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Meta Quartal Q4: 24%-Wachstum als Meilenstein

Wie schafft es Meta Platforms, Inc., zweistellig zu wachsen und gleichzeitig Milliarden in KI zu stecken? Das neue Meta Quartal zeigt starke Zahlen, aber auch enorme Risiken. Was müssen Anleger jetzt wirklich wissen?

Stilisierter Kursverlauf von Meta nach starkem Meta Quartal mit 24 Prozent Umsatzwachstum
Erwähnte Aktien
META Meta Platforms
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Stand: 10:57 MEZ

Wie stark war das Meta Quartal operativ?

Im vierten Quartal 2025 erzielte Meta einen Umsatz von 59,89 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag der Social-Media-Konzern klar über den Markterwartungen von rund 58,4 bis 58,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 8,88 Dollar, ebenfalls deutlich über dem Konsens von gut 8,2 Dollar. Das Meta Quartal profitierte vor allem vom boomenden Werbegeschäft auf Facebook, Instagram und WhatsApp: Die Werbeerlöse stiegen auf 58,1 Milliarden Dollar, angetrieben von 18 Prozent mehr Anzeigeneinblendungen und einem um 6 Prozent höheren durchschnittlichen Preis pro Anzeige.

Auch die Nutzerzahlen unterstreichen die Stärke des Ökosystems. Täglich greifen 3,58 Milliarden Menschen auf mindestens eine App von Meta zu, sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Diese enorme Reichweite bildet die Basis für weiteres Umsatzwachstum, zumal KI-gestützte Features wie Advantage+ die Werbeaussteuerung verbessern und die Monetarisierung von Reels und WhatsApp beschleunigen.

Was treibt Metas KI-Offensive wirklich an?

Der eigentliche Paukenschlag des Meta Quartal liegt jedoch im Investitionsplan: Für 2026 plant Meta Kapitalausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar, nach 72,2 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Der Großteil fließt in Rechenzentren, Server und Netzwerkinfrastruktur für Künstliche Intelligenz und die neu aufgestellten Meta Superintelligence Labs. CEO Mark Zuckerberg spricht von „persönlicher Superintelligenz“, die Milliarden Nutzern und Unternehmen zur Verfügung stehen soll.

Ein Schlüsselbaustein dieser Strategie ist der Umbau der KI-Organisation. Nach verhaltenem Feedback auf Llama 4 investierte Meta 14,3 Milliarden Dollar in Scale AI, um Gründer Alexandr Wang und sein Team zu gewinnen. Sie leiten nun die Spezialeinheit „TBD“, die am Frontier-Modell „Avocado“ arbeitet, das bereits in der ersten Jahreshälfte erscheinen soll. Finanzchefin Susan Li betont zugleich, dass Meta trotz des massiven CapEx-Anstiegs im Gesamtjahr 2026 ein operatives Ergebnis über Vorjahr erwartet – das starke Werbegeschäft soll die KI-Wette tragen.

Meta Platforms, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Januar 2026
Meta Platforms, Inc. (META) – 252-Tage-Chart

Wo liegt der Haken im aktuellen Meta Quartal?

Trotz aller Euphorie zeigt das Meta Quartal auch Schattenseiten. Die Metaverse-Sparte Reality Labs bleibt ein Milliardengrab: Im Schlussquartal verbuchte die Einheit einen operativen Verlust von 6,02 Milliarden Dollar bei lediglich 955 Millionen Dollar Umsatz. Seit Ende 2020 summieren sich die Verluste hier auf knapp 80 Milliarden Dollar. Meta reagiert mit Stellenstreichungen und der Verlagerung von Ressourcen hin zu KI-Geräten wie den Ray-Ban Meta Smart Glasses, hält aber an der langfristigen Vision fest.

Gleichzeitig warnt das Management vor erheblichen rechtlichen und regulatorischen Risiken in den USA und Europa, insbesondere rund um Jugendschutz und Datenschutz. Neue, weniger personalisierte Werbeangebote in der EU könnten das Wachstum dämpfen, ebenso wie ein nachlassender Währungsschub. Dennoch signalisiert der Ausblick Rückenwind: Für das laufende erste Quartal stellt Meta einen Umsatz zwischen 53,5 und 56,5 Milliarden Dollar in Aussicht – deutlich über den Konsensschätzungen um 51,3 Milliarden Dollar.

Wie reagiert der Markt auf das Meta Quartal?

Anleger honorierten das Meta Quartal und vor allem den starken Ausblick mit deutlichen Kursgewinnen im nachbörslichen Handel. Berichten zufolge stieg die Aktie zeitweise um rund 8 bis 10 Prozent, nachdem der KI-CapEx klar oberhalb der ohnehin hohen Erwartungen bestätigt wurde. Während andere Tech-Schwergewichte wie Microsoft für ihre hohe KI-Kostenbasis abgestraft wurden, sehen Investoren bei Meta einen klaren Zusammenhang zwischen KI-Ausgaben und unmittelbar steigenden Werbeerlösen.

Externe Beobachter sehen die Strategie überwiegend positiv: Analysen bei Morningstar heben die starke Marktstellung von Meta und weiteres Wachstumspotenzial hervor, auch wenn die hohen KI-Kosten als zentrales Risiko gelten. Marktdaten von Finbold und FXEmpire zeigen, wie die optimistische Umsatzprognose und der Fokus auf KI den Kurs nach den Zahlen antrieben. Im Vergleich zu den übrigen „Magnificent Seven“ bleibt Meta damit einer der deutlichsten Profiteure des aktuellen KI-Booms.

Fazit

Das Meta Quartal vereint beeindruckendes Umsatzwachstum mit einem aggressiven KI-Investitionsplan, der den Konzern endgültig als Infrastruktur-Schwergewicht im AI-Zeitalter positionieren soll. Für Anleger bedeutet das eine seltene Kombination aus robustem Kerngeschäft und großer, wenn auch teurer Zukunftswette. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob das Meta Quartal den Beginn einer neuen Wachstumsphase markiert – oder ob die KI-Milliarden zunächst stärker auf die Margen drücken als auf den Gewinn je Aktie einzahlen.

Meta KI-Offensive: 70 Mrd. Capex als KI-Revolution

Kann die Meta KI-Offensive den teuren Metaverse-Traum ablösen und Meta Platforms, Inc. zum KI-Champion machen? Der Konzern fährt Capex und Atomstrom-Deals massiv hoch – doch reichen Werbe-KI, Threads und Agenten, um Anleger langfristig zu überzeugen?

Meta KI-Offensive: Meta-Campus mit futuristischen Rechenzentren im Abendlicht
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Stand: 21:29 MEZ

Meta KI-Offensive: Warum der radikale Strategiewechsel?

Meta vollzieht eine deutliche Kehrtwende: Statt weiter bedingungslos auf das Metaverse zu setzen, fokussiert der Konzern seine Ressourcen nun auf KI-Infrastruktur und -Anwendungen. Rund 1.500 Stellen wurden zuletzt in der Reality-Labs-Sparte gestrichen, während die Investitionen in KI-Software, eigene Rechenzentren und Wearables wie die Ray-Ban-Smart-Glasses hochgefahren werden. Die Brille soll als Schnittstelle zwischen Nutzer und KI-Assistent dienen, weniger als Portal in eine vollwertige VR-Welt. Damit wird die ursprüngliche Vision eines alles dominierenden Metaverse zurückgestuft und die Meta KI-Offensive zum neuen strategischen Kern.

Finanziell steht Meta dank eines hochprofitablen Werbegeschäfts auf einer soliden Basis. Rund 3,5 Milliarden Menschen nutzen täglich mindestens eine der Apps – Facebook, Instagram, WhatsApp oder Messenger. Die starke Cash-Generierung ermöglicht zugleich eine Dividende (seit 2024) und die Finanzierung der massiven KI-Ausgaben.

Wie teuer wird Metas KI-Infrastruktur mit Hyperion?

Die Dimension der Investitionen ist gewaltig. Finanzierungen in zweistelliger Milliardenhöhe, darunter etwa 27 Milliarden Dollar für das Hyperion-Rechenzentrum, zeigen, wie ernst es Meta mit seiner KI-Infrastruktur meint. Der Vorstand rechnet für 2025 mit Kapitalausgaben von 70 bis 72 Milliarden Dollar – ein deutlicher Aufschlag nach oben. Analysten wie die bei Zacks Investment Research erwarten dennoch weiter steigende Umsätze und trauen Meta ein Gewinnwachstum zu, das die hohen Ausgaben abfedern könnte.

Parallel treibt Meta die Energiefrage voran: Zusammen mit dem Nuklear-Startup Oklo entsteht ein Energiecampus mit rund 1,2 Gigawatt Leistung, um den immensen Stromhunger der KI-Rechenzentren zu decken. Bank of America hat Oklo im Zuge des Deals hochgestuft und sieht die Vereinbarung mit Meta als wichtigen Meilenstein für kommerzielle Nuklearprojekte. Dieser Atomstrom-Deal ist zugleich ein zentrales Puzzleteil der Meta KI-Offensive, weil er Versorgungssicherheit und langfristig planbare Energiekosten für die Hyperscale-Cluster schaffen soll.

Meta Platforms, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Januar 2026
Meta Platforms, Inc. (META) – 252-Tage-Chart

Wie monetarisiert Meta KI in Werbung, Threads und Deals?

Operativ zielt die Meta KI-Offensive vor allem auf zwei Bereiche: hochautomatisierte Werbung und neue Plattformen. Der Konzern will bis Ende 2026 weite Teile des Anzeigenprozesses automatisieren – von der Motiverstellung über Targeting bis zur Auswertung. Mehr als 2 Millionen Werbekunden nutzen bereits generative KI-Tools für Texte, Übersetzungen und Videos, während der Assistent Meta.ai mittlerweile über alle Plattformen hinweg mehr als eine Milliarde monatliche Nutzer erreicht.

Mit der globalen Einführung von Werbung auf Threads, das nach Unternehmensangaben über 400 Millionen aktive Nutzer zählt und bei täglichen Nutzern teilweise an X vorbeizieht, öffnet Meta einen zusätzlichen Monetarisierungskanal. Gleichzeitig soll die Übernahme des Agenten-Anbieters Manus für rund 2 Milliarden Dollar helfen, KI-Agenten für kleinere Unternehmen und Creator zu skalieren. Zwar äußerten einige Manus-Kunden datenschutzrechtliche Bedenken und wechselten zu Wettbewerbern, doch Meta will die Technologie in seine Business-Produkte und den Meta-AI-Assistenten integrieren.

Meta KI-Offensive: Wie fair ist die Bewertung für Anleger?

Trotz eines Kursniveaus von über 600 Dollar je Aktie wird Meta mit etwa dem 20-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt – deutlich günstiger als viele andere Mitglieder der „Magnificent Seven“, die oft bei 28-mal oder mehr liegen. Morningstar sieht den jüngsten Rücksetzer bei der Aktie im Zuge der KI-Capex-Sorgen als Chance und hält das Papier für unterbewertet, weil KI langfristig insbesondere das Werbegeschäft kleiner und mittlerer Unternehmen revolutionieren könnte.

Auch große Häuser bleiben überwiegend positiv: UBS und Wells Fargo bestätigen ihre Kaufempfehlungen für Meta mit hohen Kurszielen, während Zacks vor dem anstehenden Quartalsbericht auf die Kombination aus solidem Gewinnwachstum und positiver Earnings-Überraschung hinweist. Risiken bestehen vor allem in der Monetarisierung der gigantischen KI-Investitionen, dem Reputationsschaden durch Berichte über prekäre Arbeitsbedingungen bei ausgelagerten Moderations- und Trainingsjobs sowie in regulatorischen Verfahren, etwa der laufenden FTC-Auseinandersetzung.

Wir investieren massiv in KI-Infrastruktur, um unseren Milliarden Nutzern und Millionen Werbekunden in den nächsten Jahren völlig neue Erlebnisse und Effizienzgewinne zu ermöglichen.
— Mark Zuckerberg, CEO von Meta Platforms, Inc.
Fazit

Die Meta KI-Offensive zwingt den Konzern, parallel Kosten zu disziplinieren, die Datennutzung transparenter zu machen und Investoren zu beweisen, dass Milliarden für Rechenzentren, Atomstrom und Übernahmen wie Manus und Scale AI in absehbarer Zeit höhere Werbeerlöse, mehr KI-Produkte und stabilere Cashflows generieren. Gelingt das, könnte Meta seine Rolle als zentraler KI- und Werbe-Hyperscaler weiter ausbauen.