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Moderna Krebsstudie startet: Aktie bricht dennoch um 5,8% ein
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Moderna Krebsstudie startet: Aktie bricht dennoch um 5,8% ein

MRNA Moderna, Inc.
Mkt Cap
P/E (FWD)
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52W High

Kann die neu gestartete Moderna Krebsstudie den massiven Kursverfall der Aktie stoppen, oder kommt die Onkologie-Hoffnung für Anleger schlichtweg zu spät?

Erwähnte Aktien
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Aktuell 64,01$ -5,81% 16.07.26 20:05 Uhr MESZ
Moderna, Inc.

Warum ist die neue Moderna Krebsstudie so bedeutend?

Nach dem drastischen Rückgang des Covid-19-Impfstoffgeschäfts in den vergangenen Jahren richtet das Management von Moderna, Inc. den strategischen Fokus verstärkt auf alternative Wachstumsfelder. Die Onkologie spielt dabei eine Schlüsselrolle. Bei dem Wirkstoffkandidaten mRNA-4200 handelt es sich um eine sogenannte „Off-the-Shelf“-Krebsantigen-Therapie. Im Gegensatz zu personalisierten Krebsimpfstoffen, die für jeden Patienten individuell im Labor maßgeschneidert werden müssen, ist mRNA-4200 als standardisiertes Produkt konzipiert.

Der neuartige Ansatz kodiert für insgesamt sieben Antigene, die bei einer Vielzahl von Patienten und unterschiedlichen Tumorarten gleichermaßen vorkommen. Das übergeordnete Ziel des Therapeutikums ist es, die körpereigenen T-Zell-Reaktionen gezielt gegen diese ausgewählten Tumorstrukturen anzuregen und massiv zu verstärken. Die aktuelle Moderna Krebsstudie ist als offene, multizentrische Dosis-Eskalationsstudie angelegt. Sie untersucht die Sicherheit, Verträglichkeit und erste Wirksamkeit von mRNA-4200 in Kombination mit einer etablierten Checkpoint-Inhibitor-Therapie bei erwachsenen Patienten, die an fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren leiden.

Wie arbeitet Moderna bei der Entwicklung zusammen?

Die erste Verabreichung der Dosis erfolgte durch Dr. William McKean am START Mountain Region in Salt Lake City, Utah. Diese Einrichtung gehört zum START Center for Cancer Research, dem weltweit größten klinischen Netzwerk für Onkologie-Studien in der Frühphase. Die Durchführung dieser ersten Behandlungen liefert den Forschern essenzielle Daten, um die Verträglichkeit des Präparats bei schwer kranken Patienten präzise zu bestimmen.

Entwickelt wurde der vielversprechende Kandidat mRNA-4200 in einer engen Kooperation mit dem deutschen Biotech-Unternehmen Immatics. Die Identifizierung und Validierung der spezifischen Tumorziele erfolgte über die XPRESIDENT-Plattform von Immatics. Unterstützt wurde dieser Prozess zudem durch die hochentwickelte, auf künstlicher Intelligenz basierende Bioinformatik-Plattform XCUBE. Diese technologische Allianz soll sicherstellen, dass die ausgewählten Antigene eine möglichst hohe Treffsicherheit aufweisen und gesunde Zellen weitgehend verschont bleiben.

Welche Rolle spielt die Pipeline für die Aktie?

An der Börse geriet die Aktie von Moderna, Inc. (MRNA) zuletzt unter Druck. Am Donnerstag verlor das Papier im Intraday-Handel deutliche 5,81 Prozent und notierte bei 64,00 US-Dollar, nachdem der Schlusskurs am Vortag noch bei 68,28 US-Dollar gelegen hatte. Trotz dieses kurzfristigen Rücksetzers beobachten Analysten die Pipeline-Entwicklungen ganz genau. Da die Umsätze mit den klassischen Vakzinen stark rückläufig sind, muss das Unternehmen den Nachweis erbringen, dass die mRNA-Technologie auch in anderen medizinischen Indikationsgebieten wie Krebs, Atemwegserkrankungen und seltenen Krankheiten kommerziell erfolgreich eingesetzt werden kann.

Die neue Moderna Krebsstudie ist bereits der dritte Kandidat des Unternehmens im Bereich der standardisierten Krebsantigen-Therapien. Dies unterstreicht die Ambition des Konzerns, sich langfristig als führender Akteur in der Onkologie zu etablieren. Neben den Fortschritten in der Forschung gab es für das Unternehmen auch finanzielle Bewegung: Im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung mit Arbutus Biopharma flossen Moderna kürzlich liquide Mittel zu, was die finanzielle Flexibilität bei den kostenintensiven klinischen Studien stützt. Dennoch wird es noch Jahre dauern, bis mRNA-4200 alle Phasen der klinischen Prüfung durchlaufen hat und eine mögliche Marktzulassung beantragt werden kann.

Aus charttechnischer Sicht verhielt sich die Aktie in den vergangenen Wochen volatil. Nach einem temporären Rücksetzer auf die gleitende 20-Tage-Linie konnten zeitweise wieder technische Kaufsignale generiert werden. Die Marktkapitalisierung beläuft sich derzeit auf rund 26,93 Milliarden US-Dollar. Für langfristig orientierte Investoren bleibt die Pipeline das wichtigste Kriterium für eine Neubewertung des Biotech-Riesen.

Zusammenfassend zeigt der Start der Phase-1-Studie, dass die technologische Plattform von Moderna kontinuierlich neue Wirkstoffkandidaten hervorbringt. Die erfolgreiche Dosierung des ersten Patienten in der Moderna Krebsstudie ist ein wichtiger operativer Meilenstein. Ob sich die Off-the-Shelf-Therapie mRNA-4200 jedoch in den späteren, größeren Studienphasen gegen die Konkurrenz durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Anleger sollten die kommenden Datenveröffentlichungen zu dieser Studie aufmerksam verfolgen, da sie maßgeblichen Einfluss auf die langfristige Bewertung der Aktie haben werden.

Wie geht es mit der Aktie von Moderna weiter?

By encoding multiple shared tumor targets, this investigational therapy reflects our ongoing efforts to expand the potential of cancer immunotherapy beyond single-target approaches as we continue working to transform cancer care for patients.
— David Berman
Fazit

Für Investoren stellt sich nun die Frage, wie sich die neuen klinischen Daten auf den Aktienkurs auswirken werden. Da die langfristige Entwicklung des Unternehmens stark von den Erfolgen der Onkologie-Pipeline abhängt, lohnt sich ein Blick auf die detaillierte Moderna Prognose zur Kursziel-Anhebung, die trotz neuer klinischer Katalysatoren weiterhin zur Vorsicht mahnt und aufzeigt, ob der Markt die nächste Wachstumsphase des Biotech-Konzerns bereits eingepreist hat oder ob noch unentdecktes Potenzial schlummert.

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Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

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