BAC
$52,35
-4.02%
Bank of America
DieBank of America Corporationhat ihre aktuellen Ergebnisse vorgelegt und damit die Erwartungen vieler Analysten übertroffen. Im Fokus stehen dieBank of America Quartalszahlen 2025/2026, die starke Nettozinseinnahmen, Rekordergebnisse im Handel und zugleich einen deutlichen Kursrückgang der Aktie vereinen.
Wie fielen die Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 aus?
DieBank of America Corporationlegte für das vierte Quartal 2025 robuste Ergebnisse vor und übertraf in mehreren Kernbereichen die Erwartungen. Das zentrale Highlight der Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 ist das Rekordniveau der Nettozinseinnahmen: Diese stiegen auf15,75 Mrd. US‑Dollarund lagen damit klar über den Schätzungen von 15,48 Mrd. US‑Dollar. Die Bank gilt als die zinssensitivste der großen US-Geldhäuser und erwartet für 2026 ein Wachstum der Nettozinseinnahmen von5 bis 7 %.
Auch auf der Ertragsseite konnte die Bank von den Marktaktivitäten profitieren. Die Erträge im Investmentbanking beliefen sich auf1,67 Mrd. US‑Dollar, ebenfalls über den Prognosen. Das Handelsgeschäft war ein weiterer Treiber: Die Handelserträge summierten sich auf4,5 Mrd. US‑Dollarund übertrafen die erwarteten 4,33 Mrd. US‑Dollar. Besonders stark war das Aktienhandelsgeschäft, das im vierten Quartal das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielte – die Erträge stiegen hier um23 %auf etwas über 2 Mrd. US‑Dollar.
Beim Gewinn je Aktie wurden Erwartungen von rund0,95 bis 0,96 US‑Dollarje Aktie angelegt, was einem Plus von etwa 17 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch beim Umsatz mit einer Spanne von27,3 bis 27,7 Mrd. US‑Dollarlag die Bank über den Marktschätzungen. Das Kreditwachstum präsentierte sich mit rund8 %ebenfalls solide.
Warum fällt die Bank of America Aktie trotz Gewinnsprung?
Obwohl die Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 in nahezu allen wichtigen Kennziffern überzeugten, reagierte der Markt negativ. Die Aktie der Bank of America (BAC) fiel im US-Handel um rund4 bis 5 %und notiert aktuell bei52,35 US‑Dollar, nach 54,54 US‑Dollar am Vortag. Analysten verweisen auf mehrere Belastungsfaktoren, die die guten Zahlen überlagern.
Zum einen steht die gesamte US-Bankenbranche nach einer sehr starken Kursrally der vergangenen zwölf Monate unter Konsolidierungsdruck. Die großen Banken handeln im Schnitt beim1,6‑fachen Buchwert– dem höchsten Kurs‑Buchwert-Verhältnis seit der Zeit vor der Finanzkrise. Die Messlatte für positive Überraschungen liegt damit extrem hoch. Die Bank of America wird nach den Ergebnissen sogar als einer der schwächeren Performer im Sektor gesehen, was die starke Gewinnmitnahme nach den Zahlen mit erklärt.
Zum anderen rücken die Kosten und der Ausblick stärker in den Fokus. Das Management stellte für das erste Quartal einenAnstieg der Kosten um etwa 4 %in Aussicht, was viele Anleger kalt erwischt hat. Zudem signalisiert der Ausblick, dass die Nettozinseinnahmen im Gesamtjahr 2026 zwar wachsen, aberetwas langsamer, als zuvor intern erwartet. Dieser “Schönheitsfehler” im Ausblick bremst die Kursfantasie, obwohl das aktuelle Quartal klar über den Erwartungen liegt.
Welche Risiken belasten die Bank of America Aktie zusätzlich?
Über die Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 hinaus dominieren politische und regulatorische Risiken die Diskussion. Ein zentrales Thema ist der von Präsident Trump ins Spiel gebrachteZinsdeckel von 10 % für Kreditkarten. Banken wieBank of America, Wells Fargo und Citigroupwarnen, dass eine solche Begrenzung die Verfügbarkeit von Kredit deutlich einschränken könnte. Gerade für zinssensitive Institute wie die Bank of America wäre ein Deckel auf Kreditkarten-Zinsen ein potenziell spürbarer Ergebnistreiber nach unten.
Das Management derBank of America Corporationagiert hier auffallend vorsichtig: Offiziell betont man die Unterstützung für das Ziel höherer Erschwinglichkeit, lehnt aber eine inhaltliche Stellungnahme zum konkreten Zinsdeckel-Vorschlag ab und verweist darauf, dass die Debatte öffentlich gut bekannt sei. Diese Zurückhaltung konnte Anleger bislang nicht beruhigen – die Unsicherheit über künftige Regulierung bleibt ein zentraler Belastungsfaktor für die Aktie.
Gleichzeitig bleibt der US-Konsument bislang überraschend robust. Interne Daten der Bank zeigen, dass im vierten Quartal etwa1,5 %der Kreditkartenkredite mehr als 90 Tage überfällig waren – leicht höher als 1,4 % im dritten Quartal, aber nahe dem Niveau von 1,6 % im Vorjahresquartal. Trotz Zins- und Konjunktursorgen geben die Amerikaner weiter Geld aus und nutzen ihre Kreditkarten intensiv, was die Ertragslage im Konsumentengeschäft stützt.
Wie blickt die Bank of America auf die US-Wirtschaft 2026?
Trotz der Kursverluste nach den Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 bleibt das Management klar optimistisch. CEOBrian Moynihanbetont, dass Konsumenten und Unternehmen in den USA weiterhinresilientseien. Die Bank rechnet mit anhaltendem Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten und zeigt sich explizitbullisch für 2026. Dies spiegelt sich auch in der Erwartung wider, dass die Nettozinseinnahmen im kommenden Jahr um5 bis 7 %zulegen können – getragen von der Repricing-Dynamik auf der Aktivseite der Bilanz, wenn Altbestände in eine höhere Zinswelt hinein neu bepreist werden.
Die Bank sieht zudem einegesunde M&A‑Pipelinefür das kommende Jahr und geht davon aus, dass die zuletzt schwache Emissionstätigkeit im Aktienbereich – die unter anderem durch Regierungsstillstände und ausbleibende IPOs belastet war – wieder anziehen dürfte. Ein weiterer Rückenwindfaktor könnte in einer entspannteren Zinslandschaft liegen, sollte die US-Notenbank mittelfristig einen etwasdovisheren Kurseinschlagen.
Dem gegenüber stehen aber die erhöhten Erwartungen des Marktes, eine starke Vorjahresperformance der Aktie und die offenen Fragen zu Regulierung und Kosten. Diese Gemengelage führt dazu, dass die aktuellen Rekord- und Bestwerte der Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 an der Börse nicht honoriert werden.
Fazit
Trotz eines klaren Ergebnisschubs, Rekord-Nettozinseinnahmen, starkem Aktienhandel und einem optimistischen Management-Ausblick fallen die Reaktionen auf die Bank of America Quartalszahlen 2025/2026 ernüchternd aus. Die Aktie wird nach einer vorherigen Rally von Gewinnmitnahmen, höher als erwarteten Kosten, einem etwas verhalteneren NII-Wachstumsausblick und politischen Risiken rund um mögliche Zinsdeckel belastet. Für langfristige Anleger könnte die Korrektur dennoch interessant sein: Fundamentale Kennzahlen und der positive Blick auf die US-Wirtschaft 2026 sprechen dafür, dass die Bank of America Corporation operativ gut aufgestellt ist – vorausgesetzt, die Regulierung bleibt beherrschbar und die Kostenentwicklung gerät nicht außer Kontrolle.