SP500 6.850,60 -1,49%DJ30 49.513,00 -1,53%NAS100 24.788,10 -1,58%GER40 24.933,38 -0,29%EU50 6.017,44 -0,50%BTCUSD 66.456,73 +0,94%ETHUSD 1.950,74 +1,48%VIX 20,43 +11,01% SP500 6.850,60 -1,49%DJ30 49.513,00 -1,53%NAS100 24.788,10 -1,58%GER40 24.933,38 -0,29%EU50 6.017,44 -0,50%BTCUSD 66.456,73 +0,94%ETHUSD 1.950,74 +1,48%VIX 20,43 +11,01%
JETZT LIVEAKTIENREGIONENKRYPTOALGOTRADINGBROKER & TOOLS

NVIDIA Rubin und 67% Umsatzsprung: Wie die neue KI-Generation Inferenz revolutioniert und das Wachstum beschleunigt

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs
191,67$
+0,88%
12.02.26 16:24 Uhr

NVIDIA

NVIDIA Rubin steht für die nächste Ausbaustufe der KI-Revolution – und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Chipriese bereits Rekordzahlen schreibt. Während die NVIDIA-Aktie nach einem historischen Lauf zuletzt seitwärts tendiert, richten Investoren ihren Blick auf die neue Rubin-Generation, die vor allem die Kosten der KI-Inferenz massiv senken soll. Was steckt technologisch hinter Rubin, wie stark wächst NVIDIA vor dem Launch und wie ordnen Analysten das Chance-Risiko-Verhältnis der Aktie ein?

Wie positioniert sich NVIDIA im aktuellen Markt?

NVIDIA bleibt trotz kurzfristiger Kursschwäche das zentrale Infrastruktur-Play der KI-Revolution. Die Aktie notiert aktuell bei rund 191,67 US‑Dollar und liegt damit etwa 0,88 % im Plus gegenüber dem Vortag. Nach einem Kursanstieg von über 1.220 % in den vergangenen fünf Jahren hat der Titel in den letzten sechs Monaten allerdings nur noch rund 3 % zugelegt und bewegt sich seit Mitte 2025 eher seitwärts. Gleichzeitig fließt das Kapital weiter massiv in Halbleiterwerte, während viele Softwareaktien unter Druck stehen – Investoren setzen verstärkt auf die „Spitzhacken und Schaufeln“ der KI-Ära, also auf Rechenzentrums-Hardware und Chips.

Fundamental liefert NVIDIA weiter Rekorde. Der Konzern erzielte zuletzt rund 187 Milliarden US‑Dollar Umsatz auf zwölfmonatiger Basis und wächst damit deutlich schneller als Wettbewerber wie Advanced Micro Devices oder Broadcom. Die Bruttomarge bewegt sich nahe 75 %, was auf anhaltende Preissetzungsmacht hindeutet und eher gegen eine klassische Halbleiter-Abschwungphase spricht. Analysten erwarten, dass der nächste Impuls vor allem aus der neuen Produktgeneration rund um NVIDIA Rubin und der schrittweisen Verschiebung von KI-Training hin zu Inferenz kommt.

Was macht NVIDIA Rubin technologisch so wichtig?

NVIDIA Rubin ist die Nachfolgeplattform der aktuellen Blackwell-Generation und zielt klar auf das nächste Wachstumsfeld: KI-Inferenz in großem Maßstab. Bislang dominierten NVIDIA‑GPUs vor allem beim Training großer Modelle, doch mit dem Siegeszug von Agenten-KI und komplexen, langen Prompt-Ketten steigen die Anforderungen an Speicherbandbreite und Latenz. Hier setzt NVIDIA Rubin an.

Die Plattform integriert eine neue Schicht namens Inference Context Memory Storage (ICMS). Diese fungiert als spezialisierter Zwischenspeicher zwischen dem extrem schnellen, aber begrenzten GPU-Speicher und externer, deutlich langsamerer Storage-Infrastruktur. Über ICMS werden KV‑Caches gehalten, die während der Bearbeitung von Nutzereingaben entstehen und bei langen Konversationen oder Agenten-Workflows schnell riesig werden. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass Rubin die Kosten der Inferenz im Vergleich zu Blackwell um bis zu den Faktor 10 senken kann, was ein entscheidender Vorteil für Cloud-Anbieter und Hyperscaler wäre.

Parallel treibt NVIDIA die Spezialisierung von KI-Lösungen in vertikalen Branchen voran. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit SLB im Energiesektor, wo beide Unternehmen einen seismischen Foundation-Model-Ansatz für die Exploration und 4D‑Reservoir-Überwachung entwickeln. Solche domänenspezifischen Anwendungen untermauern, warum NVIDIA Rubin als Plattform nicht nur für allgemeine Sprachmodelle, sondern auch für industrielle und physische KI-Szenarien eine Schlüsselrolle einnehmen dürfte.

NVIDIA Corporation KI-Chips und Rubin-Generation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie stark wächst NVIDIA vor dem Rubin-Launch?

Am 25. Februar legt NVIDIA die Zahlen für das vierte Quartal des Fiskaljahres 2026 vor. Konsensschätzungen sehen den Umsatz bei etwa 65,5 Milliarden US‑Dollar, was einem Plus von rund 67 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gewinn je Aktie soll um etwa 71 % steigen. Bemerkenswert: Die Unternehmensprognose berücksichtigt keine potenziellen Verkäufe an chinesische Kunden, die wegen Exportbeschränkungen eingeschränkt sind. Für das neue Fiskaljahr erwarten Analysten, dass das Gewinnwachstum von zuletzt 57 % auf 63 % anzieht – Rückenwind, den viele Beobachter direkt mit NVIDIA Rubin und den neuen Data-Center-GPUs in Verbindung bringen.

Gleichzeitig baut der Konzern seine Kompetenz in der Inferenz weiter aus. Besonders hervor sticht ein Deal über rund 20 Milliarden US‑Dollar zum Erwerb wesentlicher Vermögenswerte des Start-ups Groq, das sich auf Inferenz-Chips spezialisiert hat. NVIDIA lizenzierte Groqs Technologie nicht exklusiv und übernahm auch den CEO sowie Schlüsselpersonal. Damit untermauert der Konzern den Anspruch, die gesamte KI-Wertschöpfungskette von Training über Inferenz bis hin zu physischer KI und Robotik abzudecken. Kommentatoren sehen NVIDIA entsprechend als Top-Profiteur, falls 2026 tatsächlich zum „Jahr der Physical AI“ und humanoider Robotik wird.

Wie bewerten Analysten NVIDIA Rubin und die Aktie?

Die Bewertung von NVIDIA bleibt ambitioniert, wird aber zunehmend durch das Gewinnwachstum untermauert. Das Papier handelt aktuell bei etwa dem 24‑fachen der erwarteten Gewinne und damit sogar leicht unter dem Durchschnitt des Nasdaq‑100. Über einen längeren Zeitraum wird ein jährliches Gewinnwachstum von rund 37 % erwartet. Zahlreiche Häuser – darunter Zacks Investment Research – sehen NVIDIA weiterhin als klaren Gewinner des „Mag 7“-KI‑Investitionszyklus, in dem hohe Capex-Budgets von Microsoft, Amazon und anderen Big-Tech-Konzernen vor allem in GPU‑Cluster fließen.

Rubin markiert für NVIDIA den Übergang von der reinen Trainings-GPU hin zu einer voll integrierten Inferenz- und Physical-AI-Plattform.
— Redaktion

Fazit

Auf der institutionellen Seite gibt es leichte Umschichtungen, doch die Großinvestoren bleiben an Bord. Strs Ohio hält trotz einer Reduktion um 9,6 % weiterhin einen Anteil von etwa 1,84 Milliarden US‑Dollar und damit seine größte Einzelposition. BIP Wealth hat das Engagement im dritten Quartal sogar um über 112 % ausgebaut. Parallel dazu heben Research-Häuser wie UBS ihre Kursziele an – die Schweizer Bank erhöhte das Ziel zuletzt von 235 auf 245 US‑Dollar und verweist explizit auf die ungebrochene Dynamik der Blackwell-Chips und den Fahrplan für Vera Rubin in diesem Jahr. Auch andere Analystenhäuser wie The Motley Fool und Seeking Alpha verweisen auf ein verbessertes Chance-Risiko-Profil, da die Schätzungen steigen, während der Kurs seit Monaten konsolidiert. Für Anleger bedeutet das: NVIDIA Rubin könnte zum Katalysator werden, der den seitwärts laufenden Kurs in den nächsten KI-Zyklus überführt.

Weiterführende Quellen