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Ethereum Upgrade FOCIL: Chance auf mehr Zensurschutz trotz Kursdruck
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Ethereum Upgrade FOCIL: Chance auf mehr Zensurschutz trotz Kursdruck

ERWÄHNTER TICKER
Aktuell 1.860,98$ -0,39% 24.02.26 23:18 Uhr
Ethereum (ETH/USD)

Kann das Ethereum Upgrade FOCIL den massiven Kursdruck drehen oder bleibt die Technik dem Markt vorerst egal?

Ethereum Upgrade: Was bringt FOCIL für Anleger?

Im Zentrum der Diskussion steht das neue Ethereum Upgrade FOCIL (Fork-Choice-Enforced Inclusion Lists, EIP‑7805), das mit dem Hegota-Netzwerk-Upgrade in der zweiten Jahreshälfte 2026 aktiviert werden soll. Technisch sieht FOCIL vor, dass in jedem Block 17 Validatoren zufällig ausgewählt werden, um sogenannte Inclusion Lists mit gültigen, gesehenen Transaktionen einzureichen. Blockproduzenten müssen diese Transaktionen aufnehmen – sonst riskieren sie, dass ihr Block vom Netzwerk abgelehnt wird. Ziel ist eine deutlich stärkere Zensurresistenz: Kein Validator, keine Börse und keine staatliche Stelle soll mehr bestimmen können, welche zulässigen Transaktionen verarbeitet werden. Parallel dazu wird mit EIP‑8141 die Unterstützung für Smart-Contract-Wallets, Multisigs, quantenresistente Wallets und Privacy-Tools im Protokollkern verankert.

Für Investoren könnte dieses Ethereum Upgrade mittelfristig ein wichtiger Katalysator sein, weil es die Attraktivität des Netzwerks für DeFi‑Anwendungen, institutionelle Akteure und Privacy‑Use‑Cases erhöht. Kurzfristig überlagert jedoch der schwache Markt das langfristig positive Narrativ.

Ethereum: Wie stark belastet der aktuelle Kursrutsch?

Ethereum hat in den vergangenen 30 Tagen rund 37–38 % verloren und notiert aktuell bei 1.860,98 US‑Dollar. Damit liegt der Kurs spürbar unter der psychologisch wichtigen 2.000‑Dollar-Marke und nähert sich der Schlüsselzone zwischen 1.830 und 1.750 US‑Dollar, die viele Trader als Make-or-Break-Level definieren. Sollte diese Zone nach unten durchbrochen werden, rücken Unterstützungen um 1.747 und 1.668 US‑Dollar in den Fokus. Charttechnisch bleibt die Struktur bearish, solange ETH unterhalb der 20‑Tage-EMA verharrt.

Onchain-Indikatoren zeichnen ein ähnliches Bild: Der Spotpreis liegt unter dem realisierten Preis von etwa 2.380 US‑Dollar – ein Niveau, das historisch häufig mit Kapitulationsphasen und weiterem Abgabedruck verbunden war. Gleichzeitig zeigt sich auf den Wochencharts, dass frühere Böden oft erst gefunden wurden, wenn die 50‑Wochen-EMA unter die 100‑Wochen-EMA gekreuzt ist. Diese Konstellation ist aktuell noch nicht vollständig ausgebildet, was aus technischer Sicht Raum für weitere Abwärtsbewegungen lässt, bevor ein belastbarer Boden entstehen könnte.

Ethereum Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Vitalik Buterin und Ethereum: Sind seine Verkäufe ein Warnsignal?

Parallel zum Kursrückgang hat Vitalik Buterin seinen Ether-Bestand zuletzt spürbar reduziert. Aus öffentlich einsehbaren Wallets sind binnen eines Monats rund 17.000 ETH abgeflossen, wodurch der beobachtete Bestand von etwa 241.000 auf 224.000 ETH sank. Allein in mehreren kurzen Zeiträumen wurden jeweils Ether im Gegenwert von 6–7 Millionen US‑Dollar über den DEX-Aggregator CoW Protocol veräußert, gestückelt in kleinere Swaps, um den Markteinfluss zu begrenzen.

Buterin hatte bereits zuvor angekündigt, 16.384 ETH – derzeit um die 45 Millionen US‑Dollar – für Projekte rund um Privacy, Open Hardware und verifizierbare Software zu reservieren. Gleichzeitig sprach er von einer Phase „milder Austerität“ bei der Ethereum Foundation, ohne den technischen Fahrplan, zu dem auch das FOCIL‑Ethereum Upgrade gehört, zu gefährden. Trotz rückläufiger Preise bleibt das Netzwerk stark im Staking verankert: Mehr als 30 % des Angebots sind gebunden, die Staking‑Rendite liegt zwar nur noch bei rund 2,8 %, doch der Validator‑Zugang ist weiter stark ausgelastet und Ausstiege bleiben gering.

Harvard, ETFs und Marktstruktur: Wer kauft noch Ethereum?

Trotz des schwachen Sentiments gibt es Signale langfristiger Nachfrage. Die Harvard Management Company hält laut jüngsten SEC‑Meldungen 3,87 Millionen Anteile am iShares Ethereum Trust mit einem Marktwert von rund 86,8 Millionen US‑Dollar – zusätzlich zu umfangreichen Bitcoin-Positionen. Viele professionelle Investoren sehen in Ethereum einen Value-Play: Während Bitcoin vom Rekordhoch etwa 47 % entfernt ist, liegt der Abstand bei ETH bei rund 61 %, was Bewertungsfantasie eröffnet.

Auf der Handelsseite zeigt sich ein gemischtes Bild. Auf großen Börsen ist die durchschnittliche Größe von Wal-Verkaufsorders seit Jahresbeginn deutlich gesunken, was auf eine gewisse Zurückhaltung größerer Marktteilnehmer hindeutet und die Markttiefe temporär ausdünnt. Gleichzeitig haben Akkumulationsadressen im Februar über 2,5 Millionen ETH hinzugefügt und ihren Bestand auf etwa 26,7 Millionen ETH ausgebaut. Optionshändler setzen vermehrt auf Proxy-Strukturen wie den ETHA‑ETF, etwa durch den Verkauf von Put-Optionen, um Prämien zu vereinnahmen und dennoch auf eine mittel- bis langfristige Erholung zu spekulieren.

FOCIL verschiebt die Machtbalance im Ethereum-Ökosystem deutlich zugunsten der Nutzer, indem es die Zensurresistenz technisch erzwingt.
— Ein Core-Entwickler aus dem Ethereum-Umfeld

Fazit

Das kommende Ethereum Upgrade FOCIL stärkt die technische Basis von Ethereum, prallt aktuell jedoch auf einen von Kursdruck, Buterin-Verkäufen und schwachem Sentiment geprägten Markt. Für langfristig orientierte Anleger eröffnet die Kombination aus stark gefallenen Kursen, wachsender Staking-Basis und institutionellem Interesse interessante Einstiegs- und Nachkaufzonen. Entscheidend wird sein, ob das Ethereum Upgrade in den nächsten Quartalen das Vertrauen in die technologische Führungsrolle von ETH festigt und damit die Grundlage für die nächste Aufwärtsbewegung legt.

Weiterführende Quellen