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-4,7% Bitcoin Korrektur: Diese 3 Signale jetzt beachten

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Bitcoin rutscht nach einem steilen Anstieg deutlich ab – viele Anleger fragen sich, ob die aktuelle Bitcoin Korrektur nur ein gesunder Rücksetzer im Bullenmarkt oder der Beginn eines längeren Abwärtstrends ist. Institutionelle Zuflüsse, ETF-Daten und On-Chain-Signale liefern jetzt entscheidende Hinweise, wie tief die Korrektur noch gehen kann – und wo sich für langfristig orientierte Investoren Chancen eröffnen.

Dramatische Bitcoin Korrektur mit stark fallendem Kurs und nervösem Marktumfeld
Erwähnte Aktien
BTCUSD
Aktuell 75.005,84$ -4,67% 03.02.26 18:54 Uhr
Bitcoin

Bitcoin Korrektur: Wie tief kann es noch gehen?

Nach massiven Long-Liquidationen in Milliardenhöhe und einem vier Monate andauernden Kursrückgang diskutiert der Markt, ob es sich noch um eine gesunde Bitcoin Korrektur im Bullenmarkt oder bereits um den Beginn eines neuen Bärenmarkts handelt. On-Chain-Analyst Alex Thorn von Galaxy Digital identifiziert zwischen 82.000 und 70.000 US‑Dollar eine Angebotslücke, die das Risiko weiterer Rückschläge erhöht. Als potenzielle Zielzone nennt er 56.000 bis 59.000 US‑Dollar – den Bereich des Realised Price, also der durchschnittlichen historischen Anschaffungskosten aller im Umlauf befindlichen Coins.

Technisch hat Bitcoin zentrale Unterstützungen getestet und zeitweise unterschritten. Chartanalysten verweisen auf ein CME-Gap zwischen 77.700 und 84.500 US‑Dollar, das in früheren Zyklen häufig wieder geschlossen wurde. Gleichzeitig warnen sie: Ein Wochenschluss unter 75.000 US‑Dollar könnte die Tür Richtung 69.000 bis 70.000 US‑Dollar öffnen. Die aktuelle Bitcoin Korrektur vollzieht sich zudem vor dem Hintergrund eines schwächeren makroökonomischen Umfelds, einer Neubewertung der US-Geldpolitik und hoher Risk-Off-Stimmung, in der selbst Gold und Silber zuletzt historische Tagesverluste hinnehmen mussten.

BlackRock und Binance: Wer kauft den Dip?

Trotz des pessimistischen Sentiments zeigt sich auf institutioneller Seite erste Gegenwehr. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zum Wochenauftakt Nettozuflüsse von rund 562 Millionen US‑Dollar und beendeten damit eine Serie mehrtägiger Abflüsse von insgesamt mehr als 3 Milliarden US‑Dollar. Kein einziger Fonds meldete Abflüsse, was darauf hindeutet, dass professionelle Investoren die niedrigeren Kurse unterhalb ihres durchschnittlichen Einstandsniveaus von rund 84.000 US‑Dollar für strategische Zukäufe nutzen.

Parallel dazu hat Binance mit der geplanten Umschichtung seines Secure Asset Fund for Users (SAFU) ein deutliches Signal gesendet: Die Kryptobörse erwarb zunächst 1.315 Bitcoin im Wert von rund 101 Millionen US‑Dollar zu einem Durchschnittspreis von 77.409,89 US‑Dollar und will innerhalb von 27 Tagen den gesamten, rund 1 Milliarde US‑Dollar schweren Notfallfonds aus Stablecoins in BTC überführen. Dieser Schritt verknappt das verfügbare Angebot am Markt und wird von vielen Anlegern als Vertrauensbeweis in die langfristige Werthaltigkeit von Bitcoin gewertet – auch wenn er die kurzfristige Volatilität der SAFU-Reserven erhöht.

Bitcoin Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Was bedeutet die Bitcoin Korrektur für ETF-Anleger?

Die ETF-Investoren sitzen aktuell im Schnitt auf Buchverlusten von 8 bis 9 Prozent, da viele Zuflüsse in Phasen deutlich höherer Kurse erfolgten. Die Kategorie der Spot-Bitcoin-ETFs verwaltet inzwischen rund 107 Milliarden US‑Dollar, womit selbst moderate Zu- oder Abflüsse spürbaren Einfluss auf den Kassamarkt haben können. Marktbeobachter sprechen vom „zweittiefsten relativen Drawdown aller Zeiten“ im Verhältnis zur Kostenbasis dieser Anlegergruppe.

Gleichzeitig zeigen Options- und Sentimentdaten eine Normalisierung nach der Panikphase: Der BTC-Optionsmarkt preist weniger extreme Crash-Absicherungen ein, der MVRV-Z-Score signalisiert historisch günstige Bewertungsniveaus, und der Crypto Fear and Greed Index verharrt zwar in extremer Angst, verbessert sich aber leicht. Für antizyklische Investoren könnte die laufende Bitcoin Korrektur damit eine Chance darstellen – vorausgesetzt, es kommt zu anhaltenden Spot-Zuflüssen und einer Stabilisierung der globalen Makro-Lage.

Wie positionieren sich Bitwise und andere Profis?

Auf professioneller Seite mehren sich Hinweise auf eine strukturelle Reifung des Marktes. Bitwise sieht in seinem Research ein Umfeld, in dem institutionelle Adoption, Stablecoins und On-Chain-Infrastruktur zu den Top-Themen des Jahres 2026 zählen. Während sich der Krypto-Geschäftsklima-Index deutlich abgekühlt hat, erwarten Experten im Mittel dennoch einen Bitcoin-Kurs im sechsstelligen Bereich bis Mitte 2026. Mehrere Marktteilnehmer sprechen von einer Konsolidierungsphase, in der Krypto von der Hype- zur Infrastruktur-Story übergeht.

Die jüngste Korrektur hat zentrale Unterstützungen getestet, aber die Rückkehr signifikanter ETF-Zuflüsse und strategischer Käufe großer Marktakteure deutet darauf hin, dass der Markt näher an einer Bodenbildung als an einem neuen Hype-Zyklus steht.
— Andre Dragosch, Head of Research Europa bei Bitwise
Fazit

Konkrete Kursziele von Häusern wie Citigroup, RBC Capital Markets oder Goldman Sachs werden derzeit zurückhaltender kommuniziert; im Vordergrund stehen Risiko-Management und die Frage, ob sich Bitcoin langfristig als eigenständige Assetklasse mit institutionellen Standards bei Liquidität, Custody und Compliance etabliert. Für Unternehmen gewinnt die Nutzung von Bitcoin als Treasury-Asset und als Sicherheit für Kredite an Bedeutung – ein Trend, der die zyklische Bitcoin Korrektur vom übergeordneten Adoptionspfad entkoppeln könnte.