Können die anstehenden Intel Quartalszahlen die jüngste Kursrallye rechtfertigen oder droht angesichts der sportlichen Bewertung ein herber Rückschlag?
Was erwarten Analysten von den Intel Quartalszahlen?
Im Vorfeld der **Intel Quartalszahlen** hat sich die kanadische Bank RBC Capital Markets zu Wort gemeldet. Der Analyst Srini Pajjuri rechnet mit einem soliden Quartal und prognostiziert, dass der Umsatz die bisherigen Schätzungen um rund fünf Prozent übertreffen könnte. Zudem erwartet RBC eine Anhebung der Prognosen für das kommende Quartal um drei bis fünf Prozent sowie eine positive Überraschung bei den Bruttomargen. Grund dafür ist die starke Nachfrage nach Server-Prozessoren, die das aktuelle Angebot übersteigt.
Dennoch belässt RBC die Einstufung auf “Sector Perform” mit einem Kursziel von 80 US-Dollar und warnt vor der sportlichen Bewertung der Aktie, die mit dem fast 70-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt wird. Auch das US-Analysehaus Bernstein Research äußerte sich verhalten optimistisch. Analyst Stacy A. Rasgon belässt die Einstufung auf “Market-Perform” mit einem Kursziel von 100 US-Dollar. Zwar zeige die Aktie im historischen Vergleich relative Stärke, doch der Weg zur vollständigen Transformation bleibe steinig. Investoren erhoffen sich von den **Intel Quartalszahlen** Aufschluss darüber, ob die hohe Bewertung durch ein nachhaltiges Wachstum im Bereich der künstlichen Intelligenz gerechtfertigt werden kann.
Intel setzt auf Kostensenkungen und neue Foundry-Deals
Um die Profitabilität langfristig zu sichern, treibt der neue CEO Lip-Bu Tan den Konzernumbau entschlossen voran. Am Dienstag wurde bekannt, dass Intel eine strategische Partnerschaft mit dem Cybersecurity-Spezialisten Fortinet geschlossen hat. Fortinet wird seine Sicherheitschips der nächsten Generation auf Basis der Intel-4-Technologie fertigen lassen. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Foundry-Sparte des Konzerns, die künftig als Auftragsfertiger für externe Kunden wie Apple, Tesla oder Google-Mutter Alphabet agieren soll.
Parallel dazu setzt Intel den Rotstift an. Das Unternehmen bestätigte geplante Stellenstreichungen in seiner Data Center Group, um die operative Effizienz zu steigern. Diese Maßnahmen folgen auf die bereits im Vorjahr angekündigten massiven Entlassungen von über 15.000 Mitarbeitern. Die Reduzierung der organisatorischen Komplexität soll dem Chip-Giganten helfen, im harten Wettbewerb mit Rivalen wie AMD oder NVIDIA zu bestehen. Die jüngsten Quartalsdaten zeigten bereits einen Umsatzanstieg von sieben Prozent auf 13,6 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal, wobei das Segment Data Center und AI um 22 Prozent zulegen konnte. Für das zweite Quartal peilt das Management nun einen Umsatz zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden US-Dollar an.
Die anstehenden **Intel Quartalszahlen** werden für die Aktie richtungsweisend sein und zeigen, ob der Turnaround-Kurs von Lip-Bu Tan die hohen Erwartungen der Börse erfüllen kann. Für langfristige Anleger bleibt die Aktie trotz der ambitionierten Bewertung ein spannender Turnaround-Kandidat im Halbleitersektor. Ein starker Ausblick am Donnerstagabend könnte der jüngsten Erholung der Chip-Werte weiteren Auftrieb verleihen.
Wie beeinflusst das die Intel Corporation-Aktie?
Die aktuelle Nachfrage-Situation stützt einen Umsatzanstieg, der etwa fünf Prozent über den Erwartungen liegt.— Srini Pajjuri
Die anstehenden Ergebnisse könnten den gesamten Halbleitersektor in Bewegung versetzen. Erfahren Sie in unserem Artikel Intel Quartalszahlen mit +5%: Startet vor den Daten der große Boom?, ob Intel die hohen Bewertungen rechtfertigen kann. Zudem zeigt die jüngste Marktentwicklung, wie stark der breitere Technologiesektor profitiert, wie Sie im Beitrag QQQ Aktie steigt um 2%: Tech-Giganten treiben den Nasdaq 100 an nachlesen können.



