Wird die TeraWulf Anthropic Lease zum Startschuss für die nächste KI-Infrastruktur-Rallye?
Was bedeutet die TeraWulf Anthropic Lease für die Zukunft?
TeraWulf Inc. hat mit Anthropic einen langfristigen, auf 20 Jahre angelegten Mietvertrag für 401 Megawatt kritische IT-Leistung am Justified Data Campus in Kentucky unterzeichnet. Die TeraWulf Anthropic Lease ist nicht nur ein Vertragsabschluss – sie ist ein strategischer Wendepunkt. Erst im Februar 2026 erwarb TeraWulf das Gelände von einer Century Aluminum-Tochter für 200 Millionen Dollar plus Minderheitsbeteiligung. Jetzt wird der Standort zur zentralen KI-Infrastruktur-Plattform des Unternehmens. Die Kapazität wird stufenweise bereitgestellt: Der erste Teil geht in der zweiten Hälfte 2027 online, die volle Leistung ist für Anfang 2028 geplant. Anthropic verfügt zudem über zwei fünfjährige Verlängerungsoptionen – potenziell bis zu 30 Jahre Laufzeit. Die Zahlungsverpflichtungen sind durch eine Investment-Grade-Kreditunterstützung gesichert, was die Kreditwürdigkeit und Stabilität der Einnahmen unterstreicht.
Wie wirkt sich der Verkauf der Abernathy-Beteiligung aus?
TeraWulf Inc. veräußert seine 50,1-prozentige Anteilschaft am Abernathy Joint Venture an eine Investorengruppe unter Führung von Fluidstack – dem ursprünglichen Joint-Venture-Partner. Der Verkaufspreis beträgt rund 530 Millionen Dollar, zahlbar in drei Tranchen: 250 Millionen binnen 14 Tagen, 150 Millionen bis 31. Dezember 2026 und etwa 130 Millionen bis 30. April 2027. TeraWulf hatte ursprünglich rund 450 Millionen Dollar in das 168-MW-AI-Rechenzentrum in Abernathy, Texas, investiert – der Verkauf erfolgt also mit einem klaren Premium. Damit realisiert das Unternehmen den Wert seiner frühen Beteiligung und schafft Spielraum für eine neue Wachstumsphase: Kapital wird gezielt in vollständig eigenständig betriebene KI-Infrastrukturprojekte reinvestiert. CEO Paul Prager betonte, dass diese Transaktionen gemeinsam „die nächste Wachstumsphase von TeraWulf“ einleiten.
Welche Rolle spielt die TeraWulf Anthropic Lease im KI-Infrastruktur-Markt?
Die TeraWulf Anthropic Lease positioniert das Unternehmen als bedeutenden Player im globalen KI-Infrastruktur-Wettlauf. Während Anbieter wie NVIDIA und Tesla Hardware und Software vorantreiben, baut TeraWulf Inc. die physische Grundlage – Rechenzentren mit zuverlässiger, kosteneffizienter Energie und hochskalierbarer Kühlung. Der Standort in Kentucky profitiert von günstigem, stabilen Strom aus Wasserkraft und Aluminium-Hinterlassenschaften – eine seltene Kombination, die KI-Betreibern wie Anthropic entscheidende Vorteile bietet. TeraWulf Inc. verdoppelte damit in einem Zug seine vertraglich gesicherte KI-Kapazität: Vor dem Deal waren 522 MW gesamt vertraglich gebunden, aber am Justified Data Campus standen noch null MW aus. Mit der TeraWulf Anthropic Lease sind nun 401 MW allein dort gebunden – ein Quantensprung in der Einnahmesicherung.
Wie reagieren Analysten und Anleger auf die Nachricht?
Die Anthropic-Lease validiert unsere Strategie und schafft einen langfristigen Ertragsstrom mit einem der weltweit führenden KI-Unternehmen.— Paul Prager, Chairman und CEO von TeraWulf Inc.
Der Markt reagierte prompt: TeraWulf Inc. (WULF) stieg am Montagnachmittag um 7,32 % auf 22,73 Dollar – nach vorbörslichen Sprüngen von bis zu 17 %. Der Kurs liegt nun 17,9 % über seinem 100-Tage-Durchschnitt und verzeichnet ein Jahresplus von fast 400 %. Analysten sehen klare Aufwärtspotenziale: Citigroup initiierte das Papier mit einem „Buy“-Rating und einem Kursziel von 36,00 Dollar. BofA Securities folgte mit ebenfalls „Buy“ und 34,00 Dollar. B. Riley Securities erhöhte sein Ziel auf 32,00 Dollar. Clear Street Analysten Brian Dobson und Greg Pendy bekräftigten ihr „Buy“-Rating und betonten, dass die TeraWulf Anthropic Lease „die Dynamik für das Unternehmen weiter beschleunigt“ – und dass die Pipeline „deutlich mehr wert ist, als die aktuelle Bewertung vermuten lässt“.




