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Spotify Quartal mit Rekord-Margen und Nutzerwachstum: Warum die SPOT-Aktie nach den Zahlen um 14,8% steigt

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10.02.26 21:59 Uhr

Spotify Technology S.A.

Das aktuelle Spotify Quartal sorgt an der Wall Street für Aufsehen: Rekordhohe Bruttomargen, starkes Nutzerwachstum und ein deutlicher Gewinnsprung lassen die Aktie zweistellig zulegen. Nach Jahren des Fokus auf Expansion zeigt Spotify nun, wie profitabel das Streaming-Geschäft skaliert werden kann – und übertrifft damit die eigenen Prognosen. Doch wie nachhaltig sind die neuen Höchstwerte bei Nutzern, Margen und Cashflow wirklich, und was bedeutet das für Anleger?

Spotify Technology S.A.: Wie stark war das Spotify Quartal?

Spotify Technology S.A. meldet für das vierte Quartal 2025 ein Rekordwachstum bei den monatlich aktiven Nutzern. Insgesamt wurden 38 Millionen neue Nutzer gewonnen, sodass die Plattform nun auf 751 Millionen MAUs kommt. Das Wachstum von 11 % im Jahresvergleich lag klar über den eigenen Prognosen von 745 Millionen. Getrieben wurde das Spotify Quartal vor allem von der viralen „Wrapped“-Kampagne und einer überarbeiteten kostenlosen Stufe, die mehr Nutzer in den Funnel holt.

Auch auf der Ertragsseite überzeugt das Spotify Quartal: Der Umsatz steigt auf rund 4,5 bis 4,53 Milliarden Euro und liegt damit im Rahmen der Markterwartungen. Wichtiger für die Börse ist jedoch die Margenentwicklung. Die Bruttomarge klettert auf einen Rekordwert von rund 33 %, was den strategischen Schwenk weg vom reinen Wachstum hin zu höherer Profitabilität bestätigt.

Die Zahl der zahlenden Premium-Abonnenten wächst um 10 % auf 290 Millionen. Preissteigerungen in den USA und weiteren Märkten – etwa auf 12,99 bis 13 Dollar für Einzelabos – haben das Wachstum nicht ausgebremst. Stattdessen zeigt sich die Preismacht des Marktführers im Musikstreaming deutlich.

Spotify Technology S.A.: Woher kommt der Gewinnsprung?

Unter dem Strich meldet Spotify Technology S.A. einen deutlichen Ergebnisanstieg. Der operative Gewinn legt auf rund 701 Millionen Euro zu und übertrifft die vorherige Prognose spürbar. Gleichzeitig steigen die Nettogewinne auf knapp 1,2 Milliarden Euro beziehungsweise gut 4,40 Euro je Aktie. Treibende Faktoren sind neben den Preiserhöhungen vor allem strikte Kostensenkungen und rückläufige operative Aufwendungen, die um etwa 10 % gesunken sind.

Im Gesamtjahr erhöht sich der Umsatz auf knapp 17,2 Milliarden Euro, während die operative Marge in den niedrigen zweistelligen Bereich hineinwächst. Das Management um die neuen Co-CEOs Gustav Söderström und Alex Norström wertet das Spotify Quartal als frühen Beleg dafür, dass die Plattform skalierbar profitabel betrieben werden kann. Ergänzt wird dies durch einen starken Free Cashflow von über 800 Millionen Dollar im Quartal und rund 2,9 Milliarden (umgerechnet) im Gesamtjahr.

Operativ setzt das Unternehmen gezielt auf Engagement-Treiber: KI-basierte Features wie AI-DJ, Prompted Playlists und mehr als 50 neue Funktionen im Jahr 2025 sollen dafür sorgen, dass Nutzer länger bleiben – und höherwertige Abos attraktiv werden. Besonders dynamisch entwickeln sich Video-Podcasts, deren Nutzung seit Start des Partnerprogramms um über 90 % zugelegt hat.

Spotify Technology S.A. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Spotify Technology S.A.: Was sagen Ausblick und Analysten?

Für das laufende erste Quartal 2026 peilt Spotify Technology S.A. 759 Millionen monatlich aktive Nutzer und 293 Millionen Premium-Abonnenten an. Beim Umsatz stellt das Management rund 4,5 Milliarden Euro in Aussicht, beim operativen Ergebnis etwa 660 Millionen Euro. Die Bruttomarge soll bei rund 32,8 % liegen und im Jahresverlauf weiter zulegen. Zudem erwartet das Unternehmen ein ARPU-Wachstum von 5 bis 6 % – unterstützt durch die jüngsten Preiserhöhungen.

Die Börse honoriert das Spotify Quartal entsprechend: Nach vorbörslichen Sprüngen von 12 bis knapp 20 % notiert die Aktie im regulären Handel rund 14,8 % im Plus bei 476,12 Dollar. Zuvor war der Kurs von seinen Hochs aus um nahezu 50 % zurückgekommen. Viele Investoren sehen die aktuellen Zahlen daher als Ausgangspunkt für einen Rebound.

Auch die Analysten drehen den Daumen nach oben. Goldman Sachs hat Spotify auf „Buy“ mit einem erhöhten Kursziel von 700 Dollar eingestuft. Die Citigroup folgt mit einem „Buy“-Rating und einem Ziel von 650 Dollar. Beide Häuser verweisen auf die Kombination aus Preishebel, Nutzerwachstum und steigenden Margen. Ergänzend betont MarketBeat, dass die Aktie trotz des Kurssprungs noch rund ein Drittel unter früheren Höchstständen notiert und die aktuelle Bewertung damit vor allem vom künftigen Margenausbau abhängig bleibt.

„Das Spotify Quartal zeigt, dass wir hohes Wachstum und Profitabilität gleichzeitig liefern können – 2026 ist für uns das Jahr, in dem wir die Ambition noch einmal deutlich erhöhen.“
— Alex Norström, Co-CEO von Spotify Technology S.A.

Fazit

Für Anleger steht damit ein Spotify Quartal im Fokus, das sowohl Wachstums- als auch Qualitätsinvestoren anspricht: Rekord-Nutzerzahlen, historisch hohe Bruttomargen und ein klarer Ausblick auf weiter steigende Profitabilität.

Weiterführende Quellen