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E.ON Investitionsprogramm über 48 Mrd.: Chance für Anleger?
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E.ON Investitionsprogramm über 48 Mrd.: Chance für Anleger?

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E.ON SE

Rechtfertigt das aufgebohrte E.ON Investitionsprogramm den Kursanstieg – oder unterschätzen Anleger die Risiken im Netzgeschäft?

E.ON SE: Was steckt hinter dem größeren E.ON Investitionsprogramm?

E.ON SE hat sein bereits ambitioniertes Investitionsziel weiter nach oben geschraubt. Für den Zeitraum 2026 bis 2030 sieht das neue E.ON Investitionsprogramm nun Aufwendungen von insgesamt 48 Milliarden Euro vor, nachdem zuvor für 2024 bis 2028 rund 43 Milliarden Euro geplant waren. Etwa 40 Milliarden Euro davon sollen in das Strom-Verteilnetz fließen, das Rückgrat der Energiewende in Deutschland und Europa.

CEO Leonhard Birnbaum betont, dass der Netzausbau der entscheidende Flaschenhals der Transformation sei. Der Konzern reagiert damit auch auf den steigenden Strombedarf durch KI-Rechenzentren, Elektromobilität und Wärmepumpen. Schon heute speisen rund 70 % der landbasierten Windkraftleistung und fast die Hälfte der Photovoltaik-Kapazitäten in Deutschland in Netze von E.ON ein, insgesamt inzwischen rund 110 Gigawatt.

Die Bilanz lässt nach Unternehmensangaben zusätzlich 5 bis 10 Milliarden Euro finanziellen Spielraum für weiteres Wachstum. Herzstück bleibt jedoch das regulierte Netzgeschäft, das über drei Viertel des operativen Ergebnisses beisteuert und im Zentrum des E.ON Investitionsprogramms steht.

E.ON SE: Wie liefen Ergebnis und Dividende 2025?

Operativ blickt E.ON SE auf ein starkes Geschäftsjahr 2025 zurück. Das bereinigte Konzern-EBITDA stieg um 9 % auf 9,8 Milliarden Euro und erreichte damit das obere Ende der Prognose. Der bereinigte Konzernüberschuss legte auf 3,0 Milliarden Euro zu, was einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 1,16 Euro entspricht. Treiber war vor allem der Bereich Energy Networks, dessen bereinigtes EBITDA um 12 % auf 7,7 Milliarden Euro zulegte.

Parallel dazu erhöhte der Versorger seine Gesamtinvestitionen von 7,5 auf 8,5 Milliarden Euro, davon 7,0 Milliarden Euro im Netzbereich – ein Plus von 20 %. Unterm Strich sank der berichtete Konzerngewinn zwar aufgrund nicht-operativer Effekte aus Derivaten deutlich auf 1,7 Milliarden Euro, für die Dividendenpolitik bleibt der bereinigte Überschuss aber maßgeblich.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Erhöhung der Dividende von 0,55 auf 0,57 Euro je Aktie vor. Beim aktuellen Kurs von rund 19,14 Euro ergibt sich damit eine Dividendenrendite von gut 3 %. Finanzchefin Nadia Jakobi verweist darauf, dass die robusten Cashflows die Basis für das ausgeweitete E.ON Investitionsprogramm bilden.

E.ON SE Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

E.ON SE: Wie reagiert die Börse auf Zahlen und Ausblick?

An der Börse schwankte die Aktie von E.ON SE am Mittwoch zunächst deutlich, drehte im Verlauf aber ins Plus. Mit aktuell rund 19,14 Euro notiert das Papier etwa 2,1 % über dem Vortag und in der Nähe des 52‑Wochenthochs von 19,33 Euro. Bereits am Dienstag hatte die Aktie mit 19,03 Euro zeitweise den höchsten Stand seit 2012 erreicht, seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf fast 15 %.

Analysten loben die Resultate 2025, zeigen sich beim Ausblick jedoch verhaltener. JPMorgan-Analyst Pavan Mahbubani bezeichnet die operativen Zahlen als solide, wertet die für 2030 gesetzten Ziele aber als eher enttäuschend. Das neue E.ON Investitionsprogramm entspreche seinem Negativszenario und deute auf eine begrenzte Beschleunigung nach 2028 hin, solange die Rahmenbedingungen der nächsten Regulierungsperiode in Deutschland noch nicht endgültig feststehen.

Auch Jefferies-Analyst Ahmed Farman stuft die Neuigkeiten als „wie erwartet bis leicht negativ“ ein und verweist auf den bereits starken Kurslauf. Dagegen sehen andere Experten die mittelfristige Planung im Rahmen der Erwartungen. Branchenweit gelten Versorger wie E.ON in dem aktuell unsicheren Marktumfeld als vergleichsweise defensive „sichere Häfen“.

E.ON Investitionsprogramm: Was bedeutet der Ausblick für Anleger?

Für 2026 strebt E.ON SE ein bereinigtes EBITDA von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro an. Auf bereinigter Basis wäre das im schlechtesten Fall stabil gegenüber 2025. Der bereinigte Konzernüberschuss soll zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro liegen. Die Vergleichswerte wurden hierfür um temporäre regulatorische Effekte im Netzgeschäft bereinigt, um die operative Entwicklung klarer erkennen zu lassen. Die Investitionen sollen 2026 leicht auf 8,7 Milliarden Euro steigen.

Langfristig zielt das E.ON Investitionsprogramm bis 2030 auf ein bereinigtes EBITDA von rund 13 Milliarden Euro und einen bereinigten Überschuss von etwa 3,8 Milliarden Euro. Entscheidend ist dabei eine aus Sicht des Unternehmens „angemessene Regulierung“, über die E.ON nach eigenen Angaben in konstruktiven Gesprächen mit der Bundesnetzagentur steht.

Unsere guten finanziellen Ergebnisse sind die Voraussetzung für diese Investitionen.
— Nadia Jakobi, CFO E.ON SE

Fazit

Für Anleger bedeutet das Paket aus wachsendem Netzgeschäft, planbaren Regulierungsrenditen und moderat steigender Dividende ein klar defensiv geprägtes Investmentprofil. Wer an eine stabile Regulierung und den fortgesetzten Ausbau der Stromnetze glaubt, findet im E.ON Investitionsprogramm einen strukturellen Hebel auf die Energiewende, muss jedoch mögliche Anpassungen durch Behörden und die konservative Zielführung des Managements im Blick behalten.

Weiterführende Quellen