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Merck Dividendenstrategie Chance: Hält Keytruda-Schock 2028 aus?

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Merck KGaA

Kann die Merck Dividendenstrategie den drohenden Keytruda-Patentablauf abfedern oder steht die Ausschüttung vor einem Bruch?

Merck & Co., Inc.: Wie solide ist die Dividende?

Die Merck Dividendenstrategie baut auf einem attraktiven Rendite‑Profil auf. Aktuell liegt die Dividendenrendite bei rund 2,8 % und damit deutlich über dem Niveau des S&P 500, der im Schnitt etwa 1,1 % bietet. Auch im Branchenvergleich sticht Merck & Co., Inc. hervor: Der durchschnittliche Pharmawert kommt auf etwa 1,7 %, womit Merck mehr als 60 % darüberliegt. Allein die Höhe der Rendite ist jedoch nicht der einzige Pluspunkt – entscheidend ist die Kombination aus Ausschüttung und Wachstum.

In den vergangenen zehn Jahren hat Merck seine Dividende um knapp 94 % gesteigert. Zwar gab es Phasen ohne Erhöhungen, doch statt aggressiver Anhebungen um jeden Preis setzt das Management auf Nachhaltigkeit. Ein zentraler Baustein der Merck Dividendenstrategie ist die im Branchenvergleich moderate Ausschüttungsquote von rund 45 % des Gewinns. Diese Spannbreite lässt genügend Spielraum, um sowohl Aktionäre über Dividenden zu beteiligen als auch Milliarden in Forschung, Entwicklung und Zukäufe zu investieren.

Jüngst bestätigte der Vorstand eine Quartalsdividende von 0,85 US‑Dollar je Aktie. Angesichts der jüngsten Kursniveaus entspricht das weiterhin einer Rendite im Bereich von rund 2,8 %. Für langfristig orientierte Einkommensinvestoren ist damit ein stetiger Cashflow mit Aussicht auf weitere Erhöhungen gegeben – vorausgesetzt, Merck kann die anstehende Patentklippe meistern.

Merck & Co., Inc.: Trägt Keytruda die Merck Dividendenstrategie?

Herzstück der Ertragsbasis und damit indirekt der Merck Dividendenstrategie ist der Immunonkologie‑Blockbuster Keytruda (Wirkstoff Pembrolizumab). Das Medikament ist weltweit einer der umsatzstärksten Krebswirkstoffe und in zahlreichen Indikationen – unter anderem bei nicht‑kleinzelligem Lungenkrebs – zugelassen. Im vierten Quartal verzeichnete die Keytruda‑Franchise ein Umsatzplus von rund 6,8 % auf 8,37 Mrd. US‑Dollar und bleibt damit der wichtigste Gewinnbringer.

Die große Herausforderung: In den USA läuft der Patentschutz für Keytruda 2028 aus. Entsprechend groß ist die Sorge vor einem Umsatzeinbruch durch Biosimilars und neue Konkurrenzpräparate, etwa Ivonescimab von Summit Therapeutics, das in einer Studie bei bestimmten Lungenkrebs‑Patienten Keytruda geschlagen hat. Merck versucht gegenzusteuern: Zusätzliche Indikationen, eine subkutane Formulierung mit kürzerer Verabreichungszeit sowie die Entwicklung oraler Varianten sollen die Lebensdauer des Franchise verlängern und die Ertragsbasis glätten.

Parallel verweisen Analysten darauf, dass internationale Patente für Keytruda bis in die 2030er Jahre reichen und somit ein gestaffelter Rückgang statt eines abrupten Absturzes wahrscheinlich ist. Deutsche Bank etwa sieht einen „klaren Pfad über die Keytruda‑Patentklippe hinaus“ und hat Merck von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft, mit einem auf 150 US‑Dollar angehobenen Kursziel. Diese Einschätzung stützt die Erwartung, dass die Merck Dividendenstrategie auch nach 2028 tragfähig bleibt.

Merck & Co., Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Merck & Co., Inc.: Breite Pipeline als Dividendenpuffer?

Neben Keytruda erweitert Merck & Co., Inc. systematisch sein Portfolio, um die Abhängigkeit von einem einzelnen Blockbuster zu verringern. Neue Produkte wie Winrevair gegen pulmonale arterielle Hypertonie und der Pneumokokken‑Impfstoff Capvaxive liefern bereits relevante Beiträge; Winrevair hat sich zum Beispiel auf einen Umsatz‑Run‑Rate von über 1 Mrd. US‑Dollar entwickelt. Weitere Projekte in der Pipeline zielen auf kardiometabolische Erkrankungen, Infektionskrankheiten und potenziell disruptive Grippeimpfstoffe ab.

Diese Diversifizierung ist ein Kernargument institutioneller Investoren, die ihre Positionen zuletzt teils deutlich ausgebaut haben. So haben etwa Tredje AP fonden und AMG National Trust Bank ihre Beteiligungen erhöht, während einzelne Adressen wie Smead Capital Management Gewinne mitnahmen. Auf Analystenseite unterstreichen Häuser wie Barclays mit dem Upgrade auf „Strong‑Buy“ sowie das durchschnittliche Konsens‑Rating „Moderate Buy“ die positive Einschätzung von Cashflow‑Stärke und Wachstumsperspektiven.

Mit dem jüngsten Kursbereich um 128 US‑Dollar bewegt sich Merck nahe dem 52‑Wochen‑Hoch von gut 123 US‑Dollar, was die starke Performance der vergangenen zwölf Monate widerspiegelt. Für Dividendenanleger bleibt der Investment‑Case damit zweigleisig: eine gut abgesicherte Ausschüttung heute und die Chance auf weiteres Wachstum, wenn Pipeline‑Projekte und Zukäufe die entstehende Lücke nach der Keytruda‑Spitze schließen. In diesem Umfeld wirkt die Merck Dividendenstrategie wie ein stabiler Anker in einem von Innovationszyklen geprägten Sektor.

Fazit

Unterm Strich zeigt sich: Die Merck Dividendenstrategie ruht auf einer starken Kombination aus solider Cash‑Generierung, moderater Ausschüttungsquote und einem breiten, wachstumsstarken Produktportfolio. Trotz der nahenden Keytruda‑Patentklippe sprechen Portfolio‑Diversifizierung, Pipeline und positive Analystenratings dafür, dass die Ausschüttungen langfristig abgesichert bleiben. Für Anleger, die auf stetige Erträge und planbaren Vermögensaufbau setzen, bleibt Merck damit ein aussichtsreicher Kandidat für die Dividendenecke des Depots.

Weiterführende Quellen