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Warner Bros. Discovery: Bieterduell – Netflix & Paramount

KURZ & KNAPP

Warner Bros. Discovery steht im Zentrum eines milliardenschweren Bieterduells zwischen Netflix und Paramount Skydance, abgesichert durch Larry Ellison. Die Angebote heben den wahrgenommenen Wert der Warner-Inhalte deutlich an und könnten die globale Medienlandschaft neu ordnen. Parallel treibt Novo Nordisk mit der FDA-Zulassung einer oralen Wegovy-Version den Boom bei Abnehmmedikamenten an. Rivalin Eli Lilly gerät damit bei GLP‑1-Pillen zeitlich unter Zugzwang.

An den US-Börsen deuten die Futures auf leichte Verluste hin, während Tech- und KI-Werte nach der jüngsten Rallye konsolidieren. Nvidia, TSMC und Speicherchip-Hersteller wie Micron bleiben zentrale Treiber des KI-Infrastrukturbooms. Kryptos wie Bitcoin und Ether geben Gewinne ab, während Gold, Silber und andere Rohstoffe eine breite Hausse verzeichnen.

In Europa rückt Siemens Energy mit seinem Turnaround und der Auszeichnung für CEO Christian Bruch in den Vordergrund. Die asiatischen Leitindizes Nikkei 225, China A50 und Hang Seng zeigen ein gemischtes Bild. Makroseitig prägen Zinsfantasie rund um die Federal Reserve, mögliche weitere Zinssenkungen und die Debatte um den künftigen Fed-Vorsitz 2026 die Stimmung.

RÜCKSPIEGEL

Die US-Futures tendieren vorbörslich leicht schwächer: Der NASDAQ 100 steht bei 25.461 Punkten (-0,15%), der breite S&P 500 bei 6.878 Punkten (-0,09%). Im Fokus stehen Tech- und KI-Werte, nachdem die Rallye der vergangenen Wochen erste Ermüdungserscheinungen zeigt. Unter den Einzeltiteln geben vor allem Streaming- und KI-Schwergewichte leicht nach, während klassische Medien- und Pharmawerte zulegen.

In Asien zeigt sich ein gemischtes Bild: Der japanische Leitindex Nikkei 225 steigt auf 50.458 Punkte (+0,34%), gestützt von Tech- und Exportwerten. In China legt der China A50 auf 15.387 Punkte (+0,52%) zu, während der Hang Seng in Hongkong mit 25.783 Punkten (-0,33%) leicht nachgibt. Belastend wirken dort die anhaltende Schwäche im Immobiliensektor und Unsicherheit über weitere Eingriffe Pekings.

Am Kryptomarkt konsolidiert Bitcoin bei 87.482,20 (-0,89%), während Ether (ETHUSD) auf 2.963,84 (-0,79%) fällt – nach der massiven Rallye der letzten Monate nehmen Anleger Gewinne mit. In Europa deutet der DAX 40 mit 24.339 Punkten (+0,05%) auf einen ruhigen Start hin, die Wall Street-Vorgaben sind leicht negativ, aber ohne klare Trendvorgabe.

DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

Warner Bros. Discovery (WBD) – Wer gewinnt den Milliarden-Bieterkrieg?

Die Aktie von Warner Bros. Discovery (WBD, $28,74, +3,53%) steht im Zentrum eines der spektakulärsten Bieterkriege der jüngeren Mediengeschichte. Paramount Skydance hat sein Übernahmeangebot massiv aufgerüstet und wird nun durch eine persönliche Eigenkapitalgarantie von Oracle-Chairman Larry Ellison über rund 40 Milliarden Dollar untermauert. Parallel dazu liegt ein konkurrierendes Deal-Konstrukt mit Netflix (NFLX, $93,28, -1,23%) auf dem Tisch, das WBDs Filmstudio- und Streaming-Sparte mit knapp 83 Milliarden Dollar bewertet. Der Markt interpretiert den eskalierenden Bieterwettstreit als klares Signal, dass die Inhalte-Bibliothek von Warner Bros. Discovery erheblich unterbewertet war. Kommentatoren wie Jim Cramer verweisen darauf, dass die Aktie bei 7 Dollar als „dirt cheap“ galt und das intern kommunizierte Kursziel von CEO David Zaslav von 34 Dollar nun wieder realistischer erscheint.

Mit dem nachgebesserten Gebot reagiert Paramount auf Bedenken des WBD-Boards, das die Finanzierungssicherheit des ursprünglichen Angebots in Frage gestellt hatte. Neben der 40-Milliarden-Garantie von Larry Ellison wurde auch die potenzielle Auflösungsgebühr auf 5,8 Milliarden Dollar angehoben, um mit den Konditionen des Netflix-Deals gleichzuziehen. Zwar erhöht Paramount den Barpreis von 30 Dollar je Aktie nicht, doch die klarere Finanzierungslinie verbessert laut Beobachtern die Position im Bieterrennen deutlich. An den Wettmärkten wie Polymarket bleibt Netflix mit einer Sieg-Wahrscheinlichkeit von um die 60% zwar Favorit, doch Paramount holt sichtbar auf. Das Warner-Board prüft die neuen Offerten, hält offiziell aber noch an der Empfehlung zugunsten der Netflix-Transaktion fest.

Strategisch geht es beiden Bietern um dasselbe: Kontrolle über Premium-Content im Streaming- und KI-Zeitalter. Bibliotheken mit tausenden Filmen und Serien gelten als Rohstoff für personalisierte Streaming-Bundles und für KI-Systeme, die Inhalte kuratieren und neu kombinieren. Der Ausgang der Übernahmeschlacht dürfte die globale Medienlandschaft neu sortieren und könnte als Blaupause für weitere Konsolidierungen im Sektor dienen. Für Aktionäre von Warner Bros. Discovery geht es kurzfristig um die Frage, welcher Bieter das attraktivere Chance-Risiko-Profil bietet – stabilere Bilanz bei Netflix versus aggressives Wachstumsszenario bei Paramount Skydance mit Ellison-Rückenwind. Klar ist bereits jetzt: Der von David Zaslav bewusst angefachte Bieterwettstreit hat den versteckten Wert der Warner-Assets offengelegt und den Druck auf andere Medienkonzerne erhöht, ihre Portfolios strategisch zu schärfen.

Novo Nordisk (NOVO-B.CO) und Eli Lilly (LLY) – Wer dominiert den Pillen-Boom bei Abnehmmedikamenten?

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk (NOVO-B.CO) sorgt mit einem Meilenstein im Abnehmmedikamente-Markt für Furore: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Tabletten-Version von Wegovy auf Basis des Wirkstoffs Semaglutid zur Gewichtsreduktion zugelassen. In Studien verloren Patienten mit der neuen Wegovy-Pille im Durchschnitt rund 16,6% ihres Körpergewichts, was den bisherigen Injektionspräparaten eine komfortable und alltagstaugliche Alternative zur Seite stellt. Die Aktie von Novo Nordisk reagierte nachbörslich mit Kursgewinnen von über 5%, in der Spitze waren sogar rund 10% Plus zu sehen. Die Markteinführung in den USA ist bereits für Anfang Januar geplant und dürfte das Wachstum im boomenden GLP‑1-Segment zusätzlich beschleunigen.

Mit der oralen Wegovy-Version sichert sich Novo Nordisk einen strategischen Vorsprung im Wettbewerb mit Eli Lilly (LLY, $1068,10, +0,47%), dessen eigenes orales Anti-Adipositas-Mittel voraussichtlich bis März grünes Licht von der FDA erhalten könnte. Analysten sehen den Pionierstatus bei den Tabletten-Präparaten als wichtigen Hebel, um Marktanteile zu verteidigen und Preissetzungsmacht zu stärken, da viele Patienten Pillen gegenüber Spritzen klar bevorzugen. Für Eli Lilly, bisher engster Rivale bei GLP‑1-Injektionen, steigt damit der Druck, zügig nachzuziehen und seine eigene orale Pipeline zu kommerzialisieren. Der gesamte Sektor der Gewichtsreduktionsmedikamente bleibt damit einer der dynamischsten Wachstumsmärkte im globalen Gesundheitswesen und entwickelt sich immer stärker zu einem Duopol zwischen Novo Nordisk und Eli Lilly.

Nvidia (NVDA) und TSMC (TSM) – Wie sichern sie ihre Vormachtstellung im KI-Chip-Zeitalter?

Der KI-Chip-Gigant Nvidia (NVDA, $182,68, +1,49%) bleibt Dreh- und Angelpunkt der globalen KI-Infrastruktur – sowohl technologisch als auch geopolitisch. Berichten zufolge bereitet Nvidia den Versand von bis zu 80.000 H200-KI-Chips nach China für Mitte Februar vor, nachdem die US-Regierung entsprechende Verkäufe genehmigt hat. Der adressierbare Markt in China wird auf bis zu 20 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt, was das Wachstumspotenzial trotz Exportkontrollen unterstreicht. Parallel dazu stellt Nvidia mit der neuen Grace Blackwell-Plattform auf ARM-basierte CPUs um und verspricht, generative KI-Modelle mit bis zu 25-mal weniger Energie als bisher betreiben zu können – ein entscheidender Faktor angesichts der explodierenden Stromkosten von Rechenzentren.

Gefertigt werden die High-End-GPUs weiterhin fast ausschließlich bei TSMC (TSM, $293,50, +1,50%) in Taiwan, was den taiwanischen Auftragsfertiger zum unverzichtbaren Glied in der KI-Wertschöpfungskette macht. Die Lithografiesysteme stammen dabei von ASML aus den Niederlanden, sodass die gesamte Lieferkette stark konzentriert und politisch sensibel ist. Experten wie Mustafa Suleiman betonen, dass ohne Zugang zu Nvidia-GPUs moderne KI-Modelle kaum trainierbar sind, was den USA ein mächtiges Instrument in der Technologiekonkurrenz mit China gibt. Gleichzeitig dringt Nvidia mit Investments in Start-ups wie Inceptive, das generative KI für RNA-basierte Medikamente nutzt, immer tiefer in vertikale Anwendungen wie Biotechnologie vor. Projekte wie der „digitale Zwilling der Erde“ (Art2) unterstreichen den Anspruch, nicht nur Hardware-Lieferant zu sein, sondern wissenschaftliche Durchbrüche in Klima- und Wetterforschung aktiv voranzutreiben.

Siemens Energy (ENR.DE) – Wie gelang das Comeback an der Börse?

Siemens Energy (ENR.DE, $119,25, -0,75%) hat in den vergangenen zwei Jahren eine der beeindruckendsten Turnaround-Stories im DAX hingelegt. Nach einem historischen Tiefstand von unter 10 Euro hat sich der Kurs mehr als verzehnfacht, getrieben von einer tiefgreifenden Neuausrichtung des Konzerns. Unter CEO Christian Bruch wurde insbesondere die kriselnde Windturbinen-Tochter Gamesa restrukturiert: Management ausgetauscht, Prozesse neu aufgesetzt und deutlich strengere Qualitätsstandards eingeführt. Die Auftragsbücher des Energietechnik-Spezialisten sind inzwischen wieder gut gefüllt, da weltweit massiv in Energieeffizienz und Versorgungssicherheit investiert wird.

Für diese Transformation wurde Christian Bruch von einer Handelsblatt-Jury zum „Manager des Jahres 2025“ gewählt – ein Symbol für das wiedergewonnene Vertrauen des Marktes. Der Konzern profitiert davon, dass Regierungen und Versorger angesichts der KI-getriebenen Stromnachfrage und geopolitischer Spannungen verstärkt auf resilientere Netze und moderne Kraftwerkstechnik setzen. Trotz des jüngsten leichten Kursrückgangs sehen viele Investoren Siemens Energy nun strukturell besser positioniert als vor der Krise. Entscheidend für die nächste Phase wird sein, ob die neuen Qualitätsprozesse bei Gamesa halten und die Profitabilität im Wind-Geschäft nachhaltig steigt.

Netflix (NFLX) und Warner Bros. Discovery (WBD) – Wer setzt sich im Streaming-Poker durch?

Die Aktie von Netflix (NFLX, $93,28, -1,23%) geriet unter Druck, nachdem das nachgebesserte Übernahmeangebot von Paramount Skydance für Warner Bros. Discovery (WBD, $28,74, +3,53%) bekannt wurde. Trader bei „Fast Money“ diskutierten, ob der nun eskalierende Bieterwettstreit die Bewertung von Netflix relativ weniger attraktiv erscheinen lässt, da Paramount sein finanzielles Commitment mit der Ellison-Garantie deutlich erhöht. Gleichzeitig wird betont, dass das Warner-Board trotz des verbesserten Paramount-Angebots formal weiterhin eine Fusion mit Netflix empfiehlt. Die saubere Bilanz und der starke freie Cashflow von Netflix gelten im Markt als gewichtiges Argument für eine langfristig tragfähige Transaktion.

Für Warner Bros. Discovery ist der Wettbewerb zwischen den Bietern ein deutliches Wert-Signal und stärkt die Verhandlungsposition von CEO David Zaslav. Kommentatoren wie Jim Cramer verweisen auf das erhebliche Aufholpotenzial der WBD-Aktie, falls eines der Angebote vollständig umgesetzt wird. Der Ausgang des Deals dürfte bestimmen, ob Netflix seine Stellung als dominanter globaler Streaming-Anbieter über einen großen Zukauf zementiert – oder ob ein kombinierter Paramount-Warner-Konzern mit Ellison-Kapital zu einem neuen Schwergewicht heranwächst. Für Investoren im Mediensektor bleibt die Story damit ein zentrales Katalysatorthema für 2026.

KURZNEWS

  • GOOGL – Alphabet: Alphabet übernimmt den Clean-Energy-Entwickler Intersect Power für insgesamt rund 4,75 Milliarden Dollar inklusive Schulden, um die Stromversorgung für seine rasant wachsenden KI-Datenzentren langfristig abzusichern. Der Deal unterstreicht die Strategie, Energieversorgung vertikal zu integrieren, da die alternden US-Stromnetze den sprunghaft steigenden Bedarf kaum decken können.
  • FSLR – First Solar: Die Aktie von First Solar profitierte deutlich von der Übernahme von Intersect Power durch Alphabet, da Intersect ein historisch wichtiger Kunde mit laufenden Lieferverträgen von 2025 bis 2029 ist. Mit einem Tagesplus von rund 6,6% war First Solar der größte Gewinner im S&P 500.
  • CEG – Constellation Energy: Der Versorger Constellation Energy legte im Fahrwasser der positiven Stimmung rund um den Google-Intersect-Deal zu. Investoren setzen verstärkt auf Stromerzeuger, die vom Ausbau von Rechenzentren und dem KI-Boom profitieren.
  • BTC-USD – Bitcoin: Bitcoin notiert bei 87.482,20 (-0,89%) und gibt einen Teil der jüngsten Gewinne ab. Analyst Mike McGlone bleibt skeptisch und erwartet eine Rückkehr in Richtung 50.000 Dollar, da er das Aufwärtspotenzial über 100.000 Dollar hinaus für begrenzt hält.
  • ETH-USD – Ethereum: Ether (ETHUSD) steht bei 2.963,84 (-0,79%) und folgt damit der leichten Schwäche am Kryptomarkt. Die Abflüsse aus Bitcoin-ETFs und die wachsende Konkurrenz durch neue Token belasten die gesamte Anlageklasse.
  • GLD – Gold: Gold setzt seine Rekordrallye fort und steuert auf das beste Jahr seit 1979 zu, mit einem Anstieg von rund 65–70%. Experten warnen jedoch vor Überhitzung, da der Preis fast 100% über dem 60-Monats-Durchschnitt liegt und eine Korrektur in Richtung 3.500 Dollar möglich sei.
  • SLV – Silber: Silber markiert ebenfalls neue Rekordstände – der Jahresanstieg liegt bei rund 100–110% in Euro. Anleger nutzen das Edelmetall zunehmend als Hebelwette auf die Goldhausse und als Inflationsschutz.
  • NVDA – Nvidia: Nvidia (NVDA, $182,68, +1,49%) gehörte erneut zu den Gewinnern im KI-Sektor und gilt trotz „nur“ Platz 83 nach Kursperformance als größter Beitragszahler zur Rendite des S&P 500. OpenAI-CFO Sarah Friar bestätigte, dass das Unternehmen weiterhin massiv Nvidia-Chips ordert und auf Multi-Cloud-Strategien setzt.
  • AMD – Advanced Micro Devices: AMD profitierte stark von der Ankündigung einer erweiterten Partnerschaft mit OpenAI, inklusive der Option, dass OpenAI sogar als Investor einsteigt. Die Chips des Konzerns werden als wichtiger Baustein zur Diversifizierung der KI-Compute-Landschaft eingesetzt.
  • MRVL – Marvell Technology: Marvell Technology erhielt eine Kaufempfehlung der Citigroup, was die Stimmung für den Titel weiter aufhellte. Das Unternehmen wird als Profiteur des massiven Ausbaus von KI-Rechenzentren gehandelt.
  • ORCL – Oracle: Oracle profitierte von Berichten, dass OpenAI bis zu 100 Milliarden Dollar Kapital aufnehmen will und damit ein Teil des Investitionsdrucks auf den Cloud-Partner abnimmt. Gleichzeitig sorgt der Einsatz von Larry Ellison’s Privatvermögen zur Absicherung des Paramount/WBD-Deals für Stirnrunzeln, da die Oracle-Aktie nach Sorge um Finanzierungskapazitäten bereits um rund 45% gefallen ist.
  • RKLB – Rocket Lab: Rocket Lab sprang um rund 9,9%, nachdem das Unternehmen seinen bisher größten Einzelauftrag über den Bau von 18 Satelliten meldete. Der Deal stärkt die Position von Rocket Lab als ernsthaften Wettbewerber im Small-Satelliten- und Launch-Geschäft.
  • JAN – Janus Henderson: Der Vermögensverwalter Janus Henderson wird für 7,4 Milliarden Dollar von einem Konsortium um Nelson Peltz (Trian) und General Catalyst von der Börse genommen. Kommentatoren wie Jim Cramer sehen darin ein Muster für 2026: Firmen, die massiv in KI investieren müssen, ziehen sich lieber aus dem öffentlichen Markt zurück, um kurzfristigen Gewinnzwang zu umgehen.
  • BAC – Bank of America: Brian Moynihan, CEO der Bank of America, zeigt sich für 2026 konstruktiv und rechnet mit einem Anstieg des US-BIP-Wachstums auf rund 2,4%. Haupttreiber seien die massiven Investitionen in KI-Rechenzentren und die damit verbundene Infrastruktur.
  • MU – Micron Technology: Die starken Prognosen von Micron sorgten für Rückenwind im gesamten Speicherchip-Segment. Laut Jim Cramer zählen Speicherwerte wie Micron, Western Digital und Seagate zu den Top-Performern des Jahres mit Kursgewinnen von teils über 200%.
  • CLX – Costco (indirekt Kirkland): Die Eigenmarke Kirkland Signature von Costco erzielte 2023 einen Umsatz von etwa 58 Milliarden Dollar und hat sich zu einer Kultmarke entwickelt. Gleichzeitig äußert sich Jim Cramer kritisch zur hohen Bewertung der Costco-Aktie (KGV rund 41) und hat seine Position aufgrund der schwächeren Raten bei Mitgliedschaftsverlängerungen teilweise reduziert.
  • Rohstoffe – breiter Markt: Die Rohstoffmärkte erleben eine breite Rallye: Gold handelt nahe 4.460 Dollar, Silber bei rund 69,30 Dollar und auch Kupfer markiert Rekordstände. Zusätzlich ziehen Agrarrohstoffe wie Kaffee und Mais sowie Öl an, da Anleger verstärkt auf Sachwerte und Inflationsschutz setzen.
  • Makro – US-Zinsen: Die Rendite der 10-jährigen US-Treasury liegt bei rund 4,15%, nachdem im Jahresverlauf ein Tief bei 3,88% markiert wurde. Der schwächere Arbeitsmarkt mit im Schnitt nur 17.000 neuen Stellen pro Monat verschafft der US-Notenbank Federal Reserve Spielraum für weitere Zinssenkungen.
  • Makro – Fed & Politik: Fed-Gouverneur Stephen Myron warnt, dass ohne zusätzliche Zinssenkungen 2026 eine Rezession drohen könnte, verweist aber zugleich auf eine bereits spürbare Normalisierung am Arbeitsmarkt. Die Märkte blicken zudem auf die anstehende Neubesetzung des Fed-Vorsitzes durch Präsident Donald Trump, wobei Kevin Warsh als favorisierter Kandidat mit hoher Glaubwürdigkeit an der Wall Street gilt.

KALENDER Firmen & Unternehmen

EARNINGS

    MAKRO

      IM BLICKPUNKT

      • Makro zu KI-Sektor: Die Skepsis gegenüber dem KI-Sektor hat laut Marktbeobachtern spürbar nachgelassen, nachdem starke Prognosen von Speicherchip-Herstellern wie Micron führende Halbleiterwerte wie Nvidia, Broadcom und AMD jeweils um rund 4% nach oben trieben. Dies stützt die These, dass die Nachfrage nach KI-Hardware strukturell hoch bleibt und mögliche Bewertungsrisiken vorerst in den Hintergrund treten.
      • Jim Cramer zu Speicherchips: Jim Cramer hebt hervor, dass Speicherhersteller wie Micron, Western Digital und Seagate zu den Top-Performern im S&P 500 des Jahres zählen – mit Kursgewinnen von über 200%. Sie profitieren besonders von der KI-getriebenen Nachfrage und einer Angebotsknappheit bei Kapazitäten.
      • M&A-Ausblick 2026: Investmentbanken wie Goldman Sachs (+57%), Morgan Stanley (+43%) und JPMorgan (+35%) schauen auf ein „Bonanza“-Jahr zurück, getragen von der Erwartung einer deal-freundlicheren Regulierung unter Präsident Donald Trump. Jim Cramer erwartet, dass Übernahmen und Fusionen 2026 ein zentraler Treiber des Bullenmarktes sein werden und durch Delistings die Angebotsseite bei Aktien verknappen.
      • Mike McGlone zu Aktien & Gold: Rohstoffstratege Mike McGlone warnt vor erheblichen Risiken für den Aktienmarkt im Jahr 2026, da die Volatilität (VIX) mit rund 11% extrem niedrig ist und historisch oft vor Phasen erhöhter Turbulenzen stand. Dass Gold gleichzeitig mit Rekordtempo steigt, wertet er als Warnsignal und hält eine negative Jahresperformance des S&P 500 für möglich, während Gold als potenzieller Outperformer gesehen wird.
      • Mike McGlone zu Bitcoin: Für Bitcoin bleibt Mike McGlone skeptisch und erwartet eine Rückkehr zum langfristigen Mittelwert um 50.000 Dollar, mit begrenztem Potenzial deutlich über 100.000 Dollar. Das Verhältnis von Bitcoin zu Gold ist auf etwa 19 Unzen gefallen, und McGlone rechnet eher mit einer Bewegung Richtung 10 als über 30, was er als bärisches Signal für die Kryptowährung interpretiert.

      Nike nach China-Schock: Turnaround-Story – Oracle & Microsoft

      KURZ & KNAPP

      Nike steht nach schwachen Quartalszahlen und einem deutlichen Einbruch in China unter Druck, mehrere Analysten sprechen dennoch von einer möglichen Turnaround-Story. Die Marge bröckelt, Lagerbestände und Zölle belasten, während CEO Elliott Hill an einem länger angelegten Strategiewechsel arbeitet. Parallel sorgt der mögliche TikTok-Deal für neue Fantasie bei Oracle, das sich als Infrastrukturpartner der US-Daten und Cloud-Drehscheibe für KI positionieren will. Auch Microsoft und Nvidia profitieren weiter vom OpenAI-Hype und gigantischen Rechenzentrumsplänen.

      Der Artikel beleuchtet zudem den Rüstungsboom bei Rheinmetall nach einem neuen Bundeswehr-Großauftrag. Bei Siemens Energy rückt der wachsende Strombedarf der KI-Rechenzentren als möglicher Kurstreiber in den Vordergrund. Kurznews reichen von Entwicklungen bei Puma, FedEx und Coinbase bis zu Einschätzungen von Goldman Sachs und Morgan Stanley zu Gold und Rohstoffen.

      Auf der europäischen Seite stehen Banken wie Raiffeisen Bank International, Deutsche Bank und Banco BPM im Rampenlicht, die von Analysten vor allem mit Blick auf Kapitalquoten, Konsolidierung und Russland-Engagement bewertet werden. In Deutschland sorgt der Milliardenauftrag für Rheinmetall für Schlagzeilen. Makroseitig richten sich die Blicke auf die US-PCE-Inflationsdaten und eine geplante EU-Finanzhilfe für die Ukraine, die das Marktumfeld zusätzlich prägen.

      AUSBLICK US-Märkte

      • Analysten zu NKE: Mehrere Häuser bestätigen trotz gesenkter Erwartungen eine positive Langfristsicht auf Nike (NKE) und verweisen auf den laufenden Turnaround unter CEO Elliott Hill. Kursziele bleiben überwiegend im Bereich von 90 bis 115 Dollar, wobei die Analysten Geduld bis mindestens 2026 einfordern.
      • Deutsche Bank zu BMW: Für BMW (BMW) werden Kursziele jenseits von 115 Euro bis hin zu 130 Euro im Jahr 2026 genannt, gestützt durch ein neues Aktienrückkaufprogramm über 625 Millionen Euro. Charttechnisch unterstreicht eine große inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation die angenommene Bodenbildung.
      • Analysten zu DHL Group: Die DHL Group (DHL) wird als Profiteur einer Erholung der Konsumnachfrage und des weiterhin starken E-Commerce gesehen. Kursziele von 55 bis 56 Euro im ersten Quartal würden einem Upside von etwa 20–25% vom aktuellen Niveau entsprechen.
      • Analysten zu Süss Microtec: Bei Süss Microtec (SMHN) sehen Experten nach operativ soliden Zahlen trotz kassierter Jahresprognose ein technisches Ausbruchsszenario. Erste Kursziele liegen bei rund 47 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 21% entspricht.
      • Goldman Sachs zu Gold: Goldman Sachs stuft Gold im Rohstoffsektor klar bevorzugt ein und erwartet bis 2026 einen Preis von etwa 4.900 Dollar pro Unze. Begründet wird dies mit erwarteten Zinssenkungen der Federal Reserve und anhaltenden ETF-Zuflüssen.
      • Morgan Stanley zu Rohstoffen: Morgan Stanley zeigt sich für Gold ähnlich optimistisch mit einem Kursziel von rund 4.800 Dollar und sieht zusätzlich Aufwärtspotenzial bei Kupfer und Lithium. Für Öl (Brent) rechnet die Bank hingegen mit einem durchschnittlichen Preis von nur etwa 56 Dollar im Jahr 2026.
      • Analysten zu PayPal: Bei PayPal (PYPL) verweisen Analysten auf ein erwartetes Gewinnwachstum von rund 40% bis 2027 bei gleichzeitig niedrigem KGV von etwa 10. Im Vergleich zu Peers wie Block, Visa und Mastercard gilt die Aktie damit als deutlich unterbewertet.
      • Analysten zur Raiffeisen Bank International: Die Raiffeisen Bank International (RBI) wird mit einem KGV von rund 6 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,6 als klar unterbewertet gegenüber der europäischen Peergroup eingeschätzt. Analysten heben die solide Kapitalausstattung hervor und sehen zusätzlich Fantasie bei einer möglichen Lösung des Russland-Engagements.
      • Analysten zu Banco BPM: Banco BPM (BAMI) steht im Zentrum der erwarteten italienischen Bankenkonsolidierung und wird von Analysten mit einem KGV von rund 10 und einer Dividendenrendite von 5–6% als attraktiv bewertet. Die Fantasie um eine mögliche Fusion mit Monte dei Paschi und Mediobanca zu einem dritten Großplayer treibt die Bewertung.
      • Analysten zur Deutschen Bank: Die Deutsche Bank (DBK) hat ihren Kurs 2025 nahezu verdoppelt, und Analysten sehen dank der Strategie bis 2028 mit einer Eigenkapitalrendite von über 10% weiteres Potenzial. Der Ausbruch über die Marke von rund 31,95 Euro gilt charttechnisch als wichtiges Kaufsignal.

      DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

      Nike (NKE) – Turnaround-Chance oder Value Trap nach dem China-Schock?

      Nike (NKE, $59,10, -0,09%) steht nach enttäuschenden Quartalszahlen und einem drastischen China-Rückgang massiv unter Druck. Die Bruttomarge sank auf 40,6%, rund drei Prozentpunkte unter Vorjahr, während der Umsatz nur um +1% auf 12,4 Milliarden Dollar zulegte und der Gewinn auf etwa 800 Millionen Dollar nahezu um ein Drittel einbrach. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Einbruch von mehr als 10% und dürfte um die 60-Dollar-Marke den Handel aufnehmen. Besonders belastend wirkt das Geschäft in Greater China, wo die Erlöse um 17% zurückgingen, sowie die Kultmarke Converse mit einem Einbruch von rund 30%. Trotz der schwachen Zahlen werten mehrere Analysten das aktuelle Niveau als möglichen Bodenbildungsprozess und sehen mittelfristig Kursziele zwischen 90 und 115 Dollar.

      Strategisch kämpft Nike an mehreren Fronten: In China hat der Konzern Probleme, überschüssige Altbestände abzubauen und gleichzeitig schnell genug neue, für den lokalen Geschmack maßgeschneiderte Produkte zu liefern. CEO Elliott Hill spricht von „mittleren Innings“ eines Turnarounds und will sich stärker auf Tier-1-Städte wie Peking und Shanghai fokussieren, während die Marke ihren Status als reine Lifestyle-Ikone zugunsten stärkerer Performance- und Tech-Orientierung neu justieren muss. Gleichzeitig belasten hohe Lagerbestände, verstärkte Rabattaktionen und Zölle auf die Produktion in Vietnam die Profitabilität; allein die Zollbelastung wird auf rund 1,5 Milliarden Dollar geschätzt und dürfte die Bruttomarge im laufenden Geschäftsjahr um bis zu 120 Basispunkte drücken. Positiv hebt das Management erste Fortschritte im nordamerikanischen Running-Segment und im Großhandel hervor, wo neue Partner wie Amazon und spezialisierte Laufhändler für Nachfrage sorgen. Allerdings verzichtet Nike weiterhin auf eine Gesamtjahresprognose und warnt vor weiteren Umsatzrückgängen in den kommenden Quartalen.

      Für Anleger stellt sich die Frage, ob der aktuelle Absturz eine Einstiegschance darstellt oder ob der Umbau länger und schmerzhafter verläuft als bisher eingepreist. Mehrere Langfrist-Investoren betonen, dass Produktzyklen von 18 bis 24 Monaten bedeuten, dass sich neue Kollektionen und Innovationen erst 2026 vollständig in Umsatz und Margen niederschlagen werden. In China rechnet das Management mindestens in den nächsten zwei Quartalen mit weiteren Rückgängen im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich, während der US-Markt bereits Zeichen einer Stabilisierung zeigt. Analysten, die Nike als Turnaround-Story sehen, verweisen auf bereinigte Lagerbestände in Nordamerika, eine schrittweise Verbesserung der Bruttomargen (ex Zölle) und eine stärkere Fokussierung auf Performance-Sport als Basis für eine spätere Lifestyle-Renaissance. Für kurzfristig orientierte Anleger bleiben die fehlende Visibilität und die anhaltende Schwäche in China allerdings ein erhebliches Risiko, zumal Wettbewerber mit technisch orientierten Produkten Marktanteile gewinnen. Geduldige Investoren könnten laut Einschätzungen bis 2026 belohnt werden, falls Nike den Spagat zwischen Bereinigung, Innovation und Preissetzungskraft erfolgreich schafft.

      Oracle (ORCL) – Macht der TikTok-Deal die Aktie zum KI-Comeback-Kandidaten?

      Oracle (ORCL, $188,09, +0,88%) erlebt nach monatelanger Schwäche einen spürbaren Stimmungsumschwung dank des geplanten TikTok-Deals. Eine von Oracle geführte Investorengruppe mit Silver Lake und MGX soll bis zu 50% an einem neuen US-Joint-Venture übernehmen, das die amerikanischen Aktivitäten von TikTok bündelt und mit rund 14 Milliarden Dollar bewertet wird. Oracle wird voraussichtlich etwa 15% an der Gesellschaft halten und sämtliche US-Nutzerdaten auf eigenen Servern hosten, während ByteDance rund 19,9% behält und den Algorithmus lizenziert. Vorbörslich legte die Aktie zeitweise um über +6% zu, nachdem bekannt wurde, dass China den Deal wohl akzeptieren könnte, da der Kern-Algorithmus Eigentum von ByteDance bleibt.

      Der Deal ist auch politisch brisant, da er ein drohendes TikTok-Verbot in den USA abwenden und zugleich als Erfolg für die nationale Sicherheit verkauft werden soll – Beobachter sprechen teils von einem „politischen Geschenk“ an Präsident Donald Trump. Für Oracle könnte die Vereinbarung zum Wendepunkt im KI-Narrativ werden, nachdem die Aktie seit September etwa die Hälfte ihres Wertes eingebüßt hatte und Sorgen über hohe Schulden von über 100 Milliarden Dollar und massive KI-Rechenzentrumsinvestitionen dominierten. Parallel erhielt ein gigantisches Rechenzentrumsprojekt in Michigan mit 1,4 Gigawatt Leistung, das Oracle gemeinsam mit OpenAI realisieren will, grünes Licht der Behörden – ein weiterer Baustein in der Positionierung als zentraler Infrastrukturanbieter der KI-Ökonomie. Da alle US-Daten von TikTok künftig auf Oracle-Servern liegen und der Konzern den Algorithmus auf US-Daten trainieren und überwachen soll, sehen viele Marktteilnehmer in dem Paket einen langfristig lukrativen Cloud- und Datenvertrag, der die Rolle von Oracle im KI-Ökosystem deutlich stärkt.

      Rheinmetall (RHM.DE) – Wie viel Aufwärtspotenzial bringt der 1,7-Milliarden-Bundeswehrauftrag?

      Rheinmetall (RHM.DE, €1547,50, -0,16%) hat sich mit einem neuen Milliardenauftrag eindrucksvoll im Rüstungsboom positioniert. Die Bundeswehr vergab ein Volumen von rund 1,7 Milliarden Euro für weltraumgestützte Aufklärungsdaten, das Rheinmetall in Kooperation mit dem Spezialisten ICEYE umsetzen soll. Der Auftrag untermauert die Rolle des Konzerns als zentralen Profiteur der deutschen Zeitenwende im Verteidigungsbereich und stützt den Kurs, der sich weiterhin stabil oberhalb der Marke von 1.500 Euro hält.

      Neben dem neuen Großprojekt treibt auch die geplante Veräußerung der Zivilsparte im ersten Quartal des kommenden Jahres die Fantasie, da sich Rheinmetall damit noch fokussierter als reiner Defense- und Sicherheitskonzern aufstellen könnte. Marktbeobachter spekulieren zudem auf einen möglichen Aktiensplit, um die Handelbarkeit der im absoluten Kursniveau sehr teuren Aktie zu verbessern und zusätzliche Anlegerkreise zu erschließen. Zusammengenommen nähren der Großauftrag, das Portfolio-Refining und die Split-Fantasie Erwartungen, dass Rheinmetall auch nach der starken Rally der vergangenen Jahre noch weiteres Kurspotenzial bieten könnte.

      Siemens Energy (ENR.DE) – Wird der KI-Stromhunger zum versteckten Kurstreiber?

      Siemens Energy (ENR.DE, €119,45, -0,13%) rückt als indirekter Profiteur des KI-Booms verstärkt ins Rampenlicht. Der gigantische Energiehunger neuer Rechenzentren, die für Anwendungen von OpenAI und Co. gebaut werden, lenkt Investoren-Blicke zunehmend auf Versorger- und Energietechniktitel, die beim Ausbau der Strominfrastruktur eine Schlüsselrolle spielen. Entsprechend konnte die Aktie die Verluste der Vortage zuletzt wieder wettmachen und zeitweise über 121 Euro klettern, getrieben von der Sektorstärke im Umfeld der Nasdaq-Rally.

      Am aktuellen Verfallstag fungiert Siemens Energy zudem als Paradebeispiel für Hexensabbat-Volatilität: Marktteilnehmer berichten von täglichen Schwankungsbreiten von 5 bis 6 Euro, während Stillhalter offenbar versuchen, die Abrechnung in den Zonen um 115, 120 oder 125 Euro zu „pinnen“. Kurzfristig überlagert diese technische Dynamik zwar die Fundamentalerzählung, doch mittel- bis langfristig bleibt die Story vom strukturell steigenden Strombedarf durch KI-Rechenzentren ein wichtiger Investmenttreiber für Siemens Energy und den gesamten Energiesektor.

      OpenAI-Hype treibt Microsoft (MSFT) und Nvidia (NVDA) – Kippt der KI-Boom am Flaschenhals Energie?

      Microsoft (MSFT, $488,05, +1,65%) und Nvidia (NVDA, $176,61, +1,87%) profitieren weiter vom massiven Kapitalzufluss in die KI-Ökonomie rund um OpenAI. Berichten zufolge plant OpenAI eine neue Finanzierungsrunde über bis zu 100 Milliarden Dollar, die die Bewertung des Unternehmens auf bis zu 830 Milliarden Dollar heben könnte – eine Größenordnung, die es an die Schwelle zur Billionenmarke bringt. Die Umsätze von OpenAI sollen dabei von rund 4 Milliarden im Vorjahr auf 13 bis 14 Milliarden Dollar steigen, was den enormen Skalierungseffekt des KI-Geschäfts unterstreicht. Experten sehen den Markt aktuell in der „Infrastrukturphase“ einer neuen KI-Ökonomie, in der gigantische Investitionen in Rechenzentren und Halbleiter – mit Nvidia an der Spitze – den Takt vorgeben.

      Gleichzeitig warnt Nvidia-CEO Jensen Huang, dass ohne Lösung der Energiefrage selbst modernste KI-Chips zu „leeren Hüllen“ würden, da ihnen die nötige Stromversorgung fehlt. Die politische Antwort darauf sind ambitionierte Pläne zum Bau neuer Atomreaktoren, etwa durch Westinghouse in den USA, deren Stückkosten bei rund 16 Milliarden Dollar liegen sollen, sowie Projekte im Bereich Fusionsenergie wie die Initiative von Trump Media mit TAE Technologies. Damit avanciert Energie zum zentralen Engpassfaktor der KI-Revolution – ein Umfeld, in dem nicht nur Chip-Giganten wie Nvidia, sondern auch Strom- und Infrastrukturwerte in den Fokus langfristiger Investoren rücken.

      KURZNEWS

      • PUM – Puma: Puma geriet mit einem Kursrückgang von rund 2,3% unter Druck, nachdem Nike vor einer Nachfrageschwäche in China gewarnt hatte. Der wichtige Absatzmarkt China gilt für die gesamte Sportartikelbranche als zentral, sodass die Sorgen um Nike auf den Konkurrenten übergreifen.
      • RNO – Renault: Die Aktie von Renault legte um etwa +1,2% zu, nachdem S&P das Rating wieder auf Investment-Grade hochgestuft hatte. Begründet wurde der Schritt mit einer erfolgreichen Modelloffensive und einer stärkeren internationalen Präsenz, die künftige Absatzvolumina stützen soll.
      • DJT – Trump Media: Die Aktien von Trump Media zogen an, nachdem das Unternehmen eine Fusion mit dem Fusionskraft-Entwickler TAE Technologies angekündigt hatte. Die kombinierte Gesellschaft wird mit mehr als 6 Milliarden Dollar bewertet und plant bereits im kommenden Jahr mit dem Bau des ersten kommerziellen Fusionskraftwerks zu beginnen.
      • UBSG – UBS: UBS schloss in der Schweiz im Plus, nachdem bekannt wurde, dass die Bank Mitte Januar eine neue Runde von Stellenstreichungen einleiten will. Eine weitere Welle soll später im Jahr 2026 folgen, wenn IT-Systeme aus der Übernahme der Credit Suisse endgültig abgeschaltet werden.
      • FDX – FedEx: FedEx überraschte im zweiten Quartal positiv mit einem bereinigten Gewinn von 4,82 Dollar pro Aktie gegenüber erwarteten 4,12 Dollar und einem Umsatz von 23,5 Milliarden Dollar. Trotz temporärer Kostenüberschreitungen durch das Grounding von Flugzeugen und Netzwerkumbau hält das Management an ambitionierten Effizienzzielen fest und bestätigte die planmäßige Abspaltung von FedEx Freight bis zum 1. Juni 2026.
      • BBVA – BBVA: BBVA kündigte ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm über bis zu 3,96 Milliarden Euro an, das am 22. Dezember starten soll. Der Schritt wird als Signal an die Investoren nach der gescheiterten Übernahme der Banco Sabadell gewertet und stützte den Kurs um rund +0,7%.
      • GS – Goldman Sachs: Goldman Sachs gab einen sehr bullischen Rohstoffausblick und erwartet den Goldpreis bis 2026 auf etwa 4.900 Dollar je Unze steigen zu sehen. Für Öl (Brent) prognostiziert die Bank dagegen einen Preisrückgang auf durchschnittlich 56 Dollar je Barrel, bedingt durch ein drohendes Überangebot und schwächere Nachfrage aus China.
      • MS – Morgan Stanley: Morgan Stanley teilt die positive Sicht auf Gold mit einem Kursziel von rund 4.800 Dollar je Unze bis 2026 und zeigt sich zudem optimistisch für Kupfer und Lithium. Getrieben wird dies vom erwarteten Bedarf für KI-Rechenzentren und Batterien, während für den Ölmarkt ebenfalls eher Abwärtsrisiken gesehen werden.
      • BTC – Bitcoin: Bitcoin wird an der Wall Street zunehmend als fester Bestandteil des Finanzsystems angesehen, unterstützt durch neue Regulierungen für Stablecoins und die Zulassung von ETFs durch die SEC. Experten bezeichnen Bitcoin als „Apex Asset“ und digitalen Goldersatz, der als langfristiger Wertspeicher und Inflationsschutz dient, auch wenn die hohe Volatilität bleibt.
      • NFLX – Netflix: Händler setzen verstärkt darauf, dass Netflix im Übernahmekampf um Warner Bros. Discovery die Nase vorn haben könnte. Analystin Alicia Reese von Wedbush vergibt ein „Outperform“-Rating mit Kursziel 140 Dollar, warnt jedoch vor hohen regulatorischen Hürden für einen solchen Deal.
      • WBD – Warner Bros. Discovery: Warner Bros. Discovery steht im Zentrum eines Bietergefechts, nachdem das Board ein Angebot von Paramount abgelehnt hat. Stattdessen favorisieren die Verantwortlichen ein Zusammengehen mit Netflix, das als finanziell solider gilt, wenngleich wettbewerbsrechtliche Bedenken groß sind.
      • LYFT – Lyft: Die Aktie von Lyft verlor rund 3,75%, nachdem Wedbush das Papier herabgestuft hatte. Die Analysten sehen Lyft als Ridesharing-Anbieter mit dem größten strukturellen Risiko durch den Vormarsch autonomer Fahrzeuge, die das Geschäftsmodell langfristig untergraben könnten.
      • CVX – Chevron: Chevron bereitet den Export von rund 1 Million Barrel Rohöl aus Venezuela vor, obwohl die US-Regierung neue Sanktionen gegen bestimmte Tanker verhängt hat. Der Konzern operiert unter einer speziellen US-Lizenz und gilt damit als von der Blockade ausgenommen.
      • CHRW – C.H. Robinson: C.H. Robinson erreichte jüngst ein neues Allzeithoch, da Analysten das Unternehmen zunehmend als „AI-Play“ im Logistiksektor einstufen. Das asset-light Geschäftsmodell setzt stark auf Technologie zur Frachtvermittlung, was in einer zunehmend datengetriebenen Lieferkettenwelt als Wettbewerbsvorteil gesehen wird.
      • COIN – Coinbase: Coinbase erweitert sein Angebot um klassischen Aktienhandel, um Konkurrenten wie Robinhood frontal anzugreifen und neue Ertragsquellen etwa im Bereich Altersvorsorge zu erschließen. Mit rund 120 Millionen Kunden und strenger Regulierung sehen Analysten beträchtliches Wachstumspotenzial und verweisen auf eine charttechnische W-Formation als mögliches Trendumkehrsignal.
      • HOOD – Robinhood: Robinhood entwickelt sich stark im Bereich Prognosemärkte, denen die Deutsche Bank ein Volumen im Billionenbereich zutraut. Trotz eines Kursanstiegs von über 200% im Jahresverlauf sehen Analysten dank neuer Geschäftsfelder und der jüngsten Korrektur weiterhin Chancen für risikobereite Anleger.
      • CRM – Salesforce: Salesforce zählt 2025 zu den schwächsten Werten im Dow Jones mit einem Rückgang von über 22%, da Investoren die Monetarisierung der KI-Angebote anzweifeln. Das Produkt Agentforce blieb hinter den hohen Marketingversprechen zurück, und die Übernahme von Informatica wird kritisiert, weil sie vor allem Legacy-Daten adressiert und wenig Mehrwert für moderne LLM-Anwendungen bietet.
      • PYPL – PayPal: PayPal hat operativ zahlreiche Stellschrauben gedreht und sich mit Kooperationen mit Perplexity und OpenAI im Bereich KI-Agenten positioniert, doch der Aktienkurs spiegelt diese Fortschritte bislang kaum wider. Der Analystenkonsens erwartet zwischen 2024 und 2027 ein Gewinnwachstum von rund 40%, während das KGV von etwa 10 deutlich unter Werten von Peers wie Block, Visa oder Mastercard liegt.
      • RBI – Raiffeisen Bank International: Die Raiffeisen Bank International profitiert an der Börse von der Hoffnung auf eine Entspannung im Ukraine-Krieg, da sie unter den europäischen Großbanken am stärksten in Russland engagiert ist. Trotz sanktionierter, feststeckender Gewinne liegt die harte Kernkapitalquote auch bei vollständiger Abschreibung des Russland-Geschäfts über 15%, während Bewertungskennzahlen wie ein KGV von etwa 6 und ein KBV von 0,6 die Aktie im Sektorvergleich sehr günstig erscheinen lassen.

      KALENDER Firmen & Unternehmen

      EARNINGS

        MAKRO

        • US:
          • PCE-Inflationsdaten – Veröffentlichung 14:30 MEZ
        • EU:
          • EU-Darlehen für die Ukraine (90 Mrd. Euro) – politische Einigung, keine feste Uhrzeit

        IM BLICKPUNKT

        • Analysten zu NKE: Mehrere Häuser bestätigen trotz gesenkter Erwartungen eine positive Langfristsicht auf Nike (NKE) und verweisen auf den laufenden Turnaround unter CEO Elliott Hill. Kursziele bleiben überwiegend im Bereich von 90 bis 115 Dollar, wobei die Analysten Geduld bis mindestens 2026 einfordern.
        • Deutsche Bank zu BMW: Für BMW (BMW) werden Kursziele jenseits von 115 Euro bis hin zu 130 Euro im Jahr 2026 genannt, gestützt durch ein neues Aktienrückkaufprogramm über 625 Millionen Euro. Charttechnisch unterstreicht eine große inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation die angenommene Bodenbildung.
        • Analysten zu DHL Group: Die DHL Group (DHL) wird als Profiteur einer Erholung der Konsumnachfrage und des weiterhin starken E-Commerce gesehen. Kursziele von 55 bis 56 Euro im ersten Quartal würden einem Upside von etwa 20–25% vom aktuellen Niveau entsprechen.
        • Analysten zu Süss Microtec: Bei Süss Microtec (SMHN) sehen Experten nach operativ soliden Zahlen trotz kassierter Jahresprognose ein technisches Ausbruchsszenario. Erste Kursziele liegen bei rund 47 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 21% entspricht.
        • Goldman Sachs zu Gold: Goldman Sachs stuft Gold im Rohstoffsektor klar bevorzugt ein und erwartet bis 2026 einen Preis von etwa 4.900 Dollar pro Unze. Begründet wird dies mit erwarteten Zinssenkungen der Federal Reserve und anhaltenden ETF-Zuflüssen.
        • Morgan Stanley zu Rohstoffen: Morgan Stanley zeigt sich für Gold ähnlich optimistisch mit einem Kursziel von rund 4.800 Dollar und sieht zusätzlich Aufwärtspotenzial bei Kupfer und Lithium. Für Öl (Brent) rechnet die Bank hingegen mit einem durchschnittlichen Preis von nur etwa 56 Dollar im Jahr 2026.
        • Analysten zu PayPal: Bei PayPal (PYPL) verweisen Analysten auf ein erwartetes Gewinnwachstum von rund 40% bis 2027 bei gleichzeitig niedrigem KGV von etwa 10. Im Vergleich zu Peers wie Block, Visa und Mastercard gilt die Aktie damit als deutlich unterbewertet.
        • Analysten zur Raiffeisen Bank International: Die Raiffeisen Bank International (RBI) wird mit einem KGV von rund 6 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,6 als klar unterbewertet gegenüber der europäischen Peergroup eingeschätzt. Analysten heben die solide Kapitalausstattung hervor und sehen zusätzlich Fantasie bei einer möglichen Lösung des Russland-Engagements.
        • Analysten zu Banco BPM: Banco BPM (BAMI) steht im Zentrum der erwarteten italienischen Bankenkonsolidierung und wird von Analysten mit einem KGV von rund 10 und einer Dividendenrendite von 5–6% als attraktiv bewertet. Die Fantasie um eine mögliche Fusion mit Monte dei Paschi und Mediobanca zu einem dritten Großplayer treibt die Bewertung.
        • Analysten zur Deutschen Bank: Die Deutsche Bank (DBK) hat ihren Kurs 2025 nahezu verdoppelt, und Analysten sehen dank der Strategie bis 2028 mit einer Eigenkapitalrendite von über 10% weiteres Potenzial. Der Ausbruch über die Marke von rund 31,95 Euro gilt charttechnisch als wichtiges Kaufsignal.

        DAX ringt mit 24.000 Punkten: GEA, Lanxess & Fed-Daten

        KURZ & KNAPP

        Der DAX pendelt zur Wochenmitte um die Marke von 24.000 Punkten und testet erneut ein wichtiges Unterstützungsbündel aus mehreren gleitenden Durchschnitten. Parallel dazu stockt die Rally im S&P 500, nachdem der Index nahe Rekordständen keine neuen Anschlusskäufe findet. Im Tech-Sektor sorgen Datencenter-Werte wie Iron Mountain und Nebius mit deutlichen Rücksetzern für Gesprächsstoff. Gleichzeitig bleibt die Spannung hoch, wie sich die US-Börsen vor dem Datenpaket zur Konjunktur positionieren.

        Bei den Einzelwerten sticht GEA mit einer Kurszielanhebung und Kaufempfehlung der UBS heraus, während Lanxess nach einer Abstufung auf Sell unter Druck gerät. Weitere Bewegungen zeigen sich in deutschen Titeln wie Hochtief, Siemens Energy, Bayer, Puma, Volkswagen, TUI und Rheinmetall. International rücken unter anderem Ford, Nvidia, Tesla, Korea Zinc und LG Energy Solution in den Vordergrund. Auch Versicherer wie Allianz und Immobilienwerte reagieren auf die Zinsentwicklung.

        Makroseitig stehen heute die verschobenen US-Arbeitsmarktdaten für Oktober und November sowie die US-Einzelhandelsumsätze im Mittelpunkt, die Hinweise für den weiteren Kurs der Federal Reserve liefern sollen. In Europa richten sich die Blicke auf Einkaufsmanager-Indizes und den ZEW-Index, in Australien trübt ein deutlicher Rückgang des Verbrauchervertrauens das Bild. Aus China kommen schwache Retail-Sales- und Investitionsdaten, die den globalen Konjunkturausblick bis 2026 mitprägen. Diese Veröffentlichungen könnten die Volatilität an den Märkten im Tagesverlauf spürbar erhöhen.

        AUSBLICK US-Märkte

        Der DAX pendelt am Mittag um die Marke von 24.000 Punkten und notiert zuletzt bei rund 24.110 Punkten, ein Minus von etwa 118 Zählern. Bereits gestern hatte der Index nach anfänglich deutlicheren Gewinnen bis Handelsschluss wieder abgebröckelt, da viele Anleger vor einem wichtigen US-Termin Risiken reduziert haben. Technisch rückt die Zone um 24.000 Punkte damit erneut in den Fokus, knapp darunter verlaufen der GD50 bei 23.975 und der kurzfristig wichtige GD21, während die 200-Tage-Linie inzwischen über 23.500 Punkten notiert.

        Bei den Einzelwerten fällt GEA auf, wo eine Kurszielanhebung und Kaufempfehlung der UBS trotz schwachem Gesamtmarkt für leichte Zugewinne von rund einem halben Prozent sorgt; die Analysten sehen das Papier als Top-Pick für 2026 und setzen ein Kursziel von 74 Euro. Dagegen steht Lanxess unter Druck, nachdem die UBS das Kursziel von 23 auf 14 Euro gesenkt und die Aktie auf Sell abgestuft hat, mit Verweis auf Überkapazitäten im Spezialchemiegeschäft und einen aus ihrer Sicht nicht mehr gerechtfertigten Bewertungsaufschlag.

        In den USA blicken Investoren auf einen datenreichen Nachmittag, der den weiteren Kurs der Fed-Geldpolitik prägen dürfte. Besonders im Fokus stehen die wegen des Shutdowns verschobenen US-Arbeitsmarktdaten für Oktober und November sowie die Einzelhandelsumsätze, die Hinweise liefern sollen, wie stark sich der Arbeitsmarkt abkühlt und wie robust der Konsum bleibt. An der Wall Street sorgt die Nähe zu Rekordständen im S&P 500 bei gleichzeitig ausbleibenden Anschlusskäufen für eine gewisse Nervosität, zumal nach einem Anstieg von über 30% seit April Gewinnmitnahmen zum Jahresende zunehmen könnten.

        DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

        DAX – Schlüsselmarke 24.000 Punkte erneut im Brennpunkt

        Der DAX ringt zur Wochenmitte erneut um die psychologisch und technisch bedeutsame Marke von 24.000 Punkten. Nach einem zunächst freundlichen Vortag mit einem Plus von rund 40 Punkten bröckelten die Kurse bis 22 Uhr deutlich ab, weil Anleger vor einem wichtigen US-Termin Gewinne sicherten. Vorbörslich signalisierte der Late & Early DAX mit etwa 24.050 Punkten bereits eine schwächere Eröffnung, und im laufenden Handel notiert der Leitindex nun bei etwa 24.110 Punkten, was einem Minus von rund 118 Zählern entspricht.

        Charttechnisch verläuft die obere Begrenzungslinie der jüngsten Handelsspanne knapp oberhalb des aktuellen Niveaus, während die Zone um 24.000 Punkte als zentrale Unterstützung fungiert. Direkt darunter liegt bei etwa 23.975 Punkten der GD50, rund 200 Punkte tiefer der kurzfristig wichtige GD21, der den kurzfristigen Trend signalisiert. Die vielbeachtete 200-Tage-Linie arbeitet sich derweil von unten nach oben an den Kurs heran und verläuft inzwischen über 23.500 Punkten, was die Bedeutung des Unterstützungsclusters im Bereich 23.500–24.000 zusätzlich erhöht. Ein Blick auf den Zweijahres-Chart bestätigt das Bild einer monatelangen Seitwärtsphase, in der der Index immer wieder an zentralen Widerständen scheitert.

        Aus Marktsicht ist das bullische Momentum im DAX klar abgeflaut, nachdem es in den vergangenen Monaten nicht gelungen ist, über entscheidende Key-Levels nachhaltig auszubrechen. Viele Marktteilnehmer nutzen das hohe Niveau nun, um Risiken zu reduzieren, zumal die großen Impulstreiber der Notenbanken zunächst abgearbeitet sind und vor allem Konjunkturdaten für neue Orientierung sorgen müssen. Gelingt es dem Index, die Marke von 24.000 Punkten zu verteidigen, könnte sich die Seitwärtsphase zunächst fortsetzen, während ein Bruch dieser Zone den Blick rasch in Richtung 23.500 Punkte und die 200-Tage-Linie lenken würde. In jedem Fall bleibt die heutige Handelsspanne um diese Marke herum richtungsweisend für den weiteren Jahresendverlauf.

        SPX – Rally im S&P 500 gerät ins Stocken

        Der S&P 500 hat nach einer beeindruckenden Rally seit April, in deren Verlauf der Index um über 30% zugelegt hat, an Dynamik verloren. Zuletzt notierte der breite US-Markt nahe Rekordständen, ohne dass sich jedoch frische Anschlusskäufer fanden, die den Ausbruch nach oben mittragen. Diese fehlende Anschlussdynamik sorgt bei einigen Marktteilnehmern für Bauchschmerzen und nährt die Sorge, dass zum Jahresende vermehrt Gewinne realisiert werden könnten.

        Getrieben wurde die Aufwärtsbewegung in den vergangenen Monaten zwar vor allem von den sogenannten „Magnificent 7“, doch auch der Rest des Index hat deutlich zugelegt und muss die Kursgewinne nun erst einmal verdauen. Vor diesem Hintergrund erscheint es plausibel, dass Investoren angesichts der hohen Bewertungen und anstehender Konjunkturdaten vorsichtiger werden und Teile ihrer Buchgewinne sichern. Zugleich ist das Umfeld von bereits eingeleiteten Zinssenkungen und einer bisher robusten Konjunktur grundsätzlich unterstützend, was einen abrupten Trendbruch weniger wahrscheinlich macht, aber Konsolidierungen begünstigt.

        Für die kommenden Tage rechnen Beobachter damit, dass Gewinnmitnahmen den S&P 500 nochmals etwas tiefer führen könnten, insbesondere wenn die anstehenden Arbeitsmarkt- und Verbraucherdaten enttäuschen. Ein moderater Rücksetzer würde aus technischer Sicht helfen, überhitzte Indikatoren abzukühlen und die Basis für eine nachhaltigere Aufwärtsbewegung zu legen. Entscheidend wird sein, ob sich im Zuge möglicher Schwächephasen erneut Käufer finden, die das langfristig positive Narrativ aus Fed-Easing und solider Konjunktur stützen. Erst wenn Rücksetzer nicht mehr aufgefangen werden, wäre ein größerer Trendbruch im aktuell noch intakten Bullenmarkt denkbar.

        GEAUBS-Kaufempfehlung und DAX-Aufstieg als Chance nach schwachem Start

        Die Aktie von GEA kann sich in einem insgesamt schwachen Marktumfeld leicht behaupten und legt um rund ein halbes Prozent auf etwa 56,45 Euro zu. Rückenwind kommt von der UBS, die das Papier mit einer Kaufempfehlung versieht, das Kursziel auf 74 Euro anhebt und GEA als Top-Pick für das Jahr 2026 einstuft. Trotz dieser positiven Analystenstimme fällt die unmittelbare Kursreaktion moderat aus, was jedoch angesichts der allgemeinen Marktschwäche als relative Stärke gewertet werden kann.

        Seit der Entscheidung, dass GEA in den DAX aufsteigt, verlief der Start in die erste Börsenliga zunächst enttäuschend. Vom Einstandsniveau im Index notiert die Aktie aktuell etwa 15–16% tiefer, was die Erwartungshaltung vieler Investoren gedämpft hat. Charttechnisch gilt der Bereich um 55 Euro als sehr wichtige Unterstützung, an der sich zuletzt mehrfach Käufer fanden und die nun auch durch das positive Votum der UBS untermauert wird. Der jüngste Kursverlauf deutet darauf hin, dass sich im Umfeld dieser Marke eine Bodenbildung anbahnen könnte.

        Mit Blick nach vorn könnte die Kombination aus DAX-Mitgliedschaft, der Positionierung als struktureller Gewinner im Industriesektor und der frischen Kurszielanhebung der UBS die Grundlage für eine Trendwende legen. Aus Analystensicht bietet sich im Bereich der Unterstützung um 55 Euro die Möglichkeit, vorsichtig erste Positionen aufzubauen und von einem potenziellen Rebound in Richtung des Kursziels von 74 Euro zu profitieren. Entscheidend wird sein, ob GEA operative Fortschritte liefert, die das Vertrauen in die mittelfristigen Wachstumsstory untermauern und damit weitere institutionelle Anleger anziehen. Gelingt dies, könnte die Zeit des schwachen DAX-Starts allmählich in den Hintergrund treten.

        NDX – Asien vorsichtig vor US-Arbeitsmarktdaten und Fed-Ausblick 2026

        Die Aktienmärkte in Asien zeigen sich am Mittwoch verhalten, da Investoren vor der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten das Risiko zurückfahren. Im Mittelpunkt steht der US-Arbeitsmarktbericht für November, der entscheidend dafür sein dürfte, wie die Federal Reserve ihren Zinspfad in Richtung 2026 gestaltet. Marktbeobachter betonen, dass dieser Bericht die gesamte Erzählung darüber verändern kann, ob die Fed ihren Kurs der geldpolitischen Lockerung fortsetzen kann.

        Die Fed hat in den vergangenen Monaten bereits drei sogenannte „Insurance Cuts“ vorgenommen, um einer sich abkühlenden Konjunktur vorzubeugen, und wartet nun darauf, dass die Daten das tatsächliche Tempo der Abkühlung im Arbeitsmarkt widerspiegeln. Notenbankchef Jerome Powell und weitere Mitglieder des FOMC haben mehrfach signalisiert, dass sie die Entwicklung am Arbeitsmarkt sehr genau beobachten, um die angemessene Tiefe und Geschwindigkeit weiterer Zinssenkungen zu bestimmen. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie stark die Fed die Wirtschaft unterstützen muss, um eine zu starke Verschlechterung der Beschäftigungslage zu verhindern, ohne zugleich neue Inflationsrisiken zu schüren.

        Strukturell gilt der Hintergrund für Risikoanlagen bis 2026 weiterhin als positiv, da die Fed bereits lockert, obwohl sich die US-Wirtschaft bislang relativ robust zeigt und die Regierung vor den Midterms bestrebt ist, Vermögenspreise zu stützen. Ein nachlassender Arbeitsmarkt könnte den Druck auf die Fed erhöhen, den Lockerungskurs fortzusetzen oder sogar zu beschleunigen, was tendenziell stützend für Tech-Werte und Indizes wie den NASDAQ 100 wäre. Fällt der heute anstehende Arbeitsmarktbericht jedoch deutlich stärker aus als erwartet, könnte dies die Hoffnung auf weitere schnelle Zinssenkungen dämpfen und kurzfristig Belastung für wachstumsstarke Titel bringen. Entsprechend hoch ist die Spannung an den Märkten, bevor die US-Börsen eröffnen und ihre erste Reaktion auf die neuen Daten zeigen.

        FED – US-Datenflut rückt Arbeitsmarkt und Konsum ins Zentrum

        Vor der Eröffnung der Wall Street richtet sich der Blick der Anleger auf eine ganze Reihe wichtiger US-Konjunkturdaten, die für die weitere Ausrichtung der Geldpolitik der Fed von entscheidender Bedeutung sind. Besonders im Fokus stehen die wegen des US-Shutdowns verschobenen Arbeitsmarktdaten für Oktober und November, die nun gebündelt am Nachmittag veröffentlicht werden. Parallel dazu werden die Einzelhandelsumsätze erwartet, die einen aktuellen Einblick in die Konsumlaune der Amerikaner geben.

        Der Arbeitsmarkt gilt als einer der wichtigsten „Spielplätze“ der Fed, auf den die Notenbanker bei ihren Zinsentscheidungen besonders achten. Die Frage, wie schnell sich der Arbeitsmarkt abkühlt und in welchem Ausmaß sich dies auf Löhne, Inflation und Konsum auswirkt, bestimmt maßgeblich den Spielraum für weitere Zinssenkungen in den kommenden Quartalen. Gleichzeitig sind die Einzelhandelsumsätze ein zentraler Indikator für die Stärke des privaten Konsums, der in den USA einen Großteil der Wirtschaftsleistung ausmacht und damit Rückschlüsse auf die Wachstumsdynamik zulässt. Nach den jüngsten Notenbanksitzungen, die den grundlegenden Kurs bereits vorgegeben haben, erhoffen sich Investoren nun von den Daten frische Impulse.

        Fallen die Arbeitsmarktdaten schwächer und die Umsätze verhaltener aus als erwartet, könnte dies die Erwartung untermauern, dass die Fed ihren Lockerungskurs bis 2026 fortsetzen oder sogar intensivieren muss, was vor allem zinssensitive Sektoren stützen würde. Umgekehrt könnten robuste Beschäftigungszahlen und starke Einzelhandelsdaten die Fantasie weiterer schneller Zinssenkungen bremsen und an den Aktienmärkten zu Gewinnmitnahmen führen. In jedem Fall ist damit zu rechnen, dass die heute anstehenden Veröffentlichungen die kurzfristige Richtung an der Wall Street maßgeblich beeinflussen und die Volatilität rund um die US-Eröffnung erhöhen. Für europäische Anleger bedeutet dies, dass sich die freundlichen oder schwächeren Tendenzen am Nachmittag rasch drehen können, sobald neue Datenfakten auf dem Tisch liegen.

        KURZNEWS

        • HOCHTIEF – Hochtief: Die Aktie von Hochtief gehört 2025 zu den Highflyern und ist seit Jahresbeginn von rund 130 Euro auf aktuell etwa 340 Euro gestiegen. Auf Basis eines erwarteten Gewinns von etwa 10,30 Euro je Aktie in diesem Jahr und rund 17,30 Euro bis 2028 ergibt sich ein prognostiziertes KGV 2028 von etwa 20, was die Bewertung aus Analystensicht noch rechtfertigt.
        • HOT – Hochtief: Die durchschnittliche Gewinnwachstumsrate von rund 19% pro Jahr bis 2028 lässt weiteres Potenzial vermuten, dennoch erscheint nach dem steilen Anstieg ein Rücksetzer in Richtung 300 Euro aus technischer Sicht als gesund. Anlegern wird geraten, Gewinne laufen zu lassen, da der Wiedereinstieg in solch dynamische Qualitätsaktien erfahrungsgemäß schwierig ist.
        • NGR – Nagaro: Bei Nagaro setzen sich nach einem rasanten Kursanstieg von etwa 40 auf knapp 80 Euro Gewinnmitnahmen fort. Die nahezu Verdopplung in wenigen Wochen macht kurzfristige Rücksetzer plausibel, ohne den übergeordneten positiven Trend grundsätzlich infrage zu stellen.
        • ENR – Siemens Energy: Die Aktie von Siemens Energy kommt nach einer extrem starken Rally etwas zurück. Marktteilnehmer werten die Verschnaufpause als überfällige Konsolidierung, nachdem die Papiere zuletzt in kurzer Zeit deutlich zugelegt hatten.
        • BAYN – Bayer: Bayer gibt nach einer Phase sehr positiver Meldungen nun ebenfalls etwas Terrain ab. Auch hier nutzen Anleger das erhöhte Kursniveau, um Teilgewinne mitzunehmen und das Risiko zum Jahresende hin zu reduzieren.
        • PUM – Puma: Bei Puma kommt es nach jüngsten Übernahmespekulationen zu spürbaren Gewinnmitnahmen. Die zuvor stark gelaufene Aktie korrigiert damit einen Teil der spekulationsgetriebenen Kursgewinne.
        • VOW3 – Volkswagen Vz: Die Vorzugsaktien von Volkswagen geben einen Teil ihrer zuletzt aufgebauten Gewinne wieder ab. Anleger scheinen nach der Erholung vorsichtiger zu werden und reduzieren Engagements im Autosektor leicht.
        • TUI1 – TUI: Die Erholungsbewegung bei TUI setzt sich zwar fort, wirkt im größeren Zeitfenster aber weiterhin wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Charttechnisch müsste das Niveau um 9 Euro klar überwunden werden, um neue Aufwärtsimpulse freizusetzen, während kurzfristig ein Aufwärtstrendkanal stützend wirkt.
        • RHM – Rheinmetall / Rüstungssektor: Im MDAX stehen Rüstungswerte wie Rheinmetall und Nordex auf der Verliererseite, nachdem sie zuvor stark gelaufen waren. Anleger nutzen das hohe Kursniveau zur Gewinnrealisierung, was den gesamten Sektor kurzfristig belastet.
        • NDX – Versicherer/Allianz: Versicherer wie Allianz behaupten sich weiterhin gut, weil die Anleiherenditen voraussichtlich nicht so schnell sinken wie von manchen Investoren erhofft. Im Gegenzug bleiben Immobilienaktien wegen der Zinslage unter Druck.
        • IRON – Iron Mountain/Datencenter: Aktien von Datencenter-Betreibern stehen unter massivem Druck, exemplarisch zeigt sich dies an IRON mit einem Rückgang von rund 19,6% am Vortag. Anleger sorgen sich offenbar um Bewertungen und Finanzierungsbedingungen in diesem stark gewachsenen Segment.
        • NBIS – Nebius: Auch der Datencenter-Betreiber Nebius gerät in den freien Fall und setzt die Schwäche im Sektor fort. Die parallele Korrektur mehrerer Titel deutet auf eine breitere Neubewertung des Marktes hin.
        • NVDA – Nvidia/CoreWeave: Bei Nvidia ist die Kursdynamik spürbar abgeflaut, während Partner wie CoreWeave seit sechs Wochen rund 33 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren haben. Dies nährt Zweifel, ob das bisherige Tempo im KI-Ökosystem aufrechtzuerhalten ist.
        • SMRT – Smartphone/Chip-Knappheit: Die starke Fokussierung der Chip-Produktion auf KI-Halbleiter führt laut Marktberichten zu Engpässen bei klassischen Komponenten für Smartphones. Dies könnte die weltweite Smartphone-Produktion dämpfen und in 2026 zu einer Knappheit an Geräten führen.
        • F – Ford: Ford verbucht 19,5 Milliarden Dollar an Sonderbelastungen im Zuge einer umfassenden Neuaufstellung des EV-Geschäfts, nachdem die Profitabilität hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. CEO Jim Farley betont, dass künftig verstärkt auf profitablere Fahrzeuge gesetzt werden soll, wobei Hybride und erschwinglichere E-Modelle im Mittelpunkt stehen.
        • F – Ford/EV-Mix: Laut Ford ist der US-Marktanteil reiner EVs zuletzt von 12% auf nur noch 5% eingebrochen, während Hybridverkäufe um etwa 30% zugelegt haben und der Konzern nun rund 80% Hybrid-Marktanteil bei Trucks hält. Der Hersteller peilt weiterhin eine 50%-Quote elektrifizierter Fahrzeuge an, die jedoch stärker aus Hybriden, E-REVs und ausgewählten EVs bestehen soll.
        • 373220 – LG Energy Solution: LG Energy Solution in Seoul, das mehr als 5% seines Umsatzes mit Ford erzielt, steht angesichts der EV-Neuausrichtung des US-Autobauers besonders im Fokus. Während Ford das reine EV-Segment zurückfährt, bleiben Batterie- und Energiespeicherlösungen für künftiges Wachstum strategisch wichtig.
        • KZC – Korea Zinc: Die Aktie von Korea Zinc bricht um rund 17% ein, nachdem sie am Vortag noch um etwa 7% gestiegen war. Hintergrund ist ein geplanter 7,4 Milliarden Dollar teurer Smelter für kritische Mineralien in Tennessee, der zwar von JP Morgan und der US-Regierung unterstützt wird, aber auf Widerstand einer Aktionärsallianz stößt, die rechtliche Schritte gegen das Projekt ankündigt.
        • TSLA – Tesla/X-Robotaxi: Eine stark diskutierte US-Tech-Aktie konnte sich trotz Tech-Schwäche zwischenzeitlich um bis zu 5% erholen und damit ein neues Hoch markieren, das erstmals seit Dezember des Vorjahres erreicht wurde. Nach einem schwierigen Jahr mit Bewertungsdebatten und einem öffentlichen Streit zwischen Elon Musk und Donald Trump setzen Anleger zuletzt wieder verstärkt auf die Robo-Taxi-Strategie des Unternehmens.

        KALENDER Firmen & Unternehmen

        EARNINGS

          MAKRO

          • EUROPA/DEUTSCHLAND: Einkaufsmanager-Indizes (Europa/Deutschland) – Tag über, Fokus auf Konjunktursignale
          • DEUTSCHLAND: ZEW-Saldo Deutschland – erwartet weiter steigend, gestützt durch angekündigtes Konjunkturpaket
          • AUSTRALIEN: Australien: Verbrauchervertrauen Dezember – Veröffentlichung am Morgen, deutliche Verschlechterung um 9%
          • USA_ARBEITSMARKT: USA: Verschobene Arbeitsmarktdaten Oktober & November – Veröffentlichung am Nachmittag MEZ
          • USA_EINZELHANDEL: USA: Einzelhandelsumsätze – Veröffentlichung am Nachmittag MEZ
          • CHINA: China: Diskussion der November-Daten und Ausblick 2025/2026 – schwache Retail Sales und erste jährliche Flaute bei Fixed-Asset-Investments seit 1998 im Fokus

          IM BLICKPUNKT

          • UBS zu G1A: Einstufung auf Kaufen mit Anhebung des Kursziels auf 74 Euro; die Analysten sehen GEA als Top-Pick für 2026 in einem schwachen Gesamtmarkt.
          • UBS zu LXS: Abstufung auf Sell mit deutlicher Senkung des Kursziels von 23 auf 14 Euro; Begründung sind Überkapazitäten im Spezialchemiegeschäft und ein aus Sicht der Bank nicht mehr gerechtfertigter Bewertungsaufschlag gegenüber Wettbewerbern.

          SPY nach Fed-Zinsschnitt: SpaceX-IPO und Bitcoin bewegen

          KURZ & KNAPP

          Die US-Notenbank sorgt mit einem dritten „hawkish cut“ fuer Wirbel, doch der breite Markt-ETF SPY schliesst freundlich. Langlaeufer-Anleihen wie TLT reagieren nur verhalten auf die neuen Zins- und Dot-Plot-Signale. Parallel sorgt die Aussicht auf einen Mega-IPO von SpaceX mit Billionenbewertung fuer Aufsehen im Raumfahrtsektor. Auch Bitcoin und Ethereum zeigen nach der Fed-Entscheidung eine unterschiedliche Entwicklung.

          Im Industriesektor profitieren GE Vernova und Siemens Energy vom globalen KI-Stromhunger. Tech-Anleger blicken gespannt auf die anstehenden Zahlen von Oracle und Adobe als Stimmungstest fuer den KI-Software-Boom. Zudem praegen zahlreiche Einzelmeldungen von Photronics bis GameStop ein Bild selektiver Marktbewegungen.

          In Europa ruecken Werte wie Siemens Energy, Delivery Hero und Ruestungs- sowie Raumfahrtunternehmen in den Vordergrund. Makroseitig bestimmen die juengste Entscheidung der Federal Reserve und Arbeitsmarktdaten wie der Employment Cost Index die Diskussion. Anleger achten zudem auf die weiteren Signale zur Geldpolitik und moegliche Auswirkungen auf internationale Boersen.

          RÜCKBLICK Handelstag

          US BOERSE

          Die US-Börse beendete den Handelstag nach der Fed-Entscheidung freundlich, mit einem Plus von +0,64% beim breiten Markt-ETF SPY, während Langläufer-Staatsanleihen über den TLT mit +0,23% auf $88,17 nur verhalten reagierten. Die dritte Zinssenkung in Folge um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,50 % bis 3,75 % war weitgehend eingepreist, die ungewöhnlich deutliche Uneinigkeit im FOMC sorgte jedoch für erhöhte Volatilität rund um die Veröffentlichung. Wachstums- und KI-Fantasie-Titel standen im Fokus, während zinssensitive Finanzwerte von der Aussicht auf niedrigere Kurzfristzinsen, aber flachere Zinserwartungen für 2026 nur begrenzt profitieren konnten.

          EUROPA DEUTSCHLAND

          In Europa rückten Energiewerte und Rüstungstitel in den Fokus, wobei Siemens Energy (ENR) mit einem Anstieg auf $19,43 und +4,63% von der Neubewertung der Strom-Infrastruktur-Fantasie profitierte. Wachstumsstories wie Delivery Hero legten im Tagesverlauf zeitweise um bis zu +14% zu, nachdem das Management neue strategische Optionen zur Wertsteigerung prüft. Im Rüstungs- und Weltraumsegment standen Kooperationen rund um Helsing, Rheinmetall, Kongsberg, Hensoldt und Isar Aerospace im Fokus, die vom massiven Ausbau verteidigungsrelevanter Satellitenkapazitäten in Europa profitieren sollen.

          MAKRO GELDPOLITIK

          Makroökonomisch dominierte die Entscheidung der Federal Reserve, den Leitzins zum dritten Mal in Folge um 25 Basispunkte auf 3,50 % bis 3,75 % zu senken, begleitet von einem Dot-Plot, der nur noch eine Zinssenkung für 2026 signalisiert. Die Sitzung war bemerkenswert, weil mit Austan Goolsbee und Jeffrey Schmid zwei Mitglieder gegen jegliche Senkung stimmten, während Gouverneur Stephen Myron sogar eine Senkung um 50 Basispunkte forderte, was den internen Dissens offenlegt. Zusätzlich kündigte die Fed Käufe von rund 40 Milliarden Dollar an Treasury Bills in den nächsten 30 Tagen ab dem 12. Dezember an, um die Liquidität im Bankensystem zu stützen und die Kontrolle über den geldpolitischen Kurs zu sichern.

          WAS HEUTE WICHTIG WAR

          Warum ist der dritte „hawkish cut“ der Fed ein Überraschungssignal für Aktien, Anleihen und Krypto?

          Die Federal Reserve hat wie erwartet zum dritten Mal in Folge den Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,50 % bis 3,75 % gesenkt – doch der Tonfall bleibt klar „hawkish“. Im sogenannten Dot-Plot signalisieren die Währungshüter nur noch eine Zinssenkung für 2026, womit sie die Marktträume von einer langen Lockerungsserie dämpfen. Gleichzeitig startet die Fed Käufe von kurzlaufenden Staatsanleihen (Treasury Bills) im Volumen von rund 40 Milliarden Dollar in den nächsten 30 Tagen ab dem 12. Dezember, um ausreichend Reserven im System zu halten. Die Sitzung ist zudem historisch, weil es gleich drei Gegenstimmen gab: Gouverneur Stephen Myron verlangte eine kräftigere Senkung um 50 Basispunkte, während Austan Goolsbee und Jeffrey Schmid überhaupt keine Senkung wollten. An den Märkten setzte sich dennoch eine positive Lesart durch: Der ETF auf den S&P 500, SPY, schloss bei $687,39 mit einem Plus von +0,64%. Langläufer-Staatsanleihen über den ETF TLT verteuerten sich moderater auf $88,17 und +0,23%, was einer abwartenden Haltung der Bond-Investoren entspricht.

          Die Quintessenz: Die Fed liefert zwar eine Zinssenkung, möchte aber deutlich machen, dass der Lockerungszyklus nicht in eine aggressive Stimulus-Offensive übergeht. Diese Kombination aus Schritt-für-Schritt-Senkungen und vorsichtigen Prognosen ist der Kern eines „hawkish cut“ – die Fed nimmt Druck von der Wirtschaft, ohne die Inflationsbekämpfung preiszugeben. Für Aktien wie den breiten Markt-ETF SPY ist diese Mischung kurzfristig positiv, weil niedrigere Kurzfristzinsen die Bewertungsmodelle stützen, während die Signale für 2026 exzessive Spekulation bremsen. Am Anleihemarkt erklärt das moderate Plus von +0,23% beim TLT, dass Anleger zwar mit weiter fallenden Renditen rechnen, aber keine aggressive Rallye einpreisen. Auffällig ist zudem die Reaktion bei Risiko-Assets wie Kryptowährungen: Bitcoin notiert am Abend bei $92.461 mit -0,19%, Ethereum hingegen bei $3.360 und +1,81% – ein Hinweis, dass Investoren im Krypto-Sektor differenzierter zwischen Projekten und Use-Cases unterscheiden. Insgesamt verlagert die Fed mit ihrem Ausblick die Markterwartungen stärker in Richtung 2026 und zwingt Anleger, ihre Zinsszenarien neu zu kalibrieren.

          Was bedeutet das für Anleger praktisch? Erstens: Der Fokus rückt von der Frage „Wie viele Cuts kommen noch?“ hin zur Frage „Wie lange bleibt das Zinsniveau real restriktiv?“. Der Dot-Plot mit nur einer Zinssenkung 2026 zeigt, dass die Fed von einer relativ robusten Konjunktur und nur schrittweise sinkender Inflation ausgeht – Wachstumsaktien und Qualitätswerte im SPY profitieren davon tendenziell stärker als hochverschuldete Zykliker. Zweitens: Die zusätzlichen T-Bill-Käufe über 40 Milliarden Dollar verbessern die Liquidität und unterstützen damit indirekt Risikoanlagen, ohne dass die Fed das als neue QE-Runde verkaufen muss. Drittens: Die ungewöhnlich offen ausgetragene Dissens-Situation im FOMC erhöht die Datenabhängigkeit – jede Makrozahl kann künftig stärkere Ausschläge bei SPY und TLT auslösen, weil die Bandbreite der möglichen Pfade sichtbar größer geworden ist. Für Krypto-Investoren bleibt die Fed ein zweischneidiges Schwert: Zwar hilft ein Ende des Zinspeaks Assets wie Bitcoin und Ethereum, aber der „hawkish cut“ bremst die Fantasie eines schnellen Liquiditätsbooms, der die Kurse explosionsartig nach oben treiben könnte. Anleger sollten daher stärker auf Selektion, Duration-Management und Risikostreuung achten, statt blind auf eine „Fed-Put“-Rallye zu setzen.

          Wie zündet der geplante SpaceX-Mega-IPO den nächsten Raketenstart am Aktienmarkt?

          SpaceX plant laut mehreren Berichten den wohl größten Börsengang aller Zeiten – und schürt damit eine neue Welle der Fantasie im Raumfahrt- und New-Space-Sektor. Das Unternehmen strebt für den geplanten IPO im Jahr 2026 eine Bewertung von rund 1,5 Billionen Dollar an und will damit mehr als 30 Milliarden Dollar frisches Kapital einsammeln. Damit würde SpaceX den bisherigen Rekordhalter Saudi Aramco, der beim IPO rund 29 Milliarden Dollar eingeworben hat, deutlich übertreffen. Das Geld soll unter anderem in Projekte wie weltraumgestützte Rechenzentren und den weiteren Ausbau des Satellitengeschäfts fließen. Die Nachricht sorgt bereits in der zweiten Reihe für heftige Kursausschläge: Aktien wie Rocket Lab (RKLB) springen auf $57,40 mit einem Plus von +7,43%. Dagegen kommt der Weltraumtourismus-Pionier Virgin Galactic (SPCE) mit $3,63 und einem Minus von -4,72% unter Druck, weil Investoren ihre Wetten offenbar klar auf skalierbare Nutzanwendungen statt auf Tourismus-Fantasie verlagern.

          Für Anleger markiert der mögliche SpaceX-IPO einen strategischen Meilenstein: Er könnte den gesamten New-Space-Sektor neu bepreisen und eine Flut weiterer Börsengänge anstoßen. Eine Bewertung von 1,5 Billionen Dollar würde SpaceX auf Augenhöhe mit den größten Tech-Konzernen der Welt stellen und den Kapitalmarkt praktisch zwingen, Raumfahrt nicht mehr als Nische, sondern als kritische Infrastruktur zu sehen. Der Kursanstieg von RKLB auf $57,40 und +7,43% spiegelt die Erwartung wider, dass Zulieferer und kleinere Player vom wachsenden Auftragsvolumen profitieren, wenn SpaceX seine Kapazitäten massiv ausbaut. Umgekehrt zeigt das Minus von -4,72% bei SPCE, dass Geschäftsmodelle ohne klaren Cashflow-Pfad in einem Umfeld selektiverer Investoren gnadenlos abgestraft werden. Wer heute auf den New-Space-Boom setzt, sollte daher genau differenzieren: Infrastruktur- und Launch-Provider wie RKLB profitieren direkt von der Industrialisierung des Orbits, während spekulative Storys wie SPCE eher zu Zockerpapieren werden. Der anvisierte Mega-IPO von SpaceX wird damit zum Lackmustest, ob Investoren bereit sind, Raumfahrt endgültig in die Liga der systemrelevanten Megatrends mit langfristigen Cashflows zu heben.

          Wie profitieren GE Vernova und Siemens Energy vom Rekord-Hunger der KI nach Strom?

          GE Vernova (GEV) erlebt einen echten Durchbruch am Kapitalmarkt, nachdem das Unternehmen auf seinem Investorentag die Latte für Wachstum und Kapitalrückführung deutlich höher gelegt hat. Die Aktie schießt auf $722,75 und legt damit um satte +15,58% zu, weil Investoren die neue Story des „KI-Stromlieferanten“ annehmen. Das Management erwartet, dass sich der Auftragsbestand bis 2028 von zuvor geplanten 135 Milliarden Dollar auf nun rund 200 Milliarden Dollar nahezu verdoppeln wird – getrieben von der Elektrifizierungsnachfrage durch Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Gleichzeitig wird die Zielmarge im EBITDA auf 20 % angehoben, die Dividende verdoppelt und das Aktienrückkaufprogramm von 6 auf 10 Milliarden Dollar aufgestockt. Diese Kombination aus strukturellem Wachstum und aktionärsfreundlicher Kapitalpolitik macht GEV zum klaren Profiteur des globalen KI-Investitionszyklus. Im Fahrwasser dieser Neu-Bewertung legt auch der europäische Energietechnik-Spezialist Siemens Energy (ENR) zu und steigt auf $19,43 mit einem Plus von +4,63%, weil Anleger parallels einen ähnlichen Hebel auf den Infrastrukturboom sehen.

          Die Botschaft des Tages: Wer die KI-Revolution spielen will, muss nicht nur in Chips investieren, sondern auch in die Strom- und Netzbetreiber dahinter. GE Vernova positioniert sich mit dem verdoppelten Backlog-Ziel von 200 Milliarden Dollar bis 2028 als Enabler der globalen Elektrifizierung – vom Windpark bis zum Hochspannungsnetz für energiehungrige Rechenzentren. Die Anhebung der EBITDA-Marge auf 20 % und die Erhöhung des Buyback-Programms auf 10 Milliarden Dollar signalisieren, dass das Management den Free Cashflow künftig gezielt an die Aktionäre zurückgeben will. ENR profitiert von einem ähnlichen Setup: politische Rückenwinde, strategische Bedeutung der Netze und die Chance, eine große Kapitalerhöhung zu vermeiden, stützen die Neubewertung der Aktie auf $19,43 und +4,63%. Für Investoren entsteht damit ein neues Spielfeld: Neben KI-Chip-Herstellern wie Nvidia etabliert sich eine zweite Reihe von klaren Profiteuren, die den notwendigen Strom und die Infrastruktur liefern. Wer den KI-Boom breiter spielen will, findet in Titeln wie GEV und ENR Hebel auf einen Jahrzehnte dauernden Ausbauzyklus, der weit weniger zyklisch ist als einzelne Hardware-Generationen im Chip-Sektor.

          Wie stark belasten KI-Investitionen und Schulden die Erwartungen an Oracle und Adobe vor den Zahlen?

          Vor den heutigen Quartalszahlen stehen Oracle (ORCL) und Adobe (ADBE) als Schlüsselfiguren im KI-Software-Boom unter besonderer Beobachtung der Anleger. Die Aktie von ORCL handelt vorbörslich beziehungsweise im Vorfeld der Zahlen bei $207,50 und verliert damit -6,33%, nachdem sie seit September bereits rund ein Drittel vom Allzeithoch abgegeben hat. Investoren sorgen sich vor allem um die hohe Schuldenlast und die massiven Investitionen in Rechenzentren, die nach dem rund 300 Milliarden Dollar schweren Deal mit OpenAI notwendig wurden; allein 18 Milliarden Dollar neue Schulden flossen in den Ausbau der Kapazitäten. Erwartet werden für Oracle ein Gewinn je Aktie von 1,64 Dollar, ein Umsatz von 16,2 Milliarden Dollar und ausstehende Leistungsverpflichtungen (RPO) von rund 519 Milliarden Dollar. Der Markt will wissen, ob diese RPO tatsächlich in margenstarke Umsätze umgemünzt werden können – oder ob hier nur eine „zirkuläre“ KI-Story geschrieben wird, die auf Dauer nicht trägt. Adobe dagegen notiert vor den Zahlen mit $344,45 und einem Mini-Plus von +0,04%, kämpft aber inhaltlich mit zunehmender Konkurrenz durch KI-Tools, die klassische Kreativsoftware infrage stellen.

          Im Kern geht es heute Abend um die Frage, ob die KI-Investitionswelle bereits in nachhaltige Cashflows übersetzt wird oder ob wir uns am Rand einer „AI-Bubble“ bewegen. Oracle muss zeigen, dass das sehr große RPO-Volumen von 519 Milliarden Dollar nicht nur eine Bilanzkosmetik ist, sondern in absehbarer Zeit sichtbar in Umsatz und Gewinn je Aktie – aktuell erwartet bei 1,64 Dollar – durchschlägt. Die hohe Verschuldung von 18 Milliarden Dollar für den Ausbau der Rechenkapazitäten wirkt nur dann verkraftbar, wenn die anvisierten Erlöse aus dem OpenAI-Vertrag und anderen KI-Deals die Kapitalkosten deutlich übersteigen. Adobe wiederum muss mit einem erwarteten EPS von 5,39 Dollar und einem Umsatz von 6,1 Milliarden Dollar beweisen, dass es seine dominante Marktposition trotz KI-Konkurrenz wie den Bildgeneratoren großer Modelle verteidigen kann. Gelingt es beiden, die Skepsis zu zerstreuen, könnte der aktuelle Rücksetzer bei ORCL auf $207,50 und -6,33% zur Einstiegsgelegenheit werden und ADBE von der Seitwärtsphase ins nächste Wachstumssegment heben. Scheitern sie jedoch an den hohen Erwartungen, wäre das ein Warnschuss für den gesamten KI-Softwarekomplex – und ein weiteres Argument für die These, dass der Markt die kurzfristigen Ertragspotenziale der AI-Welle überschätzt.

          Wie treiben Tesla und NVIDIA mit Milliardeninvestitionen den neuen Supercomputer-Megamarkt voran?

          Tesla (TSLA) und Nvidia (NVDA) stehen im Zentrum eines neuen Milliardenmarkts rund um KI-Supercomputer, der weit über das klassische Autogeschäft hinausreicht. TSLA schließt den Handelstag bei $451,15 mit einem Plus von +1,34%, nachdem CEO Elon Musk Investitionen von weit über 1 Milliarde Dollar in den hauseigenen Supercomputer „Dojo“ bis Ende 2024 bestätigt hat. Insgesamt plant Tesla allein in diesem Jahr KI-Ausgaben von rund 10 Milliarden Dollar, um Autonomie-Funktionen, Robotaxis und den humanoiden Roboter „Optimus“ voranzutreiben. Trotzdem bleibt Tesla massiv von Nvidia abhängig: Musk gibt an, dass das Unternehmen 2024 zwischen 3 und 4 Milliarden Dollar für NVDA-Hardware ausgeben wird. Parallel hat Musks KI-Firma xAI den „Colossus“-Supercluster in Memphis mit 100.000 Nvidia H100-GPUs in Betrieb genommen – ein weiterer Beleg für den in die Höhe schießenden Bedarf an Hochleistungschips. Während TSLA als vertikal integrierter Anwender von KI-Hardware bewertet wird, reflektiert der Kurs von NVDA bei $182,20 und -1,50% die kurzfristige Nervosität nach einem starken Lauf und regulatorischen Diskussionen.

          Für Investoren zeichnen die Zahlen ein klares Bild: KI-Supercomputer werden zur neuen kritischen Infrastruktur – ähnlich wie einst Öl und Stromnetze. Die von Tesla geplanten 10 Milliarden Dollar KI-Ausgaben und die konkrete Investition von über 1 Milliarde Dollar in „Dojo“ zeigen, wie ernst der Konzern die Vision von Robotaxis und humanoiden Robotern nimmt; Musk spricht sogar von einem langfristigen Potenzial, Tesla zu einem 25-Billionen-Dollar-Unternehmen zu machen. Gleichzeitig unterstreicht die Abhängigkeit von Nvidia-Hardware – mit geplanten Käufen von 3–4 Milliarden Dollar im Jahr – die quasi-monopolartige Stellung von NVDA im High-End-KI-Chipmarkt. Der „Colossus“-Cluster mit 100.000 H100-GPUs macht deutlich, dass der adressierbare Markt weit über Autobauer hinausgeht und ganze Ökosysteme von KI-Modellbetreibern und Rechenzentrumsbetreibern umfasst. Kurzfristige Kursrückgänge wie -1,50% auf $182,20 bei NVDA sind vor diesem Hintergrund eher Ausdruck von Gewinnmitnahmen als ein Bruch der strukturellen Story. Langfristig dürften Konzerne wie Tesla und Nvidia gemeinsam definieren, wie viel Rechenleistung die KI-Ökonomie der nächsten Dekade tatsächlich verschlingen wird – und wer an dieser Wertschöpfungskette am stärksten partizipiert.

          KURZNEWS

          • JPM – JPMorgan Chase & Co.: Die Aktien von JPMorgan geraten unter Druck, nachdem das Management für das kommende Jahr mit Ausgaben von rund 105 Milliarden Dollar rechnet, getrieben von höheren Vergütungen, Marketing und KI-Investitionen; UBS-Analystin Erica Najarian sieht die Kostenwelle jedoch als temporär und stuft die Aktie mit einem Kursziel von 357 Dollar als kaufenswert ein.
          • WFC – Wells Fargo & Company: Wells Fargo berichtet von einem weiterhin stabilen Konsumverhalten und Ausfallraten, die sich sogar etwas besser entwickeln könnten als zunächst befürchtet, was die Robustheit des US-Kreditgeschäfts unterstreicht.
          • ABVX – Abivax: Die französische Biotech-Aktie Abivax springt zeitweise um bis zu +20,6% auf ein Rekordhoch, angetrieben von Spekulationen über eine mögliche Übernahme durch den US-Pharmariesen Eli Lilly.
          • DHER – Delivery Hero: Delivery Hero legt im Tagesverlauf zeitweise bis zu +14% (zuletzt etwa +12%) zu, nachdem das unter Druck stehende Unternehmen neue strategische Maßnahmen zur Steigerung des Unternehmenswerts prüft.
          • PLAB – Photronics, Inc.: Die Aktie von Photronics schießt nach einem massiven Gewinn- und Umsatzbeat sowie einer starken Guidance um rund +17% nach oben, gestützt durch robuste Nachfrage im US-Markt und eine Expansion nach Südkorea.
          • GME – GameStop Corp.: GameStop verliert rund -6%, nachdem der Quartalsumsatz von 821 Millionen Dollar enttäuscht und das Unternehmen keine zusätzlichen Bitcoin-Bestände aufgebaut hat, obwohl das EPS besser als im Vorjahr ausfiel.
          • CBRL – Cracker Barrel Old Country Store, Inc.: Die Aktien von Cracker Barrel fallen um fast -8%, da das Unternehmen schwache Quartalsergebnisse meldet, den Ausblick senkt und von einem Rückgang der Kundenfrequenz um 11% sowie einem missglückten Rebranding belastet wird.
          • CHWY – Chewy, Inc.: Bei Chewy sorgt ein starkes drittes Quartal mit Marktanteilsgewinnen, steigenden Kundenzahlen und +5% höheren Ausgaben pro Kunde zunächst für Kursgewinne, doch ein schwacher Ausblick auf Q4 drückt die Aktie anschließend wieder um über 5%.
          • CYBN – Cybin Inc.: Das kanadische Biotech-Unternehmen Cybin sorgt mit seinem psychedelischen Wirkstoff CYB003 gegen therapieresistente Depressionen für Aufsehen, nachdem Phase-2-Daten zeigen, dass nach zwölf Monaten 100% der Patienten Responder und 71% in Remission waren, bei einer Marktkapitalisierung von rund 250 Millionen Euro und hohem „Moonshot“-Risiko.
          • AVAV – AeroVironment, Inc.: AeroVironment meldet zwar einen schwachen Gewinn je Aktie, aber starke Umsätze und Rekordaufträge sowie eine leicht erhöhte Umsatzguidance, dennoch verliert die Aktie im aktuellen Marktumfeld rund -5%.
          • PEP – PepsiCo, Inc.: Die Aktie von PepsiCo steigt nach einer Hochstufung durch J.P. Morgan, die auf starke Produktivitätsgewinne verweist; das Unternehmen vereinbart mit Elliott ein Effizienzprogramm, inklusive Straffung des Produktportfolios um bis zu 20% und Personalabbau.
          • NKE – NIKE, Inc.: NIKE gewinnt im Intraday-Handel rund +2,7%, nachdem Guggenheim die Coverage mit einem „Buy“-Rating aufgenommen und damit frischen Rückenwind für die Aktie geliefert hat.
          • RBLX – Roblox Corporation: Die Titel von Roblox ziehen an, nachdem Analysten die Aktie zum Kauf empfehlen und ein Kursziel von 125 Dollar ausrufen, gestützt auf die starke Social-Gaming-Plattform und hohe Nutzerbindung.

          KALENDER Firmen & Unternehmen

          IM BLICKPUNKT

          JPM – PepsiCo, Inc.: J.P. Morgan stuft PepsiCo auf „Overweight“ hoch und verweist auf starke Produktivitätsgewinne, ein mit Elliott vereinbartes Effizienzprogramm und die geplante Straffung des Produktportfolios um bis zu 20%; ein konkretes neues Kursziel wird nicht genannt, der Upgrade gibt der Aktie jedoch frischen Rückenwind.

          GUG – NIKE, Inc.: Guggenheim nimmt die Coverage von NIKE mit einem „Buy“-Rating auf, was den Kurs im Intraday-Handel um rund +2,7% nach oben zieht; ein früher, aber klares Vertrauensvotum für die Erholung der Marke.

          HSBC – Biogen Inc.: HSBC stuft Biogen auf „Sell“ ab, da der Pharmakonzern laut den Analysten mit schwächerem Wachstum, Kostendruck und einem Mangel an klaren Akquisitionskandidaten zur Belebung der Pipeline konfrontiert ist; konkrete Kursziele werden in den vorliegenden Aussagen nicht genannt.

          RAYJ – Blue Owl Capital Corporation: Raymond James hebt Blue Owl auf „Strong Buy“ an und argumentiert, dass der Markt die Risiken potenzieller Mittelabflüsse aus den Private-Lending-Fonds im kommenden Jahr überbewertet, während das Unternehmen jüngst Rekordzuflüsse in seine Retail-Produkte vermeldet hat.

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          NVIDIA im Polit-Schock: Fed-Zinswende treibt Coinbase & Siemens Energy

          KURZ & KNAPP

          NVIDIA steht mit einem Lobby-Erfolg in Washington im Mittelpunkt, nachdem geplante Exportbeschränkungen für KI-Chips nach China überraschend entschärft wurden. Das beflügelt kurzfristig die Fantasie der Anleger, während Konkurrenz aus China wie Cambricon den Wettbewerb verschärft. Parallel schüren schwächere ADP-Daten und ein abkühlender US-Arbeitsmarkt die Wetten auf eine schnelle Fed-Zinssenkung. Der Markt preist die Zinswende zunehmend ein, was Risikoappetit und Nervosität zugleich anheizt.

          Im Tech- und Krypto-Sektor rücken Coinbase, Robinhood und Bitcoin in den Fokus, da die abnehmende Volatilität und neue institutionelle Zugänge frische Investmentchancen signalisieren. Energiewerte wie Siemens Energy und Schneider Electric profitieren von positiven Analystenkommentaren und Sektorrotationen. Dagegen muss Aurubis nach einem rückläufigen operativen Ergebnis um neues Anlegervertrauen kämpfen.

          In Deutschland ringt der DAX mit der Marke um 23.800 Punkte, während Titel wie Infineon, Puma und SAP von Gerüchten, Ratings und Rebound-Fantasien getrieben werden. In Europa sorgen Deutsche Börse und Partner Kraken mit einer Krypto-Kooperation für Schlagzeilen. Makroseitig stehen heute neben den US-Arbeitsmarktdaten die Einzelhandelsumsätze der Eurozone im Mittelpunkt und liefern wichtigen Kontext für EZB– und Fed-Erwartungen.

          AUSBLICK US-Märkte

          Deutschland & Europa

          Der DAX zeigt sich aktuell in einer unsicheren Verfassung: Nach jüngsten Rücksetzern kämpft der Leitindex darum, die Marke um 23.800 Punkte zu überwinden. Marktteilnehmer bleiben vorsichtig, während Diskussionen um Wirtschaftspolitik und Zinsentwicklung die Stimmung prägen. Europas Anleger richten zugleich den Blick auf geopolitische Signale aus Peking und die anstehenden Konjunkturdaten.

          Siemens Energy:
          Analystenmeldungen haben die Aktie zuletzt ins Rampenlicht gerückt; JP Morgan hat die Bewertung von neutral auf overweight angehoben und Siemens Energy auf die Analysten-Focus-Liste gesetzt. Das stärkt die Aufmerksamkeit auf den Energiewert.
          Infineon:
          Bei Infineon sorgte eine Patentmeldung für Schlagzeilen, die Marktkommentatoren allerdings als Non-Event einstuften; die Aktie zeigte sich dennoch weiterhin sehr stark. Technisch wird Infineon von Beobachtern auf die Watchlist gesetzt, falls wichtige Widerstände überwunden werden.
          Puma:
          Übernahmegerüchte um Puma aus Asien halten sich hartnäckig und liefern der Aktie laufend Anlass zu Spekulationen. Die Diskussion um mögliche Käufer aus China bleibt ein Treiber für Volatilität.
          SAP:
          SAP gilt weiter als ein gewichtiger Wert mit Rebound-Potenzial; Marktkommentare sehen die Aktie an einem charttechnischen Umkehrpunkt. Analysten und Trader behalten SAP im Blick, da positive Impulse aus dem US-Softwaresektor helfen könnten.

          In Europa steigen die Futures moderat, der Stoxx 600 zeigt leichte Gewinne und Deutschland führt die Sitzung zuletzt an. Im Vormittagsverlauf dominieren zwei Themen: der Staatsbesuch von Präsident Macron in China, der Signale zur Vertiefung wirtschaftlicher Beziehungen senden kann, und der Blick auf heutige Konjunkturtermine wie die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone.

          US-Ausblick

          Die US-Futures präsentieren sich uneinheitlich: S&P- und Nasdaq-Futures pendeln mit leichten Ausschlägen, während der Markt die jüngsten Arbeitsmarktdaten verarbeitet. Schwächere ADP- und private Lohn- und Gehaltsdaten haben die Wahrscheinlichkeiten für eine Fed-Zinssenkung in der nächsten Woche nochmals steigen lassen. Anleger wägen daher zwischen Risikoappetit bei Small Caps und Vorsicht bei hoch bewerteten Tech-Titeln ab.

          Coinbase & Bitcoin:
          Coinbase legte zuletzt spürbar zu und profitiert von der anziehenden Krypto-Stimmung rund um Bitcoin, während institutionelle Nachfrage und Produkteinführungen den Sektor stützen. Coinbase wird wegen seiner Rolle als Verwahrer und Brücke zu institutionellem Kapital besonders beobachtet.
          Robinhood:
          Robinhood profitiert, wenn Bitcoin wieder anzieht; Kursbewegungen bei Krypto ziehen Brokerwerte mit nach oben. Beobachter heben hervor, dass die Rückschläge jüngst moderat waren und die Aktie seit Jahresbeginn deutlich gestiegen ist.
          NVIDIA:
          NVIDIA steht erneut im Fokus wegen politischer Gespräche über Chipexporte nach China; eine überraschende Lobby-Erfolgsmeldung sorgte für erhöhte Aufmerksamkeit an den US-Märkten.

          DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

          NVIDIA ringt um Markt und Politik: Lobbyerfolg, China-Frage und wachsende Konkurrenz

          NVIDIA ist heute das beherrschende Thema an den Märkten: Vorbörslich sorgten Berichte über Treffen von CEO Jensen Huang auf dem Capitol Hill und mit Präsident Trump für Schlagzeilen, nachdem Gesetzgeber eine Restriktion zu Verkäufen fortschrittlicher KI‑Chips nach China aus wichtigen Verteidigungsgesetzen gestrichen haben sollen. Marktteilnehmer sehen darin einen kurzfristigen politischen Entlastungsfaktor, der den regulären Handel stützen kann; Investoren werten die Nachricht als Abmilderung regulatorischer Risiken für NVIDIA. Gleichzeitig bleibt Vize‑Diskussionsstoff, ob eine Lockerung der Exportregeln den Verkauf von H200‑ähnlichen Chips nach China erleichtern könnte — das Thema bestimmt die Handelsagenda und generiert Volatilität in Technologie- und Halbleiterpapieren.

          Auf der Entwicklungsebene wächst jedoch die technische Gegenwehr: In China strebt der lokale Anbieter Cambricon an, die Produktion 2026 zu verdreifachen und Marktanteile zu holen, was die strategische Bedeutung der Chip-Exporte noch schärfer in den Fokus rückt. Anleger müssen abwägen: Einerseits mildert die politische Entspannung unmittelbare Restrisiken, andererseits verschärft der Wettbewerb aus China sowie die Debatte um Energiestrukturen für Rechenzentren die längerfristigen Unsicherheiten. Für Trader ist das heute besonders wichtig, weil die Nachricht vorbörslich die Stimmung drehte und im regulären Handel zu starken Sektorrotationen führen kann; das kann die Kursdynamik bei NVIDIA, Zulieferern und Konkurrenznamen wie Fanuc beeinflussen. Ausblick: Bleibt die politische Entspannung bestehen, könnte dies den Weg für weitere Rallyephasen ebnen; gleichzeitig ist die Entwicklung bei Cambricon und die Energiefrage für Datacenter ein Grund, die Positionen aktiv zu managen.

          Fed‑Spekulationen befeuern Märkte: ADP schwächer, Zinssenkung eingepreist

          Die Märkte preisen aktuell eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine nahe Zinssenkung der Fed ein, nachdem private Daten wie die ADP‑Beschäftigtenzahlen eine merkliche Schwäche zeigten. Swap‑Märkte sehen eine fast sichere Senkung in der nächsten Woche, was kurzfristig Risikoaktiva stützt und Small Caps begünstigt; der Russell 2000 reagierte zuletzt mit einem starken Anstieg. Analysten wie Joyce Chang von J.P. Morgan erwarten weitere Zinsschritte in den kommenden Monaten, was die Diskussion über den Zyklus und die Dauer der geldpolitischen Lockerung intensiviert.

          Für Anleger bedeutet das: Eine nahende Lockerung erhöht die Chance auf Re‑Risking, gleichzeitig bleibt die Unsicherheit über Timing und Ausmaß groß. Gerade hoch bewertete Technologiewerte stehen deshalb unter Druck, während defensive und zyklische Sektoren selektiv profitieren könnten. Die Fed‑Thematik bleibt somit der zentrale Makrotreiber für die verbleibende Handelswoche.

          Krypto- und Börsenbrücke: Deutsche Börse kooperiert mit Kraken, Bitcoin‑Volatilität sinkt

          Die Verbindung zwischen traditionellen Börsen und dem Krypto‑Kosmos gewinnt an Substanz: Deutsche Börse hat eine strategische Partnerschaft mit der US‑Kryptobörse Kraken angekündigt, um institutionellen Zugang zu regulierten Krypto‑Produkten zu verbessern. Das Bündnis zielt darauf ab, Spot‑Trading, tokenisierte Märkte und Derivate leichter zugänglich zu machen und könnte insbesondere institutionelle Verwahrer und Vermögensverwalter ansprechen.

          Parallel dazu zeigt die technische Analyse bei Bitcoin eine Beruhigung: Die 30‑Tage‑implizite Volatilität ist laut Analysten deutlich gesunken, was auf eine Abschwächung der Panik und eine mögliche Volatilitätskompression hindeutet. Für Händler ist das relevant, weil geringere Volatilität die Konditionen für strukturierte Produkte und Verwahrungsangebote verbessert; Anbieter wie Coinbase bleiben dabei als Brückenbauer zwischen traditionellen Investoren und Krypto im Blick. Insgesamt macht die Kombination aus institutionellen Zugangsangeboten und stabilerer Volatilität Krypto‑Assets wieder adressierbarer für größere Investmentvehikel.

          J.P. Morgan hebt Energiewerte: Siemens Energy und Schneider Electric im Blick

          Siemens Energy erhielt jüngst ein positives Echo aus der Analysewelt: JP Morgan hat die Bewertung auf overweight gesetzt und den Titel in die Fokusliste aufgenommen, was die Nachfrage nach dem Wert stützt. Marktteilnehmer sehen in der Aufwertung eine Bestätigung der Relevanz von Energiewerten im aktuellen Marktumfeld.

          Parallel hat auch Schneider Electric Analystenaufmerksamkeit erhalten; JP Morgan stuft den Titel ebenfalls hoch ein. Solche Analystenaktionen können kurzfristig Bewegungen auslösen und zeigen, wie wichtig Sektorrotationen in einem von Zentralbank‑Talks geprägten Markt sind.

          Aurubis: Geschäftsjahr mit rückläufigem operativem Ergebnis

          Aurubis hat für das abgelaufene Geschäftsjahr ein gebrochenes Ergebnis gemeldet: Das operative Ergebnis ging um knapp 60 Millionen Euro zurück, das EBITDA verringerte sich von 622 auf 589 Millionen Euro. Die Zahlen dokumentieren operative Belastungen im abgelaufenen Jahr und werden von Investoren als Signal für Vorsicht interpretiert. Für Aktionäre bedeutet das, dass Aurubis in den kommenden Quartalen genau beobachtet wird, ob sich Margen und Nachfrage stabilisieren.

          KURZNEWS

          • NVDA – NVIDIA: Lobbyerfolge und Treffen von CEO Jensen Huang auf dem Capitol Hill sorgten für Entlastung, nachdem ein Vorschlag zu Exportbeschränkungen nach China nicht in Verteidigungsgesetze aufgenommen wurde.
          • Coinbase: Coinbase legte zuletzt deutlich zu und profitiert von steigender institutioneller Aufmerksamkeit und dem anziehenden Kryptomarkt.
          • Robinhood: Brokerwerte wie Robinhood reagieren tendenziell positiv, wenn Bitcoin anzieht; die Aktie zeigte sich in den vergangenen Wochen widerstandsfähig.
          • MSTR – MicroStrategy: MicroStrategy bleibt ein Name, der wegen seiner großen Bitcoin‑Bestände besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht und als Hebel auf Bitcoin‑Bewegungen gilt.
          • CRM – Salesforce: Salesforce lieferte einen stärkeren Umsatz‑Ausblick und meldete eine rasche Kundenadoption seiner KI‑Tools, was die Aktie stützt.
          • SNOW – Snowflake: Snowflake geriet nach einem unter den Erwartungen liegenden Margenausblick unter Druck und verlor vorbörslich deutlich an Wert.
          • COST – Costco: Costco meldete enttäuschende vergleichbare Umsätze für November, was kurzfristig zu Kursdruck führte.
          • DG – Dollar General: Dollar General überraschte positiv mit Quartalszahlen und einer verbesserten Umsatzprognose, die den Kurs vorbörslich stützte.
          • Aurubis: Aurubis berichtete über ein gebrochenes Geschäftsjahr; das operative Ergebnis sank um knapp 60 Mio. Euro, EBITDA von 622 auf 589 Mio. Euro.
          • Siemens Energy: JP Morgan hob die Einschätzung an und setzte Siemens Energy auf die Analysten‑Focus‑Liste, was das Interesse an dem Energietitel erhöht.
          • Infineon: Eine Patentmeldung galt als Non‑Event, dennoch bleibt die Aktie stark gehandelt und steht auf vielen Watchlists.
          • Puma: Übernahmegerüchte aus Asien halten an und sorgen für anhaltende Spekulationen um den Sportartikelhersteller.
          • SAP: SAP wird als potenzieller Profiteur positiver Impulse aus dem US‑Softwaresektor gesehen und gilt bei vielen Marktteilnehmern als Reboundkandidat.
          • Deutsche Börse & Kraken: Die strategische Partnerschaft zielt auf besseren institutionellen Zugang zu regulierten Krypto‑Produkten und tokenisierten Märkten.
          • Cambricon: Der chinesische KI‑Chipproduzent plant eine Ausweitung der Produktion und gilt als ambitionierter Wettbewerber für NVIDIA in China.

          KALENDER Firmen & Unternehmen

          Quartalszahlen

          DatumUnternehmenEventDetails
          Heute, nach Börsenschluss (MEZ)Rubrik; DocuSign; SentinelOne; Samsara; ChargePoint; Ulta Beauty; Hewlett Packard Enterprise; CooperCompanies; Argan, Inc.Unternehmens‑Reports (verschiedene)Heute nach Börsenschluss: Rubrik, DocuSign, SentinelOne, Samsara, ChargePoint, Ulta Beauty, Hewlett Packard Enterprise, CooperCompanies, Argan, Inc.
          Heute, vor Marktöffnung (MEZ)Dollar GeneralDollar General – QuartalsberichtVor Marktöffnung (Bericht vor Handelsstart laut Pool‑Angaben).
          Heute, nach Börsenschluss (MEZ)Ulta BeautyUlta Beauty – QuartalsberichtNach Börsenschluss in den USA ausgewiesen.

          Makrodaten

          DatumRegionEventDetails
          Heute (MEZ)USAUS Initial Jobless ClaimsErwartung: rund 220.000; in einer Veröffentlichung lagen die Zahlen bei 191.000 (ADP/Jobless‑Bericht wurde als schwächer interpretiert).
          Heute (MEZ)USAADP‑BeschäftigungsdatenADP‑Daten zeigten einen Rückgang bei den privaten Stellen – das schwächste Ergebnis für November seit 2023 und ein treibender Faktor für Zinssenkungswetten.
          Heute (MEZ)EurozoneEinzelhandelsumsätze Eurozone (Jahresvergleich)Erwartung laut Pool: Verbesserung um etwa 1,5 % im Jahresvergleich; wichtig für EZB‑Einschätzung.

          IM BLICKPUNKT

          • Fed‑Risiko und Zinswende: Die ADP‑Schwäche und private Lohn/Gehaltsdaten haben die Märkte überzeugt, dass eine Fed‑Zinssenkung wahrscheinlich ist – das bleibt der zentrale Makrotreiber.
          • NVIDIA und der Chipexport nach China: Der apparent erfolgreiche Lobbyeinsatz und die Diskussionen um Exportregeln sind für die gesamte Halbleiterbranche und die KI‑Bewertungsschere entscheidend.
          • Institutioneller Brückenschlag zu Krypto: Die Partnerschaft zwischen Deutsche Börse und Kraken sowie die rückläufige implizite Volatilität bei Bitcoin machen Krypto‑Zugänge für Institutionen relevanter.