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Nike Turnaround Chance: China-Schwäche, Zölle und Comeback

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs 63,13$ +3,32% 13.02.26 22:00 Uhr
Außerbörslich 62,96$ -0,27% 14.02.26 01:59 Uhr
NIKE, Inc.

Die Aktie von Nike hat sich deutlich von ihren früheren Höchstständen entfernt – und genau das macht den Nike Turnaround für viele Anleger spannend. Nach Jahren strategischer Experimente kehrt der Sportartikelriese zurück zu seinen Wurzeln: mehr Fokus auf Performance-Sport, stärkere Zusammenarbeit mit Handelspartnern und gezielte Innovationen bei Schuhen und Apparel. Gleichzeitig belasten China-Schwäche und US-Zölle weiterhin Umsatz und Margen. Im folgenden Artikel beleuchten wir, wie weit der Umbau bereits fortgeschritten ist, welche Rolle der chinesische Markt künftig spielen könnte und ob die aktuelle Bewertung Raum für ein nachhaltiges Comeback der Nike-Aktie lässt.

Wie steht Nike aktuell an der Börse da?

Nike, Inc. schloss den jüngsten Handelstag bei 63,13 US‑Dollar, nach 61,10 US‑Dollar am Vortag, ein Tagesplus von 3,32 %. Nachbörslich notiert die Aktie leicht schwächer bei 62,96 US‑Dollar (-0,27 %). Damit bleibt der Kurs deutlich unter früheren Hochs der vergangenen Jahre, was den Konzern klar in die Kategorie “geprüfter Marktführer im Umbau” rückt und den Nike Turnaround für Value-orientierte Anleger interessant macht. Trotz zwischenzeitlicher Rückschläge ziehen institutionelle Investoren nach: ING Groep NV hat seinen Bestand im dritten Quartal massiv ausgebaut und über 300.000 zusätzliche Aktien erworben. Parallel dazu sendet das Management Stabilitätssignale über die Ausschüttungspolitik: Der Vorstand hat unlängst eine Quartalsdividende von 0,41 US‑Dollar je Aktie bestätigt, zahlbar Anfang April 2026. Damit unterstreicht Nike seine Fähigkeit, selbst in einer Phase schwächerer Profitabilität kontinuierlich Cash an die Aktionäre zurückzugeben.

Was treibt den Nike Turnaround operativ?

Unter dem früheren CEO John Donahue setzte Nike stark auf den Direktvertrieb und eine Produktlogik nach Geschlecht statt nach Sportart – mit enttäuschenden Ergebnissen bei Wachstum und Margen. Seit 2024 zieht CEO Elliott Hill den Stecker dieser Strategie und verordnet dem Konzern einen klaren Nike Turnaround: Zurück zu den Wurzeln im Sport, verstärkte Innovation bei Schuhen und Apparel sowie eine Re-Öffnung für Großhandelskunden. In den jüngsten Zahlen schlagen sich erste Effekte nieder: Der Wholesale-Umsatz legte um rund 8 % zu, während der Gesamtumsatz währungsbereinigt noch stagnierte. Nordamerika wuchs um 9 %, Europa um 3 % vor Währungseinflüssen – beide Regionen mit beschleunigter Dynamik. Gleichzeitig drücken die Trump-Zölle und der höhere Wholesale-Anteil auf die Bruttomarge, die um etwa 3 Prozentpunkte zurückging. Hill setzt dagegen auf effizientere Lieferketten, Preiserhöhungen in den USA und die Kostenvorteile der Handelspartner bei Lagerhaltung.

Nike, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Welche Rolle spielt China für Nike?

Die größte Baustelle des Konzerns bleibt China. Die Region verzeichnete im letzten Quartal einen Umsatzrückgang von 17 % gegenüber dem Vorjahr, das EBITDA fiel sogar um 49 %. Damit sind die Probleme in China ein wesentlicher Grund, warum der Nike Turnaround an der Gewinnfront bislang schleppend verläuft. Gleichzeitig bleibt der Markt strategisch entscheidend: Nike verfügt über eine starke Markenbekanntheit, und Peking will den Sports- und Fitnesssektor bis 2030 auf rund 1 Billion US‑Dollar nahezu verdoppeln. CEO Hill betont, dass Nike sein Sporterbe in China stärker ausspielen, lokale Athleten und Ligen in den Mittelpunkt rücken und das Sortiment an die Bedürfnisse chinesischer Konsumenten anpassen will. Parallel dazu arbeitet Nike daran, die Lifestyle- und Performance-Linien – etwa mit der Wiederbelebung der ACG-Outdoor-Marke und Kooperationen wie NikeSKIMS – global auszurollen und mittelfristig auch in China besser zu monetarisieren.

Wie teuer ist Nike – und was erwarten Analysten?

Für das laufende Geschäftsjahr 2026, das im Mai endet, rechnen Marktbeobachter noch mit Gegenwind. Ab dem Geschäftsjahr 2027 soll sich der Nike Turnaround jedoch in den Zahlen klarer widerspiegeln: Der Konsens der Wall Street erwartet einen Gewinn je Aktie von rund 2,47 US‑Dollar, nach etwa 1,75 US‑Dollar im laufenden Jahr. Auf Basis des aktuellen Kurses von gut 63 US‑Dollar ergibt sich ein Forward-KGV von etwa 25. Angesichts eines Marktführers mit breitem Burggraben, einem wieder anziehenden Wholesale-Geschäft und Aussicht auf Margenerholung vor allem nach dem Abflauen der Zoll- und China-Belastungen sehen viele Häuser die Bewertung als vertretbar. Analysten großer Adressen wie Morgan Stanley, Goldman Sachs und RBC Capital Markets führen Nike weiterhin überwiegend mit Kauf- oder Übergewichten-Einstufungen und Kurszielen deutlich oberhalb des aktuellen Niveaus. Unterstützung kommt auch von Insidern: CEO Elliott Hill sowie Apple-Chef und Nike-Direktor Timothy D. Cook haben zuletzt selbst Aktien zugekauft – ein Vertrauensbeweis in die eigene Nike Turnaround-Story.

Fazit

Im Fazit bietet der Nike Turnaround Anlegern eine seltene Kombination aus globaler Markenmacht, temporären operativen Problemen und klar definierten Hebeln für ein Gewinn-Comeback. Wer an eine Normalisierung in China, eine Entschärfung der Zollbelastung und die Durchsetzungskraft von Nike im weltweiten Sportgeschäft glaubt, findet hier einen etablierten Dividendentitel mit Rebound-Potenzial. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob Hill den Spagat zwischen Wachstum und Margenverbesserung schafft – für langfristig orientierte Investoren könnte der aktuelle Bewertungsabschlag jedoch eine attraktive Einstiegsgelegenheit darstellen.

Weiterführende Quellen