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09.02.26 18:29 Uhr
Coinbase
Coinbase Global, Inc. steht vor den nächsten Coinbase Earnings – und der Druck könnte kaum größer sein. Nach einer harten Kryptokorrektur, prominenten Verkäufen durch ARK Invest und einem polarisierenden Super-Bowl-Auftritt fragen sich viele Anleger, ob die Aktie vor einer Trendwende steht oder ob weitere Rückschläge drohen. Der Markt blickt gespannt auf die kommenden Quartalszahlen und darauf, ob Coinbase trotz schwächerer Kryptopreise seine Ertragsbasis stabil halten kann.
Coinbase Earnings: Wie steht der Kryptobroker da?
Coinbase Global, Inc. bleibt eine der zentralen Wetten auf die Entwicklung des Kryptomarkts. Nach einem Kurs von aktuell rund 165,24 US‑Dollar notiert die Aktie nur knapp über dem Vortag (+0,07%), liegt aber über die letzten Monate deutlich im Minus. Auf Zwölfmonatssicht summiert sich der Rückgang auf etwa 40%, während Bitcoin und Ethereum im selben Zeitraum mehr als 20% verloren haben. Parallel dazu wird die Aktie von hoher Volatilität rund um die Coinbase Earnings geprägt.
Im dritten Quartal 2025 erzielte Coinbase einen Nettoumsatz von 1,86 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 55% gegenüber dem Vorjahr. Das abgewickelte Handelsvolumen lag bei 295 Milliarden US‑Dollar, 24% mehr als im Vorquartal. Bemerkenswert ist die zunehmende Diversifizierung: Bitcoin trug im Q3 2025 nur noch 24% zur Transaktionsumsatzstruktur bei, gegenüber 35% in Q3 2024. Der Anteil von XRP stieg im selben Zeitraum von 6% auf 14%, während „Other assets“ kontinuierlich rund ein Drittel bis knapp 40% der Erträge stellen. Für die kommenden Coinbase Earnings im vierten Quartal 2025 erwarten Analysten im Konsens erneut rund 1,86 Milliarden US‑Dollar Umsatz und einen Gewinn je Aktie von etwa 1,39 US‑Dollar.
Damit spiegeln die Schätzungen ein Umfeld, in dem sinkende Kryptopreise nicht automatisch zu sinkenden Umsätzen führen, solange Handelsaktivität und Produktbreite hoch bleiben. Gleichzeitig preist der Markt aber das Risiko ein, dass die Coinbase Earnings kurzfristig unter der Schwäche vieler Altcoins und einem gedrückten Sentiment leiden.
Coinbase: Kryptokorrektur und ARK-Verkäufe – Kapitulation oder Chance?
Die jüngste Korrektur an den Kryptomärkten ist massiv: Seit Ende Januar sind nach Daten gängiger Marktplattformen rund 500 Milliarden US‑Dollar an Marktkapitalisierung bei digitalen Assets vernichtet worden. Bitcoin fiel zeitweise auf Niveaus um 60.000 bis knapp 70.000 US‑Dollar zurück, viele Altcoins markierten Mehrjahrestiefs. Parallel dazu notiert Coinbase seit Jahresbeginn knapp 27% tiefer, womit der Broker die Leitwährung deutlich unterperformt.
Zuletzt sorgten Verkäufe von Cathie Woods ARK Invest für Aufmerksamkeit: Die traditionell als Krypto‑Bulle bekannte Gesellschaft reduzierte ihre Position in Coinbase deutlich und schichtete Kapital in die institutional fokussierte Plattform Bullish um. Während die Verkäufe als taktische Neubewertung von Risiko und Bewertung gelesen werden können, ohne die langfristige Story vollständig in Frage zu stellen, wirkten sie kurzfristig wie ein Stimmungsdämpfer – gerade mit Blick auf die nächsten Coinbase Earnings.
Gleichzeitig nutzen andere Marktteilnehmer die Schwäche, um über regulierte Vehikel wie Bitcoin‑ETFs Exposure aufzubauen. Zuflüsse in Produkte wie den WisdomTree Bitcoin Fund deuten darauf hin, dass institutionelle Anleger Kursrückgänge eher als Gelegenheit denn als Ausstiegspunkt einstufen. Für Coinbase könnte das mittelfristig mehr Handels- und Verwahrgeschäft bedeuten, selbst wenn die Coinbase Earnings kurzfristig vom Preisdruck bei Krypto belastet bleiben.

Coinbase Global, Inc.: Was bedeutet der Super-Bowl-Coup?
Marketingseitig setzte Coinbase Global, Inc. rund um den Super Bowl ein Ausrufezeichen. Nach dem vielbeachteten QR‑Code‑Spot von 2022 kehrte das Unternehmen mit einer 60‑Sekunden‑Anzeige zurück, die die Karaoke‑Lyrics des Backstreet‑Boys‑Hits „Everybody (Backstreet’s Back)“ einblendete. Ziel war es, eine gemeinschaftliche, leichtfüßige Nutzererfahrung zu schaffen und die gewachsene Krypto‑Community zu feiern.
Die Reaktionen waren gemischt: In manchen Runden sorgte der Spot für Mitsing‑Stimmung, in anderen für Buhrufe, als das Coinbase‑Logo eingeblendet wurde – ein Abbild der polarisierten Wahrnehmung von Krypto derzeit. CEO Brian Armstrong verteidigte den Ansatz als notwendige Provokation in einem Umfeld, in dem Zuschauer Werbung oft nur halbherzig verfolgen. An der Börse kam der Auftritt zunächst gut an: Die Aktie legte am vergangenen Freitag um rund 13% zu und schloss bei etwa 165 US‑Dollar.
Finanziell sind die direkten Effekte des Super‑Bowl‑Spots schwer zu quantifizieren, doch die Maßnahme unterstreicht, dass Coinbase weiter aggressiv in Markenaufbau und Reichweite investiert. Für die kommenden Coinbase Earnings bleibt spannend, ob sich höhere Neukundenzugänge, mehr Handelsaktivität oder ein Schub für das Abo‑Modell Coinbase One bereits in den Zahlen niederschlagen.
Coinbase Earnings und Analystenziele: Wie teuer ist die Aktie?
Auf Bewertungsseite bleibt Coinbase Global, Inc. trotz des Rücksetzers ambitioniert. In Marktkommentaren werden übergeordnete Kursziele von rund 329 US‑Dollar je Aktie genannt – das entspräche auf Sicht der nächsten Jahre nahezu einer Verdopplung gegenüber dem aktuellen Kurs um 165 US‑Dollar. Investmentbanken wie Morgan Stanley, Citigroup, Goldman Sachs oder RBC Capital Markets bewerten die Branche insgesamt differenziert: Während Morgan Stanley im Mining‑Segment zuletzt einzelne Titel mit „Underweight“ einstufte, setzen andere Häuser angesichts der langfristigen Perspektiven von Bitcoin und Blockchain eher auf selektive Chancen.
Im Fall von Coinbase spiegelt sich diese Uneinigkeit in einer breiten Spanne von Kurszielen wider, die sowohl deutliche Aufschläge als auch vorsichtige Szenarien abdecken. Entscheidend wird sein, ob die nächsten Coinbase Earnings den Beweis liefern, dass das Unternehmen auch in einem schwachen Marktumfeld starke Margen, wachsendes Abo‑Geschäft und eine robuste Handelsplattform verbinden kann. Gelingt das, könnte sich der jüngste Abverkauf als Übertreibung entpuppen – andernfalls drohen weitere Rückschläge.
Wir sehen eine wachsende Diversifizierung bei den gehandelten Assets – das macht uns weniger abhängig von einzelnen Coins und stärkt unser Geschäftsmodell über den Zyklus hinweg.
— Fiktiver Kommentar eines Coinbase-Strategen
Fazit
Für Anleger bleibt Coinbase damit ein Spiel auf beides: auf die zyklische Erholung der Kryptopreise und auf die strukturelle Positionierung als regulierte, global agierende Schnittstelle für digitale Vermögenswerte.
Weiterführende Quellen
- Coinbase Global, Inc. (COIN) bei Yahoo Finance (Yahoo Finance)
- Insights Into Coinbase Global (COIN) Q4: Wall Street Projections for Key Metrics (Zacks Investment Research)
- Should You Buy Coinbase Global Before Feb. 12? (The Motley Fool)
- Everybody: Coinbase Is Back Again, with a Karaoke Ode to Crypto in Sunday’s Big Game (Business Wire)