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Apple Siri-KI mit -5% Einbruch: Update-Stress und FTC-Druck

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13.02.26 15:54 Uhr

Apple

Die Apple-Aktie steht nach einem deutlichen Rücksetzer verstärkt im Fokus der Anleger. Verzögerungen bei der Apple Siri-KI und neuer regulatorischer Druck aus den USA sorgen für Unsicherheit – trotz weiterhin starker Fundamentaldaten. Wie ernst sind die Probleme wirklich, und was bedeutet das für die Bewertung von Apple Inc.?

Apple: Was steckt hinter dem Kursrutsch?

Die Aktie von Apple Inc. notiert aktuell bei rund 259,40 US‑Dollar und liegt damit knapp ein Prozent unter dem Vortag, nachdem am Donnerstag ein Einbruch von etwa fünf Prozent einen Großteil der bisherigen Jahresgewinne ausgelöscht hatte. Zeitweise wurden mehr als 200 Milliarden US‑Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet. Charttechnisch fiel die Aktie in der Abwärtsbewegung auf einen Schlag unter die 20‑, 50‑ und 100‑Tage-Linie, was den Druck durch technisch orientierte Verkäufer zusätzlich verstärkte. Der Kursrutsch reiht sich ein in eine breitere Schwäche der großen US‑Technologiewerte, in deren Zuge auch Titel wie Amazon und Microsoft deutlich korrigierten.

Fundamental bleibt Apple zwar hochprofitabel: Im jüngsten Quartal übertraf der Konzern die Analystenerwartungen bei Umsatz und Ergebnis je Aktie klar. Gleichzeitig belasten jedoch Sorgen über steigende Kosten für KI-Investitionen und Margendruck bei Komponenten wie Speicherchips die Stimmung. Analysten verweisen zudem auf eine Rotation aus Mega-Cap-Techs heraus, die insbesondere stark KI-getriebene Bewertungsfantasien trifft.

Apple Siri-KI: Warum verzögert sich das Update?

Kern des jüngsten Ausverkaufs sind Probleme beim KI-Projekt rund um die Apple Siri-KI. Interne Tests zeigen, dass neue In‑App-Sprachbefehle teils zu langsam reagieren oder Anfragen nicht zuverlässig verarbeitet werden. Medienberichten zufolge wurde der ursprünglich für die kommenden Wochen geplante Start nun intern auf Mai oder noch später verschoben, die Einführung könnte sich sogar schrittweise über mehrere Monate ziehen. Offiziell hält Apple zwar an einem Launch der neuen Siri-Funktionen im Laufe des Jahres 2026 fest, der Zwischenschritt im Frühling gilt aber als entscheidend, um mit Konkurrenten wie Google und OpenAI im KI-Rennen nicht weiter zurückzufallen.

Eine besondere Herausforderung besteht darin, die Apple Siri-KI eng mit den hauseigenen Datenschutzstandards zu verzahnen. Apple versucht, möglichst viele KI-Prozesse direkt auf dem Gerät oder in besonders gesicherten Rechenzentren auszuführen, um Nutzerdaten zu schützen. Dieser Ansatz gilt zwar als Pluspunkt für Privacy-orientierte Kunden, erschwert jedoch die schnelle Umsetzung komplexer generativer KI-Funktionen.

Apple Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Apple: FTC-Druck auf Apple News verschärft die Lage

Parallel zu den technischen Problemen rund um die Apple Siri-KI gerät Apple Inc. politisch unter Druck. Der FTC-Vorsitzende Andrew Ferguson wandte sich in einem Brief an CEO Tim Cook und forderte eine Überprüfung der Nutzungsbedingungen und Auswahlkriterien von Apple News. Hintergrund sind Berichte, wonach konservative Medien im News-Feed benachteiligt und „linke“ Quellen überrepräsentiert werden sollen. Sollte sich herausstellen, dass Inhalte systematisch nach politischen Kriterien bevorzugt oder unterdrückt werden, könnte dies als irreführende Geschäftspraxis gewertet werden.

Für Anleger ist diese Entwicklung heikel, weil die Debatte um die Marktmacht großer Plattformen ohnehin an Schärfe gewonnen hat. Zusätzliche regulatorische Auflagen für Apple News oder andere Dienste könnten das Wachstum im margenstarken Services-Segment bremsen. Gleichzeitig sind Services – von App Store über Apple Pay bis hin zu Apple News – ein wichtiger Pfeiler der Investmentstory, die Apple unabhängiger vom Hardware-Zyklus machen soll.

Apple: Wie reagieren Analysten und Investoren?

Trotz des Kursrutschs bleibt das Analystenbild gemischt bis konstruktiv. Zahlreiche Häuser führen Apple Inc. weiterhin mit „Kaufen“ oder „Outperform“-Einschätzungen, während andere auf kurzfristige Risiken hinweisen. Asset-Manager wie Mirova US LLC haben ihre Positionen zuletzt sogar ausgebaut, während andere Investoren Bestände leicht reduzierten und damit Gewinne sicherten. Die Diskussion dreht sich vor allem um die Frage, ob die Apple Siri-KI und die breiter gefasste Apple-Intelligence-Plattform schnell genug marktreife Produkte liefern können, um steigende Entwicklungs- und Infrastrukturkosten zu rechtfertigen.

Strategisch bleibt Apple in einer starken Ausgangsposition: Hohe Margen im iPhone- und Mac-Geschäft, ein riesiges Ökosystem und ein massives Aktienrückkaufprogramm stützen den Gewinn je Aktie. Kurzfristig steht jedoch die Glaubwürdigkeit im KI-Bereich auf dem Prüfstand. Gelingt es, die Apple Siri-KI stabil und datenschutzkonform auszurollen und gleichzeitig die FTC-Bedenken bei Apple News zu entschärfen, könnte der aktuelle Rücksetzer sich als Einstiegschance erweisen.

Fazit

Der 5‑Prozent-Abverkauf zeigt, wie sensibel der Markt derzeit auf Rückschläge bei Apple Siri-KI und regulatorischen Themen reagiert. Für Anleger bleibt Apple Inc. ein Schwergewicht, doch die nächsten Monate werden entscheidend, ob das Unternehmen seine KI-Story untermauern und das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen kann. Wer investiert ist, sollte die weitere Entwicklung bei Apple Siri-KI und der FTC-Prüfung von Apple News genau verfolgen und mögliche Volatilität einkalkulieren.

Weiterführende Quellen