SP500 6.856,47 -0,74%DJ30 48.904,96 -1,44%NAS100 24.802,26 -0,77%GER40 24.976,20 -0,73%EU50 6.108,75 -0,34%BTCUSD 63.258,98 -2,03%ETHUSD 1.826,82 -1,91%VIX 20,98 +3,08% SP500 6.856,47 -0,74%DJ30 48.904,96 -1,44%NAS100 24.802,26 -0,77%GER40 24.976,20 -0,73%EU50 6.108,75 -0,34%BTCUSD 63.258,98 -2,03%ETHUSD 1.826,82 -1,91%VIX 20,98 +3,08%
JETZT LIVEAKTIENREGIONENKRYPTOALGOTRADINGBROKER & TOOLS

PayPal Quartal: -18% Absturz nach Zahlen-Schock

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs
43,15$
-18,11%
03.02.26 16:04 Uhr

PayPal Holdings, Inc.

Die Aktie vonPayPal Holdings, Inc.bricht nach dem aktuellen PayPal Quartal zweistellig ein. Verfehlte Gewinnerwartungen, ein überraschender CEO-Wechsel und ein schwacher Ausblick verunsichern Anleger. Wie ernst ist die Lage für den einstigen Fintech-Marktführer – und wo liegen jetzt die entscheidenden Stellschrauben für eine mögliche Erholung?

PayPal Quartal: Wie schwach fielen die Zahlen aus?

Im vierten Quartal 2025 erwirtschaftetePayPal Holdings, Inc.einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,23 US-Dollar und blieb damit klar unter den vom Markt erwarteten 1,28 bis 1,29 US-Dollar. Der Umsatz legte zwar um rund 3,6 bis 4 Prozent auf 8,7 Milliarden US-Dollar zu, verfehlte aber ebenfalls die Konsensschätzung von etwa 8,8 Milliarden US-Dollar. Die sogenannten Transaction Margin Dollars stiegen um drei Prozent auf 4,0 Milliarden US-Dollar, bereinigt um Zinsen auf Kundenguthaben um vier Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar – solide, aber angesichts des Bewertungsdrucks zu wenig für die Börse.

Operativ wächst das Zahlungsvolumen weiter: Das gesamte TPV kletterte im PayPal Quartal um neun Prozent auf 475,1 Milliarden US-Dollar, auf Jahressicht auf 1,79 Billionen US-Dollar. Doch die Qualität des Wachstums sorgt für Stirnrunzeln: Die Zahl der Transaktionen legte im Quartal nur um zwei Prozent zu, im Gesamtjahr gingen sie um vier Prozent zurück. Besonders kritisch: Die Transaktionen pro aktivem Konto sanken um fünf Prozent auf 57,7 – ein klares Signal, dass Nutzer PayPal weniger intensiv einsetzen.

PayPal Holdings, Inc.: Branded Checkout im Gegenwind

Im Fokus der Investoren steht das margenstarke Kerngeschäft, der klassische „Branded Checkout“ rund um den PayPal-Button. Genau hier offenbart das aktuelle PayPal Quartal die größten Schwächen. Währungsbereinigt stieg das Volumen im Online-Branded-Checkout nur noch um ein Prozent, nach rund sechs Prozent im Vorjahreszeitraum. Belastend wirken eine schwächere US-Konsumnachfrage, internationale Gegenwinde – etwa in Europa – sowie zäheres Wachstum in Reise-, Ticket-, Krypto- und Gaming-Segmenten.

Andere Bereiche liefern dagegen ordentliche Zuwächse: Venmo-Umsätze und Buy-Now-Pay-Later-Volumina wachsen im zweistelligen Prozentbereich, das unmarkierte Zahlungsabwicklungsgeschäft (PSP/Enterprise Payments) kehrt zu zweistelligem Volumenwachstum zurück. Dennoch reicht das nicht aus, um die Flaute im Kerngeschäft zu kompensieren. Parallel ist die Take Rate auf einen neuen Tiefstand um etwa 1,83 Prozent gesunken; das Verhältnis von Ertrag zu Zahlungsvolumen erodiert, obwohl das Unternehmen betont, stärker auf profitables Wachstum und Kosteneffizienz zu setzen.

pypl tageschart februar 2026 1

PayPal Holdings, Inc.: CEO-Wechsel als harter Schnitt

Als Reaktion auf das schwache PayPal Quartal zieht der Verwaltungsrat die Reißleine: CEO Alex Chriss muss gehen. Interimsmäßig übernimmt Finanzchefin Jamie Miller, bevor am 1. März HP-Chef Enrique Lores das Ruder übernimmt. Das Kontrollgremium begründet den Schritt bemerkenswert deutlich mit einem zu langsamen Tempo bei Veränderung und Umsetzung – strategisch sieht man sich im Grundsatz offenbar nicht falsch aufgestellt, doch Execution und Marktanteilsgewinne im Kerngeschäft blieben hinter den Erwartungen zurück.

Lores, seit Jahren erfolgreich an der Spitze von HP, soll nun den Turnaround forcieren. Er kündigt an, das Wachstum in Bereichen wie Venmo und „Buy Now, Pay Later“ zu sichern und vor allem den Anteil im Branded Checkout wieder auszubauen. Parallel setzt PayPal auf verstärkte Technologie- und KI-Investitionen, biometrische Authentifizierung, digitale Rewards-Programme sowie Debitkartenangebote, um Conversion-Raten zu steigern und Kunden stärker an das Ökosystem zu binden.

PayPal Quartal: Enttäuschender Ausblick drückt Bewertung

Zusätzlich zum schwachen PayPal Quartal sorgen die Perspektiven für 2026 für Ernüchterung. Das Management erwartet beim bereinigten Gewinn je Aktie nur einen niedrigen einstelligen Rückgang bis maximal leichtes Plus – deutlich unter den bisher vom Markt eingepreisten rund acht Prozent Wachstum. Transaction Margin Dollars sollen 2026 leicht rückläufig bis etwa stabil sein, da höhere Investitionen in Checkout, BNPL und neue Produkte die Profitabilität kurzfristig dämpfen.

Der Markt reagiert gnadenlos: Die Aktie fällt am Dienstag auf 43,15 US-Dollar, ein Minus von gut 18 Prozent gegenüber dem Vortag und nahe am Mehrjahrestief. Bewertungskennzahlen wie ein einstelliger Forward-KGV, ein EV/EBIT um 8 und eine Free-Cashflow-Rendite von über 10 Prozent spiegeln inzwischen fast Junk-ähnliche Skepsis wider – trotz hoher Markenbekanntheit und nach wie vor dominanter Stellung im Online-Zahlungsverkehr.

Analystenseitig bleibt der Ton abwartend. BTIG etwa bestätigt vor den Zahlen lediglich ein neutrales Rating und verweist darauf, dass sich die strategischen Investitionen in Agentic Commerce, Buy-Now-Pay-Later und Produktengagement wohl erst ab 2027 deutlicher im Ergebnis niederschlagen dürften. Für Anleger bedeutet das: Der Turnaround vonPayPal Holdings, Inc.wird eher ein Marathon als ein Sprint.

Fazit

Das aktuelle PayPal Quartal offenbart strukturelle Schwächen im Kerngeschäft und erzwingt mit dem CEO-Wechsel einen harten Neustart. Für Investoren bleibt die Aktie nach dem Kurseinbruch ein Hochrisiko-Titel mit potenziell attraktiver Bewertung, aber unklarer Ertragsdynamik. Die kommenden Quartale und insbesondere das nächste PayPal Quartal werden zeigen, ob Enrique Lores den Zahlungsriesen wieder auf einen verlässlichen Wachstumspfad führen kann.

Weiterführende Quellen

SLV +8,6%: iShares Silver Trust Crash – brutale Chance?

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs
72,44$
-3,98%
02.02.26 22:00 Uhr

iShares Silver Trust

DeriShares Silver Trust Crashhat Anleger auf dem falschen Fuß erwischt: Nach einer Rekordrallye folgte ein heftiger Rückschlag – und nun zieht SLV im vorbörslichen Handel wieder deutlich an. Viele Investoren fragen sich, ob der Absturz nur eine überfällige Korrektur in einem laufenden Bullenmarkt ist oder den Beginn einer längeren Schwächephase markiert. Im Folgenden beleuchten wir die wichtigsten Auslöser, die Rolle von Zinsen und Risiko-Stimmung sowie Angebot und Nachfrage am Silbermarkt – und ordnen ein, wie Anleger jetzt mit dem iShares Silver Trust umgehen können.

iShares Silver Trust Crash: Was löste den Absturz aus?

DeriShares Silver Trust Crashkam nach einem nahezu parabolischen Kursanstieg, der den ETF zeitweise mehr als 100 % über seine 200-Tage-Linie katapultierte. Technische Analysten sprechen in diesem Umfeld von einem klassischen „Blow-off-Top“: Über Monate aufgestaute Kursdynamik entlädt sich in einem finalen Spike nach oben – gefolgt von einem abrupten Einbruch. Genau dieses Muster war beimiShares Silver Trustzu beobachten.

Fundamental wurde die Bewegung von einer stark überkauften Lage am Terminmarkt begleitet. Analysten vonJP Morganverwiesen bereits vor dem Einbruch darauf, dass Silber-Futures extrem überkauft seien. Dazu kam politische Dynamik: Die Ankündigung von Ex-Präsident Donald Trump, Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell für den Fed-Vorsitz nominieren zu wollen, nahm vielen Marktteilnehmern die Angst vor einer aus dem Ruder laufenden Geldpolitik. In der Folge brach ein Teil der zuvor aufgebauten „Angst-Prämie“ bei Gold und Silber weg, Gewinnmitnahmen setzten ein und verstärkten den iShares Silver Trust Crash.

iShares Silver Trust: Rolle von Zinsen und Risiko-Stimmung

Der iShares Silver Trust Crash fiel in eine Phase erhöhter Volatilität über mehrere Anlageklassen hinweg. Analysen auf Derivatemärkten zeigen, dass die implizite Volatilität bei Aktien, Gold und Silber parallel anzog. Studien auf Plattformen wie Seeking Alpha heben hervor, dass Silber in Phasen politischer Unsicherheit und geldpolitischer Wendepunkte oftmals stärker schwankt als Gold. Genau das bestätigte sich erneut: Silber reagierte überproportional auf die veränderten Erwartungen an die künftige Fed-Politik.

Gleichzeitig deuten Marktberichte an, dass der Abverkauf zumindest kurzfristig auf Käuferinteresse stößt. Laut aktuellen Marktkommentaren steigt die Nachfrage nach physischem Silber und entsprechenden ETFs wieder an, seitdem die Preise deutlich vom Hoch zurückgekommen sind. Publikationen wie MarketWatch und das Wall Street Journal berichten über eine Erholung der Notierungen bei Gold und Silber nach der scharfen Korrektur – ein Hinweis darauf, dass der iShares Silver Trust Crash zwar massiv war, aber nicht zwangsläufig das Ende des Silber-Booms markieren muss.

slv tageschart februar 2026

iShares Silver Trust: Struktur, Nachfrage und Angebot

DeriShares Silver Trust Crashbetrifft einen ETF, der nahezu eins zu eins den Silberpreis nachbildet, indem er physisches Silber hinterlegt. Damit ist der Fonds ein direkter Hebel auf die Entwicklung des Spotpreises. Die fundamentale Nachfrageseite wirkt weiterhin robust: Die US-Regierung stufte Silber Ende 2025 offiziell als „kritischen Rohstoff“ ein, unter anderem wegen seines Einsatzes in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

Hinzu kommt der Solarboom: In der EU wird ab diesem Jahr die Ausstattung neuer Gebäude mit Solaranlagen verpflichtend; jede Modulfläche benötigt mehrere Gramm Silber. Auch in den USA gilt Solarstrom bis mindestens 2027 als wichtigster Wachstumstreiber in der Stromerzeugung. Parallel verzeichnet der globale Silbermarkt bereits das fünfte Jahr in Folge ein Angebotsdefizit. Diese Gemengelage erklärt, warumCitigroup-Analysten Silber trotz des Crashs bullish einschätzen und kurzfristig Preise von bis zu 150 US-Dollar je Unze für möglich halten – ausgehend von Niveaus unter 82 US-Dollar nach der jüngsten Korrektur.

Wie sollten Anleger den iShares Silver Trust Crash einordnen?

Der iShares Silver Trust Crash trifft vor allem kurzfristig orientierte Trader, die auf weiter steigende Kurse gesetzt hatten. Für langfristig denkende Anleger stellt sich die Frage, ob der Rückgang eher Panik oder eine gesunde Bereinigung überzogener Erwartungen widerspiegelt. Stimmen aus dem professionellen Handel, etwa bei StoneX, verweisen darauf, dass in Silber traditionell ein überdurchschnittlich hoher Risikoaufschlag steckt und die Schwankungsbreite deutlich über der von Gold liegt. Das Potenzial für schnelle Gewinne geht also mit hohem Drawdown-Risiko einher.

Gleichzeitig zeigen Marktberichte von Kitco, Barron’s und anderen etablierten Finanzmedien, dass nach der Korrektur neues Kaufinteresse in den Markt zurückkehrt. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass sich deriShares Silver Trust Crashim Nachhinein als heftige, aber temporäre Marktbereinigung erweist – vorausgesetzt, die Story steigender industrieller Nachfrage und anhaltender Angebotsengpässe bleibt intakt.

Fazit

Der iShares Silver Trust Crash markiert eine schmerzhafte Erinnerung daran, wie brutal sich Übertreibungen an Rohstoffmärkten entladen können. Für kurzfristige Spekulanten bleibt SLV ein hochvolatiles Instrument, während langfristig orientierte Anleger die Korrektur als Einstiegschance in einen strukturell knappen Zukunftsrohstoff betrachten können. Entscheidend wird, ob sich die derzeitige Erholung bei Silberpreisen festigt und damit den Weg für eine nachhaltige Stabilisierung des iShares Silver Trust ebnet.

Weiterführende Quellen

+3,6% Kurssprung: Nordex Auftragseingaenge explodieren

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs
35,02€
+3,61%
03.02.26 12:59 Uhr

Nordex SE

Die Nordex SE meldet Rekord-Auftragseingaenge und einen frischen Großauftrag aus Schweden. Parallel trotzt die Aktie einem massiven Aktienverkauf durch Großaktionär Skion und klettert auf ein neues Mehrjahreshoch. Wie nachhaltig ist der Boom bei den Nordex Auftragseingaengen – und was bedeutet das für die Bewertung der Aktie?

Nordex Auftragseingaenge im Aufwind?

Nordex SEsetzt ihren Wachstumskurs fort: Für das Geschäftsjahr 2025 meldete der Turbinenbauer Rekord-Auftragseingaengevon10,2 Gigawatt, ein Plus von rund22,5 %gegenüber dem Vorjahr. Allein im Schlussquartal kamen etwa 3,6 Gigawatt hinzu. Entscheidend für Anleger: Die durchschnittlichen Verkaufspreise blieben mit0,91 Mio. Euro je Megawattstabil, was signalisiert, dass das Wachstum nicht über aggressive Rabatte erkauft wurde. Die starken Nordex Auftragseingaenge schlagen sich bereits im Kurs nieder: Die Aktie notiert aktuell bei rund35,02 Euro, nach 33,80 Euro am Vortag, was einem Anstieg von etwa3,61 %entspricht und das Papier nahe an seinem jüngsten Jahreshoch hält.

Besonders im Fokus steht die Qualität der Nordex Auftragseingaenge. Neben der reinen Megawatt-Zahl gewinnen Rahmenverträge und Servicepakete an Bedeutung, da sie die Visibilität künftiger Cashflows verbessern. Ein Beispiel ist die Vereinbarung mit VERBUND Green Power über potenziell 700 Megawatt bis 2030. Der nächste Prüfstein für die Story ist derJahresfinanzbericht am 26. Februar 2026, wenn das Management zeigen muss, wie sich die prall gefüllten Auftragsbücher in Profitabilität und Free Cashflow übersetzen.

Nordex SE: Was bringt der Schweden-Großauftrag?

Frischen Rückenwind erhält die Investmentstory durch einen neuen Großauftrag aus Schweden. Der Green-Tech-EntwicklerOX2beauftragt Nordex mit der Lieferung von27 Turbinen des Typs N163/6.Xfür den Windpark Fageråsen. Das Projekt umfasst eine Gesamtleistung von189 Megawattund beinhaltet zusätzlich einenPremium-Servicevertrag über bis zu 25 Jahre. Die Installation der Anlagen soll 2027 beginnen, der kommerzielle Betrieb ist für 2028 vorgesehen.

Technologisch setzt Nordex auf seine Kaltklima-Kompetenz: Die Turbinen werden mit einem speziellenAdvanced Anti-Icing-Systemausgeliefert, um Vereisung an den Rotorblättern zu reduzieren und Erträge auch in langen nordischen Wintern zu sichern. Mit rund 119 Meter hohen Stahlrohrtürmen zielt Nordex auf niedrige Stromgestehungskosten in dem herausfordernden Terrain in der Region Dalarna. Für Anleger unterstreicht der Auftrag, dass die Nordex Auftragseingaenge nicht nur in Volumen, sondern auch in margenstarken, serviceintensiven Projekten wachsen.

ndx1.de tageschart februar 2026

Nordex SE: Marktreaktion auf Skion-Verkauf und Pipeline

Trotz der jüngsten Platzierung von rundsieben Millionen Aktiendurch den GroßaktionärSkionim Volumen von etwa225 Mio. Eurozeigte sich der Markt bemerkenswert aufnahmefähig. Die Papiere wurden rasch absorbiert, und die Aktie kletterte im Anschluss auf neue Mehrjahres- und Rekordhochs. Charttechnisch bleibt der Titel damit klar über der 50-Tage-Linie und bestätigt die robuste Nachfrage institutioneller Investoren.

Die Kombination aus starker Pipeline, stabilem Pricing und wachsendem Serviceanteil nährt die Hoffnung auf eine nachhaltige Margenverbesserung. Bereits im dritten Quartal hatte Nordex eine verbesserte Profitabilität und einen robusten Free Cashflow vermeldet. Investoren spekulieren nun darauf, dass der anstehende Jahresbericht diese Tendenz bestätigt und die Nordex Auftragseingaenge zunehmend in profitables Wachstum ummünzt. Klassische Adressen wie Citigroup, Goldman Sachs oder RBC Capital werden die Daten genau analysieren und ihre Einschätzungen entsprechend anpassen, was zusätzliche Impulse für die Kursentwicklung liefern kann.

Nordex SE: Neubewertung durch Nordex Auftragseingaenge?

Die Frage, ob die aktuellen Nordex Auftragseingaenge bereits voll im Kurs eingepreist sind, beschäftigt viele Anleger. Mit einem Jahreshoch von knapp 35 Euro und einer Performance von rund 11,7 % seit Jahresbeginn preist der Markt bereits einen erfolgreichen Turnaround ein. Gleichzeitig bietet die geografische Diversifikation – insbesondere die starke Position im nordischen Kaltklima-Segment – einen Puffer gegen Schwankungen in einzelnen Regionen.

Der neue OX2-Auftrag Fageråsen unterstreicht, dass Nordex in seinem Kernsegment technologisch konkurrenzfähig ist und über langfristige Serviceverträge zusätzliche Ertragssäulen aufbaut. Für Anleger bleibt damit der Blick auf zwei zentrale Faktoren entscheidend: die weitere Entwicklung der Nordex Auftragseingaenge im Jahresverlauf 2026 und den Beweis, dass höhere Volumina sich nachhaltig in steigende Margen übersetzen. Gelingt dieser Spagat, ist eine Neubewertung der Aktie nach oben durchaus realistisch.

Fazit

Die starken Nordex Auftragseingaenge in Verbindung mit dem neuen Schweden-Großprojekt und stabilen Verkaufspreisen stützen die laufende Neubewertung der Aktie. Für investierte Anleger bleibt der Titel vor dem Jahresfinanzbericht spannend, da Margenentwicklung und Cashflow im Fokus stehen. Wer auf den weiteren Ausbau der Onshore-Windkraft und die Kaltklima-Spezialisierung setzt, findet in Nordex einen der interessantesten europäischen Pure Plays mit klar wachstumsgetriebener Story.

Weiterführende Quellen

SpaceX xAI-Fusion: 1,25-Billionen-Deal schockt Markt

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs
421,81$
-2,00%
02.02.26 22:00 Uhr

Tesla

Mit derSpaceX xAI-Fusionformt Elon Musk einen neuen Tech-Giganten aus Raumfahrt, Satelliteninternet und kuenstlicher Intelligenz. Die geplante Bewertung von rund 1,25 Billionen US-Dollar und Visionen orbitaler KI-Rechenzentren koennten nicht nur die Datenwirtschaft, sondern auch die kuenftige Bewertung von SPACEX grundlegend veraendern. Was steckt hinter dem Mega-Deal – und welche Chancen und Risiken ergeben sich langfristig für Anleger?

Was steckt hinter der SpaceX xAI-Fusion?

Mit derSpaceX xAI-Fusionvereint Elon Musk seine erfolgreichste Cash-Maschine im Weltraum mit einem hochkapitalintensiven KI-Projekt. SPACEX wird dabei mit rund 1 Billion US-Dollar bewertet, xAI mit etwa 250 Milliarden US-Dollar – zusammen entsteht ein Tech-Gigant im Volumen von rund1,25 Billionen US-Dollar. Beide Unternehmen waren bislang nicht boersennotiert, was den Zusammenschluss strukturell vereinfacht hat.

Die Transaktion ermoeglicht es Musk, xAI direkt aus den prall gefuellten Kassen von SPACEX zu finanzieren. Bereits zuvor hatten SPACEX und auch Tesla mehrere Milliarden US-Dollar in xAI gesteckt, um dessen KI-Modelle und den Chatbot Grok aufzubauen. Nun fliesst das Kapital nicht mehr über Einzelfinanzierungsrunden, sondern aus einem gemeinsamen Unternehmensverbund, in dem Musk weiterhin rund 40 Prozent der Anteile haelt.

In internen Memos spricht Musk von der ambitioniertesten, vertikal integrierten Innovationsplattform „auf und jenseits der Erde“ – mit Raketen, Satelliteninternet, direkter Mobilfunkanbindung, KI-Entwicklung und einem Echtzeit-Informationsnetzwerk unter einem Dach.

SPACEX: Wie passt Raumfahrt zu KI?

Die operative Grundlage derSpaceX xAI-Fusionliegt in der massiven Skalierung von Infrastruktur im All. SPACEX verfuegt bereits über rund 9.000 Starlink-Satelliten im Orbit und mehrere Millionen Kunden für Satelliteninternet. Die US-Regulierer haben kuerzlich die Stationierung weiterer Tausender Satelliten genehmigt – ein wichtiger Zwischenschritt für Musks groessere Plaene.

Eine Schluesselrolle spielt dabei die SuperraketeStarship, die deutlich groessere Lasten in den Orbit bringen soll als bisherige Traeger. Musk spricht von einem langfristigen Ziel von „einer Million Tonnen Satelliten jährlich“, die in Umlaufbahnen transportiert werden koennten. Diese Kapazitaet bildet das logistische Rueckgrat für ein Netzwerk aus im All schwebenden Rechenzentren.

Finanziell profitiert xAI von den stetig steigenden Einnahmen von SPACEX, insbesondere aus dem Starlink-Geschäft und Regierungsauftraegen von NASA und dem US-Verteidigungsministerium. Marktbeobachter verweisen darauf, dass ein kuenftiger SPACEX-Boersengang – im Gespraech sind bis zu 50 Milliarden US-Dollar Kapitalzufluss – indirekt auch die KI-Ambitionen von xAI stutzen duerfte.

tsla tageschart februar 2026

SpaceX xAI-Fusion und orbitale Rechenzentren

Kern derSpaceX xAI-Fusionsind die Plaene fürorbitale KI-Rechenzentren. Musk argumentiert, dass der globale Strombedarf moderner KI-Modelle mit Rechenzentren am Boden auf Dauer nicht mehr zu decken sei. Stromnetze, Kuehlung und Flaechen stossen an physikalische und regulatorische Grenzen. Seine Antwort: ein Netzwerk aus bis zu einer Million Satelliten, das als gigantisches Rechencluster im All fungiert und mit nahezu unbegrenzter Solarenergie versorgt wird.

Die Idee kombiniert mehrere Staerken von SPACEX: guenstige Starts mit Starship, bestehende Erfahrung mit Satellitenkonstellationen und die Starlink-Infrastruktur für Datenuebertragung. xAI soll darauf aufbauend die KI-Modelle liefern, die diese orbitalen Rechenzentren auslasten – vom Training grosser Sprachmodelle bis zu Echtzeit-Anwendungen.

Technisch bleibt vieles offen: Von der Waermeabfuhr über Strahlenschutz bis hin zur Wartung im Orbit muessen zahlreiche Probleme geloest werden. Dennoch sehen Investoren in der engen Verzahnung von Raketen- und KI-Geschäft ein Alleinstellungsmerkmal, das Wettbewerber wie OpenAI oder Anthropic derzeit nicht abbilden können.

Was bedeutet die Fusion für Anleger?

Direkt investierbar ist dieSpaceX xAI-Fusionbislang nicht, da beide Unternehmen privat gehalten werden. Dennoch schauen institutionelle Anleger genau hin, weil SPACEX Medienberichten zufolge einen Boersengang mit einer Bewertung von bis zu 1,5 Billionen US-Dollar anpeilt. Ein solcher IPO koennte zu einem der groessten Tech-Listings aller Zeiten werden und wuerde Investoren ein kombiniertes Exposure zu Raumfahrt, Satelliteninternet und KI eroeffnen.

Auf dem boersennotierten Umfeld wirkt die Fusion bereits indirekt. Tesla (TSLA) schloss juengst bei421,81 US-Dollar, ein Rueckgang von 2,00 Prozent gegenueber dem Vortag. Marktteilnehmer diskutieren, ob Musks Fokus sich weiter von Tesla hin zu SPACEX und xAI verlagern koennte. Analysten von Goldman Sachs und Morgan Stanley verweisen in aktuellen Einschätzungen darauf, dass eine erfolgreiche Monetarisierung orbitaler Rechenzentren den Bewertungsrahmen für das gesamte Musk-Oekosystem verschieben koennte – sowohl nach oben als auch, bei Scheitern, mit erhoehtem Risikoaufschlag.

Fazit

Im Fazit bleibt: Die SpaceX xAI-Fusion schafft einen bisher einzigartigen Tech-Konzern, der Raumfahrt und KI unter einem Dach vereint und mit orbitalen Rechenzentren auf eine neue Stufe heben will. für Anleger koennte insbesondere ein künftiger SPACEX-IPO zur Schluesselchance werden, an dieser Vision zu partizipieren. Entscheidend wird sein, ob Musk Starship stabilisiert, regulatorische Huerden für ein Satellitennetz mit bis zu einer Million Einheiten ueberwindet und die versprochene Kostendegression bei KI-Rechenleistung aus dem All auch tatsaechlich liefert.

Weiterführende Quellen

Bayer Stimmrechte: 6,7%-Deal sorgt für Signal

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs
45,12€
+1,26%
03.02.26 12:19 Uhr

Bayer

Die neue Stimmrechtsmitteilung der Bayer AG zeigt: Goldman Sachs hat seine komplexe Aktien- und Derivate-Position weiter ausgebaut. Für Anleger wirft das Fragen nach Einfluss, Strategie und möglicher Kurswirkung auf die Bayer-Stimmrechte auf. Der folgende Überblick ordnet die Meldung ein und zeigt, wie sich die Beteiligung genau zusammensetzt.

Bayer Stimmrechte: Was hat Goldman Sachs gemeldet?

DieBayer AG Stimmrechtsmitteilung Goldman Sachsnach § 40 Abs. 1 WpHG weist für den 29. Januar 2026 eine Gesamtposition von6,70 %der Stimmrechte aus. Diese setzt sich aus0,27 % direkten und zugerechneten Stimmrechtensowie6,43 % über Finanzinstrumentezusammen. Grundlage sind insgesamt 982.424.082 Stimmrechte der Bayer Aktiengesellschaft.

Bereits zum 28. Januar 2026 hatte Goldman Sachs eine Schwellenberührung gemeldet. Damals lag der Gesamtanteil noch bei6,78 %(0,24 % Stimmrechte, 6,54 % Instrumente). Innerhalb eines Tages kam es also zu einer Umschichtung: Der Anteil der unmittelbar oder zugerechnetenBayer Stimmrechtestieg leicht, während der über Derivate gehaltene Anteil marginal zurückging. Die Meldung erfolgt als freiwillige Konzernmitteilung, da die Schwellenberührung auf Ebene von Tochterunternehmen der The Goldman Sachs Group, Inc. stattfand.

Im Markt reagiert die Aktie vonBayer (BAYN.DE)am Dienstagvormittag moderat freundlich: Das Papier notiert bei45,12 US-Dollarnach 44,56 US-Dollar am Vortag, was einem Plus von rund1,26 %entspricht.

Bayer: Wie setzt sich die Position von Goldman Sachs zusammen?

DieBayer AG Stimmrechtsmitteilung Goldman Sachslegt im Detail offen, dass die US-Bank nur einen kleinen Teil der Gesamtposition über direkt zugerechnete Aktien hält. Zum 29. Januar 2026 werden2.688.363 Stimmrechte(0,27 %) über Aktien ausgewiesen, verteilt auf die ISIN US0727303028 und die Stammaktie DE000BAY0017.

Deutlich größer ist der Block über Finanzinstrumente nach § 38 WpHG. Unter den Instrumenten der Kategorie 1 (u. a. Rückkaufsrechte, Rechte zur Nutzung, Swaps, Call-Warrants und Call-Optionen) bündelt Goldman Sachs33.276.783 Stimmrechte, was3,39 %der Stimmrechte entspricht. In der Kategorie 2 (Forwards, Puts, Futures, Swaps, Index-Exposure, Call-Warrants und weitere Optionen mit barer oder physischer Abwicklung) kommen weitere29.855.799 Stimmrechtehinzu, entsprechend3,04 %.

Diese Struktur verdeutlicht, dass der Schwerpunkt der Position über Derivate und strukturierte Produkte abgebildet wird. Ein Teil der Kontrakte läuft sehr langfristig – einzelne Swaps und Optionen haben Fälligkeiten bis in die Jahre 2033, 2036 und 2037. Für Investoren zeigt dies, dass Goldman Sachs nicht nur kurzfristige Trading-Engagements, sondern auch länger laufende Exposure gegenüber denBayer Stimmrechtenaufgebaut hat.

bayn.de tageschart februar 2026

Bayer: Welche Rolle spielt der Konzernverbund von Goldman Sachs?

Die Mitteilung führt eine detaillierte Kette von Tochtergesellschaften auf, beginnend mit derThe Goldman Sachs Group, Inc.als oberster Beherrschungseinheit. Darunter finden sich unter anderemGoldman Sachs Asset Management-Gesellschaften in verschiedenen Jurisdiktionen, dieGoldman Sachs International, dieGoldman, Sachs & Co. Wertpapier GmbH,Goldman Sachs Bank Europe SE,Goldman Sachs Bank USAsowie weitere spezialisierte Einheiten wieGS Finance Corp..

Obwohl einzelne Tochtergesellschaften nach eigenen Angaben die relevanten Schwellenwerte von 3 % oder 5 % nicht jeweils isoliert überschreiten, ergibt sich im Konzernverbund eine signifikante Gesamtexposure an Bayer. Für die Bewertung derBayer Stimmrechtebedeutet dies, dass hinter dem Engagement eine breit diversifizierte Struktur aus Handels-, Asset-Management- und Finanzierungseinheiten der US-Investmentbank steht. Anleger sollten daher die Position eher als komplexes, konzernweites Exposure denn als einfachen, strategischen Aktienblock verstehen.

Fazit

Analystenseitig bleibt Bayer im Fokus großer Häuser wie Citigroup, RBC Capital Markets und Goldman Sachs selbst, die den DAX-Konzern regelmäßig mit Blick auf Pipeline, Schuldenabbau und Rechtsrisiken bewerten. Die jüngste Veränderung bei den gemeldeten Positionen könnte in künftigen Kommentaren dieser Institute als zusätzlicher Faktor für die Marktstimmung rund um die Aktie aufgegriffen werden.

Weiterführende Quellen

-3% Sartorius Quartal: Comeback oder Falle?

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs
228,40€
-3,14%
03.02.26 12:12 Uhr

Sartorius Aktiengesellschaft

Das jüngsteSartorius Quartalzeigt: Der Laborausrüster hat die operative Wende geschafft, doch dieSartorius AG Vorzugsaktienbleiben volatil. Umsatzwachstum, Margenanstieg und ein optimistischer Ausblick bis 2026 treffen auf einen Kurs, der zuletzt rund 3 % nachgab. Was steckt hinter den Zahlen – und wie ordnen Anleger die Entwicklung ein?

Sartorius: Wie stark war das letzte Sartorius Quartal?

Sartorius AG Vorzugsaktienhaben 2025 die erwartete Trendwende bestätigt. Der Konzern steigerte den Umsatz zu konstanten Wechselkursen um7,6 % auf 3,54 Mrd. Euro, nominal lag das Plus bei knapp 5 %. Treiber war vor allem das margenstarke Geschäft mit Verbrauchsmaterialien, während das zuvor schwächere Geschäft mit Anlagen und Instrumenten im Jahresverlauf deutlich stabiler wurde. Das bereinigte EBITDA legte um rund 11 % auf1,05 Mrd. Eurozu, die Marge verbesserte sich von 28,0 % auf29,7 %– ein neuer Spitzenwert. Unter dem Strich sprang der Gewinn auf154,9 Mio. Euro, nach 84 Mio. Euro im Vorjahr.

Die Region Amerika wuchs währungsbereinigt mit 8,9 % besonders dynamisch, EMEA legte um 5,8 % zu, Asien/Pazifik ebenfalls um 8,9 %. Damit untermauert das jüngste Sartorius Quartal, dass die Branche nach Lagerabbau und Investitionspause wieder in einen Normalmodus übergeht.

Sartorius AG: Woher kommt das Wachstum?

Klarer Wachstumsmotor ist die SparteBioprocess Solutions, die mehr als drei Viertel des Konzernumsatzes stellt. 2025 stieg der Umsatz hier währungsbereinigt um9,5 % auf 2,87 Mrd. Euro(nominal +6,5 %). Besonders stark entwickelte sich das wiederkehrende Geschäft mit Filtern, Einwegbeuteln und anderen Verbrauchsmaterialien, das nach dem Ende des Corona-Sonderbooms auf ein nachhaltigeres Niveau zurückfindet. Das Anlagegeschäft blieb zwar verhalten, zeigte aber im zweiten Halbjahr eine klare Stabilisierung. Die EBITDA-Marge der Sparte kletterte von 29,3 % auf31,7 %.

In der kleineren SparteLab Products & Serviceswar das Umfeld deutlich schwieriger. Der Umsatz lag währungsbereinigt praktisch auf Vorjahresniveau bei673 Mio. Euro, nominal leicht im Minus. Vor allem das Instrumentengeschäft bremste, während Verbrauchsmaterialien und Services zulegen konnten. Die Marge der Sparte ging auf 21,5 % zurück. Gleichzeitig investiert Sartorius strategisch in Zukunftsfelder wie Organoide und Advanced Cell Models – unterstützt durch den Zukauf des Mikrogewebespezialisten MatTek.

srt3.de tageschart februar 2026 1

Sartorius Quartal: Was erwartet das Management für 2026?

Für 2026 gibt sich CEOMichael Grossesichtbar zuversichtlich. Der Konzern stellt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von5 bis 9 %in Aussicht und peilt eine operative EBITDA-Marge von „etwas über30 %“ an. In der Bioprozess-Sparte sollen die Erlöse um6 bis 10 %zulegen, bei Lab Products & Services um2 bis 6 %. In dieser Prognose sind sowohl die MatTek-Übernahme als auch bestehende US-Zölle bereits berücksichtigt.

Das Management spricht von einer Branche, die „zurück auf Kurs“ ist, ihr langfristiges Wachstumsniveau aber noch nicht ganz erreicht hat. Mittelfristig, ab 2027, rechnet Sartorius damit, dass der Bioprozessmarkt wieder auf ein Wachstum von 8 bis 9 % zurückkehrt – mit der klaren Zielsetzung, über Marktniveau zu wachsen. Für Anleger wird damit jedes kommende Sartorius Quartal zum Gradmesser, ob diese Ambitionen eingelöst werden.

Sartorius AG Vorzugsaktien: Wie reagiert die Börse?

An der Börse verläuft die Reaktion zweigeteilt. Intraday legtenSartorius AG Vorzugsaktienzunächst deutlich zu, da die Resultate die Erwartungen trafen und der Ausblick positiv formuliert war. Vom Zwischenhoch Anfang Januar bei rund 268 Euro war der Kurs allerdings zuvor um mehr als 13 % zurückgefallen. Aktuell notiert die Aktie von Sartorius (SRT3.DE) bei228,40 US-Dollar, nach 235,80 US-Dollar am Vortag, was einem Minus von 3,14 % entspricht.

Marktteilnehmer sprechen von einem „bereinigenden Quartalsbericht“, der viele Befürchtungen ausräumt, auch wenn nicht jede optimistische Schätzung erreicht wird. Für professionelle Investoren rücken damit wieder Kennzahlen wie die anvisierte EBITDA-Marge über 30 % und die Investitionsquote von rund 12,5 % in den Fokus.

Sartorius Quartal im Analystenblick

Investmentbanken sehen im aktuellenSartorius Quartaleinen wichtigen Wendepunkt. DieCitigrouphebt insbesondere die wieder anziehende Nachfrage im Bioprocess-Geschäft und die robuste Margenentwicklung hervor und verweist darauf, dass die Ziele für 2026 trotz Gegenwinds ambitioniert, aber erreichbar erscheinen.JPMorgan-Analyst Richard Vosser sprach in einer ersten Einschätzung von einem „bereinigenden Quartalsbericht“, der die Basis für eine Kurserholung legen könne. AuchGoldman Sachsfokussiert sich auf die strukturellen Wachstumstreiber im Life-Science-Sektor und verweist auf das Potenzial von Organoid- und Advanced-Cell-Model-Technologien im Portfolio.

Bewertung und Kursschwankungen bleiben damit eng an die Entwicklung der nächsten Berichtsperioden gekoppelt. Ob sich der jüngste Vertrauensaufbau verstetigt, wird maßgeblich davon abhängen, ob Sartorius die angepeilten Wachstumsraten im Jahresverlauf 2026 tatsächlich erreicht oder übertrifft.

Fazit

Das jüngste Sartorius Quartal markiert das Ende der Durststrecke und unterstreicht die Rückkehr zu profitablem Wachstum. Für Anleger bieten Sartorius AG Vorzugsaktien damit wieder eine klarere Perspektive auf steigende Umsätze und Margen. Wer den Titel im Depot hat oder einen Einstieg prüft, sollte die nächsten Sartorius Quartal-Berichte genau verfolgen, denn sie entscheiden darüber, ob der optimistische Ausblick 2026 auch an der Börse vollständig eingepreist wird.

Weiterführende Quellen

-5,9% Absturz: Siltronic Jahreszahlen schocken

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs
49,52€
-5,86%
03.02.26 11:53 Uhr

Siltronic AG

Die aktuellen Siltronic Jahreszahlen zeigen, wie hart der Preisdruck im Wafer-Markt inzwischen zuschlägt. Trotz solider Nachfrage im KI-getriebenen 300-mm-Segment rutscht das EBIT ins Minus – und die Aktie verliert fast 6 %. Anleger fragen sich nun, wie belastbar Margen, Cashflow und Ausblick 2026 wirklich sind.

Siltronic Jahreszahlen: Wie fielen Umsatz und Ergebnis aus?

Die vorläufigen Siltronic Jahreszahlen 2025 bestätigen ein schwieriges Umfeld für dieSiltronic AG. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um 4,7 % auf rund 1,35 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank von 363,8 Millionen Euro auf 317 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge reduzierte sich damit von 25,8 % auf 23,5 %, blieb aber innerhalb des zuvor avisierten Korridors von 22 bis 24 %. Ohne Wechselkurseffekte und den Wegfall der SD-Linie in Burghausen hätte der Umsatz operativ nahe am Vorjahresniveau gelegen.

Deutlich schwächer zeigen sich die Zahlen auf EBIT-Ebene. Die Abschreibungen stiegen von 238,5 Millionen Euro auf 343 Millionen Euro, vor allem wegen des Produktionsstarts wesentlicher Teile der neuen Fabrik in Singapur ab August 2025. In der Folge drehte das EBIT von +125,2 Millionen Euro im Vorjahr auf -26 Millionen Euro ins Minus, die EBIT-Marge rutschte von 8,9 % auf -2,0 %. Das Minus spiegelt primär das hohe Investitionsniveau und belastende Preis- und Mixeffekte wider, weniger einen operativen Einbruch.

Siltronic AG: KI-Boom hilft nur selektiv

Im operativen Geschäft profitiert dieSiltronic AGvon einer robusten Nachfrage nach 300-mm-Wafern. Getrieben wird diese vor allem durch Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz, High-Performance-Computing sowie moderne Logik- und Speicherchips. Die verkaufte Waferfläche lag 2025 insgesamt über dem Vorjahr, was den strukturellen Rückenwind im High-End-Segment unterstreicht.

Den positiven Effekten stehen jedoch mehrere Bremsfaktoren gegenüber: Anhaltender Preisdruck außerhalb langfristiger Lieferverträge, ein schwächerer US-Dollar im Jahresverlauf sowie hohe Lagerbestände der Kunden bei 200-mm-Wafern belasteten die Margen. Zudem fiel die Schließung der Fertigungslinie für kleinere Waferdurchmesser (SD-Linie) in Burghausen ins Gewicht – deren Umsätze fehlen 2025 teilweise und 2026 vollständig.

Im vierten Quartal 2025 wirkten zudem Verschiebe- und Vorzieheffekte stützend. Der Quartalsumsatz sprang von 300,3 Millionen Euro im schwachen dritten Quartal auf 372 Millionen Euro, das EBITDA kletterte auf 86 Millionen Euro bei einer Marge von 23,3 %. Allerdings wurden Lieferungen aus Q3 und teils sogar aus dem frühen Jahr 2026 in das Schlussquartal vorgezogen, was das Bild optisch verbessert, aber das Folgequartal dämpfen dürfte.

waf.de tageschart februar 2026 3

Siltronic Jahreszahlen und Cashflow: Wie stabil ist die Bilanz?

Ein Lichtblick in den Siltronic Jahreszahlen ist der deutlich verbesserte Netto-Cashflow. 2025 reduzierte sich der Mittelabfluss von -297 Millionen Euro auf -85 Millionen Euro. Im vierten Quartal drehte der Netto-Cashflow sogar auf +102 Millionen Euro, unterstützt durch besseren operativen Cashflow, zeitlich verzögerte Investitionszahlungen und Investitionszuschüsse. Dennoch bleibt die Nettofinanzverschuldung mit 837 Millionen Euro oberhalb des Vorjahreswerts von 733,5 Millionen Euro spürbar.

Am Aktienmarkt kommt der Mix aus besser als erwarteten operativen Kennzahlen und vorsichtigem Ausblick nur bedingt gut an. Die Aktie derSiltronic AGnotiert aktuell bei 49,52 Euro und damit rund 5,9 % unter dem Vortagesschlusskurs von 52,60 Euro. Analyst Constantin Hesse von Jefferies würdigt zwar den soliden Netto-Finanzmittelfluss und die erreichten Margenziele, verweist aber auf anhaltende Unsicherheit, da für 2026 noch keine konkreten Ziele vorliegen.

Siltronic AG: Was erwarten Analysten für 2026?

Die Unternehmensführung bleibt beim Ausblick auf 2026 zurückhaltend. Erwartet werden anhaltender Preisdruck außerhalb langfristiger Verträge, negative Wechselkurseffekte sowie ein weiterhin schwaches 200-mm-Segment mit hohen Lagerbeständen bei Kunden. Zusätzlich belasten die Vorzieheffekte aus dem vierten Quartal 2025 sowie der vollständige Wegfall der Burghausener SD-Linie das erste Halbjahr 2026.

Jefferies-AnalystConstantin Hessebetont, dass der vorsichtige Ton des Managements nicht überrasche und die Konsensschätzungen für 2026 nach unten angepasst werden dürften.Harry Blaiklockvon UBS hebt hervor, dass die anhaltende Unsicherheit über die Ergebnisentwicklung 2026 die Stimmung belaste, obwohl der KI-getriebene 300-mm-Markt strukturelle Chancen bietet. In Summe signalisieren die aktuellen Einschätzungen, dass Anleger mit einem weiteren Übergangsjahr rechnen müssen, in dem die Investitionen in Singapur vorerst über Abschreibungen drücken, bevor sie sich bei steigender Auslastung in steigenden Gewinnen niederschlagen.

Fazit

Für Investoren bleiben damit die Siltronic Jahreszahlen ein Spiegel eines klassischen Zyklikers im Tal: operativ solide, bilanziell belastet, aber mit erkennbarem strukturellem Rückenwind in Schlüsselanwendungen der Halbleiterindustrie.

Weiterführende Quellen

Palantir Quartal: +11% Kurssprung nach KI-Rekord

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs
147,76$
+0,80%
02.02.26 22:00 Uhr

Palantir Technologies Inc.

Das jüngste Palantir Quartal hat die Erwartungen deutlich übertroffen: Umsatz, Gewinn und Margen erreichten neue Rekorde, die Prognose für 2026 wurde kräftig angehoben und die Aktie reagiert mit einem zweistelligen Kurssprung. Was steckt hinter dem Boom bei KI, US-Geschäft und Rüstungsaufträgen – und wie geht es für Palantir Technologies Inc. jetzt weiter?

Palantir Technologies Inc.: Wie stark war das Palantir Quartal?

Im jüngsten Palantir Quartal stieg der Umsatz auf rund 1,41 Milliarden US‑Dollar und lag damit deutlich über den zuvor erwarteten etwa 1,33 Milliarden US‑Dollar. Das entspricht einem Wachstum von rund 70 Prozent gegenüber 827,5 Millionen US‑Dollar im Vorjahreszeitraum. Erstmals knacktePalantir Technologies Inc.damit die Milliardenschwelle in einem Einzelquartal. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 0,25 US‑Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 0,23 US‑Dollar ebenso klar wie den Vorjahreswert von 0,14 respektive 0,03 US‑Dollar, je nach Vergleichsbasis der Berichte.

Die Profitabilität zog noch schneller an als der Umsatz: Das bereinigte EBITDA belief sich auf rund 805 Millionen US‑Dollar, die operative Marge lag im Quartal bei etwa 57 Prozent, die Free‑Cash‑Flow‑Marge bei rund 56 Prozent. CEOAlex Karpsprach von Ergebnissen, die „unsere kühnsten Erwartungen übertroffen“ hätten und bezeichnete sie im Vergleich zur Tech‑Branche der vergangenen Dekade als außergewöhnlich.

Palantir Technologies Inc.: KI, US-Markt und Rüstung als Wachstumsmotor

Treiber im Palantir Quartal war vor allem der Heimatmarkt. Die US‑Erlöse stiegen um rund 93 Prozent auf gut 1,08 Milliarden US‑Dollar und machten etwa 77 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Besonders dynamisch entwickelte sich das kommerzielle US‑Geschäft, dessen Umsatz um 137 Prozent auf 507 Millionen US‑Dollar zulegte und damit die Erwartungen deutlich schlug. Die verbleibende Deal‑Pipeline („remaining deal value“) wuchs im Konzern auf über 11 Milliarden US‑Dollar, im US‑Commercial‑Segment alleine auf 4,38 Milliarden US‑Dollar.

Auch das US‑Regierungsgeschäft boomt: Die Erlöse mit Behörden wie Verteidigungsministerium, Steuerbehörde IRS und Heimatschutzministerium kletterten im Quartal um 66 Prozent auf 570 Millionen US‑Dollar. Großverträge wie der Rahmenvertrag von bis zu 10 Milliarden US‑Dollar mit der US‑Armee und ein Auftrag über 448 Millionen US‑Dollar mit der US‑Navy für die Modernisierung der Schiffbau‑Lieferkette unterstreichen die strategische Rolle vonPalantir Technologies Inc.im Verteidigungssektor.

Finanzkennzahlen wie ein Rule‑of‑40‑Score von 127 Prozent, ein operativer Cashflow von 777 Millionen US‑Dollar und 61 abgeschlossene Verträge mit einem Volumen von jeweils über 10 Millionen US‑Dollar zeigen, dass Palantir zunehmend als Infrastruktur‑Anbieter für KI‑basierte Entscheidungsplattformen wahrgenommen wird, nicht mehr nur als Nischenanbieter für Datenanalyse.

pltr tageschart februar 2026 14

Palantir Technologies Inc.: Was sagt die Prognose für 2026?

Für das laufende Quartal peilt das Management einen Umsatz von 1,532 bis 1,536 Milliarden US‑Dollar an – deutlich über Marktprognosen von rund 1,32 bis 1,34 Milliarden US‑Dollar. Entscheidender für die Rallye nach dem Palantir Quartal ist jedoch der Ausblick auf das Gesamtjahr 2026:Palantir Technologies Inc.stellt Erlöse zwischen 7,182 und 7,198 Milliarden US‑Dollar in Aussicht. Das entspricht einem Wachstum von rund 61 Prozent und liegt fast eine Milliarde US‑Dollar über vielen bisherigen Analystenschätzungen von etwa 6,2 bis 6,3 Milliarden US‑Dollar.

Zudem erwartet das Unternehmen einen bereinigten Free Cashflow zwischen 3,925 und 4,125 Milliarden US‑Dollar, was auf anhaltend hohe Margen hindeutet. Nach Einschätzung mehrerer Marktbeobachter festigt Palantir damit seinen Status als einer der am schnellsten wachsenden großen KI‑Werte. Externe Analysen betonen insbesondere die 137‑prozentige Wachstumsrate im kommerziellen US‑Segment und sehen darin das Potenzial, das bisher dominante Regierungsgeschäft mittelfristig zu überholen.

Palantir Quartal: Wie reagieren Börse und Analysten?

Die Aktie von Palantir (PLTR) schloss zuletzt bei 147,76 US‑Dollar und legte im regulären Handel um rund 0,80 Prozent zu. Nach Veröffentlichung der Zahlen sprang der Kurs im nachbörslichen Handel zeitweise um 6 bis 8 Prozent auf etwa 158 US‑Dollar und damit wieder klar über die psychologisch wichtige Marke von 150 US‑Dollar. Damit erholen sich die Papiere von einem Rückgang von rund 25 bis 30 Prozent seit dem Novemberhoch.

Auf Analystenseite sorgt das Palantir Quartal ebenfalls für Bewegung.William Blair‑Analyst Louie DiPalma stufte die Aktie vor den Zahlen von „Market Perform“ auf „Outperform“ hoch und sieht in dem vorangegangenen Rückschlag eine Einstiegsgelegenheit. Auch mehrere Research‑Häuser, darunter Zacks und diverse unabhängige Tech‑Analysten, verweisen auf die Kombination aus beschleunigtem Wachstum, hoher Visibilität durch steigende Vertragsvolumina und strukturellem KI‑Trend. Gleichzeitig mahnen viele Experten zur Vorsicht mit Blick auf die Bewertung: Palantir wird teilweise zum mehr als 100‑fachen der erwarteten Gewinne sowie zu einem Vielfachen des historischen Cashflow‑Multiples gehandelt.

Fazit

Damit bleibt der Titel ein klassischer High‑Beta‑Wert: Fundamental beeindruckend, aber stark schwankungsanfällig bei jeder Änderung der Wachstumserwartungen.

Weiterführende Quellen

Ripple EU-Lizenz: XRP +3,14% und 5 Risiken im Fokus

ERWÄHNTER TICKER
Aktuell
1,64$
+3,14%
02.02.26 20:03 Uhr

Ripple

Ripple sichert sich mit der neuen EU-Lizenz einen der begehrtesten Pässe im europäischen Zahlungsverkehr – und gerät gleichzeitig mit XRP unter spürbaren Marktdruck. Während die vollständige EMI-Genehmigung in Luxemburg den Weg für regulierte Krypto-Zahlungsdienste in ganz Europa ebnet, bleibt der Kurs von XRPUSD trotz eines Anstiegs auf 1,64 US‑Dollar (+3,14 %) anfällig. Der Artikel beleuchtet, was die Ripple EU-Lizenz konkret bedeutet, warum der Markt dennoch nervös bleibt und welche Chancen und Risiken sich jetzt für Anleger in Europa ergeben.

Was bedeutet die Ripple EU-Lizenz für das Geschäft?

Mit der vollständigen EMI-Zulassung durch die luxemburgische CSSF hat sich Ripple einen der begehrtesten Pässe im europäischen Zahlungsverkehr gesichert. DieRipple EU-Lizenzerlaubt es, regulierte Zahlungsdienste und E‑Geld-Services EU-weit anzubieten und stärkt damit die Rolle des Unternehmens als Brücke zwischen klassischem Bankensystem und digitalen Vermögenswerten. Managing Director Cassie Craddock spricht von einem „wegweisenden Meilenstein“, der Ripples Position im Herzen des europäischen Finanzwesens festige und die Skalierung einer konformen Blockchain-Infrastruktur ermögliche.

Die Lizenz fügt sich in eine Serie regulatorischer Fortschritte ein: Bereits zuvor erhielt Ripple in Großbritannien eine EMI-Lizenz und eine Krypto-Asset-Registrierung der FCA. Mit inzwischen über 75 behördlichen Genehmigungen weltweit zählt das Unternehmen zu den am stärksten beaufsichtigten Akteuren im Sektor – ein Punkt, der insbesondere für Banken und große Zahlungsdienstleister zentral ist. Strategisch kann dieRipple EU-Lizenzdamit zum Türöffner für weitere Partnerschaften im SEPA-Raum werden, gerade wenn Institute ihre grenzüberschreitenden Zahlungsströme modernisieren wollen.

Warum geraet Ripple trotz EU-Lizenz unter Druck?

Während die Regulierung auf Firmenebene voranschreitet, spiegelt der XRP-Kurs ein deutlich raueres Umfeld wider. XRPUSD notiert bei 1,64 US‑Dollar und liegt damit deutlich unter den Niveaus der jüngsten Konsolidationszone zwischen 1,85 und 2,00 US‑Dollar. Charttechnisch hat der Bruch dieser Spanne eine Abwärtswelle ausgelöst, die den Coin zeitweise bis in den Bereich von 1,70 US‑Dollar gedrückt hat. Alle wichtigen gleitenden Durchschnitte auf Tagesbasis verlaufen inzwischen über dem aktuellen Kurs und signalisieren kurzfristig ein bärisches Setup.

Makroökonomisch nehmen die Risiken zu: Trotz stabiler Arbeitslosenquote steigen Kreditkarten- und Autokreditausfälle auf Niveaus wie seit der Finanzkrise nicht mehr gesehen, während geopolitische Spannungen und politische Eingriffe in die Geldpolitik die Risikobereitschaft dämpfen. In diesem Umfeld schichten viele Investoren in sichere Häfen wie Gold um, was die Nachfrage nach volatilen Kryptoassets belastet. Parallel verzeichnen Stablecoins seit Ende 2025 deutliche Abflüsse von den Börsen, sodass frische Kaufliquidität für XRP fehlt und Erholungsversuche rasch auslaufen.

xrp tageschart februar 2026

Wie reagieren Anleger auf Ripple EU-Lizenz und Kursverfall?

Die Markttechnik zeigt, dass neue XRP-Käufer der vergangenen zwölf Monate überwiegend im Minus liegen, da der Kurs nahe am realisierten Durchschnittspreis um 1,48 US‑Dollar handelt. Ein Bruch dieser Zone hätte historisch das Potenzial, eine zweite Abwärtswelle auszulösen – in der Vergangenheit führten vergleichbare Setups zu Rückgängen von rund 50 %. Großinvestoren („Wale“) nutzen die Schwächephase bislang eher zum Abbau von Beständen, was zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugt.

Gleichzeitig entstehen neue Vehikel für den Zugang zu XRP: Die jüngst gestarteten XRP-ETFs werden an den Märkten bereits als einer der spannendsten Trades des Jahres 2026 gehandelt. Einige Marktbeobachter sehen darin die Grundlage für eine nächste Adoptionsstufe, andere warnen, dass die initialen ETF-Fantasien bereits eingepreist sind, während reale On-Chain-Nutzung hinter dem Kapitalzufluss zurückbleibt. Vor diesem Hintergrund rückt die Frage in den Fokus, ob dieRipple EU-Lizenzgenug Substanz liefert, um institutionelle Nutzer vom bloßen Finanzinvestment in Richtung tatsächlicher Transaktionsnutzung zu bewegen.

Welche Perspektive hat Ripple in Europa?

Strategisch unterlegt Ripple die regulatorische Expansion mit aggressiven Investitionen: Ein 500-Millionen-Dollar-Funding zu einer Bewertung von 40 Milliarden US‑Dollar, der Zukauf des Treasury-Spezialisten GTreasury für rund 1 Milliarde US‑Dollar sowie die Übernahme der Stablecoin-Plattform Rail für etwa 200 Millionen US‑Dollar zeigen, dass das Unternehmen seine Infrastruktur für Unternehmens- und Bankkunden massiv ausbaut. Insbesondere Rail liefert stablecoin-fokussierte Zahlungsstrecken, virtuelle Konten und automatisierte Backoffice-Funktionalitäten – genau jene Bausteine, die Banken in einer MiCA-regulierten EU-Umgebung benötigen könnten.

Fazit

Mehrere Research-Häuser heben zudem hervor, dass Ripples Übernahmeserie neue Anwendungsfälle für XRP schaffen könnte, vor allem im Bereich institutioneller Zahlungsabwicklung. Gleichzeitig verweisen skeptischere Stimmen auf die Gefahr, dass klassische Bank-Stablecoins einen Teil dieser Rolle übernehmen und XRP damit im Wettbewerb um Transaktionsvolumen unter Druck bleibt. Für Anleger bleibt entscheidend, ob die Kombination aus Ripple EU-Lizenz, ETF-Infrastruktur und Übernahmen in den kommenden Quartalen zu messbarem Nutzungswachstum führt – oder ob XRP primär ein spekulativer Makro-Trade bleibt.

Weiterführende Quellen