SP500 6.840,53 -0,97%DJ30 48.924,00 -1,40%NAS100 24.696,50 -1,19%GER40 24.999,20 -0,64%EU50 6.117,30 -0,20%BTCUSD 65.348,53 -3,33%ETHUSD 1.883,48 -3,37%VIX 20,88 +2,59% SP500 6.840,53 -0,97%DJ30 48.924,00 -1,40%NAS100 24.696,50 -1,19%GER40 24.999,20 -0,64%EU50 6.117,30 -0,20%BTCUSD 65.348,53 -3,33%ETHUSD 1.883,48 -3,37%VIX 20,88 +2,59%
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Applied Materials Quartal: +10,9% Rallye dank KI-Boom

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13.02.26 17:09 Uhr

Applied Materials, Inc.

Das neue Applied Materials Quartal zeigt eindrucksvoll, wie stark der KI-Boom die Nachfrage nach Halbleiterfertigungsanlagen antreibt. Der US-Konzern uebertraf mit Umsatz und Gewinn klar die Erwartungen und legte gleichzeitig einen optimistischen Ausblick vor. Anleger reagieren begeistert: Die Aktie markiert neue Allzeithochs und setzt ihre beeindruckende Rallye fort.

Wie stark war das Applied Materials Quartal?

Im jüngsten Applied Materials Quartal bis zum 25. Januar setzte der Konzern 7,01 Milliarden US-Dollar um und lag damit über den erwarteten 6,87 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,38 Dollar, nachdem der Markt nur mit 2,21 Dollar gerechnet hatte. Auf GAAP-Basis sprang der Gewinn je Aktie sogar auf 2,54 Dollar. Die Aktie, die bereits in den vergangenen zwölf Monaten um fast 90 Prozent zugelegt hatte, reagierte mit einem weiteren Kurssprung und markierte neue Allzeithochs.

Wachstumstreiber im Applied Materials Quartal war vor allem das Segment Semiconductor Systems mit 5,14 Milliarden Dollar Umsatz, das von Rekordeinnahmen im DRAM-Bereich profitierte. Das Servicegeschäft Applied Global Services legte auf 1,56 Milliarden Dollar zu und erreichte ebenfalls neue Bestmarken. Sonstige Umsätze beliefen sich auf 312 Millionen Dollar. Die Bruttomarge stabilisierte sich bei rund 49 Prozent und signalisiert eine Normalisierung nach der schwächeren Investitionsphase der Vorjahre.

CEO Gary Dickerson betonte, man habe Umsatz und Gewinn über dem Mittelwert der eigenen Prognose abgeliefert und sprach von einer starken Entwicklung mit positivem Ausblick für 2026. Besonders die Beschleunigung der Investitionen in KI-Computing sei der zentrale Wachstumsmotor.

Warum profitiert Applied Materials so stark vom KI-Boom?

Der KI-Hype ist im Applied Materials Quartal klar in den Zahlen ablesbar. Der Bedarf an leistungsfähigeren und energieeffizienteren Chips treibt die Nachfrage nach führender Logik, High-Bandwidth-Memory (HBM) und Advanced Packaging. In genau diesen Bereichen ist Applied Materials, Inc. einer der Schlüsselzulieferer für die Halbleiterindustrie. HBM-Speicher wird gemeinsam mit KI-Prozessoren etwa von Nvidia in Rechenzentren eingesetzt und erfordert hochspezialisierte Fertigungsausrüstung.

Die Nachfrage nach Speicherchips und KI-Computing gilt aktuell als die zwei wichtigsten Treiber für die Branche. Analysten sehen in Ausrüstern wie Applied Materials einen der größten Profiteure des KI-Infrastruktur-Booms, weil jedes neue Rechenzentrum und jeder Ausbau von Cloud- und KI-Kapazitäten zusätzliche Investitionen in Fertigungstools erfordert. Reuters verweist darauf, dass Investoren insbesondere auf ein anziehendes Speichersegment und einen enger werdenden Markt für Memory-Chips setzen, was die Auftragslage für Fertigungsanlagen weiter stützt.

Hinzu kommt, dass sich die Exportbeschränkungen gegenüber China, die zeitweise belasteten, inzwischen weniger stark in den Zahlen niederschlagen, weil KI-getriebene Nachfrage in anderen Regionen einen Teil der Lücke schließt. Damit positioniert sich der Konzern als relativ robuste „Pick-and-Shovel“-Wette auf den globalen KI-Trend.

Applied Materials, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Welchen Ausblick gibt das Applied Materials Quartal?

Für das zweite Geschäftsquartal stellt Applied Materials, Inc. einen Umsatzkorridor von 7,15 bis 8,15 Milliarden Dollar in Aussicht, mit einem Mittelwert von rund 7,65 Milliarden Dollar – klar über der bisherigen Konsensschätzung von etwa 7,01 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 2,44 und 2,84 Dollar liegen; intern peilt der Konzern 2,64 Dollar an, während der Markt bislang nur 2,28 Dollar erwartet hatte.

Unternehmenschef Gary Dickerson rechnet damit, das Halbleiterausrüstungsgeschäft im laufenden Kalenderjahr um mehr als 20 Prozent zu steigern. Aufgrund begrenzter Reinraumkapazitäten dürfte ein großer Teil der Nachfrage in die zweite Jahreshälfte fallen. MarketWatch und das Wall Street Journal heben hervor, dass Dickerson die Möglichkeit sieht, dass der weltweite Halbleitermarkt bereits 2026 die Marke von einer Billion US-Dollar überschreiten könnte – früher als bislang angenommen.

Die starke Entwicklung bleibt an der Börse nicht unbemerkt: Summit Insights hat die Aktie jüngst von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und zählt Applied Materials zu den potenziellen Outperformern im Halbleiter-Equipment-Sektor, da die KI-bezogenen Investitionen mindestens bis in die erste Jahreshälfte 2027 hoch bleiben dürften. Zacks Investment Research verweist zusätzlich auf die robuste Service-Sparte, die Umsatzschwankungen im klassischen Anlagenverkauf abfedert.

Der Bedarf an leistungsfähigeren und energieeffizienteren Chips sorgt für hohe Wachstumsraten bei führender Logik, High-Bandwidth-Memory und Advanced Packaging.
— Gary Dickerson, CEO von Applied Materials

Fazit

Das Fazit zum aktuellen Applied Materials Quartal fällt damit klar aus: Der Konzern verbindet operative Stärke mit einem überzeugenden Ausblick auf einen strukturellen KI-Superzyklus. Für Anleger bleibt die Aktie ein zentraler Hebel auf den weltweiten Ausbau von KI- und Speicherinfrastruktur, auch wenn nach der starken Rallye kurzfristige Schwankungen einkalkuliert werden müssen.

Weiterführende Quellen

Coinbase Quartal mit -$21 Einbruch: Kryptobörse kämpft sich zurück

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13.02.26 16:57 Uhr

Coinbase

Das aktuelle Coinbase Quartal zeigt, wie brutal die Schwankungen am Kryptomarkt auf die Bilanz der größten US-Kryptobörse durchschlagen. Nach einem massiven Gewinneinbruch und hohen Bewertungsverlusten auf das eigene Krypto-Portfolio musste Coinbase tiefrote Zahlen ausweisen – und dennoch legt die Aktie deutlich zu. Wie passt das zusammen und was bedeutet das für Anleger, die auf eine Erholung des Kryptomarktes setzen?

Coinbase Quartal: Wie schwach fiel Q4 wirklich aus?

Coinbase Global, Inc. musste im vierten Quartal 2025 einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Der Nettoumsatz sank im Jahresvergleich um rund 21 Prozent auf 1,78 Milliarden US‑Dollar und lag damit unter den Markterwartungen von etwa 1,85 Milliarden. Besonders ins Gewicht fiel der Einbruch im Kerngeschäft: Die transaktionsbezogenen Erlöse rutschten um fast 37 Prozent auf knapp 983 Millionen Dollar ab und blieben damit ebenfalls unter den Prognosen. Parallel dazu drehte das Ergebnis tief ins Minus – nach acht Quartalen in Folge mit Gewinnen meldete die Kryptobörse nun einen Nettoverlust von 667 Millionen Dollar, verglichen mit einem Gewinn von 1,3 Milliarden im Vorjahr.

Auf bereinigter Basis kam Coinbase im Coinbase Quartal auf einen Gewinn je Aktie von 0,66 Dollar, deutlich unter Konsensschätzungen um die 0,90 bis 1,00 Dollar. Belastet wurde die Bilanz vor allem durch unrealisierte Verluste auf das eigene Krypto-Portfolio in Höhe von rund 718 Millionen Dollar sowie zusätzliche Abschreibungen auf strategische Beteiligungen von etwa 395 Millionen Dollar. Operativ blieb das Geschäft jedoch profitabel: Das bereinigte EBITDA lag bei 566 Millionen Dollar, wenn auch klar unter den Erwartungen.

Coinbase Global, Inc.: Was steckt hinter dem Gewinneinbruch?

Der Auslöser für das schwache Coinbase Quartal liegt in der heftigen Korrektur am Kryptomarkt. Bitcoin fiel im Schlussquartal 2025 von einem Rekordhoch um die 126.000 Dollar zeitweise um rund 30 Prozent auf unter 88.500 Dollar. Insgesamt schrumpfte die globale Marktkapitalisierung digitaler Assets binnen weniger Monate um weit über eine Billion Dollar. Die Folge: Die Handelsaktivität auf der Plattform blieb deutlich hinter dem Boomjahr 2025 zurück, das Quartalsvolumen sackte auf 215 Milliarden Dollar und damit rund 51 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Besonders schmerzhaft war der Einbruch im lukrativen Privatkunden-Segment, wo die Erlöse aus Consumer-Transaktionen im Quartalsvergleich um zweistellige Raten nachgaben. Viele Nutzer wichen auf günstigere Handelsangebote oder das Abo-Modell Coinbase One mit niedrigeren Gebühren aus. Gleichzeitig kletterten die operativen Aufwendungen im Vergleich zum Vorquartal um rund 9 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar, unter anderem durch höhere Technologie- und Marketingkosten sowie M&A-Aktivitäten. Damit trafen sinkende Erträge und steigende Kosten unglücklich zusammen.

Etwas Stabilität brachte dagegen das wachsende Geschäft mit Abonnements und Dienstleistungen, etwa rund um den Stablecoin USDC. Auf Jahressicht kletterten diese Erlöse auf 2,8 Milliarden Dollar und lagen damit 23 Prozent über dem Vorjahr. Im Coinbase Quartal selbst gaben sie zwar leicht um 3 Prozent auf 727 Millionen Dollar nach, blieben damit aber ein wichtiger Puffer gegen die zyklischen Schwankungen im Handelsgeschäft.

Coinbase Global, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Coinbase Quartal: Wie reagiert die Börse und was sagen Analysten?

Trotz der enttäuschenden Zahlen zeigte die Aktie von Coinbase (COIN) nach anfänglichen Turbulenzen eine volatile Erholung. Nach einem Rutsch auf ein Zweijahrestief um 135 Dollar und Zwischenverlusten von fast 40 Prozent seit Jahresbeginn notiert der Titel am Freitag-Nachmittag wieder bei 162,14 Dollar, ein Plus von knapp 15 Prozent zum Vortag. Marktteilnehmer honorieren vor allem den robusten Cash-Bestand von 11,3 Milliarden Dollar sowie das laufende Aktienrückkaufprogramm, über das 2025 bereits 1,7 Milliarden Dollar in eigene Papiere geflossen sind und das um weitere 2 Milliarden ausgeweitet wurde.

Die Wall Street bleibt jedoch gespalten. JPMorgan hat das Kursziel für Coinbase nach dem Quartalsbericht von 290 auf 252 Dollar reduziert, hält aber an der Einstufung „Overweight“ fest. Zur Begründung verweisen die Analysten auf das schwächere Handelsvolumen, steigende operative Kosten und eine sinkende Take-Rate durch den Trend zu günstigeren Produkten. Etwas optimistischer zeigt sich Canaccord, das sein Ziel von 400 auf 300 Dollar senkte, die Aktie jedoch weiter zum Kauf empfiehlt und insbesondere die Fortschritte bei der internationalen Expansion und im Derivategeschäft hervorhebt.

Kurzfristig dominieren laut mehreren Research-Häusern die Risiken: Die Guidance für das laufende erste Quartal sieht Transaktionserlöse von bislang rund 420 Millionen Dollar vor, während die wiederkehrenden Erträge aus Abos und Services auf 550 bis 630 Millionen Dollar zurückgehen sollen. Vor allem der anhaltende Druck auf Krypto-Preise, geringere Staking-Rewards und regulatorische Unsicherheit in den USA könnten die Margen 2026 weiter belasten.

Coinbase Global, Inc.: Trägt die „Everything Exchange“-Strategie?

CEO Brian Armstrong versucht, den Fokus der Investoren weg von der Schwäche des jüngsten Coinbase Quartal hin zur langfristigen Story zu lenken. Kern ist die Vision der „Everything Exchange“: Über eine Plattform sollen Kunden künftig nicht nur Kryptos, sondern auch Aktien, ETFs, Rohstoffe, Derivate und Prognosekontrakte handeln können. Laut Management hat sich das globale Handelsvolumen und der Marktanteil im vergangenen Jahr bereits verdoppelt, vor allem dank stark wachsender Derivateumsätze und der Integration der übernommenen Deribit-Börse.

Zugleich setzt Coinbase stärker auf Stablecoins und seine eigene Layer‑2‑Blockchain Base, auf der unter anderem AI‑Agenten stabile Wallets nutzen. Nach Unternehmensangaben lag Ende 2025 bereits rund 12 Prozent der weltweiten Krypto-Bestände auf der Plattform – ein wichtiger Burggraben, der sich mit jedem neuen Produkt vergrößern soll. CFO Alesia Haas betont, man wolle die Kosten für Technologie, Vertrieb und Marketing im laufenden Quartal weitgehend stabil halten und Investitionen strikt an klaren Renditechancen ausrichten.

Wir haben schon viele Zyklen wie diesen erlebt, die Adoption wächst weiter und mit der Everything Exchange sind unsere Erlösquellen deutlich breiter aufgestellt als noch im letzten Krypto-Boom.
— Brian Armstrong, CEO von Coinbase Global, Inc.

Fazit

Damit bleibt Coinbase ein zyklischer Profiteur jedes neuen Krypto-Zyklus, versucht sich aber gleichzeitig über Stablecoins, Services und Multi-Asset-Trading unabhängiger von reinen Preisbewegungen zu machen. Ob diese Strategie aufgeht, werden die kommenden Quartale zeigen – beginnend mit dem nächsten Coinbase Quartal im laufenden Jahr, in dem sich der Markt erst noch von der jüngsten Korrektur erholen muss.

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Apple Siri-KI mit -5% Einbruch: Update-Stress und FTC-Druck

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13.02.26 15:54 Uhr

Apple

Die Apple-Aktie steht nach einem deutlichen Rücksetzer verstärkt im Fokus der Anleger. Verzögerungen bei der Apple Siri-KI und neuer regulatorischer Druck aus den USA sorgen für Unsicherheit – trotz weiterhin starker Fundamentaldaten. Wie ernst sind die Probleme wirklich, und was bedeutet das für die Bewertung von Apple Inc.?

Apple: Was steckt hinter dem Kursrutsch?

Die Aktie von Apple Inc. notiert aktuell bei rund 259,40 US‑Dollar und liegt damit knapp ein Prozent unter dem Vortag, nachdem am Donnerstag ein Einbruch von etwa fünf Prozent einen Großteil der bisherigen Jahresgewinne ausgelöscht hatte. Zeitweise wurden mehr als 200 Milliarden US‑Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet. Charttechnisch fiel die Aktie in der Abwärtsbewegung auf einen Schlag unter die 20‑, 50‑ und 100‑Tage-Linie, was den Druck durch technisch orientierte Verkäufer zusätzlich verstärkte. Der Kursrutsch reiht sich ein in eine breitere Schwäche der großen US‑Technologiewerte, in deren Zuge auch Titel wie Amazon und Microsoft deutlich korrigierten.

Fundamental bleibt Apple zwar hochprofitabel: Im jüngsten Quartal übertraf der Konzern die Analystenerwartungen bei Umsatz und Ergebnis je Aktie klar. Gleichzeitig belasten jedoch Sorgen über steigende Kosten für KI-Investitionen und Margendruck bei Komponenten wie Speicherchips die Stimmung. Analysten verweisen zudem auf eine Rotation aus Mega-Cap-Techs heraus, die insbesondere stark KI-getriebene Bewertungsfantasien trifft.

Apple Siri-KI: Warum verzögert sich das Update?

Kern des jüngsten Ausverkaufs sind Probleme beim KI-Projekt rund um die Apple Siri-KI. Interne Tests zeigen, dass neue In‑App-Sprachbefehle teils zu langsam reagieren oder Anfragen nicht zuverlässig verarbeitet werden. Medienberichten zufolge wurde der ursprünglich für die kommenden Wochen geplante Start nun intern auf Mai oder noch später verschoben, die Einführung könnte sich sogar schrittweise über mehrere Monate ziehen. Offiziell hält Apple zwar an einem Launch der neuen Siri-Funktionen im Laufe des Jahres 2026 fest, der Zwischenschritt im Frühling gilt aber als entscheidend, um mit Konkurrenten wie Google und OpenAI im KI-Rennen nicht weiter zurückzufallen.

Eine besondere Herausforderung besteht darin, die Apple Siri-KI eng mit den hauseigenen Datenschutzstandards zu verzahnen. Apple versucht, möglichst viele KI-Prozesse direkt auf dem Gerät oder in besonders gesicherten Rechenzentren auszuführen, um Nutzerdaten zu schützen. Dieser Ansatz gilt zwar als Pluspunkt für Privacy-orientierte Kunden, erschwert jedoch die schnelle Umsetzung komplexer generativer KI-Funktionen.

Apple Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Apple: FTC-Druck auf Apple News verschärft die Lage

Parallel zu den technischen Problemen rund um die Apple Siri-KI gerät Apple Inc. politisch unter Druck. Der FTC-Vorsitzende Andrew Ferguson wandte sich in einem Brief an CEO Tim Cook und forderte eine Überprüfung der Nutzungsbedingungen und Auswahlkriterien von Apple News. Hintergrund sind Berichte, wonach konservative Medien im News-Feed benachteiligt und „linke“ Quellen überrepräsentiert werden sollen. Sollte sich herausstellen, dass Inhalte systematisch nach politischen Kriterien bevorzugt oder unterdrückt werden, könnte dies als irreführende Geschäftspraxis gewertet werden.

Für Anleger ist diese Entwicklung heikel, weil die Debatte um die Marktmacht großer Plattformen ohnehin an Schärfe gewonnen hat. Zusätzliche regulatorische Auflagen für Apple News oder andere Dienste könnten das Wachstum im margenstarken Services-Segment bremsen. Gleichzeitig sind Services – von App Store über Apple Pay bis hin zu Apple News – ein wichtiger Pfeiler der Investmentstory, die Apple unabhängiger vom Hardware-Zyklus machen soll.

Apple: Wie reagieren Analysten und Investoren?

Trotz des Kursrutschs bleibt das Analystenbild gemischt bis konstruktiv. Zahlreiche Häuser führen Apple Inc. weiterhin mit „Kaufen“ oder „Outperform“-Einschätzungen, während andere auf kurzfristige Risiken hinweisen. Asset-Manager wie Mirova US LLC haben ihre Positionen zuletzt sogar ausgebaut, während andere Investoren Bestände leicht reduzierten und damit Gewinne sicherten. Die Diskussion dreht sich vor allem um die Frage, ob die Apple Siri-KI und die breiter gefasste Apple-Intelligence-Plattform schnell genug marktreife Produkte liefern können, um steigende Entwicklungs- und Infrastrukturkosten zu rechtfertigen.

Strategisch bleibt Apple in einer starken Ausgangsposition: Hohe Margen im iPhone- und Mac-Geschäft, ein riesiges Ökosystem und ein massives Aktienrückkaufprogramm stützen den Gewinn je Aktie. Kurzfristig steht jedoch die Glaubwürdigkeit im KI-Bereich auf dem Prüfstand. Gelingt es, die Apple Siri-KI stabil und datenschutzkonform auszurollen und gleichzeitig die FTC-Bedenken bei Apple News zu entschärfen, könnte der aktuelle Rücksetzer sich als Einstiegschance erweisen.

Fazit

Der 5‑Prozent-Abverkauf zeigt, wie sensibel der Markt derzeit auf Rückschläge bei Apple Siri-KI und regulatorischen Themen reagiert. Für Anleger bleibt Apple Inc. ein Schwergewicht, doch die nächsten Monate werden entscheidend, ob das Unternehmen seine KI-Story untermauern und das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen kann. Wer investiert ist, sollte die weitere Entwicklung bei Apple Siri-KI und der FTC-Prüfung von Apple News genau verfolgen und mögliche Volatilität einkalkulieren.

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Meta KI-Strategie: -$18.88 Einbruch – Chance für Anleger?

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12.02.26 22:00 Uhr
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13.02.26 01:59 Uhr

Meta Platforms

Die Meta KI-Strategie sorgt an der Wall Street für heftige Diskussionen: Starinvestor Bill Ackman steigt mit rund zwei Milliarden US-Dollar ein, während der Tech-Konzern gleichzeitig massiv in KI-Infrastruktur investiert, eine neue Dividende einführt und seine Verschuldung deutlich erhöht. Der Aktienkurs gerät kurzfristig unter Druck – doch genau darin sehen einige Profis eine langfristige Einstiegschance.

Meta: Was bedeutet Ackmans Milliarden-Einstieg?

Der Einstieg von Starinvestor Bill Ackman sorgt für ein neues Kapitel in der Meta KI-Strategie. Sein Hedgefonds Pershing Square hat laut jüngsten Angaben eine Position von rund zwei Milliarden US-Dollar aufgebaut, was etwa 10 % des Fondsvolumens entspricht. Ackman sieht Meta als unterbewerteten Hauptprofiteur des KI-Booms und setzt damit ein starkes Signal zugunsten von CEO Mark Zuckerberg. Während andere Investoren nervös auf die stark gestiegenen Ausgaben blicken, interpretiert Ackman die aggressiven Investitionen in KI als langfristigen Werttreiber.

Die Aktie von Meta notiert aktuell bei 649,81 US-Dollar, nach 668,69 US-Dollar am Vortag, was einem Rückgang von 2,82 % entspricht; im nachbörslichen Handel ging es leicht weiter abwärts auf 647,00 US-Dollar. Kurzfristig belasten Risikoaversion im Technologiesektor und Sorgen um die Kapitalintensität der Meta KI-Strategie den Kurs. Mittel- bis langfristig könnte die massive Position Ackmans jedoch als Vertrauensvotum wirken und andere institutionelle Investoren anziehen.

Meta KI-Strategie: Dividende und Schuldenboom – Widerspruch?

Parallel zum Einstieg des Großinvestors überrascht Meta die Börse mit einer neuen Dividendenpolitik. Der Vorstand hat eine Quartalsdividende von 0,525 US-Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar am 26. März 2026 für Aktionäre, die am 16. März im Aktienregister stehen. Damit will der Konzern offenbar die Attraktivität für einkommensorientierte Investoren erhöhen, ohne seine Wachstumsstory aufzugeben.

Gleichzeitig hat sich die Bilanzstruktur drastisch verändert: Innerhalb von fünf Jahren ist die Verschuldung von praktisch null auf rund 60 Milliarden US-Dollar gestiegen. Hintergrund sind enorme Investitionspläne von insgesamt etwa 135 Milliarden US-Dollar an Sachinvestitionen, die 2026 den freien Cashflow zeitweise ins Negative drücken könnten. Kritische Stimmen warnen bereits vor Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung von Rechenzentren und außerbilanziellen Finanzierungen, was Erinnerungen an frühere Bilanzskandale in anderen Branchen weckt – auch wenn Meta dank starkem Geschäftsmodell und besserem Cashflow-Profil deutlich solider dasteht.

Für Anleger entsteht damit ein ambivalentes Bild: Auf der einen Seite signalisiert die Dividende Stabilität und Reife, auf der anderen Seite treibt die Meta KI-Strategie den Verschuldungsgrad in Höhen, die für ein früher nahezu schuldenfreies Unternehmen ungewohnt sind.

Meta Platforms, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Meta: Wie stark wird in KI-Infrastruktur investiert?

Kern der Meta KI-Strategie ist der massive Ausbau der Rechenzentrums- und Chip-Infrastruktur. Ein neues, groß angelegtes Rechenzentrum im US-Bundesstaat Indiana soll die Rechenkapazitäten für künftige KI-Anwendungen deutlich erhöhen. Ziel ist, sowohl KI-gestützte Produkte wie Sprachmodelle und Empfehlungssysteme zu skalieren als auch die Werbeplattform effizienter und zielgenauer zu machen. Die KI-Investitionen schlagen bereits sichtbar in der Kostenstruktur durch und erklären, warum der operative Cashflow 2026 die geplanten Ausgaben voraussichtlich nicht komplett decken wird.

Operativ setzt Meta stark auf Sicherheit und Inhaltsmoderation mittels KI. In den vergangenen fünf Jahren wurden rund 16 Milliarden US-Dollar in Sicherheit investiert, Tausende Mitarbeiter überwachen problematische Inhalte. Nach Unternehmensangaben ist die Prävalenz von Hassrede auf 0,02 % gefallen, ein Rückgang um 50 bis 60 % innerhalb von 18 bis 24 Monaten, maßgeblich getrieben durch KI-gestützte Erkennungssysteme. Außerdem verfolgt Meta einen offenen Ansatz: Große Sprachmodelle werden als Open Source bereitgestellt, um externe Innovationen anzuziehen, die sich wiederum in eigene Produkte integrieren lassen.

Meta: Kommt 2026 der große Aktiensplit?

Im Konzert der „Magnificent Seven“ ist Meta der einzige Tech-Riese, der bislang keinen Aktiensplit durchgeführt hat. Der Kurs hat sich in drei Jahren um mehr als 200 % erhöht, liegt aber derzeit mit knapp 650 US-Dollar unter dem Hoch von über 750 US-Dollar aus dem Vorjahr. Klassischerweise denken Unternehmen ab Kursregionen nahe 1.000 US-Dollar über Splits nach, um den psychologischen Zugang für Privatanleger zu erleichtern. Im Moment steht jedoch klar die Meta KI-Strategie mit Infrastruktur und Sicherheit im Fokus, ein Aktiensplit hätte erkennbar nachrangige Priorität.

Beobachter rechnen damit, dass ein rascher erneuter Kursanstieg ein Umdenken auslösen könnte. Steigt die Aktie im Zuge erfolgreicher KI-Projekte und besserer Marktstimmung wieder deutlich, wäre ein Split 2026 durchaus möglich. Bis dahin bleiben Dividendenpolitik, Schuldenmanagement und die konkrete Fortschrittsgeschwindigkeit der KI-Plattform die entscheidenden Stellhebel für die Bewertung.

Fazit

Im Fazit zeigt sich: Die Meta KI-Strategie verbindet hohen Kapitaleinsatz, eine neue Dividendenkomponente und prominente Unterstützung durch Bill Ackman – ein Mix, der die Aktie für chancenorientierte Anleger spannend, aber auch volatiler macht. Wer investiert, setzt darauf, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur und die offenen Modelle langfristig Wachstum und Margen stärken. Die kommenden Quartale werden entscheiden, ob Cashflow, Bilanzqualität und Kursentwicklung den hohen Erwartungen an diese Meta KI-Strategie gerecht werden.

Weiterführende Quellen

Pinterest Quartal mit -18% nachbörslich: KI-Pivot schockt Anleger

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12.02.26 22:03 Uhr
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13.02.26 01:59 Uhr

Pinterest, Inc.

Das aktuelle Pinterest Quartal sorgt für einen heftigen Dämpfer an der Börse. Trotz zweistelligem Umsatzwachstum und neuen Rekorden bei den monatlich aktiven Nutzern reagiert der Markt verschnupft auf verfehlte Erwartungen, schwächere Retail-Werbung und hohe Investitionen in KI. Die Aktie von Pinterest, Inc. rutscht nachbörslich zweistellig ab – zum zweiten Mal in Folge nach einem Zahlenbericht. Was hinter dem Absturz steckt und wie solide das operative Fundament wirklich ist, lesen Sie in dieser Analyse.

Wie fielen Umsatz und Gewinn im Pinterest Quartal aus?

Im jüngsten Pinterest Quartal steigerte Pinterest, Inc. seinen Umsatz im Schlussviertel 2025 um 14 % auf 1,32 Milliarden US‑Dollar. Damit verfehlte das Unternehmen die Markterwartung von 1,33 Milliarden Dollar knapp. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erzielte Pinterest 0,67 Dollar und blieb damit unter den Konsensschätzungen von 0,69 Dollar. Das bereinigte EBITDA lag mit 541,5 Millionen Dollar ebenfalls leicht unter den erwarteten 550 Millionen Dollar.

Besonders ins Auge fällt der starke Rückgang beim ausgewiesenen Nettogewinn: 277 Millionen Dollar bedeuten ein Minus von 85 % gegenüber dem Vorjahreswert von 1,85 Milliarden Dollar, der allerdings von einem einmaligen Steuer­effekt geprägt war. Operativ wächst das Geschäft also weiter, erreicht aber nicht das Tempo, das viele Investoren nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Jahre erwartet hatten.

Die Börse reagiert entsprechend hart: Die Aktie schloss am Donnerstag bei 18,54 Dollar, ein Minus von 2,88 % zum Vortag. Im nachbörslichen Handel rutscht der Kurs bis auf etwa 15,18 Dollar ab – ein Einbruch von gut 18 % und der zweite rund 20‑prozentige Absturz nach einem Quartalsbericht in Folge.

Wie entwickeln sich Nutzerzahlen und Engagement bei Pinterest?

Während Umsatz und Gewinn enttäuschen, zeigt das Pinterest Quartal bei den Nutzerzahlen ein deutlich freundlicheres Bild. Die globalen monatlich aktiven Nutzer (MAUs) kletterten um 12 % auf einen Rekordwert von 619 Millionen. In den USA und Kanada stieg die Nutzerbasis auf 105 Millionen (+4 %), in Europa auf 158 Millionen (+9 %) und im Rest der Welt auf 356 Millionen (+16 %).

Nach Unternehmensangaben verzeichnet Pinterest inzwischen über 80 Milliarden Suchanfragen pro Monat, überwiegend bildbasiert, und rund 1,7 Milliarden ausgehende Klicks auf Händler‑Webseiten. Die besonders werberelevante Zielgruppe der Gen Z stellt inzwischen mehr als die Hälfte der Nutzer und ist zugleich der am schnellsten wachsende Nutzerstamm.

Diese starken Engagement‑Kennzahlen unterstreichen die zentrale Herausforderung im aktuellen Pinterest Quartal: Die Plattform wächst bei Reichweite und Interaktionen deutlich schneller als bei Umsatz und Gewinn. CEO Bill Ready betonte, man sei mit der Umsatzentwicklung unzufrieden, da sie das „wertvolle kommerzielle Intent“ der Nutzer noch nicht ausreichend widerspiegele.

Pinterest, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Welche Rolle spielen Zölle und große Einzelhändler für Pinterest, Inc.?

Für den Druck im Pinterest Quartal macht das Management vor allem die schwächelnden Werbebudgets großer Einzelhändler verantwortlich. Laut CEO Ready wurde das Unternehmen von „exogenen Schocks im Zusammenhang mit Zöllen“ getroffen, die insbesondere die Top‑Retail‑Kunden belasteten. Diese reagierten mit gekürzten Marketing‑ und Werbeausgaben, vor allem in Europa und Großbritannien.

Finanzchefin Julia Donnelly sprach von einem „bedeutenderen Gegenwind als erwartet“ durch die größten Einzelhandelskunden, die ihre Kampagnen teilweise zurückfuhren, um Margen zu schützen. Da Pinterest im Werbemix noch stark von diesen Großkunden abhängig ist, wirken sich deren Sparmaßnahmen hier stärker aus als bei einigen Wettbewerbern.

Trotzdem legten die Erlöse regional zu: In den USA und Kanada stiegen die Umsätze im vierten Quartal um 9 % auf 979 Millionen Dollar, in Europa um 25 % auf 245 Millionen Dollar, im Rest der Welt sogar um 64 % auf 96 Millionen Dollar. Der Effekt der zurückhaltenden Großkunden zeigt sich vor allem darin, dass das Wachstum deutlich hinter den steigenden Nutzerzahlen zurückbleibt.

Belastet der KI-Pivot die Margen von Pinterest, Inc.?

Parallel zum Gegenwind durch Zölle stemmt das Unternehmen einen tiefgreifenden Umbau. Im Januar kündigte Pinterest an, weniger als 15 % der Belegschaft abzubauen und Büroflächen zu reduzieren. Die freigewordenen Mittel sollen in technische Teams fließen, die KI‑gestützte Produkte entwickeln – etwa neue Modelle für Personalisierung, Suche und Werbung sowie den kürzlich gestarteten „Pinterest Assistant“.

Auf technischer Seite meldet Pinterest Erfolge: Eigenentwickelte Modelle wie OmniSage, PinFM und Navigator 1 sollen die Interaktion mit Pins deutlich erhöht und die Modellkosten im Vergleich zu externen Lösungen stark gesenkt haben. Gleichzeitig drückt der KI‑Pivot jedoch kurzfristig auf die Profitabilität. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit einer bereinigten EBITDA‑Marge von rund 30 %, wobei die Übernahme des TV‑Werbetechnologie‑Anbieters TV Scientific die Marge um etwa 1 Prozentpunkt reduziert.

Für das laufende erste Quartal 2026 erwartet Pinterest einen Umsatz von 951 bis 971 Millionen Dollar, was einem Wachstum von 11 bis 14 % entspricht – klar unter den bisherigen Analystenschätzungen von etwa 980 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA soll bei 166 bis 186 Millionen Dollar liegen und damit deutlich unter früheren Markterwartungen von rund 205 Millionen Dollar. Auch das trägt zum schwachen Sentiment im aktuellen Pinterest Quartal bei.

Konkrete neue Analysten‑Ratings großer Häuser wie Citigroup, Goldman Sachs oder RBC Capital Markets zu diesem Zahlenwerk liegen bislang nicht vor, doch angesichts des starken Kursrutsches dürften zahlreiche Kursziele und Einstufungen in den kommenden Tagen auf den Prüfstand kommen.

„Wir sind mit unserer Umsatzentwicklung im vierten Quartal nicht zufrieden, da sie nicht widerspiegelt, wozu Pinterest langfristig in der Lage ist.“
— Bill Ready, CEO von Pinterest, Inc.

Fazit

Das Pinterest Quartal zeigt eine Plattform mit stark wachsender Nutzerbasis, aber enttäuschender Monetarisierung und spürbarem Margendruck durch Zölle und KI‑Investitionen. Für Anleger bedeutet der Kurssturz eine harte Neubewertung, bietet langfristig orientierten Investoren aber auch die Chance, den AI‑Pivot und die breitere Werbeplattform zu einem deutlich niedrigeren Einstiegsniveau zu begleiten. Entscheidend wird sein, ob Pinterest in den kommenden Quartalen beweisen kann, dass Umsatz und Gewinne endlich zum Nutzerwachstum aufschließen – dann könnte das nächste Pinterest Quartal wieder positiver ausfallen.

Weiterführende Quellen

Rivian Quartal mit starkem Zahlenwerk und -5,15% Kursreaktion – wie tragfähig sind Guidance 2026 und R2-Story wirklich?

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-5,15%
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13.02.26 01:59 Uhr

Rivian Automotive, Inc.

Das jüngste Rivian Quartal sorgt für Gesprächsstoff an der Wall Street: operative Fortschritte, erstmals ein positiver Bruttobeitrag – aber weiterhin hohe Verluste und massiver Investitionsbedarf. Während die Aktie zuletzt deutlich unter Druck stand, setzt das Management auf eine ambitionierte 2026-Guidance und den Marktstart des R2 als Wendepunkt. Was steckt hinter den Zahlen, wie viel davon ist Software- und JV-Effekt – und was bedeutet das für Anleger, die auf eine nachhaltige Erholung der Rivian-Aktie hoffen?

Rivian Quartal: Wie fielen die Kennzahlen aus?

Rivian Automotive, Inc. (RIVN) hat im jüngsten Rivian Quartal die Erwartungen der Wall Street geschlagen. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,54 US‑Dollar und damit deutlich besser als der Konsens von 0,68 bis 0,69 US‑Dollar. Der Umsatz kletterte auf 1,29 Milliarden US‑Dollar und übertraf damit leicht die Schätzung von 1,26 Milliarden US‑Dollar. Auf Jahressicht erzielte Rivian 2025 Erlöse von rund 5,37 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von etwa 8 % gegenüber 2024.

Besonders beachtet wurde der Bruttogewinn: Erstmals wies Rivian einen positiven Bruttobeitrag aus – 144 Millionen US‑Dollar im Gesamtjahr, davon 120 Millionen im vierten Quartal. Allerdings stammt dieser Erfolg im Wesentlichen aus dem Bereich Software und Services, insbesondere aus dem Joint Venture mit Volkswagen. Das reine Automotive-Geschäft blieb mit einem Bruttoverlust von 432 Millionen US‑Dollar deutlich in den roten Zahlen, was zeigt, dass die Skalierung der Fahrzeugproduktion weiterhin eine Herausforderung ist.

Unter dem Strich stand 2025 ein Nettoverlust von 3,6 Milliarden US‑Dollar, nach 4,75 Milliarden US‑Dollar im Vorjahr. Im vierten Quartal belief sich der Fehlbetrag auf 804 Millionen US‑Dollar, belastet durch rückläufige Erlöse aus regulatorischen Credits nach der politischen Kehrtwende in der US‑EV‑Förderung.

Rivian Automotive: Was bedeutet die 2026-Guidance?

Für 2026 legt Rivian Automotive, Inc. eine ehrgeizige Prognose vor. Das Unternehmen erwartet Auslieferungen zwischen 62.000 und 67.000 Fahrzeugen. Damit liegt die Spanne klar über den aktuellen 2025er Niveaus und leicht über den Markterwartungen von rund 63.400 Einheiten. Wesentlicher Treiber soll der neue R2-SUV werden, der im zweiten Quartal an Kunden ausgeliefert werden soll und Rivian in den Massenmarkt – vergleichbar mit einem elektrischen Toyota RAV4 – führen soll.

Trotz der Wachstumsfantasie bleibt die Profitabilität ein Knackpunkt. Rivian rechnet für 2026 mit einem bereinigten EBITDA-Verlust zwischen 1,8 und 2,1 Milliarden US‑Dollar – also kaum besser als die rund 2,1 Milliarden US‑Dollar des Vorjahres. Gleichzeitig sollen die Investitionsausgaben auf 1,95 bis 2,05 Milliarden US‑Dollar steigen, nach etwa 1,7 Milliarden US‑Dollar in 2025. Der Konzern investiert massiv in Kapazitäten, Plattformen und den Markthochlauf des R2, was kurzfristig die Bilanz belastet, aber mittelfristig Skaleneffekte ermöglichen soll.

Am Markt kamen vor allem die besseren Kennzahlen des jüngsten Rivian Quartal und die klar über Konsens liegende Delivery-Guidance gut an: Die Aktie sprang im nachbörslichen Handel zeitweise um über 10 %, auch wenn der Kurs im laufenden Jahr zuvor bereits deutlich unter Druck stand.

Rivian Automotive, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Rivian Automotive: R2, EV-Schwäche und Software-Power

Strategisch steht Rivian Automotive, Inc. an einem Wendepunkt. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in den USA ist nach dem Wegfall der 7.500‑Dollar-Steuergutschrift und der politischen Rolle rückwärts deutlich eingebrochen; laut Branchendaten gingen die EV-Verkäufe im Jahresvergleich um rund ein Drittel zurück. Während Rivian wegen Batterieregeln ohnehin nicht von der Förderung profitierte, litt das Sentiment in der gesamten Branche. Gleichzeitig ziehen sich Wettbewerber wie Ford bei reinen BEV-Modellen zurück und fokussieren stärker auf Hybride, was Rivian in Segmenten wie elektrischen Pick-ups und SUVs Luft verschaffen könnte.

Das Rivian Quartal unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung von Software und Services. Diese Sparte legte 2025 um mehr als 300 % zu und kompensierte einen Teil der operativen Schwächen im Fahrzeugbau. CEO RJ Scaringe spricht von einem operativen Wendepunkt: Mit dem R2, der auf einer kostengünstigeren Plattform basiert, sollen Stückkosten deutlich sinken und die Bruttomargen perspektivisch in den grünen Bereich drehen.

An der Börse wird die Story zunehmend langfristig gelesen: Mit einem Forward-Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 2,9 scheint der Markt bereits einen Teil der Risiken eingepreist zu haben. Entscheidend wird sein, ob der R2-Start reibungslos gelingt, die Produktionsziele des nächsten Jahres erreicht werden und künftige Rivian Quartal-Berichte eine klare Verbesserung der Automotive-Bruttomargen zeigen.

Fazit

Im Fazit bleibt das aktuelle Rivian Quartal damit ein wichtiger Zwischenschritt: operative Fortschritte, Software als Stütze und eine starke Wachstums-Guidance treffen auf anhaltend hohe Verluste und ein schwieriges EV-Umfeld. Für risikobewusste Anleger könnte die Aktie interessant sein, wenn sie an einen erfolgreichen R2-Hochlauf und weitere Effizienzgewinne glauben, denn die kommenden Quartale werden zeigen, ob Rivian den Sprung vom Nischenanbieter zum profitablen Volumenhersteller schafft.

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Airbnb Quartal mit 12 % Umsatzplus und -3 % Kursrutsch – wie stark sind Buchungen, KI-Offensive und Zahlungsreform wirklich?

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Airbnb, Inc.

Das aktuelle Airbnb Quartal zeigt ein spannendes Spannungsfeld: Auf der einen Seite stehen zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Buchungen, auf der anderen ein rückläufiger Gewinn und ein Kursrückgang der Aktie. Gleichzeitig startet Airbnb eine Offensive bei Zahlungsoptionen und Künstlicher Intelligenz, die das Geschäftsmodell langfristig verändern könnte. Für Anleger stellt sich damit die Frage, ob der jüngste Rücksetzer der Aktie eine Chance oder ein Warnsignal ist.

Wie stark war das Airbnb Quartal wirklich?

Airbnb, Inc. meldete für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg um 12 % auf rund 2,8 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die eigene Prognoseobergrenze. Der Bruttobuchungswert kletterte sogar um 16 % auf 20,4 Milliarden Dollar – das schnellste Wachstum seit mehr als zwei Jahren. Die gebuchten Nächte und Erlebnisse legten um 10 % zu und markierten damit das stärkste Quartal des Jahres. Damit bestätigt das aktuelle Airbnb Quartal, dass die weltweite Reiselust trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten robust bleibt.

Auf der Gewinnseite fällt das Bild gemischter aus: Der Nettogewinn sank auf 341 Millionen Dollar beziehungsweise 0,56 Dollar je Aktie, nach 0,73 Dollar im Vorjahr. Belastend wirkten rund 90 Millionen Dollar aus einmaligen, nicht einkommenssteuerbezogenen Effekten sowie höhere Ausgaben für Wachstum, Marketing und Regulierung. Analysten hatten im Vorfeld mit einem höheren EPS gerechnet, was den Druck auf die Aktie erhöhte – der Kurs von Airbnb (ABNB) notiert aktuell bei 115,96 Dollar und damit rund 3 % unter dem Vortag.

Welche Impulse setzen neue Zahlungsoptionen bei Airbnb?

Ein zentrales Element im Airbnb Quartal sind die Preis- und Zahlungsinitiativen. Besonders im Fokus steht „Reserve Now, Pay Later“: Gäste in den USA können berechtigte Aufenthalte erstmals mit null Dollar Anzahlung buchen und später bezahlen. Die Reaktion fiel deutlich aus – vor allem größere und hochpreisige Unterkünfte verzeichneten eine beschleunigte Nachfrage. Ergänzt wird dies durch transparenter ausgewiesene Gesamtpreise und vereinfachte Gebührenstrukturen.

Das Management betont, dass diese Maßnahmen im laufenden Jahr so viel zusätzlichen Umsatz bringen sollen wie das erfolgreiche Wachstumsprojekt auf Hawaii und auch künftig ein Rückenwind bleiben. Zwar stieg die Stornorate leicht von etwa 16 % auf 17 %, dennoch bewertet die Finanzchefin den Effekt als unkritisch. Wichtig für Anleger: Die Strategie, preisbewusste Kundensegmente durch bessere Transparenz zu halten und gleichzeitig Premium-Reisende gezielt anzusprechen, dient als Antwort auf eine zunehmend zweigeteilte Reiselandschaft.

Airbnb, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie verändert KI das Geschäftsmodell von Airbnb?

Parallel zur Zahlungsrevolution treibt Airbnb, Inc. eine KI-Offensive voran. Ein eigens entwickelter KI-Agent im Kundensupport, trainiert auf Millionen Interaktionen, löst bereits rund ein Drittel der Anfragen in Nordamerika ohne menschliche Mitarbeiter – bei deutlich verkürzten Bearbeitungszeiten. CEO Brian Chesky sieht darin einen Hebel, um Kostenbasis und Servicequalität gleichzeitig zu verbessern.

Mit der Verpflichtung von Ahmad Al-Dahle, zuvor Leiter generativer KI bei Meta und langjähriger Apple-Manager, als neuem CTO will Airbnb KI und Design noch enger verzahnen. Langfristig soll KI nicht nur den Support, sondern das gesamte Nutzererlebnis von der Suche über Empfehlungen bis hin zur Reiseplanung prägen. Für Investoren ist diese KI-Offensive im Kontext des aktuellen Airbnb Quartal ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen sein margenschonendes, asset-light-Modell technologisch weiter skalieren will.

Wo setzt Airbnb im nächsten Quartal die Wachstumsschwerpunkte?

Für das laufende Quartal erwartet Airbnb, Inc. Erlöse zwischen 2,59 und 2,63 Milliarden Dollar und liegt damit klar über den durchschnittlichen Markterwartungen. Das Management rechnet 2026 insgesamt mit einem Umsatzplus von mindestens niedrigen zweistelligen Prozentraten, bei stabilen bereinigten EBITDA-Margen. Treiber sind unter anderem die starke Nachfrage nach Premium-Unterkünften, eine wachsende Hotelpräsenz in regulierten Metropolen wie New York und Madrid sowie eine gezielte Expansion in Schwerpunktländer wie Brasilien und Indien.

International zeigt das Playbook erste Früchte: Brasilien ist in die Top-5-Märkte aufgestiegen und war im vierten Quartal nach den USA die wichtigste Quelle für Erstbucher. In Indien meldet das Unternehmen Wachstumsraten von rund 50 %, mit weiteren Beschleunigungschancen im kommenden Jahr. Hinzu kommen Event-getriebene Angebote rund um globale Großereignisse wie Olympia und die Fußball-WM, die zusätzliche Nachfrage auf die Plattform ziehen sollen.

„Wir glauben, dass Preisinitiativen in diesem Jahr so viel Umsatz generieren werden wie Hawaii und für die kommenden Jahre ein starker Rückenwind bleiben werden.“
— Brian Chesky, CEO von Airbnb, Inc.

Fazit

Insgesamt unterstreicht das Airbnb Quartal, dass der Konzern bereit ist, kurzfristig niedrigere Gewinne zugunsten von Technologie- und Wachstumsinvestitionen zu akzeptieren. Für Anleger entsteht damit ein klares Bild: Wer an eine anhaltende Reiselust, Preismacht im Premiumsegment und die Skalierbarkeit des Plattformmodells glaubt, könnte das aktuelle Kursniveau als Chance sehen – entscheidend wird sein, ob die kommenden Quartale die angekündigte Wachstumsbeschleunigung tatsächlich liefern.

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Coinbase Quartal mit 667 Mio. Dollar Verlust: Warum die Aktie 7,9% einbricht und starke Abo-Erlöse trotzdem Hoffnung machen

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Coinbase

Das aktuelle Coinbase Quartal sorgt für Unruhe am Kryptomarkt: Nach acht profitablen Perioden in Folge rutscht die größte US-Kryptoboerse wieder in die Verlustzone. Gleichzeitig wachsen die wiederkehrenden Abo- und Serviceerloese kraeftig und Rueckkaeufe in Milliardenhoehe stutzen den Aktienkurs. Wie passt das zusammen – und was bedeutet das für Anleger?

Coinbase Quartal: Wie schwach fiel Q4 wirklich aus?

Coinbase Global, Inc. hat im vierten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 667 Millionen US-Dollar ausgewiesen und damit eine Serie von acht profitablen Quartalen in Folge beendet. Das Ergebnis je Aktie lag bereinigt bei 0,66 US-Dollar und damit klar unter den zuvor erwarteten rund 0,90 bis 1,15 US-Dollar. Der Markt hatte mit einem Gewinn gerechnet – entsprechend galt das Coinbase Quartal als negative Überraschung.

Der Nettoerlös sank im Jahresvergleich um etwa 21 bis 22 Prozent auf rund 1,78 bis 1,8 Milliarden US-Dollar und blieb damit unter den Konsensschätzungen von etwa 1,83 bis 1,9 Milliarden Dollar. Besonders belastete der Einbruch der Kryptopreise: Bitcoin fiel vom Oktoberhoch um rund 30 Prozent bis Jahresende und im laufenden Jahr bislang um mehr als 25 Prozent, was Handelsvolumen und -erträge deutlich dämpfte und zu Wertberichtigungen auf eigene Kryptobestände führte.

Die Börse reagierte zunächst mit Verkäufen: Die Aktie schloss den regulären Handel bei 141,09 US-Dollar, ein Minus von 7,90 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 153,20 Dollar. Nachbörslich erholte sich das Papier jedoch zeitweise um knapp drei Prozent, was zeigt, dass ein Teil der Enttäuschung über das Coinbase Quartal bereits eingepreist war.

Coinbase: Starke Abo-Erlöse als Gegenpol zum Handelsrückgang?

Im Kerngeschäft mit Transaktionsgebühren verzeichnete Coinbase Global, Inc. im vierten Quartal einen deutlichen Rückgang. Die Transaktionsumsätze sanken im Jahresvergleich um fast 37 Prozent auf rund 983 Millionen US-Dollar und blieben damit unter den Erwartungen von etwas über einer Milliarde Dollar. Der anhaltende Krypto-Winter mit scharfen Kurskorrekturen und sinkendem Retail-Interesse traf das Geschäftsmodell unmittelbar.

Positiv entwickelte sich dagegen das Segment Abonnements und Dienstleistungen. Hier erzielte Coinbase im vierten Quartal 727,4 Millionen US-Dollar, ein Plus von gut 13 Prozent zum Vorjahr, wenn auch leicht unter den Prognosen von knapp 750 Millionen Dollar. Auf Jahressicht wuchs dieses Segment auf 2,8 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von 23 Prozent und mittlerweile fast das Fünfeinhalbfache des Spitzenwerts aus dem Zyklus 2021. Das Management betont, dass inzwischen zwölf Produkte jeweils einen annualisierten Umsatz von über 100 Millionen Dollar erzielen.

Damit verschiebt sich das Profil des Unternehmens weiter weg von volatilen Handelsgebühren hin zu wiederkehrenden Erlösen aus Angeboten wie Coinbase One, Staking, Custody, USDC-Zinserträgen und institutionellen Services. Für das laufende Q1 2026 stellt Coinbase Abo- und Serviceumsätze von 550 bis 630 Millionen US-Dollar in Aussicht – eine Spanne, die zwar niedrigere Kryptopreise und Staking-Renditen reflektiert, aber den strukturellen Wachstumstrend bestätigt. Genau diese Entwicklung macht das aktuelle Coinbase Quartal trotz Verlust für viele Langfristinvestoren interessant.

Coinbase Global, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Coinbase Global, Inc.: Rueckkaeufe, Bitcoin-Käufe und Insiderverkäufe

Parallel zum schwierigen Coinbase Quartal setzt das Management ein aggressives Kapitalrückführungsprogramm um. Coinbase Global, Inc. verfügt über 11,3 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und Barmitteläquivalenten und hat im vierten Quartal sowie bis Anfang Februar bereits eigene Aktien im Volumen von 1,7 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Im Januar erweiterte der Verwaltungsrat die Rückkauf- und Schuldentilgungsbefugnis um weitere 2 Milliarden US-Dollar. Zudem hat das Unternehmen seine Bitcoin-Bestände 2025 nach eigenen Angaben etwa verdoppelt.

Diese Maßnahmen stehen im Kontrast zu umfangreichen Insiderverkäufen von CEO Brian Armstrong. Zwischen April 2025 und Januar 2026 veräußerte Armstrong rund 1,5 Millionen Aktien im Gesamtwert von etwa 545 bis 550 Millionen US-Dollar, darunter ein großes Paket zu über 355 Dollar je Aktie im Juni 2025. Auch Cathie Woods Ark Invest reduzierte ihre Position und investierte teilweise in den Wettbewerber Bullish. Die Kombination aus schwachen Kursen, Insiderverkäufen und dem nun gemeldeten Verlust verstärkt die Skepsis mancher Anleger gegenüber dem Coinbase Quartal.

Wie bewerten Analysten das Coinbase Quartal?

Trotz der schwachen Zahlen zum Coinbase Quartal bleiben einige große Häuser zuversichtlich. Goldman Sachs stufte die Aktie jüngst auf „Buy“ hoch und sieht ein Kursziel von rund 303 US-Dollar, gestützt auf das wachsende Ertragspotenzial außerhalb des klassischen Trading-Geschäfts. JPMorgan senkte sein Kursziel zwar von 399 auf 290 US-Dollar, hält aber an der Einstufung „Overweight“ fest und verweist auf den Rückgang der Handelsvolumina und die Abkühlung im Stablecoin-Sektor.

Operativ positioniert sich Coinbase mit der Vision der „Everything Exchange“ breiter: Neben Krypto will das Unternehmen langfristig auch Aktien, Prognosemärkte und tokenisierte Wertpapiere über eine einheitliche Infrastruktur anbieten. Die Einführung von Agentic Wallets für KI-Agenten und das Rekordhoch bei in Coinbase-Produkten gehaltenem USDC unterstreichen diesen Plattformansatz. Rund 12 Prozent aller weltweiten Krypto-Assets lagen 2025 zeitweise bei Coinbase, was die Rolle als zentrale Infrastruktur für den Sektor festigt.

In 2025, more than 12% of all crypto in the world resided on Coinbase. We’re building and connecting more products to facilitate customers doing more with their assets.
— Brian Armstrong, CEO von Coinbase

Fazit

Das Coinbase Quartal bringt einen schmerzhaften Rückschlag bei Gewinn und Umsatz, zeigt aber zugleich die zunehmende Bedeutung stabiler Abo- und Serviceerlöse sowie die finanzielle Stärke für massive Rückkäufe. Für Anleger bleibt die Aktie ein hochvolatiler Spielball der Kryptomärkte, aber auch ein Hebel auf die weitere institutionelle Adoption von Blockchain. Entscheidend wird sein, ob die nächsten Quartale den Übergang zu einem robusteren, weniger zyklischen Geschäftsmodell bestätigen.

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Crocs Earnings mit starkem Q4 und optimistischem 2026-Ausblick: Wie der Gewinnsprung die Aktie veraendern koennte

Die juengsten Crocs Earnings haben Anleger und Analysten aufhorchen lassen: Ein kraeftiger Gewinnsprung im Schlussquartal, robuste Margen trotz Gegenwind und ein optimistischer Ausblick bis 2026 sorgen für neue Fantasie bei der Aktie. Besonders spannend: Die Kernmarke Crocs legt international deutlich zu, während das Management mit konsequentem Kostenmanagement und Aktienrueckkaeufen den Gewinn je Aktie weiter nach oben treiben will. Wie solide sind die Zahlen wirklich – und was bedeutet das für Investoren?

Wie stark fielen die Crocs Earnings im Schlussquartal aus?

Im vierten Quartal 2025 meldete Crocs, Inc. einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,29 US-Dollar und lag damit deutlich über den erwarteten rund 1,91 US-Dollar. Der Quartalsumsatz belief sich auf 958 Millionen US-Dollar, ein Plus von etwa vier Prozent gegenüber dem Vorjahr und klar über den Konsensschätzungen von knapp 916 Millionen US-Dollar. Obwohl die Profitabilität im Jahresvergleich etwas unter Druck stand, honorierte der Markt vor allem den klaren Earnings-Beat und den robusten Ausblick. Die starken Crocs Earnings wurden maßgeblich von einem guten Weihnachtsgeschäft und einem wachsenden Direktvertriebsgeschäft getragen.

Während der Umsatz im Großhandelskanal rückläufig war, legte der direkte Verkauf an Endkunden zu. Der Direct-to-Consumer-Anteil überschritt unternehmensweit die 50-Prozent-Marke und wuchs schneller als das Wholesale-Geschäft. Die Crocs Earnings im Q4 zeigen damit deutlich, dass die strategische Verschiebung hin zu margenstärkeren Vertriebskanälen an Dynamik gewinnt.

Wie entwickelt sich Crocs im Gesamtjahr 2025?

Für das Gesamtjahr 2025 erzielte Crocs, Inc. einen Umsatz von etwas über 4,0 Milliarden US-Dollar, rund zwei Prozent mehr als 2024. Die Kernmarke Crocs steuerte etwa 3,3 Milliarden US-Dollar bei, während die Zweitmarke HeyDude mit rund 715 Millionen US-Dollar deutlich schwächer abschnitt, belastet insbesondere durch ein Minus von 27 % im Wholesale-Bereich und einen Volumenrückgang von 17 %. International entwickelte sich die Crocs-Marke besonders stark: Fast die Hälfte des Markenum­satzes stammt inzwischen aus dem Ausland, mit einem Zuwachs von rund 11 % auf 1,6 Milliarden US-Dollar. In China legten die Erlöse sogar um 30 % zu und machen inzwischen etwa acht Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Die bereinigte Bruttomarge des Konzerns lag 2025 bei 58,3 %, belastet durch einen Zoll-Gegenwind von 130 Basispunkten. Die bereinigte operative Marge sank auf 22,3 % und damit um 330 Basispunkte im Jahresvergleich, was neben Zöllen auch auf Restrukturierungskosten und schwächere HeyDude-Margen zurückzuführen ist. Dennoch erwirtschaftete Crocs einen freien Cashflow von 659 Millionen US-Dollar. Davon flossen 128 Millionen US-Dollar in den Schuldenabbau und 577 Millionen US-Dollar in Aktienrückkäufe – etwa zehn Prozent der ausstehenden Aktien wurden eingezogen, was die künftigen Crocs Earnings je Aktie zusätzlich stützt.

Was sagt der 2026-Ausblick von Crocs Earnings?

Für 2026 rechnet Crocs, Inc. mit einem weitgehend stabilen Umsatz: Der Konzernumsatz soll leicht steigen oder um bis zu ein Prozent sinken. Die Kernmarke Crocs wird auf 0 bis 2 % Wachstum taxiert, getragen von einem zweistelligen Plus im internationalen Geschäft, während Nordamerika weiter schwächeln dürfte. HeyDude soll dagegen um 7 bis 9 % schrumpfen, da die Bereinigung der Vertriebskanäle und ein vorsichtigerer Lageraufbau der Handelspartner anhalten.

Trotz dieses verhaltenen Umsatzbildes zeigt sich das Management bei den Crocs Earnings ausgesprochen zuversichtlich: Der bereinigte Gewinn je Aktie für 2026 wird auf 12,88 bis 13,35 US-Dollar prognostiziert und liegt damit deutlich über den zuvor erwarteten rund 11,9 US-Dollar. Die bereinigte Bruttomarge soll trotz eines weiteren Zoll-Gegenwinds von rund 80 Basispunkten leicht anziehen. Zusätzlich plant Crocs weitere 100 Millionen US-Dollar an Kosteneinsparungen nach bereits realisierten 50 Millionen US-Dollar im Jahr 2025.

Wie reagieren Börse und Analysten auf Crocs, Inc.?

Die starken Crocs Earnings und der optimistische 2026-Ausblick lösten eine deutliche Kursrallye aus: Die Aktie sprang im Tagesverlauf um rund 20 % auf knapp 99,50 US-Dollar und verzeichnet damit den besten Handelstag seit Monaten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der neuen 2026-Guidance liegt Schätzungen zufolge bei etwa sieben, was viele Investoren als attraktiv einstufen. Die Investmentbank Stifel bewertet die Aktie derzeit mit „Halten“ und sieht das Kursziel bei 90 US-Dollar. Damit signalisiert Stifel trotz der heutigen Kursreaktion eher begrenztes kurzfristiges Aufwärtspotenzial, verweist aber auf die Spannung zwischen Preiskampf, Wachstum und Margenstabilität.

Gleichzeitig spielt die massive Rückkaufautorität von 747 Millionen US-Dollar eine wichtige Rolle für die Investmentstory. Weitere Rückkäufe könnten die Crocs Earnings je Aktie zusätzlich anschieben, sofern der freie Cashflow auf dem hohen Niveau gehalten wird und die Nettoverschuldung im Zielkorridor von 1,0 bis 1,5-mal EBITDA bleibt.

Direct-to-consumer was over half of our enterprise revenue and grew faster than our wholesale business.
— Andrew Rees, CEO von Crocs, Inc.

Fazit

Unterm Strich zeigen die aktuellen Crocs Earnings, dass das Unternehmen trotz Gegenwinds bei HeyDude und in Nordamerika profitabel wächst, international skaliert und seine Kapitalallokation konsequent auf Wertsteigerung ausrichtet. Für Anleger dürften die nächsten Quartale entscheidend sein, ob der starke Margen- und Cashflow-Trend anhält und die Aktie nach dem Kurssprung eine neue, höhere Bewertungsbasis etablieren kann.

Weiterführende Quellen