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SK Hynix Quartal: +5,1% Rallye nach Rekord

Wie schafft es SK Hynix Rekordquartal, Gewinn und Umsatz im KI-Boom so drastisch zu steigern? Im Fokus stehen High-Bandwidth-Memory, starke Margen und ein überraschend großzügiges Aktionärsprogramm. Was steckt wirklich hinter dem Höhenflug der Aktie?

Steigender Kurschart mit SK Hynix Quartal Rallye und Gewinnsprung im KI-Speicherboom
Erwähnte Aktien
000660.KS 000660.KS
$841.000,00 +5.12%
Stand: 07:30 MEZ

Wie stark war das SK Hynix Quartal wirklich?

Im vierten Quartal 2025 erzielte SK Hynix einen operativen Gewinn von 19,2 Billionen Won, der sich damit im Jahresvergleich mehr als verdoppelte und den Analystenkonsens um rund 15 Prozent übertraf. Der Umsatz kletterte auf 32,8 Billionen Won, was einem Plus von etwa zwei Dritteln gegenüber dem Vorjahr entspricht. Unter dem Strich sprang der Nettogewinn um 90 Prozent auf 15,2 Billionen Won. Das SK Hynix Quartal bestätigt damit eindrucksvoll, wie stark der KI-Zyklus die gesamte Speicherbranche transformiert.

Der Aktienkurs von SK Hynix (000660.KS) reagierte prompt: In Seoul legten die Papiere am Mittwoch um 5,12 Prozent auf 841.000 Won zu. Seit Herbst haben sich die Aktien des Konzerns im Zuge der KI-Euphorie bereits etwa verdreifacht. Anleger honorieren vor allem die deutlich verbesserte Profitabilität im ehemals stark zyklischen Speichergeschäft.

Was treibt das Wachstum bei SK Hynix im KI-Boom?

Herzstück des aktuellen Booms ist die Rolle von SK Hynix als führender Anbieter von High-Bandwidth-Memory (HBM) für KI-Beschleuniger. Das Unternehmen gilt als zentraler Lieferant für die HBM-Module in den Beschleunigern von Nvidia und beliefert laut Branchenberichten exklusiv Microsofts maßgeschneiderten KI-Chip Maia 200 mit HBM3E. Die starke Nachfrage nach diesen Speichern sorgt für einen knappen Markt und verleiht Herstellern wie SK Hynix erhebliche Preissetzungsmacht.

Parallel dazu hat der Konzern die Fertigung der nächsten Generation HBM4 in großem Stil gestartet. Im direkten Wettbewerb mit Samsung arbeitet SK Hynix an der Zertifizierung für HBM4-Lieferungen an führende Hyperscaler und KI-Plattformen. Branchenanalysten erwarten, dass insbesondere HBM-Kapazitäten in den kommenden Jahren einen Großteil der verfügbaren Wafer-Produktionsvolumina binden und damit den Angebotsengpass im DRAM- und NAND-Markt verlängern.

Wie profitieren Aktionäre von SK Hynix konkret?

Neben den starken operativen Ergebnissen sticht im SK Hynix Quartal vor allem der umfangreiche Aktionärs-Reward hervor. Das Unternehmen erhöht die Dividende deutlich: Pro Aktie sollen inklusive einer Sonderausschüttung insgesamt 3.000 Won an die Anteilseigner fließen. Zusätzlich plant der Konzern, eigene Aktien im Wert von 12,2 Billionen Won zurückzukaufen und einzuziehen, was rund zwei Prozent der ausstehenden Aktien entspricht.

Darüber hinaus kündigte SK Hynix an, eigene Wachstumsvorhaben in den USA voranzutreiben. Geprüft wird ein Börsengang in den Vereinigten Staaten, auch wenn eine endgültige Entscheidung noch aussteht. Parallel dazu soll in den USA eine auf KI-Rechenzentrums-Lösungen spezialisierte Einheit aufgebaut werden, die auf der übernommenen Speicher-Tochter Solidigm basiert und mit einem Kapitalrahmen von rund 10 Milliarden US-Dollar ausgestattet wird.

Was sagen Analysten zum SK Hynix Ausblick?

Investmentbanken sehen SK Hynix als einen der Hauptprofiteure des globalen KI-Hypes. Analysten der Citigroup rechnen mit einem Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise von DRAM um etwa 120 Prozent und bei NAND um rund 90 Prozent im laufenden Jahr und haben ihr Kursziel für SK Hynix deutlich um 56 Prozent angehoben. Hintergrund ist die Erwartung anhaltend knapper Kapazitäten und hoher Zahlungsbereitschaft von Hyperscalern für HBM-Speicher.

Branchenexperten gehen davon aus, dass der Markt für HBM bis 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa 25 Prozent zulegen könnte. SK Hynix investiert entsprechend aggressiv in zusätzliche Kapazitäten, etwa in eine große Chipverpackungsanlage in Cheongju im Volumen von 19 Billionen Won. Für Anleger bleibt das SK Hynix Quartal damit ein Signal, dass der Konzern seine Marktführerschaft in einem strukturell wachsenden Segment weiter ausbaut.

Fazit

Das SK Hynix Quartal unterstreicht die neue Ertragsstärke des Unternehmens im Zeitalter der KI, unterstützt von Rekordmargen im HBM-Geschäft und einem großzügigen Ausschüttungspaket. Für Investoren sind die Kombination aus Dividendenplus, Aktienrückkauf und wachstumsstarken KI-Umsätzen ein attraktives Gesamtpaket. Entscheidend wird nun, ob SK Hynix den HBM-Vorsprung gegenüber Wettbewerbern wie Samsung halten und den KI-Superzyklus über die nächsten Quartale hinweg in weiteres Gewinnwachstum übersetzen kann.

Micron HBM4: 3 Rallye-Fakten trotz -2,1% Rutsch

Droht Micron Technology, Inc. nach dem NVIDIA-Samsung-Deal bei HBM4 ins Hintertreffen zu geraten – oder beginnt der nächste AI-Schub erst jetzt? Im Fokus stehen die Knappheit bei High Bandwidth Memory, volle Auftragsbücher und eine Aktie, die nach einer 260-%-Rally plötzlich korrigiert.

Hightech-Halbleiterfertigung für Micron HBM4 Speicher im AI-HBM-Markt
Erwähnte Aktien
MU MU
$391,43 -2.08%
Stand: 20:03 MEZ

Wie trifft der NVIDIA-Samsung-Deal Micron Technology?

Die Nachricht, dass NVIDIA Samsung offenbar als Lieferanten für neueste HBM4-Chips auswählt, sorgt zum Wochenstart für Gewinne mitnahmen bei Micron Technology, Inc.. Laut Marktberichten verliert Micron damit einen prestigeträchtigen Teilauftrag im Segment High Bandwidth Memory, was die Aktie intraday um etwa 2 % ins Minus drückt. Dennoch bleibt das übergeordnete Bild positiv: Der globale HBM-Markt wird aktuell auf rund 35 Milliarden US‑Dollar geschätzt und soll bis 2028 auf etwa 100 Milliarden US‑Dollar anwachsen – mit jährlichen Wachstumsraten um 40 %. In diesem Umfeld ist Micron HBM4 nur ein Baustein innerhalb einer deutlich breiter aufgestellten HBM- und DRAM-Strategie.

CEO Sanjay Mehrotra betont seit Monaten, dass KI-Anwendungen immer größere Kontextfenster benötigen und Speicher damit vom einfachen Systembauteil zum strategischen Leistungsfaktor werden. Für GPU-Cluster und AI-Beschleuniger sind HBM-Stacks inzwischen Pflicht, und genau hier setzt das Portfolio rund um Micron HBM4 an. Selbst wenn Samsung bei NVIDIA einen Teil des Kuchens gewinnt, bleibt die Gesamtnachfrage der Hyperscaler so groß, dass die Branche insgesamt bis über 2026 hinaus unterversorgt sein dürfte.

Warum bleibt Micron Technology bei HBM4 im Vorteil?

Micron ist einer von nur drei globalen DRAM-Schwergewichten neben Samsung und SK Hynix. Rund 80 % des Umsatzes stammen aus DRAM, 20 % aus NAND-Flash. Der AI-Boom hat beide Märkte gedreht: Nach dem Einbruch 2023, als Umsätze nahezu halbiert wurden und die Verschuldung über 13 Milliarden US‑Dollar stieg, erlebt der Konzern nun eine V-förmige Erholung. Im jüngsten Quartal kletterte der Umsatz um 57 %, die Margen ziehen kräftig an, und der Free Cashflow dreht deutlich ins Plus.

Treiber ist vor allem der Fokus auf hochmargige HBM-Lösungen. HBM erfordert drei- bis viermal so viel Waferkapazität wie Standard-DRAM, was die freie Kapazität für klassische DRAM-Produkte verknappt und dadurch zusätzlich die Preise nach oben treibt. Micron hat seine Investitionsplanung für das laufende Geschäftsjahr bereits von 18 auf 20 Milliarden US‑Dollar erhöht, um HBM- und DRAM-Kapazitäten auszubauen. Bemerkenswert: Die komplette HBM-Produktion für 2026 gilt als ausverkauft. Das zeigt, dass Kunden ihre Kontingente lange im Voraus sichern – ein starkes Signal für die Nachfrage nach Micron HBM4 und verwandten Produkten.

Micron Technology, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Januar 2026
Micron Technology, Inc. (MU) – 252-Tage-Chart

Micron HBM4 und Bewertung: Wie weit trägt die Rallye?

Die Aktie von Micron Technology, Inc. hat in den letzten zwölf Monaten mehr als 260 % zugelegt, in den vergangenen drei Monaten nahezu 100 %. Forbes berichtet von einem Marktkapitalisierungssprung um rund 75 Milliarden US‑Dollar allein in den letzten sechs Handelstagen. Trotzdem wird das Papier an der Börse weiterhin wie ein klassischer Zykliker bepreist: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 12, die PEG-Ratio um 0,7 – Werte, die für einen strukturellen Wachstumstreiber im AI-Sektor eher moderat wirken.

Brokerhäuser bleiben überwiegend optimistisch. Laut Finviz liegt die durchschnittliche Empfehlung für MU bei 1,29 auf einer Skala von 1 (Strong Buy) bis 5 (Sell), was klar einem Kauf entspricht. Die positive Einstufung wird durch einen Zacks Rank #1 (Strong Buy) untermauert. Häuser wie Citigroup und RBC Capital Markets zählen Micron zu den Hauptprofiteuren des AI-Infrastrukturbooms; mehrere Analysten, darunter Sebastien Naji von William Blair, trauen dem Unternehmen zu, seine Gewinne in den kommenden zwei Jahren nahezu zu vervierfachen. Invezz verweist zudem darauf, dass ein Teil der Wall-Street-Schätzungen noch hinter der Kursentwicklung hinterherhinkt, was zusätzlichen Überraschungsspielraum eröffnet – gerade wenn Micron HBM4 sich als stabiles Wachstumsstandbein etabliert.

Charttechnisch ist die Bewegung parabolisch: Seit einem Rücksetzer bis an den 50‑Tage-Durchschnitt Mitte Dezember hat die Aktie in kurzer Zeit die 400‑Dollar-Marke getestet. Kurzfristig mahnen Trader zur Vorsicht und ziehen Stopps nach, zumal der NVIDIA-Samsung-Deal für Volatilität sorgen dürfte. Positiv zu werten sind jedoch Insiderkäufe: Vorstandsmitglied Techin Liu soll zuletzt knapp 8 Millionen US‑Dollar in MU-Aktien investiert haben – ein Vertrauensbeweis in die Nachhaltigkeit des AI-Superzyklus und des HBM-Geschäfts.

AI-getriebene Nachfrage ist real, sie ist da – und wir brauchen immer mehr Speicher, um sie zu bedienen.
— Sanjay Mehrotra, CEO Micron Technology
Fazit

Trotz des Wettbewerbsdrucks durch Samsung und den NVIDIA-Deal bleibt Micron mit seinem Ausbau von HBM-Kapazitäten, inklusive Micron HBM4, strategisch hervorragend im AI-Superzyklus positioniert. Für Anleger bedeutet das: Kurzfristige Schwankungen könnten eher Einstiegs- als Ausstiegschancen darstellen, solange die HBM-Knappheit anhält. Die nächsten Quartalszahlen und neue Großaufträge werden zeigen, ob Micron HBM4 die derzeit hohen Wachstumserwartungen sogar noch übertreffen kann.