DXY
$97.15
+0.90%
US Dollar Index
Wie stark beeinflusst die Nominierung von Keven Warsh dieUS Dollar und globale Geldpolitik– und warum reagiert der DXY so sensibel? Stehen wir vor einer geldpolitischen Wende, die Euro, Yen und Edelmetalle neu bewertet?
US Dollar Index Geldpolitik: Warum legt der DXY zu?
DerUS Dollar Index Geldpolitiksteht seit Freitag wieder im Mittelpunkt: Der DXY legte auf97,15zu und verzeichnete damit den stärksten Tagesanstieg seit Wochen. Treiber war vor allem die Entscheidung von Präsident Trump,Keven Warshals nächsten Fed-Chair zu nominieren. Warsh gilt als einer derhawkishsten Kandidatenund hat bereits in seiner Zeit als Fed-Gouverneur von 2006 bis 2011 wiederholt vor steigenden Inflationsrisiken gewarnt. Die Märkte preisen damit tendenziell ein, dass die US-Notenbank weniger aggressiv lockern dürfte als zuvor erwartet.
Zusätzlichen Rückenwind erhielt der Dollar durch die deutlich über den Prognosen liegendenUS-Produzentenpreise für Dezember. Der PPI stieg um0,5 % gegenüber Vormonatund3,0 % im Jahresvergleich, der Kern-PPI (ohne Energie und Lebensmittel) sogar um0,7 % m/mund3,3 % y/y. Zusammen mit dem Anstieg desMNI Chicago PMIauf 54,0 Punkte – den höchsten Wert seit über zwei Jahren – verstärkt das die Erwartung einer robusten US-Konjunktur bei gleichzeitig erhöhtem Preisdruck.
Federal Reserve: Wie könnte Keven Warsh den Kurs ändern?
Die Signale aus dem Offenmarktausschuss bleiben gemischt, was die Diskussion umUS Dollar Index Geldpolitikzusätzlich anheizt. St. Louis Fed-PräsidentAlberto Musalemwarnte, es wäre „unadvisable“, den Leitzins in den klar akkommodierenden Bereich zu senken, solange die Inflation über dem Ziel liegt und die Risiken ausgeglichen erscheinen. Demgegenüber betonte Fed-GouverneurChristopher Waller, die Geldpolitik sei weiterhin restriktiv und weitere Lockerungen seien notwendig.
Trotz des jüngsten Anstiegs bleibt im Hintergrund die Erwartung, dass die Fed die Zinsen im Jahr 2026 insgesamt um etwa50 Basispunkte senkendürfte. Die Terminmärkte sehen für die Sitzung am 17.–18. März derzeit nur rund17 % Wahrscheinlichkeitfür einen sofortigen Schritt von minus 25 Basispunkten. Die Ernennung Warshs wird von vielen Marktteilnehmern als Absage an tiefgreifende Zinssenkungen interpretiert, was den Dollar kurzfristig stützt, auch wenn der übergeordnete Trend einer graduellen Lockerung derUS Dollar Index Geldpolitikintakt bleibt.

Eurozone und Japan: Wie stützt divergierende Geldpolitik den Dollar?
Gegenüber dem Euro zog der Dollar spürbar an:EUR/USDfiel am Freitag um rund 0,92 %, obwohl die Konjunkturdaten aus der Eurozone überwiegend positiv ausfielen. DieArbeitslosenquotesank im Dezember auf ein Rekordtief von6,2 %, dieQ4-BIP-Wachstumsratelag mit 0,3 % q/q leicht über den Erwartungen, und sowohl die ein- als auch die dreijährigenInflationserwartungenlegten zu beziehungsweise blieben erhöht. Dennoch rechnen Swaps aktuell nur mit einer verschwindend geringen2-%-Chancefür eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank auf der Sitzung am 5. Februar; der Basisszenario bleibt:unveränderte Zinsen 2026.
In Japan sorgt die Kombination aus schwachenEinzelhandelsdaten(minus 2,0 % im Dezember, größter Rückgang seit 5,5 Jahren) und nachlassenderInflation in Tokiofür zusätzlichen Druck auf den Yen. Der annualisierte Anstieg des Tokio-CPI lag bei lediglich1,5 %, dem geringsten Plus seit fast vier Jahren. Der Markt sieht aktuell0 % Wahrscheinlichkeitfür einen Zinsschritt der Bank of Japan auf der Sitzung am 19. März, auch wenn für das Gesamtjahr 2026 noch ein zusätzlicher Zinsschritt nach oben erwartet wird. Das Zinsdifferenzial zugunsten des Dollars bleibt damit ein zentrales Argument für einen festen DXY und unterstreicht, wie engUS Dollar Index Geldpolitikund globale Zentralbankstrategien verflochten sind.
Edelmetalle und Risikoassets: Was bedeutet der staerkere Dollar?
Der kräftige Anstieg des DXY belastete die Edelmetallmärkte massiv.Gold-Futuresfür Februar brachen um11,37 %ein, Silber für März verlor sogar31,37 %. Die Kombination aus Warsh-Nominierung, starken US-PPI-Daten und der Ankündigung eines vorläufigen Deals zur Vermeidung einesUS-Government-Shutdownsreduzierte die Nachfrage nach sicheren Häfen deutlich und löste eine Bereinigung von Long-Positionen in Gold und Silber aus.
Zugleich bleiben im Hintergrund Faktoren bestehen, die bei einer erneuten Schwäche des Dollars wieder Aufwärtsdruck auf Edelmetalle erzeugen könnten: anhaltendegeopolitische Spannungenin Iran, der Ukraine, im Nahen Osten und in Venezuela, hohe US-Haushaltsdefizite sowie starkeZentralbankkäufe von Gold, angeführt von der chinesischen Notenbank. Diese Spannungsfelder machen deutlich, dass der aktuelle Aufschlag im DXY zwar kurzfristig von derUS Dollar Index Geldpolitikgetrieben ist, aber jederzeit von politischen und geopolitischen Risiken überlagert werden kann.
Fazit
Im Fazit bleibt der jüngste Anstieg des DXY Ausdruck einer strafferen erwarteten US Dollar Index Geldpolitik, die sich von der zögerlichen Haltung der EZB und den weiterhin ultralockeren Bedingungen in Japan abhebt. Für Anleger bedeutet das kurzfristig Rückenwind für den Dollar und Druck auf Euro, Yen und Edelmetalle, während mittel- bis langfristig die tatsächliche Umsetzung der globalen Zinspläne entscheidend sein wird. Wer seine Portfolioallokation anpassen will, sollte die weiteren Fed-Signale, insbesondere unter Keven Warsh, sowie neue Inflations- und Wachstumdaten genau verfolgen.







