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3 Tesla Earnings Fakten: Bewertung im Drama-Modus

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Tesla

Stehen dieTesla, Inc.Earnings vor einem gefährlichen Spagat zwischen schwachem Autogeschäft und hochfliegenden KI-Träumen? Anleger fragen sich, ob Robotaxis und Optimus die ambitionierte Bewertung wirklich tragen können – oder ob die Story erste Risse zeigt.

Wie schwach sind die Tesla Earnings im Kerngeschäft?

Im Vorfeld der Tesla Earnings für das Schlussquartal 2025 rechnen Analysten mit einem spürbaren Rückgang im klassischen Autogeschäft. Gegenüber dem Vorjahresquartal wird mit einem Umsatzminus von rund 3 % auf knapp 25 Milliarden US‑Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn je Aktie liegt die Konsensschätzung bei etwa 0,40 bis 0,45 US‑Dollar – ein Rückgang um rund 40 % im Jahresvergleich. Hintergrund sind vor allem schwächere Auslieferungen, aggressive Preissenkungen sowie steigende Anreize, etwa Rabatte von zeitweise bis zu 13 % auf das Model Y.

Bereits 2025 sind die weltweiten Fahrzeugauslieferungen von Tesla um rund 9 % gefallen, während die Automobilumsätze in den ersten neun Monaten des Jahres im selben Umfang zurückgingen. Gleichzeitig verliert das Unternehmen in vielen internationalen Märkten Marktanteile, obwohl Tesla in den USA nach wie vor etwa 50 % des Elektroautomarkts dominiert. Die Tesla Earnings müssen daher Antworten liefern, wie das Management den Margendruck und den wachsenden Wettbewerb abfedern will.

Wie trägt die Tesla Bewertung die aktuelle Schwäche?

Trotz der operativen Schwäche bleibt die Bewertung der Aktie außergewöhnlich hoch. Verschiedene Kennzahlen wie das erwartete KGV 2026 von deutlich über 200 und ein Kurs-Gewinn-Wachstum, das ein Mehrfaches des Branchendurchschnitts beträgt, machen Tesla zu einem typischen “Story-Stock”. Kritiker verweisen darauf, dass die aktuelle Bewertung kaum noch vom heutigen Geschäft mit Elektroautos getragen wird, sondern fast vollständig von Hoffnungen auf künftige Erlösquellen abhängt.

Genau deshalb werden die kommenden Tesla Earnings stärker als sonst auf den Ausblick und weniger auf die rückwärtsgewandten Zahlen fokussiert sein. Entscheidend wird, ob Elon Musk einen glaubhaften Pfad aufzeigt, wie Tesla von einem zyklischen Autohersteller zu einem Anbieter hochmargiger KI-Dienstleistungen rund um autonomes Fahren, Robotaxis und humanoide Roboter werden kann. Bleiben konkrete Meilensteine und Zeithorizonte vage, dürfte es für die Aktie schwierig werden, die hohe Bewertung zu verteidigen.

tsla tageschart januar 2026 5

Was erwarten Anleger von Tesla Earnings bei Robotaxis?

Ein zentrales Thema der Tesla Earnings ist das Robotaxi-Programm. Musk spricht seit Jahren davon, eine globale Flotte autonomer Fahrzeuge aufzubauen, die “quasi unendliche” Nachfrage bedienen soll. In ersten Städten wie Austin und im Raum San Francisco sind bereits Robotaxi-Fahrten ohne Sicherheitsfahrer möglich, was den technologischen Fortschritt unterstreicht. Dennoch liegt Tesla bei gefahrenen vollautonomen Meilen im Vergleich zu einigen Wettbewerbern weiterhin zurück, während regulatorische und sicherheitsrelevante Hürden bestehen.

Die Börse erwartet nun klarere Aussagen zu Skalierungsplänen, Kosten pro Meile und den Zeitzielen für eine breitere Einführung des Robotaxi-Angebots. Zudem beobachten Investoren, wie sich die Abkehr vom klassischen Autopilot hin zu stärker monetarisierbaren Software-Paketen wie “Full Self-Driving” in den Zahlen niederschlägt. Die Tesla Earnings könnten hier erste Hinweise liefern, ob die Strategie, weniger Hardware-Margen und mehr Software-Umsätze, bereits anfängt zu tragen oder noch weitgehend Zukunftsmusik bleibt.

Welche Rolle spielt Tesla Optimus für die Story?

Neben Robotaxis ist der humanoide Roboter Optimus die zweite grosse Wette, mit der Musk Tesla zu einem führenden Player in “physischer KI” machen will. Nach Unternehmensangaben sind bereits erste Optimus-Einheiten in den eigenen Fabriken im Einsatz, weitere interne Aufgaben sollen bis Ende des Jahres folgen. Perspektivisch stellt Musk in Aussicht, Optimus ab Ende 2025 an externe Kunden zu verkaufen.

Auch wenn Optimus in den aktuellen Tesla Earnings nur marginale finanzielle Beiträge liefert, ist das Projekt zentral für die langfristige Investmentstory. Gelingt es Tesla, die bei Fahrzeugen erprobten Fertigungstechniken wie Mega- oder Gigacasting auch in der Robotik zu nutzen, könnten Kostenvorteile entstehen, die einen frühen Markteintritt ermöglichen. Für Anleger bleibt jedoch das Risiko hoch, dass sich diese Vision deutlich verzögert oder regulatorische und sicherheitstechnische Anforderungen den Rollout bremsen.

Wie reagiert Tesla auf Konkurrenz und Handelspolitik?

Parallel zu den Tesla Earnings steht der globale EV-Markt unter dem Eindruck zunehmender Konkurrenz aus China und einer zunehmend fragmentierten Handelspolitik. Elon Musk warnt selbst, dass westliche Hersteller ohne Handelsbarrieren von chinesischen Anbietern überrollt werden könnten, die Elektroautos teilweise günstiger als Verbrenner anbieten. Zugleich könnten neue Handelsabkommen Chancen eröffnen: Eine geplante Senkung der Importzölle Indiens auf aus der EU eingeführte Fahrzeuge würde es Tesla etwa erlauben, den Subkontinent von der Gigafactory in Berlin aus besser zu bedienen – auch wenn Elektroautos dort zunächst noch ausgespart sind.

In den USA belasten zusätzlich politische Risiken und das Ende von Steueranreizen die Nachfrage. Wettbewerber wie Lucid setzen derweil stärker auf lokale Fertigung in Märkten wie Saudi-Arabien, um sich langfristig zu positionieren. Für Tesla wird es entscheidend sein, die eigene Lieferkette – etwa über Nickel-Lieferverträge aus den USA – weiter zu diversifizieren und die Kostenbasis zu senken, um im anhaltenden Preiswettbewerb bestehen zu können.

Fazit

Im Fazit lassen sich die anstehenden Tesla Earnings als Stresstest für eine ambitionierte Zukunftsvision lesen: Kurzfristig schwache Zahlen treffen auf eine extrem hohe Bewertung, die grosse Wetten auf Robotaxis und Optimus voraussetzt. Für Anleger bleibt Tesla damit ein polarisierender Titel, bei dem sich Skepsis gegenüber dem Kerngeschäft und Vertrauen in Musks KI- und Robotik-Agenda scharf gegenüberstehen. Die kommenden Quartalsberichte und Updates zu Tesla Earnings werden zeigen, ob das Unternehmen den Spagat zwischen Gegenwart und Zukunft glaubhaft meistern kann.

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Gold Rekordhoch: +2,1% Rallye auf 5.086 $

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Steht derGoldpreis auf Rekordhocherst am Anfang einer noch größeren Rallye? XAU überspringt klar die Marke von 5.000 US-Dollar je Unze – doch welche Kräfte treiben den Kurs wirklich und wie weit sehen Top-Banken jetzt Luft nach oben?

Gold Rekordhoch: Welche Kräfte treiben den Sprung?

Der jüngste Kurssprung auf einGold Rekordhochist das Ergebnis mehrerer sich überlagernder Krisen. Zum Wochenbeginn überschritt der Goldpreis erneut klar die Marke von 5.000 US-Dollar je Feinunze und notierte zeitweise sogar über 5.092 Dollar. In Euro gerechnet markierte das Edelmetall mit rund 4.296 Euro je Unze ebenfalls ein Allzeithoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf etwa 17 bis 18 Prozent, nachdem Gold bereits im Vorjahr um mehr als 60 Prozent zugelegt hatte – die stärkste Jahresperformance seit Ende der 1970er Jahre.

Marktbeobachter verweisen auf eine Mischung aus geopolitischen Konflikten, wachsenden Haushaltsdefiziten und einem schwächeren US-Dollar. Militärische Spannungen in Venezuela, Proteste im Iran und der anhaltende Konflikt rund um Grönland haben den Charakter von Gold als Krisenwährung geschärft. Parallel dazu sorgen Streitigkeiten um Straffzölle und die erratische Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump für zusätzliche Nervosität.

Goldman Sachs & Bank of America: Wie hoch kann Gold steigen?

Investmentbanken haben ihre Modelle an dasGold Rekordhochangepasst.Goldman Sachserhöhte ihr Preisziel für Gold zuletzt auf5.400 US-Dollar je Unzeund begründet dies mit strukturell höheren Risikoaufschlägen im Finanzsystem und anhaltenden Käufen von Zentralbanken. Die Analysten verweisen darauf, dass viele Marktteilnehmer den Sprung über 5.000 Dollar zwar erwartet, aber nicht so früh im Jahr einkalkuliert hatten.

Noch optimistischer zeigt sich dieBank of America. ChefstrategeMichael Hartnetthält einen Goldpreis von6.000 US-Dollarbis zum Frühjahr für möglich. MetallexperteMichael Widmersieht bei Minengesellschaften sinkendes Angebot, steigende Förderkosten und dennoch deutliches Gewinnpotenzial. Sein Szenario: Ein moderater Anstieg der Investmentnachfrage um etwa 14 Prozent könnte reichen, um die 6.000-Dollar-Marke zu erreichen, zumal Gold in vielen Portfolios nach wie vor untergewichtet ist.

Auch andere Häuser wieCitigroupundRBC Capital Marketsstufen Gold beziehungsweise Goldproduzenten konstruktiv ein und verweisen auf das veränderte Zinsumfeld sowie die Rolle von Gold als langfristige Absicherung gegen Währungs- und Schuldenrisiken.

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Vertrauenskrise: Warum Anleger Gold Staatsanleihen vorziehen

Der Höhenflug von XAU ist zugleich ein Misstrauensvotum gegenüber klassischen Sicherheiten wie Staatsanleihen. In den vergangenen Monaten haben massive Verkäufe an einzelnen Anleihemärkten – etwa in Japan – die Sorge vor ausufernder Staatsverschuldung verdeutlicht. Zugleich mehren sich Befürchtungen, Regierungen könnten ihre Schulden über höhere Inflation entwerten. Dieser sogenannte Debasement-Trade treibt Anleger aus Papierwährungen in reale Werte.

Hinzu kommt die politische Dimension: Wiederholte Attacken von Donald Trump auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve verunsichern Investoren. Die Aussicht auf einen eher „taubenhaften“ Fed-Chef und weitere Zinssenkungen reduziert die Opportunitätskosten von Gold, das selbst keine laufenden Erträge abwirft. Ein schwächerer Dollar verstärkt den Effekt, weil Edelmetalle für Käufer außerhalb des Dollarraums günstiger werden.

Ein weiterer struktureller Treiber sind dieZentralbanken. Vor allem Schwellenländer wie China bauen ihre Goldreserven deutlich aus, um sich unabhängiger vom US-Dollar zu machen. Ihre monatlichen Käufe liegen klar über dem langjährigen Durchschnitt und verleihen der Rally eine fundamentale Basis, die über kurzfristige Spekulation hinausgeht.

Silber, Platin & Co.: Was bedeutet das Rekordhoch für andere Metalle?

Neben demGold Rekordhochverzeichnen auch andere Edelmetalle neue Bestmarken. Silber stieg erstmals über100 US-Dollarje Unze und kletterte zuletzt auf rund 107 bis 109 Dollar. Auf Jahressicht summiert sich das Plus damit auf knapp 50 Prozent. Platin erreichte mit etwa 2.867 Dollar ebenfalls ein Rekordniveau. Silber profitiert zusätzlich zu seinem Krisenschutz-Image von einer robusten industriellen Nachfrage, insbesondere aus Zukunftssektoren wie KI, Robotik und erneuerbaren Energien.

Die Parallelen zwischen Gold- und Silberrally verdeutlichen, dass Investoren nicht nur ein einzelnes Asset suchen, sondern breit in materielle Werte diversifizieren. Für physische Halter von Barren und Münzen schaffen die Rekordstände starke Verkaufsanreize, zumal Ankäufer derzeit nur wenige Prozent unter dem Spotpreis zahlen. Zugleich wächst das Interesse an börsengehandelten Produkten mit physischem Auslieferungsanspruch, die in einigen Jurisdiktionen nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei veräußert werden können.

Fazit

Für Anleger signalisiert das Gold Rekordhoch weniger Euphorie als Alarm: In einer Welt steigender Schulden und wachsender geopolitischer Risiken etabliert sich Gold erneut als zentraler Baustein der strategischen Vermögenssicherung.

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3 Fakten zur Bank of Japan Intervention – Wendepunkt

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Droht dem Devisenmarkt ein neuer Wendepunkt, wenn dieBank of Japan und Yen-Interventionplötzlich Realität wird? Zwischen Rate Checks in New York, scharfen Warnungen aus Tokio und nervösen JGB-Märkten fragen sich Anleger, wie nah die nächste koordinierte Aktion wirklich ist.

Bank of Japan Intervention: Wie kritisch ist der Yen?

Der Yen startete in die neue Handelswoche mit dem stärksten Tagesgewinn seit Monaten und legte zeitweise mehr als1 %gegenüber dem US-Dollar zu. Auslöser war ein berichteterRate Checkder Federal Reserve Bank of New York bei großen Finanzinstituten, mit Fokus auf den Yen-Wechselkurs. Solche Prüfungen gelten am Devisenmarkt traditionell als letztes Warnsignal vor tatsächlichen Eingriffen und nähren die Spekulation, dass eineBank of Japan Interventionunmittelbar bevorstehen könnte.

Parallel verschärftePremierministerin Sanae Takaichiden Ton und warnte explizit vor Maßnahmen gegen “abnormale” Kursbewegungen. Der Wechselkurs um die Marke von154 Yen je Dollarwird von Marktteilnehmern als inoffizielle “rote Linie” interpretiert, nachdem dieser Bereich zuletzt den stärksten Sprung seit August ausgelöst hatte. Die Kombination aus verbalen Warnschüssen aus Tokio und operativer Aktivität in New York hat die Volatilität im Yen deutlich erhöht.

Am Anleihemarkt sorgt zudem ein erneuterJGB-Joltbei japanischen Staatsanleihen für Nervosität. Auch wenn Beobachter betonen, dass es sich nicht um eine strukturelle Krise Japans handelt, verschärft die gleichzeitige Bewegung in Währung und Renditen den Druck auf die Verantwortlichen in Tokio.

Koordinierte Bank-of-Japan-Intervention mit USA?

Besondere Brisanz erhält die aktuelle Diskussion, weil die New York Fed Medienberichten zufolge nicht nur beobachtet, sondern aktivRate Checksim Dollar-Yen durchgeführt hat. Marktstrategen verweisen darauf, dass das japanische Finanzministerium (MOF) bei früheren Interventionen häufig über die Fed operiert hat – zuletzt nach der Fukushima-Katastrophe 2011. Dass nun erneut die US-Notenbank-Tochter eingebunden zu sein scheint, wird als Signal möglicherkoordinierter Aktionen zwischen USA und Japangewertet.

Analysten ziehen Parallelen zumPlaza-Abkommen von 1985, als führende Industrieländer gemeinsam gegen einen überstarken Dollar vorgingen. In Marktkreisen kursiert seit Längerem der Begriff eines möglichen “Mar-a-Lago Accord”, der eine Neuauflage koordinierter Wechselkursabsprachen zwischen Washington und Tokio umschreibt. Eine tatsächliche Bank of Japan Intervention in Abstimmung mit den USA würde ein außergewöhnlich starkes Signal an die Märkte senden, dass der aktuelle Dollar-Yen-Kurs als politisch nicht mehr akzeptabel gilt.

FürGouverneur Kazuo Üdaverschärft sich damit der ohnehin schwierige Balanceakt: Einerseits muss die Notenbank die Renditen japanischer Staatsanleihen unter Kontrolle halten, andererseits verhindert eine zu lockere Geldpolitik eine nachhaltige Erholung des Yen. Jede Intervention am Devisenmarkt steht daher im Spannungsfeld zur geldpolitischen Ausrichtung der Bank.

Was bedeutet eine Bank of Japan Intervention für Anleger?

Für globale Investoren rückt der Yen als klassischerSafe-Havenwieder in den Fokus. Eine glaubhafte Bank of Japan Intervention, möglicherweise flankiert von den USA, könnte eine Phase beschleunigter Yen-Stärke einleiten – mit direkten Folgen für Exportwerte aus Japan und Carry-Trades, die auf einen schwachen Yen gesetzt haben. Absicherungsstrategien im Dollar-Yen sowie bei japanischen Aktien rücken damit hoch auf die Agenda institutioneller Anleger.

Investmentbanken wieCitigroup,Goldman SachsundMorgan Stanleybeobachten die Lage insbesondere mit Blick auf Kapitalflüsse zwischen US-Staatsanleihen und japanischen JGBs. Eine anhaltende Yen-Stärkung könnte Umschichtungen in den globalen Bondmärkten auslösen, wenn japanische Investoren verstärkt heimische Anlagen bevorzugen. Zugleich bleibt die Volatilität im JGB-Markt ein Risikofaktor, der auf US-Renditen und Aktienbewertungen zurückwirken kann.

Für kurzfristig orientierte Trader erhöht die aktuelle Konstellation die Attraktivität von Volatilitätsstrategien im Dollar-Yen, während langfristige Anleger das Interventionsrisiko in ihre Allokationsentscheidungen für Asien einpreisen müssen. Ob es zu einer umfassenden Bank of Japan Intervention kommt oder es bei verbalen Drohungen und Rate Checks bleibt, hängt maßgeblich davon ab, ob der Markt die in den Sand gezogene Linie bei rund 154 Yen je Dollar respektiert.

Fazit

Im Fazit bleibt der Yen damit klar auf Interventionsbeobachtung, und eine mögliche Bank of Japan Intervention entwickelt sich zum zentralen Thema an den Devisen- und Anleihemärkten. Anleger sollten die Signale aus Tokio und New York eng verfolgen und ihre Währungs- und Zinsrisiken aktiv managen. Gelingt es den Behörden, durch abgestimmtes Vorgehen Vertrauen zu schaffen, könnte der Yen wieder an Stabilität gewinnen und so neue Chancen im japanischen Markt eröffnen.

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Adidas Prognose: -5,7% Rutsch und kritische Warnung

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Droht derAdidas AG-Aktie nach dem plötzlichen Kursrutsch um 5,7 Prozent ein längerfristiger Rückschlag? Eine deutliche Herabstufung durch RBC und eine vorsichtige Adidas Prognose bis 2026 sorgen für Unruhe – doch wie groß ist das Risiko für Anleger wirklich?

Adidas Prognose unter Druck: Warum warnt RBC?

Die Aktien vonAdidas AG(ADS) verloren am Freitag rund 5,7 Prozent auf etwa 143,75 Euro und markierten damit ein neues Tief seit März 2023. Auslöser des Kursrutschs ist eine Herabstufung durch die kanadische BankRBC Capital Markets. AnalystPiral Dadhaniasenkte das Votum von „Outperform“ auf „Sector Perform“ und kappte das Kursziel deutlich von 190 auf 160 Euro. Das impliziert vom aktuellen Niveau nur noch ein Aufwärtspotenzial von rund elf Prozent – zu wenig, um den erhöhten Risiken im globalen Sportartikelmarkt ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis gegenüberzustellen.

Im Zentrum der Skepsis steht dieAdidas Prognosefür das Jahr 2026. Dadhania rechnet damit, dass das Management Anfang März im Rahmen der Jahresbilanz 2025 einen vorsichtigen Ausblick geben wird. Beim operativen Ergebnis erwartet der Analyst lediglich eine Spanne von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro. Auf Basis des Mittelpunkts läge die Adidas Prognose damit rund zehn Prozent unter den aktuellen Markterwartungen. Eine solche Zielsetzung könnte die Hoffnung vieler Investoren auf eine schnelle Rückkehr zu früheren Margen dämpfen.

Adidas AG operativ stark – aber ohne Kurstreiber?

Fundamental attestiert RBC dem Konzern zwar weiterhin eine bessere operative Entwicklung als vielen Wettbewerbern. Gleichzeitig fehle es jedoch an klaren Kurstreibern, die den Markt kurzfristig positiv überraschen könnten. Dadhania verweist auf ein anspruchsvolles Branchenumfeld mit Überangebot, verschärftem Wettbewerb und veränderten Konsumgewohnheiten in China. Vor diesem Hintergrund bevorzugt RBC innerhalb des Sektors eindeutigNike, dem US‑Rivalen werden attraktivere Wachstumsperspektiven zugeschrieben.

Auch andere Analystenhäuser hatten in den vergangenen Quartalen wiederholt auf die gestiegene Unsicherheit hingewiesen. So zeigte sich etwa Invezz im Sommer 2025 kritisch, nachdem Adidas mit schwächeren Quartalsumsätzen und Belastungen durch US‑Zölle zu kämpfen hatte und die Jahresziele dennoch lediglich bestätigte, statt sie anzuheben. Die aktuelle Reaktion auf die vorsichtige Adidas Prognose fügt sich damit in eine Serie von Enttäuschungen ein, die den Kurs vom Hoch bei über 250 Euro im Jahr 2025 auf das jetzige Niveau mehr als halbiert haben.

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Adidas Prognose vs. Konsens: Wer liegt richtig?

Trotz der nun deutlich zurückhaltenderen Einschätzung durch RBC bleibt der Analystenkonsens insgesamt positiv. Von 33 beobachtenden Experten stufen derzeit 27 die Aktie vonAdidas AGals Kauf ein, vier empfehlen Halten, nur zwei raten zum Verkauf. Das durchschnittliche Zwölf‑Monats‑Kursziel liegt bei rund 226 Euro und damit gut 56 Prozent über dem aktuellen Kurs. Damit stellt sich die Frage, ob die Adidas Prognose von RBC ein Vorbote breiterer Abwärtsrevisionen ist – oder ob sich die Mehrheit der Analysten mit ihren Annahmen durchsetzt.

Rückblickend hatte der Konzern nach dem schwierigen „Yeezy“-Aus debakel bereits 2024/25 deutliche Fortschritte erzielt. Medienberichte über ein starkes Abschlussquartal 2024 und ein zweistelliges Umsatzwachstum unterstreichen, dass die operative Basis stimmt. Dennoch bleibt der Markt sensibel, wenn es um die mittelfristige Adidas Prognose geht: Jede Andeutung von Vorsicht wird direkt in die Bewertungsmodelle eingepreist und trifft eine Aktie, die ohnehin schon zu den schwächsten Performern im DAX zählt.

Adidas AG Chartanalyse: Droht der nächste Sturz?

Charttechnisch hat sich das Bild deutlich eingetrübt. Die Aktie notiert klar unter der 200‑Tage‑Linie, die aktuell um 184 Euro verläuft und seit Monaten abwärts zeigt. Bereits zuvor war der Kurs unter den 50‑Tage‑Durchschnitt um 161 Euro gefallen. Mit dem Bruch der Unterstützung bei 150 Euro hat sich der übergeordnete Abwärtstrend bestätigt. Nächste markante Haltezonen werden im Bereich um 130 Euro gesehen; darunter rückt psychologisch schnell die 100‑Euro‑Marke in den Fokus.

Fazit

Kurzfristige Prognosemodelle deuten auf eine erhöhte Schwankungsbreite hin. Für die kommenden Wochen wird eine Handelsspanne grob zwischen 120 und 170 Euro für wahrscheinlich gehalten. Das lässt zwar Raum für technische Erholungen, unterstreicht aber auch, dass das Risiko weiterer Rückschläge nicht gebannt ist. Für Trader bleibt die Adidas Prognose damit volatil und stark nachrichtengetrieben – insbesondere mit Blick auf den anstehenden Ausblick des Managements für 2026.

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Meta KI‑Investitionen: 910-$-Wende mit Turbo?

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Werden die massivenMeta KI‑Investitionenzum teuren Risiko – oder zum Turbo für den nächsten Gewinnsprung? Anleger blicken auf steigende Umsätze, sinkenden Free Cashflow und ein ambitioniertes 910‑Dollar-Kursziel.

Meta KI‑Investitionen: Risiko oder Rendite-Turbo?

Metaarbeitet sich nach einer Kurskonsolidierung zurück auf die Kauflisten institutioneller Anleger. Die Aktie legte zuletzt um 1,72 % auf 658,00 US‑Dollar zu, bleibt aber deutlich unter dem Rekordniveau. Hauptgrund für die Skepsis vieler Investoren sind die massivenMeta KI‑Investitionen, die kurzfristig Margen und freien Cashflow belasten, langfristig aber die Basis für neue Produkte und Umsatzquellen legen sollen.

Im dritten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 26 % auf 51,2 Milliarden US‑Dollar, deutlich schneller als in den Vorquartalen mit 16 % bzw. 22 % Wachstum. Rund 98 % der Erlöse stammen weiterhin aus Werbung. Ad-Impressions über alle Apps legten um 14 % zu, der durchschnittliche Preis pro Anzeige kletterte um 10 %. Die täglich aktiven Nutzer erreichten über 3,5 Milliarden und wuchsen damit um 8 %.

Operativ erwirtschaftete Meta 20,5 Milliarden US‑Dollar Gewinn, doch die Kosten explodierten um 32 %, was die Marge von 43 % auf 40 % drückte. Besonders ins Gewicht fielen Investitionen in Rechenzentren, GPUs und Cloud-Kapazitäten für KI-Anwendungen. Die Kapitalausgaben summierten sich im Quartal auf 19,4 Milliarden US‑Dollar, der freie Cashflow fiel auf 10,6 Milliarden nach 15,5 Milliarden ein Jahr zuvor.

Meta Kursziel 910 Dollar: Wie realistisch ist das?

Auf Bewertungsbasis sehen mehrere Häuser die aktuelle Schwächephase als Einstiegsgelegenheit.Jefferies-Analyst Brent Thill bekräftigte sein Kaufrating und ein Kursziel von 910 US‑Dollar. Er verweist darauf, dass Meta mit dem 20,1‑fachen der erwarteten Gewinne notiert, während Alphabet mit dem 28,3‑fachen bewertet wird. Aus seiner Sicht sind die Sorgen um die Meta KI‑Investitionen überzogen, zumal neue KI-Modelle in der ersten Hälfte 2026 einen Wendepunkt markieren könnten.

Auch andere Research-Häuser heben die Kombination aus starkem Kerngeschäft und robuster Bilanz hervor. Der Markt bewertet Meta aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis im niedrigen 20er-Bereich, obwohl das Unternehmen ein zweistelliges Umsatzwachstum, ein operatives Ergebnis von über 20 Milliarden US‑Dollar pro Quartal und einen Netto-Cash-Bestand von rund 44,5 Milliarden US‑Dollar bei langfristigen Schulden von 29 Milliarden US‑Dollar vorweisen kann.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob die Meta KI‑Investitionen in der erwarteten Geschwindigkeit in Umsatz und Gewinn umgemünzt werden können. Bleibt die Monetarisierung hinter den Erwartungen zurück, drohen anhaltender Margendruck und Enttäuschungen bei den Gewinnschätzungen. Für risikobewusste Langfrist-Anleger könnte genau diese Unsicherheit jedoch ein günstiges Chance-Risiko-Verhältnis eröffnen.

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Threads vs. X: Zündet Metas KI‑Werbe-Turbo?

Parallel zur Debatte über die Meta KI‑Investitionen treibt das Unternehmen die Expansion seiner Plattform Threads voran. Die textbasierte App hat X bei der mobilen Nutzung überholt: Anfang Januar 2026 verzeichnete Threads laut Marktdaten rund 141,5 Millionen täglich aktive Nutzer auf iOS und Android, während X etwa 125 Millionen mobile Nutzer erreichte. Rückenwind liefern die enge Verzahnung mit Instagram und Facebook, neue Tools für Creator sowie Direktnachrichten und Communities.

Auf dem Desktop liegt X mit mehr als 150 Millionen täglichen Web-Besuchen zwar weiterhin klar vorne, doch Meta nutzt die starke Mobile-Basis, um einen entscheidenden Schritt in Richtung Monetarisierung zu gehen. Ab dem 26. Januar startet die weltweite Einführung personalisierter Werbung auf Threads. Dabei greift Meta auf denselben KI-gestützten Ad-Stack zurück, der bereits Facebook und Instagram antreibt. Zunächst sollen nur wenige Anzeigen erscheinen, später ist eine schrittweise Ausweitung geplant.

Für die Kapitalmarktdebatte rund um die Meta KI‑Investitionen ist diese Entwicklung ein wichtiges Puzzleteil. Je schneller Threads substanzielle Werbeerlöse liefert, desto klarer lässt sich der Return on Investment der gigantischen KI-Infrastruktur rechtfertigen. Branchenbeobachter sehen in der Skalierung der bestehenden Werbesysteme über eine zusätzliche große Plattform einen potenziellen Hebel für Margenverbesserungen in den kommenden Jahren.

Meta KI‑Investitionen: Welche Risiken bleiben?

Neben Wachstum und Profitabilität rücken regulatorische Fragen stärker in den Mittelpunkt. Meta hat den Zugang von Jugendlichen zu den eigenen KI-Charakteren in allen Apps weltweit vorübergehend gestoppt, um eine überarbeitete Version speziell für Teenager zu entwickeln. Damit reagiert das Unternehmen auf Bedenken rund um Jugendschutz, Datensicherheit und mögliche Fehlanreize durch generative KI.

Fazit

Auch im klassischen Plattformgeschäft verschärft Meta seine Kontrollen, etwa auf Facebook Marketplace, wo Handelsrichtlinien den Verkauf gestohlener Waren untersagen. Unter wachsendem politischen Druck werden zusätzliche Verifizierungsmaßnahmen für bestimmte Händler eingeführt. Diese Schritte zeigen, dass Meta die gesellschaftlichen und politischen Risiken seiner Größenordnung ernst nehmen muss – ein Faktor, der bei der Bewertung der Meta KI‑Investitionen und künftiger Produktstarts stets mitgedacht werden sollte.

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Amazon Strategie: +2,2% Kurs-Sprung dank KI-Turbo

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Amazon

Wie schafft esAmazon.com, Inc., mit AWS-Gewinnen, massiven KI-Investitionen und neuen Superstores gleichzeitig zu wachsen? Der Konzern baut seine Cloud- und Handelsstrategie radikal um – und Anleger fragen sich, wie viel Potenzial noch im Kurs steckt.

Amazon Strategie: Wo liegt jetzt der Wachstumskern?

Amazon.com, Inc.dominiert mit rund 38 Prozent Marktanteil den US-Onlinehandel, doch der eigentliche Gewinnmotor ist längst die Cloud-Sparte AWS. Im jüngsten Quartal steuerte AWS rund 65 Prozent des operativen Ergebnisses bei und wuchs währungsbereinigt um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr – nach zuvor 17 Prozent. Trotz Lieferengpässen bei Rechenleistung kann der Konzern die starke Nachfrage nach Cloud- und KI-Diensten nur begrenzt bedienen, was die strategische Bedeutung der aktuellen Investitionswelle unterstreicht.

Die Amazon Strategie setzt dabei auf Skaleneffekte: Mit rund 691 Milliarden US‑Dollar Umsatz auf Zwölfmonatsbasis und 130 Milliarden US‑Dollar operativem Cashflow verfügt der Konzern über enorme finanzielle Feuerkraft. Diese Mittel fließen vorrangig in neue Rechenzentren und KI-Infrastruktur, um künftige Nachfrage zu sichern und die hohe Profitabilität von AWS zu stützen. Analysten rechnen im Schnitt mit langfristigen Gewinnzuwächsen von 18 bis 19 Prozent pro Jahr.

Wie stark investiert Amazon in KI und Cloud?

Ein Kernbaustein der Amazon Strategie ist der beschleunigte Ausbau der globalen Rechenzentrumsbasis. Das Unternehmen plant, zusätzlich 3,8 Gigawatt an Rechenzentrumsleistung aufzubauen – eine direkte Antwort auf den sprunghaften Bedarf durch KI-Anwendungen, die enorme Strom- und Rechenressourcen beanspruchen. Die Kombination aus hohem Cashflow und margenstarkem AWS-Geschäft erlaubt es Amazon, diese Investitionen ohne aggressive Verschuldung zu stemmen.

Parallel sichert sich AWS zunehmend strategische Lieferketten. So hat die Cloud-Sparte eine zweijährige Vereinbarung mit Rio Tinto geschlossen, um Kupfer aus der Nuton-Bioleaching-Technologie für US-Rechenzentren zu beziehen. Im Gegenzug stellt AWS Daten- und Analyseplattformen zur Optimierung des Prozesses bereit. Kupfer ist ein kritischer Rohstoff für Rechenzentren, erneuerbare Energien und Hochleistungs-Hardware für KI – ein Hinweis darauf, wie tiefgreifend die Amazon Strategie inzwischen auf Versorgungssicherheit und vertikale Integration abzielt.

An der Börse unterstreichen Experten das Potenzial: Morgan Stanley verweist auf das beschleunigte Umsatzwachstum und die steigende Bedeutung des Cloud- und Werbegeschäfts für die Profitabilität. Evercore ISI-Analyst Mark Mahaney sieht in der beschleunigenden Umsatzdynamik bei Amazon ein zentrales Argument für weiteres Kurspotenzial 2026 und darüber hinaus.

amzn tageschart januar 2026 1

Sind Amazons neue Superstores der nächste Gamechanger?

Neben Cloud und KI rückt der stationäre Handel wieder stärker in den Fokus der Amazon Strategie. Auch wenn noch rund 80 Prozent des gesamten Einzelhandels offline stattfinden, kommt Amazon im US-Lebensmittelmarkt bislang nur auf etwa 3 Prozent Marktanteil, inklusive Whole Foods. Dem gegenüber steht Branchenprimus Walmart mit rund 21 Prozent. Um diese Lücke zu verkleinern, bereitet Amazon nun eine besonders aggressive Expansion im stationären Handel vor.

Herzstück ist ein geplanter 230.000-Quadratfuß-Superstore im Vorort Orland Park bei Chicago – größer als ein typischer Walmart-Supercenter. Die Filiale soll Lebensmittel, Haushaltswaren und General Merchandise unter einem Dach bündeln und voraussichtlich als Drehkreuz für Same-Day-Lieferungen und Click-&-Collect dienen. Etwa die Hälfte der Fläche ist für den klassischen Einkauf vorgesehen, die andere Hälfte für automatisierte Kommissionierung und Mikro-Fulfillment, was die Verzahnung von Online- und Offline-Handel demonstriert.

Begleitet wird dieser Ansatz durch Tests von Store-in-Store-Konzepten bei Whole Foods, wo automatisierte Mikro-Fulfillment-Zonen mit QR-basierten Zusatzbestellungen kombiniert werden. Investoren sehen darin den Versuch, Amazons E‑Commerce-Kompetenz in den physischen Handel zu übertragen und sich im fast eine Billion US‑Dollar schweren Lebensmittelmarkt besser zu positionieren.

Wie bewerten Analysten die Amazon Aktie aktuell?

Die aktuelle Börsenbewertung reflektiert die Ambitionen der Amazon Strategie, ist im historischen Vergleich jedoch nicht extrem. Bezogen auf den Kurs zu Cashflow aus operativer Tätigkeit liegt das Multiple bei rund 19,2 und damit unter dem 20‑Jahres-Durchschnitt von etwa 27. Prognosen gehen von einem starken Anstieg des freien Cashflows aus – von rund 21 Milliarden US‑Dollar im Jahr 2025 auf bis zu 141 Milliarden US‑Dollar 2029. Kostensenkungen im Handelsgeschäft und höhere Margen bei AWS und Werbung sollen dabei helfen.

Gleichzeitig verweisen Strategen auf Chancen und Risiken: 24/7 Wall St. skizziert für 2030 Szenarien von 77 US‑Dollar je Aktie im Bären- bis 431 US‑Dollar im Bullenfall, abhängig von der Durchsetzungskraft von AWS, der Performance im Lebensmittelhandel und der Wettbewerbsposition gegenüber Microsoft und Alphabet in der Cloud. Optionsdaten zeigen derzeit rege Aktivitäten großer Adressen in Amazon-Derivaten, was auf ein erhöhtes Interesse professioneller Anleger an kurzfristigen Kursbewegungen schließen lässt.

Mit Blick auf den stationären Ausbau beobachtet Morgan Stanley insbesondere die Dynamik im Lebensmittelsegment, während Prologis-Analysen darauf hinweisen, dass Amazons zunehmende Immobilienkäufe die Bedeutung klassischer Logistikvermieter verändern könnten. Insgesamt bleibt die Amazon Strategie klar auf Skalierung, Effizienz und Diversifikation ausgerichtet.

Fazit

Die Amazon Strategie verbindet beschleunigtes AWS-Wachstum, hohe Investitionen in KI-Infrastruktur und eine neue Offensivlinie im Lebensmittelhandel zu einem stringenten Wachstumsplan. Für Anleger bedeutet das eine Mischung aus hoher Ertragsdynamik und erhöhter Investitionsintensität, die sich vor allem im freien Cashflow der nächsten Jahre niederschlagen dürfte. Entscheidend wird sein, ob Amazon die ambitionierten Cloud- und Superstore-Pläne operativ sauber umsetzt – gelingt das, könnte die Aktie auch von der aktuellen Bewertung aus weiteren Spielraum nach oben haben.

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BASF Quartal: 5 Fakten zum kritischen Wendepunkt

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Wie passt ein verfehltes EBITDA-Ziel zu einem überraschend starken Cashflow beiBASF SE? Im aktuellen BASF Quartal prallen schwächere Margen, Sparprogramm und China-Großprojekt aufeinander. Was das für Bewertung und Dividende bedeuten könnte, lesen Sie hier.

BASF Quartal: Wie groß ist die Ergebnislücke?

BASF SEhat für 2025 ein um Sondereffekte bereinigtes EBITDA von 6,6 Milliarden Euro gemeldet. Damit verfehlte der Konzern sowohl die eigene Zielspanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro als auch den Analystenkonsens von etwa 6,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 7,2 Milliarden Euro. Verantwortlich macht das Management vor allem niedrigere Margen, rückläufige Verkaufspreise und belastende Währungseffekte.

Der Umsatz sank 2025 von 61,4 auf 59,7 Milliarden Euro und entsprach damit in etwa den Schätzungen. Während die Absatzmengen leicht zulegten, drückten ungünstige Wechselkurse und etwas niedrigere Preise auf die Erlöse. Unter dem Strich konnteBASF SEden auf Aktionäre entfallenden Gewinn dennoch von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro steigern – unter anderem dank eines Sonderertrags aus dem Verkauf des Bautenanstrichmittelgeschäfts an Sherwin-Williams sowie höherer Ergebnisbeiträge der Beteiligung Wintershall Dea.

Warum überzeugt der Cashflow von BASF SE?

Ein Lichtblick im aktuellen BASF Quartal ist der deutlich stärkere freie Mittelzufluss. Der Free Cashflow stieg auf 1,3 Milliarden Euro, nach 700 Millionen Euro im Vorjahr, und übertraf damit sowohl die eigenen Planungen als auch die Erwartungen der Analysten klar. Gestützt wurde der Barmittelzufluss vor allem durch geringere Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Hintergrund ist die von Konzernchef Markus Kamieth bereits im Oktober eingeleitete Drosselung der Investitionen. Besonders sichtbar wird dies am Großprojekt im chinesischen Zhanjiang: Statt ursprünglich geplanter 10,0 Milliarden Euro veranschlagtBASF SEnun 8,7 Milliarden Euro. Analysten wie Geoff Haire von UBS heben den starken Cashflow positiv hervor, da er die Entschuldung unterstützt und Dividenden sowie mögliche Aktienrückkäufe absichert, selbst in einem schwierigen Branchenumfeld.

bas tageschart januar 2026

Wie bewerten Analysten das BASF Quartal?

Das aktuelle BASF Quartal hat eine Welle an Neubewertungen ausgelöst. Die DZ Bank mit Analyst Peter Spengler stufte die Aktie von „Kaufen“ auf „Halten“ herab und senkte den fairen Wert von 55 auf 50 Euro. Er spricht von Ernüchterung und erwartet sinkende Konsensschätzungen. JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi belässt BASF bei „Underweight“ mit einem Kursziel von 40 Euro und rechnet nach dem schwachen vierten Quartal mit weiterem Kostendruck und strukturellem Gegenwind.

UBS-Analyst Geoff Haire bleibt bei „Neutral“ mit einem Kursziel von 48 Euro und verweist ebenfalls auf ein operatives Ergebnis unter der Zielspanne, aber einen deutlich besseren Barmittelzufluss. Warburg Research mit Oliver Schwarz bestätigt seine Kaufempfehlung („Buy“) und ein Kursziel von 53 Euro, erwartet jedoch eine spürbare Verbesserung erst im zweiten Halbjahr 2026, wenn Sparmaßnahmen greifen und die Vergleichsbasis leichter wird. Auch Bernstein Research bleibt mit „Outperform“ und 53 Euro Kursziel konstruktiv und sieht die starke Barmittelgenerierung als Puffer, bis sich die Chemiebranche erholt.

Was bedeutet das Umfeld für das nächste BASF Quartal?

Das Bild rund um das BASF Quartal wird zusätzlich durch die Branche eingetrübt: Der Chemieverband VCI warnt vor „Alarmstufe Rot“ für die deutsche Chemieindustrie. Hohe Energiekosten, regulatorische Belastungen und der laufende Stellenabbau am Standort Ludwigshafen drücken auf die Stimmung. Gleichzeitig laufen am neuen Verbundstandort in China hohe Anlaufkosten in einem Umfeld globaler Überkapazitäten.

Fazit

Als Reaktion beschleunigt BASF SE sein Sparprogramm und will die jährlichen Kosten bis Ende 2026 um 2,1 Milliarden Euro senken. Die endgültigen Zahlen und der Ausblick sollen am 27. Februar folgen und damit auch mehr Klarheit bringen, welche Sparten besonders unter Druck stehen. Für Anleger wird dieses Datum entscheidend sein, um das BASF Quartal einzuordnen und abzuschätzen, ob der jüngste Kursrückgang bei 46,10 Euro bereits eine schwächere Ertragslage ausreichend widerspiegelt oder weitere Abwärtsrisiken bestehen.

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DAX Groenland-Zollschock: 3 Fakten kritischer Wendepunkt

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Wie geht es nach demDAX Groenland-Zollschockweiter – droht der nächste Rückschlag oder steht der Index vor einem Ausbruch nach oben? Zwischen bullischer Flagge, politischem Tauwetter und starken Einzelwerten suchen Anleger nach Orientierung.

DAX Groenland-Zollschock: Wie stabil ist die Erholung?

Zum Wochenschluss notiert derDAXbei rund24.900 Punktenund liegt damit nur leicht über dem Vortag (+0,18 Prozent auf 24.900,71 Punkte). Damit bestätigt sich das Bild einer Konsolidierung nach einem heftigenDAX Groenland-Zollschock, der den Index im Wochenverlauf zeitweise bis auf knapp 24.349 Punkte gedrückt hatte. Auslöser waren die kurzfristig angedrohten US-Strafzölle im Streit um Groenland, die die Märkte zum Wochenstart deutlich unter die 25.000er-Marke gedrückt hatten.

Mit der Kehrtwende Trumps und dem in Davos skizzierten Groenland-Abkommen hat sich die Lage deutlich beruhigt. Entscheidend für die Erholung war, dass die zum 1. Februar angedrohten Zusatzzölle wieder vom Tisch sind. Am Donnerstag hatten Anleger daraufhin „im großen Stil gekauft“ und dem Leitindex ein Plus von 1,2 Prozent auf 24.856 Punkte beschert – der höchste Handelsumsatz in den 40 DAX-Werten seit Jahresbeginn.

Charttechnisch bleibt das Bild nach demDAX Groenland-Zollschockkonstruktiv: Die enge Seitwärtskonsolidierung knapp unterhalb der Region um 25.000 Punkte wird von Marktbeobachtern als bullische Flagge interpretiert, die bei einem Ausbruch nach oben Potenzial in Richtung 25.200 Punkte und darüber eröffnen könnte.

DAX zwischen Rekordhoch und Jahrestief: Was steckt dahinter?

Seit dem Rekordhoch Mitte Januar bei rund25.507 Punktenhat der DAX in der Spitze bis zu 4,5 Prozent abgegeben, aktuell sind es etwa 2,5 Prozent. Jochen Stanzl von der Consorsbank verortet den Index bei rund 24.900 Zählern in einem „neutralen Bereich“, exakt zwischen dem jüngsten Rekord und dem Jahrestief um 24.349 Punkte. Für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben brauche es nun eine „Rückversicherung der Unternehmen“, dass die Gewinnerwartungen für 2026 – am Markt sind teils bis zu 15 Prozent Gewinnwachstum bei den DAX-Konzernen eingepreist – realistisch sind.

Damit verschiebt sich der Fokus nach demDAX Groenland-Zollschockklar in Richtung Fundamentaldaten. Die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone fielen zufriedenstellend aus und stützen die Hoffnung auf eine konjunkturelle Bodenbildung. Unter den Einzelwerten sorgte insbesondereVolkswagenmit einem kräftigen Kursplus von rund 6,5 Prozent nach starkem Netto-Cashflow im Autogeschäft für positive Akzente. Am Indexende standen hingegen defensive oder zuvor gut gelaufene Titel wie Rheinmetall, MTU Aero Engines, RWE, SAP und Hannover Rück.

Parallel bleibt der Blick der Anleger auf die internationalen Rahmenbedingungen gerichtet: Die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs nehmen wieder Fahrt auf, während der Ölpreis (Brent um 65 US-Dollar) und ein in Richtung 5.000 US-Dollar laufender Goldpreis die anhaltende Unsicherheit widerspiegeln.

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ETFs und DAX Groenland-Zollschock: Wer kauft jetzt noch?

DerDAX Groenland-Zollschockhat sich auch in den beliebten Indexfonds niedergeschlagen. Der Global X DAX Germany ETF, der den Leitindex abbildet, verzeichnete in den vergangenen Monaten verstärkte Aktivitäten institutioneller Investoren. So hat Harel Insurance Investments & Financial Services einen neuen, signifikanten Anteil erworben, während Global View Capital Management seine Position deutlich ausgebaut hat. Beide Häuser setzen damit trotz politischer Turbulenzen weiter auf die langfristige Attraktivität deutscher Blue Chips.

Analysten bei Seeking Alpha sehen den Global X DAX Germany ETF im Wettbewerb mit breiter aufgestellten Produkten wie EWG gut positioniert, warnen aber davor, der Rallye hinterherzulaufen, da deutsche Aktien inzwischen mit einem Bewertungsaufschlag von 6 bis 10 Prozent gegenüber anderen entwickelten Märkten gehandelt werden. Parallel verweist Benzinga auf die strukturellen Risiken: Die anhaltende Insolvenzwelle in Deutschland – vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen – strahlt zunehmend auf die großen Indizes und damit auch auf die entsprechenden ETFs aus.

Für Anleger bedeutet derDAX Groenland-Zollschockdamit weniger einen Bruch des langfristigen Trends als vielmehr eine Erinnerung an die politische Verwundbarkeit eines exportorientierten Marktes. Während Kommentare bei Seeking Alpha die Belastungen durch US-Zölle und die schwächere Eurozonen-Konjunktur betonen, verweisen Berichte aus dem Umfeld von Barron’s auf Chancen durch höhere staatliche Investitionen in Deutschland, von denen Konzerne wie Volkswagen, Commerzbank oder Siemens Energy profitieren könnten.

Fazit

Im Fazit lässt sich festhalten: Der DAX Groenland-Zollschock hat die Verwundbarkeit, aber auch die Widerstandskraft des deutschen Leitindex offengelegt. Für Anleger bleibt der Markt im politischen Neutralbereich, mit Chancen bei einer Auflösung der bullischen Flagge und Risiken bei neuen Zoll- oder Geopolitikschocks. Wer engagiert ist, sollte die laufende Berichtssaison und politische Signale aus Washington und Brüssel eng verfolgen und das Engagement im DAX je nach Risikoprofil aktiv steuern.

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Rheinmetall Auftragsboom: +2,2% Rallye dank 80-Mrd.-Ziel

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Kann dieRheinmetall AGmit einem möglichen Auftragseingang von 80 Milliarden Euro ihren aktuellen Höhenflug an der Börse rechtfertigen? Der Konzernchef sieht gewaltiges Potenzial – doch welche Großprojekte stecken konkret dahinter und wie nachhaltig ist dieser Boom für Anleger?

Rheinmetall Auftragsboom: Wie real sind 80 Mrd. Euro?

Auf einer sicherheitspolitischen Tagung in Berlin zeichneteArmin Pappergerein außergewöhnlich bullishes Bild fürRheinmetall AG. „In diesem Jahr sehe ich das Potenzial für einen Auftragseingang im Wert von 80 Milliarden Euro“, erklärte der Vorstandschef. Bereits Ende September lag der Auftragsbestand des Konzerns bei fast 64 Milliarden Euro – derRheinmetall Auftragsboomist also längst sichtbar in den Büchern. Der anvisierte Sprung würde die Rolle des Unternehmens als zentralen Gewinner der europäischen Aufrüstung weiter festigen.

Im Zentrum steht das Bundeswehr-ProgrammArminius, das die Lieferung zusätzlicher Radpanzer des Typs Boxer vorsieht. Papperger bezifferte das Volumen dieses Einzelprojekts auf nahezu 38 Milliarden Euro. Damit würde allein Arminius fast die Hälfte des von ihm genannten potenziellen Auftragseingangs ausmachen. Weitere Schubkraft kommt von laufenden Ausschreibungen rund um die Fregatten F126 und F127 sowie einer neuen Puma-Charge, die sich zusammen auf 12 bis 13 Milliarden Euro summieren sollen.

Rheinmetall AG: Welche Großprojekte treiben den Boom?

DerRheinmetall Auftragsboomgeht weit über deutsche Landprogramme hinaus. In Großbritannien hat der Konzern mit dem KampfpanzerprojektChallenger 3einen markanten Meilenstein erreicht: Die ersten Scharfschuss-Erprobungen mit Besatzung wurden erfolgreich abgeschlossen. Kernstück des Systems ist die 120-mm-Glattrohrkanone L55A1 von Rheinmetall, die moderne kinetische Wuchtgeschosse ebenso wie programmierbare Mehrzweckmunition verschießen kann.

Der Auftrag über mehr als 800 Millionen Pfund umfasst die Modernisierung von 148 Panzern, schafft etwa 300 hochqualifizierte Arbeitsplätze bei RBSL und sichert zusätzlich rund 450 Stellen in der britischen Lieferkette. Für Rheinmetall bedeuten solche Programme langfristig planbare Umsätze, nicht nur in der Fertigung, sondern auch im späteren Service und in der Munitionsversorgung. Parallel dazu baut der Konzern weltweit 13 Werke aus oder neu auf, um die Serienfertigung zu beschleunigen – darunter den größten pyrotechnischen Standort der Gruppe in Silberhütte im Harz, in den ebenfalls massiv investiert wird.

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Rheinmetall AG: Warum steigt die Aktie trotz Friedenshoffnung?

An der Börse sorgt derRheinmetall Auftragsboomfür spürbaren Rückenwind. Die Aktie notiert am Freitag bei rund 1.830 Euro und liegt damit gut zwei Prozent im Plus. Bemerkenswert: Rüstungswerte wieRheinmetall AGstarteten zunächst schwächer in den Handel, nachdem neue Gespräche zwischen Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA über ein mögliches Kriegsende angekündigt wurden. Üblicherweise führen solche Meldungen zu Gewinnmitnahmen im Verteidigungssektor.

Doch die Papiere von Rheinmetall drehten rasch ins Plus und führen zeitweise sogar den DAX an. Anleger scheinen zu erkennen, dass die jetzt verhandelten Friedenschancen nichts an den strukturellen Nachholbedarfen der NATO-Staaten ändern. Seit 2021 sind die Verteidigungsausgaben in Europa deutlich gestiegen, und Papperger kritisiert, Europa habe „30 Jahre lang geschlafen“. Der Konzern kommt inzwischen auf einen Börsenwert von über 80 Milliarden Euro – ein Niveau, das den Wandel vom klassischen Rüstungslieferanten zum sicherheitspolitischen Schlüsselkonzern widerspiegelt.

Rheinmetall Auftragsboom: Welche Folgen für Anleger?

Für Investoren stellt sich die Frage, ob derRheinmetall Auftragsboombereits vollständig im Kurs eingepreist ist oder weiteres Potenzial bietet. Die hohe Visibilität des Geschäfts – vom 38-Milliarden-Projekt Arminius über Marineaufträge bis hin zu internationalen Programmen wie Challenger 3 und der F-35-Zulieferkette – sorgt für langfristige Planungssicherheit. Gleichzeitig befindet sich die Industrie mitten in einem tiefgreifenden Strukturwandel: Lieferketten müssen nach Jahrzehnten schrumpfender Wehretats neu aufgebaut, Stückzahlen gesteigert und Software-Anteile deutlich erhöht werden.

Fazit

Rheinmetall investiert rund 600 Millionen Euro jährlich in Forschung und Entwicklung und positioniert sich damit offensiv gegenüber Verteidigungs-Start-ups, die künftig selbst als Generalunternehmer auftreten wollen. Kooperationen mit klassischen Autokonzernen lehnt Papperger ab, setzt stattdessen auf Partner wie Lockheed Martin. Für langfristig orientierte Anleger bleibt entscheidend, ob der Konzern diese gewaltige Investitions- und Skalierungsphase operativ sauber managt – dann könnte der aktuelle Rheinmetall Auftragsboom die Basis für anhaltendes Wachstum und stabile Margen legen.

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