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Bitcoin Zollschock: Droht jetzt der Crash auf 60.000 Dollar?

ERWÄHNTER TICKER
Aktuell 66.236,84$ -2,05% 23.02.26 15:14 Uhr
Bitcoin (BTC/USD)

Wird der Bitcoin Zollschock nur eine kurze Schrecksekunde bleiben oder den Weg in Richtung 60.000 Dollar erzwingen?

Wie hart trifft der Bitcoin Zollschock den Markt?

Der jüngste Bitcoin Zollschock wurde durch eine abrupte Verschärfung der US-Handelspolitik ausgelöst. Trump will den erst frisch eingeführten globalen Basiszoll von 10 Prozent auf das gesetzliche Maximum von 15 Prozent anheben. Die Folge: Risk-On-Anlagen wie Bitcoin gerieten weltweit unter Druck, während Gold neue Stärke zeigte. Die Krypto-Leitwährung fiel im asiatischen Handel kurzzeitig um bis zu 4,8 Prozent auf etwa 64.300 Dollar, den niedrigsten Stand seit dem 6. Februar, bevor eine Gegenbewegung sie wieder in den Bereich um 66.000 Dollar zurückführte.

Technisch betrachtet bleibt das Bild angeschlagen. Vom Rekordhoch über 120.000 bis 126.000 Dollar im vergangenen Oktober liegt Bitcoin inzwischen rund 48 Prozent entfernt. Auf Jahressicht summiert sich das Minus auf etwa ein Viertel der Marktkapitalisierung, was die aktuelle Phase klar als Bärenmarkt-Korrektur einordnet. Entscheidende Unterstützungen sehen Marktteilnehmer im Bereich um 60.000 Dollar sowie an der 200-Wochen-Linie bei rund 58.500 Dollar.

Was passiert bei Strategy und anderen Großhaltern?

Während viele Privatanleger angesichts des Bitcoin Zollschock verunsichert sind, nutzen einige institutionelle Akteure den Abverkauf für Nachkäufe. Die börsennotierte Bitcoin-Holding Strategy steht laut Unternehmensangaben vor ihrem 100. Bitcoin-Kauf und hält bereits mehr als 717.000 BTC zu einem durchschnittlichen Einstand von 76.027 Dollar. Auch andere bekannte Krypto-Unternehmer wie Michael Saylor setzen ihre Akkumulationsstrategie fort und sehen die Kursrückgänge eher als „Ausverkauf im Laden“.

Gleichzeitig zeigen On-Chain-Daten jedoch eine deutliche Belastung durch Verkäufe großer Adressen. Wal-Transaktionen auf zentralisierte Börsen sind deutlich angestiegen, einzelne historische Wallets haben Bestände im Volumen von Hunderten Millionen Dollar veräußert. Das offene Interesse an Bitcoin-Derivaten ist von seinem Jahreshöchststand auf unter 20 Milliarden Dollar gefallen, was auf einen breiten Hebelabbau hinweist. Crypto-Hedgefonds erhöhen zudem ihre Cashquoten, einige reduzieren ihr Engagement in Bitcoin und Ethereum zeitweise auf null.

Bitcoin Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie stark sind Liquidationen und Sentiment-Einbruch?

Der Kursrutsch unter 65.000 Dollar hat eine Welle von Zwangsliquidationen ausgelöst. Innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als 136.000 Händler liquidiert, das Volumen summierte sich auf rund 458 bis über 500 Millionen Dollar – rund 90 Prozent davon entfielen auf gehebelte Long-Positionen. Besonders betroffen war der Bereich zwischen 65.500 und 64.500 Dollar, wo viele Stop-Loss- und Margin-Levels lagen und nun „abgefrühstückt“ wurden.

Parallel dazu signalisiert der Crypto Fear & Greed Index mit einem Wert von 5 „extreme Angst“ und markiert einen der niedrigsten Stände seit seiner Einführung 2018. Die Stimmung ähnelt damit den Tiefpunkten der Bärenmärkte 2019 und 2022. On-Chain-Analysten berichten von realisierten Nettoverlusten jüngerer Investoren in der Größenordnung von knapp 500 Millionen Dollar pro Tag. Dennoch sehen einige Marktbeobachter in dieser ausgeprägten Risikoaversion eine potenzielle Akkumulationszone mit verbessertem Chance-Risiko-Profil.

Bitcoin Zollschock: Was bedeutet das für Anleger jetzt?

Der Bitcoin Zollschock verdeutlicht, wie sensibel die Kryptowährung auf makroökonomische Unsicherheit reagiert. Die Kombination aus geopolitischen Spannungen rund um Iran, einer unberechenbaren US-Zollpolitik und verschobenen Zinssenkungserwartungen belastet die Nachfrage nach hochvolatilen Assets. Spot-Bitcoin-ETFs in den USA verzeichnen seit Jahresbeginn per Saldo Abflüsse in Milliardenhöhe, die Zuflüsse institutioneller Investoren reichen derzeit nicht aus, um den Verkaufsdruck von Walen, Minern und Corporate-Treasuries vollständig zu kompensieren.

„Der Bitcoin-Kurs spiegelt derzeit weniger eine eigene Story wider, sondern vor allem globale Unsicherheit – Zölle, Geopolitik und Liquidität bestimmen die Richtung.“
— Ein Marktstratege eines europäischen Krypto-Brokers

Fazit

Gleichzeitig hält sich die Diskussion um Bitcoin als „digitales Fort Knox“ und Instrument für finanzielle Freiheit. Einige Strategen verweisen auf historische Muster: Nach starken Einbrüchen folgten in der Vergangenheit häufig kräftige Erholungsphasen, sobald sich die makroökonomische Lage stabilisierte und die Marktstruktur von überschüssigem Hebel bereinigt war. Viele Charttechniker sehen kurzfristig einen möglichen Rebound in Richtung 70.000 bis 75.000 Dollar, bevor im Falle weiterer Zoll- und Inflationsschocks ein erneuter Test der Zone um 60.000 oder sogar 50.000 Dollar drohen könnte.

Weiterführende Quellen