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ThyssenKrupp Prognose: +5,8% Rallye-Chance nach Jefferies-Upgrade

ERWÄHNTER TICKER
Schlusskurs 11,39€ +5,76% 20.02.26 15:07 Uhr
ThyssenKrupp AG

Kann die neue ThyssenKrupp Prognose von Jefferies den Umbau zur Werttreiber-Rallye machen oder ist der Kurssprung nur ein Strohfeuer?

ThyssenKrupp: Was steckt hinter der Kurserholung?

Die Papiere von ThyssenKrupp AG steigen am Freitagmittag um rund 5,8 % auf etwa 11,38 Euro und gehören damit zu den stärksten Werten im MDAX. Am Vortag lag der Schlusskurs noch bei 10,77 Euro. Vom Jahrestief bei 4,70 Euro hat sich die Aktie damit deutlich entfernt, bleibt aber weiter unter dem 52‑Wochen-Hoch von 12,48 Euro. Seit dem Rekordtief im Herbst 2024 bei rund 2,08 Euro hat sich der Kurs in der Spitze versechsfacht, auch wenn zu den historischen Höchstständen um 35 Euro aus dem Jahr 2007 noch viel Luft bleibt.

Treiber des aktuellen Schubs ist eine frische Kaufempfehlung: Das US-Analysehaus Jefferies stuft die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch und erhöht das Kursziel von 12,50 auf 13,00 Euro. Analyst Tommaso Castello sieht die jüngste Kurskorrektur als Einstiegschance in eine „Event-Aktie“, bei der einzelne Umbau-Schritte erheblichen Mehrwert freisetzen könnten.

ThyssenKrupp Prognose: Wie optimistisch ist Jefferies?

Im Zentrum steht die aktualisierte ThyssenKrupp Prognose von Jefferies für das operative Ergebnis 2026. Castello hebt seine Ebitda-Schätzung um rund fünf Prozent an und liegt damit etwa sechs Prozent über dem aktuellen Marktkonsens. Trotz weiterhin erwarteter negativer Free-Cashflow-Werte zwischen -600 und -400 Millionen Euro für 2026 betonen die Experten den strategischen Charakter der hohen Ausgaben: Rund 350 Millionen Euro sollen in Umstrukturierungskosten fließen, zusätzlich sind Investitionen von 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro geplant, etwa zur Hälfte in die Stahlproduktion.

Jefferies rechnet damit, dass sich diese Belastungen mittel- bis langfristig auszahlen und bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 eine Wende beim Mittelzufluss möglich ist. Unterstützt werde die ThyssenKrupp Prognose durch politischen Rückenwind für die europäische Stahlindustrie, etwa durch Importquoten und industriepolitische Förderprogramme der EU. Mit einem finanziellen Polster von rund 3,7 Milliarden Euro an Nettokapital sieht Jefferies den Konzern trotz makroökonomischer Unsicherheiten solide aufgestellt.

ThyssenKrupp AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

ThyssenKrupp: Welche Umbaupläne treiben die Story?

Großes Augenmerk legen Investoren auf die strategischen Optionen des Konzerns. Als zentrale Kurstreiber identifiziert Jefferies drei potenzielle Transaktionen: Erstens den möglichen Verkauf der Stahlsparte Steel Europe, für die aktuell Verhandlungen mit dem indischen Konzern Jindal laufen. Zweitens einen Börsengang oder Verkauf der Aufzugsbeteiligung tk Elevator, an der ThyssenKrupp AG noch einen Minderheitsanteil hält. Drittens eine Abspaltung des Werkstoffhandels Material Services.

Solche Schritte könnten nach Einschätzung von Castello deutliche Bewertungsreserven heben, da unterschiedliche Geschäftsbereiche separat am Kapitalmarkt oftmals höhere Multiples erzielen. Gleichzeitig bleibt der Konzern ein zyklischer Industrie- und Stahlwert, dessen Ergebnisentwicklung stark von Konjunktur, Stahlpreisen und Energiekosten abhängt. Die neue ThyssenKrupp Prognose baut deshalb auf einer Kombination aus internen Effizienzmaßnahmen und externem Rückenwind durch Regulierung und Konjunkturerholung auf.

ThyssenKrupp Prognose: Wie ist das charttechnische Bild?

Charttechnisch notiert die Aktie leicht über ihrer 200‑Tage-Linie, die zuletzt von einem steilen Aufwärtstrend in eine flachere Seitwärtsbewegung überging. Nach einem Plus von rund 86 % binnen zwölf Monaten bleibt der übergeordnete Trend intakt, auch wenn die Dynamik nachgelassen hat. Prognosemodelle, die saisonale Muster und die implizite Volatilität aus dem Optionsmarkt berücksichtigen, sehen für die kommenden Wochen eine breite Spanne möglicher Kursziele zwischen 9 und 17 Euro. Das Chance‑Risiko-Profil bleibt damit spekulativ, aber attraktiv für risikobereite Anleger.

Zusätzliche Anlagelösungen wie Capped‑Bonus‑Zertifikate bieten alternative Wege, an der ThyssenKrupp Prognose zu partizipieren, indem sie auch bei seitwärts oder moderat fallenden Kursen Renditechancen eröffnen. Für direkt investierte Aktionäre bleiben jedoch die Umsetzung der Restrukturierung und die nächste Phase der strategischen Entscheidungen die entscheidenden Kurstreiber.

Die jüngste Kurskorrektur ist für uns eine attraktive Einstiegschance in eine interessante Anlagestory bei ThyssenKrupp.
— Tommaso Castello, Analyst bei Jefferies

Fazit

Die Kombination aus Jefferies‑Upgrade, klar umrissener ThyssenKrupp Prognose bis 2026 und tiefgreifender Restrukturierung rückt den MDAX‑Titel wieder stärker in den Fokus. Für Anleger, die an die erfolgreiche Umsetzung der Umbaupläne glauben, könnten Rücksetzer weiterhin attraktive Einstiegsgelegenheiten bieten. Die nächsten Monate und mögliche Deal‑Ankündigungen im Stahl- und Aufzugsgeschäft dürften zeigen, ob die aktuelle Kurserholung in einen nachhaltigen Aufwärtstrend übergeht.

Weiterführende Quellen