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Taiwan Semiconductor Investitionsplan: +4,8% KI-Boom treibt TSMC
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Taiwan Semiconductor Investitionsplan: +4,8% KI-Boom treibt TSMC

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Taiwan Semiconductor Manufacturing

Rechtfertigt der massive Taiwan Semiconductor Investitionsplan in KI-Fabs den aktuellen Kursrekord – oder steigt hier das Risiko für Anleger?

Wie aggressiv ist der Taiwan Semiconductor Investitionsplan?

Der aktuelle Taiwan Semiconductor Investitionsplan für 2026 sieht ein gewaltiges Budget von 52 bis 56 Milliarden US‑Dollar vor. Ein Großteil fließt in neue Fertigungskapazitäten für hochmoderne Prozesstechnologien wie 2‑Nanometer, A16 und A14. Damit will Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. seine technologische Führungsposition in der Halbleiterindustrie und insbesondere im KI-Bereich absichern.

Allein in Taiwan entstehen derzeit bis zu zehn neue Fabriken, viele davon mit Fokus auf Hochleistungschips für Rechenzentren. Besonders wichtig ist das sogenannte Advanced Packaging: Die spezialisierten Werke AP5B und AP7 P1 sollen 2026 fertiggestellt werden und komplexe Chipstapelungen ermöglichen, wie sie etwa NVIDIA und große Hyperscaler für KI-Beschleuniger benötigen.

Während der Kapitalbedarf kurzfristig auf die Marge drückt, signalisiert das Management, dass die hohe Auslastung durch KI und High-Performance-Computing die Investitionen mittelfristig amortisieren soll. Zacks Investment Research verweist darauf, dass Taiwan Semiconductor trotz der globalen Expansion eine Bruttomarge von 63 bis 65 % in Aussicht stellt, selbst wenn neue Auslandsfabriken kurzfristig 2 bis 4 Prozentpunkte kosten.

Was bedeutet der KI-Boom für Taiwan Semiconductor?

Die Nachfrage nach KI-Chips ist der zentrale Treiber hinter dem Taiwan Semiconductor Investitionsplan. NVIDIA hat seine Produktionspläne für das zweite Quartal 2026 angehoben und drängt Taiwan Semiconductor, die Kapazitäten für High-End-GPUs zu erhöhen, da die Nachfrage aus China das Angebot aktuell übersteigt. Gleichzeitig ordern chinesische Technologiekonzerne massiv H200-GPUs und eigene KI-Chips, etwa von Alibaba über die T-Head-Einheit.

Im jüngsten Quartal stiegen die Erlöse im Segment High-Performance-Computing um 48 % und machen inzwischen 58 % des Gesamtumsatzes aus. Aber auch andere Bereiche liefern Rückenwind: Automobilchips legten um 34 % zu, IoT-Anwendungen um 15 %, und das wichtige Smartphone-Geschäft, das fast 30 % der Erlöse ausmacht, wuchs um 11 % gegenüber dem Vorjahr. Diese breite Aufstellung reduziert das Risiko einer einseitigen KI-Abhängigkeit.

The Motley Fool hebt hervor, dass der konsequente Ausbau von Effizienz und Skalierung die Bruttomarge von unter 49 % vor zehn Jahren auf heute fast 60 % getrieben hat. Operative Margen von über 50 % und eine Eigenkapitalrendite von mehr als 35 % untermauern, dass die hohen Investitionen bisher in stark steigende Gewinne münden.

Wie reagiert die Börse auf Taiwan Semiconductor?

An der Wall Street setzt die Aktie von Taiwan Semiconductor ihre Rally fort. In New York gewinnt der Titel am Dienstag 4,79 % auf 387,83 US‑Dollar, nach 370,04 US‑Dollar am Vortag. In Taiwan markierte die Aktie jüngst ein Rekordhoch bei 1.965,00 TWD und liegt damit rund 85 % über dem Niveau vor zwölf Monaten. Technische Indikatoren wirken dabei nicht überhitzt: Der Relative-Stärke-Index (RSI) um 53 signalisiert ein neutrales Momentum, während der Kurs klar über dem 200‑Tage‑Durchschnitt von 1.340,24 TWD notiert.

Analysten bleiben überwiegend positiv. Zacks Investment Research führt Taiwan Semiconductor in mehreren Analysen als einen der spannendsten Profiteure des KI-Booms und verweist auf das anhaltend bullishe Sentiment an der Wall Street. Auch The Globe and Mail zählt die Aktie zu den “smartesten” Wachstumswerten für langfristige Anleger und betont die faktische Quasi-Monopolstellung bei modernsten Fertigungsprozessen.

Viele Strategen verweisen darauf, dass Taiwan Semiconductor für zahlreiche US-Techgiganten und Hyperscaler systemrelevant ist. Ohne die Fertigungskapazitäten des Konzerns könnten die ambitionierten KI-Pläne von Cloudanbietern, Softwarekonzernen und Plattformbetreibern kaum umgesetzt werden. Das erklärt, warum die Börse den Milliardenumfang des Taiwan Semiconductor Investitionsplan eher als Chance denn als Risiko interpretiert.

Was müssen Anleger jetzt beachten?

Der nächste bewertungsrelevante Termin ist der 16. April 2026, wenn Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. die nächsten Quartalszahlen vorlegt. Dann zeigt sich, ob der Taiwan Semiconductor Investitionsplan bereits zu einer weiteren Beschleunigung von Umsatz und Gewinn führt. Entscheidende Kennzahlen werden neben dem Wachstum im KI- und HPC-Segment vor allem die Entwicklung der Bruttomarge und die Auslastung der neuen Kapazitäten sein.

Mit einem Kursanstieg von rund 24 % seit Jahresbeginn stellt sich für Anleger die Frage, ob ein Einstieg noch attraktiv ist. Das starke Margenprofil, die dominante Marktstellung in der Spitzentechnologie und die vollen Auftragsbücher sprechen dafür, dass das Wachstum auch 2026 und darüber hinaus anhalten kann. Gleichzeitig bleiben geopolitische Risiken im Taiwan-Konflikt und die hohe Abhängigkeit von Großkunden wie NVIDIA Faktoren, die im Risikomanagement berücksichtigt werden sollten.

Fazit

Unterm Strich deutet vieles darauf hin, dass der Taiwan Semiconductor Investitionsplan die Weichen für die nächste Wachstumsphase stellt und die Aktie langfristig interessant bleibt, auch wenn kurzfristige Rücksetzer nach der starken Rally jederzeit möglich sind.

Weiterführende Quellen