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Micron KI-Speicher -2,9%: HBM-Boom treibt Rekordzahlen

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs 399,78$ -2,89% 17.02.26 22:00 Uhr
Außerbörslich 401,74$ +0,49% 18.02.26 15:26 Uhr
Micron Technology, Inc.

Ist der HBM-Boom bei Micron KI-Speicher stark genug, um den jüngsten Kursrückgang und Bewertungsrisiken zu überstrahlen?

Micron Technology: Wie stark profitiert der Konzern?

Der jüngste Kursrückgang von rund 2,9 % auf 399,78 US-Dollar ändert nichts daran, dass Micron Technology, Inc. zu den absoluten Gewinnern des aktuellen AI-Infrastrukturbooms zählt. Der Marktwert liegt inzwischen bei über 460 Milliarden Dollar, nachdem die Aktie seit Anfang September um rund 250 % gestiegen ist und allein 2026 bereits rund 44 % zugelegt hat. Treiber sind rasant steigende Preise für DRAM und insbesondere High Bandwidth Memory (HBM), die für Training und Inferenz großer KI-Modelle unverzichtbar sind.

Im ersten Quartal des Fiskaljahres 2026 erzielte Micron Rekorderlöse von 13,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 57 % im Jahresvergleich und 20 % gegenüber dem Vorquartal. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sprang um 167 % auf 4,78 Dollar. Gleichzeitig schoss der operative Cashflow auf 8,4 Milliarden Dollar in die Höhe – ein Zuwachs von 160 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Dynamik unterstreicht, wie stark Micron KI-Speicher aktuell von der strukturellen Knappheit im Speichersegment profitiert.

Micron KI-Speicher: Warum ist HBM der größte Hebel?

Die großen Cloud-Anbieter und AI-Plattformen investieren aggressiv in neue Rechenzentren: Für 2026 werden Capex-Ausgaben von nahezu 600 Milliarden Dollar erwartet, wobei ein erheblicher Teil direkt in Speicherlösungen fließt. Bis zu 45 % des Ausgabenanstiegs in Rechenzentren gehen Schätzungen zufolge auf höhere Speicherpreise zurück. Genau hier setzt Micron KI-Speicher an: HBM-Stacks werden gemeinsam mit GPUs und AI-Beschleunigern verbaut und sind aktuell der Engpass in vielen Systemen.

Micron ist der einzige große US-Anbieter von HBM und profitiert zusätzlich davon, dass die gesamte DRAM-Industrie unter strukturellem Angebotsmangel leidet. DRAM-Preise sind seit Herbst 2025 in einzelnen Segmenten wie DDR5 um mehrere Hundert Prozent gestiegen. Das schlägt unmittelbar auf die Marge durch: Die Bruttomarge von Micron kletterte im jüngsten Quartal auf rund 56 bis 57 % und soll im laufenden Quartal laut Unternehmensprognose sogar auf etwa 68 % steigen. Management erwartet für das zweite Fiskalquartal 2026 einen Umsatzsprung auf 18,7 Milliarden Dollar und ein EPS von 8,42 Dollar – ein Plus von 132 % beziehungsweise 440 % im Jahresvergleich.

Micron Technology, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Micron Technology im Bewertungscheck

Der Höhenflug von Micron KI-Speicher wirft die Frage auf, ob die Aktie bereits zu weit gelaufen ist. Auf Basis der von Analysten erwarteten Gewinne von 33,73 Dollar je Aktie für 2026 und 43,54 Dollar für 2027 ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 12,2 beziehungsweise 9,4. Im Vergleich zu vielen anderen KI-Halbleiterwerten erscheint das trotz des Kursfeuerwerks moderat, insbesondere angesichts dreistelliger Wachstumsraten.

Historisch wurden Speicherhersteller wie Micron jedoch deutlich niedriger bewertet, da das Geschäft stark zyklisch ist. In früheren Gewinnspitzen lag das KGV eher im Bereich von 3 bis 6. Die aktuelle Bewertung setzt daher voraus, dass der AI-getriebene Superzyklus im Speicherbereich länger anhält als vergangene Nachfragewellen. Gleichzeitig investieren Wettbewerber wie Samsung und SK Hynix kräftig in neue Kapazitäten, während Micron selbst rund 20 Milliarden Dollar an Capex für das Fiskaljahr 2026 plant. Gelingt der Branche ein zu schneller Kapazitätsausbau, könnte der heutige Preis- und Margenbonus bei Micron KI-Speicher wieder unter Druck geraten.

Micron Technology: Was bedeutet das für Anleger?

Anleger setzen darauf, dass sich der Engpass bei Micron KI-Speicher mindestens bis 2027 fortsetzt. Das Management geht selbst davon aus, dass das Angebot der Branche „auf absehbare Zeit“ deutlich hinter der Nachfrage zurückbleibt. Große Hedgefonds wie Appaloosa von David Tepper haben ihre Position in Micron zuletzt um 250 % aufgestockt und im Gegenzug Gewinne bei Chipdesignern wie Nvidia und Plattformkonzernen wie Amazon mitgenommen – ein klares Signal, dass der Markt die Wertschöpfung aktuell verstärkt bei den Speicherproduzenten sieht.

Fazit

Technisch bleibt die Aktie trotz der jüngsten Konsolidierung in einem intakten Aufwärtstrend. Marktbeobachter verweisen auf anhaltend positive Analystenkommentare und starke institutionelle Zuflüsse, die weiteres Kurspotenzial von 50 bis 100 % signalisieren könnten, sofern die nächsten Zahlen von Micron und Nvidia die hohe Nachfrage nach KI-Speicher untermauern. Entscheidend wird sein, ob Micron KI-Speicher seine Preissetzungsmacht im HBM-Segment behaupten kann und ob der AI-Investitionsboom der Hyperscaler wie Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft tatsächlich in dem erwarteten Tempo weiterwächst.

Weiterführende Quellen