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Disney Earnings 2026: Warum die Aktie nach starken Quartalszahlen um 3,55% steigt und was das für Anleger bedeutet

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The Walt Disney Company

Die neuesten Disney Earnings zum Start ins Jahr 2026 zeigen einen Konzern im Wandel: Streaming wird profitabel, die Parks liefern Rekordergebnisse und ein Milliarden-Buyback stützt den Aktienkurs. Gleichzeitig sorgt der anstehende CEO-Wechsel für frische Fantasie bei Anlegern. Was hinter den aktuellen Zahlen steckt, wie nachhaltig das Wachstum ist und welche Rolle Streaming, Buybacks und Managementwechsel für die künftige Bewertung spielen, fassen wir im Überblick zusammen.

Wie fallen die Disney Earnings zum Start in 2026 aus?

The Walt Disney Company hat für das erste Quartal des Fiskaljahres 2026 ein deutlich robusteres Zahlenwerk vorgelegt. Der Gewinn je Aktie lag bei rund 1,63 US‑Dollar, während die Erlöse etwa 25,98 Milliarden US‑Dollar erreichten und damit die Erwartungen der Analysten übertrafen. Besonders wichtig: Die Disney Earnings zeigen, dass sich die Ergebnisstruktur des Konzerns weiter weg von den schrumpfenden linearen TV-Sendern hin zu Streaming und Erlebnissen verschiebt.

Die Parks-, Kreuzfahrt- und Konsumgütersparte erwies sich erneut als Gewinnanker. Im jüngsten berichteten Quartal erzielte der Experiences-Bereich Umsätze von etwa 10 Milliarden US‑Dollar und ein operatives Ergebnis von rund 3,3 Milliarden US‑Dollar. Parallel zahlt Disney wieder eine Dividende von 0,75 US‑Dollar je Aktie und unterstreicht damit die Rückkehr zu einem stärker aktionärsfreundlichen Kapitalmix. Insgesamt spiegeln die Disney Earnings den Übergang von einem klassischen Kabel- und TV-Konzern zu einem breit diversifizierten Entertainment-Ökosystem wider.

Disney: Wie stark ist das Streaming-Wachstum?

Im Fokus der Disney Earnings steht vor allem das Direct-to-Consumer-Geschäft. Nach jahrelangen Verlusten ist der Streaming-Bereich inzwischen profitabel. Die Plattformen Disney+ und Hulu+ kamen per Ende September 2025 gemeinsam auf rund 191 Millionen globale Abonnenten (ohne Hulu Live TV). Die DTC-Sparte erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen operativen Gewinn von rund 1,3 Milliarden US‑Dollar, nachdem 2020 noch ein Verlust von etwa 2,9 Milliarden US‑Dollar angefallen war.

Für das laufende zweite Quartal 2026 rechnet das Management im Streaming-Segment mit einem operativen Ergebnis von etwa 500 Millionen US‑Dollar – rund 200 Millionen US‑Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum. Kostendisziplin, Preiserhöhungen und ein konsequentes Bundle-Angebot aus Disney+, dem mittlerweile vollständig übernommenen Hulu und ESPN+ stabilisieren die Margen und senken die Kundenabwanderung. Mit dem Start eines eigenständigen ESPN-Flaggschiff-Streamingdienstes stärkt das Unternehmen seine Position im Live-Sport und federt den Rückgang im Kabelgeschäft ab. Für die kommenden Jahre erwartet das Management zweistellige Wachstumsraten beim bereinigten Ergebnis je Aktie, wobei der zunehmende Streaming-Beitrag ein zentraler Treiber der künftigen Disney Earnings sein dürfte.

The Walt Disney Company Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie wirkt der Milliarden-Buyback auf die Bewertung von Disney?

Parallel zu den soliden Disney Earnings fährt Disney eines der größten Aktienrückkaufprogramme seit 2017. Für das Fiskaljahr 2026 ist ein Volumen von rund 7 Milliarden US‑Dollar geplant – etwa doppelt so viel wie im Vorjahr und das zweithöchste Rückkaufprogramm der Unternehmensgeschichte. Bei einem Kurs um die 100 bis 110 US‑Dollar könnte die ausstehende Aktienzahl um knapp 4 % sinken.

Finanziert wird das Programm aus einem kräftigen Free Cashflow. Disney stellt für 2026 rund 19 Milliarden US‑Dollar operativen Cashflow in Aussicht, bei Investitionen von etwa 9 Milliarden US‑Dollar. Damit verbleiben rund 10 Milliarden US‑Dollar frei, um sowohl die geplanten Buybacks als auch die Dividendenzahlungen von etwa 2,6 Milliarden US‑Dollar abzudecken. Trotz massiver Investitionen – unter anderem ein 10‑Jahres‑Programm von 60 Milliarden US‑Dollar für Parks und Kreuzfahrten – hält der Konzern seine Bilanz stabil. Am Markt wird Disney derzeit mit einem Forward-KGV um 15,7 bis 16 bewertet und liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt des S&P 500. Für Value-orientierte Anleger verstärken die Kombination aus niedrigerer Bewertung, steigenden Disney Earnings und aggressiven Rückkäufen den Hebel auf das Gewinnwachstum je Aktie.

Wie verändert der neue CEO die Perspektive für Disney Earnings?

Zum 18. März übernimmt Josh D’Amaro, bislang Chef der Parks- und Kreuzfahrt-Sparte, den CEO-Posten von Bob Iger. D’Amaro gilt als wachstumsorientierter Manager, der das Experiences-Geschäft mit neuen Schiffen, Park-Erweiterungen und internationalen Projekten – unter anderem einem neuen Park in Abu Dhabi in den 2030er-Jahren – massiv ausbauen will. Bereits 2023 hatte Disney ein Investitionsprogramm von 60 Milliarden US‑Dollar über zehn Jahre für diesen Bereich angekündigt.

Unter Iger wurde der strategische Schwenk hin zu Streaming und direkten Kundenbeziehungen eingeleitet, D’Amaro soll die Phase der Skalierung und Monetarisierung prägen. Institutionelle Investoren wie Bessemer Group und Concord Wealth Partners haben ihre Positionen zuletzt ausgebaut, was als Vertrauenssignal in die künftige Entwicklung der Disney Earnings interpretiert werden kann. Während einige Analystenhäuser wie Citigroup und RBC Capital Markets den Titel mit “Buy” bzw. “Outperform” einstufen und Kursziele im Bereich um 135 US‑Dollar sehen, bleibt die zentrale Frage, ob D’Amaro das Zusammenspiel aus profitablerem Streaming, wachstarken Erlebnissen und Kapitalrückführungen nutzen kann, um die Gewinnentwicklung nachhaltig zu beschleunigen.

Fazit

Im Fazit bleiben die Disney Earnings 2026 ein Wendepunkt: Streaming ist profitabel, die Experiences-Sparte wächst und der 7‑Milliarden‑Buyback verstärkt den Ergebniseffekt je Aktie. Für Anleger, die an eine Fortsetzung des zweistelligen Gewinnwachstums glauben, bietet die Kombination aus moderater Bewertung und klaren Hebeln auf die Disney Earnings eine spannende Chance. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, wie schnell der neue CEO Josh D’Amaro diesen Kurs in höhere Margen und einen nachhaltig steigenden Aktienkurs übersetzen kann.

Weiterführende Quellen