SP500 6.895,82 -0,17%DJ30 49.270,96 -0,70%NAS100 25.012,76 +0,07%GER40 25.045,20 -0,46%EU50 6.130,25 +0,01%BTCUSD 64.206,93 -0,56%ETHUSD 1.854,39 -0,43%VIX 20,23 -0,61% SP500 6.895,82 -0,17%DJ30 49.270,96 -0,70%NAS100 25.012,76 +0,07%GER40 25.045,20 -0,46%EU50 6.130,25 +0,01%BTCUSD 64.206,93 -0,56%ETHUSD 1.854,39 -0,43%VIX 20,23 -0,61%
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-5,9% Absturz: Siltronic Jahreszahlen schocken

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03.02.26 11:53 Uhr

Siltronic AG

Die aktuellen Siltronic Jahreszahlen zeigen, wie hart der Preisdruck im Wafer-Markt inzwischen zuschlägt. Trotz solider Nachfrage im KI-getriebenen 300-mm-Segment rutscht das EBIT ins Minus – und die Aktie verliert fast 6 %. Anleger fragen sich nun, wie belastbar Margen, Cashflow und Ausblick 2026 wirklich sind.

Siltronic Jahreszahlen: Wie fielen Umsatz und Ergebnis aus?

Die vorläufigen Siltronic Jahreszahlen 2025 bestätigen ein schwieriges Umfeld für dieSiltronic AG. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um 4,7 % auf rund 1,35 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank von 363,8 Millionen Euro auf 317 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge reduzierte sich damit von 25,8 % auf 23,5 %, blieb aber innerhalb des zuvor avisierten Korridors von 22 bis 24 %. Ohne Wechselkurseffekte und den Wegfall der SD-Linie in Burghausen hätte der Umsatz operativ nahe am Vorjahresniveau gelegen.

Deutlich schwächer zeigen sich die Zahlen auf EBIT-Ebene. Die Abschreibungen stiegen von 238,5 Millionen Euro auf 343 Millionen Euro, vor allem wegen des Produktionsstarts wesentlicher Teile der neuen Fabrik in Singapur ab August 2025. In der Folge drehte das EBIT von +125,2 Millionen Euro im Vorjahr auf -26 Millionen Euro ins Minus, die EBIT-Marge rutschte von 8,9 % auf -2,0 %. Das Minus spiegelt primär das hohe Investitionsniveau und belastende Preis- und Mixeffekte wider, weniger einen operativen Einbruch.

Siltronic AG: KI-Boom hilft nur selektiv

Im operativen Geschäft profitiert dieSiltronic AGvon einer robusten Nachfrage nach 300-mm-Wafern. Getrieben wird diese vor allem durch Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz, High-Performance-Computing sowie moderne Logik- und Speicherchips. Die verkaufte Waferfläche lag 2025 insgesamt über dem Vorjahr, was den strukturellen Rückenwind im High-End-Segment unterstreicht.

Den positiven Effekten stehen jedoch mehrere Bremsfaktoren gegenüber: Anhaltender Preisdruck außerhalb langfristiger Lieferverträge, ein schwächerer US-Dollar im Jahresverlauf sowie hohe Lagerbestände der Kunden bei 200-mm-Wafern belasteten die Margen. Zudem fiel die Schließung der Fertigungslinie für kleinere Waferdurchmesser (SD-Linie) in Burghausen ins Gewicht – deren Umsätze fehlen 2025 teilweise und 2026 vollständig.

Im vierten Quartal 2025 wirkten zudem Verschiebe- und Vorzieheffekte stützend. Der Quartalsumsatz sprang von 300,3 Millionen Euro im schwachen dritten Quartal auf 372 Millionen Euro, das EBITDA kletterte auf 86 Millionen Euro bei einer Marge von 23,3 %. Allerdings wurden Lieferungen aus Q3 und teils sogar aus dem frühen Jahr 2026 in das Schlussquartal vorgezogen, was das Bild optisch verbessert, aber das Folgequartal dämpfen dürfte.

waf.de tageschart februar 2026 3

Siltronic Jahreszahlen und Cashflow: Wie stabil ist die Bilanz?

Ein Lichtblick in den Siltronic Jahreszahlen ist der deutlich verbesserte Netto-Cashflow. 2025 reduzierte sich der Mittelabfluss von -297 Millionen Euro auf -85 Millionen Euro. Im vierten Quartal drehte der Netto-Cashflow sogar auf +102 Millionen Euro, unterstützt durch besseren operativen Cashflow, zeitlich verzögerte Investitionszahlungen und Investitionszuschüsse. Dennoch bleibt die Nettofinanzverschuldung mit 837 Millionen Euro oberhalb des Vorjahreswerts von 733,5 Millionen Euro spürbar.

Am Aktienmarkt kommt der Mix aus besser als erwarteten operativen Kennzahlen und vorsichtigem Ausblick nur bedingt gut an. Die Aktie derSiltronic AGnotiert aktuell bei 49,52 Euro und damit rund 5,9 % unter dem Vortagesschlusskurs von 52,60 Euro. Analyst Constantin Hesse von Jefferies würdigt zwar den soliden Netto-Finanzmittelfluss und die erreichten Margenziele, verweist aber auf anhaltende Unsicherheit, da für 2026 noch keine konkreten Ziele vorliegen.

Siltronic AG: Was erwarten Analysten für 2026?

Die Unternehmensführung bleibt beim Ausblick auf 2026 zurückhaltend. Erwartet werden anhaltender Preisdruck außerhalb langfristiger Verträge, negative Wechselkurseffekte sowie ein weiterhin schwaches 200-mm-Segment mit hohen Lagerbeständen bei Kunden. Zusätzlich belasten die Vorzieheffekte aus dem vierten Quartal 2025 sowie der vollständige Wegfall der Burghausener SD-Linie das erste Halbjahr 2026.

Jefferies-AnalystConstantin Hessebetont, dass der vorsichtige Ton des Managements nicht überrasche und die Konsensschätzungen für 2026 nach unten angepasst werden dürften.Harry Blaiklockvon UBS hebt hervor, dass die anhaltende Unsicherheit über die Ergebnisentwicklung 2026 die Stimmung belaste, obwohl der KI-getriebene 300-mm-Markt strukturelle Chancen bietet. In Summe signalisieren die aktuellen Einschätzungen, dass Anleger mit einem weiteren Übergangsjahr rechnen müssen, in dem die Investitionen in Singapur vorerst über Abschreibungen drücken, bevor sie sich bei steigender Auslastung in steigenden Gewinnen niederschlagen.

Fazit

Für Investoren bleiben damit die Siltronic Jahreszahlen ein Spiegel eines klassischen Zyklikers im Tal: operativ solide, bilanziell belastet, aber mit erkennbarem strukturellem Rückenwind in Schlüsselanwendungen der Halbleiterindustrie.

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Palantir Quartal: +11% Kurssprung nach KI-Rekord

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02.02.26 22:00 Uhr

Palantir Technologies Inc.

Das jüngste Palantir Quartal hat die Erwartungen deutlich übertroffen: Umsatz, Gewinn und Margen erreichten neue Rekorde, die Prognose für 2026 wurde kräftig angehoben und die Aktie reagiert mit einem zweistelligen Kurssprung. Was steckt hinter dem Boom bei KI, US-Geschäft und Rüstungsaufträgen – und wie geht es für Palantir Technologies Inc. jetzt weiter?

Palantir Technologies Inc.: Wie stark war das Palantir Quartal?

Im jüngsten Palantir Quartal stieg der Umsatz auf rund 1,41 Milliarden US‑Dollar und lag damit deutlich über den zuvor erwarteten etwa 1,33 Milliarden US‑Dollar. Das entspricht einem Wachstum von rund 70 Prozent gegenüber 827,5 Millionen US‑Dollar im Vorjahreszeitraum. Erstmals knacktePalantir Technologies Inc.damit die Milliardenschwelle in einem Einzelquartal. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 0,25 US‑Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 0,23 US‑Dollar ebenso klar wie den Vorjahreswert von 0,14 respektive 0,03 US‑Dollar, je nach Vergleichsbasis der Berichte.

Die Profitabilität zog noch schneller an als der Umsatz: Das bereinigte EBITDA belief sich auf rund 805 Millionen US‑Dollar, die operative Marge lag im Quartal bei etwa 57 Prozent, die Free‑Cash‑Flow‑Marge bei rund 56 Prozent. CEOAlex Karpsprach von Ergebnissen, die „unsere kühnsten Erwartungen übertroffen“ hätten und bezeichnete sie im Vergleich zur Tech‑Branche der vergangenen Dekade als außergewöhnlich.

Palantir Technologies Inc.: KI, US-Markt und Rüstung als Wachstumsmotor

Treiber im Palantir Quartal war vor allem der Heimatmarkt. Die US‑Erlöse stiegen um rund 93 Prozent auf gut 1,08 Milliarden US‑Dollar und machten etwa 77 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Besonders dynamisch entwickelte sich das kommerzielle US‑Geschäft, dessen Umsatz um 137 Prozent auf 507 Millionen US‑Dollar zulegte und damit die Erwartungen deutlich schlug. Die verbleibende Deal‑Pipeline („remaining deal value“) wuchs im Konzern auf über 11 Milliarden US‑Dollar, im US‑Commercial‑Segment alleine auf 4,38 Milliarden US‑Dollar.

Auch das US‑Regierungsgeschäft boomt: Die Erlöse mit Behörden wie Verteidigungsministerium, Steuerbehörde IRS und Heimatschutzministerium kletterten im Quartal um 66 Prozent auf 570 Millionen US‑Dollar. Großverträge wie der Rahmenvertrag von bis zu 10 Milliarden US‑Dollar mit der US‑Armee und ein Auftrag über 448 Millionen US‑Dollar mit der US‑Navy für die Modernisierung der Schiffbau‑Lieferkette unterstreichen die strategische Rolle vonPalantir Technologies Inc.im Verteidigungssektor.

Finanzkennzahlen wie ein Rule‑of‑40‑Score von 127 Prozent, ein operativer Cashflow von 777 Millionen US‑Dollar und 61 abgeschlossene Verträge mit einem Volumen von jeweils über 10 Millionen US‑Dollar zeigen, dass Palantir zunehmend als Infrastruktur‑Anbieter für KI‑basierte Entscheidungsplattformen wahrgenommen wird, nicht mehr nur als Nischenanbieter für Datenanalyse.

pltr tageschart februar 2026 14

Palantir Technologies Inc.: Was sagt die Prognose für 2026?

Für das laufende Quartal peilt das Management einen Umsatz von 1,532 bis 1,536 Milliarden US‑Dollar an – deutlich über Marktprognosen von rund 1,32 bis 1,34 Milliarden US‑Dollar. Entscheidender für die Rallye nach dem Palantir Quartal ist jedoch der Ausblick auf das Gesamtjahr 2026:Palantir Technologies Inc.stellt Erlöse zwischen 7,182 und 7,198 Milliarden US‑Dollar in Aussicht. Das entspricht einem Wachstum von rund 61 Prozent und liegt fast eine Milliarde US‑Dollar über vielen bisherigen Analystenschätzungen von etwa 6,2 bis 6,3 Milliarden US‑Dollar.

Zudem erwartet das Unternehmen einen bereinigten Free Cashflow zwischen 3,925 und 4,125 Milliarden US‑Dollar, was auf anhaltend hohe Margen hindeutet. Nach Einschätzung mehrerer Marktbeobachter festigt Palantir damit seinen Status als einer der am schnellsten wachsenden großen KI‑Werte. Externe Analysen betonen insbesondere die 137‑prozentige Wachstumsrate im kommerziellen US‑Segment und sehen darin das Potenzial, das bisher dominante Regierungsgeschäft mittelfristig zu überholen.

Palantir Quartal: Wie reagieren Börse und Analysten?

Die Aktie von Palantir (PLTR) schloss zuletzt bei 147,76 US‑Dollar und legte im regulären Handel um rund 0,80 Prozent zu. Nach Veröffentlichung der Zahlen sprang der Kurs im nachbörslichen Handel zeitweise um 6 bis 8 Prozent auf etwa 158 US‑Dollar und damit wieder klar über die psychologisch wichtige Marke von 150 US‑Dollar. Damit erholen sich die Papiere von einem Rückgang von rund 25 bis 30 Prozent seit dem Novemberhoch.

Auf Analystenseite sorgt das Palantir Quartal ebenfalls für Bewegung.William Blair‑Analyst Louie DiPalma stufte die Aktie vor den Zahlen von „Market Perform“ auf „Outperform“ hoch und sieht in dem vorangegangenen Rückschlag eine Einstiegsgelegenheit. Auch mehrere Research‑Häuser, darunter Zacks und diverse unabhängige Tech‑Analysten, verweisen auf die Kombination aus beschleunigtem Wachstum, hoher Visibilität durch steigende Vertragsvolumina und strukturellem KI‑Trend. Gleichzeitig mahnen viele Experten zur Vorsicht mit Blick auf die Bewertung: Palantir wird teilweise zum mehr als 100‑fachen der erwarteten Gewinne sowie zu einem Vielfachen des historischen Cashflow‑Multiples gehandelt.

Fazit

Damit bleibt der Titel ein klassischer High‑Beta‑Wert: Fundamental beeindruckend, aber stark schwankungsanfällig bei jeder Änderung der Wachstumserwartungen.

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Ripple EU-Lizenz: XRP +3,14% und 5 Risiken im Fokus

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02.02.26 20:03 Uhr

Ripple

Ripple sichert sich mit der neuen EU-Lizenz einen der begehrtesten Pässe im europäischen Zahlungsverkehr – und gerät gleichzeitig mit XRP unter spürbaren Marktdruck. Während die vollständige EMI-Genehmigung in Luxemburg den Weg für regulierte Krypto-Zahlungsdienste in ganz Europa ebnet, bleibt der Kurs von XRPUSD trotz eines Anstiegs auf 1,64 US‑Dollar (+3,14 %) anfällig. Der Artikel beleuchtet, was die Ripple EU-Lizenz konkret bedeutet, warum der Markt dennoch nervös bleibt und welche Chancen und Risiken sich jetzt für Anleger in Europa ergeben.

Was bedeutet die Ripple EU-Lizenz für das Geschäft?

Mit der vollständigen EMI-Zulassung durch die luxemburgische CSSF hat sich Ripple einen der begehrtesten Pässe im europäischen Zahlungsverkehr gesichert. DieRipple EU-Lizenzerlaubt es, regulierte Zahlungsdienste und E‑Geld-Services EU-weit anzubieten und stärkt damit die Rolle des Unternehmens als Brücke zwischen klassischem Bankensystem und digitalen Vermögenswerten. Managing Director Cassie Craddock spricht von einem „wegweisenden Meilenstein“, der Ripples Position im Herzen des europäischen Finanzwesens festige und die Skalierung einer konformen Blockchain-Infrastruktur ermögliche.

Die Lizenz fügt sich in eine Serie regulatorischer Fortschritte ein: Bereits zuvor erhielt Ripple in Großbritannien eine EMI-Lizenz und eine Krypto-Asset-Registrierung der FCA. Mit inzwischen über 75 behördlichen Genehmigungen weltweit zählt das Unternehmen zu den am stärksten beaufsichtigten Akteuren im Sektor – ein Punkt, der insbesondere für Banken und große Zahlungsdienstleister zentral ist. Strategisch kann dieRipple EU-Lizenzdamit zum Türöffner für weitere Partnerschaften im SEPA-Raum werden, gerade wenn Institute ihre grenzüberschreitenden Zahlungsströme modernisieren wollen.

Warum geraet Ripple trotz EU-Lizenz unter Druck?

Während die Regulierung auf Firmenebene voranschreitet, spiegelt der XRP-Kurs ein deutlich raueres Umfeld wider. XRPUSD notiert bei 1,64 US‑Dollar und liegt damit deutlich unter den Niveaus der jüngsten Konsolidationszone zwischen 1,85 und 2,00 US‑Dollar. Charttechnisch hat der Bruch dieser Spanne eine Abwärtswelle ausgelöst, die den Coin zeitweise bis in den Bereich von 1,70 US‑Dollar gedrückt hat. Alle wichtigen gleitenden Durchschnitte auf Tagesbasis verlaufen inzwischen über dem aktuellen Kurs und signalisieren kurzfristig ein bärisches Setup.

Makroökonomisch nehmen die Risiken zu: Trotz stabiler Arbeitslosenquote steigen Kreditkarten- und Autokreditausfälle auf Niveaus wie seit der Finanzkrise nicht mehr gesehen, während geopolitische Spannungen und politische Eingriffe in die Geldpolitik die Risikobereitschaft dämpfen. In diesem Umfeld schichten viele Investoren in sichere Häfen wie Gold um, was die Nachfrage nach volatilen Kryptoassets belastet. Parallel verzeichnen Stablecoins seit Ende 2025 deutliche Abflüsse von den Börsen, sodass frische Kaufliquidität für XRP fehlt und Erholungsversuche rasch auslaufen.

xrp tageschart februar 2026

Wie reagieren Anleger auf Ripple EU-Lizenz und Kursverfall?

Die Markttechnik zeigt, dass neue XRP-Käufer der vergangenen zwölf Monate überwiegend im Minus liegen, da der Kurs nahe am realisierten Durchschnittspreis um 1,48 US‑Dollar handelt. Ein Bruch dieser Zone hätte historisch das Potenzial, eine zweite Abwärtswelle auszulösen – in der Vergangenheit führten vergleichbare Setups zu Rückgängen von rund 50 %. Großinvestoren („Wale“) nutzen die Schwächephase bislang eher zum Abbau von Beständen, was zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugt.

Gleichzeitig entstehen neue Vehikel für den Zugang zu XRP: Die jüngst gestarteten XRP-ETFs werden an den Märkten bereits als einer der spannendsten Trades des Jahres 2026 gehandelt. Einige Marktbeobachter sehen darin die Grundlage für eine nächste Adoptionsstufe, andere warnen, dass die initialen ETF-Fantasien bereits eingepreist sind, während reale On-Chain-Nutzung hinter dem Kapitalzufluss zurückbleibt. Vor diesem Hintergrund rückt die Frage in den Fokus, ob dieRipple EU-Lizenzgenug Substanz liefert, um institutionelle Nutzer vom bloßen Finanzinvestment in Richtung tatsächlicher Transaktionsnutzung zu bewegen.

Welche Perspektive hat Ripple in Europa?

Strategisch unterlegt Ripple die regulatorische Expansion mit aggressiven Investitionen: Ein 500-Millionen-Dollar-Funding zu einer Bewertung von 40 Milliarden US‑Dollar, der Zukauf des Treasury-Spezialisten GTreasury für rund 1 Milliarde US‑Dollar sowie die Übernahme der Stablecoin-Plattform Rail für etwa 200 Millionen US‑Dollar zeigen, dass das Unternehmen seine Infrastruktur für Unternehmens- und Bankkunden massiv ausbaut. Insbesondere Rail liefert stablecoin-fokussierte Zahlungsstrecken, virtuelle Konten und automatisierte Backoffice-Funktionalitäten – genau jene Bausteine, die Banken in einer MiCA-regulierten EU-Umgebung benötigen könnten.

Fazit

Mehrere Research-Häuser heben zudem hervor, dass Ripples Übernahmeserie neue Anwendungsfälle für XRP schaffen könnte, vor allem im Bereich institutioneller Zahlungsabwicklung. Gleichzeitig verweisen skeptischere Stimmen auf die Gefahr, dass klassische Bank-Stablecoins einen Teil dieser Rolle übernehmen und XRP damit im Wettbewerb um Transaktionsvolumen unter Druck bleibt. Für Anleger bleibt entscheidend, ob die Kombination aus Ripple EU-Lizenz, ETF-Infrastruktur und Übernahmen in den kommenden Quartalen zu messbarem Nutzungswachstum führt – oder ob XRP primär ein spekulativer Makro-Trade bleibt.

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AMD +5%: Starkes Advanced Micro Devices Quartal?

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02.02.26 20:03 Uhr

AMD

Die Aktie von Advanced Micro Devices (AMD) legt nach starken KI-Fantasien erneut deutlich zu. Vor dem nächsten Advanced Micro Devices Quartal richten sich die Blicke der Anleger auf das Datacenter-Geschäft, die Margenentwicklung und die Frage, ob das Management die hohen Erwartungen an das KI-Wachstum erneut übertreffen kann.

Advanced Micro Devices Quartal: Was erwartet der Markt?

Für das aktuelle Advanced Micro Devices Quartal rechnen Analysten mit einer deutlichen Beschleunigung des Wachstums. Beim Umsatz werden rund9,67 Milliarden US‑Dollarerwartet, nach 7,69 Milliarden im Vorjahreszeitraum, was einem Plus von etwa 25,7 % entspricht. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll von 1,09 auf 1,32 US‑Dollar steigen, ein Zuwachs von rund 21,1 %. Treiber bleiben vor allem das Datacenter-Segment mitEPYC-CPUsundInstinct-KI-Beschleunigernsowie eine Erholung im PC‑Geschäft.

Wedbush sieht im Vorfeld des Advanced Micro Devices Quartal laut aktueller Einschätzung Spielraum für einen moderaten Beat bei Umsatz und Ergebnis und bestätigt ein„Outperform“‑Ratingmit einem Kursziel von 290 US‑Dollar. Gleichzeitig preist der Markt eine implizite Kursbewegung von knapp 9 % rund um den Bericht ein, während die Aktie in den vergangenen Quartalen oft weniger stark reagierte. Die erhöhte Put‑Quote von etwa 60 % zeigt jedoch, dass sich viele Marktteilnehmer gegen einen möglichen Rückschlag absichern.

AMD: Wie stark ist das KI- und Datacenter-Wachstum?

Im Mittelpunkt des Advanced Micro Devices Quartal steht erneut das KI-Geschäft. Mit derInstinct-Reiheund neuen Modellen wie dem MI355X greift AMD die Dominanz von Nvidia bei KI-Beschleunigern an und zielt auf den hochmargigen Datacenter-Markt. Zacks Investment Research betont, dass insbesondere EPYC-Serverprozessoren und Instinct-GPUs für ein kräftiges Wachstum im Datacenter-Segment sorgen sollen.

Parallel arbeitet AMD daran, sein Software-Ökosystem auszubauen. Die Downloadzahlen der GPU-SoftwareROCmhaben sich im Jahresvergleich um den Faktor zehn erhöht, was darauf hindeutet, dass mehr Entwickler kostengünstigere Alternativen zu Nvidia evaluieren. Das Management traut dem Datacenter-Bereich in den kommenden Jahren eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 60 % zu, während der Gesamtkonzern etwa 35 % CAGR anpeilt. Damit bleibt AMD ein klarer Profiteur des globalen AI‑Serverbooms, in dem Nvidia, Broadcom und AMD laut Benzinga gemeinsam eine massive Investitionswelle im Rechenzentrumsmarkt tragen.

amd tageschart februar 2026 3

AMD: Bewertung, Margen und Analystenblick

Der enorme Kursanstieg – über 10.000 % in zehn Jahren und rund 100 % in den letzten zwölf Monaten – hat die Bewertung in die Höhe getrieben. Für 2026 wird einKGV von knapp 36gehandelt; das moderate PEG von etwa 1,28 stützt die Investmentstory bislang, setzt AMD jedoch unter Druck, die ambitionierten Wachstumsziele zu liefern. Investoren achten daher im Advanced Micro Devices Quartal besonders auf die Margenentwicklung. Eine Enttäuschung bei der Profitabilität, ähnlich wie jüngst bei Broadcom, könnte die Aktie trotz solider Topline unter Druck setzen.

Fundamentale Investoren wie Ashva Capital Management sehen AMD als langfristige Marktanteilsstory, bei der konsequente Ausführung wichtiger ist als kurzfristige Hypes. Vergleichsstudien, etwa bei The Motley Fool, weisen jedoch darauf hin, dass günstigere Alternativen wie Taiwan Semiconductor (TSMC) mit niedrigeren Bewertungskennzahlen locken, während AMD höhere Risiken, aber auch ein größeres Ertragspotenzial bietet. Für Anleger bedeutet das: Die Aktie bleibt ein wachstumsstarker AI‑Hebel, allerdings mit erhöhter Volatilität und Abhängigkeit von jeder neuenAdvanced Micro Devices Quartal-Publikation.

Advanced Micro Devices: Welche Risiken sehen Anleger?

Neben der Bewertung stehen vor allem Wettbewerb und mögliche Produktverzögerungen im Fokus. Nvidia bleibt technischer und marktseitiger Taktgeber im AI‑Compute, während Broadcom mit maßgeschneiderten KI‑Chips für Hyperscaler Druck auf Preise und Margen ausübt. Für AMD ist entscheidend, ob die großen Cloudanbieter AMD dauerhaft als echte Nummer zwei hinter Nvidia etablieren oder die eigenen In‑House‑Chips priorisieren und AMD nur als dritte Option sehen.

Hinzu kommen Gerüchte um mögliche Verzögerungen bei den kommendenMI‑450‑Beschleunigern, die im Fall einer Bestätigung die Umsatzdynamik im High‑End‑Segment kurzfristig bremsen könnten. Kurzfristig reagieren die Tech‑Schwergewichte Intel, Nvidia und AMD laut aktuellen Markteinschätzungen ohnehin sensibel auf Schwankungen in der Risikobereitschaft der Anleger. Vor diesem Hintergrund dürfte das nächste Advanced Micro Devices Quartal entscheidend dafür sein, ob die aktuelle Kursregion um 250 US‑Dollar als neue Basis bestätigt wird oder eine Konsolidierungsphase einsetzt.

Fazit

Das anstehende Advanced Micro Devices Quartal muss zeigen, ob KI- und Datacenter-Wachstum die hohe Bewertung rechtfertigen und die Margen auf Kurs bleiben. Für Anleger mit langfristigem Horizont bleibt AMD ein zentraler Hebel auf den AI‑Serverboom, auch wenn kurzfristige Rückschläge einkalkuliert werden sollten. Wer auf weitere Skalierung im Rechenzentrum und starke Ausblicke setzt, findet im aktuellen Advanced Micro Devices Quartal einen wichtigen Prüfstein für die nächste Kursbewegung.

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Microsoft Earnings: Rekordgewinn, Kurssturz & KI-Schock

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02.02.26 19:35 Uhr

Microsoft

Die neuesten Microsoft Earnings sorgen für Aufsehen: Rekordumsatz, stark steigende Gewinne – und dennoch rutscht die Aktie deutlich ab. Anleger fragen sich, ob der KI-Boom die hohen Investitionen rechtfertigt oder ob Microsoft in eine gefährliche Übertreibungsphase steuert. Der folgende Überblick ordnet Zahlen, Marktreaktion und Analystenstimmen ein.

Microsoft Earnings: Warum fällt die Aktie trotz Rekordgewinn?

Microsoft Corporationhat für das zum 31. Dezember 2025 abgeschlossene Quartal starke Zahlen vorgelegt: Der Umsatz kletterte auf rund 81,3 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr. Der verwässerte Gewinn je Aktie sprang um 60 % auf 5,16 Dollar, das operative Ergebnis stieg um 21 % auf 38,3 Milliarden Dollar. Damit lagen Umsatz und Gewinn klar über den durchschnittlichen Analystenschätzungen.

An der Börse honoriert wurde das aber nicht: Die Aktie erlitt den größten Tagesverlust seit März 2020 und brach zeitweise um rund 10–11 % ein. Auch in den darauffolgenden Handelstagen hält der Druck an, der Kurs liegt aktuell bei etwa 424,55 Dollar und damit deutlich unter dem Vortagsschluss von 433,50 Dollar. Der Auslöser: Anleger fokussieren sich bei den jüngstenMicrosoft Earningsweniger auf das Gewinnniveau, sondern auf die Kombination aus verlangsamtem Cloud‑Wachstum und explosionsartig steigenden Zukunftsinvestitionen.

Im Marktumfeld verstärkt sich parallel eine generelle Skepsis gegenüber großen Software‑ und KI‑Werten. Investoren rotieren verstärkt in zyklische Branchen, während Tech‑Schwergewichte der „Magnificent Seven“ vermehrt Gewinnmitnahmen sehen. Microsoft gerät damit in den Sog einer ganzen Sektorrotation.

Microsoft: KI-Boom oder Investitionsfalle?

Im Zentrum der Diskussion steht das Cloud‑Geschäft. Der Umsatz mit Microsoft Cloud lag zuletzt bei rund 51,5 Milliarden Dollar und wuchs um 26 % im Jahresvergleich. Die Azure‑ und KI‑Umsätze legten zwar um knapp 38 % zu, erfüllten aber nur knapp beziehungsweise leicht unter den sehr hohen Markterwartungen, zudem verlangsamte sich die Dynamik im Vergleich zum Vorquartal. Die Börse hatte auf eine weitere Beschleunigung gesetzt – ein Anspruch, den die aktuellenMicrosoft Earningsnicht einlösen konnten.

Gleichzeitig schießen die Investitionen in die Höhe: Die Sachinvestitionen stiegen um rund zwei Drittel auf etwa 37,5 Milliarden Dollar, vor allem für KI‑Rechenzentren und Hochleistungschips. Das weckt die Sorge, dass die Branche in eine Phase eintritt, in der „mehrere Unternehmen viel mehr investieren und dafür zunächst deutlich weniger zurückbekommen“. Hedgefonds und aktive Fondsmanager haben ihre Engagements in Tech‑Titeln zuletzt spürbar reduziert; laut Handelsdaten war der IT‑Sektor zwei Wochen in Folge der Bereich mit den höchsten Nettoverkäufen.

Dennoch gibt es klare Signale, dass die KI‑Initiativen bereits monetarisiert werden: Bezahlt‑Abos für Copilot‑Lösungen wachsen dreistellig, Copilot‑Seats sollen im jüngsten Quartal um 160 % zugelegt haben, während die Zahl der aktiven Nutzer sich verzehnfacht hat. Hinzu kommt der Ausbau von Plattformen wie Foundry und Agent 365, mit denen Unternehmen generative KI‑Agenten über mehrere Clouds steuern und produktiv einsetzen können.

msft tageschart februar 2026

Microsoft: Wie bewerten Analysten die Microsoft Earnings?

Die widersprüchliche Marktreaktion auf dieMicrosoft Earningsspiegelt sich auch in den Analystenkommentaren wider. Einerseits haben mehrere Häuser ihre kurzfristigen Kursziele leicht zurückgenommen, weil das Cloud‑Wachstum nicht stärker anzog als erwartet und der Capex‑Pfad nach oben zeigt. Andererseits bleibt der Grundton mittel‑ bis langfristig überwiegend positiv.

So bestätigen zahlreiche Research‑Abteilungen großer Banken Microsoft als Kerninvestment im KI‑Sektor und verweisen auf die Kombination aus Cloud‑Infrastruktur, Office‑Ökosystem, Gaming und LinkedIn. Analysten betonen, dass die operative Kostenbasis nur moderat um etwa 5 % gewachsen ist, während Umsatz und operatives Ergebnis deutlich schneller zulegten – ein Hinweis auf Skaleneffekte trotz hoher Investitionen. Zudem wird auf die starke Bilanzqualität und die Funktion von Microsoft als „Rückenmark“ der Unternehmens‑IT hingewiesen.

Kurstreiber der nächsten Quartale dürften vor allem zwei Fragen sein: Erstens, ob Azure‑ und Cloud‑Umsätze spürbar beschleunigen und damit die KI‑Capex rechtfertigen. Zweitens, in welchem Tempo Copilot‑ und Agent‑Lösungen in den Massenmarkt der Unternehmenskunden diffundieren und wiederkehrende Abo‑Erlöse aufbauen.

Auch aus der Perspektive langfristiger Anleger werden die aktuellenMicrosoft Earningseher als Zwischenstation in einem mehrjährigen KI‑Zyklus gewertet. Die Aktie wirkt nach dem Rückgang fundamental günstiger als in den vergangenen drei Jahren, das Kurs‑Gewinn‑Verhältnis liegt wieder näher an historischen Durchschnittswerten. Wer auf ein nachhaltiges Wachstum der KI‑Cloud und der Produktivitäts‑Suite setzt, findet in Microsoft aus Sicht vieler Marktbeobachter einen qualitativ hochwertigen, wenn auch nicht risikofreien Hebel auf den globalen KI‑Boom.

Fazit

Die Microsoft Earnings kombinieren beeindruckende Wachstumszahlen mit einem schmerzhaften Kurssturz, weil der Markt den Return auf enorme KI‑Investitionen schneller sehen will. Für kurzfristig orientierte Trader bleibt die Aktie anfällig für Volatilität, langfristige Anleger sehen im Rücksetzer eine Chance, eine KI‑Schlüsselposition zu reduziertem Bewertungsniveau auszubauen. Die nächsten Quartalsberichte werden zeigen, ob Microsoft das Cloud‑Wachstum beschleunigen und damit das Vertrauen in seine Milliardenwette auf Künstliche Intelligenz weiter stärken kann.

Weiterführende Quellen

NVIDIA OpenAI-Investition: Kursrutsch & Mega-Deal

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02.02.26 19:33 Uhr

NVIDIA

Die Diskussion um eine mögliche NVIDIA OpenAI-Investition in dreistelliger Milliardenhöhe sorgt an der Börse für Unruhe. CEO Jensen Huang bremst nun die Erwartungen deutlich – ohne jedoch den strategischen Schulterschluss mit OpenAI infrage zu stellen. Was bedeutet das für die Aktie und den KI-Markt insgesamt?

Was hat Jensen Huang zur NVIDIA OpenAI-Investition gesagt?

Am Wochenende stellteJensen Huangin Gesprächen mit Journalisten in Asien klar, dass die viel diskutierteNVIDIA OpenAI-Investitionüber bis zu 100 Milliarden US‑Dollar „nie eine Verpflichtung“ gewesen sei. Man werde sich „Schritt für Schritt“ beteiligen und zwar mit einer sehr großen Summe, vermutlich der größten Investition der Unternehmensgeschichte – aber eben nicht in der kolportierten Größenordnung von 100 Milliarden Dollar. Auf die konkrete Nachfrage, ob die Marke überschritten werde, antwortete Huang mehrfach mit einem klaren Nein.

Intern gab es laut Berichten zuletzt wachsende Zweifel an der Dimension des Projekts. Kritisiert wurden sowohl ein Mangel an Disziplin in der Geschäftsstrategie von OpenAI als auch der zunehmende Wettbewerb durch Google und Anthropic, die eigene KI‑Modelle und Infrastruktur aufbauen. Der Kurs vonNVIDIAreagiert darauf mit einem Rücksetzer, im vorbörslichen Handel lagen die Abschläge zeitweise bei knapp zwei Prozent.

NVIDIA: Strategische Neuausrichtung oder Signal an den Markt?

Die Relativierung der NVIDIA OpenAI-Investition fällt in eine Phase, in der Investoren sensibler auf Schlagzeilen rund um den KI‑Hype reagieren. Im Nasdaq mehren sich Stimmen, die vor einer Übertreibung warnen, während hohe Infrastrukturkosten und lange Amortisationszeiten die Frage nach der Profitabilität der massiven KI‑Ausgaben aufwerfen. Analysten deuten Huangs vorsichtigere Wortwahl daher auch als bewusste Botschaft an den Markt: NVIDIA wolle zeigen, dass trotz Wachstumseuphorie finanzielle Disziplin gewahrt bleibt.

Dass der Konzern sich dennoch klar zum OpenAI‑Engagement bekennt, unterstreicht Huang ebenfalls: Sam Altman schließe aktuell die neue Finanzierungsrunde, und NVIDIA werde „definitiv dabei“ sein. Die Mittel sollen schrittweise in Infrastruktur wie Rechenzentren und GPU‑Kapazität fließen. Damit bleibt NVIDIA im Zentrum der KI‑Wertschöpfungskette, reduziert aber das Risiko, sich einseitig und in extremer Höhe an einen einzelnen Partner zu binden.

nvda tageschart februar 2026 1

Wie stark hängt NVIDIA vom OpenAI-Deal ab?

Operativ istNVIDIAdeutlich breiter aufgestellt, als es die Debatte um die NVIDIA OpenAI-Investition vermuten lässt. Der Konzern dominiert mit seinen GPUs den Markt für KI‑Beschleuniger, beliefert große Hyperscaler und profitiert von einem massiven Ausbau globaler Datenzentren. Laut aktuellen Einschätzungen treibt NVIDIA gemeinsam mit Partnern wie Broadcom und AMD einen regelrechten Server‑Boom an, der den Bedarf an KI‑fähiger Infrastruktur weiter nach oben treibt.

Gleichzeitig erweitert das Unternehmen seine Präsenz in Wachstumsfeldern jenseits von Chatbots. Ein Beispiel ist die Kooperation mit Pharmariesen wie Eli Lilly, um mithilfe von Simulationen und KI die Arzneimittelentwicklung zu beschleunigen. Zudem investiert NVIDIA in den Ausbau seines Headquarters in Santa Clara; ein neues Gebäude soll Platz für rund 3.000 zusätzliche Mitarbeiter bieten und spiegelt den langfristigen Expansionskurs des Konzerns wider. Diese Projekte zeigen, dass die Story nicht an einer einzigen Transaktion hängt, selbst wenn diese so spektakulär diskutiert wird wie die mögliche Milliardenbeteiligung an OpenAI.

Wie bewerten Analysten die aktuelle Lage bei NVIDIA?

An der Wall Street bleibt die Grundstimmung gegenüberNVIDIAtrotz der Unsicherheit rund um die NVIDIA OpenAI-Investition überwiegend positiv. Analysten von Zacks Investment Research verweisen auf die starke Historie positiver Gewinnüberraschungen und sehen das Unternehmen erneut gut positioniert, die Erwartungen im kommenden Quartal zu übertreffen. Auch andere Marktbeobachter werten die jüngsten Schlagzeilen eher als „Validierungsmoment“ für den KI‑Sektor: Dass Summen in der Größenordnung von 100 Milliarden Dollar überhaupt diskutiert werden, unterstreiche die strukturelle Bedeutung von KI‑Infrastruktur.

Gleichzeitig mahnen vorsichtigere Stimmen, dass die Kombination aus hoher Verschuldung bei einzelnen Cloud‑Anbietern und zurückgeruderten Investitionsplänen ein Hinweis darauf sein könnte, dass der Markt vom Modus „Geld spielt keine Rolle“ in eine Phase selektiverer Kapitalallokation übergeht. Für NVIDIA bedeutet das, dass die Qualität der Projekte und Partnerschaften noch stärker in den Vordergrund rückt – ein Umfeld, in dem der Marktführer mit seiner Technologie- und Margenstärke bislang gut zurechtkommt.

Fazit

Unterm Strich zeigt die Kursreaktion, wie sensibel Anleger aktuell auf jede Nuance bei der NVIDIA OpenAI-Investition reagieren. Langfristig wird jedoch entscheidend sein, ob NVIDIA seine Rolle als zentrale Infrastruktur des KI‑Zeitalters behaupten und zugleich ein ausgewogenes Risiko‑Profil wahren kann.

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Ethereum Kursrutsch -4%: 3 Risiken im Fokus

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02.02.26 19:07 Uhr

Ethereum

Der aktuelle Ethereum Kursrutsch sorgt für Nervositaet am Kryptomarkt. Nach einem Rueckgang von rund 4% auf 2.345 US-Dollar fragen sich viele Anleger, ob dies erst der Anfang einer groesseren Korrektur ist – oder eine Chance für langfristig orientierte Investoren. Entscheidend werden nun charttechnische Marken, regulatorische Weichenstellungen und der Trend zur Tokenisierung realer Assets.

Ethereum Kursrutsch: Wie tief kann es noch gehen?

Im breiten Kryptomarkt ist es in den vergangenen Tagen zu einem massiven Kurseinbruch gekommen. NebenEthereumgeraten auch andere Altcoins unter Druck, Solana fiel von Niveaus um 140 bis 200 US-Dollar deutlich unter die Marke von 100 US-Dollar. Marktbeobachter sprechen von einer weitgehenden Liquidation riskanter Positionen, die viel Liquiditaet aus dem Markt gezogen hat. Insbesondere beiEthereumsummiert sich der Rueckgang seit Donnerstag in der Spitze auf nahezu 30 Prozent, was den aktuellenEthereum Kursrutschzu einem der schärfsten Ruecklaeufe seit 2022 macht.

Charttechnisch praesentiert sichEthereumdennoch stabiler als Bitcoin. Mehrere Analysten verweisen darauf, dass die Struktur seit den Sommerhochs “sauber” verlaufe und der aktuelle Ruecklauf in etwa dem 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracement der Aufwaertsbewegung entspreche. In den Zonen, in denenEthereumnun handelt, seien in den vergangenen Monaten mehrfach kaftig Kauefer in den Markt gekommen. Kritisch wird es aus technischer Sicht, wenn der Verkaufsdruck weiter zunimmt und der Kurs in die nächste Unterstuetzungszone im Bereich von etwa 2.075 bis 2.125 US-Dollar abrutscht.

Ethereum: Was steckt hinter dem Druck?

DerEthereum Kursrutschlaesst sich nicht isoliert betrachten. Viele Investoren nehmen angesichts der juengsten Turbulenzen Risiko vom Tisch, während gleichzeitig Aktien, Metalle und Kryptowaehrungen unter Druck stehen. Einzelne Marktteilnehmer berichten, sie haetten derzeit keine aktive Position mehr in Bitcoin oder Ether, nachdem Gewinne in der Aufwaertsphase mitgenommen wurden. Die Abgabe riskanter Assets fuehrt zu zusaetzlichem Verkaufsdruck, der kurzfristig die Volatilitaet erhoeht.

Fundamental bleibt die Ausgangslage fürEthereumjedoch deutlich differenzierter. Die Plattform dominiert weiterhin den Bereich der dezentralen Finanzanwendungen (DeFi), mit einem Anteil von fast 60 Prozent der dort gebundenen Vermoegenswerte. Als programmierbare Blockchain mit Smart-Contract-Funktionalitaet istEthereumdas Rueckgrat für Stablecoins, DeFi-Protokolle und zahlreiche Token-Projekte. Gleichwohl kaempft das Netzwerk mit bekannten Schwaechen wie geringerer Skalierbarkeit und hoehren Kosten im Vergleich zu juengeren Wettbewerbern und ist stark auf Layer-2-Loesungen angewiesen, die einen Teil der Wertschöpfung absaugen.

eth tageschart februar 2026 2

Ethereum: Regulierung als potenzieller Katalysator

Waeh rend kurzfristig derEthereum Kursrutschdie Schlagzeilen bestimmt, rücken mittel- bis langfristige Katalysatoren für 2026 in den Vordergrund. Ein Schluesselfaktor ist die erwartete Verabschiedung des Digital Asset Market Clarity Act (Clarity Act) im Sommer. Das Gesetz soll einen klaren regulatorischen Rahmen für digitale Assets schaffen, die Zustaendigkeiten der Behoerden definieren und Regeln für Handel und Verwahrung digitaler Vermoegenswerte festschreiben.

fürEthereumkoennte dies zu einem aehnlichen Impuls führen wie die Einfuehrung des stabilcoinbezogenen Genius Act im Vorjahr, der eine kraeftige Sommer-Rally ausloeste und das Allzeithoch nahe 4.954 US-Dollar markierte. Mit klaren Spielregeln duerfte insbesondere die institutionelle Nachfrage zunehmen, da Finanzinstitute und Fonds leichter regulatorische Huerden ueberspringen können. Prognosemaerkte wie Polymarket preisen diese Perspektive bereits ein: Trader sehen dort eine rund 57-prozentige Wahrscheinlichkeit, dassEthereumin diesem Jahr die Marke von 4.000 US-Dollar erreicht, 41 Prozent für 4.500 US-Dollar und knapp 29 Prozent für 5.000 US-Dollar.

Ethereum und die Tokenisierung realer Assets

Ein weiterer struktureller Treiber fürEthereumist der Trend zur Tokenisierung realer Vermoegenswerte (Real-World Assets, RWA). Grosse Adressen aus dem traditionellen Finanzsektor greifen bei ersten Tokenisierungsprojekten bevorzugt aufEthereumzurueck. So wurde bereits 2024 ein tokenisierter Fonds eines globalen Vermoegensverwalters aufEthereumaufgelegt, was die Rolle des Netzwerks als Standard-Infrastruktur für digitale Wertpapiere untermauert.

Beraterhaeuser sehen in der Tokenisierung von Anleihen, Aktien und weiteren Anlageklassen einen potenziellen Multitrillionenmarkt bis 2030. Strategen wie Tom Lee von Fundstrat vergleichen die Tragweite dieser Entwicklung mit der Abkehr vom Goldstandard Anfang der 1970er Jahre. In extrem bullischen Szenarien werden fürEthereumlangfristig deutlich zweistellige Tausenderkurse skizziert; für Anleger bleiben solche Prognosen jedoch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet und duerfen nicht als Garantien missverstanden werden.

Parallel dazu gewinnt Staking als Ertragsquelle an Bedeutung. Viele bestehende Spot-ETFs aufEthereumreichen bislang keine Staking-Ertraege an Investoren weiter. Aenderungen zeichnen sich ab, etwa durch Antraege grosser Vermoegensverwalter auf staked-basierte Produkte. Investmentbanken wie Goldman Sachs, Citigroup oder Morgan Stanley verweisen in ihren Marktkommentaren regelmaessig auf das Zusammenspiel aus Regulierungsschub, Tokenisierung und Staking als zentrale Treiber für die mittelfristige Ethereum-Story.

In der Summe prallen damit zwei Realitaeten aufeinander: Kurzfristig dominieren Liquidationen und Risikoabbau den Markt, mittel- bis langfristig sprechen strukturelle Trends für ein Wiederaufleben der Nachfrage. Ob der aktuelleEthereum Kursrutschschon den endgueltigen Boden markiert, bleibt offen und haengt auch von der gesamtmaerk tlichen Risikoaversion in den kommenden Wochen ab.

Fazit

Der juengsteEthereum Kursrutschspiegelt einen breiten Risikoabbau im Kryptomarkt wider, trifft aber auf ein Oekosystem, das strukturell so etabliert ist wie nie zuvor. für Anleger bedeutet das eine anspruchsvolle Gemengelage aus kurzfristiger Volatilitaet und laengerfristigen Chancen durch Regulierung, Tokenisierung und Staking. WerEthereumim Depot hat oder einen Einstieg plant, sollte die Unterstuetzungszonen um 2.100 bis 2.300 US-Dollar im Blick behalten und zugleich die naechsten Schritte rund um den Clarity Act als moegliche Weichenstellung für die nächste Aufwaertsphase einordnen.

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Oracle Kapitalerhoehung: 50-Mrd.-Plan schockt Wall Street

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02.02.26 16:11 Uhr

Oracle Corporation

Oracle plant eine gigantische Kapitalerhoehung im Volumen von bis zu 50 Milliarden US‑Dollar. Mit dem Geld will der Softwarekonzern seine KI- und Cloud-Infrastruktur massiv ausbauen – doch die Börse fuerchtet Verwässerung und steigende Risiken. Was genau hinter der Oracle Kapitalerhoehung steckt und wie Analysten und Anleger reagieren, lesen Sie hier im Ueberblick.

Oracle Kapitalerhoehung: Was wird konkret geplant?

Oracle Corporationwill im Kalenderjahr 2026 brutto 45 bis 50 Milliarden US‑Dollar aufnehmen, um den Ausbau ihrer Cloud- und KI-Infrastruktur zu finanzieren. Rund die Haelfte dieser Summe soll über Eigenkapital hereinkommen – eine zentrale Komponente der Oracle Kapitalerhoehung. Geplant ist eine Kombination aus neuen Stammaktien, equity-linked Papieren und erstmals verpflichtend wandelbaren Vorzugsaktien. Zudem wurde ein At‑the‑Market‑Programm über bis zu 20 Milliarden US‑Dollar genehmigt, über das Oracle schrittweise Aktien zu laufenden Kursen platzieren will.

Die andere Haelfte der Finanzierung ist als Fremdkapital vorgesehen. Oracle plant eine einmalige Emission vorrangiger, unbesicherter Anleihen in Investment-Grade-Qualitaet zu Beginn des Jahres 2026. Goldman Sachs fuehrt die Bond-Transaktion an, während Citigroup das At‑the‑Market‑Aktienprogramm und die Ausgabe der wandelbaren Vorzugsaktien strukturiert. Ziel des Managements ist es, die noetigen Milliarden für KI- und Cloud-Projekte zu sichern und gleichzeitig das Investment-Grade-Rating zu halten.

An der Börse kommt der Schritt zwiespaeltig an: Die Aktie von Oracle (ORCL) notiert aktuell um 168,09 US‑Dollar und damit deutlich unter dem Allzeithoch. Zwischenzeitlich fuehrten die Plaene der Oracle Kapitalerhoehung zu empfindlichen Kursverlusten, bevor sich die Papiere wieder erholten.

Oracle: Warum jetzt diese gewaltige Finanzierung?

Ausloeser des Finanzierungspakets ist der explodierende Bedarf an Rechenleistung für KI-Anwendungen. Oracle baut seine Oracle Cloud Infrastructure massiv aus, um vertraglich zugesicherte Nachfrage grosser Kunden zu bedienen – darunterNvidia,AMD,Meta Platforms,OpenAI, TikTok und xAI. Allein die geplanten KI-Rechenzentren in Texas, New Mexico, Wisconsin und Michigan erfordern zweistellige Milliardenbetraege für GPUs, Serverhardware, Energieinfrastruktur und langfristige Standortmieten.

Diese Investitionen haben den freien Cashflow tief in den negativen Bereich gedrueckt und duerften ihn nach aktuellen Schaetzungen bis mindestens 2030 belasten. Parallel liegt die Netto-Verschuldung bereits im dreistelligen Milliardenbereich, während die Kosten zur Absicherung von Oracle-Anleihen via Credit Default Swaps zeitweise Niveaus wie in der Finanzkrise erreichten. Genau hier setzt die Oracle Kapitalerhoehung an: Durch die Mischung aus Eigen- und Fremdkapital soll die Bilanz stabilisiert und weiterer Druck von den Anleihemaerkten genommen werden.

Analysten werten den Schritt unterschiedlich. Strategen vonBernsteinsehen in der ausgewogenen Mischung aus Schulden und Eigenkapital einen wichtigen Hebel, um das Kreditrating zu stuetzen und Unsicherheit über künftige Finanzierungskosten zu reduzieren. Gil Luria von DA Davidson spricht davon, Oracle beginne mit der Kapitalaufnahme, sich aus einem „beträchtlichen Loch“ herauszuarbeiten – warnt aber zugleich, dass sowohl Anleihe- als auch Aktienmarkt an Belastungsgrenzen stossen koennten.

orcl tageschart februar 2026

Oracle: Wie reagieren Anleger und Wall Street auf die Plaene?

Die Börse ringt um eine Einordnung der Oracle Kapitalerhoehung.Reutersberichtet von einem initialen Kursrueckgang um rund 3 bis 4 Prozent im fruehen Handel, da Investoren vor allem eine Verwässerung bestehender Anteile und zusaetzliche Verschuldung fuerchten. Andere Marktteilnehmer verweisen darauf, dass Oracle im Gegensatz zu vielen Big-Tech-Konkurrenten keine Netto-Cash-Position, sondern einen hohen Schuldenberg mit sich traegt – und damit empfindlicher auf steigende Zinsen und Risikoaufschlaege reagiert.

Gleichzeitig sehen einige Hauser in dem Schritt auch eine Bereinigung:Investors Business Dailyhebt hervor, dass die klare Kommunikation von Umfang und Struktur der Finanzierung Unsicherheit aus dem Markt nehmen und die Story der KI-Offensive schaerfen koennte.Barron’sbetont, dass die geplanten Anleihen zum Testfall für die gesamte KI-Finanzierungseuphorie werden koennten, da Oracle als eine Art „Fruehwarnsystem“ für Uebertreibungen am Markt gilt.

Belastend wirken zudem Berichte, Oracle denke über den Abbau von bis zu 20.000 bis 30.000 Stellen sowie den Verkauf von Randaktivitaeten wie der Gesundheitssoftware-Sparte Cerner nach, um zusaetzlichen Cashflow zu generieren. Einige Banken haben sich Insidern zufolge bereits zurueckgezogen oder zeigen sich bei weiterer Projektfinanzierung für Oracle-Rechenzentren deutlich zueruckhaltender. Vor diesem Hintergrund erscheint die Oracle Kapitalerhoehung als Versuch, sich rechtzeitig alternative Finanzierungsquellen zu sichern.

Fazit

für Anleger bleibt das Chance-Risiko-Verhaeltnis ambivalent: Gelingt es Oracle, die milliardenschweren KI-Vertraege in profitables Wachstum zu verwandeln, koennte die jetzige Kapitalrunde den Grundstein für einen langfristigen Skaleneffekt legen. Scheitert die Wette auf dauerhafte KI-Nachfrage, drohen hingegen anhaltend schwacher Cashflow, Druck auf das Rating und weitere Verwässerung – genau diese Unsicherheit spiegelt sich aktuell im Aktienkurs wider.

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Disney -5%: Quartal mit Streaming-Coup

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02.02.26 15:59 Uhr

The Walt Disney Company

Die Aktie vonThe Walt Disney Companyrutscht nach den aktuellen Quartalszahlen deutlich ins Minus – trotz Rekorden in den Parks und erstmals profitabler Streaming-Sparte. Anleger fragen sich nun, ob die operative Entwicklung und der Ausblick die jüngste Rally rechtfertigen oder ob nach dem Rücksetzer weiteres Abwärtspotenzial droht.

Wie stark war das The Walt Disney Company Quartal operativ?

The Walt Disney Companymeldet für das erste Geschäftsquartal 2026 einen Umsatzanstieg um fünf Prozent auf rund 26 Milliarden US-Dollar. Damit lag der Konzern leicht über den Markterwartungen. Das Ergebnis je Aktie (EPS) erreichte 1,63 US-Dollar und übertraf damit den Konsens von 1,57 US-Dollar. Der Gewinn vor Steuern stagnierte bei 3,7 Milliarden US-Dollar, während der Gesamtbetriebsgewinn um neun Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar zurückging. Unterm Strich sank der verwässerte Gewinn je Aktie von 1,40 auf 1,34 US-Dollar, auch der bereinigte Wert lag mit 1,63 US-Dollar unter den 1,76 US-Dollar des Vorjahres.

Die Reaktion an der Börse fällt gemischt aus: Nach einem initialen Kurssprung handeln die Aktien zuletzt bei 105,86 US-Dollar und damit rund 5,1 Prozent unter dem Freitagsschlusskurs von 111,58 US-Dollar. Anleger honorieren zwar, dass das The Walt Disney Company Quartal die Schätzungen auf der Umsatz- und bereinigten Ergebnisebene übertrifft, zeigen sich aber nervös wegen der rückläufigen Marge und hoher kurzfristiger Investitionen.

Disney: Parks liefern Rekord, Entertainment schwächelt

Das Experiences-Segment mit Freizeitparks, Resorts und Kreuzfahrten war erneut der Wachstumsmotor vonThe Walt Disney Company. Erstmals überstiegen die Erlöse hier die Marke von 10 Milliarden US-Dollar in einem Quartal. Das Betriebsergebnis kletterte auf 3,3 Milliarden US-Dollar und machte damit etwa den dreifachen operativen Beitrag des Entertainment-Bereichs aus. In den US-Parks stieg das Betriebsergebnis um acht Prozent, getragen von einem einprozentigen Besucherplus und vier Prozent höheren Pro-Kopf-Ausgaben.

Im Segment Unterhaltung legte der Umsatz zwar um sieben Prozent auf 11,6 Milliarden US-Dollar zu, das Betriebsergebnis fiel jedoch um 0,6 Milliarden auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Hauptgründe sind höhere Programm-, Produktions- und Marketingkosten – unter anderem für Blockbuster wie „Avatar: Fire and Ash“ und „Zootopia 2“, die 2025 gemeinsam mit „Lilo & Stitch“ jeweils mehr als eine Milliarde Dollar an den Kinokassen einspielten. Die operative Marge im Entertainment-Segment liegt nur noch bei 9,5 Prozent und schürt Sorgen, dass trotz besserer Streaming-Zahlen der Margendruck anhält.

dis tageschart februar 2026 3

The Walt Disney Company Quartal: Streaming erstmals profitabel

Ein zentrales Highlight im The Walt Disney Company Quartal ist die Entwicklung im Streaming. Die Umsätze im Abonnement-Video-on-Demand erhöhten sich um elf Prozent auf rund 5,4 Milliarden US-Dollar, trotz eines leichten Gegenwinds durch Änderungen im Asien-Geschäft. Das Betriebsergebnis drehte von einem Verlust im Vorjahr auf einen Gewinn von 450 Millionen US-Dollar, ein Plus von 189 Millionen US-Dollar. Die Marge im Streaming-Segment erreichte 8,4 Prozent. Managementseitig ist das Ziel klar: Im Gesamtjahr soll eine zweistellige operative Marge von etwa zehn Prozent erreicht werden.

Als Treiber nenntThe Walt Disney CompanyPreiserhöhungen, ein stärkeres Bundle aus Disney+, Hulu und ESPN sowie hohe Abrufzahlen für Kinohits wie „Zootopia 2“ und „Avatar: Fire and Ash“ auf Disney+. Gleichzeitig stellt der Konzern die Berichterstattung um: Statt einer detaillierten Aufschlüsselung nach linearem TV, Streaming und Kino wird das Entertainment-Geschäft nun als Einheit geführt, Abonnentenzahlen werden nicht mehr separat ausgewiesen.

Was plant Disney für das weitere Jahr?

Für das zweite Geschäftsquartal 2026 erwartetThe Walt Disney Companyim Streaming-Geschäft ein operatives Ergebnis von rund 500 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von etwa 200 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Entertainment-Segment insgesamt soll das Betriebsergebnis in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Bei den Erlebnissen rechnet das Management mit nur moderatem Ergebniswachstum, da rückläufige Besucherzahlen in den US-Parks sowie Anlaufkosten für neue Kreuzfahrtschiffe (Disney Adventure) und die „World of Frozen“-Erweiterung in Disneyland Paris belasten.

Auf Jahressicht stellt der Konzern dennoch ein zweistelliges Wachstum beim bereinigten Gewinn je Aktie in Aussicht. Das Entertainment-Segment soll im Gesamtjahr ein zweistelliges Plus beim Betriebsergebnis liefern, vor allem dank eines starken Filmstarts in der zweiten Jahreshälfte. Die Streaming-Marge soll auf zehn Prozent steigen, das Experiences-Segment ein hohes einstelliges Gewinnwachstum erzielen. Hinzu kommt ein geplanter operativer Cashflow von rund 19 Milliarden US-Dollar und ein Aktienrückkaufprogramm über sieben Milliarden US-Dollar.

CEO-Frage bei The Walt Disney Company Quartal im Fokus

Zusätzliche Spannung im The Walt Disney Company Quartal bringt die mögliche Ablösung von Langzeit-CEO Bob Iger. Der Verwaltungsrat tagt in dieser Woche und könnte nach übereinstimmenden Berichten bereits in den kommenden Tagen über einen Nachfolger abstimmen. Favorit ist Josh D’Amaro, Chef der profitablen Erlebnis-Sparte, die seit 2020 den Großteil der Konzerngewinne liefert. Als weitere Kandidatin gilt Dana Walden, Co-Vorsitzende von Disney Entertainment. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen; Iger dürfte nach der Ernennung mehrere Monate zur Einarbeitung an Bord bleiben.

Analystenhäuser wie Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley beobachten insbesondere den Fortschritt bei der Streaming-Profitabilität, die Entwicklung der Entertainment-Marge sowie den Kurswechsel in der Chefetage. Für Anleger steht damit nicht nur die operative Stärke der Parks und der Streaming-Turnaround im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, ob ein CEO aus der Freizeitparksparte die komplexe Medien- und Plattformstrategie vonThe Walt Disney Companyerfolgreich weiterentwickeln kann.

Fazit

Das aktuelle The Walt Disney Company Quartal zeigt einen Konzern zwischen Rekordparks, erstarkendem Streaming und Margendruck im Kerngeschäft, während die CEO-Nachfolge kurz vor der Entscheidung steht. Für Anleger bleiben die Perspektiven attraktiv, sofern die versprochene Ergebnisdynamik in der zweiten Jahreshälfte eintritt und der Führungswechsel Vertrauen schafft. Die kommenden Quartale werden entscheiden, ob Disney den eingeschlagenen Turnaround-Kurs nachhaltig bestätigen kann.

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