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DAX Marktausblick: Rekord-Chance am Widerstand bei 25.000

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16.02.26 11:07 Uhr

DAX 40

Der DAX tastet sich erneut an die Marke von 25.000 Punkten heran und bleibt damit in Schlagdistanz zu seinem Rekordhoch. Trotz nur leichter Tagesbewegungen ist die Spannung hoch: Anleger fragen sich, ob der Leitindex den hartnäckigen Widerstand endlich überwinden kann oder ob erneut Gewinnmitnahmen einsetzen. Zugleich verschieben sich die Kräfte im Index – defensive Standardwerte und ausgewählte Blue Chips rücken in den Fokus, während zyklische Titel stärker unter dem globalen Konjunktur- und Zinsumfeld leiden. Dieser DAX Marktausblick ordnet die aktuelle Seitwärtsphase ein, beleuchtet die wichtigsten Treiber im Index und zeigt, wie Analysten die Chancen und Risiken an der 25.000er-Marke bewerten.

DAX Marktausblick: Was bedeutet die 25.000er-Marke?

Der DAX stemmt sich weiter gegen den hartnäckigen Widerstand bei DAX um 25.000 Punkte. In der vergangenen Woche kletterte der Index in der Spitze bis auf 25.239 Zähler und damit in Sichtweite seines Rekordhochs von gut 25.507 Punkten. Doch oberhalb der psychologisch wichtigen Schwelle setzten erneut Gewinnmitnahmen ein, sodass sich das Barometer zum Wochenstart wieder knapp darunter einpendelt. Aktuell liegt der Stand bei 24.936,45 Punkten, ein Mini-Plus von 0,09 Prozent gegenüber dem Vortag bei 24.914,88 Punkten.

Der DAX befindet sich damit in einer ausgeprägten Seitwärtsphase knapp unterhalb der Rekordzone. Charttechniker verweisen auf eine Handelsspanne, in der die Oberseite im Bereich von 25.075 bis 25.100 Punkten von Widerständen geprägt ist, während auf der Unterseite Unterstützungen um 24.820 und 24.500 Punkte verlaufen. Solange sich der Index innerhalb dieser Range bewegt, bleibt der kurzfristige DAX Marktausblick konstruktiv, doch ein klarer Trend fehlt.

Siemens Energy & Deutsche Telekom: Wer treibt den Index?

Rückblickend trugen zuletzt vor allem Standardwerte wie Siemens Energy, Deutsche Telekom, BASF, Vonovia und Merck KGaA zu den Gewinnen im Leitindex bei. Schwächer präsentierten sich dagegen konjunktur- und zinssensitive Werte wie Heidelberg Materials, Scout24, Commerzbank, RWE und Deutsche Bank. Diese Aufteilung zeigt, dass Anleger trotz des ruhigen Starts selektiv agieren und sich eher auf defensivere Titel und stabile Geschäftsmodelle konzentrieren.

Parallel dazu bleibt der KI-Sektor ein Unsicherheitsfaktor. Nach kräftigen Kursbewegungen in der Vorwoche ist die anfängliche Euphorie vieler Marktteilnehmer verflogen, da sich abzeichnet, dass der KI-Boom nicht nur Gewinner hervorbringt. Insbesondere Software- und Technologietitel geraten zunehmend unter Druck, wenn neue Anwendungen etablierte Geschäftsmodelle infrage stellen. Investoren schichten daher Gelder aus hoch bewerteten KI-Storys in klassische Blue Chips des DAX um – ein Prozess, der den ruhigen, aber zögerlichen Charakter des aktuellen DAX Marktausblick unterstreicht.

DAX um 25.000 Punkte Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Volkswagen & Lufthansa: Wie wirkt das Umfeld auf Zykliker?

Zyklische Schwergewichte wie Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz Group oder auch Rückkehrer Lufthansa im Index reagieren besonders sensibel auf das gemischte makroökonomische Umfeld. Die geopolitischen Spannungen – von der Ukraine über den Nahen Osten bis hin zu den handelspolitischen Konflikten mit den USA – dämpfen den Risikoappetit. Hinzu kommt die Unsicherheit rund um die US-Geldpolitik: Nach robusten US-Arbeitsmarktdaten rechnen viele Marktteilnehmer inzwischen erst im Sommer mit einer ersten Zinssenkung der Federal Reserve.

Dabei steht Europas größter Aktienmarkt nicht isoliert da. Deutsche Einzelhandelsumsätze sind zum Jahresende zwar leicht gewachsen, bleiben aber verhalten, während sich die Verbraucherlaune spürbar aufhellt. Zugleich belasten US-Strafzölle und strukturelle Nachteile wie hohe Energiekosten die exportorientierten DAX-Konzerne. Für zyklische Branchen wie Automobil, Chemie und Industrie ergibt sich dadurch ein widersprüchliches Bild: erste Signale einer Bodenbildung, aber anhaltender Druck auf die Margen.

Allianz & SAP: Wie blicken Analysten auf den DAX?

Auf der analytischen Seite raten mehrere große Häuser weiterhin zur selektiven Übergewichtung deutscher Standardwerte. Strategen der Bank of America sehen insbesondere in Deutschland Chancen, da das umfangreiche Fiskalpaket der Bundesregierung inzwischen in den Konjunkturdaten sichtbare Spuren hinterlasse. Sie empfehlen, deutsche Aktien im Vergleich zum europäischen Gesamtmarkt überzugewichten, nachdem diese seit Mitte 2025 hinterhergelaufen sind.

US-Häuser wie Goldman Sachs und Morgan Stanley betonen in ihren DAX-Einschätzungen die hohe Qualität vieler Indexkonzerne, verweisen aber auf die gestiegenen Bewertungen nach der Rally seit Herbst 2025. Für defensive Schwergewichte wie Allianz und SAP bleiben sie überwiegend positiv gestimmt, während sie für besonders zyklische Titel vorsichtiger argumentieren. Auch Citigroup und RBC Capital Markets signalisieren in ihren Europa-Strategien, dass Deutschland vom weltweiten Trend zu Qualitäts- und Dividendentiteln profitieren kann, warnen aber vor kurzfristigen Rücksetzern, falls wichtige Frühindikatoren enttäuschen.

Aus Marktsicht bleibt das Sentiment im DAX angespannt: Volatilitätsschübe wie am vergangenen Donnerstag, als der Index nach einem Sprung auf über 25.200 Punkte schnell wieder abbröckelte, gelten als Warnsignal für ein mögliches Ende der ausgedehnten Hausse. Solange aber zentrale Unterstützungen halten und die Notierung um DAX um 25.000 Punkte schwankt, dominiert ein abwartender, leicht optimistischer DAX Marktausblick.

Fazit

Der DAX Marktausblick bleibt damit von einem zähen Ringen um die 25.000-Punkte-Marke geprägt, während sich der Leitindex in einer engen Handelsspanne knapp unterhalb seiner Rekordstände bewegt. Für Anleger bedeutet dies, dass selektives Stock-Picking und ein wacher Blick auf Konjunkturdaten, Zinsfantasie und KI-Dynamik wichtiger sind als schnelle Indexwetten. Gelingt in den kommenden Tagen ein nachhaltiger Ausbruch über die Zone um DAX um 25.000 Punkte, könnte dies neue Kursfantasie freisetzen – bis dahin dominiert die Strategie des geduldigen Wartens.

Weiterführende Quellen