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MicroStrategy Finanzierung nach Kursrutsch von 5,11%: Wie sicher ist das 11%-Dividendenmodell für Bitcoin-Investoren wirklich?

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs 126,07$ -5,11% 11.02.26 22:00 Uhr
Außerbörslich 126,99$ +0,73% 12.02.26 14:26 Uhr
MicroStrategy

Die MicroStrategy Finanzierung steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Statt neue Stammaktien zu emittieren und damit bestehende Aktionäre weiter zu verwässern, rückt das Unternehmen seine unbefristeten Vorzugsaktien in den Mittelpunkt. Mit einer Dividendenrendite von über 11 % sollen sie frisches Kapital für zusätzliche Bitcoin-Käufe sichern – trotz eines deutlichen Kursrückgangs der MSTR-Aktie. Für Anleger stellt sich die Frage, ob dieses Modell die Risiken der massiven Bitcoin-Exponierung abfedert oder sie sogar verschärft.

Wie verändert sich die MicroStrategy Finanzierung?

Unternehmenschef Phong Le kündigt an, die MicroStrategy Finanzierung schrittweise von klassischem Eigenkapital auf Vorzugskapital umzustellen. Konkret soll der Schwerpunkt künftig auf der unbefristeten Vorzugsaktie „Stretch“ (STRC) liegen, die Anlegern eine jährliche Dividende von derzeit rund 11,25 % bietet. Bislang dominierte die Ausgabe neuer Stammaktien die Bitcoin-Expansion, doch der starke Kursrückgang begrenzt den Spielraum, ohne bestehende Aktionäre massiv zu verwässern.

Die jüngsten Bitcoin-Käufe illustrieren das alte Modell: Für drei wöchentliche Transaktionen wurden etwa 370 Millionen US‑Dollar über Stammaktien und lediglich rund 7 Millionen US‑Dollar über Vorzugsaktien eingesammelt. Künftig soll dieses Verhältnis zugunsten der Vorzugsaktien kippen. Stretch ist bereits das vierte unbefristete Vorzugsangebot von **MicroStrategy Incorporated** und zielt auf Investoren, die einen planbaren Cashflow statt direkter Teilnahme an der extrem schwankungsanfälligen Stammaktie bevorzugen.

Die Vorzugsaktien sind so konstruiert, dass die variabel angepasste Dividende einen Kurs nahe dem Nennwert von 100 US‑Dollar stützen soll. Nachdem STRC zeitweise unter 94 US‑Dollar gefallen war, erreichte die Serie nun wieder die Marke von 100 US‑Dollar – eine Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen neue Tranchen platzieren und so weitere Bitcoin-Käufe finanzieren kann.

MicroStrategy Incorporated: Balanceakt zwischen Risiko und Rendite?

Hinter der geänderten MicroStrategy Finanzierung steht eine klare strategische Linie: Die Firma positioniert sich als digitaler Bitcoin-Treasury, der dauerhaft BTC akkumuliert. Aktuell hält **MicroStrategy Incorporated** laut jüngstem Update 714.644 Bitcoin mit einem aggregierten Kaufpreis von rund 54,35 Milliarden US‑Dollar. Trotz des jüngsten Rückgangs am Kryptomarkt bleibt das Management bei seiner Linie, die Bestände keinesfalls zu verkaufen.

Executive Chairman Michael Saylor bekräftigte mehrfach, dass selbst deutlich niedrigere Bitcoin-Preise – in Szenarien wird teils von 8.000 US‑Dollar gesprochen – keinen Verkaufsdruck auslösen sollen. Stattdessen verweist er auf die Möglichkeit, bestehende Schulden zu refinanzieren und die Bilanz durch die Vorzugsaktienstruktur zu stützen. Einschätzungen von Analysten, etwa bei Maxim Group, heben hervor, dass das Unternehmen über eine starke Liquiditätsposition und Zugang zu Kapital verfügt und seine Rolle als führendes Vehikel für digitale Reserven weiter ausbaut.

Gleichzeitig wird das Risiko nicht kleiner: Die Stammaktie von **MicroStrategy Incorporated** ist 2026 bislang deutlich schwächer, liegt seit Jahresbeginn im zweistelligen Minusbereich und verlor allein am Mittwoch 5,11 %. Crypto-nahe Werte insgesamt stehen unter Druck, was auch in Prognosen für MSTR neben COIN und HOOD zum Ausdruck kommt. Die Kombination aus hoher Verschuldung, massiver Bitcoin-Exponierung und zweistelligen Dividendenversprechen auf den Vorzugsaktien bleibt ein Katalysator für starke Kursschwankungen.

MicroStrategy Incorporated Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Was bedeutet die neue MicroStrategy Finanzierung für Anleger?

Mit der verstärkten Nutzung von Vorzugsaktien als Kern der MicroStrategy Finanzierung entsteht eine Zweiklassen-Struktur: Stammaktionäre tragen weiterhin das vollständige Kurs- und Bitcoin-Risiko, während Käufer der Stretch-Papiere im Gegenzug für vorrangige Ausschüttungen auf potenziellen Kurshebel verzichten. Hohe Dividendenrenditen von über 11 % wirken attraktiv, signalisieren aber auch, dass der Markt einen Risikoaufschlag für das Modell verlangt.

Auf der positiven Seite verweisen Beobachter auf die robuste Cash-Position, den laufenden Cashflow aus dem angestammten Software-Geschäft mit hohen Margen sowie den diszipliniert wirkenden Zugang zu Kapital über Equity- und Preferred-Strukturen. Die geänderte MicroStrategy Finanzierung dürfte zudem die Verwässerung der Stammaktionäre bremsen, solange das Interesse an Stretch-Anteilen anhält und diese nahe am Nennwert gehandelt werden.

Auf der negativen Seite bleiben das Klumpenrisiko Bitcoin, die hohe Verschuldung und die Möglichkeit, dass ein länger anhaltender Krypto-Bärenmarkt den Spielraum für weitere bevorzugte Finanzierungen einengt. Kritische Stimmen an der Wall Street werten zweistellige Kupons traditionell als Warnsignal, weil sie auf erhöhte Ausfall- oder Refinanzierungsrisiken hindeuten.

Wir werden damit beginnen, von Eigenkapital zu Vorzugskapital überzugehen.
— Phong Le, CEO von MicroStrategy Incorporated

Fazit

Für Investoren bedeutet das: Die neue MicroStrategy Finanzierung schärft zwar das Profil des Unternehmens als Bitcoin-Vehikel mit ausgefeilter Kapitalstruktur, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Hochrisiko-Natur des Engagements. Wie sich die Strategie auszahlt, hängt letztlich von der langfristigen Entwicklung des Bitcoin-Preises und der Stabilität der Kapitalmärkte ab.

Weiterführende Quellen