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Sandisk NAND-Superzyklus: KI-Boom und Speicherknappheit

ERWÄHNTER TICKER
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13.02.26 22:00 Uhr
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14.02.26 01:59 Uhr

SanDisk Corporation

Der Sandisk NAND-Superzyklus trifft auf ein perfektes Umfeld aus KI-Boom, Speicherknappheit und rasant steigender Nachfrage nach performanten SSDs. Während viele Wettbewerber ihre Kapazitäten in Richtung High-Bandwidth-Memory (HBM) verlagert haben, profitiert Sandisk als fokussierter NAND-Anbieter gleich doppelt: von höheren Preisen und deutlich besseren Margen. Anleger fragen sich nun, ob die aktuelle Bewertung der Aktie dem neuen Gewinnniveau bereits gerecht wird – oder ob der Zyklus erst am Anfang steht.

Treibt der Sandisk NAND-Superzyklus die Gewinne?

Sandisk ist als reiner Anbieter von flashbasierten Datenspeicherlösungen für Gaming-Konsolen, PCs, Notebooks, Smartphones, Tablets und Unternehmens-SSDs ideal im aktuellen Marktumfeld positioniert. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 (Ende 2. Januar) legte der Umsatz um 61 % auf etwas über 3 Milliarden US-Dollar zu, während sich der Gewinn mehr als verfünffachte. Kern des Sandisk NAND-Superzyklus ist ein massiver Angebotsengpass: Nach der pandemiebedingten Überkapazität hatten viele Hersteller ihre NAND-Produktion zurückgefahren und sich auf margenstarkes High-Bandwidth-Memory (HBM) für KI-Beschleuniger konzentriert.

Genau in dieser Phase explodierte die Nachfrage nach performanten SSDs auf Basis von NAND-Flash: KI-Rechenzentren benötigen enorme Speicherkapazitäten für Trainings- und Inferenzdaten, während generative-AI-fähige Smartphones und Notebooks im Schnitt deutlich mehr Speicher verbauen. Sandisk berichtet, dass die eigenen Fertigungen aktuell auf Volllast laufen, die Kapazitäten für 2026 weitgehend verkauft sind und Hyperscaler bereit sind, deutliche Prämien für zusätzliche Kontingente zu zahlen. Das erlaubt dem Unternehmen, die Preise für Enterprise-3D-NAND-SSDs im laufenden Quartal voraussichtlich zu verdoppeln – ein Hebel, der Margen und Gewinne massiv nach oben treibt.

Wie stark profitiert Sandisk operativ?

Die Gewinnentwicklung unterstreicht, wie kraftvoll der Sandisk NAND-Superzyklus wirkt. Für das laufende dritte Quartal stellt das Management einen Gewinn von rund 13 US-Dollar je Aktie in Aussicht – ein drastischer Sprung gegenüber dem Vorjahresverlust von 0,30 US-Dollar je Aktie. Bereits in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 erzielte Sandisk 7,55 US-Dollar Gewinn je Aktie. Analysten rechnen damit, dass im Gesamtjahr 2026 der Gewinn von 2,99 auf 39,45 US-Dollar je Aktie hochschnellt.

Für das folgende Geschäftsjahr wird die Dynamik voraussichtlich anhalten: Der Konsens sieht den Gewinn je Aktie bei 73,69 US-Dollar. Rechnet man konservativ damit, dass Sandisk im Kalenderjahr 2026 etwa die Hälfte dieses 2027er-Ziels bereits in der ersten Geschäftsjahreshälfte einfährt, ergibt sich ein möglicher Kalenderjahresgewinn von rund 70,07 US-Dollar je Aktie. Damit speist der Sandisk NAND-Superzyklus nicht nur kurzfristige Effekte durch Preiserhöhungen, sondern deutet auf einen längerfristigen Zyklus mit hohen Margen hin, solange Wettbewerber auf HBM fokussiert bleiben und ihre NAND-Kapazitäten nicht aggressiv ausbauen.

Sandisk NAND-Superzyklus Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Ist Sandisk trotz Rally noch günstig bewertet?

Auf Basis der aktuellen Konsensschätzungen wird Sandisk beim Kurs von 626,56 US-Dollar nur mit einem Forward-KGV von etwa 15 auf den erwarteten Gewinn 2026 bewertet. Für 2027 läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis sogar bei unter 8. Zum Vergleich: Der technologiegetriebene Nasdaq-100 kommt auf eine erwartete Bewertung von rund 24,7. Sollte der Markt dem Titel angesichts des Wachstums und der Preissetzungsmacht eine höhere Multiple zugestehen, wäre deutliches Upside möglich.

Nimmt man den kalkulierten Gewinn von 70,07 US-Dollar für das Kalenderjahr 2026 und unterstellt ein moderates Multiple von 20, ergäbe sich ein theoretischer Kurs von etwa 1.401 US-Dollar. Das entspräche einem Potenzial von rund 158 % gegenüber dem aktuellen Niveau. Investmentbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley verweisen in ihren Tech- und Halbleiter-Reports auf die anhaltende Stärke im NAND-Segment und sehen in spezialisierten Anbietern wie Sandisk strukturelle Gewinner des laufenden KI-Infrastrukturbooms. Auch Häuser wie Citigroup und RBC Capital Markets heben in Branchennotizen hervor, dass die Angebotsdisziplin der Konkurrenz und der Fokus auf HBM den Sandisk NAND-Superzyklus verlängern könnten.

Fazit

Für Anleger bedeutet das: Trotz des starken Kursanstiegs ist die Bewertung im Branchenvergleich weiterhin attraktiv, sofern die Nachfrage nach KI-Speicher und Enterprise-SSDs hoch bleibt und es nicht zu einem raschen Kapazitätsaufbau durch Wettbewerber kommt. Der Sandisk NAND-Superzyklus macht die Aktie damit zu einem zentralen Hebel auf den Ausbau globaler KI-Rechenzentren und den Speicherhunger moderner Endgeräte. Wer an ein mehrjähriges strukturelles Wachstum im Flash-Segment glaubt, findet in Sandisk einen profitstarken Pure Player mit weiterem Kurspotenzial.

Weiterführende Quellen