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NVIDIA Quartal als KI-Schlüsseltest: Chance oder Warnsignal für Anleger?

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs 183,89$ +0,60% 17.02.26 18:45 Uhr
NVIDIA

Wird das kommende NVIDIA Quartal den KI-Boom bestätigen oder die Zweifel an der Rallye dramatisch verstärken?

Wie steht NVIDIA vor dem NVIDIA Quartal da?

NVIDIA notiert mit 183,89 US-Dollar aktuell rund 0,6 % über dem Vortag, bleibt aber deutlich unter den Höchstständen der vergangenen Monate. Nach einem Kursrutsch von rund 14 % vom Rekordhoch ist die einst unerschütterliche KI-Leitaktie ins Zweifel-Visier vieler Trader geraten. Kurzfristige Marktteilnehmer beobachten besonders die Zone zwischen 183 und 185 US-Dollar als Widerstandsbereich, in dem Erholungsversuche zuletzt mehrfach scheiterten. Intraday-Stratege spricht von einer Aktie, die „schwerfälliger“ geworden ist – ein Warnsignal, dass ein weiteres Abgleiten bei Enttäuschungen aus dem NVIDIA Quartal möglich macht.

Gleichzeitig steht NVIDIA wie kaum ein anderes Unternehmen für die extreme Marktkonzentration im S&P 500: Zehn Konzerne stellen rund 40 % des Index-Gewichts, und ein Großteil der Rendite hängt an wenigen KI-Giganten. In Diskussionsrunden wird bereits ironisch angemerkt, die Rendite des US-Rentensystems sei faktisch an NVIDIA gehebelt – ein Sinnbild dafür, welche Signalwirkung das kommende NVIDIA Quartal für Nasdaq und S&P 500 haben dürfte.

Warum ist dieses NVIDIA Quartal so entscheidend?

Fundamental bleibt die Ausgangslage beeindruckend: Die Umsätze von NVIDIA wurden mit der KI-Welle förmlich nach oben katapultiert, die Aktie legte seit dem Start von ChatGPT um rund 980 % zu. Die GPUs des Konzerns dominieren den Markt für KI-Beschleuniger mit einem Umsatzanteil von 80 bis 90 %. Besonders die Datenzentren der Hyperscaler – Amazon, Alphabet und Meta – investieren dreistellige Milliardenbeträge in KI-Infrastruktur. Für 2026 summieren sich deren CapEx-Pläne bereits auf deutlich über 500 Milliarden US-Dollar, wobei ein erheblicher Teil in NVIDIA-basiertes AI-Computing fließt.

Für das laufende NVIDIA Quartal (Q4 GJ 2026, beendet am 25. Januar) hat das Management einen Umsatzsprung von 39,3 auf rund 65 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt – ein Plus von etwa 65 %. Beim bereinigten Gewinn je Aktie werden um 1,50 US-Dollar erwartet, nach 0,89 US-Dollar im Vorjahr. Die Wall Street rechnet im Konsens sogar leicht höher und spekuliert gleichzeitig darauf, dass die Prognose für das Folgequartal noch einmal deutlich nach oben gezogen wird. Analysten schätzen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 Erlöse von rund 70,8 Milliarden US-Dollar und ein Gewinnwachstum von über 100 %.

NVIDIA Corporation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Welche Risiken drücken trotz KI-Boom auf NVIDIA?

Die Nervosität am Markt hat mehrere Ursachen. Zum einen sorgt die Diskussion um eine mögliche „KI-Blase“ dafür, dass Anleger die gewaltigen Ausgaben der Hyperscaler hinterfragen. Die Monetarisierung vieler generativer KI-Anwendungen steht erst am Anfang, während die CapEx-Kurve schon steil nach oben zeigt. Sollte der erwartete Nutzen ausbleiben oder sich verzögern, könnten Investoren kurzfristig auf die Bremse treten – mit direkten Folgen für die Auftragslage von NVIDIA.

Zum anderen nimmt der Wettbewerb zu. Advanced Micro Devices arbeitet mit seinen Instinct-GPUs und einem massiven Ausbau der Systemarchitektur an einer ernsthaften Alternative und kooperiert mit Tata Consultancy Services beim Aufbau von bis zu 200 Megawatt AI-Infrastruktur in Indien. Dennoch sehen Analysten derzeit noch strukturelle Nachteile bei Interconnects und Systemintegration, wo NVIDIA mit seiner Full-Stack-Strategie – von GPUs über Netzwerke bis hin zu Software-Bibliotheken – klar vorn liegt.

Parallel dazu hat die Auflösung der NVIDIA-Beteiligung durch SoftBank im vierten Quartal 2025 die Sensibilität für institutionelle Umschichtungen erhöht. Short-Interesse in technologiegewichteten ETFs mit hohem NVIDIA-Anteil ist deutlich gestiegen, was zeigt, dass ein Teil des Marktes auf weitere Rückschläge wettet, selbst wenn das NVIDIA Quartal stark ausfällt.

Wie positionieren sich Analysten zu NVIDIA?

Auf der Analystenseite überwiegt trotz der jüngsten Korrektur ein positiver Grundton. Unter 74 Analysten liegt das mittlere Kursziel bei rund 250 US-Dollar, was vom aktuellen Niveau aus einen Aufschlag von etwa 37 % bedeutet. Häuser wie Cantor Fitzgerald sehen in den Zahlen am 25. Februar den möglichen Startschuss für eine neue Aufwärtsphase und halten Kurse in Richtung 400 US-Dollar in den kommenden Quartalen für erreichbar, sofern Umsatz und Marge im Datenzentrum die hohen Erwartungen bestätigen.

Auch andere Institute bleiben überwiegend konstruktiv, verweisen aber auf die extreme Bedeutung von NVIDIA für den Gesamtmarkt: Kommentatoren ordnen die Aktie innerhalb der „Magnificent 7“ zusammen mit Schwergewichten wie Microsoft und Apple als entscheidend für die Richtung von Nasdaq und S&P 500 ein. Gleichzeitig verweisen Marktstrategen darauf, dass Pick-and-Shovel-Titel aus dem Halbleitersektor – etwa Speicherhersteller wie Micron – weiter profitieren, wenn NVIDIA ein starkes Signal für anhaltenden KI-Investitionshunger sendet.

„Ich finde es schwer zu glauben, dass in dieser neuen KI-Welt nicht mehr Billionen in Rechenzentren und Infrastruktur fließen werden – NVIDIA steht im Zentrum dieser Entwicklung.“
— Marktstratege eines US-Vermögensverwalters

Fazit

Das anstehende NVIDIA Quartal wird damit zum echten Lackmustest für den KI-Boom und die Richtung der großen US-Indizes. Anleger sollten weniger auf die kurzfristige Kursreaktion und stärker auf Umsatzdynamik, Margen und Ausblick achten, die über die Nachhaltigkeit des KI-Zyklus entscheiden. Gelingt es NVIDIA, die hohe Messlatte zu überspringen, könnte die Aktie trotz jüngster Schwäche wieder zum Taktgeber einer neuen Rallye im Technologiesektor werden.

Weiterführende Quellen