SP500 6.856,47 -0,74%DJ30 48.904,96 -1,44%NAS100 24.802,26 -0,77%GER40 24.976,20 -0,73%EU50 6.108,75 -0,34%BTCUSD 63.258,98 -2,03%ETHUSD 1.826,82 -1,91%VIX 20,98 +3,08% SP500 6.856,47 -0,74%DJ30 48.904,96 -1,44%NAS100 24.802,26 -0,77%GER40 24.976,20 -0,73%EU50 6.108,75 -0,34%BTCUSD 63.258,98 -2,03%ETHUSD 1.826,82 -1,91%VIX 20,98 +3,08%
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Rational Quartal: Marge glänzt, Aktie +10%

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05.02.26 11:51 Uhr

Rational AG

Die Rational AG hat mit ihrem jüngsten Quartalsbericht die Erwartungen klar übertroffen. Umsatz, Marge und Kursreaktion der Aktie sorgen am Markt für Aufmerksamkeit – Anleger fragen sich nun, wie nachhaltig der aktuelle Aufschwung ist und was das starke Rational Quartal für den Ausblick bedeutet.

Rational AG: Wie stark war das Schlussquartal?

Im vierten Quartal 2025 erzielte dieRational AGUmsatzerlöse von 341 Millionen Euro und damit ein neues Rekordhoch. Auf Jahressicht kletterte der Umsatz um 6 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte entsprach das einem Plus von 8 Prozent und damit exakt dem mittleren bis hohen einstelligen Wachstumspfad, den das Management anpeilt. CEOPeter Stadelmannsprach von dem umsatzstärksten Dezember der Unternehmensgeschichte und hob den konsequenten Ausbau der Vertriebskapazitäten als zentralen Wachstumstreiber hervor.

Das viel beachtete Rational Quartal bestätigte zudem die Robustheit des Geschäftsmodells trotz Gegenwinds durch Inflation, US-Zölle und einen schwächeren Dollar. Besonders stark entwickelten sich die Regionen Europa (ohne Deutschland) mit 9 Prozent Umsatzplus und Nordamerika mit 8 Prozent Zuwachs. Lateinamerika legte 6 Prozent zu, während Deutschland mit 4 Prozent hinterherhinkte und Asien rund 11 Prozent unter dem Vorjahr lag.

Rational Quartal: Marge klar über Prognose – warum?

Beim Ergebnis setzte das jüngste Rational Quartal ein weiteres Ausrufezeichen: Das EBIT stieg 2025 um 6 Prozent auf 333 Millionen Euro – ebenfalls ein Rekordwert. Entscheidender für den Markt war jedoch die Profitabilität: Die EBIT-Marge erreichte26,4 Prozentund lag damit nicht nur leicht über dem Vorjahreswert von 26,3 Prozent, sondern auch über der eigenen Zielspanne von rund 26 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit weniger gerechnet.

CFOJörg Walterführte die starke Marge auf sinkende Beschaffungskosten, das kräftige Umsatzwachstum zum Jahresende und ein konzernweites Effizienzprogramm zurück, das seit dem dritten Quartal 2024 läuft. Bemerkenswert: Trotz spürbar höherer Ausgaben für Forschung und Entwicklung zur Absicherung künftiger Innovationen gelang es, das Kostenwachstum zu begrenzen. Die Produktgruppe iVario legte beim Umsatz um 10 Prozent zu, iCombi um 5 Prozent – ein Mix, der die Premium-Marge zusätzlich stützte.

raa.de tageschart februar 2026

Rational AG: Wie reagiert die Aktie auf das Rational Quartal?

An der Börse wurde das starke Rational Quartal mit einem deutlichen Kurssprung honoriert. Die Aktie derRational AGnotiert aktuell bei rund 733,50 Euro und damit gut 10 Prozent über dem Vortagesschluss von 665,00 Euro. Zwischenzeitlich wurden im Tagesverlauf Kurse von bis zu 772 Euro erreicht – das höchste Niveau seit Mai des vergangenen Jahres. Charttechnisch ließ der Titel damit die 21-, 50- und 200-Tage-Linie hinter sich und durchbrach den zuvor dominierenden leichten Abwärtstrend.

Analysten zeigen sich beeindruckt:RBC-Analyst Sebastian Kuenne, der die Aktie weiterhin mit „Underperform“ bewertet, sprach dennoch von „extrem starken“ Resultaten im Schlussquartal und hob nach einem Managementgespräch die Disziplin im Kostenmanagement hervor.Goldman Sachssieht durch das starke Rational Quartal steigende Markterwartungen für 2026 und verweist auf die klare Verbesserung des charttechnischen Bildes.Bernstein-Analyst Philippe Lorrainbetonte, dass die operative Marge über der eigenen Prognose lag; sein Kursziel von 1.070 Euro impliziert ausgehend vom aktuellen Kurs ein Aufwärtspotenzial von mehr als 40 Prozent.

Rational AG: Was bedeutet das Rational Quartal für den Ausblick?

Strategisch sieht sich dieRational AGhervorragend positioniert. Das Unternehmen verweist auf eine sehr solide Bilanz, eine komfortable Liquiditätslage und ein weiterhin großes Marktpotenzial für effiziente Küchentechnologie – insbesondere in Europa und Nordamerika. Der systematische Ausbau des Vertriebs soll auch 2026 für nachhaltiges Wachstum sorgen. Detaillierte Kennzahlen, der Dividendenvorschlag für 2025 und eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr will Rational am 19. März vorlegen.

Für Anleger bleibt damit das aktuelle Rational Quartal ein wichtiger Referenzpunkt: Die Kombination aus erneutem Rekordjahr, stabil hoher EBIT-Marge und einem klaren Kurssprung stärkt das Vertrauen in die langfristige Ertragskraft. Zugleich bleibt das Management mit Blick auf Kostensteigerungen und die Schwäche in Asien vorsichtig, was Raum für selektives Erwartungsmanagement lässt.

Fazit

Das jüngste Rational Quartal bestätigt die Rolle der Rational AG als hochprofitablen Qualitätswert mit intakter Wachstumsgeschichte. Für Anleger unterstreicht die starke Marge die Attraktivität des Titels, auch nach dem zweistelligen Kurssprung. Die nächsten Zahlen und der Ausblick im März werden zeigen, ob das Rational Quartal den Startschuss für eine nachhaltige Trendwende nach oben markiert.

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Rheinmetall Prognose: -7% Absturz oder Chance?

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05.02.26 11:29 Uhr

Rheinmetall AG

Die Aktie der Rheinmetall AG gerät nach der neuen Prognose für 2025 und dem ersten Ausblick auf 2026 kräftig unter Druck. Anleger fragen sich, ob der Kursrutsch von rund 7 Prozent ein Warnsignal für weitere Verluste ist – oder eine Gelegenheit, um bei der DAX-Rüstungsaktie günstiger einzusteigen. Im Fokus stehen nun die aktualisierten Umsatzziele, die Reaktionen der Analysten und die Rolle geopolitischer Entwicklungen für die weitere Kursentwicklung.

Rheinmetall Prognose: Was verunsichert die Anleger?

Auslöser der Verkaufswelle ist eine präzisierteRheinmetall Prognosefür das Geschäftsjahr 2025 sowie eine erste Umsatzaussage für 2026. Für 2025 stelltRheinmetall AGnun einen Umsatz von rund 13,6 Milliarden Euro in Aussicht. Damit liegt das Management etwa zwölf Prozent unter den bisherigen Markterwartungen, die sich auf Datendiensten wie Visible Alpha ablesen lassen. Noch stärker ins Gewicht fällt, dass die Tonlage im Analystencall eher vorsichtig ausfiel, obwohl der Konzern weiterhin von einem robusten Wachstum des Verteidigungsgeschäfts ausgeht.

Für 2026 nennt Rheinmetall einen operativen Umsatzkorridor von 15 bis 16 Milliarden Euro. Dabei verweist das Management auf einen Konsolidierungseffekt von rund zwölf Prozent, der den berichteten Umsatz um etwa 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro drücken dürfte. Gleichzeitig bestätigt der Konzern für das Verteidigungssegment 2025 ein Wachstum von 30 bis 35 Prozent bei einer operativen Marge von 18,5 bis 19 Prozent sowie einer Cash Conversion deutlich über 50 Prozent. Dennoch dominiert an der Börse zunächst die Enttäuschung darüber, dass die neue Rheinmetall Prognose klar hinter den ambitionierten Erwartungen vieler Investoren zurückbleibt.

Rheinmetall: Wie reagieren die Analysten?

Besonders deutlich fällt die Reaktion der großen Investmentbanken aus. Die US-BankJPMorganhat ihr Kursziel für die Aktie von Rheinmetall von 2.250 auf 2.130 Euro gesenkt, behält aber das Rating „Overweight“ bei. AnalystDavid Perrykürzte seine Gewinnschätzungen bis 2030 um bis zu 14 Prozent und begründet dies mit einem schwieriger als erwartet verlaufenden Produktionshochlauf. Gleichzeitig betont er jedoch, dass er weiterhin von einem außergewöhnlich starken Umsatz- und Ergebniswachstum in den kommenden fünf Jahren ausgeht und die Bewertung der Aktie trotz Rücksetzer als attraktiv einstuft.

Auch die InvestmentbankJefferiesreagierte und reduzierte ihr Kursziel für Rheinmetall von 2.170 auf 2.060 Euro, die Einstufung „Buy“ bleibt aber bestehen. AnalystinChloe Lemarieverweist auf die nun kommunizierten Umsätze für 2025 und die Erlöserwartungen 2026, die klar unter den bisherigen Konsensschätzungen liegen. Zudem deuteten die Aussagen zur Profitabilität auf ein operatives Ergebnis unter Markterwartung hin. Die Mehrheit der Analysten bleibt trotz der Anpassungen positiv: Laut Erhebungen vonBloombergempfehlen 24 von 28 Experten weiterhin den Kauf der Aktie, einige – darunter UBS und Morgan Stanley – sehen Kursziele von bis zu 2.500 Euro.

rhm.de tageschart februar 2026

Rheinmetall AG: Rolle von Geopolitik und Charttechnik

Neben der neuenRheinmetall Prognosespielen auch geopolitische Faktoren eine Rolle. Die laufenden Gespräche zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi nähren Hoffnungen auf einen möglichen Waffenstillstand. Schon die Aussicht auf diplomatische Fortschritte reicht aus, um Rüstungswerte wie Rheinmetall, Hensoldt, Renk und TKMS unter Druck zu bringen. Marktteilnehmer verweisen darauf, dass ein nachhaltiger Rückgang der Kriegsintensität mittelfristig die Dynamik im Auftragsgeschäft bremsen könnte – auch wenn die NATO-Staaten weiterhin hohe Investitionsbedarfe in ihre Verteidigungsfähigkeiten haben.

Charttechnisch wirkt das Bild angeschlagen: Die Aktie vonRheinmetall AGist unter die viel beachtete 200-Tage-Linie gefallen und notiert mit 1.562,50 Euro deutlich unter dem Vortagesschluss von 1.679,50 Euro, was einem Minus von rund 6,97 Prozent entspricht. Seit Mai vergangenen Jahres bewegt sich der Titel in einer breiten Seitwärtszone, deren Untergrenze nun wieder in Reichweite kommt. Trader sehen im Bruch der gleitenden Durchschnittslinie ein technisches Verkaufssignal, während langfristig orientierte Investoren den Rücksetzer als potenzielle Einstiegsgelegenheit werten könnten.

Rheinmetall Prognose: Chance oder Warnsignal für Anleger?

Im Hintergrund bleibt das strukturelle Wachstumsszenario intakt: Rheinmetall erwartet für die kommenden vier Quartale allein aus Deutschland Aufträge in Höhe von rund 67 Milliarden Euro, inklusive des umfangreichen „Arminius“-Boxer-Pakets. Für 2026 stellt der Konzern einen Auftragseingang von etwa 80 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von rund 135 Milliarden Euro in Aussicht. Insbesondere das Munitionsgeschäft soll bis 2026 von 3,5 auf etwa fünf Milliarden Euro wachsen und bleibt der profitabelste Bereich. Gleichzeitig arbeitet Rheinmetall an der Trennung vom Automotive-Geschäft und meldet, 2025 ohne Nettoverschuldung abgeschlossen zu haben.

Fazit

Für Anleger bedeutet die aktuelle Rheinmetall Prognose einen Spagat: Kurzfristig dominieren verfehlte Erwartungen, gesenkte Kursziele und charttechnische Schwäche, mittel- bis langfristig stützen jedoch volle Auftragsbücher und hohe Verteidigungsetats das Investment-Case. Wer bereits investiert ist, sollte die kommenden Quartalszahlen und mögliche weitere Anpassungen der Analystenschätzungen genau beobachten. Neueinsteiger können den Rücksetzer nutzen, sollten aber die erhöhte Volatilität und die starke Abhängigkeit von geopolitischen Entwicklungen einkalkulieren.

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Qualcomm Quartal: -9,7% Absturz nach Rekordzahlen

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04.02.26 22:00 Uhr

QUALCOMM Incorporated

Das aktuelle Qualcomm Quartal liefert Rekordzahlen bei Umsatz und Gewinn – dennoch bricht die Aktie nachbörslich deutlich ein. Anleger fragen sich nun, wie stark der Memory-Engpass den Ausblick belastet und ob Wachstumstreiber wie Automotive, IoT und KI den Gegenwind im Smartphone-Geschäft ausgleichen können.

Qualcomm Quartal: Was steckt hinter den Rekordzahlen?

Qualcomm Incorporatedmeldet für das erste Fiskalquartal 2026 einen Rekordumsatz von rund 12,3 Milliarden US‑Dollar. Damit liegt das Unternehmen leicht über den Konsensschätzungen von etwa 12,2 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie (Non‑GAAP EPS) erreicht 3,50 Dollar und übertrifft damit die erwarteten 3,41 Dollar. Im regulären Handel schloss die Aktie bei 148,89 US‑Dollar (+1,16 %), fiel aber im nachbörslichen Handel zeitweise zweistellig.

Treiber des starken Qualcomm Quartal waren vor allem das operative Kerngeschäft QCT mit 10,6 Milliarden Dollar Umsatz sowie eine robuste Nachfrage nach Premium‑Smartphones. Das Handset-Segment steuerte 7,8 Milliarden Dollar bei, ein Plus von rund 3 % im Jahresvergleich. Besonders erfreulich: Die QCT-Ebit-Marge kletterte auf 31 % und lag damit über der langfristigen Zielmarke von 30 %, was auf eine hohe Preissetzungsmacht im Premiumsegment hinweist.

Auch das Lizenzgeschäft QTL zeigte Stärke: Mit 1,6 Milliarden Dollar Umsatz und einer EBITDA-Marge von 77 % blieb der Bereich am oberen Ende der internen Spanne. Dennoch konnte der Gewinnanstieg von 3 % beim bereinigten EPS den Markt nicht beruhigen, da Investoren den Fokus sofort auf den Ausblick richteten.

Qualcomm Incorporated: Wie stark belastet der Memory-Engpass?

Das Problem im Qualcomm Quartal liegt nicht in der aktuellen Nachfrage, sondern in der Versorgungskette. Das Management macht klar, dass die globale Knappheit bei DRAM und anderen Speichern künftig die Anzahl produzierbarer Smartphones begrenzen dürfte. Hintergrund ist die stark steigende Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Rechenzentren, welche Produktionskapazitäten von klassischen Handset-Speichern abzieht.

CEOCristiano Amonbetont, dass die Lücke zwischen der eigenen Prognose und den bisherigen Markterwartungen vollständig auf diese Speicherproblematik zurückzuführen sei. Viele Smartphone-Hersteller – insbesondere in China – reduzierten derzeit ihre Build-Pläne und bauten Lagerbestände ab, weil Speicher teurer und knapper wird. FinanzchefAkash Palkhiwalaspricht sogar von einem „negativen Bias“ bei den Stückzahlen, sprich: Qualcomm rechnet mit eher niedrigeren Volumina im Handset-Geschäft als in der Vergangenheit.

Für das zweite Fiskalquartal erwartetQualcomm Incorporatednun einen Umsatz zwischen 10,2 und 11 Milliarden Dollar. Die Spanne liegt damit klar unter den Analystenschätzungen von rund 11,1 bis 11,2 Milliarden Dollar. Beim bereinigten EPS rechnet der Konzern mit 2,45 bis 2,65 Dollar, während der Konsens zuvor bei bis zu 2,87 bis 2,89 Dollar gelegen hatte. Besonders betroffen ist das QCT-Handsetgeschäft, das im nächsten Quartal nur noch etwa 6 Milliarden Dollar zum Umsatz beitragen soll.

qcom tageschart februar 2026

Qualcomm: Rückenwind durch Automotive, IoT und KI?

Trotz der kurzfristigen Belastungen im Smartphone-Kerngeschäft zeigt das Qualcomm Quartal deutliche Fortschritte bei den Wachstumsfeldern. Das Automotive-Segment legte um 15 % auf 1,1 Milliarden Dollar zu und soll im laufenden Quartal sogar um mehr als 35 % wachsen. Neue und erweiterte Partnerschaften mit globalen Autobauern sowie ein Letter of Intent mit der Volkswagen-Gruppe für Infotainment und Konnektivität unterstreichen die Dynamik.

Auch das IoT-Geschäft (inklusive Industrial, Consumer und Networking) wächst kräftig: Mit 1,7 Milliarden Dollar Umsatz ergibt sich ein Zuwachs von 9 % im Jahresvergleich. Produkte wie die Snapdragon-Plattformen für smarte Brillen und vernetzte Geräte sowie neue Robotics- und Industrial-PC-Lösungen (Dragon Wing IQ 10 und IQX) sollen die Basis für weiteres Wachstum bilden. Das Management stellt ein IoT-Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich für das nächste Quartal in Aussicht.

Strategisch setztQualcomm Incorporatedzudem verstärkt auf KI: Im PC-Bereich wurden Snapdragon-X-Plattformen mit deutlich höherer Single-Core-Performance und langer Akkulaufzeit vorgestellt, über 150 Designwins für Snapdragon-X-basierte Notebooks sind in Arbeit. Für Rechenzentren erwartet das Unternehmen erste nennenswerte Umsätze aus neuen KI-Chips ab dem Fiskaljahr 2027. Langfristige Ziele, darunter 8 Milliarden Dollar Umsatz im Automotive-Bereich und 14 Milliarden Dollar im IoT-Segment bis 2029, wurden bestätigt.

Finanziell bleibt Qualcomm aktionärsfreundlich: Im Quartal flossen insgesamt 3,6 Milliarden Dollar an die Anteilseigner, davon 2,6 Milliarden über Aktienrückkäufe und knapp 1 Milliarde Dollar über Dividenden. Zu aktuellen Einschätzungen von Investmentbanken wie Citigroup, Goldman Sachs oder RBC Capital Markets zur Aktie wurden bislang keine neuen Details veröffentlicht; der nachbörsliche Kursrutsch signalisiert jedoch, dass viele Analysten ihre kurz- bis mittelfristigen Schätzungen anpassen dürften.

Fazit

Zusammengefasst zeigt das Qualcomm Quartal, dass das operative Geschäft in Kern- und Zukunftssegmenten robust ist, der kurzfristige Ausblick aber stark von der Memory-Knappheit überlagert wird. Für Anleger bedeutet das eine erhöhte Volatilität, aber auch die Chance, ein strukturell wachsendes KI-, Automotive- und IoT‑Play günstiger einzusammeln. Entscheidend wird sein, wie schnell sich der Speichermarkt normalisiert und ob Qualcomm seine ambitionierten Wachstumsziele in den kommenden Quartalen untermauern kann.

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Alphabet KI-Offensive: 185 Mrd. Dollar CapEx-Schock

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04.02.26 22:00 Uhr

Alphabet

Alphabet Inc. zündet die nächste KI-Ausbaustufe – mit Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe. Während Umsatz und Gewinn auf Rekordniveau steigen, plant der Google-Mutterkonzern eine massive Ausweitung der Ausgaben für Rechenzentren und KI-Server. Das sorgt an der Börse für Nervosität, könnte aber die Basis für das nächste Wachstumskapitel im Cloud- und Werbegeschäft legen.

Wie stark lief das Quartal bei Alphabet?

Alphabet Inc.hat im vierten Quartal 2025 eindrucksvolle Zahlen vorgelegt: Der Umsatz stieg um 18 % auf 113,83 Milliarden US‑Dollar und lag damit klar über den erwarteten rund 111,4 Milliarden. Der Gewinn je Aktie kletterte um 31 % auf 2,82 Dollar und übertraf ebenfalls die Konsensschätzungen von etwa 2,63 bis 2,65 Dollar deutlich. Das operative Ergebnis stieg von 30,97 auf 35,93 Milliarden Dollar, die operative Marge blieb mit gut 32 % stabil.

Treiber bleibt das Werbegeschäft: Die Werbeerlöse legten um rund 13,5 % auf 82,28 Milliarden Dollar zu. Davon entfielen 63,07 Milliarden Dollar auf die Google-Suche und andere Anzeigenformate, die um 17 % wuchsen. YouTube-Werbung steigerte sich von 10,47 auf 11,38 Milliarden Dollar, damit knapp 9 %, blieb aber leicht hinter ambitionierten Markterwartungen zurück. Dennoch übertraf der Dienstleistungsbereich mit 95,9 Milliarden Dollar Umsatz die Prognosen komfortabel.

Auf Jahressicht knackte der Konzern erstmals die Marke von 400 Milliarden Dollar Umsatz, der Nettogewinn stieg 2025 auf knapp 132,2 Milliarden Dollar. Alphabet unterstreicht damit, dass das Kerngeschäft auch im KI-Umbruch stabil und hochprofitabel bleibt – eine wichtige Basis, um die nun angekündigten Alphabet KI-Investitionen zu stemmen.

Wie wichtig wird Google Cloud für Alphabet?

Immer stärker ins Zentrum rückt Google Cloud, wo ein Großteil der KI-Aktivitäten von Alphabet gebündelt ist. Die Sparte erzielte im vierten Quartal 17,66 bis 17,7 Milliarden Dollar Umsatz – ein Wachstum von fast 48 % im Jahresvergleich und deutlich mehr als die erwarteten 16,2 Milliarden Dollar. Die operative Marge der Cloud-Sparte verbesserte sich auf gut 30 %, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal.

Der Auftragsbestand von Google Cloud stieg auf rund 240 Milliarden Dollar, mehr als eine Verdopplung binnen eines Jahres. Das zeigt, dass Großkunden langfristig auf die KI- und Cloud-Plattform von Google setzen. CEOSundar Pichaibetont, dass Gemini-Modelle bereits über 10 Milliarden Token pro Minute über APIs verarbeiten und die Gemini-App mehr als 750 Millionen monatlich aktive Nutzer erreicht. Diese Kennzahlen illustrieren, wie sehr die Alphabet KI-Investitionen durch reale Nachfrage unterfüttert sind.

Gleichzeitig zeigt sich, dass KI nicht das Suchgeschäft kannibalisiert, sondern eher erweitert. Pichai spricht von einem „expansionären Moment“: KI-Antworten in der Suche sorgen demnach für mehr Folgeanfragen und höhere Nutzung, anstatt den Traffic auf klassische Suchergebnisse zu drücken.

googl tageschart februar 2026 2

Was steckt hinter den gigantischen Alphabet KI-Investitionen?

Der eigentliche Paukenschlag der Quartalspräsentation waren die neuen Investitionspläne. Für 2026 stelltAlphabetKapitalausgaben (CapEx) zwischen 175 und 185 Milliarden US‑Dollar in Aussicht – nahezu eine Verdopplung gegenüber den rund 91,4 Milliarden Dollar aus 2025 und weit über den bisherigen Markterwartungen von etwa 120 Milliarden. Im vierten Quartal lagen die CapEx bereits bei 27,9 Milliarden Dollar, nach 14,3 Milliarden im Vorjahr.

Rund 60 % dieser Ausgaben entfallen auf Server, etwa 40 % auf Rechenzentren und Netzwerkinfrastruktur. FinanzchefinAnat Ashkenaziverweist darauf, dass der Großteil der Alphabet KI-Investitionen in zusätzliche KI-Rechenkapazität für Google DeepMind, in das rasch wachsende Cloud-Geschäft sowie in die Verbesserung der Nutzererfahrung und die Werbeeffizienz fließt. Pichai nennt „Compute-Kapazität“ als größten Engpass – von Stromversorgung über verfügbare Flächen bis hin zu Bauteilen wie Speicherchips.

Die Börse reagierte zunächst nervös: Nachbörslich sackte die Aktie zeitweise um bis zu 7,5 % ab, konnte die Verluste aber schnell wieder aufholen. Hintergrund ist die Sorge, dass die massive CapEx-Welle kurzfristig auf Margen und freien Cashflow drückt, obwohl das operative Geschäft aktuell Rekordwerte liefert.

Wie reagieren Analysten auf Alphabet KI-Investitionen?

Trotz der Ausgabenschock-Wirkung überwiegt bei vielen Profianlegern der positive Blick auf die langfristige Story. Bank-of-America-AnalystJustin Posthatte bereits vor den Zahlen auf ein starkes Quartal und eine zunehmend klare KI-Strategie verwiesen und bleibt grundsätzlich optimistisch für die Aktie. Auch andere Häuser wieCitigroupundGoldman Sachssehen Alphabet weiterhin als einen der zentralen Profiteure des KI-Zyklus, wobei sie die hohen CapEx als notwendigen Preis für den Ausbau der technologischen Führungsposition einordnen.

Parallel wird die Konkurrenz genauer beobachtet: Microsofts Azure kämpft laut einer Studie vonStifelmit Angebotsschwächen und hohem Investitionsdruck, während Google Cloud mit seinem Wachstum von 48 % sichtbar Marktanteile gewinnt. Für Halbleiterhersteller wie Nvidia und Broadcom wirken die Alphabet KI-Investitionen wie ein zusätzlicher Nachfrage-Turbo; ihre Aktien legten nach den Ankündigungen spürbar zu.

Unterm Strich zeigt sich: Der Markt ringt noch um die richtige Bewertung des Spagats zwischen kurzfristig belastenden Kosten und langfristigen Renditechancen, honoriert aber zunehmend, dass die bisherigen KI-Ausgaben bereits messbar Umsatz und Gewinne treiben.

Fazit

Die Alphabet KI-Investitionen markieren einen Wendepunkt, an dem der Konzern seine Rolle als zentraler Infrastrukturanbieter der KI-Ökonomie zementieren will. Für Anleger bedeutet das höhere Volatilität, aber auch die Chance, auf ein wachstumsstarkes, hochprofitables Plattformgeschäft mit vertiefter KI-Moat zu setzen. Entscheidend wird sein, ob Alphabet in den kommenden Quartalen weiter belegt, dass jeder zusätzliche CapEx‑Dollar die Ertragsbasis spürbar verbreitert.

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NVIDIA OpenAI: -6,5% nach 20-Mrd.-Deal – Chance?

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04.02.26 19:54 Uhr

NVIDIA

Die Aktie von NVIDIA (NVDA) rutscht nach einer langen Rally deutlich ab. Gleichzeitig sorgt ein geplanter 20-Milliarden-Dollar-Deal mit OpenAI sowie die US-Exportprüfung für China für neue Schlagzeilen. Wie passt die aktuelle Kurskorrektur zu den langfristigen KI-Perspektiven – und was bedeutet das für Anleger?

NVIDIA OpenAI: Was steckt hinter den 20 Milliarden?

NVIDIA Corporationsteht im Zentrum der globalen KI-Infrastruktur und dominiert den Markt für Hochleistungs-GPUs, die das Training von Frontier-Modellen wie GPT-5 ermöglichen. Vor diesem Hintergrund plant NVIDIA eine Investition von rund 20 Milliarden Dollar in OpenAI und bestätigt, dass man sich an der nächsten Finanzierungsrunde beteiligen will. Intern war zuvor von einer noch größeren Verpflichtung von bis zu 100 Milliarden Dollar die Rede, die nun offenbar auf ein tragfähigeres Volumen eingedampft wurde.

Die geplante Beteiligung soll die ohnehin enge technische Verzahnung zwischen NVIDIA und OpenAI strategisch zementieren. Beide Seiten diversifizieren zwar ihre Optionen – OpenAI versucht, die GPU-Lieferkette breiter aufzustellen, während NVIDIA parallel andere KI-Player wie ElevenLabs und diverse Start-ups unterstützt –, doch die Achse NVIDIA OpenAI bleibt einer der wichtigsten Pfeiler der weltweiten KI-Fabriken. Für Anleger ist der Deal ein Signal: NVIDIA will nicht nur Ausrüster, sondern auch Kapitalgeber im Herzen des KI-Ökosystems sein.

NVIDIA und die China-Exportprüfung: Wie groß ist das Risiko?

Parallel zum OpenAI-Deal gerätNVIDIA Corporationgeopolitisch unter Druck. Der Verkauf der H200-Beschleuniger nach China steht auf der Kippe, weil die US-Regierung eine nationale Sicherheitsprüfung durchführt. Meldungen zufolge können chinesische Kunden derzeit keine H200-Chips bestellen, während die Genehmigung aus Washington weiter aussteht. Das verstärkt die Unsicherheit, ob NVIDIA einen Teil seines künftigen Wachstumsmarktes vorerst abschreiben muss.

Dennoch sehen viele Marktbeobachter darin eher eine Verschiebung als eine Zerstörung von Nachfrage: Rechenzentren in den USA, Europa und dem Mittleren Osten investieren weiter aggressiv in KI-Infrastruktur, wie jüngste Großaufträge und Prognosen zu AI-Data-Center-Ausbau zeigen. Proaktive Analysen heben hervor, dass ein positiver Entscheid der Behörden kurzfristig Kursfantasie freisetzen könnte, während eine Ablehnung den Fokus noch stärker auf westliche Hyperscaler lenken würde. Für Anleger bleibt die China-Frage ein taktischer, aber kein struktureller Bremsklotz.

nvda tageschart februar 2026 2

NVIDIA: Bewertung, Wachstum und Analystensicht

An der Börse zahlt NVIDIA (NVDA) heute den Preis für die enorme Rally der letzten Jahre. Nach Gewinnen von 171 % im Jahr 2024 und weiteren rund 39 % in 2025 ist die Aktie trotz der aktuellen Korrektur hoch bewertet. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 4,4 bis 4,6 Billionen Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bewegt sich im Bereich um 45, also klar über dem Markt, aber unter den Höchstständen vergangener Quartale. Gleichzeitig bleiben die Fundamentaldaten beeindruckend: Bruttomargen nahe 70 %, Nettomargen über 50 % und ein dominanter Datenzentren-Umsatz, der sich in den letzten Jahren vervielfacht hat.

Analystenhäuser wie Goldman Sachs, Morgan Stanley und Citigroup zählenNVIDIA Corporationweiterhin zu ihren bevorzugten KI-Blue-Chips. Konsensschätzungen sehen durchschnittliche 12-Monats-Kursziele deutlich über dem aktuellen Niveau und bewerten die Aktie überwiegend mit “Buy” oder “Strong Buy”. Zacks Investment Research verweist auf die starke Suche nach dem Titel und die Rolle als Kernposition in vielen ETFs. Gleichzeitig mahnen skeptischere Stimmen wie einige Strategen bei RBC Capital Markets zur Vorsicht: Halbleiter seien zyklisch, Teile der Bewertung setzten eine nahezu perfekte Ausführung bis 2030 voraus, und starke Insiderverkäufe der vergangenen Jahre würden zeigen, dass das Management die hohe Bewertung taktisch nutzt.

NVIDIA und der Wettbewerb im KI-Zeitalter

Operativ bautNVIDIA Corporationihren Vorsprung weiter aus. Mit Plattformen wie Blackwell und dem kommenden Rubin-System liefert das Unternehmen nicht mehr nur Einzelchips, sondern komplette KI-Fabriken – inklusive GPUs, CPUs (Vera), DPUs (BlueField) und Netzwerktechnik. Studien gehen davon aus, dass das globale AI-Infrastruktur-Volumen bis 2030 auf 3 bis 4 Billionen Dollar steigen könnte, wobei NVIDIA dank seiner Software-Stacks wie CUDA, CUDA-Q und enger Partnernetzwerke einen großen Teil der Wertschöpfung beanspruchen will.

Der Wettbewerb verschärft sich jedoch. AMD holt technologisch auf, Intel kündigt an, GPUs wieder im großen Stil zu produzieren und so verlorenen Boden im KI-Zeitalter gutzumachen. Start-ups wie Positron sammeln dreistellige Millionenbeträge ein, um spezialisierte AI-Chips zu entwickeln. Gleichzeitig zeigen vertikal integrierte Konzerne wie Google mit eigenen Beschleunigern, dass sich die Margen für reine Chiplieferanten langfristig normalisieren könnten. Vor diesem Hintergrund wird die Beteiligung an OpenAI und anderen Software-getriebenen KI-Plattformen zu einer strategischen Absicherung für NVIDIA OpenAI und das gesamte Ökosystem.

Fazit

Für Anleger ergibt sich damit ein gemischtes Bild: Kurzfristig belasten Gewinnmitnahmen, China-Sorgen und harsche Bewertungen den Kurs, mittel- bis langfristig bleibt die Story um NVIDIA OpenAI, den Ausbau globaler KI-Fabriken und Projekte wie Earth-2 jedoch intakt. Wer bereits stark über Indexfonds und Tech-ETFs in NVIDIA engagiert ist, sollte Positionsgrößen im Blick behalten, während Neueinsteiger auf Rücksetzer achten können, um den strukturellen KI-Trend mit einem der zentralen Profiteure zu spielen.

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+5% Kurssprung: Deutsche Telekom KI-Rechenzentrum rockt

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04.02.26 17:39 Uhr

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom startet in München ein milliardenschweres KI-Rechenzentrum und positioniert sich damit als europäische Alternative zu US-Hyperscalern. Für Anleger rückt die Frage in den Fokus, wie sich die neue KI-Fabrik auf die Wettbewerbsposition und den Aktienkurs der Telekom auswirkt – zumal die Aktie aktuell deutlich im Plus notiert.

Deutsche Telekom: Was hinter der KI-Fabrik in München steckt

Das neueDeutsche Telekom KI-Rechenzentrumist als Cloud-Drehscheibe für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz konzipiert. Herzstück sind rund10.000 Grafikprozessoren von Nvidia, darunter die besonders leistungsstarken Blackwell-GPUs. Mit einer Gesamtinvestition von etwa1 Milliarde Eurostößt Deutsche Telekom in die Spitzengruppe der europäischen Rechenzentren vor. Zum Vergleich: Der derzeit größte deutsche Supercomputer Jupiter in Jülich verfügt über 24.000 GPUs und dient vor allem der Forschung, während die neue KI-Fabrik in München klar auf kommerzielle Anwendungen von Großkonzernen und Mittelständlern ausgerichtet ist.

Der Aufbau ging ungewöhnlich schnell über die Bühne: Nur drei Monate lagen zwischen Ankündigung und Inbetriebnahme. Möglich wurde dies, weil Deutsche Telekom ein bestehendes, vollständig renoviertes Rechenzentrumsgebäude der früheren Hypovereinsbank im Münchner Tucherpark nutzt. Die Infrastruktur erstreckt sich übersechs unterirdische Stockwerkeund bleibt von außen nahezu unsichtbar – ein Pluspunkt für Sicherheit und Stadtbild gleichermaßen.

Warum setzt Deutsche Telekom auf München als KI-Standort?

München gilt als einer der dichtesten Industriestandorte Europas – genau hier setzt dasDeutsche Telekom KI-Rechenzentruman. Unternehmen wieBMW, Siemens, Airbus, das KI-Unternehmen Perplexity sowie Robotik-Start-ups wie Agile Robots benötigen extrem niedrige Latenzen für Simulationen, autonome Systeme und generative KI-Anwendungen. Durch die Platzierung der KI-Server mitten in der Stadt und nicht in einem entfernten Gewerbegebiet kann Deutsche Telekom diese Latenzanforderungen präzise erfüllen.

Hinzu kommt das ThemaDatensouveränität. Viele deutsche Unternehmen und Behörden zögern, besonders sensible Daten in US-Clouds auszulagern – nicht zuletzt wegen Regulierungen wie dem US Cloud Act, der einen Zugriff amerikanischer Behörden theoretisch ermöglicht. Deutsche Telekom setzt dem eine „Souveräne Cloud“ entgegen, bei der Daten physisch in Deutschland bleiben und europäischem sowie deutschem Recht unterliegen. Gemeinsam mitSAPentsteht ein „Deutschland-Stack“ aus KI-Anwendungen, bei denen Sicherheit, Compliance und Datenhoheit im Vordergrund stehen.

dte.de tageschart februar 2026

Was leistet das Deutsche Telekom KI-Rechenzentrum für Kunden?

Die neue KI-Fabrik ist bereits mit den ersten Kunden überein Drittel ausgelastet. Neben Großkunden aus Industrie und Mittelstand gehört auch die Wissenschaft zur Zielgruppe. Ein zentrales Projekt istSOOFI (Sovereign Open Source Foundation Models), bei dem die Leibniz Universität Hannover die technische Infrastruktur von Deutsche Telekom nutzt, um ein neues europäisches Large Language Model zu entwickeln. Ziel ist, offene, souveräne KI-Modelle zu schaffen, die unabhängig von US-Hyperscalern betrieben und weiterentwickelt werden können.

Operativ wird das Rechenzentrum vor allem vonT-Systemsverantwortet. Geschäftsführer Ferri Abolhassan betont, dass auf Basis „deutscher Daten und deutschen Wissens“ KI-Modelle für Industrie, Mittelstand und Start-ups entstehen sollen. Genau hier sieht der Konzern seine Nische im Wettbewerb gegen AWS, Microsoft Azure und Google Cloud: Hochsicherheitsrechenzentren in direkter Nähe zu den Produktionsstandorten, kombiniert mit lokaler Beratung und Integrations-Know-how.

Nachhaltigkeit und Ausblick für die Deutsche Telekom Aktie

Technisch setzt dasDeutsche Telekom KI-Rechenzentrumauf ein anspruchsvolles Energie- und Kühlkonzept. Der Standort im Tucherpark wird nach Unternehmensangaben vollständig miterneuerbaren Energienbetrieben und ist auf maximale Energieeffizienz ausgelegt. Die enorme Abwärme der Nvidia-GPUs wird nicht nur über das kalte Wasser des nahegelegenenEisbachsabgeführt, sondern künftig in das lokale Fernwärmenetz eingespeist, um das gesamte Quartier zu beheizen. Damit verbindet Deutsche Telekom den steigenden Energiehunger von KI-Anwendungen mit einem stadtverträglichen, nachhaltigen Nutzungskonzept.

Für Anleger ist spannend, dass das Unternehmen gleichzeitig in Wachstum und in die Stärkung seines Profils als europäischer Souveränitätsanbieter investiert. Während klassische Analystenhäuser wieMorgan Stanleybei der US-Utility DTE Energy (NYSE: DTE) zuletzt ihr Kursziel auf 143 Dollar angehoben und ein „Overweight“-Rating bestätigt haben, rückt bei Deutsche Telekom vor allem das KI-Potenzial in den Fokus institutioneller Investoren. Die Aktie legt am Tag der Eröffnung des Rechenzentrums mit+5,71 Prozentdeutlich zu – ein Hinweis darauf, dass der Markt den strategischen Schritt honoriert.

Fazit

Das Deutsche Telekom KI-Rechenzentrum in München markiert für den Konzern den Eintritt in eine neue Leistungsklasse im KI-Cloud-Geschäft. Für Industrie, Mittelstand und Forschung entsteht eine lokal gehostete Alternative zu US-Hyperscalern mit Fokus auf Datensouveränität und Nachhaltigkeit. Für Anleger bleibt die Entwicklung der Auslastung und der Skalierung weiterer Standorte entscheidend – gelingt hier der Wachstumskurs, könnte der KI-Boost die Story der Telekom-Aktie langfristig positiv prägen.

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Eli Lilly Quartal: Aktie +6% nach Zahlenknaller

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04.02.26 17:03 Uhr

Eli Lilly and Company

Das aktuelleEli Lilly Quartalsorgt für Aufsehen: Dank eines massiven Umsatzsprungs mit den Blockbustern Mounjaro und Zepbound schießt die Aktie deutlich nach oben. Anleger fragen sich nun, wie nachhaltig das Wachstum ist, wie stark der Vorsprung vor Novo Nordisk wirklich ausfällt und was der optimistische 2026-Ausblick für die Bewertung bedeutet.

Eli Lilly Quartal: Wie stark war Q4 2025 wirklich?

Im jüngstenEli Lilly Quartalhat der US-Pharmakonzern die Erwartungen deutlich übertroffen. Der Umsatz stieg im vierten Quartal 2025 um rund 43 Prozent auf 19,3 Milliarden US‑Dollar. Getrieben wurde das Wachstum vor allem von den BlockbusternMounjaro(Diabetes) undZepbound(Adipositas), deren Erlöse jeweils um mehr als 100 Prozent zulegten. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 7,39 US‑Dollar, ein Plus von 51 Prozent; auf Non‑GAAP-Basis lag der Wert bei 7,54 US‑Dollar.

Über das Gesamtjahr 2025 hinweg schraubteEli Lilly and Companyden Erlös um 45 Prozent auf 65,2 Milliarden US‑Dollar nach oben. Der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 20,6 Milliarden US‑Dollar. Damit bestätigt das Eli Lilly Quartal, dass der Konzern seinen Wachstumskurs im Milliardenmarkt für Stoffwechselerkrankungen eindrucksvoll fortsetzt.

An der Börse kam der Zahlenmix hervorragend an: Die Aktie sprang am Mittwoch im US-Vorbörsenhandel um rund 8 bis 9 Prozent nach oben und notiert aktuell bei 1.107,89 US‑Dollar, rund 6,1 Prozent über dem Vortag. In Europa legte das Papier zeitweise mehr als 8 Prozent zu.

Eli Lilly: Wie überzeugend ist der 2026-Ausblick?

Nach dem starken Eli Lilly Quartal sorgt vor allem der Ausblick für zusätzliche Fantasie. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 80 und 83 Milliarden US‑Dollar an. Auf Basis der Mitte der Spanne entspricht das einem Wachstum von etwa 25 Prozent gegenüber 2025 – ein Wert, den das Unternehmen selbst als industrieführend einordnet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zwischen 33,50 und 35,00 US‑Dollar liegen.

CEODavid Ricksbetont, Lilly sei mit seinem Portfolio und der Einigung mit der US-Regierung über niedrigere Preise so positioniert, dass man mehr Patienten erreichen könne als jemals zuvor. Trotz Preiszugeständnissen im US‑Markt setzt das Unternehmen klar auf Volumenwachstum. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Vereinbarung, die Millionen Amerikanern, darunter künftig auch vielen Medicare-Patienten, Zugang zu Medikamenten gegen Fettleibigkeit ermöglichen soll.

Vor diesem Hintergrund bleiben auch Analysten optimistisch.Goldman Sachsbestätigt ein „Buy“-Rating fürEli Lilly and Companyund sieht das Kursziel bei 1.145 US‑Dollar. Die Investmentbank verweist auf die anhaltend hohe Nachfrage nach GLP‑1‑basierten Therapien und die starke 2026‑Prognose als wesentliche Treiber für weiteres Kurspotenzial.

lly tageschart februar 2026

Eli Lilly: Wie groß ist der Vorsprung vor Novo Nordisk?

Während Novo Nordisk mit einer Gewinn- und Umsatzwarnung für 2026 die Märkte verschreckt und einen möglichen Rückgang von bis zu 13 Prozent in Aussicht stellt, präsentiert sich das jüngste Eli Lilly Quartal als Gegenpol. In den USA hat Zepbound den Rivalen Wegovy bereits bei den Verschreibungen überholt. Gleichzeitig sind Mounjaro und Zepbound noch ein weiteres Jahrzehnt patentgeschützt – ein struktureller Vorteil gegenüber einigen Produkten des dänischen Konkurrenten.

Lillys Pipeline untermauert diesen Vorsprung. MitOrforglipron, einer oralen GLP‑1‑Therapie, liegen Zulassungsanträge für Adipositas in den USA und Japan sowie für Adipositas und Typ‑2‑Diabetes in der EU vor, eine Zulassungsentscheidung wird bereits für das zweite Quartal erwartet. Parallel läuft mitRetatrutideein Dreifach‑Agonist durch mehrere Phase‑III‑Studien, die 2026 auslaufen sollen und das Wachstum im Adipositas‑Segment weiter beschleunigen könnten.

Die starke klinische Pipeline, zusätzliche Indikationserweiterungen – etwa für Jaypirca – sowie neue Darreichungsformen wie der Tirzepatide‑KwikPen stärken das Bild eines Konzerns, der sein GLP‑1‑Ökosystem strategisch ausbaut und die Lieferkette konsequent skaliert.

Eli Lilly Quartal: Was bedeutet das für Anleger?

Das aktuelle Eli Lilly Quartal liefert eine Kombination aus rasantem Umsatzwachstum, deutlichem Margenhebel und einem selbstbewussten Ausblick. Gleichzeitig profitiert der Konzern vom Gegenwind beim Rivalen Novo Nordisk und von einer wachsenden Zahl von Patienten mit Adipositas und Diabetes. Nach der jüngsten Rallye ist die Bewertung anspruchsvoll, doch viele Investoren sehen das Unternehmen als Kerninvestment im globalen Gesundheits- und GLP‑1‑Boom.

Fazit

Für wachstumsorientierte Anleger bleibt Eli Lilly and Company damit ein zentraler Spielmacher im Markt für Stoffwechselerkrankungen. Die nächsten Zahlen und Studienupdates werden zeigen, ob das Unternehmen den eingeschlagenen Kurs bestätigen und den im Eli Lilly Quartal sichtbaren Vorsprung im Wettbewerb weiter ausbauen kann.

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Zalando -10%: Standortschliessung-Schock erklärt

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04.02.26 13:36 Uhr

Zalando SE

Die überraschende Zalando Standortschliessung in Erfurt sorgt für Verunsicherung bei Mitarbeitern, Region und Anlegern. Parallel rutscht die Zalando-Aktie zweistellig ab. Was steckt hinter der Entscheidung, welche Folgen drohen Beschäftigten – und wie stark belastet der Schritt die weitere Kursentwicklung von Zalando SE?

Zalando Standortschliessung: Was passiert in Erfurt?

Im Erfurter Logistikzentrum vonZalando SEherrscht Krisenstimmung. Einen Monat nach der Entscheidung des Managements, den Standort bis September komplett zu schließen, findet eine große Betriebsversammlung statt, die wegen der internationalen Belegschaft simultan übersetzt wird. Beschäftigte stammen aus rund 70 Ländern, darunter viele aus Polen, Rumänien, Afghanistan und Syrien. Insgesamt sind etwa2.700 Zalando-Mitarbeiterdirekt betroffen, zusätzlich stehen nach Schätzungen weitere 300 bis 500 Stellen bei Dienstleistern auf dem Spiel.

Der Betriebsrat wirft dem Management vor, bei derZalando Standortschliessungnicht alle arbeitsrechtlichen Vorgaben eingehalten zu haben. Demnach sei die Arbeitnehmervertretung nicht angemessen einbezogen worden, alternative Szenarien wie Teilschließung oder Kurzarbeit seien nicht ernsthaft geprüft worden. Von einem fertigen Sozialplan ist man nach Aussagen der Arbeitnehmervertreter noch weit entfernt.

Zalando SE: Befristete Jobs laufen aus, Jobbörse geplant

Besonders hart trifft dieZalando Standortschliessungzunächst Beschäftigte mit befristeten Verträgen. Rund 500 dieser Verträge laufen in den nächsten Wochen und Monaten aus und werden nicht verlängert. Die Bundesagentur für Arbeit in Thüringen hat bereits mehrere Teams direkt im Unternehmen platziert, um die Betroffenen zu beraten und beim Übergang in neue Jobs zu unterstützen.

Für Festangestellte stehen ebenfalls Beratungsangebote bereit, hier geht es aber zunächst um betriebliche Regelungen und mögliche Abfindungen.Zalando SEplant zudem eine Jobbörse in Erfurt, die voraussichtlich Ende Februar stattfinden soll. Die Arbeitsagentur und die regionale Wirtschaftsförderung melden, dass bereits knapp 100 Unternehmen aus Bereichen wie Logistik, Pflege, Gastgewerbe, Handel und Handwerk Interesse an Neueinstellungen signalisiert haben. Parallel sondiert das Thüringer Wirtschaftsministerium mit dem ausländischen Eigentümer der großen Logistikhalle Optionen für eine Anschlussnutzung, um neue Arbeitsplätze zu schaffen.

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Zalando SE unter Druck: TikTok Shop verunsichert Anleger?

Während operativ dieZalando Standortschliessungin Erfurt abgewickelt wird, steht die Aktie gleichzeitig massiv unter Druck. Nach einem Kurs von 24,43 Euro am Vortag rutschte der Titel von Zalando (ZAL) auf rund22,00 EuroAuslöser der Verkaufswelle war eine kritische Studie vonMorgan Stanley, die vor der zunehmenden Konkurrenz durch Social-Media-basierte E-Commerce-Plattformen wie TikTok Shop warnt. Ein schneller Rollout von TikTok Shop in wichtigen europäischen Märkten wie Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Irland könnte demnach Marktanteile vonZalando SEangreifen. Viele Anleger fürchten, dass jüngere Zielgruppen verstärkt direkt auf Social-Media-Plattformen shoppen und klassische Marktplätze unter Druck geraten.Zalando SE: Analysten uneins über weiteres KurspotenzialTrotz der Kursverluste sehen nicht alle Experten die Lage so negativ. DieDZ Bankhält in einer aktuellen Studie an einer optimistischen Einschätzung fest und betont, dass das Geschäftsmodell vonZalando SEweiterhin erhebliches Potenzial biete. Aus ihrer Sicht könnten die Sorgen rund um TikTok Shop übertrieben sein, sofern Zalando sein Plattformgeschäft weiterentwickelt und die Kundenbindung stärkt.Demgegenüber unterstreicht die Analyse vonMorgan Stanleydie Risiken für Margen und Wachstum bei steigender Social-Commerce-Konkurrenz. In Anlegerkreisen wird zudem darauf hingewiesen, dass “Buy the Dip” bei strukturell belasteten Geschichten riskant bleibt, solange die Folgen derZalando Standortschliessungund mögliche Marktanteilsverluste nicht klar durchkalkuliert sind. Kurzfristig bleibt die Aktie anfällig für weitere Rückschläge, zumal Zalando zuletzt zu den schwächsten Werten im DAX zählte.

Zalando SE: Analysten uneins über weiteres Kurspotenzial

Trotz der Kursverluste sehen nicht alle Experten die Lage so negativ. DieDZ Bankhält in einer aktuellen Studie an einer optimistischen Einschätzung fest und betont, dass das Geschäftsmodell vonZalando SEweiterhin erhebliches Potenzial biete. Aus ihrer Sicht könnten die Sorgen rund um TikTok Shop übertrieben sein, sofern Zalando sein Plattformgeschäft weiterentwickelt und die Kundenbindung stärkt.

Demgegenüber unterstreicht die Analyse vonMorgan Stanleydie Risiken für Margen und Wachstum bei steigender Social-Commerce-Konkurrenz. In Anlegerkreisen wird zudem darauf hingewiesen, dass “Buy the Dip” bei strukturell belasteten Geschichten riskant bleibt, solange die Folgen derZalando Standortschliessungund mögliche Marktanteilsverluste nicht klar durchkalkuliert sind. Kurzfristig bleibt die Aktie anfällig für weitere Rückschläge, zumal Zalando zuletzt zu den schwächsten Werten im DAX zählte.

Fazit

Für Investoren rückt damit die Frage in den Fokus, ob die Kombination aus Restrukturierung, Kostenanpassungen durch die Erfurter Schließung und strategischen Antworten auf TikTok Shop mittelfristig in ein profitables Wachstum übersetzt werden kann – oder ob weiterer Bewertungsdruck droht.

Weiterführende Quellen

UBS Quartalszahlen: Milliardengewinn & Power-Rallye

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03.02.26 22:00 Uhr

UBS Group AG

Die neuesten UBS Quartalszahlen zeigen: Der Konzern steigert Gewinn, Dividende und Aktienrückkäufe deutlich. Nach der Übernahme der Credit Suisse nimmt die Integration Fahrt auf – doch strengere Schweizer Kapitalregeln könnten die künftige Ausschüttungspolitik bremsen. Was Anleger jetzt zu den Zahlen, zur Strategie und zu den Risiken wissen sollten.

Was zeigen die UBS Quartalszahlen im Überblick?

UBSerzielte im Schlussquartal 2025 einen Nettogewinn von1,2 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit übertraf die Bank die Konsensschätzungen von rund 919 bis 970 Millionen Dollar klar. Vor Steuern lag der Gewinn bei1,7 Milliarden Dollar, bereinigt um Integrationskosten sogar bei rund2,87 Milliarden Dollar. Die Erträge stiegen um 4 Prozent auf12,15 Milliarden Dollar, während der Aufwand um 1 Prozent auf etwa 10,3 Milliarden Dollar sank.

Das bereinigte Kosten‑Ertrags‑Verhältnis verbesserte sich auf75,2 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 weistUBS Group AGeinen Gewinn von7,8 Milliarden Dollaraus, nach 5,1 Milliarden im Vorjahr – ein Anstieg um 53 Prozent und leicht über den eigenen Analystenerwartungen von rund 7,5 Milliarden Dollar. Die aktuellen UBS Quartalszahlen unterstreichen damit, dass die Credit‑Suisse‑Übernahme operativ zunehmend durchschlägt.

Wie profitieren Aktionäre von Dividende und Rückkauf?

Die UBS Quartalszahlen werden von einer klar aktionärsfreundlichen Kapitalpolitik begleitet. Die Dividende für 2025 soll um22 Prozentauf1,10 Dollar je Aktiesteigen, was einem Plus von 20 Cent entspricht. Für die kommenden Jahre peilt das Management weitere Erhöhungen immittleren Zehnprozentbereichan.

Zusätzlich plant die Bank für 2026 ein neues Aktienrückkaufprogramm über zunächst3 Milliarden Dollar, mit der ausdrücklichen Option auf höhere Volumina. Insgesamt soll sich die Kapitalrückführung aus Dividenden und Rückkäufen wieder dem Niveau von 2022 annähern, alsUBSAktien im Wert von 5,6 Milliarden Dollar zurückkaufte. Die endgültige Höhe hängt von künftigen Schweizer Kapitalanforderungen und dem Erreichen der Finanzziele ab.

Am Markt fiel die Reaktion verhalten aus: In New York notiert die Aktie derzeit bei47,67 US‑Dollar, leicht unter dem Vortag (-0,19 Prozent). Nach dem starken Lauf bis nahe ans Jahreshoch um 49 Dollar scheinen viele positive Effekte der UBS Quartalszahlen bereits eingepreist.

ubs tageschart februar 2026

Wie läuft Integration und Geschäftsentwicklung bei UBS?

Operativ meldetUBSdeutliche Fortschritte bei der Integration der Credit Suisse. In der Schweiz sind rund85 Prozentder 1,1 Millionen Konten bereits auf die eigenen Plattformen überführt. Die verwalteten Vermögen der Gruppe überschritten erstmals die Marke von7,0 Billionen Dollar. In der globalen Vermögensverwaltung flossen im vierten Quartal netto8,5 Milliarden Dollaran Neugeldern zu – weniger als frühere Schätzungen, aber dennoch ein positives Vorzeichen für das Kerngeschäft.

Seit 2022 hat die kombinierte Bank ihre Kosten um10,7 Milliarden Dollargesenkt. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Einsparungen nun auf13,5 Milliarden Dollarsteigen, eine halbe Milliarde mehr als ursprünglich geplant. Parallel erhöht sich allerdings das Integrationsbudget von 14 auf15 Milliarden Dollar. CEOSergio Ermottispricht weiterhin von „einer der komplexesten Integrationen in der Geschichte des Bankwesens“ und sieht die Bank auf Kurs, die für 2026 ausgerufenen Renditeziele zu erreichen.

Welche Risiken belasten trotz starker UBS Quartalszahlen?

Belastungsfaktoren bleiben vor allem auf der Regulierungsseite. Die Schweizer Regierung diskutiert zusätzliche Eigenkapitalanforderungen von bis zu24 Milliarden Dollar, um die Systemrelevanz der Bank abzupuffern.UBSwarnt vor Wettbewerbsnachteilen gegenüber internationalen Rivalen und einem möglichen Druck auf künftige Ausschüttungen. Politische Initiativen im Parlament könnten diese Vorgaben zwar abmildern, der Ausgang ist aber offen.

Hinzu kommen strukturelle Maßnahmen: Der Großteil der Jobkürzungen im Schweizer Geschäft wird laut Management erst in der zweiten Hälfte 2026 greifen, was sozial wie politisch für Zündstoff sorgt. Zudem rechnet die Bank in den USA kurzfristig mit weiteren Abflüssen im Wealth‑Management, nachdem Beraterteams die Bank verlassen haben. Trotz dieser Unsicherheiten bekräftigtUBSihre mittelfristigen Ziele, darunter eine Rendite auf das harte Kernkapital (RoCET1) von rund18 Prozentund einen Kosten‑Ertrags‑Satz von etwa67 Prozentbis 2028.

Fazit

Finanzanalysten großer Häuser wie Goldman Sachs, Citigroup oder RBC Capital Markets verweisen vor allem auf den Spannungsbogen zwischen attraktiver Kapitalrückführung und dem noch nicht gelösten Regulierungspaket in der Schweiz. Die heutigen UBS Quartalszahlen liefern dafür eine solide Basis, doch die endgültige Bewertung der Aktie hängt stark von den künftigen Kapitalregeln ab.

Weiterführende Quellen