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RTX Quartal: +4% Rallye nach Cashflow-Sprung

Wie schafft es die RTX Corporation, nach technischen Rückschlägen mit einem zweistelligen Umsatzplus und massivem Cashflow die Anleger zurückzugewinnen? Und was steckt wirklich hinter dem Rekord-Auftragsbestand und dem optimistischen Ausblick?

RTX Quartal mit starkem Cashflow-Sprung in der Luftfahrt- und Triebwerksfertigung
Erwähnte Aktien
RTX RTX
$201,85 +3.98%
Stand: 21:25 MEZ

RTX Quartal: Wie stark war das Jahresend-Ergebnis?

Im vierten Quartal 2025 steigerte die RTX Corporation den Umsatz um 12 Prozent auf 24,2 Milliarden US‑Dollar. Organisch legten die Erlöse sogar um 14 Prozent zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS, Non‑GAAP) erreichte 1,55 US‑Dollar und lag damit sowohl über den 1,47 US‑Dollar, die der Markt erwartet hatte, als auch leicht über dem Vorjahreswert von 1,54 US‑Dollar. Auf GAAP‑Basis erzielte der Konzern 1,19 US‑Dollar je Aktie, belastet durch akquisitionsbedingte Anpassungen und Restrukturierungen.

Der bereinigte Quartalsgewinn summierte sich auf 2,1 Milliarden US‑Dollar, rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark zeigte sich der Cashflow: Der operative Mittelzufluss belief sich auf 4,2 Milliarden US‑Dollar, woraus ein freier Cashflow von 3,2 Milliarden US‑Dollar resultierte – ein Sprung um mehr als das Fünffache gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den Markterwartungen. Dieses RTX Quartal lieferte damit genau die Cash‑Story, auf die viele Investoren nach den technischen Problemen früherer Jahre gewartet hatten.

RTX Quartal: Welche Sparten treiben das Wachstum?

Die Zahlen des RTX Quartal verdeutlichen die Stärke aller drei Kerngeschäftsbereiche. Die Rüstungssparte Raytheon erhöhte den Umsatz im vierten Quartal um sieben Prozent auf 7,66 Milliarden US‑Dollar. Der operative Gewinn lag bei 885 Millionen US‑Dollar und damit klar über den Prognosen. Getrieben wurde das Geschäft von höheren Auslieferungen bei Luft- und Raketenabwehrsystemen wie Patriot, die angesichts geopolitischer Spannungen weiterhin stark nachgefragt werden.

Pratt & Whitney, der Triebwerkshersteller des Konzerns, wuchs im Quartal besonders dynamisch: Die Erlöse schossen um 25 Prozent auf 9,50 Milliarden US‑Dollar nach oben, der operative Gewinn kletterte um mehr als 50 Prozent auf 773 Millionen US‑Dollar. RTX profitierte von steigender Flugaktivität und kräftigen Auslieferungen von GTF‑Triebwerken an Flugzeugbauer wie Airbus. Trotz der anhaltenden Belastungen durch Materialfehler an einigen Turbinen steigt damit die Ertragskraft der Sparte.

Collins Aerospace steuerte 7,74 Milliarden US‑Dollar bei, ein Plus von rund drei Prozent auf bereinigter Basis und acht Prozent organisch. Der operative Gewinn von 1,40 Milliarden US‑Dollar lag etwa 27 Prozent über dem Vorjahr. Die Kombination aus wachsendem zivilen Flugverkehr und robustem Verteidigungsgeschäft macht das RTX Quartal damit zu einem breit abgestützten Wachstumstreiber.

RTX Corporation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Januar 2026
RTX Corporation (RTX) – 252-Tage-Chart

RTX Corporation: Auftragsbestand, Gesamtjahr und Ausblick

Auf Jahressicht erzielte die RTX Corporation 2025 einen Umsatz von 88,6 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von zehn Prozent, bei elf Prozent organischem Wachstum. Der Überschuss stieg um 41 Prozent auf 6,7 Milliarden US‑Dollar. Das bereinigte EPS legte um zehn Prozent auf 6,29 US‑Dollar zu. Der freie Cashflow sprang auf 7,9 Milliarden US‑Dollar und lag damit 3,4 Milliarden US‑Dollar über dem Vorjahr – ein zentraler Vertrauensfaktor für Investoren.

Besonders beeindruckend ist der Auftragsbestand: Ende 2025 standen 268 Milliarden US‑Dollar in den Büchern, davon 161 Milliarden im zivilen Luftfahrtbereich und 107 Milliarden im Verteidigungssegment. Die Book‑to‑Bill‑Ratio von 1,56 im Konzern unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage. Dieses Polster bildet das Fundament für den optimistischen 2026‑Ausblick.

Für 2026 peilt RTX einen bereinigten Umsatz von 92 bis 93 Milliarden US‑Dollar an, was einem organischen Wachstum von fünf bis sechs Prozent entspricht. Das bereinigte EPS soll auf 6,60 bis 6,80 US‑Dollar steigen, der freie Cashflow auf 8,25 bis 8,75 Milliarden US‑Dollar. CEO Chris Calio spricht von „großem Schwung“ zum Start in das neue Jahr und verweist auf hohe Investitionen von mehr als zehn Milliarden US‑Dollar in Kapazitätsausbau, Automatisierung und Forschung.

RTX Quartal: Was bedeutet das für Aktie und Anleger?

Die Börse honorierte das starke RTX Quartal und den Ausblick mit Kursgewinnen: Die Aktie legte im US‑Handel zuletzt rund vier Prozent auf 201,85 US‑Dollar zu und notiert nahe ihrem Rekordniveau. Auf Zwölfmonatsbasis steht ein Plus von etwa 55 Prozent zu Buche. Institutionelle Investoren wie Red Cedar Investment Management haben ihre Positionen ausgebaut, was auf anhaltendes Vertrauen in das Geschäftsmodell schließen lässt.

Gleichzeitig verweisen einige Analysten auf die ambitionierte Bewertung gemessen am freien Cashflow, während andere Häuser das Chancen‑Risiko‑Profil positiv sehen. Entscheidend wird sein, ob RTX die im RTX Quartal gezeigte Margen- und Cashflow‑Dynamik halten und gleichzeitig operative Risiken – etwa bei Pratt & Whitney – weiter eindämmen kann.

RTX erzielte 2025 einen starken Umsatz, ein bereinigtes EPS und einen freien Cashflow, was durch unsere kontinuierliche Fokussierung auf die operative Leistung und Umsetzung ermöglicht wurde.
— Chris Calio, CEO RTX Corporation
Fazit

Das RTX Quartal bestätigt den Turnaround des Konzerns mit starkem Wachstum, Rekord‑Backlog und robustem Cashflow. Für Anleger bleibt die Aktie ein zentraler Hebel auf steigende Verteidigungs- und Luftfahrtbudgets, auch wenn die hohe Bewertung Disziplin bei Neueinstiegen verlangt. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob RTX den eingeschlagenen Wachstumspfad verstetigt und damit weiteres Kurspotenzial eröffnet.

Northrop Grumman Quartal: +2,6% Rallye dank Rekordauftrag

Wie schafft es die Northrop Grumman Corporation, Umsatz, Gewinn und Auftragsbestand im jüngsten Quartal gleichzeitig auf Kurs zu halten – und warum reagiert die Börse trotzdem nur verhalten auf den Ausblick? Ein Blick in die Zahlen liefert spannende Antworten.

Northrop Grumman Quartal mit moderner Tarnkappenbomber- und Kampfflugzeugflotte auf US-Luftwaffenbasis bei Sonnenuntergang.
Erwähnte Aktien
NOC NOC
$678,49 +2.65%
Stand: 21:22 MEZ

Wie stark war das Northrop Grumman Quartal wirklich?

Northrop Grumman Corporation steigerte den Umsatz im Schlussquartal 2025 auf rund 11,71 Milliarden US-Dollar, ein Plus von etwa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte von 6,39 auf 7,23 Dollar und lag damit über den Schätzungen vieler Analysten. Die Aktie legte im US-Handel zuletzt um rund 2,7 Prozent auf 678,49 Dollar zu und markierte damit nahe einem 12-Monats-Hoch ein deutlich festeres Niveau als noch zu Jahresbeginn.

Im Gesamtjahr 2025 erzielte der Konzern einen Umsatz von 42 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von etwa zwei bis drei Prozent entspricht. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von rund 4,18 Milliarden Dollar, nur knapp über dem Vorjahr, was vor allem an hohen Anlauf- und Projektkosten in Schlüsselprogrammen lag. Bereinigt schaffte Northrop Grumman jedoch einen leichten EPS-Anstieg auf 26,34 Dollar je Aktie und übertraf damit das eigene, im Jahresverlauf angehobene Ziel.

Getrieben wurde das Northrop Grumman Quartal von einer breiten Nachfrage nach Wehrtechnik in Luft-, See- und Raumfahrt sowie Elektronik. Der Auftragseingang summierte sich 2025 auf über 46 Milliarden Dollar, die Book-to-Bill-Ratio lag bei rund 1,17 und untermauert das Wachstumstempo der kommenden Jahre.

Welche Sparten trieben Northrop Grumman im Quartal?

Besonders stark präsentierte sich der Bereich Aeronautics Systems, in dem der Konzern unter anderem den neuen Tarnkappenbomber B‑21 Raider und Rümpfe für Lockheed Martins F‑35 fertigt. Hier legten die Umsätze im vierten Quartal um 18 Prozent auf etwa 3,9 Milliarden Dollar zu. Die hohe Nachfrage nach Kampfflugzeugen und Langstreckenplattformen profitierte von der verschärften geopolitischen Lage im Nahen Osten sowie dem andauernden Russland-Ukraine-Krieg.

Auch das Segment Mission Systems, das Kommunikations- und elektronische Kriegssysteme vor allem für US-Verteidigungs- und Geheimdienste liefert, wuchs zweistellig. Der Umsatz stieg im Quartal um 10 Prozent, gestützt durch einen Hochlauf streng geheimer Luftüberwachungsprogramme und starke Nachfrage nach F‑35-Komponenten. Die Bereiche Defense Systems und Space meldeten Zuwächse von sieben beziehungsweise fünf Prozent, wobei Raumfahrt im Gesamtjahr schwächer als ursprünglich geplant abschnitt und die frühere Umsatzprognose nach unten gedrückt hatte.

Belastend wirkten im Northrop Grumman Quartal die hohen Anlaufkosten des B‑21-Programms sowie Investitionen in Raketen- und Satellitenkapazitäten. Zudem erschweren Sanktionen Chinas als Reaktion auf geplante US-Waffenlieferungen an Taiwan das internationale Geschäft, auch wenn die weltweiten Rüstungsbudgets insgesamt klar nach oben zeigen.

Northrop Grumman Corporation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Januar 2026
Northrop Grumman Corporation (NOC) – 252-Tage-Chart

Warum spaltet der Ausblick zum Northrop Grumman Quartal?

Für 2026 stellt Northrop Grumman einen Umsatz von 43,5 bis 44 Milliarden Dollar in Aussicht. Das entspricht einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, liegt aber knapp unter den bisherigen Markterwartungen von rund 44,1 bis 44,24 Milliarden Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt das Management 27,40 bis 27,90 Dollar an – weniger als die im Vorfeld von Analysten erwarteten knapp 29 Dollar.

Analystenhäuser wie Zacks Investment Research betonen trotz dieser Enttäuschung beim Ausblick die starke operative Entwicklung, den Rekord-Auftragsbestand von rund 95,7 bis 96 Milliarden Dollar und die anhaltende Nachfrage nach Raketen, Radaren und Luftverteidigungssystemen. Marktportale wie MarketBeat berichten von einem durchschnittlichen Analysten-Rating im Bereich „Moderate Buy“ mit einem mittleren Kursziel um 650 bis 660 Dollar. Einzelne Investmentbanken wie UBS haben ihre Kursziele zuletzt auf bis zu 777 Dollar angehoben, während Institute wie Truist Securities die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ zurückstufen und damit die Bewertungsrisiken nach der starken Rallye unterstreichen.

Finanziell plant Northrop Grumman 2026 mit einem freien Cashflow von 3,1 bis 3,5 Milliarden Dollar, steigenden Investitionen von rund 1,65 Milliarden Dollar in Kapazitätsausbau und Technologie sowie einer vorübergehenden Pause bei Aktienrückkäufen. Die Dividende von derzeit 2,31 Dollar je Quartal soll beibehalten und im Jahresverlauf erneut überprüft werden.

Unser Rekordauftragsbestand stützt unsere Prognose für 2026 mit Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich, und wir sind zuversichtlich, weiterhin starke Leistungen zu erbringen.
— Kathy Warden, CEO Northrop Grumman
Fazit

Im Fazit zeigt das jüngste Northrop Grumman Quartal, dass der Konzern operativ von der weltweiten Aufrüstungsoffensive profitiert, während konservative Ziele für 2026 kurzfristig auf die Stimmung drücken. Für Anleger bleibt die Aktie ein wachstumsstarker, aber inzwischen ambitioniert bewerteter Rüstungswert mit solider Dividende und sichtbarer Visibilität durch den Rekord-Auftragsbestand. Die kommenden Quartale werden entscheiden, ob Programme wie B‑21, Sentinel und neue Satellitenaufträge den vorsichtigen Ausblick übertreffen und weiteres Kurspotenzial freisetzen können.

NVIDIA: KI-Boom unter der Lupe – Oracle & Pfizer

KURZ & KNAPP

NVIDIA bleibt das Aushängeschild des KI-Booms, doch erste Zweifel an der Nachhaltigkeit der gigantischen Rechenzentrumsinvestitionen kommen auf. Parallel ringt Oracle mit hohem KI-Capex, negativem Free Cashflow und wachsender Verschuldung. Auch Pfizer gerät nach schwachem Ausblick und nachlassendem COVID-Sonderboom unter Druck. Der Artikel beleuchtet, wie diese Entwicklungen die Stimmung an Wall Street und in Tech-Sektoren prägen.

Daneben zeigen die Märkte ein gemischtes Bild mit leichten Rücksetzern bei S&P 500 und Nasdaq 100 sowie Gewinnmitnahmen nach dem starken Jahresverlauf. US-Konjunkturdaten zu Arbeitsmarkt, Löhnen und Konsum deuten auf nachlassenden Inflationsdruck hin und verschieben Zinssenkungserwartungen. Kurznews zu Tesla, Amazon, Alphabet, Zscaler, Micron und weiteren Werten runden den Marktüberblick ab.

In Deutschland rutscht der DAX, während Rüstungswerte wie Rheinmetall, TKMS, Renk und Hensoldt auf Waffenstillstands-Signale reagieren. Zugleich melden sich Zykliker wie Tui und Klöckner & Co mit Erholungsbewegungen zurück. Blick nach vorn: Wichtige Termine wie die US-Verbraucherpreise (CPI) und die anstehenden Quartalszahlen von Micron und Lennar könnten neue Impulse für Aktien und Zinsen liefern.

RÜCKBLICK Handelstag

Die Wall Street schloss schwächer, der S&P 500 gab um 0,46% auf 6.802 Punkte nach, der Nasdaq 100 verlor 0,04% auf 25.127 Punkte. Belastet wurde die Stimmung durch anhaltende Sorgen über die Nachhaltigkeit des KI-Investitionsbooms und die Korrektur bei einzelnen Highflyern wie Oracle, obwohl der jüngste US-Arbeitsmarktbericht die Erwartung perspektivisch sinkender Zinsen eher stützte. Anleger realisierten nach dem starken Jahresverlauf vermehrt Gewinne und positionierten sich zurückhaltend vor den anstehenden Zahlen von Micron und wichtigen Konjunkturdaten.

In Europa drehte der Markt nach dem freundlichen Wochenstart wieder ins Minus. Der DAX 40 schloss 0,6% tiefer bei 24.076,87 Punkten, aktuell stehen im Späthandel 24.139 Punkte zu Buche, während trübe Einkaufsmanagerindizes die Sorgen um die deutsche Konjunktur untermauerten. Rüstungswerte wie Rheinmetall, TKMS, Renk und Hensoldt gerieten nach Signalen möglicher Fortschritte in Richtung Waffenstillstand in der Ukraine mit Kursverlusten von bis zu rund viereinhalb Prozent unter Druck. Auf der Gewinnerseite standen dagegen Erholungskandidaten wie Tui mit weiterem Aufschlag nach einem Chartausbruch sowie Klöckner & Co dank anhaltender Übernahmefantasie.

WAS HEUTE WICHTIG WAR

NVDA – KI-Boom trifft auf erste Ermüdungserscheinungen im Compute-Rausch

Die Aktie von Nvidia (NVDA) legte im US-Handel leicht um 0,10% auf 177,39 Dollar zu und behauptete sich damit trotz eines schwächeren Gesamtmarktes. Der KI-Sektor steckt mitten in einem massiven Investitionszyklus, in dem die großen Hyperscaler zusammen über 200 Milliarden Dollar in Rechenzentren und KI-Infrastruktur pumpen. Nvidia bleibt mit einem geschätzten Marktanteil von rund 80% bei spezialisierten KI-Chips der zentrale Profiteur dieses Booms, während ein liquider Spotmarkt für H200-Chips zunehmend als Referenz für die Preisentwicklung dient.

Unternehmenschef Jensen Huang spricht von einer neuen industriellen Revolution, die durch generative KI und beschleunigtes Rechnen ausgelöst werde und quer durch Branchen zu Produktivitätsgewinnen führen soll. Neben Nvidia versucht auch AMD verstärkt, mit eigenen KI-Chips Marktanteile zu gewinnen, während TSMC als Auftragsfertiger von der hohen Nachfrage nach modernsten Produktionskapazitäten profitiert. Gleichzeitig mahnen Marktbeobachter, dass der Compute-Ausbau teils hoch verschuldet erfolgt und die zugrunde liegenden Assets – teure KI-Beschleuniger – rasch abschreiben, was die Kapitaldisziplin der Branche in den Fokus rückt.

Für Anleger bleibt entscheidend, wie lange der aktuelle Investitionszyklus in dieser Intensität anhält und ob die KI-Projekte der Hyperscaler tatsächlich die erwarteten Renditen liefern. Ein sinkender Spotpreis für H200-Chips würde zwar auf eine Entspannung der Angebotsknappheit hindeuten, könnte aber auch auf nachlassenden Preissetzungsspielraum und Margendruck hinweisen. Schlechte Zahlen oder Zurückhaltung bei Bestellungen – etwa von Speicherherstellern wie Micron – wären ein Warnsignal für die Nachhaltigkeit des KI-Booms und könnten die bisherige Dominanz von Nvidia an der Börse kurzfristig ins Wanken bringen.

ORCL – Hoher KI-Capex, negativer Cashflow: Oracle gerät unter Druck

Die Aktie von Oracle (ORCL) setzte ihre Korrektur fort und fiel um 0,85% auf 188,11 Dollar, nachdem bereits in den vergangenen Tagen ein deutlicher Abgabedruck eingesetzt hatte. Im jüngsten Quartal erzielte Oracle zwar einen Umsatz von 16,058 Milliarden Dollar mit einem kräftigen Plus von 14,2%, wobei die Cloud-Infrastruktur mit 4,079 Milliarden Dollar Umsatz um beeindruckende 67,6% zulegte. Gleichzeitig blieb der operative Cashflow mit nur 2 Milliarden Dollar deutlich hinter den massiven Investitionen in Rechenzentren von 12 Milliarden Dollar zurück, was zu einem negativen Free Cashflow von fast 10 Milliarden Dollar führte.

Die aggressive Ausbau-Strategie schlägt sich auch in der Bilanz nieder, denn die Nettoschulden von Oracle sind inzwischen auf rund 88,309 Milliarden Dollar angewachsen. Ein Bloomberg-Bericht, wonach der Bau mehrerer Rechenzentren für OpenAI angeblich von 2027 auf das Jahr 2088 verschoben worden sei, schürte zusätzlich Zweifel an der Tragfähigkeit der KI-Investitionen, zog die Aktie von Oracle sowie zeitweise auch Nvidia und den S&P 500 nach unten. Obwohl Oracle diesen Bericht dementierte und einen Teil der Verluste wieder aufholen konnte, blieben Anleger misstrauisch, nicht zuletzt weil die Renditen auf Oracle-Anleihen inzwischen über typischen Ramsch-Anleihen liegen und so die Skepsis des Kreditmarkts gegenüber dem massiven Capex signalisieren.

Aus Analystensicht überwiegen derzeit die Risiken der hoch verschuldeten KI-Ausbaustrategie von Oracle, weshalb auf Basis der aktuellen Trends klar zu Gewinnmitnahmen beziehungsweise Verkäufen geraten wird. Die Kombination aus negativem Free Cashflow, steigender Verschuldung und einem zunehmend kritischer beäugten KI-Hype erhöht die Anfälligkeit der Aktie für weitere Rückschläge, falls sich Wachstumsziele verzögern oder Margen unter Druck geraten. Sollte sich die bisherige Euphorie um KI-getriebene Rechenzentren weiter abkühlen, könnte Oracle vom Markt gezwungen werden, seine Investitionspläne zu straffen und stärker auf Kapitaldisziplin statt Wachstum um jeden Preis zu setzen.

RHM & Co. – Waffenstillstands-Hoffnung drückt deutsche Rüstungswerte

Deutsche Rüstungsaktien gerieten heute stark unter Druck, nachdem neue Signale aus Berlin und Kiew Hoffnungen auf Fortschritte in Richtung eines Waffenstillstands im russisch-ukrainischen Krieg nährten. Papiere von Unternehmen wie TKMS, Rheinmetall, Renk und Hensoldt verloren in der Spitze bis zu rund 4,5%, während der DAX insgesamt moderat nachgab. Anleger nahmen nach dem starken Lauf der Branche in den vergangenen Monaten vermehrt Gewinne mit, da ein Ende der akuten Kriegsphase kurzfristig als Belastungsfaktor für die Auftragsfantasie wahrgenommen wird.

Auslöser für die Kursabgaben waren Berichte über Gespräche in Berlin, in denen beteiligte Seiten die Verhandlungen über ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges als Fortschritt bezeichneten. Im Fokus stehen Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Falle eines Waffenstillstands, nachdem sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj offenbar damit abgefunden hat, dass ein rascher NATO-Beitritt unrealistisch ist. Ein Sprecher aus dem Rüstungsumfeld argumentierte allerdings, dass gerade ein solcher Waffenstillstand mittel- bis langfristig zu verstärkten Investitionen in Rüstung durch Deutschland und andere NATO-Länder führen könnte, da Russland nicht verschossene Waffen für spätere Konflikte horten könnte.

Für Anleger zeichnet sich damit ein Spannungsfeld zwischen kurzfristigem Abwärtsdruck und langfristig intakten strukturellen Treibern ab. Kurzfristig dominiert die Erwartung eines Abwärtstrends bei deutschen und europäischen Rüstungsaktien, da politische Entspannungssignale die unmittelbare Kriegsprämie in den Bewertungen reduzieren. Mittel- bis langfristig könnten jedoch höhere Verteidigungsbudgets und eine verstärkte Sorge um die Sicherheit in Europa dafür sorgen, dass die Branche trotz der momentanen Korrektur ein zentraler Pfeiler in vielen Portfolios bleibt.

F – Ford vollzieht Kehrtwende bei E-Autos und setzt auf günstige EVs und Hybride

Die Aktie von Ford (F) bewegte sich nur leicht und schloss 0,2% im Minus, obwohl das Management eine tiefgreifende Neuausrichtung der Elektrostrategie bekanntgab. Der Autokonzern nimmt eine Abschreibung von insgesamt 19,5 Milliarden Dollar auf sein Elektrofahrzeug-Geschäft vor, die sich bis 2027 über mehrere Jahre erstreckt, und reagiert damit auf massive Verluste in diesem Segment. So verlor Ford zwischen 2021 und 2024 im EV-Geschäft insgesamt rund 13 Milliarden Dollar und kam zeitweise auf einen Verlust von etwa 132.000 Dollar pro verkauftem Elektrofahrzeug.

Vor acht Jahren hatte Ford noch eine „All-in“-Strategie für Elektrofahrzeuge ausgerufen, doch die Realität von hohen Kosten, schleppender Nachfrage und sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen zwingt den Konzern nun zum Kurswechsel. CEO Jim Farley erklärte, dass man sich künftig auf einen preisgünstigeren 30.000-Dollar-EV-Pickup sowie auf ein deutlich erweitertes Angebot an Hybriden konzentrieren wolle, da große, teure EVs sich als nicht profitabel erwiesen hätten. Gleichzeitig plant Ford trotz der scharfen Einschnitte, bis 2030 rund 50% seines globalen Absatzvolumens über Hybride und Elektrofahrzeuge abzuwickeln, was einen Spagat zwischen Verbrennern, Hybriden und EVs erfordert.

Die Wall Street reagierte erleichtert darauf, dass Ford in einem schwierigen Umfeld konsequent durchgreift, zumal die EBITDA-Prognosen für 2025 trotz der Abschreibungen leicht angehoben wurden. Kritiker bezweifeln jedoch, ob der Konzern den Balanceakt zwischen der Profitabilität klassischer Verbrenner, dem wachsenden Hybridmarkt und dem globalen EV-Wettlauf gegen aggressive chinesische Wettbewerber erfolgreich meistern kann. Für Anleger bleibt die Frage, ob die Neuausrichtung Ford langfristig wieder auf einen profitableren Wachstumspfad bringt oder ob die Marke in der Transformation zwischen zwei Welten – Verbrenner und vollelektrisch – zerrieben wird.

PFE – Pfizer kämpft mit Wachstumsflaute nach dem COVID-Boom

Die Aktie von Pfizer (PFE) stand erneut unter Druck und verlor im Tagesverlauf rund 3,4% bis gut 5%, nachdem der Pharmariese einen enttäuschenden Ausblick für das kommende Jahr vorgelegt hatte. Für das nächste Jahr rechnet Pfizer nur mit geringem oder gar keinem Umsatzwachstum und peilt Erlöse von lediglich 59,5 bis 62,5 Milliarden Dollar an, deutlich unter den hohen Niveaus aus der Pandemiezeit. Beim bereinigten Gewinn je Aktie stellt das Unternehmen für das kommende Jahr lediglich 2,80 bis 3,00 Dollar in Aussicht und plant parallel Einsparungen von mehr als 7 Milliarden Dollar bis 2027, um die Profitabilität zu stabilisieren.

Seit dem Höhepunkt des COVID-Booms hat die Aktie von Pfizer inzwischen rund 50% an Wert verloren, da die temporären Impfstoff- und Medikamentenerlöse wegbrechen und neue Blockbuster in der Pipeline bislang nicht im selben Tempo nachrücken. Um die Produktpipeline zu erneuern, hat Pfizer in den vergangenen Jahren eine Reihe kostspieliger Übernahmen gestemmt, was zwar die langfristigen Forschungs- und Entwicklungsoptionen verbreitern soll, kurzfristig aber die Bilanz belastet. Die nun kommunizierte Bandbreite der erwarteten Einnahmen für 2026 von 5,5 bis 26,5 Milliarden Dollar liegt zudem unter dem Mittelwert der Analystenschätzungen, was bei Investoren Zweifel an der Wachstumsdynamik verstärkt.

Der Konzern versucht, mit dem Sparprogramm und der Integration der akquirierten Assets die Basis für eine profitablere Zeit nach der Pandemie zu legen. Entscheidend wird sein, ob die neuen Medikamente und Therapien aus der erweiterten Pipeline rechtzeitig und in ausreichender Breite auf den Markt kommen, um die Lücke der schrumpfenden COVID-Umsätze zu schließen. Bis dahin dürfte die Aktie von Pfizer vor allem von der Visibilität künftiger Cashflows, regulatorischen Meilensteinen und möglichen weiteren Restrukturierungsschritten abhängen.

KURZNEWS

  • US-ARBEITSMARKT – Makro: Die US-Wirtschaft schuf im November 64.000 neue Stellen und lag damit über den erwarteten 50.000, während die Arbeitslosenquote auf 4,6% stieg und damit etwas schlechter als prognostiziert ausfiel. Im Oktober gingen die Nonfarm Payrolls um 105.000 zurück, belastet durch den Abbau von insgesamt 167.000 Stellen im Regierungssektor über Oktober und November, was vermutlich den Anstieg der Arbeitslosigkeit mittrieb.
  • FED/ZINSEN – Makro: Ökonomen werten den Arbeitsmarktbericht als eher taubenhafte Entwicklung, da die durchschnittlichen Stundenlöhne im Monatsvergleich lediglich um 0,1% zulegten und damit weniger Inflationsdruck signalisieren. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Januar liegt laut Markterwartung nur bei rund 24% (zuvor 22%), sodass weiter von einer Pause ausgegangen wird und größere Zinssenkungen in den USA tendenziell nach hinten verschoben werden.
  • RETAIL SALES – Makro: Die US-Einzelhandelsumsätze blieben im Oktober insgesamt flach, nachdem ein Rückgang der Autoverkäufe von rund 1,6–1,9% die Gesamtzahlen belastete. Bereinigt um Auto- und Autoteile stiegen die Umsätze jedoch um 0,4% und lagen damit über den erwarteten 0,2%.
  • US-KONSUM – Makro: Daten des Einzelhandelsverbands zeigen, dass die Umsätze im November gegenüber dem Vormonat weitgehend unverändert blieben, im Jahresvergleich aber um +4,7% zulegten. Besonders gefragt waren Bekleidung, Geschenkkarten und Spielzeug, während digitale Produkte um rund +15% gewannen, und Analysten sprechen von einer K-förmigen Wirtschaft, in der vor allem Haushalte mit höherem Einkommen die Ausgaben treiben.
  • NASDAQ – Marktstruktur: Die Nasdaq hat bei der US-Börsenaufsicht SEC beantragt, an Werktagen eine zusätzliche Sitzung nach dem regulären Nachbörsenhandel einzuführen und den Handel auf nahezu 24 Stunden auszuweiten. Hintergrund ist die starke Nachfrage von Privatanlegern, die bereits rund um die Uhr auf Plattformen wie Robinhood und im Kryptohandel aktiv sind, sowie von internationalen Investoren, die US-Aktien außerhalb der Kernhandelszeiten handeln wollen.
  • NASDAQ 24H – Marktstruktur: Ein weiterer Antrag der Nasdaq sieht konkret vor, den Aktienhandel ab der zweiten Jahreshälfte 2026 auf 23 Stunden täglich, fünf Tage pro Woche, auszuweiten. Marktteilnehmer diskutieren, inwieweit sich dadurch die Liquidität über den Tag strecken und ob es in den neuen Randzeiten zu wenig aussagekräftigen Kursschwankungen kommen könnte.
  • AMZN – Amazon: BMO Capital stufte Amazon mit einer Kaufempfehlung ein und setzte das Kursziel auf 304 Dollar fest. Die Analysten erwarten, dass das Wachstum im Cloud-Geschäft Amazon Web Services erneut an Dynamik gewinnt und im abgelaufenen Quartal bei rund 39% lag, mit einem ähnlichen Tempo von knapp 40% im ersten Quartal des kommenden Jahres.
  • GOOGL – Alphabet/Google: Auch Google wird von BMO zum Kauf empfohlen, mit einem auf 343 Dollar angehobenen Kursziel. Neben einem beschleunigten Wachstum im Cloud-Geschäft profitiert Alphabet von Chancen bei Waymo sowie von Ambitionen im Immobilienbereich, die unter anderem die Aktie von Zillow zuletzt belasteten.
  • ZS – Zscaler: Die Analysten von Mizuo stuften Zscaler auf Outperform hoch und setzten ein Kursziel von 310 Dollar. Sie sehen Rückenwind durch die starke Nachfrage nach Cloud-Security-Lösungen und gehen davon aus, dass das Unternehmen beim Wachstum über den bisherigen Erwartungen liegen kann.
  • TSLA – Tesla: Tesla erreichte zuletzt ein neues Rekordhoch, gestützt von optimistischen Einschätzungen zu Robotik und autonomem Fahren. Mitsuo hob das Kursziel auf 530 Dollar an, während Wedbush sogar 600 Dollar in Aussicht stellt und den Start der Robotaxi-Testphase ohne Begleitpersonen in Austin, Texas, sowie eine geplante Ausweitung auf weitere Städte als neue Ära für das Unternehmen bezeichnet.
  • F – Ford (Konsensreaktion): Trotz der Ankündigung massiver Abschreibungen auf das EV-Geschäft fiel die Aktie von Ford lediglich um 0,2%. Die Wall Street zeigte sich erleichtert, dass das Management konsequent reagiert und die EBITDA-Prognose für 2025 leicht anhebt, während es den Fokus auf günstigere Elektrofahrzeuge und Hybride verlagert.
  • CMCSA – Comcast: Die Aktie von Comcast sprang um 4,6% nach oben und war damit der Top-Gewinner im S&P 500. Auslöser waren Spekulationen von CNBC-Journalist David Faber über ein mögliches aktivistisches Engagement, gestützt auf auffällige Aktivitäten im Swaps- und Optionsmarkt, obwohl der Titel im laufenden Jahr trotz des Anstiegs noch rund 21% im Minus liegt.
  • NVDA – Nvidia (Intraday-Reaktion): Die Aktien von Nvidia zogen nach Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts kurzfristig um rund 0,4–0,5% an. Marktteilnehmer werten dies als Zeichen für anhaltende Stärke bei der Nachfrage nach KI- und Rechenzentrums-Hardware, trotz wachsender Diskussionen über die Nachhaltigkeit des Investitionsbooms.
  • NFLX – Netflix/Warner Bros. Discovery: Netflix steht im Fokus, seit Pläne für eine mögliche Übernahme der Streaming- und Studio-Sparte von Warner Bros. Discovery bekannt wurden, die die Aktie zeitweise belasteten. Neue Berichte von Semaphore deuten nun auf wachsenden Widerstand in Washington gegen einen solchen Deal hin, was bei einem Scheitern der Transaktion die Netflix-Aktie tendenziell stützen könnte.
  • NAVAN – Navan: Die Papiere des Geschäftsreise- und Spesenplattform-Anbieters Navan gaben nach der Vorlage des ersten Quartalsberichts als börsennotiertes Unternehmen deutlich nach. Für Verunsicherung sorgte zusätzlich die überraschende Ankündigung des CFO-Abgangs, während der Broker Needham die ausgegebene Prognose als sehr konservativ einstufte.
  • LEN – Lennar: Lennar gehört zu den größten Positionen im Fonds von Goodhaven Capital Management, dessen Manager Patkowski langfristig optimistisch für den US-Einfamilienhausmarkt ist. Das Unternehmen hat seine Bilanz durch die Auslagerung eines Großteils des Landes in die Gesellschaft Milrose gestrafft, um über den gesamten Zyklus hinweg höheren freien Cashflow und bessere Kapitalrenditen zu erzielen, auch wenn die kurzfristigen Quartalszahlen eher verhalten ausfallen könnten.
  • MU – Micron (Ausblick/Erwartungen): Für Micron werden starke Zahlen erwartet, da Analysten von einem Übertreffen der Umsatz- und Gewinnprognosen ausgehen. Steigende Speicherpreise und ein bis voraussichtlich 2027 anhaltender Angebotsengpass, getrieben durch KI-Nachfrage, stützen den Optimismus, auch wenn eine vorübergehende Abkühlung durch Lageraufbau bei Kunden zu Beginn des nächsten Jahres möglich erscheint.
  • ZF – Zscaler (zweite Referenz, nur Kontext): Die positive Einschätzung zu Zscaler spiegelt die zunehmende Bedeutung von Cloud-Security in einer Welt wider, in der Unternehmen ihre IT-Infrastrukturen verstärkt in Richtung Zero-Trust-Architekturen transformieren. Analysten sehen Spielraum für weiteres Wachstum, da sich Sicherheitsbudgets trotz makroökonomischer Unsicherheiten als relativ widerstandsfähig erweisen.

KALENDER Firmen & Unternehmen

EARNINGS

  • MICRON (MU): Quartalszahlen – Mittwochabend, nach US-Börsenschluss
  • LENNAR (LEN): Quartalszahlen – heute Abend, nach US-Börsenschluss

MAKRO

  • USA VERBRAUCHERPREISE (CPI): Donnerstag, 14:30 Uhr MEZ – vor Eröffnung der Wall Street

IM BLICKPUNKT

  • BMO Capital zu AMZN: Bestätigt Kaufempfehlung für Amazon und hebt das Kursziel auf 304 Dollar an, gestützt auf die Erwartung, dass das Wachstum bei Amazon Web Services im Cloud-Bereich auf rund 39–40% anziehen wird.
  • BMO Capital zu GOOGL: Stuften Google erneut mit „Kaufen“ ein und erhöhten das Kursziel auf 343 Dollar, da sie mit einer Beschleunigung des Cloud-Wachstums sowie zusätzlichen Impulsen durch Waymo und neue Initiativen im Immobilienbereich rechnen.
  • Mizuo zu TSLA: Hebt das Kursziel für Tesla auf 530 Dollar an und verweist auf den Beginn einer neuen Ära durch Robotaxis und autonome Fahrfunktionen, die zunächst in Austin, Texas, und perspektivisch in weiteren Städten ohne Sicherheitsfahrer getestet werden sollen.
  • Wedbush zu TSLA: Setzt ein Street-High-Kursziel von 600 Dollar für Tesla und betont die strategische Bedeutung von Robotics und Full Self-Driving als nächste Wachstumswelle für den Konzern.
  • Mizuo zu ZS: Stuften Zscaler von einer neutralen Einstufung auf Outperform hoch und sehen mit einem neuen Kursziel von 310 Dollar weiteres Aufwärtspotenzial, da die Nachfrage nach Cloud-Security und Zero-Trust-Lösungen hoch bleibt.
  • Morgan Stanley zu ROKU: Vergab ein doppeltes Upgrade für Roku von Underweight auf Overweight, da sich das Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte 2025 beschleunigt, die Nutzerbasis zunimmt und die Partnerschaften im Streaming-Ökosystem vertieft werden.
  • Bank of America zu EL: Setzt für Estee Lauder ein neues Street-High-Kursziel von 130 Dollar bei einer Kaufempfehlung und sieht das Unternehmen als Top-Pick im Beauty-Sektor für 2026, getragen vom „Beauty reimagined“-Plan und einer erwarteten Erholung des Beauty-Marktes in den USA und China.
  • Jefferies zu OPRA/OPTA: Jefferies stuft Opta von „Hold“ auf „Buy“ hoch und erhöht das Kursziel von 90 auf 125 Dollar, da eine bessere Go-to-Market-Ausführung, eine Stabilisierung im Kundendaten-Geschäft und wachsende Nachfrage nach agentic AI das Wachstum über den aktuellen Konsens treiben könnten.
  • Unbenannter Broker zu ORCL: Ein Sprecher rät angesichts des negativen Free Cashflows, der auf fast 10 Milliarden Dollar im letzten Quartal anwuchs, und der auf 88,309 Milliarden Dollar gestiegenen Nettoverschuldung klar zum Verkauf der Oracle-Aktie.
  • Marktkommentar zu NVDA/AI-Sektor: Analysten verweisen darauf, dass Nvidia mit einem Marktanteil von rund 80% an KI-Chips der größte Profiteur eines Investitionszyklus von über 200 Milliarden Dollar im Hyperscaler-Sektor bleibt, warnen jedoch vor zunehmender Hebelung und potenziell ineffizientem Kapitaleinsatz im KI-Bereich insgesamt.