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Autodesk Bewertung mit +17% Umsatzwachstum: Chance gegen Snowflake-Schock
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Autodesk Bewertung mit +17% Umsatzwachstum: Chance gegen Snowflake-Schock

ERWÄHNTER TICKER
ADSK Autodesk, Inc. $243.16 +1.60% Schlusskurs: 16.04.26 22:00 Uhr MESZ
Nachbörslich $243.97 +0.33%

Ist die Autodesk Bewertung nach starkem Wachstum eine unterschätzte Chance – vor allem im Vergleich zum teuren Rivalen Snowflake?

Erwähnte Aktien
ADSK
Schlusskurs 243,16$ +1,60% 16.04.26 22:00 Uhr MESZ
Außerbörslich 243,97$ +0,33% 17.04.26 00:15 Uhr MESZ
Autodesk, Inc.

Wie wirkt die Autodesk Bewertung?

Die Aktie von Autodesk (ADSK) schloss am Donnerstag bei 243,16 US-Dollar und legte damit gegenüber dem Vortag um 1,60% zu; nachbörslich standen 243,97 Dollar auf dem Ticker. Vom 52-Wochen-Hoch bei 329,09 Dollar ist der Wert damit aber noch klar entfernt. Gerade deshalb ist die Autodesk Bewertung interessant: Der Markt preist das Unternehmen deutlich defensiver ein als Snowflake, obwohl beide bei der Marktkapitalisierung in einer ähnlichen Größenordnung von rund 50 Milliarden Dollar liegen.

Im direkten Vergleich ist die Differenz bei den Kennzahlen auffällig. Snowflake wird mit rund dem 116-Fachen des Non-GAAP-Gewinns bewertet, Autodesk dagegen mit einem deutlich niedrigeren Forward-KGV von etwa 24. Selbst auf Basis der letzten zwölf Monate liegt Autodesk mit einem KGV von rund 43 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 7,0 wesentlich näher an klassischen profitablen Softwareprofilen als der Rivalenwert. Auch das PEG-Verhältnis von 0,891 spricht dafür, dass die Autodesk Bewertung vom Gewinnwachstum besser getragen wird.

Autodesk oder Snowflake?

Für Anleger mit Blick auf das Short-Risiko ist genau dieser Punkt entscheidend. Snowflake wächst zwar schneller, doch die Bewertung lässt kaum Raum für operative Enttäuschungen. Schon ein schwächeres Verbrauchsverhalten der Kunden, makroökonomischer Gegenwind oder eine vorsichtigere Prognose könnten dort zu einer scharfen Multiple-Kompression führen. Autodesk ist dagegen bereits als reifer, cashflow-starker Softwareanbieter eingepreist.

Die operative Basis untermauert diese Sicht. Autodesk steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2026 um 17,53% auf 7,206 Milliarden Dollar. Der GAAP-Nettogewinn lag bei 1,124 Milliarden Dollar, der freie Cashflow bei 2,409 Milliarden Dollar und damit mehr als 60% über Vorjahr. Hinzu kommt eine Non-GAAP-Operative-Marge von rund 37,5%; für das Geschäftsjahr 2027 stellt das Management 38,5% bis 39% in Aussicht. Solche Werte machen die Autodesk Bewertung zwar nicht billig, aber deutlich belastbarer.

Snowflake steht hier auf einem anderen Fundament. Das Unternehmen meldete für das Geschäftsjahr 2026 einen GAAP-Nettoverlust von 1,329 Milliarden Dollar und einen operativen Verlust von 1,435 Milliarden Dollar. Dazu kommen hohe aktienbasierte Vergütungen und ein im Jahresvergleich stark gesunkenes Eigenkapital. Für eine Short-These liefert das wesentlich mehr Angriffsfläche als bei Autodesk.

Autodesk vs. Snowflake Bewertung und Short-Risiko Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - April 2026

Was spricht für Autodesk?

Ganz ohne Risiken ist Autodesk nicht. Im vergangenen Geschäftsjahr fielen Restrukturierungskosten von 216 Millionen Dollar an. Zudem hat das Management im Zuge seiner Vertriebsoptimierung auf vorübergehende Belastungen bei den Billings hingewiesen. Doch das sind Ausführungsrisiken in einem profitablen Geschäft, nicht das Problem eines Modells, das erst noch nachhaltige Gewinne beweisen muss.

Zusätzlichen Rückenwind liefern Einschätzungen von Analysten. Jefferies hat die Aktie mit Kaufempfehlung und einem Kursziel von 300 Dollar aufgenommen und verweist auf die Stärke im Bereich Architektur, Ingenieurwesen und Bau. Auch die breite Analystenstimmung bleibt konstruktiv: Für Autodesk stehen 29 Kaufempfehlungen und keine Verkaufsempfehlung im Raum. Dass Softwarewerte am Donnerstag insgesamt gefragt waren, half ebenfalls. Neben Autodesk zählten auch Microsoft, Oracle, Adobe und Salesforce zu den Gewinnern des Tages.

Wie fällt das Short-Risiko aus?

Unter dem Strich spricht der Vergleich klar gegen eine aggressive Leerverkaufswette auf Autodesk. Die Autodesk Bewertung ist moderater, der Cashflow stark, die Margen hoch und die Visibilität im Abo-Modell vergleichsweise gut. Snowflake bietet dagegen wegen der hohen Bewertung und der anhaltenden Verluste das deutlich größere Rückschlagpotenzial.

Fazit

Die Autodesk Bewertung zeigt damit vor allem eines: Bei ähnlicher Größe ist nicht jede Softwareaktie gleich riskant. Für Anleger bleibt entscheidend, ob Autodesk die Margenexpansion und das Umsatzwachstum im neuen Geschäftsjahr bestätigt. Gelingt das, dürfte der Bewertungsabschlag gegenüber hochfliegenden Softwaretiteln eher als Chance denn als Warnsignal gelesen werden.

Maik Kemper
Über den Autor
Maik Kemper

Finanzjournalist und Trader mit über 10 Jahren Erfahrung an den Märkten. Spezialisiert auf Aktienanalyse, Forex und makroökonomische Zusammenhänge.