob die Daten ein „Non-Event“ bleiben oder einen Wendepunkt für Risikoassets markieren. Mittel- bis langfristig dürfte entscheidend sein, ob sich die US-Wirtschaft an ein Umfeld anpasst, in dem Beschäftigungswachstum flach, Produktivität aber hoch bleibt – ein Szenario, in dem selektive Aktienchancen bestehen, der breite Markt jedoch anfälliger für Enttäuschungen ist.

Wir erwarten eine vernünftig schwache Zahl – Amerika hat vermutlich deutlich weniger Jobs geschaffen, als es die bisherigen NFP-Daten suggerieren.
— Frances Donald, Chefökonomin RBC

Fazit

Im Fazit steht der US-Arbeitsmarkt NFP heute sinnbildlich für einen möglichen Übergang von der Spät- in die Frühphase eines Zinssenkungszyklus: Fällt der Bericht schwach und werden frühere Jobgewinne massiv nach unten korrigiert, steigt der Druck auf die Fed, den Kurs zu lockern; bei robusteren Zahlen rückt dagegen das Inflationsrisiko wieder stärker in den Fokus. Für Anleger bleiben Flexibilität und ein genauer Blick auf die Details hinter der Überschrift entscheidend, um die Signale aus dem Arbeitsmarkt in tragfähige Investmententscheidungen zu übersetzen.

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Ford Quartal Q4 2025 mit Milliardenverlust – wie der Autobauer bis 2026 den Turnaround schaffen will

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Ford Motor Company

Das aktuelle Ford Quartal sorgt für Schlagzeilen: Trotz Rekordumsatz schreibt der US-Autobauer tiefrote Zahlen. Grund sind milliardenschwere Abschreibungen im Elektroauto-Geschäft, operative Verluste in der EV-Sparte und Sonderbelastungen durch Lieferkettenprobleme. Gleichzeitig setzt Ford auf einen klaren Strategiewechsel hin zu profitableren Pick-ups, Hybridmodellen und der margenstarken Nutzfahrzeugsparte Ford Pro. Für Anleger stellt sich die Frage, ob der jetzt ausgewiesene Milliardenverlust der Tiefpunkt ist – oder der Startpunkt für einen nachhaltigen Turnaround bis 2026.

Ford Quartal mit Rekordverlust – was steckt dahinter?

Die Ford Motor Company hat das vierte Ford Quartal 2025 mit einem Nettoverlust von rund 11,1 Milliarden US‑Dollar abgeschlossen. Auf Jahressicht steht ein Fehlbetrag von 8,2 Milliarden Dollar, obwohl der Konzern mit knapp 187 Milliarden Dollar den höchsten Umsatz seiner Geschichte erzielte. Der drastische Verlust geht vor allem auf eine bereits angekündigte Abschreibung von 19,5 Milliarden Dollar im stark defizitären Elektroauto-Geschäft zurück. Zusätzlich belasteten ein Feuer beim Zulieferer Novelis sowie unerwartet hohe Importzölle auf Autoteile die Bilanz.

Operativ spiegeln die Zahlen die Zweiteilung des Geschäfts wider: Die Elektroauto-Sparte Model e verbuchte 2025 einen EBIT-Verlust von 4,8 Milliarden Dollar, allein im Schlussquartal lag das Minus operativ bei rund 1,2 Milliarden Dollar. Dem gegenüber stehen ein EBIT von 3 Milliarden Dollar im klassischen Pkw-Geschäft Ford Blue und 6,8 Milliarden Dollar EBIT in der Nutzfahrzeugsparte Ford Pro, die auf Jahressicht zweistellige Margen erreichte.

Auf Konzernebene kam Ford im Gesamtjahr auf ein bereinigtes EBIT von 6,8 Milliarden Dollar. Damit verfehlte der Autobauer die zuvor am Markt erwarteten rund 8,9 Milliarden Dollar deutlich, auch wenn die eigene Prognose von etwa 7 Milliarden Dollar nahezu getroffen wurde.

Ford Motor Company: Schwaches Quartal, starker Ausblick?

Im vierten Ford Quartal lagen die Automotive-Erlöse mit rund 42,4 Milliarden Dollar im Rahmen der Analystenschätzungen, doch die Profitabilität enttäuschte. Das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel mit 0,13 Dollar klar unter die erwarteten 0,18 Dollar, der bereinigte EBIT von rund 1 Milliarde Dollar blieb ebenfalls unter Konsens. Trotzdem reagierte die Aktie nachbörslich freundlich: Anleger konzentrieren sich zunehmend auf den Ausblick für 2026 und den erwarteten Ergebnissprung.

Für das laufende Jahr stellt Ford Motor Company ein bereinigtes EBIT von 8 bis 10 Milliarden Dollar in Aussicht, ein deutlicher Anstieg gegenüber 6,8 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Free Cashflow soll auf 5 bis 6 Milliarden Dollar zulegen, obwohl die Investitionen auf 9,5 bis 10,5 Milliarden Dollar steigen – inklusive rund 1,5 Milliarden Dollar für den neuen Bereich Ford Energy, der auf Batteriespeicher für Rechenzentren und Stromnetze zielt.

Gleichzeitig rechnet das Management mit einem weiteren Model‑e-Verlust von 4 bis 4,5 Milliarden Dollar im Jahr 2026. Die Wende im Elektrogeschäft wird erst ab 2027 erwartet, wenn auf einer universellen EV-Plattform günstigere Volumenmodelle im Bereich 30.000 bis 35.000 Dollar an den Start gehen. Ein nachhaltiger Break-even der EV-Sparte wird frühestens 2029 angepeilt.

Ford Motor Company Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Ford Quartal: Strategie-Schwenk zu Hybrid und Ford Pro

Nach dem teuren „EV‑Reckoning“ richtet Ford Motor Company ihre Strategie neu aus. Rund 75 % der geplanten Investitionen fließen in margenstarke Pick-ups, Nutzfahrzeuge und Multi‑Energy-Plattformen, also Modelle mit Verbrenner- und Hybridantrieben. In Nordamerika wurden teure Projekte wie der vollelektrische F‑150 Lightning gestoppt, während der Fokus auf Hybridvarianten etwa beim Maverick und höherpreisigen F‑150‑Ausstattungen liegt.

Wachstumstreiber bleibt Ford Pro: Die Sparte kam 2025 auf mehr als 66 Milliarden Dollar Umsatz, 6,8 Milliarden Dollar EBIT und eine Marktführerschaft im US-Nutzfahrzeugsegment mit über 42 % Anteil. Software- und Serviceerlöse legten zweistellig zu und steuern bereits knapp ein Fünftel zum Pro‑Ergebnis bei – ein zentraler Hebel für stabilere Margen über den Zyklus.

Parallel baut Ford Energy ein Geschäft mit stationären Batteriespeichern auf, das ab 2027 mit einer Kapazität von 20 GWh adressiert werden soll. Hier sieht das Management insbesondere in US-Bundesstaaten mit hohem Erneuerbaren-Anteil steigenden Bedarf und eine sinnvolle Ergänzung zum Flottenkundengeschäft.

Wie reagieren Analysten auf das Ford Quartal?

Nach den Zahlen zum Ford Quartal und dem skizzierten Turnaround-Pfad bleiben viele Analysten vorsichtig optimistisch. Research-Häuser wie Citigroup und RBC Capital Markets betonen die anhaltenden Risiken im Elektrogeschäft und die hohen Sonderbelastungen, sehen aber zugleich die starke Stellung von Ford Motor Company im Truck- und Nutzfahrzeugsegment als Puffer. Entscheidend für die kommenden Quartale wird, ob die angekündigten Kostensenkungen, die Normalisierung der Aluminiumversorgung nach dem Novelis-Brand und die besseren Tarifkonditionen tatsächlich in höhere Margen münden.

Mit einem Kurs von 13,57 Dollar liegt die Aktie aktuell leicht unter dem Vortagesniveau, nachdem sie zuvor von einem Rekordjahr bei Umsatz, Marktanteil und Total Shareholder Return profitiert hatte. Für Anleger rückt nun in den Mittelpunkt, ob Ford in den nächsten Ford Quartal-Berichten den Spagat aus Investitionen in Zukunftstechnologien und strikter Kapitaldisziplin meistert.

Fazit

Unterm Strich markiert das jüngste Ford Quartal mit seinem Milliardenverlust einen schmerzhaften Einschnitt, zugleich aber auch den Startpunkt für den angekündigten Turnaround bis 2026. Für Investoren bleibt Ford Motor Company damit ein zyklischer Wert mit hoher Abhängigkeit von der Umsetzung der neuen Strategie. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob das Management die Trendwende bei Cashflow, Margen und dem risikoreichen EV-Geschäft nachhaltig einleiten kann.

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Robinhood Quartal Q4 2025: Warum ein Rekordjahr die Umsatzenttäuschung nicht verhindert und was das für Anleger bedeutet

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Robinhood Markets, Inc.

Das aktuelle Robinhood Quartal liefert ein gemischtes Bild: Während 2025 zum Rekordjahr mit deutlich steigenden Umsätzen und Gewinnen wurde, blieb der Online-Broker im Schlussquartal bei wichtigen Kennzahlen hinter den Erwartungen zurück. Vor allem das schwächelnde Krypto-Geschäft drückte auf den Umsatz, während neue Wachstumsfelder wie Prediction Markets und wiederkehrende Zinseinnahmen an Bedeutung gewinnen. Der Artikel ordnet die Zahlen ein, zeigt die wichtigsten Treiber hinter dem Rekordjahr und beleuchtet, wie Analysten die Perspektiven von Robinhood Markets, Inc. nach den Q4-Zahlen einschätzen.

Robinhood Quartal: Wie fielen Umsatz und Gewinn aus?

Im jüngsten Robinhood Quartal für Q4 2025 meldete der Online-Broker einen Nettoumsatz von rund 1,28 Milliarden Dollar. Damit wuchs der Erlös zwar um etwa 27 Prozent im Jahresvergleich, verfehlte aber den Analystenkonsens von rund 1,34 bis 1,35 Milliarden Dollar spürbar. Auch das bereinigte EBITDA blieb mit 761 Millionen Dollar unter den erwarteten gut 830 Millionen Dollar.

Auf der Ergebnisseite sah es besser aus: Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei etwa 0,66 Dollar und damit leicht über den Schätzungen von rund 0,63 Dollar. Dennoch überwog an der Börse zunächst die Enttäuschung über den verfehlten Umsatz. Die Aktie von Robinhood Markets, Inc. gab nachbörslich um rund 7 bis 8 Prozent nach und notiert aktuell bei 85,60 Dollar, etwa 1,11 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Auf Jahressicht bleibt 2025 dennoch ein Rekordjahr: Der Umsatz kletterte auf rund 4,5 Milliarden Dollar, ein Plus von gut 50 Prozent. Der Nettogewinn stieg auf etwa 1,9 Milliarden Dollar, das verwässerte EPS erreichte 2,05 Dollar – ebenfalls Bestwerte, wenn auch knapp unter den hohen Erwartungen der Wall Street.

Robinhood Markets, Inc.: Bremsklotz Krypto, Turbo Prediction Markets

Die Schwäche im Robinhood Quartal ist vor allem auf das volatile Krypto-Geschäft zurückzuführen. Die Krypto-Umsätze brachen im vierten Quartal um 38 Prozent auf 221 Millionen Dollar ein, deutlich unter den Prognosen von knapp 250 Millionen Dollar. Hintergrund ist der kräftige Rückgang bei Bitcoin und anderen Digitalwerten seit Oktober 2025, der die Handelsaktivität der Kunden spürbar dämpfte.

Auch die Optionen-Sparte, zwar weiter stark, blieb mit 314 Millionen Dollar Umsatz unter den Schätzungen von gut 331 Millionen Dollar. Insgesamt summierten sich die transaktionsbasierten Erlöse auf 776 Millionen Dollar und verfehlten damit die erwarteten rund 800 Millionen Dollar. Das zeigt, wie sensitiv das Modell gegenüber Marktvolatilität und Trading-Laune bleibt.

Gleichzeitig verschiebt sich der Wachstumstreiber: Prediction Markets und Event Contracts entwickeln sich zum am schnellsten wachsenden Segment. Das „Other“-Transaktionsgeschäft, in dem unter anderem Prognosemärkte und Futures gebündelt sind, sprang im Q4 auf 147 Millionen Dollar – ein Anstieg um 375 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erstmals höher als die Umsätze aus dem Aktienhandel. Schätzungen zufolge stammen bereits zwischen 5 und 10 Prozent des laufenden Umsatzes aus diesem Bereich, rund 90 Prozent davon aus Sportwetten-basierten Event-Kontrakten.

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Robinhood Markets, Inc.: Bilanzstärke, Zinsen und neue Produkte

Abseits des kurzfristig wackligen Tradinggeschäfts überzeugt Robinhood Markets, Inc. mit strukturellem Wachstum. Die Plattformvermögen stiegen 2025 um fast 70 Prozent auf 324 Milliarden Dollar, die Netto-Neueinlagen erreichten einen Rekord von 68 Milliarden Dollar, davon 16 Milliarden im vierten Quartal. Gold-Abonnenten legten um knapp 60 Prozent auf 4,2 Millionen zu; die Gold Card-Kundenbasis verfünffachte sich auf 600.000 Nutzer mit mehr als 10 Milliarden Dollar annualisiertem Kartenumsatz.

Nettozins- und andere wiederkehrende Erträge werden damit immer wichtiger. Über 40 Prozent der Kundenvermögen liegen inzwischen in ETFs, Beratungs-, Renten- und Cash-Produkten. Zinsbringende Assets stiegen um 39 Prozent, die Margin-Salden verdoppelten sich. Parallel baut Robinhood sein Banking-Angebot mit attraktiven Verzinsungen (3,5 Prozent APY) sowie Kreditkarten- und Einlagenprodukten aus und treibt internationale Expansion und Tokenisierung über Bitstamp, Stock Tokens in Europa und die neue Robinhood Chain voran.

Wie bewerten Analysten das Robinhood Quartal?

Trotz des enttäuschenden Robinhood Quartal bleiben viele Experten konstruktiv für die Aktie. Das Analysehaus Wolf Research hat Robinhood im Vorfeld der Zahlen auf „Outperform“ hochgestuft und verweist insbesondere auf das Potenzial von Prognosemärkten als neuem Wachstumstreiber. Insgesamt liegen derzeit rund zwei Dutzend Kaufempfehlungen vor, was die positive Grundhaltung großer Häuser wie Morgan Stanley, Goldman Sachs oder Citigroup zur längerfristigen Story unterstreicht.

Zacks Investment Research hebt hervor, dass Robinhood die Gewinnerwartungen im vierten Quartal trotz des Umsatz-Misses übertroffen hat und die Profitabilität weiter deutlich gestiegen ist. Marktkommentare verweisen zudem auf die starke Skalierung mit elf Geschäftsbereichen, die jeweils mehr als 100 Millionen Dollar Jahresumsatz erzielen, sowie auf hohe Margen: Das bereinigte EBITDA lag 2025 bei 2,5 Milliarden Dollar, die Marge bei 56 Prozent.

Gleichzeitig mahnen skeptischere Stimmen wie einige Strategen bei MarketWatch an, dass die starke Abhängigkeit vom Trading-Umfeld – insbesondere im Krypto-Bereich – das Risiko von Rückschlägen wie im aktuellen Robinhood Quartal erhöht. Hinzu kommt ein deutlicher Anstieg der geplanten operativen Kosten auf 2,6 bis 2,73 Milliarden Dollar im Jahr 2026, der die Bewertung unter Druck setzen könnte, falls das Umsatzwachstum weiter auf rund 20 bis 30 Prozent zurückfällt.

„Unsere unerbittliche Produktgeschwindigkeit hat ein weiteres starkes Jahr ermöglicht – 2025 war in vielerlei Hinsicht ein Rekordjahr.“
— Vladimir Tenev, CEO von Robinhood Markets, Inc.

Fazit

Dennoch sehen optimistische Analysten von Häusern wie Autonomous Research in der breiten Produktpalette, der wachsenden Rolle von Zinseinnahmen und der Tokenisierungsstrategie einen klaren Pfad für strukturelles Wachstum, auch wenn einzelne Quartale wie dieses Robinhood Quartal hinter den Erwartungen zurückbleiben.

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Netflix Merger bei +0,91%: Wie der Milliardenpoker um Warner Bros. Discovery und Kartellrisiken die Aktie treiben

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Netflix

Der geplante Netflix Merger mit Warner Bros. Discovery sorgt an der Wall Street für einen seltenen Mix aus Fantasie und Risiko. Während die Netflix-Aktie nach wie vor über der wichtigen 80-Dollar-Marke notiert, ringen Investoren mit der Frage, ob ein Barangebot in zweistelliger Milliardenhöhe die Bilanz überfordert – oder den Streaming-Pionier strategisch auf Jahre nach vorne katapultiert. Gleichzeitig verschärfen sich der Bieterwettstreit mit Paramount und der Druck der Kartellbehörden. Für Anleger stellt sich damit die zentrale Frage: Ist Netflix vor einem historischen Wachstumssprung – oder vor einem der riskantesten Deals seiner Unternehmensgeschichte?

Netflix: Wie reagiert die Aktie auf den Merger-Poker?

An der Börse bewegt sich die Aktie von Netflix Inc. aktuell um 82,21 US-Dollar und liegt damit rund 0,91 Prozent über dem Vortag. Zwischenzeitlich wurden an der Nasdaq Kurse von gut 83 Dollar gesehen. Trotz der jüngsten Volatilität respektieren die Marktteilnehmer bislang die technische Unterstützung um die 80-Dollar-Marke, die seit dem 10-zu-1-Split im November 2025 als zentrale Schwelle gilt. Ein Bruch dieses Niveaus könnte laut Charttechnikern zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen, bislang hält die Zone jedoch.

Operativ meldete Netflix für das jüngste Quartal einen Umsatzsprung von 17,6 Prozent auf 12,05 Milliarden Dollar. Treiber sind die Ausweitung des werbefinanzierten Abo-Modells und eine diszipliniertere Contentstrategie. Hinzu kommen neue Wachstumsfelder wie Games und erste Sportrechte, mit denen der Konzern seine Abhängigkeit von klassischen Serien- und Filmformaten reduziert. Dennoch dominiert derzeit der geplante Netflix Merger mit Warner Bros. Discovery die Kursfantasie – und die Risiken.

Netflix Merger oder Paramount-Deal: Wer gewinnt Warner Bros. Discovery?

Im Zentrum steht der Bieterstreit um Warner Bros. Discovery mit Marken wie „Game of Thrones“, „Harry Potter“ sowie den DC-Helden Batman und Superman. Netflix hat ein vollständig in bar zu zahlendes Angebot über 82,7 Milliarden Dollar für die Streaming- und Studio-Assets auf den Tisch gelegt und dieses im Januar auf 27,75 Dollar je Aktie in Cash präzisiert. Die Transaktion soll innerhalb von 12 bis 18 Monaten nach Ankündigung abgeschlossen sein, nachdem Warner seine TV-Networks wie CNN, TBS und Discovery abgespalten hat.

Paramount Skydance versucht, den Netflix Merger auszustechen und zog sein eigenes, 30-Dollar-All-Cash-Angebot zuletzt mit mehreren Sweetenern nach. Neben einem „Ticking Fee“ von 25 Cent je Aktie pro Quartal, falls sich der Vollzug hinauszögert, will Paramount auch die Abbruchgebühr von 2,8 Milliarden Dollar übernehmen, die Warner im Fall eines geplatzten Netflix-Deals zahlen müsste. Zudem werden Lösungen für die Refinanzierung der Warner-Schulden in Aussicht gestellt. An der Börse wird diese Offensive zwar registriert, doch die positive Kursreaktion bei Netflix zeigt, dass viele Investoren weiterhin den Streaming-Pionier als Favoriten für Warner sehen – nicht zuletzt, weil dessen Plattform als natürlicherer strategischer Fit gilt.

Netflix Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Netflix und Regulierung: Wie groß ist das Kartellrisiko?

Parallel zum Bieterstreit steht der Netflix Merger mit Warner Bros. Discovery im Fokus des US-Justizministeriums. Die Behörde hat ihre Kartelluntersuchungen Anfang Februar ausgeweitet und prüft neben dem Zusammenschluss selbst auch das generelle Wettbewerbsverhalten im Streaming-Geschäft. Im Raum steht die Frage, ob eine Kombination aus Netflix und Warner zu einer marktbeherrschenden Stellung führen könnte, die Konkurrenten in Inhalte- und Rechteauktionen strukturell benachteiligt.

Netflix verweist darauf, dass solche Prüfungen im „ordinary course of business“ bei Großtransaktionen üblich seien und betont, der Deal sei pro Konsumenten, pro Innovation und pro Arbeitnehmer, da er Effizienzgewinne ermögliche und Arbeitsplätze in einer von Sparprogrammen geprägten Branche sichere. Für Anleger bleibt die Unsicherheit dennoch erheblich: Ein strenger Auflagenkatalog oder gar ein Veto der Wettbewerbshüter würde die strategische Logik des Netflix Merger fundamental infrage stellen. Genau hier setzt die Hoffnung von Paramount an, dessen beste Chance letztlich darin besteht, dass externe Regulierer den größeren Rivalen ausbremsen.

Netflix: Bilanz, Insiderverkauf und Content-Pipeline im Blick

Finanziell stellt die reine Barzahlung von 82,7 Milliarden Dollar eine gewaltige Wette auf die Zukunft dar. Investoren diskutieren intensiv, wie stark die Bilanz durch die Transaktion belastet würde und wie viel Spielraum für weitere Content-Investitionen, Rückkäufe oder Schuldenabbau bliebe. Positiv wird gewertet, dass Netflix bislang diszipliniert mit Kapital umgegangen ist und seine Content-Spendings gezielter steuert.

Für kurzfristige Irritation sorgte ein Aktienverkauf von CFO Spencer Neumann. Er trennte sich am 6. Februar von 9.248 Aktien zum Durchschnittspreis von rund 81,27 Dollar im Gesamtvolumen von etwa 752.000 Dollar. Entscheidend ist jedoch, dass die Transaktion über einen Rule-10b5-1-Plan abgewickelt wurde, der Monate im Voraus festgelegt wird. Neumann hält weiterhin über 73.000 Aktien, sodass Analysten den Vorgang überwiegend als routinemäßige Liquiditätsmaßnahme ohne inhaltliche Aussage zur Geschäftsentwicklung einordnen.

Operativ richten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf die anstehenden Content-Highlights: Das Reality-Format „Love Is Blind“ startet am 11. Februar, die neue Staffel von „Formula 1: Drive to Survive“ folgt am 27. Februar. Beide Formate gelten als wichtige Indikatoren für Nutzerbindung und Werbeeinnahmen im noch jungen Ad-Tier. In mehreren Bewertungsmodellen wird trotz der aktuellen Schwächephase ein nennenswertes Aufwärtspotenzial für die Aktie gesehen, sofern die Integration von Warner gelingt und die Werbe- sowie Gaming-Offensiven weiter skalieren.

Fazit

Im Fazit bleibt der Netflix Merger mit Warner Bros. Discovery ein hochriskanter, aber potenziell transformierender Schritt, der das Kräfteverhältnis im globalen Streaming neu ordnen könnte. Für Anleger bedeutet das eine seltene Mischung aus solider operativer Basis und erheblicher regulatorischer wie finanzieller Unsicherheit. Die nächsten Monate mit weiteren Signalen des DOJ und möglichen Gegenstößen von Paramount werden zeigen, ob Netflix seine Pole Position im Bieterkampf behaupten und den Merger tatsächlich über die Ziellinie bringen kann.

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Spotify Quartal mit Rekord-Margen und Nutzerwachstum: Warum die SPOT-Aktie nach den Zahlen um 14,8% steigt

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10.02.26 21:59 Uhr

Spotify Technology S.A.

Das aktuelle Spotify Quartal sorgt an der Wall Street für Aufsehen: Rekordhohe Bruttomargen, starkes Nutzerwachstum und ein deutlicher Gewinnsprung lassen die Aktie zweistellig zulegen. Nach Jahren des Fokus auf Expansion zeigt Spotify nun, wie profitabel das Streaming-Geschäft skaliert werden kann – und übertrifft damit die eigenen Prognosen. Doch wie nachhaltig sind die neuen Höchstwerte bei Nutzern, Margen und Cashflow wirklich, und was bedeutet das für Anleger?

Spotify Technology S.A.: Wie stark war das Spotify Quartal?

Spotify Technology S.A. meldet für das vierte Quartal 2025 ein Rekordwachstum bei den monatlich aktiven Nutzern. Insgesamt wurden 38 Millionen neue Nutzer gewonnen, sodass die Plattform nun auf 751 Millionen MAUs kommt. Das Wachstum von 11 % im Jahresvergleich lag klar über den eigenen Prognosen von 745 Millionen. Getrieben wurde das Spotify Quartal vor allem von der viralen „Wrapped“-Kampagne und einer überarbeiteten kostenlosen Stufe, die mehr Nutzer in den Funnel holt.

Auch auf der Ertragsseite überzeugt das Spotify Quartal: Der Umsatz steigt auf rund 4,5 bis 4,53 Milliarden Euro und liegt damit im Rahmen der Markterwartungen. Wichtiger für die Börse ist jedoch die Margenentwicklung. Die Bruttomarge klettert auf einen Rekordwert von rund 33 %, was den strategischen Schwenk weg vom reinen Wachstum hin zu höherer Profitabilität bestätigt.

Die Zahl der zahlenden Premium-Abonnenten wächst um 10 % auf 290 Millionen. Preissteigerungen in den USA und weiteren Märkten – etwa auf 12,99 bis 13 Dollar für Einzelabos – haben das Wachstum nicht ausgebremst. Stattdessen zeigt sich die Preismacht des Marktführers im Musikstreaming deutlich.

Spotify Technology S.A.: Woher kommt der Gewinnsprung?

Unter dem Strich meldet Spotify Technology S.A. einen deutlichen Ergebnisanstieg. Der operative Gewinn legt auf rund 701 Millionen Euro zu und übertrifft die vorherige Prognose spürbar. Gleichzeitig steigen die Nettogewinne auf knapp 1,2 Milliarden Euro beziehungsweise gut 4,40 Euro je Aktie. Treibende Faktoren sind neben den Preiserhöhungen vor allem strikte Kostensenkungen und rückläufige operative Aufwendungen, die um etwa 10 % gesunken sind.

Im Gesamtjahr erhöht sich der Umsatz auf knapp 17,2 Milliarden Euro, während die operative Marge in den niedrigen zweistelligen Bereich hineinwächst. Das Management um die neuen Co-CEOs Gustav Söderström und Alex Norström wertet das Spotify Quartal als frühen Beleg dafür, dass die Plattform skalierbar profitabel betrieben werden kann. Ergänzt wird dies durch einen starken Free Cashflow von über 800 Millionen Dollar im Quartal und rund 2,9 Milliarden (umgerechnet) im Gesamtjahr.

Operativ setzt das Unternehmen gezielt auf Engagement-Treiber: KI-basierte Features wie AI-DJ, Prompted Playlists und mehr als 50 neue Funktionen im Jahr 2025 sollen dafür sorgen, dass Nutzer länger bleiben – und höherwertige Abos attraktiv werden. Besonders dynamisch entwickeln sich Video-Podcasts, deren Nutzung seit Start des Partnerprogramms um über 90 % zugelegt hat.

Spotify Technology S.A. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Spotify Technology S.A.: Was sagen Ausblick und Analysten?

Für das laufende erste Quartal 2026 peilt Spotify Technology S.A. 759 Millionen monatlich aktive Nutzer und 293 Millionen Premium-Abonnenten an. Beim Umsatz stellt das Management rund 4,5 Milliarden Euro in Aussicht, beim operativen Ergebnis etwa 660 Millionen Euro. Die Bruttomarge soll bei rund 32,8 % liegen und im Jahresverlauf weiter zulegen. Zudem erwartet das Unternehmen ein ARPU-Wachstum von 5 bis 6 % – unterstützt durch die jüngsten Preiserhöhungen.

Die Börse honoriert das Spotify Quartal entsprechend: Nach vorbörslichen Sprüngen von 12 bis knapp 20 % notiert die Aktie im regulären Handel rund 14,8 % im Plus bei 476,12 Dollar. Zuvor war der Kurs von seinen Hochs aus um nahezu 50 % zurückgekommen. Viele Investoren sehen die aktuellen Zahlen daher als Ausgangspunkt für einen Rebound.

Auch die Analysten drehen den Daumen nach oben. Goldman Sachs hat Spotify auf „Buy“ mit einem erhöhten Kursziel von 700 Dollar eingestuft. Die Citigroup folgt mit einem „Buy“-Rating und einem Ziel von 650 Dollar. Beide Häuser verweisen auf die Kombination aus Preishebel, Nutzerwachstum und steigenden Margen. Ergänzend betont MarketBeat, dass die Aktie trotz des Kurssprungs noch rund ein Drittel unter früheren Höchstständen notiert und die aktuelle Bewertung damit vor allem vom künftigen Margenausbau abhängig bleibt.

„Das Spotify Quartal zeigt, dass wir hohes Wachstum und Profitabilität gleichzeitig liefern können – 2026 ist für uns das Jahr, in dem wir die Ambition noch einmal deutlich erhöhen.“
— Alex Norström, Co-CEO von Spotify Technology S.A.

Fazit

Für Anleger steht damit ein Spotify Quartal im Fokus, das sowohl Wachstums- als auch Qualitätsinvestoren anspricht: Rekord-Nutzerzahlen, historisch hohe Bruttomargen und ein klarer Ausblick auf weiter steigende Profitabilität.

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Coca-Cola Quartal Q4 2025: Umsatz-Miss, BODYARMOR-Abschreibung und vorsichtiger 2026-Ausblick verunsichern Anleger

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10.02.26 21:18 Uhr

The Coca-Cola Company

Das aktuelle Coca-Cola Quartal sorgt trotz solider Gewinnentwicklung für Unruhe an der Börse. Während der Konzern beim Ergebnis je Aktie leicht über den Erwartungen lag, verfehlte der Umsatz die Prognosen. Zusätzlich belastet eine fast milliardenschwere Abschreibung auf die Sportgetränkemarke BODYARMOR das operative Ergebnis deutlich. Anleger fragen sich nun, ob der vorsichtige Ausblick für 2026 ein Warnsignal ist – oder eher eine Chance für langfristig orientierte Investoren.

Coca-Cola Quartal: Wie fielen Umsatz und Gewinn aus?

The Coca-Cola Company meldete für das vierte Quartal 2025 Erlöse von 11,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 2 % gegenüber dem Vorjahr. Organisch – also bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte – legte der Umsatz um solide 5 % zu. Dennoch blieb Coca-Cola beim Umsatz unter den Markterwartungen von rund 12,0 Milliarden Dollar, was das aktuelle Coca-Cola Quartal deutlich überschattet.

Auf der Ergebnissseite fällt das Bild freundlicher aus: Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 6 % auf 0,58 US-Dollar und lag damit leicht über den Konsensschätzungen von 0,56 bis 0,57 US-Dollar. Unterm Strich erzielte Coca-Cola einen Nettogewinn von rund 2,3 Milliarden Dollar beziehungsweise 0,58 Dollar je Aktie. Damit setzt der Konzern seine Serie kleiner, aber konstanter Gewinnüberraschungen fort, auch wenn der Umsatz-Miss das Sentiment dominiert.

Im Gesamtjahr 2025 kletterte der Umsatz auf 47,9 Milliarden Dollar (+2 %), organisch um 5 %. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 3,00 Dollar (+4 %), während der ausgewiesene Gewinn von 3,04 Dollar je Aktie dank geringerer Sonderbelastungen sogar um 23 % anzog.

Was steckt hinter der BODYARMOR-Belastung bei Coca-Cola?

Der größte Schock im Coca-Cola Quartal ist der Einbruch des operativen Ergebnisses: Es sank im Schlussquartal um 32 %. Hauptgrund ist eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 960 Millionen US-Dollar auf die Sportgetränkemarke BODYARMOR. Dieser Abschreiber drückt das berichtete Ergebnis massiv, ohne das laufende Cashflow-Profil des Kerngeschäfts zu verändern.

Bereinigt um Sondereffekte und auf währungsneutraler Basis zeigt sich ein deutlich stabileres Bild: Das vergleichbare operative Ergebnis legte um 13 % zu. Treiber waren das organische Umsatzwachstum, Preissteigerungen von im Schnitt rund 4 % sowie Kostenkontrolle. Zudem zeigen wichtige Marken Stärke: Das Absatzvolumen von Coca-Cola Zero Sugar stieg im Quartal um 13 %, Diet Coke und Coca-Cola Light legten leicht zu. In Nordamerika wuchsen Volumen und Preise zugleich – die Preise um 4 %, das Volumen um 1 %.

Belastend wirken dagegen mehrere internationale Märkte. In China und Indien bleibt die Nachfrage schwächer als erhofft, in Mexiko dämpft eine neue Softdrink-Steuer die Dynamik. Genau diese Unsicherheiten prägen auch den Ausblick.

The Coca-Cola Company Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Coca-Cola: Wie vorsichtig ist der Ausblick für 2026?

Für 2026 erwartet Coca-Cola ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 5 %. Das liegt leicht unter den rund 5 % Wachstum, die viele Analysten angesetzt hatten. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt das Management ein Plus von 7 bis 8 % an, nach 9 % Wachstum im Vorjahr. CEO James Quincey spricht von einem „realistischen, aber umsichtigen Ansatz“ angesichts der Unsicherheiten in wichtigen Auslandsmärkten.

An der Börse kommt diese Vorsicht schlecht an: Die Aktie, die seit Jahresbeginn bereits zweistellig zugelegt hatte und jüngst ein Allzeithoch markierte, korrigiert nun. Im US-Handel notiert Coca-Cola mit rund 76,69 Dollar etwa 1,65 % unter dem Vortag und gehört zu den schwächsten Werten im Dow Jones. In Europa liegen die Kurse je nach Handelsplatz rund 2 bis 4 % im Minus.

Dennoch bleibt die Kapitalrückgabe an die Aktionäre ein starkes Argument: 2025 zahlte Coca-Cola 8,8 Milliarden Dollar Dividenden und erhöhte diese zum 63. Mal in Folge. Für 2026 sind etwa 12,2 Milliarden Dollar freien Cashflows geplant, zudem besteht noch eine Aktienrückkauf-Ermächtigung von rund 5,2 Milliarden Dollar.

Wie reagieren Analysten auf das Coca-Cola Quartal?

Trotz der Kursreaktion sehen mehrere Häuser weiter Potenzial. Wells Fargo hebt das Kursziel auf 87 US-Dollar an, Jefferies sogar auf 88 Dollar. Beide verweisen auf die robuste Entwicklung der Kernmarken, den Fokus auf zuckerfreie Getränke und die starke Cashflow-Generierung, auch wenn das Coca-Cola Quartal beim Umsatz enttäuscht hat.

Auf der Wettbewerbsseite investiert PepsiCo verstärkt in gesündere Snacks und funktionale Getränke, während Coca-Cola sein Portfolio mit Protein- und Hydrationsmarken wie Fairlife und BODYARMOR verbreitert und neue Produkte wie prebiotische Limonaden testet. Entscheidend wird sein, ob der zum 31. März antretende neue CEO Henrique Braun die internationale Schwächephasen drehen und das Vertrauen in ein nachhaltiges mittelfristiges Wachstum zurückgewinnen kann.

Wir haben einen realistischen, aber umsichtigen Ansatz in Bezug auf internationale Märkte gewählt, bei denen wir im Laufe des Jahres 2026 Verbesserungen sehen müssen.
— James Quincey, CEO von Coca-Cola

Fazit

Für Anleger bleibt Coca-Cola damit ein klassischer Qualitätswert, der aktuell unter den Nachwirkungen des BODYARMOR-Abschreibers, dem Umsatz-Miss und dem vorsichtigen 2026-Ausblick leidet, zugleich aber mit stabilen Margen, einer attraktiven Dividende und einem defensiven Geschäftsmodell punktet.

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Palantir Quartal mit 70 % Umsatzsprung: Warum die Aktie trotz Rekordwachstum um 2,98 % faellt und was Anleger jetzt wissen muessen

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10.02.26 20:46 Uhr

Palantir Technologies Inc.

Das juengste Palantir Quartal liefert beeindruckende Wachstumszahlen – doch die Aktie von Palantir Technologies Inc. reagiert mit Kursverlusten. Umsatzspruenge im zweistelligen Prozentbereich, ein vervielfachter Gewinn und starke Impulse aus dem US-Commercial-Geschäft treffen auf eine extrem hohe Bewertung und wachsende Skepsis am Markt. Gleichzeitig warnen prominente Investoren vor charttechnischen Risiken, während andere Analysten neue Kursziele ausrufen. Der Artikel ordnet die Zahlen ein, beleuchtet die Gruende für den Kursrueckgang und zeigt, welche Marken Anleger jetzt im Blick behalten sollten.

Palantir Technologies Inc.: Was steckt im starken Palantir Quartal?

Im jüngsten Palantir Quartal meldete Palantir Technologies Inc. einen Umsatz von rund 1,4 Mrd. US‑Dollar – ein Wachstum von etwa 70 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders eindrucksvoll war erneut das US‑Commercial-Segment, dessen Erlöse um 137 % auf 507 Mio. US‑Dollar ansprangen. Auch das Government-Geschäft legte kräftig um 66 % zu. Unterm Strich kletterte der bereinigte Gewinn auf 608,7 Mio. US‑Dollar, das entspricht einem 7,7‑fachen Zuwachs, die bereinigte EPS lag bei 0,25 US‑Dollar und übertraf damit die Markterwartungen.

Für 2026 peilt Palantir einen Jahresumsatz von rund 7,2 Mrd. US‑Dollar an, was einem erwarteten Wachstum von über 60 % entsprechen würde. Beim Gewinn je Aktie sehen Prognosen bis 2027 eine Steigerung in Richtung 1,78 US‑Dollar. CEO Alex Karp sprach von den „besten Ergebnissen in der Tech‑Branche der letzten Dekade“ und Chief Revenue Officer Ryan Taylor sieht das Unternehmen „mit extrem starker Ausgangslage“ in das neue Jahr starten.

Palantir Technologies Inc.: Warum fällt die Aktie trotz Rekordzahlen?

Die Diskrepanz zwischen starkem Palantir Quartal und schwacher Kursentwicklung hat vor allem mit der Bewertung zu tun. Die Aktie handelte zeitweise bei KGVs von 300 bis 600, aktuell liegt das erwartete Kurs‑Gewinn‑Verhältnis je nach Schätzung immer noch zwischen etwa 110 und 125. Das Kurs‑Umsatz‑Verhältnis bewegt sich im Bereich von 70 bis 75 – deutlich höher als bei den meisten Softwarewerten.

Damit ist Palantir klar „priced for perfection“: Der Markt verlangt, dass das derzeitige Wachstumstempo langfristig gehalten wird. Gleichzeitig schalten viele Investoren angesichts höherer Zinsen und konjunktureller Unsicherheiten einen Gang zurück bei hoch bewerteten Wachstumswerten. 2026 liegt die Aktie rund 20 % im Minus, während der S&P 500 leicht im Plus ist. Rückgänge von 30 bis 40 % vom Hoch machen deutlich, wie empfindlich die Aktie auf jede Form von Enttäuschung oder Stimmungswechsel reagiert.

Palantir Technologies Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Palantir Technologies Inc.: Analysten zwischen Euphorie und Vorsicht

Beim Blick auf das Palantir Quartal zeigen sich auch die Analysten gespalten. Das japanische Investmenthaus Daiwa Securities hat die Aktie jüngst auf „Kaufen“ hochgestuft und ein Kursziel von 180 US‑Dollar ausgegeben. Begründet wird dies mit einem klaren Schub hin zu größeren KI‑Verträgen und dem aus Analystensicht wachsenden „Moat“ im Bereich Unternehmens‑ und Regierungs‑Software.

Parallel dazu signalisieren andere Häuser Zurückhaltung: Weniger als die Hälfte der von S&P Global erfassten Analysten empfiehlt momentan einen Kauf. Manche verweisen auf ein PEG‑Ratio um 3,5 bis 3,6 und bezweifeln, dass Palantir die aktuell eingepreisten Wachstumsraten über viele Jahre halten kann. Hinzu kommt, dass das internationale Commercial‑Business mit nur rund 8 % Wachstum im Quartal klar hinter dem US‑Geschäft zurückblieb – auch, weil Palantir nach eigenen Angaben personelle Engpässe außerhalb der USA hat und auf Übernahmen aus kulturellen Gründen verzichtet.

Palantir Technologies Inc.: Charttechnik, Burry-Warnung und Unterstützungen

Technisch wirkt die Aktie angeschlagen: Der 200‑Tage‑Durchschnitt wurde von oben nach unten durchbrochen und bislang nicht nachhaltig zurückerobert. Wichtige Unterstützungen werden im Bereich von 130 und 125 US‑Dollar gesehen. Kurzfristig kam es von Tiefs um 125/128 US‑Dollar zwar bereits zu einer kräftigen Gegenbewegung, doch prominente Stimmen warnen vor weiterem Abwärtspotenzial.

Star‑Investor Michael Burry etwa sieht in der Kursentwicklung eine ausgeprägte Kopf‑Schulter‑Formation und hält einen Rutsch in Zonen um 90 bis hin zu 50–60 US‑Dollar für möglich. Er hat seine Skepsis zudem mit einer großen Optionswette unterlegt, die auf stark fallende Kurse bis 2027 setzt. Dem gegenüber stehen Investoren, die die Korrektur von rund 34 % vom Hoch als Einstiegschance in einen KI‑Champion werten, dessen KGV durch steigende Gewinne perspektivisch in zweistellige Regionen fallen könnte.

Wir starten mit einer extrem starken Ausgangslage in das Jahr und gehen mit unerschütterlicher Überzeugung als definierendes Enterprise-Software-Unternehmen dieser Generation nach vorn.
— Ryan Taylor, Chief Revenue Officer von Palantir

Fazit

Für Privatanleger bedeutet das Palantir Quartal damit eine klare Typfrage: Wachstumsorientierte Investoren sehen in den 70 % Umsatzplus, den boomenden US‑Commercial‑Deals und der starken Government‑Pipeline Argumente für einen langfristigen Einstieg trotz hoher Schwankungen. Vorsichtige Anleger dürften eher abwarten, ob sich Kurs und Bewertung weiter normalisieren. Entscheidend wird sein, ob die kommenden Quartale das Momentum bestätigen und Palantir auch international stärker zündet.

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Commerzbank Jahresergebnis 2025: Wie der übertroffene Gewinn, höhere Dividende und neues Aktienrückkaufprogramm Anleger beeinflusst

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10.02.26 17:36 Uhr

Commerzbank AG

Das Commerzbank Jahresergebnis für 2025 sorgt für Gesprächsstoff am Markt: Trotz hoher Restrukturierungskosten übertrifft die Bank ihr Gewinnziel klar, erhöht die Dividende deutlich und legt ein weiteres Aktienrückkaufprogramm auf. Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob die Kombination aus Rekordüberschuss, hoher Kapitalrückgabe und strategischem Umbau die Aktie auf ein neues Bewertungsniveau heben kann – oder ob bereits zu viel Optimismus im Kurs eingepreist ist.

Commerzbank Jahresergebnis übertrifft Ziel: Was steckt dahinter?

Die Commerzbank AG hat für 2025 ein vorläufiges IFRS-Nettoergebnis von 2,63 Milliarden Euro ausgewiesen, nach 2,68 Milliarden Euro im Rekordjahr 2024. Damit liegt das Commerzbank Jahresergebnis rund 130 Millionen Euro über dem zuletzt kommunizierten Ziel von 2,5 Milliarden Euro – und das trotz erheblicher Restrukturierungskosten für den Stellenabbau. Bereinigt um diese Aufwendungen erreicht der Überschuss sogar 3 Milliarden Euro, was einem Plus von rund 13 Prozent gegenüber 2024 entspricht und einen neuen Bestwert markiert.

Die Umbaukosten stehen im Zusammenhang mit der im Rahmen der Strategie „Momentum” geplanten Streichung von rund 3.900 Vollzeitstellen bis Ende 2027, davon 3.300 in Deutschland. Für Abfindungen und weitere Strukturmaßnahmen waren einmalig etwa 700 Millionen Euro veranschlagt worden. Ohne diesen Sondereffekt zeigt das Commerzbank Jahresergebnis, dass das operative Geschäft deutlich an Profitabilität gewonnen hat.

Der Markt reagierte zunächst positiv: Zwischenzeitlich zählte die Aktie im DAX zu den stärkeren Werten, bevor die Gewinne im Tagesverlauf größtenteils wieder abgegeben wurden. Aktuell notiert das Papier bei 35,26 Euro und damit leicht unter dem Vortagesschluss von 35,45 Euro.

Commerzbank AG: Dividende steigt deutlich an

Für die Aktionäre der Commerzbank AG ist das Commerzbank Jahresergebnis vor allem wegen der kräftig erhöhten Ausschüttung interessant. Der Vorstand will der Hauptversammlung am 20. Mai 2026 eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr waren es noch 0,65 Euro je Anteilsschein. Das Ausschüttungsvolumen dürfte sich damit auf rund 1,2 Milliarden Euro summieren und liegt damit spürbar über den Markterwartungen, die im Konsens bei etwa 0,97 Euro je Aktie lagen.

Parallel zur Dividende setzt die Bank ihren eingeschlagenen Kurs einer umfassenden Kapitalrückgabe fort. In Summe sollen für das Geschäftsjahr 2025 rund 2,7 Milliarden Euro an die Anteilseigner fließen – etwas mehr, als ursprünglich in der Strategie „Momentum” in Aussicht gestellt wurde. Darin enthalten ist ein bereits im Dezember 2025 abgeschlossenes Rückkaufprogramm über rund 1 Milliarde Euro.

Vorstandschefin Bettina Orlopp betont, man wolle die Investorinnen und Investoren am sehr erfolgreichen Jahr teilhaben lassen. Die Kapitalrückgabe entspricht 100 Prozent des Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach Abzug der AT1-Kuponzahlungen und unterstreicht die aktuelle Ausschüttungspriorität des Hauses.

Commerzbank AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Commerzbank AG startet sechstes Aktienrückkaufprogramm

Zusätzlich zur Dividende hat der Vorstand einen weiteren Rückkauf eigener Aktien im Volumen von bis zu 540 Millionen Euro beschlossen. Das Programm startet am 12. Februar 2026 und soll spätestens bis zum 26. März 2026 abgeschlossen sein. Die dafür erworbenen Aktien der Commerzbank AG sollen zu einem späteren Zeitpunkt eingezogen werden, was den Gewinn je Aktie strukturell erhöhen dürfte.

Es handelt sich bereits um den sechsten Aktienrückkauf seit 2023 und ist ein zentraler Baustein, um den Kurs zu stützen und die Attraktivität der Aktie im Ringen mit Großaktionär UniCredit zu erhöhen. Die wöchentlichen Fortschritte des Programms will die Bank auf ihrer Website veröffentlichen. Im Zusammenspiel mit der Dividende ergibt sich eine für 2025 außergewöhnlich hohe Gesamtrendite für Anteilseigner.

Analysten hatten im Vorfeld mit einem soliden, aber weniger spektakulären Paket gerechnet. Während konkrete neue Kursziele von Häusern wie Citigroup, RBC Capital Markets oder Goldman Sachs im aktuellen Zahlenpaket noch nicht bekannt wurden, verweisen Marktbeobachter darauf, dass der Überschuss und der Dividendenvorschlag leicht über den Konsensschätzungen liegen. Beim Rückkaufvolumen hätten sich einige Investoren jedoch etwas mehr erhofft, was den verhaltenen Kursverlauf am Nachmittag mit erklärt.

Was bedeutet das Commerzbank Jahresergebnis für UniCredit?

Das starke Commerzbank Jahresergebnis ist auch im Kontext des schwelenden Übernahmekonflikts mit UniCredit zu sehen. Die italienische Bank hält inzwischen gut 26 Prozent direkt an der Commerzbank AG und hat sich über Finanzinstrumente Zugriff auf weitere gut drei Prozent gesichert. Damit liegt UniCredit knapp unter der Schwelle von 30 Prozent, ab der ein Pflichtangebot fällig wäre. Die Bundesregierung, die rund 12 Prozent der Anteile hält, hat eine Komplettübernahme allerdings klar abgelehnt.

UniCredit-Chef Andrea Orcel betont, ein Zusammenschluss sei weiterhin eine Option, sofern Zeitpunkt und Konditionen passen. Gleichzeitig schreckt der hohe Commerzbank-Aktienkurs vor einem schnellen Vorstoß zurück. Für die Frankfurter Bankführung ist das Commerzbank Jahresergebnis daher auch ein Mittel, die Eigenständigkeit zu untermauern: höhere Profitabilität, attraktive Ausschüttungen und ein kontinuierlicher Abbau von Kosten sollen die Aktie für bestehende Investoren interessant halten und potenzielle Übernehmer bremsen.

Die vollständigen, detaillierten Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 will die Bank am morgigen Mittwoch vorlegen. Dann dürfte sich zeigen, ob die operative Ertragsbasis und die Risikovorsorge das aktuelle Bewertungsniveau rechtfertigen und wie nachhaltig der eingeschlagene Kurs tatsächlich ist.

2025 war für die Commerzbank ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr, und wir möchten unsere Investorinnen und Investoren an diesem Erfolg teilhaben lassen.
— Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank AG

Fazit

Das starke Commerzbank Jahresergebnis 2025, kombiniert mit einer deutlich erhöhten Dividende und einem weiteren Aktienrückkauf, unterstreicht die gestiegene Ertragskraft der Bank. Für Anleger ergibt sich damit ein äußerst attraktives Ausschüttungspaket, das die Aktie trotz nur moderater Kursreaktion fundamental stützt. Die nächsten Quartalszahlen und der weitere Umgang mit dem Großaktionär UniCredit werden zeigen, ob die Commerzbank AG ihren Momentum-Kurs erfolgreich fortsetzen kann.

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