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NVIDIA Quartal mit 66 Mrd. Umsatz: KI-Boom oder Crash-Warnung

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs 189,82$ +1,02% 20.02.26 22:00 Uhr
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NVIDIA

Wird das kommende NVIDIA Quartal den KI-Boom mit neuen Rekorden bestätigen oder den Startschuss für eine schmerzhafte Korrektur geben?

NVIDIA Quartal: Wie hoch ist der Erwartungsdruck?

Die Bedeutung des aktuellen NVIDIA Quartal kann kaum überschätzt werden. Die Aktie hat seit dem KI-Boom 2023 eine beispiellose Rally hingelegt, notiert aber seit Oktober in einer breiten Seitwärtsphase und liegt mit rund 189,82 Dollar etwa 23 Dollar unter ihrem Rekordhoch. Optionshändler stellen sich auf heftige Kursausschläge ein: Für den Bericht am Mittwochabend wird eine Bewegung von rund 6 % in beide Richtungen eingepreist – das entspräche bei der gewaltigen Marktkapitalisierung einem Wertsprung oder -verlust im dreistelligen Milliardenbereich.

Die Konsensschätzungen sind klar: Für das laufende NVIDIA Quartal (fiskalisches Q4) rechnet die Wall Street mit einem Umsatz von etwa 65,7 bis 66 Milliarden Dollar und einem bereinigten Ergebnis je Aktie von rund 1,52 Dollar, was einem Gewinnanstieg von etwa 71 % gegenüber dem Vorjahr entspräche. Entscheidend ist dabei weniger, ob NVIDIA die Erwartungen erreicht – das wird mittlerweile eher als Enttäuschung gewertet – sondern ob das Unternehmen erneut deutlich übertrifft und die Wachstumsstory bestätigt.

NVIDIA: Herzstück des KI-Booms – aber ist das Wachstum nachhaltig?

NVIDIA Corporation ist mit einem Marktanteil von geschätzt rund 80 % der dominierende Anbieter von KI-Beschleunigern für Rechenzentren. Die GPUs des Konzerns gelten als Goldstandard für das Training und Inferencing großer KI-Modelle. Im vorangegangenen Quartal sprang der Umsatz bereits auf rund 57 Milliarden Dollar, die Gewinne stiegen noch schneller, die Bruttomarge lag im Bereich Mitte 70 % – weit über dem Branchendurchschnitt von etwa 50 %.

Das Management um CEO Jensen Huang hatte für das aktuelle Quartal ein weiteres Umsatzwachstum von rund 65 % und einen neuen Rekord von rund 65 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Besonders gefragt ist die Blackwell-Generation, deren Nachfrage als „off the charts“ beschrieben wurde, während Cloud-GPUs im Wesentlichen ausverkauft sind. Für die kommenden Jahre werden zudem starke Impulse durch die neue GB300-Ultra-Architektur und die Rubin-Plattform erwartet, die hyperskalierende KI-Rechenzentren adressiert.

Gleichzeitig rückt die Frage nach der Monetarisierung der gigantischen KI-Investitionen in den Fokus. Hunderte Milliarden Dollar CapEx von Hyperscalern und Mag-7-Konzernen fließen in KI-Infrastruktur, doch Investoren wollen zunehmend sehen, wie schnell diese Ausgaben in zusätzliche Umsätze und Margen münden – sowohl bei NVIDIA als auch bei den Software- und Cloud-Anbietern.

NVIDIA Corporation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

NVIDIA: Was sagen Analysten zum kommenden Bericht?

Mehrere große Häuser sehen trotz der bereits enormen Kursgewinne weiterhin Luft nach oben. Der Oppenheimer-Analyst Rick Schafer bestätigt sein „Outperform“-Rating und traut NVIDIA zu, die Umsatzschätzungen im NVIDIA Quartal um 2 bis 3 Milliarden Dollar zu übertreffen, vor allem dank des Hochlaufs der GB300-Ultra-Systeme. Sein Kursziel liegt bei 265 Dollar. Die kanadische Bank RBC Capital Markets bleibt ebenfalls bei „Outperform“ und setzt ein Kursziel von 240 Dollar, gestützt auf einen wachsenden Auftragsbestand und die Rubin-GPU-Plattform.

Weitere Adressen wie Needham (240 Dollar Kursziel), Stifel Nicolaus (250 Dollar), UBS (245 Dollar) und Wells Fargo (265 Dollar) sehen im Mittel ein Niveau um 252 Dollar – damit veranschlagt der Analystenkonsens ein Aufwärtspotenzial von rund 35 % gegenüber dem aktuellen Kurs. Auffällig ist: Trotz der extrem hohen Erwartungen bewerten einige Strategen die Aktie gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis als vergleichsweise moderat, nachdem die Bewertungskennzahlen in den letzten Monaten deutlich komprimiert wurden.

NVIDIA: Risiken durch Wettbewerb, China und Zyklusende?

Dem Optimismus stehen jedoch klare Risiken gegenüber. Auf der Wettbewerbsseite investieren Player wie AMD und große Cloud-Anbieter massiv in eigene KI-Chips. Interner Wettbewerb – also eigene Beschleuniger der wichtigsten Kunden – könnte die bislang extreme Knappheit hochwertiger GPUs und damit auch NVIDIAs Preissetzungsmacht schrittweise abschwächen. Parallel gibt es geopolitische Unsicherheiten rund um Exportbeschränkungen für High-End-Chips nach China, einem potenziellen Zusatzmarkt von rund 50 Milliarden Dollar jährlich, sofern Genehmigungen für H200-basierte Lösungen erteilt werden.

„NVIDIA hat immer wieder geliefert, aber in diesem NVIDIA Quartal könnte selbst ein sehr starkes Ergebnis nicht gut genug sein, wenn es die extrem hohen Flüster-Schätzungen nicht übertrifft.“
— Rhys Williams, Chefstratege bei Wayve Capital Management

Fazit

Hinzu kommen operative Risiken wie mögliche Engpässe bei Speicherkomponenten und Festplatten, die den Ausbau von Rechenzentren verzögern oder Druck auf die Margen ausüben könnten. Anleger beobachten also nicht nur das Zahlenwerk des NVIDIA Quartal, sondern auch den Ausblick: Bleibt das Wachstumstempo im mittleren zweistelligen Bereich, wie es der Markt erwartet? Und kann das Management glaubhaft machen, dass die KI-Investitionswelle noch nicht an einem zyklischen Höhepunkt angekommen ist?

Weiterführende Quellen